Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Artikel

Noam Chomsky Handapparat f├╝r f├╝r die Carl-von-Ossietzky-Universit├Ąt

Bestimmt bereitet die Carl-von-Ossietzky-Universit├Ąt sich schon seit einiger Zeit vor auf Sonntag, den 23. Mai 2004, auf den Empfang ihres ber├╝hmten Preistr├Ągers Noam Chomsky. Sie vergi├čt dabei, wie es sich f├╝r eine Universit├Ąt geh├Ârt, neben der organisatorischen Vorbereitung nicht die inhaltliche und stellt als Handapparat eine Auswahl seines umfangreichen Werkes bereit. Was k├Ąme in Frage?

Noam Chomsky, der Dissident Nr. 1

Im Zeitalter des Internets k├Ânnen dem interessierten Leser eine nahezu un├╝berschaubare Anzahl von B├╝chern, Videos und CDs in allen Weltsprachen bereitgestellt werden. Die Angebote reichen bei Amazon.com vom Hardcover Hegemony or Survival: America´s Quest for Global Dominance (The American Empire Project) ├╝ber den Paperback Media Control: The Spectacular Achievements of Propaganda (Open Media Series), die Audio CD Free Market Fantasies. Capitalism in the Real World bis zum Video Power and Terror. Noam Chomsky in Our Times.

Bei Amazon.de gibt es allein f├╝r Noam Chomskys B├╝cher 84 Suchergebnisse, au├čer Probleme des sprachlichen Wissens, Language and problems of knowledge, einem 1996 ins Deutsche ├╝bersetzten Aufgu├č seiner linguistischen Forschungen von 1987, liefert Amazon.de von Power and Terror (gibt es auch als Film) ├╝ber People without Rights bis zu The Attack. Hintergr├╝nde und Folgen (alle broschiert). Vom letzteren "nur noch drei St├╝ck am Lager". Die B├╝cher gehen weg wie warme Semmeln.

In seinen Werken verk├╝ndet der zuk├╝nftige Carl-von-Ossietzky-Preistr├Ąger scheinbar n├╝chtern und sachlich nichts als die Wahrheit; so auch zum Attentat des 11. September 2001, in dem er erkl├Ąrt, da├č aus der Sicht der m├Ąchtigen Staaten des Westens Terrorismus eine Frage des Standpunktes sei. Wenn unsere Feinde uns angriffen, handelten sie verbrecherisch, wenn wir Krieg f├╝hrten, dann k├Ąmpften wir f├╝r die Freiheit. So schlicht und eing├Ąngig stellt sich einem Rezensenten im Internet Noam Chomskys Weltbild dar.

Amazon.fr bietet 383 Ergebnisse in englisch und 68 in franz├Âsisch an, Spitze bei den englischsprachigen Angeboten sind 9-11, ├╝ber den 11. September 2001, und Hegemony or Survival. Bei den franz├Âsischsprachigen sind es Le langage et la pens├ęe, mit drei wissenschaftlichen Vortr├Ągen von 1967 (!), und die k├Ąmpferischen Werke Le profit avant l´homme und La loi du plus fort: mise au pas des ├ętats voyous, wobei Noam Chomsky mit voyou=Schurke pauschal die USA meint. Zwei Videos werden angepriesen, eines davon, Distorted Morality: America´s War on Terror?, ist vergriffen.

Gibt man bei Google Chomsky - guerra ein, erh├Ąlt man 43 900 Angebote, bei Chomsky - terror 128 000 und Chomsky - USA - power 58 500.

Die festlich gestimmten Universit├Ątsmitglieder ben├Âtigen auf diesem Gebiet wohl keinen zus├Ątzlichen Vorschlag f├╝r ihren Handapparat, denn sie besitzen alle zu Hause eine stattliche Sammlung der k├Ąmpferischen Werke des Noam Chomsky, der als amerikanischer Jude den Europ├Ąern, vor allem den Deutschen, dazu dient, ihnen vorzugeben, wie weit sie gehen k├Ânnen, was sie ├╝ber die USA, Israel und die Juden denken, sagen und schreiben d├╝rften von dem, was sie sich selbst (noch) nicht zu ├Ąu├čern getrauen. Im Streitfall k├Ânnte man sich auf ihn beziehen und sich hinter ihn, den Vorzeigejuden, ins rettende Versteck verkr├╝meln. Was Rafael Seligmann auf deutschem Niveau seiner allzu plumpen Mein Kampf-Kampagne wegen nicht ganz so erfolgreich gelingt, das f├Ąllt Noam Chomskys intellektueller Eleganz scheinbar m├╝helos im internationalen Literaturgesch├Ąft zu: er ist "the JEW ON DEMAND". Die 10 000 Euro Preisgeld wandern in seine Portokasse. (1)

Noam Chomsky f├╝r Linksradikale, Rechtsextreme, Antisemiten und Holocaustleugner

Dieser JEW ON DEMAND, mit dem es niemals einen langweiligen Augenblick gibt, Never a Dull Moment, er bedient au├čer den linken und linksradikalen Friedens-, Pal├Ąstinenserfreunden und ATTAC-Anh├Ąngern in aller Welt auch eine andere Klientel, was vielleicht nicht so bekannt ist: Faschisten, Alt- und Neo-Nazis, Holocaustleugner und andere Rechtsextreme, wobei sich weite Bereiche des Bedarfs beider Gruppen ├╝berschneiden. Das wird beispielhaft an der positiven Aufnahme der Schriften des Noam Chomsky durch die Deutsche Nationalzeitung sichtbar, die sein neues Pamphlet Hybris. Die endg├╝ltige Sicherstellung der globalen Vormachtstellung der USA gemeinsam mit Wakaki: Terror-Tribunal. Die N├╝rnberger "Rechtsprechung" der Siegerm├Ąchte 1945/46 w├Ąrmstens empfiehlt. Man kann die B├╝cher bei ihrem Deutschen Buchdienst ordern. Die Neo-Nazis st├Ârt ebenso wenig, da├č Linke und Linksradikale das Buch f├╝r sich reklamieren wie umgekehrt. Keiner der von Noam Chomsky begeisterten Linken wundert sich ├╝ber diesen Schulterschlu├č, keinen st├Â├čt er ab. (2)

Das gilt ebenso f├╝r Il Controllo dei Mass Media im italienischen rechtsextremen Verlag Barbarossa, wo von Linken unbeanstandet Noam Chomsky neben Julius Evola, Benito Mussolini, Roger Garaudy, Guiseppe Santoro und anderen Faschisten, Negationisten, Alt- und Neo-Nazis herausgegeben wird. Das Buch kommt sicherlich nicht in diesen Verlag wie mancher deutsche Professor seinerzeit angeblich in die NSDAP, n├Ąmlich unwissentlich. Noam Chomsky gibt sein Einverst├Ąndnis, in einem solchen Verlag ver├Âffentlicht zu werden, und die Linken st├Ârt das nicht. (3)

Er ver├Âffentlicht antisemitische Beitr├Ąge und verfa├čt mit den Programmen rechtsextremer Verlage kompatible Schriften, wie die f├╝r den genannten Verlag Barbarossa, Schriften, die ihm schon ihres Erscheinens in solchen rechtsextremen Verlagen wegen nicht gleichzeitig von den Linken aus den H├Ąnden gerissen werden. Sie werden nicht auf seiner von den Linken frequentierten Web Site (4) aufgef├╝hrt, und manche Linke wissen vielleicht gar nichts davon.

In einem seiner Artikel l├Ą├čt er einen fiktiven Araber gegen von Juden gef├╝hrte Medien und von Juden dominierte Kultur in New York argumentieren. In bekannt antisemitischer Art l├Ą├čt er diesen Araber unterstellen, da├č Juden nicht ihr Leben f├╝hren und Karriere machen wollen wie andere, sondern da├č sie es als Agenten der j├╝dischen Sache tun. Die Protokolle der Weisen von Zion lassen gr├╝├čen. Geschickt kann er sich bei Kritik aus der Aff├Ąre ziehen, denn nicht er hat solche Argumente gebracht, sondern er zitiert einen fiktiven Araber. Was Noam Chomsky selbst dazu denkt, das l├Ą├čt er offen. Diese unlautere Art durchzieht sein gesamtes Werk. (5)

Noam Chomsky schreibt gemeinsam mit Gore Vidal Referenzen f├╝r Ver├Âffentlichungen des an Antisemitismus nicht mehr zu ├╝berbietenden (im Juli 2001 verstorbenen) Israel Shahak, der laut Washington Report on Middle East Affairs (WRMEA) prophetischen Stimme. Die L├╝gen des Israel Shahak ├╝ber den Talmud, so m├╝ssen Kinder angeblich rituelle Fl├╝che aussto├čen, wenn sie an nichtj├╝dischen Friedh├Âfen vorbei gehen, und seine Ansicht, die Israelis seien Nazis, sind weltbekannt. Beide lebenslangen K├Ąmpfer f├╝r die Menschenrechte korrespondieren seit Jahrzehnten und treffen am 3. November 1994 endlich in einer gemeinsamen Rundfunksendung des Radio Free Maine zusammen, um sich in einem kraftvollen Gespr├Ąch ├╝ber j├╝dischen Fundamentalismus, zionistischen Kolonialismus und US-amerikanischen Imperialismus auszutauschen. Wo treffen sie sich? Direkt im Massachussetts Institute of Technology (MIT), das zum Forum f├╝r die Hetze wird und dadurch die beiden wissenschaftlich aufwertet. Audio und Video Aufzeichnungen von dieser und anderen Reden des Noam Chomsky sind direkt beim Rundfunk erh├Ąltlich. (6)

Das Googeln von Noam Chomsky - Israel Shahak bringt 2380 Angebote, aus denen der Handapparat der Oldenburger angereichert werden k├Ânnte - und hieraus auch noch:

Noam Chomsky - Norman Finkelstein: 5950 Angebote,

Noam Chomsky - Ernst Z├╝ndel (7): 277 Angebote,

Noam Chomsky - David Duke (8): 8770 Angebote.

Ein Forumsteilnehmer beim Blog des Australiers Tim Blair meint treffend, da├č es einen fortlaufenden Proze├č gebe, in dem der Welt vielfache Idiotien zu einer riesigen nutzlosen Kraft w├╝rden, man sehe es daran, da├č David Duke mit Noam Chomsky, dem (linksradikalen) Karikaturisten Ted Rall und mit Lyndon LaRouche einer Meinung sei. (9)

So ist es. Die Carl-von-Ossietzky-Universit├Ąt Oldenburg w├Ąre zu erg├Ąnzen.

Man braucht in allen F├Ąllen nur die wenigen informativen Teils├Ątze bei Google zu lesen, um einen Eindruck zu erhalten, um wen es sich bei Noam Chomsky handelt: um einen miesen Antisemiten und Feind Israels, um einen Hasser der USA. Auf ihn k├Ânnen sich alle linken und rechten Globalisierungsgegner einigen. Er sagt, was sie sich nicht zu sagen trauen.

So liest man denn auch in der Deutschen Stimme von Hugo Fischer die bewundernden S├Ątze in einer Buchbesprechung von Claus Leggewie - Die Globalisierung und ihre Gegner:

Gut gelungen ist die Darstellung der "P├Ąpste" der Globalisierungskritik wie Jose Bov├ę, Jean Ziegler, Arundhati Roy, Noam Chomsky oder der im Jahr 2001 verstorbene Pierre Bourdieu, um die teilweise ein regelrechter F├╝hrerkult getrieben wird. Es ist schon verbl├╝ffend zu erkennen, wie ausgerechnet innerhalb der Linken die Ausrichtung innerhalb der Binnengruppe ├╝ber die "charismatische Herrschaft" (laut dem deutschen Soziologen Max Weber eine von drei Formen legitimer Herrschaft) von Leitfiguren und die Kraft affektueller Hingabe der Gefolgschaft hergestellt wird. (10)

Es sind sich alle einig, hinter der charismatischen Pers├Ânlichkeit Noam Chomsky herzulaufen und ihm zu huldigen. Ihm gar im Namen von Carl von Ossietzky einen Preis zu verleihen, das ist legitim.

Noam Chomsky, Unterst├╝tzer von Holocaustleugnern und ihren Institutionen

Die enge Gemeinschaft Noam Chomskys mit Holocaustleugnern zeigt der Skandal um seine Unterst├╝tzung des Negationisten Robert Faurisson. F├╝r M├ęmoire en d├ęfense, in dem Robert Faurisson den Holocaust leugnet, schreibt er am 11. Oktober 1980 das Vorwort und wertet Robert Faurisson, den man bereits unter die Neo-Nazis z├Ąhlt, damit zum Linken um. Herausgegeben wird das Buch vom linksradikalen Verlag La Vieille Taupe, der alte Maulwurf. Die linksradikalen Ultra-Revolution├Ąre Serge Thion und Pierre Guillaume, vom Verlag La Vieille Taupe, fliegen eigens nach Boston, um von Noam Chomsky eine Petition f├╝r Robert Faurisson unterschreiben zu lassen. Die Flugscheine bezahlt Louis Pauwels, seinerzeit Direktor des Figaro Magazine und damit befa├čt, die rechtsextremen Ideen des Alain de Benoist in Frankreich zu verbreiten. Louis Pauwels im Gespr├Ąch mit dem Nazi-Dichter Louis Ferdinand C├ęline, solches wird heute herausgegeben vom Musikverlag Fr├ęmeaux Associ├ęs, Vincennes. Der Monatszeitung Le Monde diplomatique ist diese Unterst├╝tzung des Robert Faurisson in ihrer Nummer vom April 2001 eine uneingeschr├Ąnkte Verteidigung wert. (11)

Auch Noam Chomsky verteidigt seine Unterst├╝tzung des Holocaustleugners vehement und mit vielen Worten. Er sei nur einer von 500 Unterzeichnern der Petition. Robert Faurisson habe ein Recht dazu, und es sei g├Ąnzlich abzulehnen, da├č man ihn dehalb gerichtlich verfolge und aus dem Beruf entferne. Serge Thion stellt er als einen Hochschullehrer vor, der gegen jeden Totalitarismus sei, als einen libert├Ąren Sozialisten, f├╝r den einige ja auch Noam Chomsky halten.

Das Vorwort aus seiner Feder ist nur aus Versehen in das Buch geraten. Er sei kein Holocaustleugner: the most fantastic outburst of collective insanity in human history sei der Holocaust stattdessen. Bei Werner Cohn liest man, da├č dies das einzige Mal sei, da├č Noam Chomsky sich ├╝berhaupt dazu ├Ąu├čere, und das bei den Mengen an Texten, die er verfa├čt. (12)

Das in den USA residierende revisionistische Institute for Historical Review (IHR), dessen Mitarbeiter und Anh├Ąnger den Holocaust leugnen, ist eben deshalb ein Freund des Noam Chomsky. Das IHR gibt die Zeitschrift Journal of Historical Review heraus. (13)

Arthur R. Butz rezensiert dort das Buch von Robert Faurisson M├ęmoire en d├ęfense samt Vorwort des Noam Chomsky, erschienen im Verlag La Vieille Taupe 1980, gemeinsam mit dem 1982 publizierten Buch zur Unterst├╝tzung der freien Meinungs├Ąu├čerung (!) des Robert Faurisson Intolerable Intolerance der Autoren Jean-Gabriel Cohn-Bendit, Eric Delcroix, Claude Karnoouh, Vincent Monteil, und Jean-Louis Tristani.

Jean-Gabriel Cohn-Bendit ist der "libert├Ąre linke" Bruder von Daniel Cohn-Bendit, Eric Delcroix der rechtsextreme Strafverteidiger von Robert Faurisson und Kandidat des Front National in der Picardie, 1996 f├╝r schuldig befunden, Verbrechen gegen die Menschheit zu leugnen, Vincent "Mans├╗r" Monteil ist ein zum Islam konvertierter Verehrer von General Charles de Gaulle, Muammar Ghaddafi und dem Ayatollah Ruhollah Khomeini, Jean-Louis Tristani ein Anh├Ąnger des Heidentums aus den Kreisen des GRECE des Rechtsextremen Alain de Benoist, und Claude Karnoouh ist ein linker Anthropologe, Philosoph und bekannter Holocaustleugner aus dem Kreis um Serge Thion und Gabor Tam├ís Rittersporn, letzterer heute weiterhin angestellt beim staatlichen CNRS und beim Berliner Centre Marc Bloch. Sie alle unterst├╝tzen ab 1979 gemeinsam mit Pierre Guillaume von La Vieille Taupe den Holocaustleugner Robert Faurisson, auf da├č der seine Meinung (!) mitteilen darf. (14)

Das IHR druckt Noam Chomskys Essay All Denials of Free Speech Undercut A Democratic Society, von 1985 ab. Der Essay ist ein Unterst├╝tzerbeitrag zu einem Village Voice Artikel, und Michael A. Hoffman II, vom IHR, moniert, da├č man Noam Chomsky an der Cornell Medical School von einem Er├Âffnungsvortrag wieder ausl├Ądt. Er vermutet dahinter zionistische Intrigen. In dem Essay wiederholt Noam Chomsky noch einmal seine Unterst├╝tzung f├╝r Robert Faurisson. Dessen Verurteilung der Leugnung des Holocaust wegen erkl├Ąrt er f├╝r stalinistisch-faschistisch. Es scheint Noam Chomsky bis heute nicht klar zu sein, da├č die Leugnung des Holocaust keine sch├╝tzenswerte Meinung ist, sondern ein Straftatbestand.

Mark Weber sieht die Verteidiger des Holocaust, d.h. der Tatsache, da├č es ihn gegeben und ihm sechs Millionen Juden zum Opfer gefallen sind, immer weniger werden und stattdessen die Front der Revisionisten immer st├Ąrker anschwellen. Man k├Ânne sie nicht mehr so einfach abb├╝rsten. Er st├╝tzt sich auf Noam Chomsky, ├╝ber den er schreibt, da├č er lediglich die freie Meinungs├Ąu├čerung unterst├╝tze, nicht aber die Holocaust-Revisionisten inhaltlich.

Ausf├╝hrlich wird sein Werk von 1983 The Fateful Triangle: The United States, Israel & The Palestinians gew├╝rdigt, in dem u.a. der Krieg im Libanon verurteilt wird. Die US-Politik, Medien und der Lehrk├Ârper seien bestimmt von Pro-Zionismus, hei├čt es weiterhin. Der Autor schreibe, Israel d├╝rfe nicht kritisiert werden, und es spiele eine einzigartige Rolle als Nutznie├čer amerikanischer Unterst├╝tzung. Zahlreiche Beispiele f├╝hre der Autor daf├╝r an. Er wende sich gegen die Aktivit├Ąten in den USA von j├╝dischen Institutionen wie B´nai B´rith, deren Opfer er selbst schon geworden sei. Er bezeichne den pseudo-heiligen Elie Wiesel als Heuchler, der keinerlei Kritik an Israel ├╝be, da es ihm an Informationen mangele. ├ťber den (angeblichen) Holocaust aber gebe es f├╝r den angeblichen Holocaust-├ťberlebenden Elie Wiesel nicht genug Kritik in der Welt.

Der Rezensent L. A. Rollins erw├Ąhnt dann in einem Nebensatz, da├č Noam Chomsky den Holocaust nicht in Frage stelle, aber jeder, der diese heilige Kuh Elie Wiesel ├Âffentlich kritisiere, bed├╝rfe der Aufmerksamkeit der Revisionisten. Noam Chomsky fordere in seinem Buch die Einstellung der Hilfe der USA an Israel, und er bringe Zitate ├╝ber den Willen Israels, die Welt zu beherrschen. Das stamme nicht aus der F├Ąlschung Protokolle der Weisen von Zion, sondern vom religi├Âs-chauvinistischen Rabbi Elazar Valdmann, von Gush Emunim, dieser Rabbi wolle die Welt beherrschen. Trotz einiger M├Ąngel ist The Fateful Triangle eine der besten derzeit verf├╝gbaren Darstellungen zionistischer Mythologie. Selbst diejenigen, die Alfred Lilienthals "The Zionist Connection" gelesen haben, werden Chomskys Buch f├╝r eine ausgezeichnete Erg├Ąnzung halten, schlie├čt der Rezensent.

Noam Chomskys wertvolle Einsichten sch├Ątzt William Grimstad in einer Rezension des 1988 von Edward Said und Christopher Hitchens (15) herausgegebenen Buches Blaming the Victims. Von hohem Wert f├╝r die revisionistische Sache sei darin der Artikel Middle East Terrorism and the American Ideological System von Noam Chomsky, der schreibe, da├č die Pal├Ąstinenser mit den Deutschen das Schicksal teilten, die zwei V├Âlker zu sein, ├╝ber die am meisten L├╝gen verbreitet w├╝rden. Noam Chomsky schreibe, da├č die Israelis nicht mit den Pal├Ąstinensern verhandeln wollten, gleichg├╝ltig, ob sie das Extistenzrecht Israels anerkennten oder nicht.

Theodor J. O´Keefe h├Ąlt Noam Chomsky f├╝r einen ehrlichen j├╝dischen Geschichtswissenschaftler. Da├č es M├Ąnner und Frauen gebe wie Noam Chomsky, Livia Rokach und den pal├Ąstinensisch-amerikanischen Edward Said mache Hoffnung, da├č Araber und Jude (sic!), von Fakten und nicht von Mythen oder L├╝gen ├╝ber die Vergangenheit inspiriert eine gerechte und menschliche L├Âsung des von den Zionisten verursachten Problems ausarbeiten m├Âchten.

Noam Chomsky, immer im Dienste der Wahrheit

Am 1. Januar 1980 schreibt Noam Chomsky ein Vorwort f├╝r das 63 Seiten umfassende d├╝nne Buch von Livia Rokach, der Tochter Israel Rokachs, des israelischen ehemaligen Ministers unter Moshe Sharett, in den 50er Jahren. Sie verfa├čt es ├╝ber die 2400 Seiten des Tagebuches ihres Vaters. Beim Googeln von Noam Chomsky - Livia Rokach gibt es 218 Angebote, f├╝r dieses kleine B├╝chlein reichlich. Noam Chomsky schreibt das Vorwort zur Unterst├╝tzung der Verbreitung akurater Informationen. Der Titel des Buches lautet: Israel´s Sacred Terrorism. Eine begehrte Schrift, die in dritter Auflage erscheint. Mit Sicherheit tr├Ągt der Name des Vorwortverfassers zur Publizit├Ąt des Buches erheblich bei.

Auch mit dieser Schrift will Noam Chomsky zur Verbreitung der Wahrheit beitragen, gegen Dogmen. Es besteht f├╝r ihn ├╝berhaupt kein Zweifel daran, da├č die Wahrheit bei ihm und bei Livia Rokach liegt. Das eint ihn mit Festrednern wie Eckart Spoo, der 2002 ebenso klingt, als er die Verdienste Uri Avnerys w├╝rdigt. Die Wahrheit des Michael Schiffmann wird ├Ąhnlich gestrickt sein, bei dem Kreis der Antiimperialistischen Koordination (AIK) um Werner Pirker, Wilhelm Langthaler und Joachim Guilliard, zu denen er geh├Ârt. (16)

Livia Rokach zieht nach der Ver├Âffentlichung des Buches nach Rom, wo sie sich als eine italienische Schriftstellerin pal├Ąstinensischer Herkunft bezeichnet. Sie wird mit juristischer Verfolgung durch die israelische Regierung bedroht, aber das Buch erscheint in den USA bei der Association of Arab American University Graduates (AAUG). Uri Avnery, wie k├Ânnte es anders sein, wird zitiert: den Vertrieb des Buches zu verhindern, w├Ąre ein Kardinalfehler, weil das ihm viel mehr Bekanntheit verleihen w├╝rde.

Das Buch sei ein explosives Dokument, das viel von der Wahrheit hinter den israelischen Greueltaten enth├╝lle. So ist wieder jemand im Besitz der Wahrheit, und Noam Chomsky hat ihr geholfen, da├č sie ans Licht gelangen kann.

Das tut er, ablassend von seinem Lieblingswildbret Israel, auch f├╝r die Sache der kambodschanischen Revolution: er hilft der Wahrheit ans Licht. Er, der Akademiker und Aktivist, der nie einen Fu├č nach Kambodscha setzt, findet Fehler in den Texten von Jean Lacouture und Fran├žois Ponchaud; beide entlarven das Mord- und Terrorregime der Roten Khmer. Fran├žois Ponchaud lebt von 1965 bis 1975 in Kambodscha und spricht die Sprache, 1977 schreibt er das Buch Cambodia: Ann├ęe Zero. Kambodscha: Jahr Null. 1978 kommt es in den USA in englisch heraus. Noam Chomsky erkl├Ąrt die Arbeiten der beiden Autoren f├╝r Betrug. Mit Professor Edward S. Herman schreibt er einen Artikel gegen die Geschichten, die ├╝ber Pol Pot verbreitet w├╝rden. Die Tatsachen k├Ânnen seiner Wahrheit nichts anhaben. Nach der Befreiung Kambodschas durch die Vietnamesen, Ende 1978, schreibt er 1979 mit Edward S. Herman das Buch After the Cataclysm. Darin bezweifelt er die Informationen, die aus dem Land ├╝ber das m├Ârderische Regime kommen. Alles sei Propaganda der westlichen Medien zur Unterst├╝tzung von deren Antikommunismus. Sp├Ąter, als nichts mehr zu besch├Ânigen ist, spielen sie alles herunter. Edward S. Herman ist Emeritus an der Wharton School, University of Pennsylvania. Er beschreibt sich selbst heute auf seiner Web Site als Third World Traveller. Wie´s auf seiner Site aussieht, hat er bis heute wenig aus seinen Reisen gelernt. Er bleibt bei seiner Wahrheit.

1988 schreiben er und Noam Chomsky das Buch Manufacturing Consent. Herstellung von ├ťbereinkunft. Ein Propagandamodell. Darin gehen sie auf 36 Seiten noch einmal auf Kambodscha ein, bringen aber nichts Neues. 1995 schreibt Edward S. Herman das Buch Triumph des Marktes. Die vier Kapitel hei├čen: Banalit├Ąt des B├Âsen, Richtung auf demokratische Medien, das Ende der Demokratie?, das Weltimperium. (17)

Edward S. Herman scheint eine Art Volksausgabe des Noam Chomsky zu sein, seine B├╝cher sind f├╝r den Handapparat der Universit├Ąt Oldenburg zu empfehlen.

In der Forschungsarbeit The Khmer Rouge Canon 1975-1979 analysieren Sophal Ear und Ronald E. McNair, von der University of California Berkeley, in dem Kapitel Chomsky, Herman, and the STAV ausf├╝hrlich das Buch After the Cataclysm. Sie nennen die beiden Autoren dialektische Akrobaten. Gegen Schlu├č des Berichtes wird Noam Chomsky als derjenige bezeichnet, den alle Teilnehmer der Debatten als den noch am ehrbarsten von allen Pol Pot Verkl├Ąrern ansehen. Einen sachlichen Blick auf die Tatsachen und eine fundierte Analyse der Lage k├Ânne ihm keiner attestieren, vielmehr lege er die Fakten, die ihn nicht gro├č zu k├╝mmern schienen, passend zu seinem Vorurteil aus. Berichte von gefl├╝chteten Bauern interessierten ihn ├╝berhaupt nicht. Sie st├╝nden seinen Anschauungen ├╝ber die Bauernrevolution entgegen. Noam Chomsky behauptet heute noch, seine Ansicht sei nicht widerlegt. (18)

The Khmer Rouge Canon 1975-1979 ist eine empfehlenswerte Lekt├╝re. Sie macht anschaulich, wie ein ideologisch verstellter Blick auch noch die klarste Tasache verdunkeln kann. Der Revisionismus bl├╝ht wie bei den Holocaustleugnern auch hier.

Vielleicht fragt Noam Chomsky ja eines Tages Ma├«tre Jacques Verg├Ęs, dem man nachsagt, er habe von 1970 bis 1978 in Kambodscha bei seinen Freunden Pol Pot, Kieu Sampan und Heng Sary gelebt, der nach Paris zur├╝ckkehrt und auf Anfrage sagt: Ich bin von der anderen Seite des Spiegels gekommen. Dies ist mein Schattenbild. Dann g├Ąbe es eine weitere Wahrheit, die h├Âchstwahrscheinlich nichts mit den Tatsachen zu tun hat.

Das alles aber soll die Stadt Oldenburg nicht anfechten. Auch sie hat ihre Wahrheit: Die Stadt Oldenburg will mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis die inhaltliche Auseinandersetzung mit Werk und Leben Carl von Ossietzkys f├Ârdern und ├╝ber Oldenburg hinaustragen. (19) Na, bitte. Was hat das mit Noam Chomsky zu tun? Gar nichts. Hauptsache, es wird eine sch├Âne Feier, und es regnet nicht. Dann kann das Gruppenfoto mit Chomsky drau├čen aufgenommen werden.

Anmerkungen

(1) Life in Germany. Never a Dull Moment, by Henryk M. Broder.
Speech at the Library of Lion and Martha Feuchtwanger, Villa Aurora,
L.A., Pacific Palisades, May 5, 2004
http://www.henryk-broder.com/html/tagebuch.html?a=1

(2) Wie Bush die Welt betr├╝gt. Dr. Noam Chomsky enth├╝llt. Dr. Gerhard Frey, Nationalzeitung
http://www.dsz-verlag.de/Artikel_04/NZ06_2.html

(3) Società Editrice BARBAROSSA
http://www.libroelibri.com/barbarossa.htm

(4) CHOMSKY.INFO
http://www.chomsky.info/

(5) Partners in Hate. Preface to the 1994 Edition, by Werner Cohn,
Avukah Press Cambridge 1985/1995
http://www.wernercohn.com/Chomsky.html

(6) Review of RFM Recording of Noam Chomsky and Israel Shahak speaking on Jewish Fundamentalism. Recorded on 11/3/94, at MIT, Cambridge MA
http://www.radiofreemaine.com/rfm/shahak.html

(7) Ernst Z├╝ndel ist ein deutsch-kanadischer Neo-Nazi. Z├╝ndel, Ernst (auch Zundel geschrieben), geb. 1939. Lexikon Rechtsextremismus. Informationsdienst gegen Rechtsextremismus
http://lexikon.idgr.de/z/z_u/zuendel-ernst/zuendel-ernst.php

(8) David Duke ist ein US-amerikanischer Neonazi. David Duke Online
http://www.duke.org/

(9) Blair´s Law, May 16, 2002
Dr. Frank over at the Blogs of War has reminded us that the spectacle of David Duke agreeing with Noam Chomsky and Ted Rall (and Lyndon LaRouche) is the natural outcome of Blair´s Law, described as the ongoing process by which the world´s multiple idiocies are becoming one giant, useless force. posted by H.D. Miller on 6:24 PM. . .
Blair: http://timblair.net/
http://travellingshoes.blogspot.com/2002_05_12_travellingsho es_archive.html

(10) Der Globalisierungsgegner - das unbekannte Wesen. Im Buch ┬╗Die Globalisierung und ihre Gegner┬ź untersucht ein Politikwissenschaftler auch die Positionen der NPD. Von Hugo Fischer, Deutsche Stimme, Juli 2003
http://www.deutsche-stimme.de/Sites/07-03-Wirtschaft.html

(11) Faurisson, Robert, geb. 1929. Lexikon Rechtsextremismus. Informationsdienst gegen Rechtsextremismus
http://lexikon.idgr.de/f/f_a/faurisson-robert/faurisson-robe rt.php

85-Robert Faurisson, M├ęmoire en d├ęfense, introduction de Noam Chomsky, la Vieille Taupe, 1980
http://www.barruel.com/biblio.html

Augustin Barruel Publishing. Der Verlag nennt sich nach dem Begr├╝nder aller Konspirationstheorien Abb├ę Augustin Barruel (1741 - 1820).
http://www.barruel.com/indexgb.html
http://www.answers.com/topic/abbe-augustin-barruel

Noam Chomsky: un linguiste ├ędit├ę par les n├ęo-fascistes... Par Didier Daeninckx, Amnistia.net, 16 juillet 2002
http://www.amnistia.net/librairi/amnistia/n21/chomsky.htm

(12) HIS RIGHT TO SAY IT Noam Chomsky The Nation, Feb. 28, 1981, p. 23. In: Shofar FTP Archive File
http://www.nizkor.org/ftp.cgi/people/c/ftp.py?people/c/choms ky.noam/nation-article-810228

(13) IHR. Dort beim IHR internen Google 37 Eintr├Ąge zu Noam Chomsky. Aus einigen wird im folgenden zitiert.
http://www.ihr.org

(14) Un historien aux oubliettes, Par Didier Daeninckx, Points de vue, novembre 1996
http://www.regards.fr/archives/1996/199611/199611pdv01.html

Le n├ęgationnisme - une maladie de l´├óme, par Jacques Tarnero. M├ęmoire 2000
http://www.memoire2000.asso.fr/Documents/tarnero.html

(15) The Christopher Hitchens Web: Blood, Class, and Empire ...
http://users.rcn.com/peterk.enteract/

(16) Israel´s Sacred Terrorism, by Livia Rokach, First published in the United States of America by AAUG Press c1980, 1982, 1986 by the Association of Arab-American University Graduates, Inc. All rights reserved in the U.S. Published 1980. Third Edition 1986
http://www.chss.montclair.edu/english/furr/essays/rokach.htm l

(17) Edward S. Herman. Third World Traveller
http://www.thirdworldtraveler.com/Herman%20/Edward_Herman.ht ml

(18) The Khmer Rouge Canon 1975-1979. The Standard Total Academic View (STAV) On Cambodia. Sophal Ear, Ronald E. McNair, University of California Berkeley, Mai 1995
http://jim.com/canon.htm

(19) Carl-von-Ossietzky-Preis. Zur Geschichte
http://www.oldenburg.de/cvo-preis/geschichte.html

13. Mai 2004
Erg├Ąnzung und Anpassung der Anmerkungen, am 10. April 2005

Und hier das Neueste:

Chomsky´s Book Burners. By Tom Nichols, FrontPageMagazine.com, March 30, 2005
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=1750 6

The Definitive Anti-Chomsky Link List
http://plaza.ufl.edu/slasher/antichomsky.htm



Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken