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Bernard Cassen und Ignacio Ramonet - zwei Nationalisten im Kampf gegen die USA

Eine Hommage zum 50-jährigen Bestehen der Monatszeitung "Le Monde Diplomatique"

Gegründet wird die Monatszeitung "Le Monde diplomatique", auch liebevoll "Diplo" genannt, 1954 als "Journal des cercles diplomatiques et des grandes organisations internationales", Zeitung diplomatischer Kreise und der großen internationalen Organisationen. Lang ist´s her. (1)

Am 8. Mai 2004 feiert der "Diplo" im Sportpalast sein 50-jähriges Bestehen. Der Sportpalast befindet sich nicht in Berlin, sondern an der Pariser Porte de Versailles, und darum wird da auch nicht zum totalen Krieg, sondern zunächst zur totalen Globalisierungskritik aufgerufen. Das hätte Hubert Beuve-Méry, der Gründer des "Diplo" sich nicht träumen lassen. Vieles hat sich seit 1954 verändert ...

Mit dem "Diplo" feiern folgende Persönlichkeiten:

  • Zackie Achmat, Südafrika, Kandidat der Vereinigung "American Friends Service" für den nächsten Friedensnobelpreis;
  • Gadi Algazi, Israel ("Sich selbst Vergessen im späten Mittelalter");
  • Etienne Balibar, Frankreich, für den Antisemitismus aus dem "Begriffspaar" Judenhaß und Araberhaß bzw. Islamfeindlichkeit besteht;
  • José Bové, Frankreich, bewährter Revoluzzer, McDo-Bekämpfer und Maisausreißer;
  • Claude Debons, Generalsekretär der sozialistischen Transportarbeitergewerkschaft CFDT und Autor eines Protestbuches bei Syllepse;
  • Regis Débray, Frankreich, Philosoph und Schriftsteller, beliebter Gast bei TV Talkshows wie "Le sacré et les sacrilèges" (das Heilige und die Freveltaten);
  • Christine Delphy, Forschungsdirektorin beim staatlichen CNRS und mutige Vorkämpferin für das islamistische Kopftuch;
  • Jacques Derrida, Philosoph und Buchautor "Voyous" (Schurken), für den die USA der Schurkenstaat Nr. 1 sind, und Freund des Noam Chomsky (den wir am 8. Mai sehr vermissen werden. Er wird aber wie Edward Said per Video eingespielt!);
  • Eduardo Galeano, Uruguay "¿Nace una estrella?" (Wird ein Stern geboren?), Osama bin Laden, ein neuer Star oder nur ein zweitklassiger Schauspieler?;
  • Naomi Klein, Journalistin beim Guardian/UK, direkt aus Baghdad: "Bremer has destroyed my country" (Bremer hat mein Land zerstört);
  • Toni Negri, mit Michael Hardt Autor von "L´Empire" und Vorbild für zahlreiche junge Leute, die er beeinflußt, mit ihm gemeinsam seine Arbeit des Ungehorsams weiterzuführen;
  • Arundhati Roy, Autorin u.a. von "War Talk", wo sie mit unschätzbarer Klarheit und rasierklingenscharf die US-Außenpolitik und das endlose Leiden der Armen seziert;
  • José Saramago, Portugal, Literaturnobelpreisträger 1998, der Israel auch gern mit den Nazis vergleicht ("Über Ramallah liegt der Geist von Auschwitz");
  • Leila Shahid, "Palästina", geschwätzige Kumpanin des Yassir Arafat, seit 1969, seit 1994 Delegierte "Palästinas" in Frankreich (wer ihren Wortschwall je hat über sich ergehen lassen, kennt das Leid nicht nur der Palästinenser, sondern vor allem ihrer Zuhörer);
  • Aminata Traoré, Globalisierungskritikerin und ehemalige Kultur- und Tourismusministerin , Mali, alte Häsin auf den Sozialforen der ATTAC;
  • Evo Morales, Aymara Indianer, radikaler Globalisierungsgegner, Vorsitzender des Movimiento al Socialismo (MAS), Bolivien, bei George W. Bush aufm Kieker und Freund des José Bové;
  • João Pedro Stedile, "o economista gaúcho e principal líder dos sem-terra", der linke Anführer der Landlosen, Brasilien.

Wer da mitfeiern will, wer seine "Stimme des Widerstandes" zugunsten eines begeisterten Zuhörens und Applaudierens einen Augenblick verstummen lassen will, der zahle vor dem 15. April seinen Beitrag von 15 Euro. Er/sie finanziert eines der einträglichen theatralischen Projekte des "Diplo", der es versteht, den Linken die Mäuse aus der Tasche zu ziehen. Für musikalische Untermalung durch Manu Chao, Sapho u.a. ist gesorgt. Überraschungsvideos sind angekündigt. (1)

Wem wird der Beifall bei dieser Feier zufliegen? Wem werden das Direktorium und die Aktionäre des "Diplo" sehr zu Dank verpflichtet sein? Den Machern des "Diplo". Zwei sollen hier vorgestellt werden.

Bernard Cassen und Ignacio Ramonet

Bernard Cassen, Generaldirektor, und Ignacio Ramonet, Präsident und Redaktionsdirektor des "Diplo", haben seit vielen Jahren großen Anteil am Erfolg der Monatszeitung.

Der heute 66-jährige promovierte Anglist Bernard Cassen, Ehrenpräsident der Association pour une Taxation des Transactions financières pour l´Aide aux Citoyens (ATTAC), eines Projektes, das "darauf zielt, die Geister vom liberalen Virus zu entgiften" und eine "Alternative zum Neo-Liberalismus zu bieten" (2), ist Sohn eines kommunistischen Angestellten der Électricité de France (EDF), der staatlichen Elekrizitätswerke, und einer in Gelegenheitsjobs tätigen Mutter. Er hält sich für "einen geborenen Linken".

Er beteiligt sich an den Maiunruhen von 1968, schätzt aber nicht deren Abdriften nach links. Hinter den Linken habe er immer die Bürger gespürt. Die Bewegung sei nicht aufrichtig und verantwortungsbewußt gewesen. 1969 ist er Mitbegründer der Universität von Vincennes, 1971 umbenannt in Universität Paris 8 Saint Denis. (3) Diese Gründung ist eine beschwichtigende Antwort des Präsidenten Charles de Gaulle auf die Maiunruhen von 1968. Es ist die Universität, in der heute nicht nur viele ATTAC-Mitglieder, sondern auch zahlreiche Antisemiten arbeiten. Bernard Cassen ist dort Professor. (4)

Seit 1967 arbeitet er in der Zeitung "Le Monde" und ist seit 1973 beim "Diplo" tätig. Seit 1996 bemüht er sich als deren Generaldirektor, den Neo-Liberalismus, oder was er dafür hält, aus der französischen und europäischen Gesellschaft auszutreiben.

Bernard Cassen ist seit langem Freund des Jean-Pierre Chevènement. 1981 wird er sein Berater, als dieser Minister für Forschung und Technologie wird. 1983, als der "Che" vom Ministeramt zurücktritt, wird Bernard Cassen Generalsekretär des 1946 auf Initiative des französischen Außenministeriums gegründeten, von der Regierung finanzierten "Maison de l´Amérique latine", des Lateinamerikahauses, residierend in zwei Luxusvillen des frühen 18. Jahrhunderts, am Boulevard Saint-Germain. Bis 1985 leitet er zusätzlich die Interministerielle Mission für wissenschaftliche und technische Information (Midist). (5)

Seine Freundschaft zu Jean-Pierre Chevènement ist unverbrüchlich. 1994 unterstützt er den ehemaligen Bürgermeister von Belfort und seinen Mouvement des citoyens (MDC) mit einem persönlichen Scheck über 10 000 Franc (ca. 1500 Euro) für dessen Kampagne zu den Wahlen zum Europaparlament. Im Januar 2001 lädt Bernard Cassen den "Che" zum Weltsozialforum nach Porto Allegre ein, zu einer Zeit, da ATTAC gerade alles tut, um sich als politisch unabhängig darzustellen.

Bernard Cassen hat große Schwierigkeiten, mit linken und ultralinken Kreisen und Revoluzzern in der ATTAC auszukommen. Dieser Kämpfer gegen das Einheitsdenken kann nichts anfangen mit einer libertären, aus den Kreisen des Pierre Bourdieu kommenden Annie Pourre, von Droits devant (Dd!), Rechte (Plural von das Recht) vor!, einem ATTAC-Gründungsmitglied, oder einem José Bové, dem tatkräftigen handgreiflichen Kämpfer gegen genetisch veränderten Mais und den McDonald-Laden von Millau. Links oder gar revolutionär ist an diesem Begründer von ATTAC Bernard Cassen wirklich nichts. (6)

Er ist Nationalist, Manager, Journalist und Buchautor. Im Jahre 1999 ist er Ko-Autor einer Publikation der ATTAC "Gegen die Diktatur der Märkte", und im Jahre 2000 schreibt er das Nachwort für eine Schrift der ATTAC gegen den Internationalen Währungsfonds "Die Völker beginnen den Widerstand". (7)

"Le Monde diplomatique geht´s gut", kann Bernard Cassen im Juli 2003 die finanziellen Ergebnisse des Kampfblattes der Globalisierungskritiker verkünden. Allein die in Frankreich verkaufte Auflage ist seit Januar 1996 von 180 738 auf 228 164 gestiegen, hinzu kommen die in 21 Ländern in 17 Sprachen verkauften Auslandsexemplare. Der neue Sitz des "Diplo" wird gekauft. (8)

Was den Präsidenten und Redaktionsdirektor des "Diplo" Ignacio Ramonet angeht, so kämpft er weniger für den Fortschritt der Menschheit, als für die französische Machterweiterung auf Kosten der Vormacht USA und für die Auflagensteigerung seiner Zeitung. Das mag man für richtig halten, aber man sollte das dann auch unter dem Label führen.

"Entwaffnet die Märkte", gegen den "Weltstaat" und sein böses spekulatives Kapital, dieses nationalistische Kriegsgeschrei gegen Banken und Finanzmanager ist zur Gründungszeit der ATTAC wie heute die Devise des Ignacio Ramonet. Damit tingelt er auch durch die französischen Provinzen. Gegen das Einheitsdenken, gegen Globalisierung, gegen die internationale Finanzwelt, das alles ist nichts als Demagogie zur Gewinnung von Anhängerschaft, hauptsächlich aus den Kreisen heimatloser Linker.

In seinem Buch "Les propagandes silencieuses", die leise Propaganda, angekündigt auf der Wahlkampfseite 2002 des Jean-Pierre Chevènement, wendet sich der Autor gegen die zeitgenössische Indoktrinierung und gegen die Überfremdung der Massenmedien durch das Ausland: "Eine Nation, deren Massenmedien beherrscht sind durch das Ausland, ist keine Nation." Auf der gleichen Seite ist auch das Buch "La Tyrannie de la communication" angekündigt. In dem Buch geht es gegen "eine gewisse amerikanische Presse". (9)

In seinem Buch "Géopolitique du chaos" schreibt er, daß bei einem scheinbaren Triumph von Demokratie und Freiheit die Zensur und die Manipulation mit Macht zurückgekommen seien. Die Massenmedien brächten die Bürger ab von Forderungen und von Bürgeraktionen. In dieser Zeit der "Weltkultur" spielten die Kommunikationstechnologien eine große Rolle. "Les propagandes silencieuses" ist ebenfalls auf der offiziellen Seite des französischen Außenministeriums empfohlen. (10)

Gegen eine vermeintliche Zensur ihrer Schriften wenden sich in letzter Zeit auch die extremen Rechten, diverse Querfrontprojekte, Antisemiten und Holocaust-Leugner.

Seine Wahrnehmung des 11. September 2001 sieht so aus, und er verbreitet sie auf der Titelseite des "Diplo", Oktober 2001: Flugzeuge, die umgeleitet werden und auf eine große Stadt zusteuern, Explosionen, zerstrümmerte Fassaden, gräßlicher Lärm, und die Medien, die das direkt übertragen. "New York, 2001? Nein, Santiago de Chile, 11. September 1973. Mit Hilfe der USA Staatsstreich gegen Salvador Allende und heftige Bombardierung des Präsidentenpalastes durch die Luftstreitkräfte."

Das Mitleid des Ignacio Ramonet mit den Opfern des Attentates vom 11. September 2001 hält sich sehr in Grenzen. Schon in der Oktobernummer 2001 des "Diplo" rechnet er auf, die Trümmer der WTC Türme rauchen bei Redaktionsschluß noch. Den Medien wirft er einseitige Parteinahme für die USA vor, die aber seien kein unschuldiges Land. Sie hätten sich ihr Unglück selbst zuzuschreiben, es sei eine Reaktion. Dann listet er vieles auf gegen die USA, vor allem ihre "skandalöse Parteinahme für Israel, zum Nachteil der Palästinenser". Zum Beweise zitiert er das Buch des "Diplo"-Chefredakteurs Alain Gresh: "Israel, Palästina. Wahrheiten über einen Konflikt." (11)

Seine letzte Tat ist die ihm angemessene Einordnung der Attentate in Madrid als Konsequenz des Irakkrieges und des feindlichen Zusammenstoßes zwischen al-Kaida und den USA und ihren Alliierten. Jetzt habe es Studenten und Arbeiter, viele von ihnen Immigranten, getroffen. Es macht diesen Präsidenten und Redaktionsdirektor überhaupt nicht stutzig, daß schon die Wahl des Attentatsschauplatzes und der daraus notwendig folgenden Opfer aussagt, daß die Besatzung des Irak nicht mehr als ein Vorwand sein kann. Er hält sich mit den hilflosen Lügen des José Maria Aznar auf, der durch das Verbrechen die Wiederwahl seiner Partei dahinschwinden sieht. (12)

Als wenn hier erstmalig ein Politiker lügt. Nie hat man auch nur annähernde Schelte des Ignacio Ramonet gegen französische Politiker gelesen. Wenn´s hochkommt, wirft er Jacques Chirac Ultra-Liberalismus vor ("Diplo" vom April 1998). Dessen Verfolgung wegen Korruption durch französische Gerichte und die Medien bezeichnet er als "harcèlement", als Belästigung ("Diplo" vom August 2001).

Die Destabilisierung und letztlich die Zerstörung der westlichen Staaten zugunsten des Eindringens des politischen Islam und der Errichtung eines Kalifates, das ist das Ziel aller islamistischen Terrororganisationen und ihrer Anhänger. Die Begeisterung über solche Verbrechen, wie das vom 11. September 2001 und 11. März 2004, kann man auf den salafidischen und fundamentalistisch-schiitischen Foren nachlesen, es gibt sie in Deutschland wie in Frankreich, im übrigen Europa und in der islamischen Welt. Das "Da´awa" des Scheichs Mohammed al-Mohaisany in Mekka, vom Ramadan 1422, November/Dezember 2001, wird dort immer wieder gepostet, als Text und als Video, und die Gebete der frommen friedliebenden Mosleme, gekrönt von einem inbrünstigen "Amin" begleiten diese Volksverhetzung: "seine Worte sind so süß", meint ein britischer Forumsteilnehmer. Wer sie sich antun möchte, diese "süßen Worte", bitte! Der Teil "al-Qods", mit Beschimpfungen Israels, ist herausgeschnitten. Den konnte man bis vor kurzem auf einem deutschen Muslim-Forum sehen und hören. (13)

Ignacio Ramonet und Bernard Cassen eint, daß sie nicht mehr als Nationalisten und Souveränisten im Dienste der nationalistischen Sache und der Auflagensteigerung des "Diplo" sind. Ihr Anti-Amerikanismus macht sie blind für die realen Gefahren und Bedrohungen durch die Islamisten. Mitglieder ihrer Redaktion, allen voran der Chefredakteur Alain Gresh, verbünden sich mit den Islamisten, wenn´s nur ja gegen Israel und die USA geht.

Die Besetzung ihrer Feier, vom 8. Mai 2004, zeigt, welche Vorstellungen sie von der Welt haben. Mögen ihre Vorstellungen niemals Wirklichkeit werden!

Anmerkungen

(1) Une rencontre exceptionnelle pour les 50 ans du Monde diplomatique. Voix de la résistance (Ein außergewöhnliches Treffen zum 50. Jahrestag des Monde diplomatique. Stimme des Widerstandes). Le Monde diplomatique, avril 2004
http://www.monde-diplomatique.fr/livre/voix/

(2) Attac prépare la rentrée à l´université, par Thomas Lebegue, Libération, 24 août 2002
http://www.liberation.com/page.php?Article=48921

(3) De Vincennes à Saint-Denis. - http://www.imago.univ-paris8.fr/present/fac1.html

(4) Siehe dazu meinen Artikel: Woher der Wind weht ... Über Auschwitzleugner, Judenhasser und Israelfeinde beim Verlag L´Harmattan und an der Universität Paris 8, St Denis.
HaGalil Online, 6. November 2002
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2002/11/harmatt an.htm

(5) La Maison de l´Amérique latine - http://www.mal217.org/presentation.htm#historique

(6) Universitaire, méfiant vis-à-vis des "gauchistes", Bernard Cassen quitte la tête de l´association "sans regret", par Daniel Psenny. Le Monde, 30 novembre 2002
http://www.lemonde.fr

Bernard Cassen, président d´Attac Un universitaire souverainiste, par Ariane chemin et Caroline Monnot, Le Monde, 26 janvier 2002
http://www.lemonde.fr

(7) Éditions SYLLEPSE: Bernard Cassen
Postfacier : ATTAC / FMI : les peuples entrent en résistance (2000)
Participation à un ouvrage collectif : Attac / Contre la dictature des marchés (1999)
Auteur : Attac / Contre la dictature des marchés (1999)
http://www.syllepse.net/auteurs.cfm?id=6

(8) "Le Monde diplomatique" se porte bien, par Bernard Cassen.
Le Monde diplomatique, juillet 2003, page 2
http://www.monde-diplomatique.fr/2003/07/CASSEN/10192

(9) Les propagandes silencieuses, par Ignacio Ramonet, Èditions Galilée
La tyrannie de la communication, par Ignacio Ramonet - Galilée
http://chevenement2002.pole-republicain.org/biblio/livres.ht m

(10) Ministère des affaires étrangères, 4/2001. L´actualité des livres
http://www.france.diplomatie.fr/label_france/FRANCE/LETTRES/ actualite/page.html

(11) GUERRE TOTALE CONTRE UN PÉRIL DIFFUS, par Ignacio Ramonet.
Le Monde diplomatique, octobre 2001, page 1
http://www.monde-diplomatique.fr/2001/10/RAMONET/15658

(12) Espagne, par Ignacio Ramonet. Le Monde diplomatique, avril 2004, page 1
http://www.monde-diplomatique.fr/2004/04/RAMONET/10895

(13) Do´a by Sheikh al-Mohaisany. Text. Saturday, December 28, 2002
http://www.geocities.com/almukmeen/doa2.htm
Source: http://www.almuhajiroun.com.pk

Video des Do´as von Scheich Mohammed al-Mohaisany, November/Dezember 2001
http://membres.lycos.fr/mohsani/
gefunden auf Assabyle.coM, 26. Januar 2004
http://www.assabyle.com/forum/showthread.php?t=16613

Diese Links sind nicht mehr aktiv, da gegen die beiden Betreiber der Site Assabyle.coM von gewissen belgischen Vereinigungen Klage erhoben wurde. Verschiedene jüdische, christliche und atheistische Gemeinschaften hätten die beiden Betreiber nicht verstanden bzw. sie verteufelt. Diese beschäftigten sich jetzt mit der Lehre des Kitaboul Alifbah, des Buches des Alphabets. Das Forum von Assabyle.coM ist uns aber erhalten unter http://www.assabyle.com/forums/. Wahrscheinlich werden nicht mehr solche Perlen wie die Hetze des Scheichs Mohammed al-Mohaisany dort zu finden sein.

La page à laquelle vous tentez d´accéder se trouve probablement désormais ici:
http://www.ribaat.org/services/forum/showthread.php?t=16613

Die Equipe Al-Mourabitoune, http://www.ribaat.org, eine militante salafidische Richtung des Islam, soll nunmehr zuständig sein für die Pflege dieses hetzerischen Gedankengutes. Das Video des Do´as von Scheich Mohammed al-Mohaisany ist allerdings vom Netz genommen worden.

Als Beispiel für die Richtung der al-Mourabitoune möge der palästinensische Glaubenskämpfer Scheich ´Abdullah Youssouf ´Azzam (1941-1989) dienen, der zunächst unter den Palästinensern wirkt, deren Glaubensauffassung und Kampfesgeist ihm aber nicht rigoros genug sind. Die Glaubenskämpfer spielen Karten und hören Musik!

Er geht zunächst nach Jordanien und Ägypten, wo er islamisches Recht studiert, dann nach Saudi-Arabien, denn er begreift, daß ohne organisierte und finanzierte Macht kein Sieg des Islam möglich ist. Von dort geht´s weiter nach Pakistan, wo er gegen die sowjetische Besatzung Afghanistans kämpft: allein der Glaubenskrieg und die Waffen, keine Verhandlung, keine Rede, kein Dialog. Ein arabischer Kämpfer in Afghanistan, finanziert von Saudi-Arabien: die Liebe zum Kampfe auf dem Wege Allahs. Der Scheich reist durch ganz Afghanistan: er spielte mit Eleganz die Rolle, die er für sich vorgesehen hatte, er lebte eine großartige Epoche des Heldentums. Diese findet am 24. November 1989 ihr Ende, als der Scheich von einer Bombe seiner Feinde zerrissen wird, was ihm das Tor zum ewigen Leben öffnet und ihn in die Gärten des Paradieses eingehen läßt.

Es sind aber noch genügend Islamisten übrig, die zur Zusammenarbeit mit Bernard Cassen und Ignacio Ramonet bereit stehen. Auf ihren Freund und "Bruder" Tariq Ramadan müssen sie allerdings verzichten, denn der ist ab September als Professor an die katholischen Universität Notre Dame der Congrégation de la Sainte Croix (CSC), der Gemeinschaft vom Heiligen Kreuz, in South Bend, bei Chicago, verpflichtet.

Le Sheikh Mujahed, ´Abdullah Youssouf ´Azzam
http://www.ribaat.org/modules.php?name=News&file=article&sid =1532

12. April 2004 - ergänzt am 15. Juli 2004


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