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Woher der Wind weht ...
√úber Auschwitzleugner, Judenhasser und Israelfeinde beim Verlag L¬īHarmattan und an der Universit√§t Paris 8, St Denis

Der Verlag L¬īHarmattan

"Au carrefour des cultures et du savoir", wo Kulturen und Wissen sich kreuzen - dort sieht sich der Pariser Verlag L¬īHarmattan angesiedelt. L¬īHarmattan, so hei√üt ein Wind in S√ľdwestafrika. Der Name ist Programm und Referenz f√ľr alle, die sich mit den f√ľnf Kontinenten der Welt besch√§ftigen. Gegr√ľndet wurde der Verlag 1975 von Denis Pryen, der bis heute sein Pr√§sident und Generaldirektor ist. Damals sollten zehn B√ľcher pro Jahr herausgegeben werden. Seit 1981 explodierte die Anzahl der Titel des gro√üen Angebotes an guten Manuskripten wegen. Heute gibt der Verlag pro Jahr mehr als tausend neue B√ľcher unterschiedlicher Qualit√§t heraus, werkt√§glich, die Ferienzeit nicht gerechnet, im Durchschnitt f√ľnf neue Titel, seine Produktion ist damit umfangreicher als die der zwei gro√üen Verlage Gallimard und Seuil zusammengenommen. Der Verlag setzte im Jahre 2000 ca. 36 Millionen Francs, etwa 5 Millionen Euro (1999 ca. 34 Millionen Franc, etwa 4,8 Millionen Euro) um und machte dabei einen Gewinn von ca. f√ľnf Millionen Franc, etwa 710 000 Euro.

Dennoch versuchte L¬īHarmattan, seinen Autoren ihre Anteile am Verkaufserl√∂s zu schm√§lern. Sie solllten erst ab 1000 verkauften Exemplaren prozentuale Anteile erhalten, obgleich der Verlag im allgemeinen kaum mehr als 800 Exemplare pro Publikation verkauft. Daf√ľr wurde der Verlag im konkreten Fall eines Vertrages mit einem Autoren, vom 14. November 1996, am 30. November 1999 rechtskr√§ftig verurteilt.

Die Justitiarin der "Soci√©t√© des Gens de Lettres", des mehr als 10 000 Mitglieder z√§hlenden Schriftstellerverbandes, der sich in den Rechtsstreit eingeschaltet hatte, erkl√§rte: "Der Publikationsvertrag ist ein Vertrag auf Gegenseitigkeit, es gibt keinen gesetzlich festgelegten prozentualen Anteil, aber wenn der Anteil f√ľr ein literarisches Werk unter 1,5 Prozent liegt, halten wir den Vertrag f√ľr betr√ľgerisch ("frauduleux").

Siehe dazu "L¬īargent des intellos" (Das Geld der Intelligenz), Nouvel Observateur no 1897, vom 15.3.2001, http://archquo.nouvelobs.com/index.html

Bei l¬īHarmattan werden pro Jahr 50 Titel herausgegeben, die von anderen Verlagen zwar positiv beurteilt wurden, aber von ihnen auf Grund der finanziellen Lage nicht ver√∂ffentlicht werden k√∂nnen. Die durchschnittliche Auflage liegt bei 300 bis 500 Exemplaren, es gibt aber auch Auflagen von 100 oder 200 St√ľck. Es kann ausnahmsweise vorkommen, da√ü 3000 Exemplare eines Buches verkauft werden. Die 150 Direktoren der Reihen arbeiten ehrenamtlich und stellen ein kostenloses Vertriebsnetz bereit. Die Einzelhandelspreise liegen kaum √ľber dem Verlagspreis. Die Autoren liefern druckreife Texte, und die Druckmaschinen sind f√ľr kleine Auflagen geeignet. Wenn man mehrere Titel gleichzeitig druckt, wird die Arbeit rentabel. Trotz Klagen √ľber zu hohe Steuern macht der Verlag Gewinne.

Siehe dazu den Bericht R√©my Cazals, Universit√© Toulouse II, √ľber einen Tag mit Verlegern wissenschaftlicher B√ľcher: "Compte rendu de la journ√©e th√©matique du 22 janvier 1999, sur l¬ī√©dition universitaire".
http://www.univ-tlse2.fr/histoire/mirehc/Colloques/Colloques .htm

Die Reputation von L¬īHarmattan ist so gefestigt, da√ü es hei√üt: "On peut le dire, regarde, c¬īest publi√© par l¬īHarmattan", Man kann das sagen, sieh, es ist bei l¬īHarmattan ver√∂ffentlicht worden. Didier Daeninckx hat einige Publikationen des Verlages untersucht und dokumentiert. Auf seine Recherchen wird sp√§ter noch des √∂fteren zur√ľckgegriffen.

http://www.amnistia.net/ Dort bitte den Suchbegriff "L¬īHarmattan" eingeben.

L¬īHarmattan residiert mit seiner umfangreichen Buchhandlung mitten im Quartier Latin, 16 rue des √©coles. Treten wir ein in die wunderbare Welt des Windes: www.editions-harmattan.fr

Sozialwissenschaften, Literatur, Spezialwerke von f√ľnf Kontinenten, Sammlungen, Revuen, Autoren. Die Buchhandlung mit 150 000 B√ľchern, im Herzen des Quartier Latin. Der Raum Harmattan. Buchsignaturen, Gedichtabende mit dem CICEP, Konferenzen, Ausstellungen, Kalligraphiekurse. "Wir danken f√ľr Ihre Treue". Neuausgaben, B√ľcher von M√§rz bis August 2002, einmal monatlich Konferenz-Debatten, Argentinien, Algerien, Tunesien. Jede Woche 30 neue B√ľcher und:
"Le printemps des po√®tes 2002", das Fr√ľhjahr 2002 der Dichter, mit diesem einzigartigen CICEP, dem Centre International de Cr√©ations d¬īEspaces Po√©tiques et de Recherches der Universit√§t Paris 8, St Denis. Das CICEP, internationales Zentrum zur Schaffung dichterischer und Forschungsr√§ume. Schade, auf deutsch klingt das gar nicht mehr so sch√∂n. Dieses Zentrum scheint f√ľr den Verlag sehr gro√üe Bedeutung zu haben, denn es ist gleich oben auf der Eingangsseite vermerkt. Ein Link geht zum "printemps des po√®tes 2002", initiiert und organisiert von der Griechin Frau Ira Feloukatzi in Zusammenarbeit mit dem Verlag L¬īHarmattan und mit Unterst√ľtzung vom CICEP. "Voix de la M√©diterran√©e", Stimme des Mittelmeeres, Treffen der Dichter beider Ufer des Mittelmeeres: Algerien, Marokko, Frankreich, Griechenland, Libanon, Portugal (?), Spanien, Italien, Pal√§stina ("Palestine"!). W√§hrend Portugal zum Mittelmeeranrainer wird und Frankreich gleich zweimal vertreten ist, fehlen √Ągypten, Tunesien, Libyen, die T√ľrkei und Israel.

Pal√§stina existiert bei L¬īHarmattan schon, und Israel fehlt. Warum?

Schau¬īn wir mal!

Aufruf der Intellektuellen der besetzten palästinensischen Territorien, vom 3. April 2002, und die Antwort

Am 3. April 2002 richteten der bekannte pal√§stinensische Schriftsteller Mahmoud Darwich und f√ľnfzig pal√§stinensische Mitunterzeichner, Schriftsteller, K√ľnstler und Intellektuelle einen "Appel des intellectuels des Territoires palestiniens occup√©s: √Ä Tous les Hommes Libres!", einen Aufruf der Intellektuellen der besetzten pal√§stinensischen Territorien an die Schriftsteller, K√ľnstler und Intellektuellen der Welt zum Handeln, zum Protestieren gegen die Besetzung pal√§stinensischen Gebietes und die Mi√ühandlung seiner Bev√∂lkerung durch israelische Besatzer.

Die Antwort auf den Aufruf "En r√©ponse √† l¬īappel des intellectuels des territoires palestiniens occup√©s" versicherte die Pal√§stinenser uneingeschr√§nkter Solidarit√§t: "Uns ist heute deutlich klar, da√ü das Drama, das Sie durchleben, die Konsequenz einer Vertreibungspolitik, der Unterwerfung, der Erniedrigung, der Ausl√∂schung allen Widerstandes gegen die Kolonisierung der V√∂lker und der Nivellierung des Bewu√ütseins ist."

Dem pal√§stinensischen Volk wird versichert, da√ü die Unterzeichner der Antwort ber√ľhrt sind in der W√ľrde ihres eigenen Denkens und Schaffens, in ihren Hoffnungen und Verpflichtungen. Vor der Geschichte wollen sie sich weigern, dar√ľber zu schweigen oder sich mit dem Unternehmen der Enteignung, der Zerst√∂rung des K√∂rpers und des Denkens des pal√§stinensischen Volkes, auf dem Boden, der ihm geh√∂re, gemein zu machen. Dar√ľber hinaus werden materielle und moralische Hilfestellung zur Deckung des n√∂tigsten Bedarfs zugesichert.

Bis zum 20. April 2002 unterschrieben zahlreiche Araber sowie arabischstämmige und europäische Franzosen die Antwort. Unter den europäischen Franzosen sind:

Erziehungsberater, Meditationsberater, Professor, Regionalr√§tin, Departementsrat, Magistrat, B√ľrgermeister, Journalist, Berichterstatterin, Schriftstellerin, Schriftsteller, Dichterin, Kommunikationsagent, Familienmutter, Regisseur, Autor, Illustrator, Forscher am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Universit√§tsmitarbeiter sowie Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter von Albin Michel Jeunesse, Syros Jeunesse, Etre √Čditions, France √Čdition, Thierry Magnier √ąditions, Gallimard Jeunesse, Larousse, Sarbacane und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Centre de promotion du livre de jeunesse (CPLJ-93), des Zentrums zur F√∂rderung des Kinderbuches, einer staatlichen Institution.

Das CPLJ-93 wird unterst√ľtzt und subventioniert durch den Departementsrat von Seine-Saint-Denis in Zusammenarbeit mit der Direction R√©gionale des Affaires Culturelles DRAC-√éle de France, Centre National du Livre (CNL), des franz√∂sischen Kulturministeriums.

Seit 18 Jahren organisiert das CPLJ-93 in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Schulen, Buchhandlungen, Erziehungs- und Kultureinrichtungen den "Salon du livre de jeunesse", die größte Jugendbuchmesse Europas, in Montreuil, Seine-Saint-Denis.

Die Direktion des CPLJ-93, seine Direktorin, die Verwaltungsleiterin, die Verantwortliche f√ľr Au√üenbeziehungen und der Verantwortliche f√ľr die Ausstellungen, haben unterschrieben.

Den "Appel des intellectuels des Territoires palestiniens occup√©s" und die Antwort "En r√©ponse √† l¬īappel des intellectuels des territoires palestiniens occup√©s" finden Sie hier: http://www.eefsu.ras.eu.org/societe/international/appelintel lpalest030402.htm

Interessant ist auch, wo der Appell und die Antwort sonst ver√∂ffentlicht werden. Beispielsweise auf der Web Site des Professors f√ľr Erziehungswissenschaften Ren√© Barbier, ebenfalls t√§tig an der Universit√§t Paris 8, St Denis, wie das CICEP. Dort wird der Initiator des Appells Mahmoud Darwich als "Marmoud" gef√ľhrt. Schon das ist genug anzunehmen, da√ü es diesen Pal√§stinenserfreunden gar nicht um die Pal√§stinenser geht, sondern um ganz etwas anderes, n√§mlich, ihre Judenfeindschaft zu rechtfertigen und auszuleben.

Ren√© Barbier f√ľhrt auf seiner Site eine lange Korrepondenz mit Marc, einem seiner j√ľdischen Studenten, √ľber die antij√ľdischen Ausschreitungen an der Universit√§t Paris 8 St Denis, wo arabische und andere Studenten den Juden den Tod an den Hals gew√ľnscht und erkl√§rt hatten, die Juden w√§ren Nazis. Er versteht die pers√∂nliche Betroffenheit des Marc, zeigt aber volles Verst√§ndnis f√ľr den Ha√ü und die Wut der Pal√§stinenser.
http://www.barbier-rd.nom.fr/lettreaunetudiant.html

Dieser verst√§ndnisvolle, dialogbereite Professor leitet ein Centre de Recherche sur l¬īImaginaire Social et l¬īEducation (CRISE), ein Zentrum zur Erforschung des gesellschaftlich Eingebildeten (bzw. Ertr√§umten) und der Erziehung, und dort, als Unterabteilung, den Groupe de Recherche sur l¬īEnseignement de Krishnamurti (G.R.E.K.), eine Forschungsgruppe zur Lehre des Krishnamurti. Die N√§he zur Abk√ľrzung G.R.E.C.E. des Alain de Benoist ist sicherlich kein Zufall, denn Professor Ren√© Barbier leitet noch eine weitere Forschungsgruppe, den GR√ČMA - Groupe de Recherche et d¬ī√Čtude sur le M√©tissage Axiologique - Axe : Asie - (Sagesses et modernit√© - Orient/Occident), Forschungs- und Studiengruppe zur Rassenvermischung der moralischen Werte, Achse Asien (Weisheiten und Modernit√§t - Orient/Okzident).

"m√©tissage" definiert der Petit Robert - Dictionnaire de la Langue Fran√ßaise, als Kreuzung, Rassenvermischung, und f√ľhrt einen Satz zur Erkl√§rung an: Die Rassisten k√§mpfen gegen die Rassenvermischung ("les racistes luttent contre le m√©tissage").

Das Wort "m√©tissage" sei bislang noch tabu in der Sozialwissenschaft. Man bevorzuge Begriffe wie Integration, Kulturschock, Assimilation, Interkulturalit√§t, Trans- und Multikulturalismus, kulturelles Mosaik usw. Das will Professor Ren√© Barbier jetzt √§ndern. "Welches sind der Platz und die Funktion (sic!) des andern?" soll gefragt werden. "Der andere verpflichtet mich, mich anzuerkennen, nachzudenken, meine kulturelle Identit√§t wertzusch√§tzen, manchmal bis zu einer Verteidigungshaltung hin." Der andere sei der Gro√üe Verwirrer der Sinne. Das interkulturelle Zusammentreffen sei immer eine kleine Nuklearexplosion im Universum des Sinnes. √úber Asien, von der T√ľrkei bis Japan, wird konstatiert, da√ü dort der Wissenschaftsansatz eher deskriptiv als interpretatitiv, pragmatischer als theoretisch sei. Die Studenten asiatischer Herkunft, haupts√§chlich Chinesen, m√ľ√üten sich in Frankreich bei ihrer Forschung auf theoretische und methodische Verst√§ndnisprobleme gefa√üt machen, an die sie trotz ihres Sinnes f√ľr gute Arbeit nicht immer gew√∂hnt seien, belehrt er sie.
http://www.barbier-rd.nom.fr/grema-asie.html

Professor Ren√© Barbier stellt dem Professor Michel Maffesoli, Universit√§t Paris 5, Sorbonne, Raum zur Verf√ľgung, wo dieser sich unter der √úberschrift "Mar√©chal nous voil√†!" √ľber Intoleranz und inquisitorisches Verhalten seiner universit√§ren und sonstigen Umwelt auslassen kann.
http://www.barbier-rd.nom.fr/journal/article.php3?id_article =30

Den Schlachtruf "Marschall, wir sind bereit!" gibt es als Chanson aus dem Jahre 1941. Am schönsten sang es der Baske André Dassary. Der 85-jährige französische Staatschef und Nazi-Kollaborateur Marschall Philippe Pétain, der am 17. Juni 1940 einen Waffenstillstand mit Deutschland abgeschlossen hatte, wird in dem Chanson als der Retter verherrlicht, der Frankreich die Hoffnung wiedergegeben habe.
http://www.paroles.net/texte/18051

Der Grund des Rundumschlags dieses Professors Michel Maffesoli war, da√ü er der Astrologin Elisabeth Teissier unter dubiosen Umst√§nden einen Pr√§dikatsdoktortitel f√ľr deren Dissertation genannte Erhebung der Astrologie zur Wissenschaft zuerkannt hatte und daf√ľr heftigst kritisiert worden war. Dazu exemplarisch: Le Monde "La th√®se d¬īElizabeth Teissier ravive la fracture au sein de la sociologie" , 4.5.2001
http://www.lemonde.fr/

Der Appell wurde, ebenfalls mit verballhorntem "Marmoud", auch von einer Web Site "√Ä la D√©couverte de Chavignol", Zur Entdeckung des Chavignol verbreitet. Wer bislang gemeint hat, bei Chavignol handle es sich um K√§se, der sei beruhigt: es ist K√§se. Dort wird beispielsweise einer der Kandidaten zur Nationalversammlung 2002 verlinkt, der Schauspieler, Kom√∂diant, Fu√üballer und laut eigener Aussage fr√ľhere de Gaulle-W√§hler Bernard Menez. Er hat leider nicht mitgeteilt, ob er den ehemaligen Pr√§sidenten General Charles de Gaulle oder dessen gleichnamigen Enkel, Europaabgeordneten des Front National, meint. Im 15. Arrondissement von Paris wollte er, der unabh√§ngige Kandidat, √Čduard Balladur aushebeln. Seine populistischen Thesen zur Erneuerung der Gesellschaft lauten:

Man mu√ü die ermutigen, die arbeiten und die Leute einstellen - 20 Prozent Abgaben f√ľr Unternehmer und 10 Prozent f√ľr Angestellte, das gen√ľgt, um die Kosten f√ľr Gesundheit, Arbeitslosenunterst√ľtzung und Rente zu decken: Erleichterung der Einstellungen durch Verringerung der Sozialabgaben und Gew√§hrleistung der Sicherheit und der Rechtsprechung f√ľr alle durch F√∂rderung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz. In dieser auch vom Front National vertretenen Richtung will er zuk√ľnftig ungebrochen weitermachen. Dazu hat er eine Gesellschaft gegr√ľndet, "D√©mocrats Ind√©pendants Voulant Ensemble le Renouveau de la Soci√©t√© (D.I.V.E.R.S)", Unabh√§ngige Demokraten, gemeinsam die Erneuerung der Gesellschaft wollend, die sich im Wahlkampf 2004 an den Regional- und Europawahlen beteiligen soll.
http://www.bernardmenez.org/index2.html

Die Initiatoren der Antwort auf den palästinensischen Aufruf

Nun aber zur√ľck zum Appell. Wer hat die Antwort auf den Appell initiiert und war Erstunterzeichner?

  • Philippe Tancelin, Pr√§sident des CICEP, Dichter, Doktor der Philosophie und Professor f√ľr √Ąsthetik an der Universit√§t Paris 8, St Denis; an ihn sollten die Unterst√ľtzerunterschriften gerichtet werden. tancelin9@aol.com
  • Jean-Pierre Faye, Vizepr√§sident, Dichter, Philosoph und Direktor der Europ√§ischen Universit√§t f√ľr Forschung;
  • Genevi√®ve Clancy, Generalsekret√§rin, Dichterin, Doktorin und Professorin der Philosophie an der Universit√§t Paris 1, Sorbonne, und an der Universit√§t Paris 8, St Denis;
  • St√©phanette "Fanette" Vendeville, alias Vander, Schauspielerin und Lehrbeauftragte f√ľr √Ąsthetik des Theaters an der Universit√§t Paris 8, mit sechs weiteren Lehrbeauftragten, K√ľnstlern und Philosophen st√§ndige Mitarbeiterin des CICEP
  • Maria Poumier, Lehrbeauftragte f√ľr Spanisch an der Universit√§t Paris 8, St Denis

Philippe Tancelin, Jean-Pierre Faye Genevi√®ve Clancy und Stephanette Vendeville sind die Gr√ľnder des CICEP, des Centre International de Cr√©ations d¬īEspaces Po√©tiques et de Recherches der Universit√§t Paris 8, St. Denis.

Jean-Pierre Faye, Jahrgang 1925, ist eine angesehene Persönlichkeit des französischen Geisteslebens. In den 60er Jahren entwickelte er sich zu einer der Hauptfiguren der literarischen Avantgarde. Faye ist ein Sprachtheoretiker, der sich verdient gemacht hat um die Entlarvung Martin Heideggers als das, was er war, ein Nationalsozialist und Opportunist. Faye rechnete mit den französischen Heideggerianern der Nachkriegszeit, vor allem mit Jacques Derrida und seiner in die USA exportierten Philosophie ab und legte eine umfassende Kritik des gesamten Projekts "la pensée française", des französischen Denkens, vor.

Siehe dazu: Die Nazis und die Dekonstruktion - Jean-Pierre Fayes Abriß von Derrida, von Loren Goldner, 1993 - Trend Onlinezeitung 09/02
http://www.trend.infopartisan.net/trd0902/t430902.html

Lesenswert ist auch sein Essay √ľber Martin Heidegger und seinen Widersacher, den Philosophen und SS-Obersturmbannf√ľhrer Ernst Krieck sowie die Folgen f√ľr die franz√∂sische Philosophie der Nachkriegszeit "H. et h. ou la m√©taphysique du boulanger", Revue Chim√®res no 8, √©t√© 1990
http://www.revue-chimeres.org/pdf/08chi07.pdf

Was Jean-Pierre Faye in diese dubiose Gesellschaft getrieben hat, ist mir unverständlich.

Stephanette Vendeville ist als Lehrbeauftragte der Universit√§t Paris 8, St Denis, gew√§hltes Mitglied der Sektion 18, "K√ľnste", des Conseil national des universit√©s, des Nationalrates der Universit√§ten Frankreichs.

Genevi√®ve Clancy ist bei L¬īHarmattan eine der vier Direktoren des Projektes "Po√®tes des Cinq Continents". Dieses Projekt macht es sich zur l√∂blichen Aufgabe, junge vielversprechende Autoren aus aller Welt zu f√∂rdern. An den Abenden nimmt auch Maria Poumier regelm√§√üig teil, denn sie hat eine Schw√§che f√ľr Gedichte.

Die zwei franz√∂sischen Dichter des oben erw√§hnten "printemps des po√®tes 2002" der Eingangsseite des Verlages L¬īHarmattan sind Genevi√®ve Clancy und Philippe Tancelin. Sie treten meist im Doppelpack auf und beweihr√§uchern sich gegenseitig, einer schreibt das √ľberspannte, outrierte Vorwort zum Werke des andern. Etwa so klingen zum Werk von Genevi√®ve Clancy "L¬īEsth√©tique du Devenir", Die √Ąsthetik des Werdens (bzw. der Entwicklung), die poetischen Worte des Philippe Tancelin:

" C¬īest de la solitude travaill√©e de l¬īobscur et pour en √©clairer sa profondeur que le po√®te nous accueille ici suivant trois partitions au long desquelles s¬īentendent les soubresauts intimes des cimes d¬īexp√©riences humaines et leur nu foudroy√© "

Es handelt sich hier um gediegene verbale Feinheiten, um Filigranwerk, das eine armselige Sterbliche wie ich nicht verstehen kann.

Verbreitung von Schriften der Holocaust-Leugner, Judenhasser und Israelfeinde durch den Verlag L¬īHarmattan

Leider geht es im Verlag L¬īHarmattan und in der Universit√§t Paris 8, St Denis, nicht nur so filigran und esoterisch zu, sondern diese und weitere Personen, die sich dort um die √Ąsthetik des Seins und Werdens, um Schauspiel, Musik, Tanz und √§hnliche hehren Ausdrucksformen der menschlichen Seele scharen, gehen noch anderen Aufgaben nach: der Verbreitung von Schriften der Holocaust-Leugner, Judenhasser und Israelfeinde. Dies tun sie nicht erst seit April 2002, sondern seit zwanzig Jahren. Da n√§mlich wurde ein Werk von Bernard Granotier: "Israel. Cause de la Troisi√®me Guerre mondiale?", Israel, Grund f√ľr den Dritten Weltkrieg? von L¬īHarmattan publiziert. Bernard Granotier, Forscher beim staatseigenen Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und Doktor der Soziologie, Consultant bei der UNESCO, galt bis dahin als linksradikal. Er war 1968, in Nanterre, einflu√üreiches Mitglied der "Bewegung des 22. M√§rz" von Daniel Cohn-Bendit. Zu der Zeit meinte er in einem Pamphlet "Warum Soziologen?", die Intellektuellen w√§ren die "Wachhunde" der Macht. Aber schon in den 70er Jahren unterst√ľtzt er die extremsten pal√§stinensischen Gruppen und √ľbernimmt ihre antisemitischen israelfeindlichen Positionen. 1981 siedelt er sich in Johannesburg, im Apartheidstaat S√ľdafrika, an und verk√ľndet von dort, im M√§rz 1982, da√ü sich Maghrebiner, Afrikaner s√ľdlich der Sahara und Menschen aus den Antillen schwer in Frankreich integrieren k√∂nnten, und er fragt: "Wollen wir ein brasilianisches Modell, eine Vermischung (m√©tissage) der Kulturen und Rassen, oder erkennen wir die Besonderheit unserer westlichen Kultur und Identit√§t an und wollen sie erhalten?"

In seinem Buch behauptet er, die Judenvernichtung der Nazis h√§tte erst die Gr√ľndung Israels erm√∂glicht, das heute die Welt beherrschen wolle und so die Voraussetzungen f√ľr einen Dritten Weltkrieg schaffe.√úber die Invasion des Libanon durch Israel schreibt er, Hitler habe es nicht gewagt, direkt in Warschau einzumarschieren, er habe mit Danzig begonnen, Begin jedoch sei gleich auf Beiruth vorgedrungen. Was die Nazis sich nicht getraut h√§tten, die Juden h√§tten es gemacht. Er schreibt √ľber die "Endl√∂sung des Pal√§stinaproblems", man k√∂nne zwar keine Gaskammern vorfinden, das w√§re zu offensichtlich, aber w√§hrend der "S√§uberung" des Libanon, im Juni 1982, habe man die Pal√§stinenser mit Kreide markiert, um sie von den Libanesen zu unterscheiden. Die Handlungen Israels seien Teil eines weltweiten Planes zur "Endl√∂sung des Pal√§stinaproblems".

Seine Ansichten wurden in franz√∂sischen Kreisen der Rechtsextremen begeistert aufgenommen. Der Verlag L¬īHarmattan publizierte das Buch nicht nur 1982, nachdem Bernard Granotier bereits die erw√§hnten Ansichten von Johannesburg aus vertreten hatte, sondern das Buch wurde noch Ende 2000 im Katalog des Verlages gef√ľhrt. Es wurde zu einem regelrechten Kultbuch f√ľr rotbraune Antizionisten.

http://www.amnistia.net - Suchbegriff Bernard Granotier

Im Juni 2000 ver√∂ffentlichte L¬īHarmattan ein Buch mit dem Titel "Le XXIe Si√®cle. Suicide plan√©taire ou r√©surrection?" Das 21. Jahrhundert. Planetarer Selbstmord oder Wiedergenesung? Das ist wirklich ein makabres Werk. Die Autoren werden nicht auf dem Titel erw√§hnt. Es sind sieben Autoren, vier tote ("d¬īoutre-tombe") und drei lebende: Yehudi Menuhin (1914-1999), zwei Beitr√§ge von Roger Garaudy (1913), zwei Beitr√§ge vom P√®re blanc Michel Lelong (1925), Raimundo Panikkar (1918-1998), Dom Helder Camara (1909-1999), Leonardo Boff (1938) und vom Rabbiner Elmer Berger (1908-1996).

  • Leonardo Boff, von der brasilianischen Befreiungstheologie kommend, befa√üt sich in den letzten Jahren mit einer "neuen Spiritualit√§t". Er lehrt, da√ü der Mensch die spirituelle Dimension als objektive Dimension des Kosmos entdecken werde.
  • Raimundo Panikkar, Sohn einer spanisch-katalanischen Mutter und eines indischen Vaters, war ein Experte im Dialog zwischen der christlichen und den asiatischen Religionen.
  • Der 1999 verstorbene Yehudi Menuhin ist in das Buch mit einer Rede vor dem Londoner Oberhaus zum Thema "Verteidigung des Heiligen" aufgenommen.
  • Der Rabbi Elmer Berger war Autor einer Reihe antizionistischer Werke, u.a. The Jewish Dilemma, A Partisan History of Judaism, Judaism or Jewish Nationalism, Who Knows Better Must Say So, Letters and Non-Letters, Memoirs of an Anti-Zionist (Erinnerungen eines Anti-Zionisten).

Rabbi Elmer Berger wird von der Journalistin Grace Halsell, der ehemaligen Redenschreiberin des US-Pr√§sidenten Lyndon B. Johnson, 1996 f√ľr den bekannt anti-israelisch eingestellten "Washington Report on Middle East Affairs (WRMEA)" als vehementer Zionistenfeind angemessen gew√ľrdigt: A Spokesman For Justice: A Tribute to Rabbi Elmer Berger, October 1996.
http://www.washington-report.org/backissues/1096/9610012.htm

Nun dienen die Juden Yehudi Menuhin und Elmer Berger in dem von L¬īHarmattan herausgegebenen Werk als Umrahmung f√ľr den Holocaust-Leugner und Judenhasser Roger Garaudy. Er wurde im Dezember 1998 wegen Leugnung der Verbrechen gegen die Menschheit und wegen Rassenha√ü verurteilt. Unmittelbar danach (!) hat der Verlag sein Buch "L¬īIslam en Occident" herausgegeben.

Der Proze√ü gegen Roger Garaudy, dessen Verurteilung am 12. September 2000 vom Berufungsgericht best√§tigt wurde, fand in franz√∂sischen und in internationalen Medien gro√üen Widerhall. Der Proze√ü diente zahlreichen arabischen Politikern dazu, j√ľdische und US-Machenschaften hinter seinem Ergebnis, der Verurteilung des Roger Garaudy zu behaupten. Er hatte beispielsweise auch Auswirkungen auf die syrische Politik gegen√ľber Israel. W√§hrend bis dahin die Propaganda lautete, da√ü Israel den an den Juden von Deutschen ver√ľbten Holocaust jetzt gegen die Araber anwendete, hei√üt es schon ab 1998, da√ü es den Holocaust gar nicht gegeben habe, sondern da√ü Israel ihn erfunden habe. Es gibt weltweit wohl keine antisemitische Web Site, auf der Roger Garaudy nicht propagandistisch ausgeschlachtet wird.

Das alles kann dem Verlag L¬īHarmattan, seinem Direktor Denis Pryen und dessen Mitarbeitern sowie den 150 ehrenamtlich t√§tigen Betreuern der Ver√∂ffentlichungen aus f√ľnf Kontinenten nicht verborgen geblieben sein.

Dennoch kam am 25. November 1999 das Manuskript "XXI. Jahrhundert" aus dem Privathaus von Roger Garaudy direkt auf den Verlagsschreibtisch der oben ausf√ľhrlich erw√§hnten Genevi√®ve Clancy. Sie las es noch am selben Tag, befand es f√ľr dringend ver√∂ffentlichungsw√ľrdig, und es wurde sofort unter Aufsicht einer der regul√§ren Mitarbeiterinnen von Roger Garaudy, der Lehrbeauftragten f√ľr Spanisch an der Universit√§t Paris 8, St Denis, Maria Poumier zur Ver√∂ffentlichung vorbereitet.

Wir haben Maria Poumier schon als Mitinitiatorin und Erstunterzeichnerin der Antwort auf den Aufruf der pal√§stinensischen Intellektuellen und als Freundin von Gedichten der Abende "Po√®tes des Cinq Continents" der Genevi√®ve Clancy kennengelernt. Nun lernen wir sie in der prosaischen Rolle der Unterst√ľtzerin des Negationisten Roger Garaudy kennen, den sie schon anl√§√ülich der im Januar 1996 erfolgten Ver√∂ffentlichung seines Buches "Les Mythes fondateurs de la politique isra√©lienne", Die Gr√ľndungsmythen der israelischen Politik, in ihre Vorlesung eingeladen hatte. Dieses Buch wurde nicht von L¬īHarmattan verlegt, sondern 1995 erstmalig durch "La Vieille Taupe", den Alten Maulwurf, und dann, im Januar 1996, von dem rechtsextremen Verlag Samiszdat, weil sich der seit 15 Jahren f√ľr den Maulwurf t√§tige Drucker weigerte, f√ľr den W√ľhler weiter zu drucken.

Das 1978 gegr√ľndete in Newport Beach, Kalifornien/USA ans√§ssige antisemitische Institute for Historical Review, in dessen Journal beispielsweise eine Ingrid Weckert schreibt, da√ü letztendlich den Deutschen mit der "Reichskristallnacht", dem Pogrom gegen die Juden, 9./10. November 1938, der gr√∂√üte Schaden zugef√ľgt worden sei. Die Juden h√§tten zwar zuerst etwas gelitten, dann aber, wichtiger, sei die Politik der Reichsf√ľhrung dadurch in ein schlechtes Licht geraten (Referat pr√§sentiert auf der Sechsten Revisionistenkonferenz), dieses Institut ver√∂ffentlicht das Vorwort von Mohamed Hasanein Heikal zur arabischen Ausgabe von Roger Garaudys "Gr√ľndungsmythen der israelischen Politik". Die wichtigsten Mythen seien demnach:

  • das "Gelobte Land" f√ľr Juden in Pal√§stina
  • die Juden als Gottes auserw√§hltes Volk
  • ein "Land ohne Volk f√ľr ein Volk ohne Land"
  • der Nazi-Holocaust
  • der j√ľdische Glaube und politischer Zionismus, und die Unterscheidung zwischen beiden

http://www.ihr.org/jhr/v19/v19n6p30_Heikal.html

Siehe zu dem Buch von Roger Garaudy auch "Die Literatur der Auschwitzleugner - Roger Garaudy". Holocaust-Referenz. Argumente gegen Auschwitzleugner.
http://www.h-ref.de/literatur/g/garaudy-roger/gruendungsmyth en.php

Maria Poumier gibt gemeinsam mit Ma√ģtre Isabelle Coutant-Peyre, Mitarbeiterin des ber√ľhmt-ber√ľchtigten Ma√ģtre Jacques Verg√®s, Verteidiger des Terroristen Carlos und von Roger Garaudy, die Revue "√Ä Contre-Nuit" des Roger Garaudy heraus.

Der zweite lebende Autor des Buches, der "Wei√üe Vater" Michel Lelong, unterst√ľtzt ebenfalls den Negationisten Roger Garaudy. Der Verlag L¬īHarmattan merkt an, da√ü Michel Lelong ein Buch "La v√©rit√© rend libre", die Wahrheit macht frei (Anspielung auf "Arbeit macht frei?"), beim Verlag Fran√ßois-Xavier de Guibert ver√∂ffentlicht habe. Jedermann und jedefrau bei L¬īHarmattan wei√ü, da√ü es sich bei Fran√ßois-Xavier de Guibert um einen rechtsradikalen Verlag handelt. Es kann also nur so sein, da√ü Genevi√®ve Clancy mit dieser Interpretation der Geschichte durch Michel Lelong einverstanden ist, und Maria Poumier sowieso. Der "Fran√ßais d¬īabord, La Lettre de Jean-Marie Le Pen", Der Franzose zuerst, Informationsblatt des Jean-Marie Le Pen, w√ľrdigte das Buch ausf√ľhrlich als interessante Ver√∂ffentlichung, die ohne jedes Ressentiment gegen den Front National sei.

Bei Fran√ßois-Xavier de Guibert wurde im Jahre 2000 unter dem Titel "La V√©rit√© n¬īinteressait personne", Die Wahrheit interessierte niemanden, die Unterhaltung zwischen dem Verbrecher gegen die Menschheit Maurice Papon und einem Professor Michel Berg√®s √ľber den "Proze√ü gegen die Erinnerung" ver√∂ffentlicht. Dr. Robert Faurisson rezensiert dieses Buch ausf√ľhrlich auf der aus den USA agierenden Z√ľndelseite des Negationisten Ernst Z√ľndel.
http://www.zundelsite.org/faurisson/french/proces_papon.html

Dr. Robert Faurisson seinerseits ist ein Negationist der ersten Stunde. Er war schon zu Zeiten der Okkupation pro-deutsch und war gegen den N√ľrnberger Proze√ü. Er war ein Anh√§nger des wirklichen Vaters des Negationismus ("le vrai p√®re du n√©gationnisme") Maurice Bard√®che, Schwager des ber√ľchtigten Robert Brasillach der Zeitschrift "Je suis partout". Schon in den 60er Jahren war Robert Faurisson Negationist und stand mit dem Negationisten-Guru Paul Rassinier in Verbindung. So schlie√üen sich die Kreise.

Siehe dazu auch die Web Site "Pratique de l¬īhistoire et d√©voiements n√©gationnistes". http://www.phdn.org/negation/definition.html
Am 13. Juni 2000 wurde "Le XXIe Si√®cle. Suicide plan√©taire ou r√©surrection?" in Anwesenheit der lebenden Autoren und eines Gro√üteils der Pariser Negationistengemeinde in den R√§umen des Verlages L¬īHarmattan der √Ėffentlichkeit vorgestellt. Maria Poumier verkaufte derweil die Revue "√Ä Contre-Nuit". Ein Team des iranischen Fernsehens filmte die Vorbereitungen der Veranstaltung, und die Nachrichtensendung des iranischen Fernsehens kommentierte in Anspielung auf Ast√©rix, den Gallier: "Au coeur de Paris, une enclave gauloise r√©siste √† l¬īinvasion sioniste". Im Herzen von Paris widersteht eine kleine gallische Enklave der zionistischen Invasion.

Siehe dazu Didier Daeninckx: Sciences inhumaines √† l¬īHarmattan.
http://www.amnistia.net/news/enquetes/harmatt/harmatt.htm

Im April 2002 initiierten Philippe Tancelin, Jean-Pierre Faye, Geneviève Clancy, Stephanette Vendeville und Maria Poumier die Antwort auf den Aufruf der palästinensischen Intellektuellen. Hunderte von Unterzeichnern störte es nicht, wer diese Iniitiatoren sind. Von einigen Unterzeichnern und von denen, die den Aufruf verbreitet haben, kann man sicherlich annehmen, daß sie eben, weil sie wußten, wer die Initiatoren sind, den Aufruf verbreitet und unterschrieben haben.

Niemanden im Verlag L¬īHarmattan st√∂rten die rechtsextremen Aktivit√§ten, sondern im Gegenteil, der Verlagsgr√ľnder und Direktor Denis Pryen kam den von Didier Daeninckx und www.amnistia.net angegriffenen Negationisten mit anwaltlicher Unterst√ľtzung und fadenscheinigen Argumenten zu Hilfe. Es wurde ein weiteres Buch in den Katalog 2000 aufgenommen, "Postcommunisme fin de si√®cle, essai sur l¬īEurope du XXIe si√®cle", Postkommunismus am Ende des Jahrhunderts. Ein Essai √ľber das Europa des 21. Jahrhunderts, von Claude Karnoouh, dem Mitarbeiter des staatlichen Forschungsinstituts CNRS. Er war schon Anfang der 80er Jahre unter den ersten, die den Negationisten Robert Faurisson, ebenfalls Mitarbeiter des CNRS, verteidigten, der am 17. Dezember 1980 in einem Interview mit Europe 1 erkl√§rte: "Die Judenvernichtung ist eine L√ľge. Die Gaskammern sind ein politisch-finanzieller Betrug". In der Gerichtsverhandlung gegen Robert Faurisson, erkl√§rte Claude Karnoouh, am 25. Juni 1981, als Zeuge des Angeklagten: "Ich glaube wirklich, da√ü die Gaskammern nicht existiert haben; eine gewisse Anzahl von offiziellen Wahrheiten der Geschichte endeten, in dem sie revidiert wurden. Ich kenne nur totalit√§re Staaten, wo man sagt, da√ü eine historische Wahrheit ewig ist."

Im selben Jahr ver√∂ffentlichte Claude Karnoouh in Zusammenarbeit mit dem Anwalt der Rechtsradikalen und Negationisten sowie Kandidaten des Front National zur Nationalversammlung Eric Delcroix beim linksradikalen antisemitischen Verlag "La Vieille Taupe" ein Buch "Intol√©rable Intol√©rance". Er schreibt f√ľr die Zeitschrift der Nouvelle-Droite des Alain de Benoist "Krisis", und gab der neo-faschistischen Zeitschrift "√Čl√©ments" im Oktober 1995 ein Interview.

Robert Faurisson bedankt sich in der Nr. 7 der "Annales d¬īhistoire r√©visionniste", Annalen der revisionistischen Geschichte, ausdr√ľcklich bei seinen drei Kollegen und Mitarbeitern des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) Serge Thion, Gabor Tamas Rittersporn und Claude Karnoouh f√ľr ihre Unterst√ľtzung, ohne die er, wie er selbst sagte, zermahlen ("√©cras√©") worden w√§re.

Das alles hat den Verlag L¬īHarmattan nicht gehindert, Claude Karnoouh zu ver√∂ffentlichen. Wann gibt es eine Sammlung der "Vieille Taupe" bei L¬īHarmattan? fragt Amnistia.net denn auch zynisch.
http://www.amnistia.net/news/enquetes/harmkarn/harmkarn.htm

Wir sind gespannt, ob wir demnächst auch Überetzungen uns persönlich bekannter deutscher moderater oder radikaler, linker und/oder rechter Autoren im Verlagsprogramm finden. Ist doch heutzutage manchem jede Publikationsmöglichkeit recht, und mit links und rechts nimmt man es sowieso nicht mehr so genau. Die Parole heißt nicht mehr "Rotfront!", sondern "Querfront!"

6. November 2002



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