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Antisemitismus und Israelfeindschaft in Frankreich und Europa

Nahostpolitik

Die Politik der EU und Frankreichs gegenüber den Palästinensern und Israel soll zunächst unter wirtschaftlichen und strategischen Aspekten betrachtet werden. Wie die USA haben die Staaten der heutigen EU seit Jahrzehnten Interessen in der Region. Großbritannien und Frankreich sind dabei bedingt durch den Verlauf des Ersten Weltkrieges in einer privilegierten Lage. Sie schließen 1916 das Sykes-Picot Abkommen ab zur Aufteilung des osmanischen Reiches und dabei auch Palästinas. Von 1926 ist der Vertrag von Mossul, da Großbritannien (52,5 Prozent), die USA und Frankreich (je 23,75 Prozent) die Iraq Petrol Company untereinander aufteilen.

Seit Lawrence von Arabiens Zeiten werden die Ereignisse in der Region hauptsächlich bestimmt durch die Interessen dieser Akteure. Die Auswirkungen erstrecken sich bis heute hinein in die innenpolitischen Verhältnisse der westlichen Staaten. Vorhandene antisemitische Vorurteile und arabisch-propalästinensische Sympathien einerseits sowie pro-israelische Neigungen andererseits werden propagandistisch in den Dienst der Durchsetzung dieser Interessen gestellt. Dabei kommt hinzu, daß die Interessen innerhalb der Gesellschaften der USA und der EU nicht homogen sind. Wer also meint, die USA seien eindeutig auf Seiten Israels, der lese nur einmal den Washington Report on Middle East Affairs (WRMEA), wo sich die Lobbyisten der arabischen Sache tummeln. Sie behaupten, die amerikanische Öffentlichkeit mit ausgewogenen und akkuraten Informationen über die Beziehungen der USA zu den Staaten des Nahen Ostens zu versorgen. Dazu lassen sie auf ihrer Web Site, oben links, eine sich ständig erhöhende Zahl mitlaufen. Sie soll die Steuerdollars anzeigen, die von den USA seit 1948 in jeder Sekunde für Israel ausgegeben werden. Sie kommen dabei auf über 90 Milliarden Dollar. In Deutschland bezeichnet man solches als "Milchmädchenrechnung". (1)

Den Interessen der USA und der EU im Nahen Osten ist es geschuldet, daß der Nahostkonflikt nicht beendet wird. Wie eine Studie des American Center for Democracy im Oktober 2002 berichtet, finanzieren die US-Regierung und ihre Institutionen gemeinsam mit der EU, den Vereinten Nationen, mit den arabischen Staaten, reichen Palästinensern und sogenannten Wohltätigkeitsvereinen in Ost und West den korrupten Yassir Arafat, die Palästinensische Autonomiebehörde, die PLO sowie die United Nations Relief and Work Agency (UNWRA), die Hamas und indirekt weitere Terrororganisationen mit Hunderten von Millionen Dollar, wobei allerdings die EU und die arabischen Staaten weit vorn liegen. (2)

Die Finanzströme werden von den Gebern bewußt nur unzureichend kontrolliert. Jeder im öffentlichen Dienst Tätige kann bestätigen, daß, wenn gewollt, eine totale Kontrolle über vergebene Gelder ausgeübt wird.

Der Haß der Palästinenser und der Araber auf Israel und die Juden in aller Welt wird hierdurch geschürt. Die meisten Palästinenser haben für sich keine Geschichte, sie sind moslemische Araber, die bis 1948 gemeinsam mit den Juden in Palästina wohnen. Der Haß auf Israel und die Juden schweißt sie zusammen, gibt ihnen eine aus Zerstörung und Negation gewonnene Identität. Daran arbeitet, von 1920 bis 1936 mit britischer Hilfe, von 1936 bis 1945 mit deutscher und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder mit britischer Hilfe, der Großmufti Hadj Amin al-Husseini, der trotz üppiger finanzieller und militärischer Unterstützung außer Terrorismus gegen die Juden nichts zustande bringt. Selbst nach dem Teilungsbeschluß der UN, vom 29. November 1947, können für die Verteidigung der "palästinensischen Sache", zur Verhinderung der Gründung des Staates Israel, nur 3000 in Palästina ansässige Araber gewonnen werden. Yasser Arafat beerbt den Mufti und seine Aufgaben. Keiner Regierung der genannten Unterstützerstaaten steht es zu, sich über die jeweilig anderen aufzuregen. Am Erhalt dieses Hasses und dem daraus folgenden Status quo zwischen Israel und den im Haß geeinten Palästinensern ist jeder dieser Staaten auf seine Weise interessiert.

Auf Grund ihrer wirtschaftlichen und strategischen Interessen haben die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, allen voran Frankreich, seit 1988 die Illusion aufrechterhalten, die Hamas bestünde aus einem förderungswürdigen Wohltätigkeitszweig, der Schulen, Kindergärten, die Universität in Gaza und Krankhäuser unterstützt und einem davon getrennten militärischen Zweig, der bewaffnete Operationen und die Selbstmordattentate zu verantworten habe.

Ein Blick in die am 18. August 1988 veröffentlichte Charta der Hamas genügt, um diese Illusion zu widerlegen: (3)

Schon im Vorspann bekommt man einen Eindruck, was die Hamas ist: " ´Israel wird aufsteigen und aufrecht bleiben, bis der Islam es vernichtet, so wie er seine Vorgänger vernichtete.´ Der Imam und Märtyrer Hassan al-Banna. Möge Allah seiner Seele gnädig sein."

Der Begründer der Moslembruderschaft in Ägypten, der Terrorist und "Märtyrer" Hassan al-Banna ist der Großvater des vom EU-Präsidenten Romano Prodi, vom ehemaligen französischen Innenminister Nicolas Sarkozy sowie von den französischen Linksradikalen um die ATTAC gleichermaßen, wenn auch aus unterschiedlichen Absichten, hofierten Islamisten Tariq Ramadan, der seinen Großvater noch heute sehr verehrt. Tariq Ramadan, den westliche Geheimdienste für den Leiter des europäischen Zweiges der Moslembruderschaft halten, ist Experte mehrerer Kommissionen der EU, er unterhält ausgezeichnete Kontakte sowohl zu den Regierenden in fast allen arabischen Staaten als auch zu deren fundamentalistischen islamischen Vereinigungen und ihren europäischen Dependancen, wie dem vom ehemaligen französischen Innenminister Nicolas Sarkozy ins Leben gerufenen Conseil français du Culte musulman (CFCM), wo die integristische Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) zuungunsten moderater islamischer Gruppen und Vereinigungen die politische Richtung bestimmt. (4)

"Bruder Tariq", wie er noch im November 2003 auf dem Europäischen Sozialforum genannt wird, als er Tausende begeisterter Globalisierungsgegner, Bartträger und Kopftuchträgerinnen mitreißt, dieser Bruder wird den Franzosen nun von den Amerikanern "entführt". Sie bitten ihn, nachdem er im Januar 2004 auf Einladung des US- und des britischen Außenministeriums auf dem Arab Western Summit of Skills in Berlin einen Einführungsvortrag halten durfte, ab September 2004 in ihr Land, an die Universität "Notre Dame", in South Bend. (5)

Die Vorstädte mit ihrer "presse de banlieue", der abfällig von ihm so bezeichneten Vorstadtpresse, läßt er samt den marginalisierten arabischstämmigen Vorstadtkindern, den "Brüdern und Schwestern", hinter sich. (6)

Die Hamas, die sich selbst als palästinensischen Zweig der Moslembruderschaft versteht (Artikel 2), verkündet schon in den ersten Sätzen der Charta ihr erklärtes Ziel, die Vernichtung Israels. Verhandlungen kommen für die Hamas nicht in Frage. (Artikel 13)

Nur Bruchteile der jährlichen mehreren zehn Millionen Dollar gehen unter der Überschrift "Soziale Solidarität" an die Massen in den Flüchtlingslagern und an die genannten sozialen Institutionen (Artikel 21), in denen im übrigen den jungen Menschen und der ganzen "palästinensischen Nation" der Kampf gegen den Feind, die Juden, "ins Herz gepflanzt" werden soll. (Artikel 15)

Die europäischen Regierungen kennen die Charta der Hamas. Es kann niemandem entgangen sein, daß dort wieder zurückgegriffen wird auf die zaristische Fälschung, die "Protokolle der Weisen von Zion". (Artikel 32)

All das wissen auch die Palästinenser- und Hamas-Freunde unter den europäischen Linken, die sowohl Hamas als Hezbollah zu primär sozialen Bewegungen erklären und damit ihr Einverständnis mit der europäischen Regierungspolitik beweisen. Das weiß beispielsweise die international agierende Antiimperialistische Koordination (AIK), die auch mit arabischen Negationisten gemeinsame Sache macht. Sie singt bis heute das Loblied der Hamas. Im September 2003 fordert sie Solidarität mit Hamas und die sofortige Aufhebung der Schwarzen Liste der EU. Diese Linken fordern einen binationalen Staat Palästina, sie wollen die Zerschlagung des Staates Israel. Dabei verkünden sie ernsthaft und gegen jede Erfahrung, ein solcher Staat werde demokratisch sein und die Rechte der jüdischen Minderheit wahren. Es fällt ihnen auch nicht auf, daß sie dabei eh nichts zu sagen hätten (zum Glück!), sie verkünden es einfach. (7)

In Frankreich findet die AIK beste Bündnispartner, und zwar nicht nur unter ihresgleichen, sondern von "seriösen" Persönlichkeiten, die inzwischen meinen, die Gründung Israels sei ein Irrtum, man müsse zurückkehren zu der Zeit zwischen 1920 und 1930, als ein Staat mit jüdischer Minderheit geschaffen werden soll. Jetzt geht es nicht mehr darum, die Politik der Rechten Israels in den besetzten Gebieten zu kritisieren, die Gewalttätigkeit der Siedler und die Liquidierung palästinensischer Militärführer anzuprangern, sondern es geht um die Aberkennung des Exitenzrechtes Israels. Deshalb sind die französischen Intellektuellen fasziniert von den israelischen "neuen Historikern" wie Ilan Pappé und anderen antizionistischen Linken, wie Michel Warshawski. Er tritt bei der LCR als Referent auf und wird zum Europäischen Sozialforum, 12.-15. November 2003, eingeladen. Sie vertreten nur eine winzige Minderheit Israels, aber sie finden in antisemitischen und anti-israelischen Kreisen begeisterte Aufnahme. Niemand von diesen Linken interessiert sich, andere israelische Ansichten überhaupt nur anzuhören. So dienen sie objektiv ihrer Regierung, die das ähnlich sieht.

Die EU weigert sich, die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Djihad (PIJ) insgesamt zu terroristischen Vereinigungen zu erklären. (8) Dies geht vor allem auf den Einspruch der französischen Regierung zurück. Das am 19. August 2003 von der Hamas in Jerusalem verübte Attentat (22 Tote) verurteilt die EU als "von illegalen Gruppen durchgeführten Akt". Weder die Hamas noch der PIJ werden genannt, obgleich sie sich gemeinsam zu dem Attentat bekennen. Der außenpolitische Berater des französischen Präsidenten Maurice Gourdault-Montagne erklärt dem israelischen Botschafter Nissim Zvili drei Tage nach dem verheerenden Attentat, am 22. August 2003, daß nichts beweise, daß Hamas und PIJ terroristische Gruppen seien, und daß somit die französische Regierung nicht beabsichtige, sie zu ächten. (9)

Bei dieser Haltung der französischen Politik wundert es nicht, daß weder im Titel noch in der Begründung des am 7. November 2002 in die Nationalversammlung eingebrachten Gesetzentwurfs zum "Gesetz Lellouche", benannt nach seinem Hauptinitiator Pierre Lellouche, zur Eindämmung des Antisemitismus und des Rassismus der Begriff Antisemitismus vorkommt, sondern daß das Gesetz auf eine Verschärfung der Strafen für rassistische Gewalttaten abstellt. Die beispielhaft genannten Gewalttaten, die Ermordung eines jungen Mannes marrokanischer Herkunft und Angriffe gegen Schüler einer jüdischen Privatschule geschehen "allein auf Grund ihrer Konfession", heißt es in der für beide Fälle nicht zutreffenden Begründung.

Das Gesetz sieht allgemein eine Verschärfung der Strafen für rassistische Delikte vor. Es soll die Effizienz der Strafverfolgung verbessern. Astronomische Strafen, bis zu dreißig Jahren Haft, und die Herabsetzung des Alters für sofortige Strafmündigkeit auf 15 Jahre sind die Maßnahmen, die von der französischen Politik für angemessen gehalten werden, das Problem zu lösen. Ein wichtiges Argument für das Gesetz ist, daß die Gewalttaten dem Ansehen Frankreichs im Ausland schaden. (10)

Die Erklärung des Pressesprechers des Außenministeriums über eine Unterredung, vom 16. Dezember 2003, des Staatssekretärs im Außenministerium Renaud Muselier mit einer Delegation der jüdischen Organisation B´nai B´rith, die sich seit 160 Jahren dem Kampf gegen den Antisemitismus verschreibt, und die seit 70 Jahren auch in Frankreich tätig ist, kommt in ihren fünf Sätzen nicht ohne den Hinweis auch auf den Kampf gegen Rassismus aus. Es ist der französischen Politik offensichtlich nicht möglich, den Antisemitismus als etwas Eigenständiges, als ein für sich relevantes Problem zu begreifen. (11)

Da verwundert es nicht, daß zu einem gemeinsam mit der UNESCO für den 17. bis 19. Januar 2004 organisierten hochkarätigen Kolloquium über "Le choc des civilisations", den Schock der Zivilisationen der "Association Euro-Méditerranée Science, Développement & Paix" der islamistische Fundamentalist Hani Ramadan, der offen die Steinigung von Ehebrecherinnen und die Verdammung der Homosexualität sowie die durchgängige Anwendung der Scharia propagierende Bruder des Tariq Ramadan, eingeladen wird. Dies wird auf Einspruch des französischen Prädidenten dann doch kurzfristig rückgängig gemacht.

Präsident der Association ist Albert Mallet, seinerzeit Kabinettsmitglied für "öffentliche und juristische Freiheiten" und Beauftragter für die Wahrung der Menschenrechte beim ehemaligen Innenminister Jean-Pierre Chevènement, Mitglied in dessen nationalistischem Club "République moderne" und Wahlkampforganisator des "Che" 2002. Die ausgezeichneten Beziehungen des "Che" zu den arabischen Staaten, insbesondere zum Irak, sind hinreichend bekannt.

Schirmherren der Association sind u.a. der Präsident und der Außenminister Frankreichs, die UNESCO und EU-Präsident Romano Prodi. Partner der Association ist der Fernsehsender TF1-LCI. (12)

Die Bewahrung der Menschenrechte liegt bei Albert Mallet in guten Händen, wie man sieht. Das Eintreten gegen den Antisemitismus scheint weniger der Auftrag zu sein als die Verbreitung des politischen Islamismus. Dies geschieht wahrscheinlich weniger aus Sympathie für die Scharia als zur Wahrung der französischen Interessen im Nahen Osten. Was ist das kleine Israel gegen die arabischen Staaten und ihre Reichtümer? Der französische Botschafter in London Daniel Bernard drückt das im Dezember 2001 auf einer Party entsprechend aus: "that shitty little country Israel", wobei shitty = beschissen, Scheiß- bedeutet. Selbstverständlich will er die Aussage nicht als antisemitisch und israelfeindlich aufgefaßt wissen, und auch die notorisch israelfeindliche BBC setzt "antisemitisch" in Anführungszeichen. (13) Das verwundert nicht, vertritt die BBC die britischen Geschäftsinteressen in den arabischen Staaten seit Jahren so gut und so einseitig, daß Israel die Beziehungen zu diesem Sender und dessen Journalisten abbricht.

Nicht nur Frankreich, sondern die EU insgesamt kümmern sich aus den genannten Gründen wenig um die systematische Zurückdrängung des Antisemitismus. Sie subsummieren ihn unter die Kategorie "Rassismus", mit dem er schon lange kaum noch etwas gemein hat. Die EU interessiert sich vornehmlich für den Kampf gegen die "Islamophobie", diese dem in Wien ansässigen, 1998 gegründeten European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC) in aller Ausführlichkeit übertragene Aufgabe. Nach dem 11. September 2001 vergibt die EU Kommission drei Aufträge für Studien zu dem Thema.

Die Ergebnisse der von der EU nach mehrmaliger Aufforderung zögerlich in Auftrag gegebenen Studie über Antisemitismus in Europa werden von der EU monatelang unter Verschluß gehalten und nur nach längeren Protesten aus jüdischen und US-amerikanischen Kreisen veröffentlicht. (14)

Fadenscheinige Gründe, die Studie zurückzuhalten, werden vorgeschoben, der Begriff "Antisemitismus" sei nicht präzise gebraucht, die Ergebnisse, daß heutzutage die antisemitischen Ausschreitungen nicht so sehr von klassischen Skinheads, sondern hauptsächlich von arabischstämmigen Immigranten und von propalästinensischen Protestlern aus der linken Szene begangen werden, hätten negative Auswirkungen auf die Integration der Immigranten. Der Grund zur Unterdrückung der Studie ist vielmehr politisch, daß die Veröffentlichung der Ergebnisse die Interessen der EU im Nahen Osten in Mitleidenschaft ziehen würde. Von den amerikanischen Juden vielleicht einmal abgesehen, meine ich, daß die USA aus ihren Interessen heraus auf die Veröffentlichung der Studie drängen. Ihnen nützt sie.

Ein mit jüdischen Organisationen zur Bekämpfung des Antisemitismus von Romano Prodi für Ende Januar 2004 geplantes gemeinsames Seminar sagt er ab, weil er sich durch einen Artikel in der Financial Times, vom 5. Januar 2004, der Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses (WJC) Edgar Bronfman und des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC) Cobi Benatoff beleidigt fühlt. Beide Präsidenten werfen der EU die durch einseitige Fragestellungen diskreditierte Umfrage vor, in der 59 Prozent der befragten Europäer aus 15 Staaten Israel als die größte Gefahr für den Weltfrieden ansehen, unter ihnen 65 Prozent der Deutschen (!), 55 Prozent der Franzosen, 60 Prozent der Briten. In der Umfrage kommen die Palästinenser nicht vor, angeblich, weil nur Staaten aufgelistet sind. Andererseits wird kein Mitgliedsstaat der EU erwähnt. Die EU selbst, ihrerseits ebenfalls kein Staat, wird von durchschnittlich nur 8 Prozent der Befragten, unter ihnen 4 Prozent der Deutschen, 6 Prozent der Franzosen, 18 Prozent der Briten, für den am meisten den Weltfrieden gefährdenden "Staat" gehalten. (15)

Diese EU, die nicht einmal in der Lage ist, sich eine gemeinsame Verfassung zu geben, gibt in der Befragung vor, ein Staat zu sein! (16)

Weiters beschuldigen Edgar Bronfman und Cobi Benatoff die EU Kommission, die erwähnte Antisemitismusstudie der darin enthaltenen Ergebnisse wegen zu unterdrücken. Interessant ist, daß Romano Prodi annimmt, er strafe die Juden mit der Absage des Seminars. Kampf gegen Antisemitismus hält er wie viele Europäer für eine Sache der Juden.

Soweit zu Antisemitismus und Israelfeindschaft, wie sie von den Regierungen durch deren wirtschaftliche und strategische Interessen bedingt sind. Man versteht, warum Israel die Schuld an den Problemen des Nahen Ostens gegeben werden muß. Es gäbe sonst keine Rechtfertigung mehr für die finanzielle Unterstützung der Palästinenser, was den Geschäften und den strategischen Ambitionen schaden würde. Da die EU auf Kosten der USA ihren Einfluß im Nahen Osten vergrößern will, zahlt sie auch mehr dafür.

Fragen muß man sich, warum die europäische Linke sich mehrheitlich diesen Interessen anschließt und an der ungeeigneten Stelle gegen den "amerikanischen Imperialismus" und den "Nazismus Israels" kämpft. Als ob es in Europa nichts zu erkämpfen gäbe, die eigenen Rechte gegen die europäischen Unternehmer und Rüstungskonzerne beispielsweise. Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist der zweitgrößte Rüstungskonzern der Welt. Gegen den und seinen Hauptaktionär Lagardère kämpft ATTAC nicht, sondern der verlegt über seine Mediengruppe Hachette Livre die Pamphlete der ATTAC in deren Hausverlag "Mille et une Nuits". (17)

Es ist schon immer ein Zeichen von Unredlichkeit, auf ferne Schlachtfelder auszuweichen, meistens, ohne jemals einen Schritt dorthin zu tun. Da könnte man doch besser gleich in den Action Film "Der letzte Samurai" gehen, es würde der Gesellschaft weniger schaden.

Fragen muß man sich weiterhin, warum die Linken der ATTAC hinterher laufen, wo zumindest in Frankreich die Führungspositionen von Regierungsbeamten und von der Regierung nahestehenden halboffiziellen Mitarbeitern eingenommen werden. Der ATTAC ist der Eintritt ("l´entrisme") der die Juden und Israel hassenden Islamisten um Tariq Ramadan in die politische Szene geschuldet. Der ATTAC-Präsident Jacques Nikonoff, ein ehemaliges Führungsmitglied der französischen kommunistischen Partei und heutiger "Nichtmarxist", setzt sich vehement für Tariq Ramadan ein, glaubt er doch, er könnte diesen für seine Zwecke benutzen. Die Kritik an einem Anfang Oktober 2003 erscheinenden antisemitischen Artikel des "Islamiste chic" wird von Jacques Nikonoff als gegen die Bewegung der Globalisierungskritiker zurückgewiesen. Diese seien weder antisemitisch noch islamistisch. Man wolle der Bewegung mit den Anwürfen nur schaden. (18)

Durch den französischen Innenminister wird Tariq Ramadan weiter aufgewertet, der sich dann, gewissermaßen aus Dankbarkeit für diese französische Unterstützung, in Berlin als Eröffnungsredner des Arab-Western Summit of Skills verdingt. Dort verteilen, am 17. und 18. Januar 2004, hochkarätige Politiker und Geschäftsleute, Deutsche, US-Amerikaner, Briten und Tschechen, die Vertreter des "neuen Europa", unter Beteiligung der Palästinenser und anderer Araber den Kuchen unter sich. Frankreich ist davon ausgeschlossen. (5)

Von jungen arabischstämmigen Moslems ausgehender Antisemitismus

Das Ergebnis dieser verfehlten Politik ist u.a. der Anstieg antisemitischer Aggressionen gegen die Juden in Frankreich seit Beginn der Zweiten Intifada, September 2000. Die Häufigkeit derartiger Akte ist drei- bis viermal stärker als solche gegen die moslemische Gemeinschaft, die ihrerseits zehnmal größer ist als die jüdische. Juden werden tätlich angegriffen und erhalten Beleidigungs- und Drohschreiben, Synagogen und jüdische Friedhöfe werden geschändet, jüdische Schulen in Brand gesteckt. Jüdische Institutionen erhalten schriftliche und verbale Drohungen. Eine Telefonleitung wird geschaltet, damit sich bedrohte Juden melden können. Die meisten Angriffe kommen von arabischstämmigen Immigranten. Im Gegensatz dazu gibt es keinen Angriff von Juden gegen Moslems in Frankreich, worüber die Medien nicht berichten, sondern stattdessen einen verlogenen Vergleich zwischen Antisemitismus und Islamophobie konstruieren. (19)

Der Conseil Représentatif des Institutions juives de France (CRIF) dokumentiert seit einiger Zeit die ihm bekanntgegebenen Ausschreitungen. Auf der Web Site des CRIF kann man auch die Ergebnisse der vom EUMC zunächst nicht veröffentlichten Antisemitismus-Studie aufrufen. Frankreich ist wie andere europäische Staaten unrühmlich vertreten. (20)

Exemplarisch seien die Ergebnisse der Rubrik "verbale Agressionen, Beleidigungen und indirekte Drohungen" zitiert:

"Anläßlich einer vom Parti des Musulmans de France im 19. Arrondissement von Paris, am 18. Mai 2002, organisierten Demonstration wurden feindselige Slogans gegen Juden skandiert, ohne daß die Organisatoren sich bemüht hätten einzuschreiten.

Während einer am 26. Mai 2002 von Gruppen wie der französischen Kommunistischen Partei, den Grünen, der Revolutionären Kommunistischen Liga ("Ligue Communiste Révolutionnaire") und anderen, wie dem MRAP ("Mouvement contre le racisme et pour l´amitié entre les peuples" - Bewegung gegen den Rassismus und für Freundschaft zwischen den Völkern) und der Liga für Menschenrechte organisierten Demonstration gegen den Besuch George W. Bushs in Frankreich riefen ungefähr 30 Teenager antijüdische und pro-Bin Laden Slogans. Die Organisatoren verwiesen sie aus der Demonstration. Aktivisten ethnischer Minderheiten waren dann gezwungen einzuschreiten, um einige Jugendliche daran zu hindern, ein junges Paar anzugreifen, von dem sie meinten, es wäre jüdisch.

Die antisemitische Atmosphäre fand auch Ausdruck in verbalen Angriffen in Schulen und Universitäten."

Weitere Abschnitte dokumentieren tätliche Angriffe sowie Antisemitismus in Graffitis, in Medien und im Internet.

In einem solchen Klima geschieht es, daß ein elfjähriger jüdischer Schüler eines vornehmen Pariser Lyzeums über mehrere Wochen stumm unter den verbalen und körperlichen Aggressionen zweier maghrebinisch-stämmiger Schüler leidet und zu Hause von Selbstmord spricht, ohne daß die Eltern sich sein Verhalten erklären können. Er sagt nichts, weil er Angst vor weiterer Isolierung und vor der Rache der Schüler hat. Einer ehemaligen Lehrerin vertraut er sich endlich an, aber es dauert zwei Monate, bis die Verantwortlichen der Schule etwas unternehmen. Sie erklären den Vorfall zu einem Konfessionsstreit, untersuchen ihn zwei Monatel lang ausführlich, um die Schuld ausgewogen zwischen den Tätern und dem Opfer zu verteilen. Derweil muß sich das Opfer von den Mitschülern als Lügner beschimpfen lassen.

Nicht etwa die Aggressoren, sondern der Junge wird in eine andere Klasse versetzt. Die Aggressoren verstehen die ganze Aufregung nicht, denn ein solches Verhalten wie das ihre sei in anderen Schulen gang und gäbe. Die Eltern der maghrebinischen Jungen spielen alles als Streich von dummen Jungen herunter, "affaire des gosses". Nun warten alle darauf, daß die beiden Übeltäter eine milde Strafe bekommen, damit sie sich nicht als Opfer darstellen können, berichtet die "Libération", im Dezember 2003 und im Januar 2004. (21)

Von jungen Moslems ausgehende antijüdische Ausschreitungen werden schon deshalb oft heruntergespielt, weil man ihnen ihre Solidarität mit den Palästinensern zugute hält und sie sich, es versteht sich, an den Juden als Unterstützer Israels schadlos halten. In dem man mit den Aggressoren hält, bekundet man seine Sympathie mit der palästinensischen Sache. Man duldet die antisemitische Ausschreitung von Moslems auch, weil man nicht als Rassist gelten will.

Zurück zur Partei "Musulmans de France" (PMF) des Mohamed Ennacer Latrèche. Sie hat ihren Sitz in Straßburg, einer der Hochburgen des Front National. Im ersten Wahlgang zu den Präsidentschaftswahlen 2002 erhält der FN dort ca. 25 Prozent der Stimmen. Der PMF ist derart islamistisch, daß selbst Tariq Ramadan sich aus taktischen Gründen davon distanziert und sich weit weg begibt, nach Berlin, als Mohamed Ennacer Latrèche und seine Partei die Demonstration gegen das geplante Gesetz gegen das Kopftuch in Schulen und öffentlichen Ämtern veranstalten. Die islamistische Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) schließt sich dem Aufruf des PMF an. Tausende demonstrieren am 17. Januar 2004 in Paris, 20 000 in ganz Frankreich, gegen dieses Gesetz.

Während der Demonstration erklärt Mohamed Ennacer Latrèche: "der Zionimus ist eine ideologie der Apartheid, wir bekämpfen ihn, wie wir den Nazismus bekämpfen." AFP berichtet am 22.1.2004, daß der französische Generalstaatsanwalt ein Verfahren eröffne, und daß von vielen Seiten auch das Verbot dieser islamistischen Partei gefordert werde.

Mouvement contre le racisme et pour l´amitié entre les peuples (MRAP) und andere Sympathisanten der Islamisten

Der MRAP und die L.D.H. distanzieren sich ebenfalls vom Demonstrationsaufruf und versammeln sich gemeinsam mit den Anhängern und Schülern des Tariq Ramadan, den Vereinigungen Jeunes musulmans de France, Etudiants musulmans de France, Collectif des musulmans de France und Participation et spiritualité musulmanes zu einer Veranstaltung in La Plaine Saint-Denis, einem Vorort von Paris, um dort gegen das Gesetz aufzutreten, schreibt die "Libération". (22)

Zwischen dem MRAP und seinem Präsidenten Mouloud Aounit, der Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR) des Olivier Besancenot, der Liga für Menschenrechte (L.D.H.) des Michel Morineau, dem Sprachrohr der ATTAC "Le Monde diplomatique" (Diplo) des Bernard Cassen und seines Chefredakteurs Alain Gresh sowie den französischen Islamisten aller Schattierungen bestehen herzliche Beziehungen, das mag Bernard Cassen nach dem Europäischen Sozialforum (ESF) getrost abstreiten. Ihnen ist zu verdanken, daß Tariq Ramadan zum ESF, November 2003, eingeladen, und daß er trotz seiner antisemitischen Ausfälle nicht wieder ausgeladen wird. Entsprechend wird der Antisemitismus auf dem ESF vollständig ausgeblendet, an keiner Stelle werden die palästinensischen Selbstmordattentäter verurteilt, berichtet ein ESF-Teilnehmer des Informationszentrums 3. Welt (iz3w). Der Antisemitismus sei in der Abschlußerklärung nirgends erwähnt worden, nicht mal im Absatz über den Kampf gegen die Rechtsextremen, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. (23)

Stattdessen werden Mitarbeiter der Aktion 3. Welt Saar beim Verteilen eines Flugblatts für das Existenzrecht Israels tätlich angegriffen, einer von ihnen erhält Platzverweis und es wird ihm die Akkreditierung aberkannt.

Wenn man bedenkt, daß der MRAP 1946 hervorgeht aus dem zur Zeit der Résistance von mehr als 50 jüdischen Organisationen gegründeten Mouvement national contre le racisme (MNCR), von denen einige 1948 bei der Gründung des Staates Israel mitwirken, und wenn man weiter bedenkt, daß der MRAP bis 1977 Mouvement contre le racisme, l´antisémitisme et pour la paix heißt, dann umbenannt wird, weil dieser Verein es nicht mehr für nötig befindet, sich mit dem Kampf gegen den Antisemitismus zu befassen, gewinnt man in etwa einen Eindruck, womit man es heute beim MRAP zu tun hat. Arno Klarsfeld hält den MRAP für eine antisemitische Vereinigung. Über diese Einschätzung mag sich die Humanité, im Juli 2001, noch so aufregen. (24)

Der MRAP beklagt, gewalttätige Angriffe auf Moslems und ihre Moscheen, Benachteiligung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche würden von der französischen Gesellschaft stillschweigend geduldet oder sogar unterstützt. Sie würden nicht ausreichend geächtet und bestraft. Am 20. September 2003 wird dazu vom MRAP in Saal 6217 der französischen Nationalversammlung ein Kolloqium zur Erweckung der öffentlichen Meinung für Polizei, Justiz, Bildung und Wissenschaft abgehalten. Zum Thema Islamophobie und Antisemitismus werden die Rückwirkungen des israelisch-palästinensischen Konflikts behandelt. Referent ist der Chefredakteur des Diplo Alain Gresh. Verwiesen wird in der Agenda auf Publikationen des Alain Gresh über die "Wahrheiten" des Konfliktes, auf seine gemeinsame Publikation mit dem Islamisten Tariq Ramadan sowie auf einen beim Brüsseler Verlag Complexe im Jahr 2000 unter der Leitung des Alain Gresh und des Studiendirektors am Institut de Relations Internationales et Stratégiques (Iris), dem Institut für internationale und strategische Beziehungen, Didier Billion veröffentlichten Sammelband mit dem Titel "Actualité de l´Etat Palestinien", Aktualität des palästinensischen Staates. (25)

Das 1990 gegründete staatliche Iris versteht sich als eines der Hauptforschungszentren Frankreichs auf den Gebieten Internationale und strategische Beziehungen. Ehrenpräsident des Iris ist der EU-Kommissar für Handel Pascal Lamy. Politiker von UMP, UDF, PS und Grünen, Schriftsteller sowie als Vertreter der Rüstungsinsdustrie der Präsident für Entwicklung von DCN, Produzent von Kriegsschiffen für die europäische Verteidung, der Geschäftsführende Vizepräsident für strategische Koordination und der Vizepräsident für politische Angelegenheiten, Frankreich, des europäischen Rüstungskonzerns EADS sind Aufsichtsratsmitglieder. (26)

Die zum 1. Januar 2004 erfolgte Dekoration des Mouloud Aounit mit dem Orden der "Légion d´honneur" und die Unterschrift des französischen Präsidenten unter das Begleitschreiben geben einen Eindruck, wie Frankreich sich den Kampf gegen den Antisemitismus vorstellt: gar nicht.

Alain Gresh erklärt, man müsse Tariq Ramadan unterstützen, sonst bekäme man die Salafiden. Die Äußerung ist wirklich komisch, denn Tariq Ramadan vertritt wie sein Bruder Hani, nur geschickter als dieser, genau diese saudi-arabische polit-islamistische Richtung der Salafiden, auch Wahhabismus genannt, wie schon sein Großvater Hassan al-Banna und sein Vater Said Ramadan. Für eine weitere Verfestigung der antisemitischen und anti-israelischen Einstellung in Frankreich ist mit diesem Personal gesorgt.

Medien

Was die Medien angeht, so seien hier kurz einige Veröffentlichungen genannt, die sich im antisemitischen israel-feindlichen Spektrum gut ausnehmen:

Das in 28 Sprachen übersetzte, in mehr als 50 Ländern erhältliche Verschwörungsbuch über den 11. September 2001 des Thierry Meyssan "L´effroyable imposture", erschienen bei den Editions Carnot, in deutscher Übersetzung "Der inszenierte Terrorismus", in Deutschland herausgegeben vom Verlag Editio De Facto des Rechtsextremen Pierre Krebs, vom Thule-Seminar. (27)

Thierry Meyssan ist Nationalsekretär des Parti radical de gauche (PRG), der radikalen Partei der Linken ("100 Jahre im Dienst der Republik"), dort seit 1995 zuständig für die Beziehungen zur internationalen Zivilgesellschaft. Er ist von 1995 bis 1999 Stellvertretender Koordinator des Nationalkommittees zur Wachsamkeit gegenüber der extremen Rechten, und er ist Journalist und Schriftsteller, dessen "Buch der Untersuchung über die größte Manipulation der Geschichte" sich mit dem Attentat vom 11. September auf das Pentagon befaßt. Er behauptet, die Amerikaner hätten alles selbst inszeniert.

Thierry Meyssan weiß Bescheid, und er macht damit viel Geld. In den arabischen Scheichtümern und in Saudi-Arabien wird er herumgereicht. So dient er der französischen Republik und ihren Interessen in den arabischen Staaten. Er ist auch noch Präsident des Réseau Voltaire "für die Freiheit des Ausdrucks". Dort berichtet er, am 18.11.2002, von seiner Unterredung mit führenden Vertretern der Terrororganisation Hezbollah (Partei Allahs), "einer sozialen Bewegung islamischer Inspiration, häufig verglichen der Befreiungstheologie in Lateinamerika", die nach der Invasion des Libanon durch Israel zu einer bewaffneten Organisation geworden sei, "engagiert in Aktionen des bewaffneten Widerstandes im Angesicht des US-Imperiums und der Kolonisierung der besetzten palästinensischen Territorien ..." (28)

Sinnigerweise hält auch der französische Präsident Jacques Chirac die Hezbollah für eine primär soziale Einrichtung und legitime Gesprächspartnerin. Er lädt deren Generalsekretär Ende Oktober 2002 zum Gipfel der Frankophonie ein, berichtet Thierry Meyssan im November auf seinem "Réseau Voltaire". Die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung im Bunde mit dem österreichischen Außenministerium zieht nach und führt vom 17. bis 19. Februar 2004 mit dem der Terrororganistion nahestehenden Consultative Center for Studies and Documentation (CSSD) in Beirut eine Konferenz "The Islamic World and Europe. From Dialogue towards Understanding" durch. Neben dem unvermeidlichen Tariq Ramadan nehmen daran Wissenschaftler wie Azzam al-Tamimi vom britischen Muslim Council, Dozent des Markfield Institute of Higher Education der Islamic Foundation, und andere Ideologen des islamischen Glaubenskrieges teil. Sie alle eint Antiamerikanismus, Globalisierungskritik sowie die Überzeugung über die Notwendigkeit der Beendigung des "zionistischen Projektes", die Zerstörung Israels. (29)

"Réseau Voltaire" veröffentlicht ausführlich ein Interview mit der Verteidigerin des zum Islam konvertierten Terroristen, in der Pariser Santé einsitzenden Ilitch Ramirez Sanchez, alias Carlos, der Anwältin Isabelle Coutant-Peyre, Mitarbeiterin des glamourösen Anwaltes und Verteidigers des Tariq Aziz und des Saddam Hussein, Jacques Vergès. Sie hat den 1997 zu lebenslanger Haft verurteilten Carlos im Gefängnis geheiratet und will sich mit ihm nach seiner Haftentlassung in Venezuela niederlassen. Sie hält Carlos für einen freundlichen Menschen und für unschuldig, alle Anschuldigungen seien manipuliert, Carlos sei ein Politiker, der sein Leben einem politischen Prinzip gewidmet hätte, einer revolutionären Vision. Terror hält sie in bestimmten Fällen für gerechtfertigt, die materialistische Ausbeutung sei ebenfalls Terror. In dem Interview stellt sie die Staatsgewalt in Frage, in Frankreich herrsche Staatsterror und Verrat.

Derartige Konfessionen einer Anwältin liest man, im April 2002, auf dem "Réseau Voltaire" des linksrepublikanischen Thierry Meyssan. (30)

Der zum Islam konvertierte Carlos schreibt im Gefängnis ein Buch mit dem Titel "L´Islam révolutionnaire", der revolutionäre Islam. Text und Gespräche werden aufgezeichnet und vorgestellt von Jean-Michel Vernochet, der im Jahre 2002 auch einen Film über Afghanistan dreht. Das Buch kommt im Juni 2003 bei den Editions du Rocher heraus. Es gibt Kapitel über die Scharia, den Islam, Unterwerfung unter den göttlichen Willen, den politischen, islamistischen, revolutionären Islam, vom Glaubenskrieg zum heiligen Krieg, Terror und Lüge und über den Dritten Weltkrieg.

Carlos fordert in dem Buch alle Revolutionäre, einschließlich der linken, auf, Osama bin-Laden als Führer anzuerkennen, um so Afghanistan und den Irak in einen Friedhof für den amerikanischen Imperialismus zu verwandeln. Die USA müßten durch konzertierten ständigen Terror zerstört werden. Carlos lernt dieses, auf Israel bezogen, in den 70er Jahren bei der People´s Front for the Liberation of Palestine (PFLP) des George Habash. Er beginnt seine Terrorkarriere, ermordet 1975 französische Polizisten und leitet im selben Jahr die Entführung der OPEC Minister in Wien.

Das Buch gibt einen Einblick, wie arabische Staaten, Ägypten, Algerien, der Irak, Libyen und Syrien routinemäßig Terror als Staatspolitik benutzen. Es zeigt auch die Verbindung zwischen radikalem Atheismus und fundamentalistischer Religion auf. Die Übergänge zwischen beiden sind fließend. Unter beiden Flaggen kann die Zerstörung des Imperialismus und der USA als seinem Hauptvertreter betrieben werden. Carlos sieht, daß nur der revolutionäre Islam die zur Zerstörung des Imperialismus notwendige Quantität an Terroristen und Märtyrern hervorbringen kann. Er fordert alle islamistischen Gruppen auf, Allianzen mit radikalen, auch linksradikalen Gruppen einzugehen. Dazu müsse der Islam reformiert werden, die Pflichten der Moslems wie Beten, Fasten und Pilgerschaft nach Mekka seien nicht so vordringlich wichtig wie der Krieg gegen die USA. Es sei für alle Moslems nötig, sich einen Bart wachsen zu lassen, und für alle Frauen, den Schleier oder das Kopftuch zu tragen. Beides könne als Terrormittel benutzt werden, den Amerikanern zu zeigen, daß der Feind mitten unter ihnen weile.

Der Terrorismus sei durch seine psychische Wirkung, daß er nämlich die Moral des Gegners zerstöre und ihn von größeren Aktionen abhalte, die sauberste und effizienteste Form der Kriegführung. Carlos widmet sich der Aufhetzung der Moslems gegen die USA, ein Regimewechsel in den diktatorischen arabischen Staaten interessiert ihn nicht. (31)

Man kann an all dem sehen, daß der Kampf gegen die Juden und Israel nur eine Etappe im Glaubenskrieg ist. So sehen es auch die Hamas und die anderen Moslembrüder weltweit. Der Koran, Suren und Hadithe schreiben ihnen die Islamisierung der Welt vor. Israel und die USA werden dabei als die härtesten Hindernisse wahrgenommen.

Isabelle Coutant-Peyre, die Carlos für einen unschuldigen Menschen hält, der unter falschen Anschuldigungen inhaftiert sei, gibt gemeinsam mit Maria Poumier, der Mitarbeiterin des Negationisten und schon seit langem zum Islam konvertierten Roger Garaudy dessen Revue "À Contre-Nuit" heraus.

"Islam Can Replace ´Collapsing´ U.S. Empire", der Islam könnte ein Ersatz für die Neue Weltordnung sein, meint Roger Garaudy, im August 2003, gegenüber Islamonline.net. Der Zusammenbruch der einzigen Supermacht der Welt könnte beschleunigt werden durch arabisch-islamische Beharrlichkeit gemeinsam mit der Formierung einer islamisch-christlichen Allianz. "Ich trage Jesus noch immer im Herzen, wenn ich auch zum Islam konvertiert bin", meint dieser Leugner des Holocaust und der Gaskammern. Den Begründer der Theologie der Selbstmordattentate Scheich Youssef al-Qaradawi und den Verherrlicher des Glaubenskrieges gegen die Juden zur Vernichtung Israels Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti hält er für Vertreter des verantwortungsvollen und ausgewogenen Islam. (32)

Dieser Feind Israels ist 74 Jahre alt und lehrt an der Universität Damaskus islamisches Recht. Er ist hervorgegangen aus den Moslembrüdern Syriens, und heute ist er einer der spirituellen Mentoren der französischen Islamisten.

Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti hält alle Moslems für aufgerufen, das ganze Palästina in den Grenzen von vor 1948 mittels Glaubenskrieg von Israel und den Juden zu befreien. Auf seine Web Site stellt er diese Frage eines Gläubigen: "Ist ein Nichtpalästinenser verpflichtet, aus einem fremden Land zu kommen, um gegen die Juden in Palästina, die unsere moslemischen Brüder im Heiligen Land abschlachten, den Glaubenskrieg (isteshhad fee sabiliah) zu führen?" und antwortet: "Nicht allein die Palästinenser sind verpflichtet, den Glaubenskrieg zu führen, was solange zu geschehen hat, bis Palästina von den Aggressoren und Besatzern befreit ist, sondern alle Moslems sind verpflichtet, ihn zu führen, weil Palästina ein Land des Islam ist, das alle Moslems hüten und vor Angriffen schützen müssen." (33)

Die islamistische Web Site Oumma.com kündigt an, daß dieser Friedensfreund am 6. und 20. März sowie am 3. und 17. April 2004 im Kulturzentrum der größten Pariser Moschee Adda´wa (Aufruf) völlig legal und unbehelligt über Laizität und Religion, Würde der Frauen, den Koran, den Propheten und Gott referieren wird. (34) Dort ist Larbi Kechat Rektor, bislang bekannt als ein moderater Moslem, der sich noch vor wenigen Jahren für das friedliche Zusammenleben aller im laizistischen Raum einsetzt. Frankreich sei gleichzeitig christlich, islamisch, jüdisch und laizistisch. Nun lädt er den gegen "die jüdischen Kreuzzügler" anpredigenden Scheich ein, der den 11. September 2001 für ein zionistisches Komplott zur Verhinderung der Ausbreitung des Islam hält, und der die Gläubigen mittels "Nachrichten eines gedemütigten Sklaven an den Großen Gott" aufhetzt. Die Juden hätten dem Islam "das Hemd des Terrors" übergezogen, ihn zum Verbrechen erklärt und in den Medien die Todesstrafe über ihn ausgesprochen. Diese Todesstrafe sei der Hintergrund der nach und nach erfolgenden Ermordung Unschuldiger im Land Palästina. (35)

Interessant sind auch die Ereignisse und Diskussionen um das am 2. Oktober 2003 erschienene antisemitische revisionistische Buch des notorischen Antisemiten und Israelhassers Israel Shamir "L´Autre visage d´Israel", das andere Gesicht Israels, trotz Widerspruchs des Mitherausgebers Franck Spengler, Éditions Blanche, zurückgezogen vom Verleger Denis Bourgeois, Éditions Balland. Der Skandal ist, daß es überhaupt erst erscheinen kann. Das verdankt sich der Mitarbeiterin des Roger Garaudy Maria Poumier, der Freundin der Carlos-Anwältin Isabelle Coutant-Peyre, die weiter oben schon erwähnt sind. Die englische Übersetzung des Buches stammt von Christian Bouchet, dem Gründer der Neo-Nazi Gruppe Unité Radicale, dessen Mitglied am 14. Juli 2002 ein Attentat auf den französischen Präsidenten ausübt.

Israel Shamir wird auf den wüstesten Negationistenseiten veröffentlicht, beispielsweise bei Serge Thion. Dort listet Israel Shamir, am 25. November 2003, von den Juden in den letzten 200 Jahren angeblich begangene Verbrechen auf und klagt sie an, 1946 Massaker an deutschen Kriegsgefangenen begangen zu haben. Auch seien sie an der Ermordung John F. Kennedy´s beteiligt gewesen.

Die Humanité und ihre Kolumnistin Régine Deforges, Mutter des Mitverlegers Franck Spengler, was sie in ihrer Kolumne nicht erwähnt, sehen den Skandal im Rückzug des Buches, die Verleger wären bedrängt und genötigt worden (von Juden selbstverständlich). Die Kolumne "L´Ã©claircie", Lichtblick, Silberstreifen, erscheint am 5. November 2003. Nach Protesten nimmt die Humanité die Kolumne kommentarlos von ihrer Web Site. (36)

Ein weiterer Fall ist "Je devais aussi tuer" von Nima Zamar, in Deutschland zur Veröffentlichung für den 16. Januar 2004 vorgesehen, zieht es Alexander Fest, seinerzeit beim Kindler-Verlag, auf Grund massiver Fälschungsvorwürfe kurz vorher zurück. Das hindert den französischen Verlag Albin Michel nicht daran, das Buch mit den Verleumdungen über den israelischen Geheimdienst Mossad weiter zu verbreiten. In Frankreich verkauft sich das Buch wie warme Semmeln. (37)

Anmerkungen

(1) About the Washington Report on Middle East Affairs
http://www.wrmea.com/aboutwrmea/index.htm

(2) Zahlen für 2001, ohne UNWRA: USA $114 Millionen, EU 250 Millionen Euro, arabische Staaten $400 Millionen.
Vorgesehen für UNWRA, 2002: $521,7 Millionen, davon $110 Millionen durch die USA, die bislang insgesamt ein Drittel des Budgets der UNWRA finanziert haben. Diese und weitere Zahlen: Where Does the Money Go? A Study of the Palestinian Authority. Dr. Rachel Ehrenfeld. American Center for Democracy (www.public-integrity.org), October 2002
http://www.hasbara.us/pdf/Arafat_money%5B1%5D.pdf

(3) The Avalon Project at Yale Law School. Hamas Covenant 1988 http://elsinore.cis.yale.edu/lawweb/avalon/mideast/hamas.htm

(4) Tariq Ramadan, Experte diverser Brüsseler Kommissionen, der Ligue Française de l´Enseignement u.a.
http://www.europarl.eu.int/hearings/20030617/afet/cv_tra.pdf
http://www.laligue.org/laligue/rubriques/ligue/projet/ca.htm

(5) Arab Western Summit of Skills. Professionals, Policies and Projects in the Arab World, Berlin, Germany, January 17-18, 2004
http://www.awsummit.org/agenda.htm

(6) Tariq Ramadan bei Eddie Freddie: super Taqiya, von Gudrun Eussner, 16. Februar 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-17_23-28-23.html

(7) Solidarität mit Hamas! Sofortige Aufhebung der Schwarzen Liste der EU!,
Antiimperialistische Koordination, Archiv: September 2003, 13.9. 2003
http://www.antiimperialista.com/de/

(8) EU refuses to place Hamas on terror list. SPECIAL TO WORLD TRIBUNE.COM
Thursday, August 28, 2003
http://216.26.163.62/2003/eu_hamas_08_28.html

(9) "Il n´est pas prouvé que le Hamas est une organisation terroriste". Communauté online, 26 août 2003
http://www.col.fr/breve-91.html

(10) PROPOSITION DE LOI visant à aggraver les peines punissant les infractions à caractère raciste et à renforcer l´efficacité de la procédure pénale. PRÉSENTÉE par MM. Pierre LELLOUCHE et Jacques BARROT. EXPOSÉ DES MOTIFS
http://www.assemblee-nat.fr/12/propositions/pion0350.asp

(11) Lutte contre l´antisémitisme: entretien entre M. Renaud Muselier et une délégation du B´naï B´rith. Déclaration du porte-parole du Quai d´Orsay (Paris, le 17 décembre 2003)
http://www.france.diplomatie.fr/actu/article.asp?ART=39411

(12) Faux pas à l´UNESCO
http://www.crif.org/index02.php?type=revue_de_presse&id=2252 &menu=4

(13) ´Anti-semitic´ French envoy under fire, BBC, 20.12.2001
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/1721172.stm

(14) Exclusif: Le rapport non publié sur l´antisémitisme en Europe. (Exklusiv: Der nicht veröffentlichte Bericht über den Antisemitismus in Europa). Conseil Répresentatif des Institutions juives de France (CRIF)
http://www.crif.org/index.php?menu=5&dossier=33

(15) FLASH EB no 151 "Iraq and Peace in the World" (08/10/2003 - 16/10/003) - Report p. 78
http://europa.eu.int/comm/external_relations/iraq/doc/fl151_ iraq_full_report.pdf
Bei Google bitte eingeben: Eurobarometer - Iraq - Peace - World

(16) EU-Verfassung - worum wird gestritten? Tagesschau.de, 13.12.2003
http://www.mdr.de/eu/wandel/973946.html

(17) Lagardère. Le Groupe
http://www.lagardere.com/groupe/eads.shtml

(18) Lorsqu´un journaliste du Nouvel observateur dérange le landerneau altermondialiste… Conseil Répresentatif des Institutions juives de France (CRIF), 20.10.2003
http://www.crif.org/impr.php?id=1723&type=Commentaires

(19) Dossiers. Antisemitisme
http://www.crif.org

(20) Exclusif: Le rapport non publié sur l´antisémitisme en Europe. France. 1.12.2003
http://www.crif.org/index.php?menu=5&dossier=33&id_doss=2010

(21) Coups et blessure antisémites au lycée Montaigne, par Michael Hajdenberg. Libération, 13 décembre 2003
http://www.liberation.com/page.php?Article=164941

Aucune agression raciste ne doit échapper à la loi, quel qu´en soit l´auteur. Pervers alibi communautaire, par Daniel Sibony, Libération, vendredi 2 janvier 2004
http://www.liberation.com/page.php?Article=168667

(22) Les organisations antiloi entre deux maux. Laïcs ou musulmans, beaucoup veulent exprimer leur opposition mais pas aux côtés du PMF. Par Catherine COROLLER et Olivier BERTRAND et Haydée SABERAN. Libération, samedi 17 janvier 2004
http://www.liberation.com/page.php?Article=171864

(23) "Free Palestine, boycott Israel" - Das Europäische Sozialforum in Paris war auf einem Auge blind, von Steffen Schülein, Mitarbeiter im iz3w (www.iz3w.org)
http://www.socialforum-berlin.org/print.php?sid=55

(24) Offiziell wird der MRAP am 22. Mai 1949 während einer Versammlung im Cirque d´Hiver, im Winterzirkus, unter der Präsidentschaft von Marc Chagall inauguriert.

Une banalisation de l´antisémitisme ? in l´Humanité - lundi 9 juillet 2001. Tribune Libre
http://perso.wanadoo.fr/mrap_siege/mouloudetpierre_def.htm

(25) 18 septembre 2003. Colloque : "Du racisme anti-arabe à l´islamophobie"
Rendre illégitime la banalisation de l´islamophobie

http://www.mrap.asso.fr/article.php3?id_article=541

(26) Institut de Relations Internationales et Stratégiques (Iris)
http://www.iris-france.org/pagefr.php3?fichier=fr/pages/accu eil

(27) Krebs, Pierre. Lexikon Rechtsextremismus. Informationsdienst gegen Rechtsextremismus
http://lexikon.idgr.de/k/k_r/krebs-pierre/krebs-pierre.php

(28) L´effroyable imposture. Biographie de Thierry Meyssan
http://www.effroyable-imposture.net/biographie-fr.php

Der PRG ist eine linksrepublikanische Splitterpartei in Frankreich. Sie stellt zu den Präsidentschaftswahlen 2002 eine Kandidatin auf, Christiane Taubira, Vizepräsidentin des PRG und Deputierte von Guayana. Sie schreibt am 19. Juni 2003 einen Brief an den französischen Innenminister Nicolas Sarkozy und setzt sich ein für die inhaftierten Anhänger der Maryam Radjavi, der Anführerin der Terrororganisation MKO und selbsternannten Präsidentin des Iran .

(28) Entretien avec le Hezbollah. Réseau Voltaire, 18.11.2002
http://www.reseauvoltaire.net/article8732.html

(29) Verständnisvolles Europa, von Thomas von der Osten-Sacken und Thomas Uwer. "die jüdische" 08.02.2004
http://www.juedische.at/TCgi/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat= 3&Param_RB=10&Param_Red=1653

(30) Isabelle Coutant-Peyre abogada del venezolano Ilich Sánchez Ramírez más conocido como "Carlos" o "El Chacal" por Sandro Cruz . Réseau Voltaire, abril des 2002
http://www.redvoltaire.net/imprimer130.html

(31) L´islam révolutionnaire. Auteurs: Ilich Ramirez Sanchez "Carlos". Texte et propos recueillis, rassemblés et présentés par Jean-Michel Vernochet. Editions du Rocher 26 juin 2003

(32) Islam Can Replace ´Collapsing´ U.S. Empire: Garaudy, by Hadi Yahmid, Islamonline, 7.8.2004
http://www.islamonline.net/English/News/2003-08/07/article01 .shtml

(33) Mohamed Said Ramadan al-Bouti. Fatawa
http://www.bouti.com/bouti_e_fatawa.htm

(34) Veranstaltungen Nr. 989 bis 992 mit Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti
http://oumma.com/agenda/detail.php?NumEvenement=989/990/991/ 992

(35) Monthly Word - April 2003. A Message From A Humiliated Slave To The Grand Lord
http://www.bouti.com/bouti_e_monthly34.htm

(36) Antisémitisme: la Bicyclette bleue déraille. Par Didier Daeninckx. Amnistia.net, 28 novembre 2003
http://www.amnistia.net/siteabon/news/articles/negdoss/shami r/shamir.htm

(37) "Ich mußte auch töten". Buch zurückgezogen. n-tv.deCNN.de
http://www.n-tv.de/5202771.html

Super-Spionin oder Lügen-Baroness? Der Kindler-Verlag riskiert seinen Ruf mit einem fragwürdigen Mossad-Enthüllungsbuch (Autor: Henning Biedermann)
http://www.br-online.de/kultur-szene/capricci/report/thema04 0104_4.html

23. Januar 2004
Änderungen: 12. April 2004



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