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Saudi-Arabien, die "palästinensische Sache" und die Arab Bank

Prinz Turki Al-Faisal bin Abdul-Aziz

Am Mittwoch, den 3. November 2004, Yasser Arafat ist am Wochenende vorher im Milit√§rkrankenhaus Percy angekommen, h√§lt der saudische Botschafter in London Prinz Turki Al-Faisal bin Abdul-Aziz im britischen Parlament eine Ansprache in einem vom Council for Arab-British Understanding (CAABU) organisierten Seminar "Support for Al-Quds", Unters√ľtzung f√ľr Jerusalem, wie die Saudi Press Agency berichtet. Das Seminar hei√üt genauer: "The Plight of Jerusalem: A Dying City", Der Verfall von Jerusalem: Eine sterbende Stadt.

Prinz Turki Al-Faisal streicht die konstruktive Rolle heraus, die das saudische K√∂nigreich dabei gespielt habe, die pal√§stinensische Sache zu verteidigen, was man von den Regierungen Gro√übritanniens und der USA nicht sagen k√∂nne. Er ersucht diese Regierungen, eine "gerechte L√∂sung f√ľr die pal√§stinensische Sache zu finden". Er benennt "die israelischen Verbrechen in Al-Quds und anderen pal√§stinensischen Gebieten", und er meint, der Sperrzaun, die "israelische Sicherheitsmauer", sei vor allem dazu da, eine wirkliche Grenze zwischen Israel und dem zuk√ľnftigen Staat zu ziehen. Diese Bemerkung ist insofern interessant, als sie die Absichten der arabischen Staaten und vor allem Saudi-Arabiens widerspiegelt, den zuk√ľnftigen Staat nur als Zwischenstufe im Sinne des "Phased Plan" des Pal√§stinensischen Nationalrates, vom 9. Juni 1974, anzusehen. "A border in reality between Israel and a future Palestinian state" st√∂rt da nur.

Zur Erinnerung: Prinz Turki Al-Faisal bin Abdul-Aziz ist ein Sohn des 1975 ermordeten K√∂nigs Faisal. Er ist Mitglied der Gruppe des Kronprinzen Abdullah bin Abdul Aziz, einem Halbbruder des K√∂nig Fahd und de facto Regenten des Landes. Diese Gruppe bildet ein Gegengewicht zum al-Sudairi Clan. Sie hat beste Beziehungen zu den islamistischen salafidischen Religionsf√ľhrern, die gerade jetzt von sich reden machen, da 26 von ihnen einen "offenen Brief an das irakische Volk" unterzeichnen, in dem jede Zusammenarbeit von Irakern mit dem US-Milit√§r untersagt und die Terroranschl√§ge irakischer Gruppen als legitimer Widerstand begr√ľ√üt werden.

Abdullahs Koalition kontrolliert die Nationalgarde und die saudische Armee. Prinz Turki Al-Faisal bin Abdul Aziz, wird am 31. August 2001, also kurz vor dem 11. September 2001, auf Wunsch des K√∂nigs Fahd seiner Sympathien f√ľr Osama bin Laden wegen von seinem Posten als Geheimdienstchef entbunden und durch Prinz Nawwaf bin Abdul Aziz, einen Halbbruder aus Kronprinz Abdullahs Koalition, ersetzt, berichtet das Wall Street Journal, vom 22. Oktober 2001. Jetzt ist er Botschafter in London, von wo aus er mit interessierten britischen Kreisen gemeinsam anti-israelische Lobbyarbeit betreibt.

Der Council for Arab-British Understanding, die Palestine Solidarity Campaign, Uri Avnery und der islamistische Terror

Das britische Parlament ist der rechte Ort f√ľr die Reden des Prinzen Turki al-Faisal. Dort betreibt der CAABU systematisch Lobbyarbeit f√ľr die pal√§stinensische Sache und zur Zerst√∂rung Israels. Am 24. November 2004 veranstaltet CAABU im Raum W4 des House of Commons, des britischen Unterhauses, einen "CAABU and PSC Lobby Day on Palestine", wobei PSC "Palestine Solidarity Campaign" bedeutet. Das Logo der PSC zeigt ganz Pal√§stina, Israel gibt´s da schon nicht mehr. CAABU fordert zur Teilnahme am Lobby Day auf:

"Handeln Sie jetzt! Dies ist eine der wichtigsten Gelegenheiten, sich direkt mit ihrem Abgeordneten zu treffen und Ihre konstruktiven Ansichten vorzubringen, wie die britische Regierung helfen kann, das Leiden des palästinensischen Volkes zu lindern und sowohl den Israelis als auch den Palästinensern einen dauerhaften Frieden zu bringen."

Ein Mitorganisator, der Israel bereits im Logo beseitigt hat, ist der passende Partner f√ľr solcher Art Ewigen Frieden: "Wo immer er (Yasser Arafat) beerdigt werden mag, wenn er stirbt, der Tag wird kommen, da seine sterblichen √úberreste von einer freien pal√§stinensischen Regierung in die heiligen Schreine von Jerusalem √ľberf√ľhrt werden", schreibt die PSC. Sie √ľbernimmt damit einen Artikel des Israelfeindes Uri Avnery, in dem er die pal√§stinensischen Terrororganisationen des Abu Nidal und des Yasser Arafat und seiner "drei gro√üen Revolutionen" verherrlicht und an den Mythos des "elektrisierenden Sieges" der reichlich mit K√§mpfern und mit arabischem Geld versehenen Fatah gegen die israelische Armee in der Schlacht von Karameh/Jordanien, vom 21. M√§rz 1968, erinnert. Der "Sieg" bedeutet, dass die israelische Armee gro√üe M√ľhe hat, die K√§mpfer in Karameh zu besiegen, 120 Fatah-K√§mpfer und 28 Israelis werden get√∂tet und die Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Uri Avnery sehnt wie diese Terroristen ein "freies Pal√§stina" herbei, ein Pal√§stina, das den Staat Israel beseitigt hat und sich w√ľrdig einf√ľgt in den Kreis der diktatorisch regierten arabischen Staaten.

Zur gleichen Zeit beweint in √Ągypten der Kommentator Ibrahim Nafie in der regierungseigenen Wochenzeitung Al-Ahram: "... jede Art von Anerkennung f√ľr Saudi-Arabien und seine F√∂rderung einer umfassenden Friedensinitiative l√∂sten sich in Folge des 11. September und der Enth√ľllung der nationalen Herkunft der T√§ter auf." Er beklagt die Zerr√ľttung der Beziehungen zwischen den arabischen Staaten und den USA und der EU. Als Grund sieht er nicht etwa das Treiben der Islamisten, die Unterst√ľtzung und Finanzierung des islamistischen Terrors durch die korrupten arabischen Staaten, sondern sie sei den weit verbreiteten Beschimpfungen durch die zionistischen Organisationen gegen die arabischen Staaten geschuldet. In den USA und in Frankreich verabschiedete Gesetze gegen den Antisemitismus verdeutlichten dies am besten:

"W√§hrend die Zionisten kraftvoll und geeint vorgingen, um diese Gesetzgebung zu f√∂rdern, machten die Araber keinen wirksamen Versuch, ihre Ansichten √ľber die sch√§dliche Natur dieser Gesetze zu zeigen."

Es ist wie immer, die Araber sind Opfer, sie haben f√ľr nichts Verantwortung. Nun nimmt man ihnen sogar das Recht, die √ľberm√§chtigen Juden zu beschimpfen und zu verletzen. Die √∂ffentliche und geheime Unterst√ľtzung des islamistischen Terrors durch Petromonarchien sind ein Beitrag zum dauerhaften Frieden.

The Arab Bank

Hier ist eine der vielen Geldquellen zur Unterst√ľtzung des islamistischen Terrors: die Arab Bank, mit Hauptsitz in Amman, Jordanien. Gr√ľnder der Bank in Pal√§stina, im Juli 1930, ist Abdul Hamid Shoman. Er wandert 1911 in die USA aus, wo er im Handel zu Reichtum kommt und 1929 in die Heimat zur√ľckkehrt. Er ist ein enger Freund des Gro√ümuftis Hadj Amin al-Husseini. Die Engl√§nder verhaften ihn w√§hrend der Aufst√§nde von 1936 bis 1939 zweimal. Ahmad Hilmi Abdul Baqi, der Vater von Abdul Hamid Shoman wird 1922 Finanzminister des Emirs von Transjordanien Abdullah. Er k√§mpft gegen die Israelis, verteidigt 1948 Jerusalem und wird anschlie√üend Premierminister in Gaza. Ihm und seinem Sohn Abdul Hamid Shoman wird auf Anordnung des K√∂nigs Hussein von Jordanien die Ehre zuteil, im Al-Haram Al-Sharif begraben zu werden, dem Ort, an dem Yasser Arafat auch gern begraben sein w√ľrde.

Die von der Familie Shoman (Anteil 40 Prozent) kontrollierte Arab Bank ist heute eine der gr√∂√üten Banken der arabischen Welt. Sie betreibt 190 Zweigstellen in 28 L√§ndern, davon 15 in den pal√§stinensichen Gebieten. Sie ist die bevorzugte Bank der pal√§stinensischen Terrororganisationen, vor allem der Hamas und des Pal√§stinensisch-islamischen Jihad (PIJ), deren Leiter von Syrien aus den Transfer von j√§hrlich mehreren Millionen aus dem Ausland erhaltener Dollar in die pal√§stinensischen Gebiete veranlassen. Die Arab Bank f√ľhrt wie jede ordentliche Finanzinstitution genauestens Buch √ľber ein- und ausgehende Gelder.

Die israelische Armee findet w√§hrend der Operation "Defensive Shield", vom April 2002, in den B√ľros der Palestinian General Intelligence, in Yasser Arafats Hauptquartier in Ramallah, der Mukata, Unterlagen, aus denen die bedeutende Rolle der Bank f√ľr das Funktionieren der Terrororganisationen hervorgeht. Namen und Nummern der Bankkonten von Mitgliedern des PIJ in verschiedenen Distrikten der West Bank sind aufgelistet.

Das israelische Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S.) stellt auf seiner Site in Appendix A bis F seines Special Information Bulletin, vom Juli 2004, Fotokopien von umfangreichem Material √ľber die Transaktionen der Arab Bank vor.

Am 25. Februar 2004 beschlagnahmen israelische Sicherheitskr√§fte in den Pal√§stinensischen Autonomiegebieten Konten der Arab Bank. Aus denen ist ersichtlich, dass Gelder zur Finanzierung milit√§rischer Aktionen und ziviler Infrastruktur durch die Bank gehen, dass Gelder zum Unterhalt der Terrororganisationen, zur Finanzierung einzelner Terroraktionen, f√ľr die "Wohlfahrtseinrichtungen" der Hamas und des PIJ, f√ľr die hinterbliebenen Familien der Suizidbomber, f√ľr verwundete oder gefangene oder von der israelischen Polizei gesuchte Terroristen durch die Arab Bank ausgezahlt werden. Die Fatah des Yasser Arafat erh√§lt seit der israelischen Milit√§raktion "Defensive Shield" j√§hrlich sich erh√∂hende Betr√§ge aus dem Iran. Das Geld geht √ľber Konten der Arab Bank im Libanon direkt auf die Konten hoher Fatah-Funktion√§re, ebenfalls bei der Arab Bank. Der Libanon mit seinem ausgezeichnet entwickelten Bankensystem ist der gr√∂√üte Umschlagplatz der Gelder f√ľr die pal√§stinensischen Terrororganiationen, vor allem f√ľr diejenigen, die in Damaskus stationiert sind. Die Splittergruppe PFLP-General Command des in der britischen Royal Military Academy ausgebildeten ehemaligen Offiziers der syrischen Armee Ahmad Jibril und andere Teile der PFLP nutzen die Arab Bank, um Gelder von au√üerhalb der pal√§stinensischen Gebiete zu transferieren.

Dem Direktorium und den Funktion√§ren der Pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde des Yasser Arafat und dem Direktorium der Arab Bank entgehen die Aktivit√§ten nicht. Die √úberweisungen werden gr√∂√ütenteils unter Klarnamen get√§tigt. Die Hamas veranstaltet unter Angabe von Arab Bank Kontonummern f√ľr ihre Arbeit Sammlungen im Internet. Konten von "Wohlfahrtseinrichtungen" der Terrororganisationen werden sporadisch, beispielsweise im Dezember 2001 und im August 2003, von der Pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde gesperrt, was allein schon deren Kenntnis belegt.

Im Mai 1997 erkl√§rt Israel vier Stiftungen f√ľr illegal: die Holy Land Foundation (HLF), USA, den Interpal Fund, England, die Al-Aqsa-Stiftung, Deutschland, und das Committee for Palestinian Charity and Aid (CBSP). Dennoch werden finanzielle Transaktionen dieser Institutionen mit pal√§stinensischen Terrororganisationen in den autonomen Gebieten weiterhin √ľber die Arab Bank abgewickelt.

Unterst√ľtzung der saudischen Regierung f√ľr pal√§stinensische Terrororganisationen √ľber die Arab Bank

Seit vielen Jahrzehnten ist die Familie des saudischen K√∂nigshauses Hauptfinanzier der Israel bek√§mpfenden pal√§stinensischen Terrorgruppen. Neben kleineren werden zwei gro√üe Komitees dazu gegr√ľndet, das Popular Committee for Assisting Palestinian Mujahideen, dessen Leiter der Gouverneur von Riyadh Prinz Salman Ibn Abd Al-Aziz ist, und das Saudi Support Committee for the Al-Quds Intifada. Sie geben bis Juli 2003 mehr als 15 Milliarden Saudi Riyals (4 Milliarden US-Dollar) aus und sichern, wie berichtet wird, den Pal√§stinensern weitere eine Milliarde Dollar zu zur Fortf√ľhrung der Intifada, die von den Saudis auch als Jihad, als Glaubenskrieg und Widerstand bezeichnet wird.

Bei diesen Summen verwundert es nicht, dass Yasser Arafat f√ľr sich und die Seinen eine Milliarde Dollar abzweigen kann. Es besteht sogar die Frage, ob er nicht diese Betr√§ge von den Saudis f√ľr seine treuen Dienste erh√§lt. Wie man wei√ü, sind orientalische Herrscher zwar grausam aber gro√üz√ľgig. Am 22. Oktober 1999 lauschen sie in Riyadh einem Bericht des Yasser Arafat √ľber die letzten Entwicklungen des Friedensprozesses. Der Pal√§stinenserpr√§sident w√ľrdigt die Anstrengungen und Beitr√§ge des Prinzen Salman durch sein Popular Committee for Assisting Palestinian Mujahideen, besonders seine "Unterst√ľtzung der Familien der M√§rtyrer und Gefangenen in Israel".

Bei diesen √ľppigen Finanzstr√∂men kann man es dem Yasser Arafat und den von ihm beg√ľnstigten Freunden fast nicht √ľbelnehmen, dass sie im Juli 2000 die Friedensverhandlungen mit Ehud Barak platzen lassen, angeblich, weil der Verzicht aufs R√ľckkehrrecht aller Pal√§stinenser nicht akzeptiert werden kann. Vor allem k√∂nnte nicht hingenommen werden, dass der Millionen-Dollar-Segen aus Saudi-Arabien dann beendet ist. Der Kampf mu√ü also weitergehen.

Die Beziehungen der pal√§stinensischen Terrororganisationen zu Saudi-Arabien betreffend, ist der Appendix D des Special Information Bulletin des C.S.S., vom Juli 2004, von konkretem Interesse: "Der Transfer von saudischen Geldern √ľber die Arab Bank an von der Hamas betriebene ´Wohlfahrtsorganisationen´ in Tulkarm".

Im M√§rz 2002 werden auf einem Computer einer "Wohlfahrtseinrichtung" der Hamas in Tulkarm, Belege f√ľr Zahlungen des "Saudi Support Committee for the Al-Quds Intifada" an Familien der Suizidattent√§ter gefunden. Das saudische Komitee ist eine Ende des Jahres 2000, nach Beginn der zweiten Intifada, vom Innenminister Saudi-Arabiens Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz gegr√ľndete Organisation zur Hilfe f√ľr die Pal√§stinenser. Auch diese Organisation arbeitet also mit Wissen und unter der √Ągide der saudischen Regierung.

Das saudische Komitee transferiert √ľber die Tulkarm-Zweigstelle der Arab Bank das Geld an die Familien der Terroristen in der Region. In derselben Zweigstelle unterh√§lt bis M√§rz 2002 die "Wohlfahrtseinrichtung" der Hamas mehrere Konten, auf die islamische, auch radikal islamische Gesellschaften Spenden einzahlen.

Gefunden werden exakte Aufstellungen von Zahlungen an die Familien von 102 in den K√§mpfen der Zweiten Intifada, in den Jahren 2000 und 2001 get√∂teten Terroristen ("Shaheeds"), mit Namen, Alter, Todestag, Adresse, Art der Verwundung, Nutznie√üer der Zahlung, laufender Nummer der Zahlung und mit der Summe in Saudi Riyals, einem Betrag von insgesamt 544 000 Dollar, sowie der Bank, √ľber die den Angeh√∂rigen die Gelder auszuzahlen sind: die Arab Bank.

Namen bekannter Terroristen erscheinen in der Auflistung, einschießlich der bei den Suizidattentaten umgekommenen, samt dem Tatort, "Suizidattentat in Afula" beispielsweise. Der saudischen Regierung ist also wohlbekannt, wen sie finanziert.

Diese Bank ist neben der franz√∂sischen BNP auch die Hausbank der Ehefrau Yasser Arafats, Suha. Die franz√∂sische Staatsanwaltschaft er√∂ffnet auf Veranlassung der Bank de France eine Voruntersuchung, im Oktober 2003, √ľber gr√∂√üere √úberweisungen von insgesamt 11,4 Millionen Euro aus der Schweiz, zwischen Juli 2002 und Juli 2003, an Suha Arafat auf beide Konten. Nichts sei an dem Verdacht der Geldw√§sche oder anderer widerrechtlicher Herkunft, behauptet Suha, sondern hinter den Anschuldigungen stecke Ariel Sharon. Sein Einflu√ü soll also inzwischen bis hin zur franz√∂sischen Zentralbank und zur Staatsanwaltschaft Frankreichs reichen.

Im New York Federal Court reichen sechs US-Familien von Terroropfern im Juli 2004 eine Klage gegen die Arab Bank √ľber Entsch√§digung in H√∂he von 875 Millionen Dollar ein. Sie argumentieren, dass die Bank wissentlich Terrorbewegungen unterst√ľtze. Die vom C.S.S. vorgelegten Dokumente sind eindeutig. √Ąhnliche Klagen gegen die PA, die Hamas oder andere Organisationen bleiben bislang ergebnislos, weil die Beklagten sich hinter Immunit√§t zur√ľckziehen k√∂nnen. Sie erscheinen einfach nicht zur Verhandlung.

Die Kläger argumentieren, dass Riesensummen saudi-arabischen Geldes an die Zweigstelle der Arab Bank in der Madison Avenue, New York, gezahlt und in Dollar konvertiert worden seien. Von dort sei das Geld an 15 Zweigstellen der Arab Bank in der West Bank und in Gaza zur Entschädigung der Familien der Suizidattentäter und an palästinensische Gefangene transferiert worden.

Die Klageschrift beschreibt detailliert die vier Schritte, von der Gr√ľndung des Komitees durch Prinz Nayef Abd Al-Aziz, wie die Gelder transferiert und in New York "gewaschen" werden, die Verteilung in den Territorien sowie die finanzielle Ausstattung der Terroristen, und legt die T√§terschaft wichtiger saudischer Pers√∂nlichkeiten dar, einschlie√ülich einiger der m√§chtigsten und einflu√üreichsten Prinzen des saudischen K√∂nigshauses. Aus dem Finanzzentrum von New York wird, nach dem 11. September 2001, weiter der Terror finanziert. Das wollen die Angeh√∂rigen der Opfer nicht mehr dulden.

Erw√§hnt sei hier, dass Hoheiten aus diesen saudischen Kreisen zur Frankfurter Buchmesse 2004 geladen werden. Vom Beitrag Frankreichs zum Terror durch das Verhalten seiner Regierung gegen√ľber arabischen Terroristenf√ľhrern gar nicht zu reden: Kriegsverbrecher Gro√ümufti Hadj Amin al-Husseini, 1946, PFLP-Chef George Habash, Februar 1992, Hisbollah-Chef Sayyed Hasan Nasrallah, Oktober 2002, Fatah- und Al-Aqsa-Brigaden-Chef Yasser Arafat, Oktober 2004, alle sind herzlich willkommen. Der Gro√ümufti darf 1946 aus Frankreich entkommen, Georges Habash als freier Mann nach Tunis ausfliegen, Hasan Nasrallah wird in Beirut zum Francophonie-Gipfel gebeten, und Yasser Arafat darf in Frieden in Frankreich sterben. Wo Suha dann bleibt, wer wei√ü?

Der letzte Streich der franz√∂sischen Regierung ist die Zur√ľckweisung des Vorwurfs der Pariser Zweigstelle des Simon Wiesenthal Center durch den Innenminister Dominique de Villepin, die Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) sei eine antisemitische Organisation, die Gelder f√ľr die Hamas sammle und Ideen des radikalen Muslimbruders und Predigers Yusuf al-Qaradawi verbreite - wo doch der Holocaustleugner Roger Garaudy den als gem√§√üigten Imam einstuft, und bis jetzt schon von franz√∂sischen Gerichten 100 radikale Islamisten verh√∂rt und 17 von ihnen ausgewiesen werden, beispielsweise der Imam von V√©nissieux Abdelkader Bouziane, der dann aber rasch wieder zur√ľckkommt, weil er Frankreich liebt:

"Möchten Sie, dass Frankreich ein islamisches Land wird?

Ja, weil Menschen gl√ľcklicher sind n√§her bei Allah. Dar√ľber hinaus straft Allah Gesellschaften, die in S√ľnde versinken, mit Erdbeben und Krankheiten wie AIDS ... Und ich bin gl√ľcklich, wenn ich die Franzosen zum Islam konvertieren sehe, weil ich wei√ü, sie sind auf dem richtigen Wege.

Sie wolllen wirklich die Errichtung einer islamischen Republik in Frankreich sehen?

Ja, aber nicht nur in Frankreich. Ich hoffe, die ganze Welt wird islamisch."

Nun m√ľssen wir wieder warten, bis die Juden selbst die Beweise beibringen. Die Franzosen haben schon genug damit zu tun, ihre beiden islamfreundlichsten Journalisten Christian Chesnot, Radio France International, und Georges Malbrunot, Le Figaro, aus der wochenlangen Terrorhaft frei zu bekommen. Es gibt doch immer noch eine oder zwei islamistische Gruppen, bei denen Frankreich noch nicht so richtig beliebt ist. Der algerische Groupe islamique arm√© (GIA)? Wer noch k√§me in Frage? Im Irak sind sie alle vertreten.

Der franz√∂sische Au√üenminister Michel Barnier schreibt eigens einen Brief an Scheich Yusuf al-Qaradawi, um sich f√ľr dessen Hilfe zu bedanken. Die Au√üenpolitik Frankreichs wird gegenw√§rtig von Islamisten und deren Gruppen gestaltet, da ist f√ľr die Klagen des Simon Wiesenthal Centers keine Zeit. Wenn Michel Barnier w√ľ√üte, dass Yusuf al-Qaradawi sich haupts√§chlich einsetzt aus Rache an den USA, die drei Millionen Dollar eines seiner Konten bei der al-Taqwa Bank sperren, dann h√§tte er sich den Brief erspart. Als wenn es nicht reichte, sich mit der Beherbergung des Yasser Arafat und seiner uns√§glichen Frau Suha weltweit zu blamieren!

9. November 2004 - ergänzt um neue Links, am 18. November 2004

Quellen:

Prince Turki Al-Faisal Affirms Kingdom¬īs constructive role in defending Palestinian Cause. Saudi Press Agency, Friday, November 5, 2004
http://www.spa.gov.sa/newsprint.php?extend.215549

CAABU and the International Campaign for Jerusalem (ICJ) Meeting. The Plight of Jerusalem: A Dying City. CAABU Past Events
http://www.caabu.org/events/past_events.html

Saudi scholars: Support Iraqi fighters. Aljazeera.net, Saturday 06 November 2004, 21:17 Makka Time, 18:17 GMT
http://english.aljazeera.net/NR/exeres/DF6DD7BA-3B43-45A0-94 EA-6D7B0F1CCEEB.htm

CAABU and PSC Lobby Day on Palestine. Forthcoming Events
http://www.caabu.org/events/event_calendar.html

PSC Special Feature. A Man and his People, by Uri Avnery. PSC, 6 November 2004
http://www.palestinecampaign.org/features.asp?d=y&ID=415

A Man and his People, by Uri Avnery. Gush Shalom, 6 November 2004
http://www.gush-shalom.org/archives/article329.html

Palestine Solidarity Campaign
http://www.palestinecampaign.org/

1968: Karameh and the Palestinian revolt. news.telegraph, November 6, 2004
http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/ campaigns/middle_east/xmid68.xml

Looking ahead, by Ibrahim Nafie, Al-Ahram Weekly No. 715, 4-10 November 2004
http://weekly.ahram.org.eg/2004/715/op1.htm

Un parfum de corruption flotte autour d´Arafat, par Patrick Saint-Paul,
Le Figaro, samedi 14 février 2004
http://www.lefigaro.fr/international/20040212.FIG0047.html

Auszug in Isranews, 15 février 2004
http://www.isranews.com/fr040214.htm

Arafat´s wife says bank account probe ´baseless´. The Associated Press.
Updated: 1:06 p.m. ET Feb. 12, 2004
http://www.msnbc.msn.com/id/4240021/

Arab Bank (site under construction)
http://www.arabbank.com.jo/

Khalid Shoman. A life of dedication
http://www.khalid-shoman.org/lifestory2.htm

Palestine Facts. Personalities - Alphabetical List. Abdul Hamid Shoman
http://www.passia.org/palestine_facts/personalities/alpha_s. htm

Palestinian Terrorist Organizations Use The Arab Bank to Channel Money into Terrorism. Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S) Special Information Bulletin, July 2004
http://www.intelligence.org.il/eng/finance/bank.htm

The transfer of Saudi Arabian funds through the Arab Bank to ¬ęcharitable organizations¬ę in Tulkarm identified with Hamas
http://www.intelligence.org.il/eng/finance/bank_ap4.htm

Must Innocents Die? The Islamic Debate over Suicide Attacks, by Haim Malka.
The Middle East Quarterly, Spring 2003
http://www.meforum.org/article/530

Saudi Financial Support to the Palestinians, by Steven Stalinsky,
The Jewish Virtual Library, July 3, 2003
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/arabs/saudipal.h tml

Terror victims sue The Arab Bank. by Moshe Cohen and Amir Eizenberg,
Maariv International, 2004-07-06
http://www.maarivintl.com/index.cfm?fuseaction=article&artic leID=9485

France rejects Jewish call to probe Muslim group, Haaretz.com, 08/11/2004
mhttp://www.haaretzdaily.com/hasen/objects/pages/PrintArticl eEn.jhtml?itemNo=498882Last

France Thanks Qaradawi for Stance on Hostages, by Essam Talima,
IslamOnline.net, 23 September 2004
http://www.islamonline.org/English/News/2004-09/23/article08 .shtml

"Les imprécations du cheikh de Vénissieux", Lyon Mag, April 2004,
cité par proche-orient.info, April 19, 2004. In: France, the First Islamic State in Western Europe? by Martin Sobier. NATIV Online. A Journal of Politics and the Arts, Volume 4/June 2004
http://www.acpr.org.il/ENGLISH-NATIV/04-issue/sobier-4.htm

Letzter Stand, vom 18. November 2004

Yassir Arafat: 1929-2004. HonestReporting´s biography, with links to important sources, including Arafat´s Dark Legacy, 1-minute online film. HonestReporting.com
http://www.honestreporting.com/articles/45884734/critiques/Y assir_Arafat_1929-2004.asp

Le vrai visage de l´UOIF : Antis√©mitisme, apologie et financement du terrorisme, et appel au Djihad. un rapport du CENTRE SIMON WIESENTHAL EUROPE
http://www.wiesenthal.com/social/pdf/index.cfm?ItemID=10014& m=25161L30208804s&src=xx
Belsef de Mo√Įse Rahmani
http://moise.sefarad.org/belsef.php/id/1071/

The True Face of The UOIF: Antisemitism, Advocacy and Financing of Terrorism, and the Call to Jihad, by the CENTRE SIMON WIESENTHAL EUROPE
http://www.wiesenthal.com/social/pdf/index.cfm?ItemID=10015& m=25162L30208804s&src=xx
Gabriele Goldwater´s Report
http://goldwater.mideastreality.com/2004/nov/03_05.html



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