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"Le Monde", le Père blanc Michel Lelong, Al-Manar TV und andere Judenfeinde. Mit einer Ergänzung, vom 14. Dezember 2004

Al-Manar TV, Tariq Ramadan und die EU

Die FAZ schreibt als das erste deutsche Medium, Anfang Dezember, unter dem Titel "Israel muß sterben - Paris erlaubt Haß-Sender ´Al Manar´, jetzt will es ihn abschalten" über den antisemitischen Hetzsender der Hizbollah Al- Manar TV u.a.:

Ein einsames Plädoyer "Für ,Al Manar´, für den Dialog" veröffentlichte der katholische Priester Michel Lelong gestern in "Le Monde". Er brachte ein merkwürdiges Argument in die Diskussion: Oft fühle er sich verletzt durch die Art, wie französische Sender über "das Christentum, die Kirche, den Papst und sogar über Jesus und Maria" berichteten. Ein Verbot der Sender hielt er aber für übertrieben. Doch von der Meinungsfreiheit, die man diesen Sendern einräume, müsse "Al Manar" ebenfalls profitieren dürfen: "Der Sender strahlt auch wertvolle Programme aus, die uns Europäer interessieren können."

Michel Lelong hält allein die 29-teilige Serie al-Shatat, vom Ramadan 2003, für ablehnenswert. Dort würden Antisemitismus und Antizionismus verwechselt. Auf diese eine Verfehlung hin dürfe man den Sender nicht beurteilen und verdammen. Es urteilten über das Programm des Senders manche, die dessen Sendungen nicht regelmäßig gesehen hätten. Michel Lelong freut sich als Franzose und als Christ, dass der französische Rundfunk- und Fernsehrat CSA die Sendungen gestattet, "weil ich überzeugt bin, dass die Freiheit des Denkens und des Ausdrucks ein fundamentaler Wert ist, dem unser Land treu sein muß."

Er hält die Sendungen von Al-Manar TV für einen Beitrag zum Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen sowie unter Gläubigen und Nichtgläubigen:

"Ich bin überzeugt, dass der Sender Al-Manar einen nützlichen Beitrag zu diesem sicherlich schwierigen aber notwendigen Dialog leisten kann, sowohl in Frankreich als auch im Nahen Osten." (1)

Bereits am 20. November veröffentlicht Proche-Orient einen ausführlichen Artikel von Marwan Haddad mit angefügten Videos aus den Hetzsendungen von Al-Manar TV. Das alles will Michel Lelong nicht gesehen haben, obgleich er regelmäßig den Sender einschaltet? "Jerusalem ist unser!", "Tod Israel!", "Der Stolz ist der Sieg", "Jerusalem, wir kommen" und ähnliche Hetze für Kinder und Erwachsene, angeführt vom Hezbollah-Chef Sayyed Hassan Nasrallah können im Original angehört und gesehen werden: (2)

"Unsere Entscheidung ist unumstößlich, so auch unsere Zugehörigkeit zum Widerstand, zu seinen Waffen, zu seiner Munition, zum Blut der Glaubenskrieger. Tod Israel!"

Am 10. Dezember bringt Proche-Orient.info ein ganzes Video mit "dialoggeeigneten" Hetzsendungen aus der Zeit vom 20. November bis 3. Dezember 2004. (3)

Am 9. Dezember bringt die FAZ Online einen weiteren Beitrag zum Thema Al-Manar TV. Der Autor Jürg Altwegg vermißt darin Reaktionen der EU. Am 11. Dezember liest man in der TAZ, dass das eventuelle französische Verbot, über das der französische Staatsrat die Entscheidung erst einmal bis Montagnachmittag hinauszögert, das europäische TV-Publikum nicht weiter angeht, da der Sender Al-Manar TV in vielen Satelliten vertreten sei:

"Allein in Deutschland wird der Sender von vier Betreibern angeboten: Eutelsat, der in Deutschland unter dem Namen ´Hotbird´ arbeitet, der Satellit der Golfstaaten Arabsat, sowie jeweils ein niederländischer und ein ägyptischer Betreiber." (4)

Al-Manar TV betreibt inzwischen eine geschickte Politik, in dem er, am 8. Dezember, an die französischen Gremien appelliert, die Justiz einzuschalten. Dann könne "ohne die Intervention der Politik" entschieden werden. Hier zeigt sich die ausgezeichnete Kenntnis der französischen Institutionen, vor allem der Gerichtsbarkeit, die erstens stark von der herrschenden Politik beeinflußt wird, zweitens sehr langsam arbeitet und drittens, wie man in einigen ähnlichen Prozessen sieht, keine Veranlassung hat, antisemitische Hetze zu ahnden - es sei denn, es handele sich um kleine Vorstadttäter, die für das Malen eines Hakenkreuzes für ein Jahr in den Knast geschickt werden. (5)

Der Präsident des libanesischen Fernsehrates CNA Abdel Hadi Mahfouz und der saudi-arabische Arabsat drohen den französischen Sendern, die in die arabischen Staaten ausgestrahlt werden, ihrerseits mit Sendeverbot. Es beträfe Euronews, TV5Orient, Radio Orient und Fashion TV. (6)

Eine gemeinsame Stellungnahme der EU scheint es nicht zu geben. Es ist schon lange klar, dass sich Deutschland und die EU um derartige Propaganda nicht scheren. Aufgrund ihrer politischen, wirtschaftlichen und militär-strategischen Interessen können sie kein Problembewußtsein gebrauchen, was auch durch ihre Antisemitismusstudie und die Umfrage bekannt ist, in der 59 Prozent der EU-Bürger Israel zum Hauptfeind des Weltfriedens erklären. Der Islamist Tariq Ramadan gehört zum Expertenkreis des EU-Präsidenten in Sachen Islam, er ist Gast auf der Frankfurter Buchmesse und in einigen deutschen Vereinigungen und Zirkeln, die etwas auf ihre vermeintliche Weltoffenheit geben, bei der Heinrich-Boell-Stiftung, beispielsweise. Prof. Dr. Udo Steinbach, Leiter des vom Außenministerium finanzierten Deutschen Orientinstitutes, tritt ebenfalls gern gemeinsam mit dem islamistischen Prediger auf, letztens als "prominenter Gastredner" anläßlich der 50-Jahrfeier der Deutschen Muslim Liga, im "Haus der patriotischen Gesellschaft", Hamburg. (7)

Frankreich geht noch einen Schritt weiter. Michel Gurfinkiel berichtet am 3. Dezember in "Valeurs actuelles", dass es Verhandlungen des französischen Staates gebe, die Rechtmäßigkeit der Hezbollah anzuerkennen, möglicherweise im Rahmen eines Vertrages mit dem Iran der Molllahs, betreffend deren nukleare Aktivitäten und ihr Erdöl. In diesem Zusammenhang solle der Sender Al-Manar TV nicht nur geduldet, sondern unterstützt werden, sich dauerhaft in Frankreich zu verwurzeln. (8)

Dies findet statt als Teil der französischen Außenpolitik. Des Präsidenten Jacques Chirac wichtigstes Ziel sei nicht, die Welt vom Terrorismus zu befreien, sondern die USA zu schwächen, schreibt Paul Landau. Dass ihm dies gelänge, sei unwahrscheinlich, aber eines sei schon jetzt sicher, seine Politik habe Frankreich erfolgreich von einer westlichen Macht in einen "privilegierten Partner" der arabisch-islamischen Welt verwandelt. Frankreich handle für die arabische Welt. Paul Landau befürchtet, dass ganz Europa bald in diesem Sinne ausgerichtet sein werde, zu einer politischen und Fernsehprovinz der Hezbollah. (9)

Warnungen, wie sie Bernard Lewis an die westlichen Staaten richtet, zu berücksichtigen, dass die arabischen Staaten sich der (noch) "Macht des Westens bewußt sind und deshalb eine zeitweilige Annäherung anstreben, um sich umso besser für die letzte Schlacht zu wappnen", schlägt die EU zugunsten kurzfristiger wirtschaftlicher Erfolge in den Wind. Ihre Naivität besteht nicht darin, sich etwa freiwillig in "Eurarabia" zu verwandeln, sondern in der Arroganz zu glauben, ihre Politik könnte die weltweit bekannten Absichten des Islamismus konterkarieren. Der militante Islam hat dem Westen voraus, dass er vermeintlich über die absolute Wahrheit verfügt. Das verleiht Stärke und mobilisiert die Massen. Die Manöver Europas, welcher Art auch immer, sind irrelevant für die Politik des Islam. Für Europa wird der klassische Fall des betrogenen Betrügers eintreten. (10)

Tariq Ramadan einzuladen oder mit ihm gemeinsam eingeladen zu werden, c´est chic, den Fernsehsender Al-Manar TV nach Frankreich, Deutschland und in die EU ausstrahlen zu lassen, das ist eine Selbstverständlichkeit. Tariq Ramadans letztes Statement lautet, dass er Israel "als Tatsache" anerkennt, die Zweistaatenlösung aber wie die PLO in ihrem "Phased Plan" auch, als "Etappe" ansieht. Das Endergebnis müsse sein, gleichberechtigt in einem einzigen Staat zu leben. Derjenige, der weder zwei Staaten, erst recht nicht in den Grenzen von 1967, noch einen wolle, sei Ariel Sharon. (11)

Le Père blanc Michel Lelong

Pater Michel Lelong ist Gründungsmitglied der "Amitiés Franco-Irakiennes", der Französisch-irakischen Freundschaftsgesellschaft zwischen den Völkern von Frankreich und dem Irak, von 1985. Erlauchte Mitbegründer sind Professor Jacques Berque (1910-1995), Bewunderer der chinesischen Kulturrevolution und Verteidiger der Einparteienherrschaft in Entwicklungsländern; der ehemalige Minister Jean-Pierre Chevènement, der als Verteidigungsminister zurücktritt, als Frankreich, im Januar 1991, in den Irakkrieg eintritt. Er ist zu der Zeit Präsident der Freundschaftsgesellschaft und hat gerade einen Artikel veröffentlicht: "Saddam Hussein ist ein stolzer Mann mit seltenen Qualitäten", weiterhin der französische Botschafter in Bagdad sowie Abgeordnete, Schriftsteller und Journalisten. (12)

Die Freundschaftsgesellschaft gibt einen Aufruf zur Freilassung der Nummer Zwei des Irak Tariq Aziz heraus. Den Aufruf unterschreibt neben Nationalrevolutionären, rot-braunen Querfrontlern, Souveränisten, UMP-Abgeordneten, Rechtsextremen, die Anwältin und Ehefrau des Terroristen Carlos und Holocaustleugnern auch Michel Lelong, der beständige Freund des Holocaustleugners Roger Garaudy. (13)

Im Juni 2000 veröffentlicht der Verlag L´Harmattan ein Buch mit dem Titel "Le XXIe Siècle. Suicide planétaire ou résurrection?" Das 21. Jahrhundert. Planetarer Selbstmord oder Wiedergenesung? Das ist ein makabres Werk. Die Autoren werden nicht auf dem Titel erwähnt. Es sind sieben Autoren, vier tote ("d´outre-tombe") und drei lebende: Yehudi Menuhin (1914-1999), zwei Beiträge von Roger Garaudy (1913), zwei Beiträge vom Père blanc Michel Lelong (1925), Raimundo Panikkar (1918-1998), Dom Helder Camara (1909-1999), Leonardo Boff (1938) und vom Rabbiner Elmer Berger (1908-1996).

Der lebende Autor des Buches, der "Weiße Vater" Michel Lelong, unterstützt den Negationisten Roger Garaudy. Er ist mit ihm befreundet. Am 25. November 1999 veröffentlicht Michel Lelong ein Buch "La vérité rend libre: le judaïsme, l´islam et nous", die Wahrheit macht frei (Anspielung auf "Arbeit macht frei?"), beim Verlag François-Xavier de Guibert. Bei François-Xavier de Guibert handelt es sich um einen rechtsradikalen Verlag. Der "Français d´abord, La Lettre de Jean-Marie Le Pen", Der Franzose zuerst, Informationsblatt des Jean-Marie Le Pen, würdigt das Buch ausführlich als interessante Veröffentlichung, die ohne jedes Ressentiment gegen den Front National sei. (14)

Bei François-Xavier de Guibert wird im Jahre 2000 unter dem Titel "La Vérité n´interessait personne", Die Wahrheit interessierte niemanden, die Unterhaltung zwischen dem Verbrecher gegen die Menschheit Maurice Papon und einem Professor Michel Bergès über den "Prozeß gegen die Erinnerung" veröffentlicht. Dr. Robert Faurisson rezensiert dieses Buch ausführlich auf der aus den USA agierenden Zündelseite des Negationisten Ernst Zündel. (15)

Am 13. Juni 2000 wird "Le XXIe Siècle. Suicide planétaire ou résurrection?" in Anwesenheit der lebenden Autoren und eines Großteils der Pariser Negationistengemeinde in den Räumen des Verlages L´Harmattan der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Spanischdozentin der Universität Paris VIII, Freundin der Anwältin Isabelle Coutant-Peyre und enge Mitarbeiterin von Roger Garaudy, Maria Poumier verkauft derweil dessen Revue "À Contre-Nuit". Ein Team des iranischen Fernsehens filmt die Vorbereitungen der Veranstaltung, und die Nachrichtensendung des iranischen Fernsehens kommentiert in Anspielung auf Astérix, den Gallier: "Au coeur de Paris, une enclave gauloise résiste à l´invasion sioniste". Im Herzen von Paris widersteht eine kleine gallische Enklave der zionistischen Invasion. (16)

Le Père blanc Michel Lelong, Xavier Ternisien und Henri Tincq

Die Zusammenarbeit der Zeitung "Le Monde" mit Holocaustleugnern und anderen Israelfeinden hat eine lange Tradition. Sie liegt damit auf Regierungslinie. Schon in den 60er Jahren erklärt der General Charles de Gaulle, dass die Juden in seinem Lande einen zu großen Einfluß hätten. Darauf beruft sich auch Roger Garaudy in seiner Schrift "Les mythes fondateurs de la politique israélienne"/The Founding Myth of Israel Politics:

"In Frankreich gibt es eine machtvolle pro-israelische Lobby, die ihren Einfluß besonders im Bereich der Information geltend macht", sage der General, wie Philippe Alexandre im "Parisien Libéré", am 29. Februar 1988 berichte.

Der berüchtigte Holocaustleugner Roger Garaudy ist seit Jahrzehnten unermüdlich tätig für die palästinensisch-arabische Sache und gegen Israel. Mitstreiter sind u.a. der Père blanc Michel Lelong und die Zeitung "Le Monde". Dort wie auch in anderen französischen Medien hat er, wie er stolz berichtet, bis 1982 immer ein Forum. Am 17. Juni 1982 habe er vom Direktor der Zeitung Jacques Fauvet eine ganze Seite, "bezahlt", erhalten, um gemeinsam mit Pater Michel Lelong und Pastor Étienne Matthiot über die "Massaker im Libanon" und "die Bedeutung der Aggressionen Israels" zu schreiben. Die drei Autoren hätten gezeigt, "dass es kein einmaliger Ausrutscher war, sondern die innere Logik des politischen Zionismus, auf den der Staat Israel aufgebaut ist," auf "Rassismus" und "unendlichen Expansionsdrang". Beim Skandal über das Buch wird Roger Garaudy vom in Frankreich beliebten Abbé Pierre unterstützt, dem Retter der Armen, Recht- und Obdachlosen.

Roger Garaudys Buch erscheint 1995 bzw. 1996 in den linksradikalen Verlagen La Vieille Taupe und Samiszdat. Im Internet wird es veröffentlicht von der Revisionistenseite der 1985 gegründeten belgischen "Stiftung Vrij Historisch Onderzoek" in Berchem, zu deutsch "Freie historische Forschung": "L´Association des Anciens Amateurs de Récits de Guerres et d´Holocaustes (AAARGH)", Motto: "Revisionisten sind Menschen, die wissen wollen, ob das Gesagte wahr ist.", und von der Seite "Free Palestine", die das ganze Palästina, einschließlich Israel, im Logo führt. (17)

Der "Le Monde" ist der Père blanc, der Pater vom Orden der Weißen Väter, seit Jahren kein Unbekannter. Heute ist es ihr Redakteur Xavier Ternisien, der unverbrüchliche Freund des Tariq Ramadan und der Islamisten, der diesem Pater mehrfach begegnet. Xavier Ternisien ist in "Le Monde" zuständig für die Rubrik "Religionen", die Berichterstattung über Ereignisse in der christlichen und islamischen sowie hin und wieder auch der jüdischen Welt. Seit Jahren läuft ihm bei Dialogen sowohl innerhalb der katholischen Kirche als auch beim Dialog mit dem Islam wiederholt der Père blanc über den Weg, beispielsweise bei einer Diskussion, am 21. Juni 1998, mit den Traditionalisten des Levebvrismus. Michel Lelong setzt sich sehr ein für einen Dialog mit Traditionalisten und anderen erzkonservativen Katholiken. (18)

Internationale salafidische Islamisten-Web Sites veröffentlicht gern die Beiträge des Xavier Ternisien aus "Le Monde". Sie zitieren einen seiner zahlreichen schwärmerischen Artikel über Tariq Ramadan, vom 29. September 2000. Dort beruft sich Xavier Ternisien auf "religiöse im Dialog mit dem Islam befindliche Persönlichkeiten, wie die Pater Michel Lelong und Christian Delorme, die sich für Tariq Ramadan einsetzten." Er meint, Tariq Ramadan verkörpere diesen muslimischen Intellektuellen, der gegen einen heute angeblich diskreditierten Islam zu unterstützen sei, weil ansonsten der wahhabitische salafidische Islam in Europa Einzug hielte. Warum der Islam diskreditiert ist, und dass Tariq Ramadan nichts mit Muslimbrüdern, Wahhabiten und Salafiden zu tun hat, belegt er nicht. (19)

Der Pater Christian Delorme ist von der katholischen Kirche mit der Pflege der Beziehungen zu den Muslimen in der Diözese von Lyon beauftragt. Dort befinden sich das Zentrum der Predigten des Tariq Ramadan und der salafidische Verlag Tawhid, in dem seit den 90er Jahren die "spirituellen" Werke des Tariq Ramadan in hohen Auflagen verlegt werden. Die Islamisierung des Westens ist darin angesagt (er nennt es "Verwestlichung des Islams"). Christian Delorme protestiert lautstark dagegen, dass Tariq Ramadan 1995 untersagt wird, sich in Frankreich niederzulassen. (20)

Beobachter erklären, dass Tariq Ramadan den wahhabitischen salafidischen Islam verkörpere. An europäsiche Modernität macht er keinerlei Konzessionen, das kann schon allein an der scheinbaren Nebensächlichkeit gesehen werden, dass er eine Kleiderordnung pflegt, in der eine Krawatte nicht vorkommt, weil sie mit einem Kreuzknoten gebunden wird. Schnürschuhe wird er ebenfalls nicht tragen.

Für Xavier Ternisien aber ist Tariq Ramadan ein moderner Intellektueller. Hinter der Ablehnung der US-Regierung, ihm das Visum für eine Lehrtätigkeit am Kroc-Institut der Universität Notre-Dame zu erteilen, vermutet er ein jüdisches Komplott. An Tariq Ramadans Diffamierung der französischen jüdischen Intellektuellen hat er genau wie die ATTAC nichts auszusetzen. Es sind die von Tariq Ramadan diffamierten Juden, die protestieren. Den berüchtigten Beitrag über die Juden, die nur auf Seiten Israels stehen, veröffentlicht die Oumma.com, dieselbe Online-Zeitung, für die Xavier Ternisien gern schreibt. "Le Monde" verweigert seinerzeit den Abdruck des Schmäh-Artikels, was wahrscheinlich nicht von Xavier Ternisien veranlaßt ist. (21)

Die Kritikerin des Islamismus und Autorin der eben im Verlag Grasset erschienenen Dokumentation "Frère Tariq" über den "Botschafter" der Muslimbrüder in Europa Tariq Ramadan, Caroline Fourest (22) schreibt, dass islamistisch dominierte Vereinigungen wie die den Muslimbrüdern nahestehende Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) und die dem marokkanischen Islam nahestehende Fédération nationale des musulmans de France (FNMF) von Xavier Ternisien und seinem Kollegen Henri Tincq in "Le Monde" hoffähig gemacht würden. Die Redakteure verlören kein Wort darüber, dass der Europäische Rat für Fatwa des Conseil français du culte musulman (CFCM), in dem die UOIF die Richtung bestimmt, während einer Versammlung in Stockholm, im Juli 2003, die Selbstmordattentate rechtfertigt: "Die von palästinensischen Gruppen durchgeführten Märtyrereinsätze zum Widerstand gegen die zionistische Besatzung gehören keinesfalls in den Bereich des verbotenen Terrorismus, selbst wenn sich Zivilisten unter den Opfern befinden", die sogenannten Zivilisten seien "Soldaten" der Armee der Kinder Zions. (23)

Weder Henri Tincq noch Xavier Ternisien berichten in "Le Monde" über die Machenschaften der Islamisten in UOIF und CFCM. Im Gegenteil. Letzterer bedauert ausdrücklich, dass Nicolas Sarkozy zu einem freundschaftlichen Frühstück mit muslimischen Würdenträgern niemanden von der UOIF einlädt. (24)

Xavier Ternisien schreibt für "Le Monde" und für die Islamistenzeitung Oumma.com zahlreiche Artikel zum Lobe der angeblich moderaten Muslimbrüder, und "Le Monde" gestattet das, sonst hätte der Redaktionsdirektor Edwy Plenel ihn vielleicht in die Abteilung "Der schöne Garten" zu den 72 Jungfrauen versetzt. Stattdessen wird nun Edwy Plenel versetzt bzw. entmachtet. "Le Monde" unterstützt die für die Islamisten einseitig parteinehmende Berichterstattung ausdrücklich, was sich in Zukunft noch verstärken dürfte, sind die Islamisten doch die besten Vermittler zu den arabischen Staaten, in denen die EADS und Dassault ihre Waffen verkaufen wollen. Das wird Arnaud Lagardère sich schon die 50 Millionen Euro kosten lassen, die "Le Monde" fürs Überleben benötigt. Zur Genugtuung für Pierre Péan und Philippe Cohen wird "Le Monde" bald vollständig auf Linie sein, gegen Israel, für "Palästina". (25)

Henri Tincq ist in der gleichen Richtung tätig wie Xavier Ternisien. Das gemeinsame Buch des Chefredakteurs von "Le Monde diplomatique" und notorischen Israelfeindes Alain Gresh und des Predigers Tariq Ramadan "Aux sources du renouveau musulman - un siècle de réformisme islamique", Zu den Quellen der muslimischen Erneuerung - ein Jahrhundert des islamischen Reformismus, rezensiert er, am 11. September 1998, in den höchsten Tönen. Einen Eindruck, um was es sich bei dem Buch handelt, gewinnt man, wenn man liest, wie Tariq Ramadan seinen Großvater andernorts beschreibt:

"Die Persönlichkeit von Imam Hasan al-Banna: Licht spendender Glaube, eine tiefe Spiritualität, persönliche Disziplin, freundlich und sanft im Umgang mit seinen Mitmenschen. Ustadh Umar al-Tilmisani schrieb das und sagte es wieder und wieder, so wie ich ähnliche Geschichten von meinem Vater, Dr. Said Ramadan, seinem Schwiegersohn, und meiner Mutter, Wafa al-Banna, seiner ältesten Tochter gehört hatte.

Das Geheimnis von Imam Hasan al-Banna war die Qualität seines Glaubens und die Intensität seiner Beziehung zu Gott. ... Er lebte wie die ersten Sahaba, dem Pfad des Propheten folgend ..."

Leider ist der Originaltext im Internet nicht mehr aufzurufen. Wahrscheinlich betrachtet Tariq Ramadan es im Zuge seiner Bewerbung um ein Visum für die USA nicht als sinnvoll, zu deutlich zu dokumentieren, wes Geistes Enkel er ist. Heute wird man auf "tariq-ramadan.org" begrüßt, um nicht zu sagen auf den Arm genommen, mit "What you need when you need it", beispielsweise "Instant German" und "Easyflirt. Ich will Dich". (26)

Tariq Ramadan sei einer der meistgehörten Prediger in den Vorstädten und ein Akteur der "Reislamisierung" der Jugendlichen muslimischer Herkunft. Tariq Ramadan erteile den Islamwissenschaftlern Frankreichs eine Lektion, besonders dem Professor Gilles Kepel, dem er mangelhaftes historisches Wissen und einseitige Ansichten über das Phänomen des Islamismus bescheinigt. Henri Tincq berichtet nicht nur kritiklos, sondern geradezu begeistert über die Abhandlung Tariq Ramadans über dessen Großvater Hassan al-Banna, des bescheidenen Lehrers Karriere als Gelehrter eines religiösen Weges, seiner Qualitäten als Prediger und Organisator der entstehenden Kraft der Muslimbrüder, die heute noch in Ägypten und Jordanien großen Einfluß hätten. Hassan al-Banna habe niemals paramilitärische Kräfte unterhalten oder Attentate vorbereitet, schreibt Tariq Ramadan in seinem Buch. Das auf dem Hintergrund dessen, dass Hassan al-Banna den Glaubenskrieg als zusätzliche Säule in das islamische System eingeführt hat! Er habe gar nicht anders handeln können als ein Befreiungstheologe. Henri Tincq distanziert sich nirgends in dem Artikel von den Ansichten Tariq Ramadans. Er ist sein Sprachrohr.

Besonders streicht er die Freundschaft Tariq Ramadans zu den Patern Christian Delorme und Michel Lelong heraus. Selbstverständlich werden von Hassan al-Banna und Said Ramadan, Vater des Tariq Ramadan, nur die Namen erwähnt. Ihr übles Wirken in den islamischen Ländern und in Europa verschweigt er. Der Muslimbruder Said Ramadan errichtet 1961 mit saudischem Geld in Genf das Centre islamique de Genève, an dem Hani Ramadan, der Bruder Tariq Ramadans, Direktor ist. (27)

In "Le Monde" steht auch nicht, dass Tariq Ramadan in seinem im Verlag Tawhid 1995 erschienenen Buch "Le face-à-face des civilisations, quel projet pour la modernité?", Das Streitgespräch der Zivilisationen. Welcher Plan für die Modernität? seine Bewunderung für Roger Garaudy ausdrückt. Zu der Zeit ist dessen Negationismus und Israelhaß seit mehr als zehn Jahren bekannt und durch Prozesse belegt. (28)

"Le Monde" macht auch nicht etwa eine Rechnung über den "Shoah businessman" Roger Garaudy auf, wie Tristan Mendès France und Michael Prazan. Im Prozeß, in dem er am 27. Februar 1998 wegen der "Leugnung von Verbrechen gegen die Menschheit" zu 120 000 Francs Strafe verurteilt wird, erklärt er: "Ich mache keinen Handel mit den Knochen meiner Großeltern auf!" Der Prozeß hat einen hohen medialen Stellenwert und bringt ihm $150 000 an Spenden sowie gut bezahlte Einladungen zu Kolloquien, Konferenzen und Interviews in den Scheichtümern, in Ägypten und Jordanien ein. Er nimmt mehr als sechsmal soviel ein, wie ihn seine Strafe kostet. Solches liest man nicht in "Le Monde". (29)

Am 10. September 2002 veröffentlicht "Le Monde" auf seiner Seite "Débats" einen Artikel des Hani Ramadan "La charia incomprise", die unverstandene Scharia, wo von diesem die Steinigung gerechtfertigt und AIDS als Strafe für liderlichen Lebenswandel dargestellt werden. Die Zeitung "Le Monde" ist sich nicht zu schade, solchen Islamisten ihre Seiten zu öffnen. (30)

Die "Top 50" der "Haßprediger" gemäß Taguieff

Manchmal sind Aufzeichnungen von Antisemiten und Israelhassern nützlich. Man spart sich viel Recherche-Arbeit.

Pierre-André Taguieff schreibt ein Buch mit dem Titel "Prêcheurs de Haine", Haßprediger. Pierre-André Taguieff ist derjenige Wissenschaftler, den Tariq Ramadan im Oktober 2003 aus Versehen oder Unkenntnis in seine Liste der kommunitaristischen Juden aufnimmt und denunziert. Ein Alain Coutte macht sich die Mühe, in dem Buch auszuzählen, wie oft welche Personen als "Haßprediger" erwähnt werden. Unter ihnen sind einige, die hierher passen. In Klammern die Häufigkeit der Nennung des jeweiligen Namens: (31)

Ramadan Tariq (85)
Dieudonné M´Bala M´Bala (35)
Garaudy Roger (19)
Abbé Pierre (13)
Thion Serge (12)
Michel Lelong (2)

Pater Michel Lelong, Verteidiger des Senders al-Manar TV, der ehemalige Beauftragte der Bischöfe für den christlich-islamischen Dialog, findet sich erst unter "ferner liefen", mit zwei Nennungen. Unter den genannten hat er einen Mitstreiter im Einsatz für den Erhalt des Senders, den seiner antisemitischen Hetze wegen bekannten Komiker Dieudonné M´bala M´bala. Am 7. Dezember versammeln sich einige Zig Menschen, unter ihnen Dieudonné und der Judoka Djamel Bouras, vorm Gebäude des französischen Rundfunk- und Fernsehrates CSA, um für den Sender Al-Manar zu demonstrieren. Auf Islamiya.Info sind die Fotos und Statements von drei Unterstützern zu sehen und zu hören, von Djamel Bouras, von Rachid Benaïssa, einem ehemaligen internationalen Beamten algerischer Herkunft, und von Nouari Khiari, einem Freund vom Regionalrat des Front National der ÃŽle de France Farid Smahi. Außerdem kann man sehen, wie spät es im "besetzten Jerusalem" ist. (32)

Dieudonné meint zu Al-Manar TV:

"Al-Manar ist Teil der medialen Landschaft. Er hat das Recht zu existieren.Wenn man diesen Sender verbietet, dann verbietet man auch alle kommunitaristischen Sender, von KTO (christlicher Fernsehsender) bis Pink TV (Sender der Homosexuellen)! Warum diabolisiert man jetzt plötzlich Al-Manar? Er ist nicht gefährlicher oder ungefährlicher als TFJ (télévision juive française). Jedermann muß knabbern dürfen. Am Zuschauer ist es, anschließend zu urteilen." (33)

Dieudonné hat soeben "einen großen Sieg errungen gegen Lobbies, die es nicht gibt". Das Berufungsgericht in Nîmes spricht ihn entgegen der Ersten Instanz, in Avignon, das ihn am 26. Mai zu einer Strafe von 5000 Euro verurteilt, am 10. Dezember frei, sich in einem Artikel in "Le Monde", vom 7. Januar 2004, rassistisch gegen Juden geäußert zu haben. In den beanstandeten Äußerungen klagt Dieudonné die "medialen Manipulationen der jüdischen Bevölkerung" sowie eine "sehr mächtige Lobby" an, die "die Hand über alle Medien" halte. Das Berufungsgericht erklärt die Klage von zwei Anwälten aus Avignon gegen Dieudonné und den Artikel für gegenstandslos, da sie durch den Humoristen nicht direkt angegriffen worden seien. Es herrscht offensichtlich auch kein öffentliches Interesse, gegen derartige Äußerungen vorzugehen. Dieudonné, der sich wiederholt anti-israelisch und antisemitisch äußert, ist bislang noch kein einziges Mal dafür zur Rechenschaft gezogen worden. Seine Fans honorieren seine Auftritte mit stehenden Ovationen. "Von jetzt an gehen wir gegen diejenigen vor, die ihn angreifen", sagt sein Anwalt. (34)

Dieudonné ist Opfer: "Die Leute sehen, von welcher Seite die wirklichen Unruhestifter kommen, die wirklichen Rassisten. Man wird Opfer von Piraten. Es ist fürchterlich zu sehen, bis zu welchem Punkt sich der Rassismus heute ausdrückt," beklagt Dieudonné nach einer Vorstellung, am 5. Februar 2004, gegenüber Journalisten der Fernsehsender. Der Humorist wird, zu Beginn seines Programms "Le divorce de Patrick", Die Scheidung des Patrick, in Lyon von ungefähr 150 Protestierenden, die hauptsächlich der Vereinigung "Étudiants Juifs de France (UEJF)" angehören sollen, mit Rufen "Dieudo Facho" und einem Transparent "un antisioniste est un antisémite" empfangen.

Heute also fällt die Entscheidung im Staatsrat, ob der Hetzsender der schiitischen Terrororganisation Hezbollah weiter nach Frankreich senden darf. Die Entscheidung ist getroffen, klar und eindeutig: Al-Manar TV darf nicht mehr über Eutelsat nach Frankreich senden. Eutelsat wird aufgefordert, Al-Manar TV innerhalb 48 Stunden vom Netz zu nehmen. Der Rechtsanwalt von Eutelsat meint, das Abschalten könne innerhalb der nächsten 12 bis 24 Stunden geschehen. Roger Cukierman, Präsident des CRIF, ist wie wir alle erleichtert über die Entscheidung. Er hofft auf eine EU-weite Regelung für Sendungen von außerhalb der EU, um Fälle wie die von Al-Manar TV zukünftig zu vermeiden.

Abdel Hadi Mahfouz droht mit Vergeltung. Der libanesische CNA könnte "verpflichtet sein, die Privilegien und die Toleranz gewissen französischen Medien gegenüber in Frage zu stellen." (35)

13. Dezember 2004

Es ist noch alles offen! Letzter Stand: 14. Dezember 2004, 19:15 Uhr

Am Dienstag, den 14. Dezember, um 15 Uhr, beendet Al-Manar TV seine Sendungen über Eutelsat nach Frankreich.

Um die Entscheidung des Conseil d´Ã‰tat, des Staatsrates, umzusetzen, hätten Eutelsat und Arabsat noch die Übertragung von acht weiteren Fernsehstationen beenden müssen, von Sharjah TV, Quatar TV, Saudi Arabian TV, Kuwait Space Channel, Jamahirya Satellite Channel, Sudan TV, Oman TV, Egyptian Satellite Channel und von ca. 15 Radiostationen. Das ist der Grund, warum Al-Manar TV von sich aus die Sendungen einstellt.

Der Informationsdirektor von Al-Manar TV Hassan Fadlallah erklärt gleichzeitig, dass diese Maßnahme zu sehen sei im Rahmen der Entscheidung, die Affäre auf juristischem Wege anzugehen.

Die Entscheidung von Al-Manar TV bedeutet nicht die Aufhebung der Drohung Abdel Hadi Mahfouz´, des Präsidenten des libanesischen Rundfunk- und Fernsehrates CNA, im Gegenzug französischen Medien die Sendung nach dem Libanon zu untersagen, für den Fall, dass Al-Manar TV in Frankreich verboten wird. Der libanesische Premierminister Omar Karamé schließt sich dieser Drohung an. (36)

Es besteht der Widerspruch, dass zwar der Conseil d´Ã‰tat Al-Manar TV verbietet, dass aber Al-Manar TV mit dem Rundfunk- und Fernsehrat CSA weiterhin einen Vertrag hat, der jenem sehr strikte Regeln auferlegt, um die Verbreitung von rassistischen und antisemitischen Äußerungen zu vermeiden. Der Staatsrat verbietet den Sender - und fertig. Ein Desaster der französischen Politik ist zu besichtigen.

Die Polemik wird jetzt erst richtig losgehen; zwischen der Ligue internationale contre le racisme et l´antisémitisme (Licra), der internationalen Liga gegen Rassismus und Antisemitismus, und den Reporters sans frontières, den Reportern ohne Grenzen, die das Verbot für eine schlechte Lösung halten, beginnt sie schon. Man kann voraussagen, dass nach und nach außer dem Pater Michel Lelong, Komikern wie Dieudonné und Reportern ohne Grenzen noch sehr viel mehr Befürworter der "freien Meinungsäußerung" hervorkommen werden. Man darf nicht vergessen, dass Antisemitismus und Israelfeindschaft in Frankreich weitgehend geduldet werden. Es ist zu befürchten, dass Reporters sans frontières sich einbilden, sie könnten mit der Verbreitung ihrer Ansicht ihren verschleppten Kollegen Georges Malbrunot et Christian Chesnot helfen.

Was die Sendungen von Al-Manar TV angeht, so können sie über drei nichtfranzösische Kanäle zumindest in einige Gebiete Frankreichs ausgestrahlt werden, vor allem im Süden, von Arabsats eigenen Satelliten, vom ägyptischen Nilesat und vom niederländischen Newskies, über seinen Auftragnehmer Globecast. Einige Programme von Al-Manar TV können auch übers Internet empfangen werden. (37)

Man kann davon ausgehen, dass die Probleme mit dem Hetzsender jetzt erst richtig beginnen. Es wird immer klarer, dass die französische Politik mit der Genehmigung von Al-Manar TV konkrete Absichten verbindet, so wie Michel Gurfinkiel es schon vor zehn Tagen beschreibt: Verhandlungen mit dem Iran über Verträge im Nuklear- und Erdölgeschäft. Die Legalisierung der vom Iran finanzierten und geleiteten Hezbollah wäre Teil des Vertrages. In diesem Rahmen würde Al-Manar die Möglichkeit erhalten, sich in Frankreich definitiv festzusetzen. (8)

Besonders merkwürdig ist es, wenn man die Stellungnahmen von arabischen Medien liest, die sich darüber aufregen, dass Frankreich gegen die freie Meinungsäußerung verstoße. Länder, in denen kein Wort geschrieben und gesendet werden kann, ohne dass die Regierung und/oder die religiösen Führer einverstanden sind, die Journalisten ihrer Meinung wegen verfolgen und umbringen, maßen sich an, Frankreich an die Meinungs- und Pressefreiheit zu erinnern. Das übertrifft jede Komik, zu der Dieudonné M´bala M´bala jemals fähig wäre.

Quellen

(1) Pour Al-Manar, pour le dialogue, par Michel Lelong. Point de vue. Analyses et forums. Le Monde, 2 décembre 2004
http://www.lemonde.fr/txt/article/0,1-0@2-3232,36-389377,0.h tml

(2) L´accord donné à Eutelsat par le CSA engage l´Europe à accepter
la diffusion des programmes de al-Manar. Par Marwan Haddad, Proche-Orient.info, 20 novembre 2004
http://www.proche-orient.info/xjournal_racism_der_heure.php3 ?id_article=32597

(3) EN VIDÉO, LE FILM DE PROCHE-ORIENT.INFO SUR AL-MANAR, 10 décembre 2004
http://www.proche-orient.info/xaudio_article.php3?id_article =33634

(4) Wo bleibt die EU in Sachen Hizbullah-Sender "Al Manar"? Von Jürg Altwegg, Genf, FAZ Medienpolitik, 9. Dezember 2004
http://www.faz.net

Licht aus. In Frankreich treiben Regierung und Medienaufsicht das Verbot des antiisraelischen Hetzsenders al-Manar voran, von Dorothea Hahn. die tageszeitung, 11. Dezember 2004
http://www.taz.de/pt/2004/12/11/a0180.nf/text.ges,1

(5) Les principaux développements dans l´affaire Al Manar, par AFP. Voilà Actualités, 10 décembre 2004
http://actu.voila.fr/Depeche/depeche_media_041210162220.2suf 3cx7.html

(6) Al Manar: Arabsat menace les chaines françaises. TPS Zone, 7 décembre 2004
http://www.tpszone.com/modules/news/imprimer.php?no_theme=6& no_news=3942

(7) 50 Jahre Deutsche Muslim Liga e.V. Festakt mit prominenten Gastrednern. Islam.de, 6. Dezember 2004
http://islam.de/?site=articles&archive=newsnational&article_ number=2329

Tariq Ramadan. Europaparlament
http://www.europarl.eu.int/hearings/20030617/afet/cv_tra.pdf

(8) Al Manar, une étrange affaire. Par Olivier Germain. RING Magazine,
12 décembre 2004
http://www.surlering.com/article.php/id/4818

(9) La France, province cathodique du Hezbollah ... Par Paul Landau, TOPJ.NET. Le portail de la communauté juive francophone, 24 novembre 2004
http://www.topj.net/fr/actus/info.tpl?sku_arch=3184092770912 582&pays=CH

(10) Bernard Lewis: Die Wut der arabischen Welt. Campus Verlag,
Frankfurt/New York 2003, S. 49f.

(11) Tariq Ramadan, pour lequel « l´Etat d´Israël est un fait » : "L´idée des deux Etats selon les frontières de 1967 ne peut être qu´une étape"
http://www.proche-orient.info/xjournal_pol_der_heure.php3?id _article=33601

The PLO´s "Phased Plan". Political Programme, Adopted at the 12th Session of the Palestinian National Council, Cairo, June 9, 1974
http://www.netaxs.com/~iris/plophase.htm

(12) Les "Amitiés Franco-Irakiennes". Historique
http://amiraq.free.fr/historique/story_01.html

(13) Rouges-Bruns: une nouvelle passerelle, via Bagdad ... Par Didier Daeninckx, Amnistia.net, 30 juin 2003
http://www.amnistia.net/news/articles/fascdoss/azizpeti/aziz peti.htm

(14) La vérité rend libre: le judaïsme, l´islam et nous (vergriffen)
http://images-eu.amazon.com/images/P/2868396070.08.LZZZZZZZ. jpg

(15) Procès Papon : le professeur Michel Bergès découvre, soudain, la réalité de la vie des juifs de France sous l´Occupation. Par Robert Faurisson, 15 mars 2000
http://www.zundelsite.org/faurisson/french/proces_papon.html

(16) Sciences inhumaines à l´Harmattan. Par Didier Daeninckx, 18 septembre 2000
http://www.amnistia.net/news/enquetes/harmatt/harmatt.htm

Après Garaudy, un chercheur au CNRS, soutien de Faurisson en 1981, accueilli par l´Harmattan, amnistia.net, 4 octobre 2000
http://www.amnistia.net/news/enquetes/harmkarn/harmkarn.htm

Woher der Wind weht ... Über Auschwitzleugner, Judenhasser und Israelfeinde beim Verlag L´Harmattan und an der Universität Paris 8, St Denis, vom 6. November 2002
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-25_19-33-56.html

(17) LES MYTHES FONDATEURS DE LA POLITIQUE ISRAELIENNE, par Roger Garaudy. III-2. Le lobby israélo-sioniste en France. La Vieille Taupe, hiver 1995/ Samiszdat, avril 1996
http://www.aaargh-international.org/fran/fren/mythes/RGmythe s1.html

The Founding Myth of Israel Politics, by Roger Garaudy, 1996. III-2. The Israeli-Zionist Lobby in France
http://freepalestine.free.fr

Vrij Historisch Onderzoek (VHO). IDGR Lexikon Rechtsextremismus
http://lexikon.idgr.de/v/v_r/vrij-historisch-onderzoek/vho.p hp

(18) Levebvrisme. Le dialogue possible? Par Gérard Leclerc.
France Catholique no 2652, du 26 juin 1998
http://www.france-catholique.fr/archi/articles/article1998,0 67.html

(19) Tariq Ramadan l´Ã©nigmatique (Le Monde du 29/09/00) Par Xavier Ternisien, Oumma.com, lundi 2 octobre 2000
http://oumma.com/article.php3?id_article=89

¿Es Tariq Ramadan un "musulmán europeo", un intelectual iluminado que busca definir un modelo musulmán original, adaptado a Occidente?
Entrevista a Tarik Ramadan realizada por Xavier Ternisien. Publicado en Le Monde del 29-09-00. Traducción del francés por Fatiha.
http://www.webislam.com/numeros/2000/00_9/Art%C3%ADculos%200 0_9/Tarik_Ramadan.htm

(20) Un entretien avec Christian Delorme sur les problèmes de l´immigration. Propos recueillis par Philippe Bernard et Xavier Ternisien. Le Monde, 4 décembre 2001
http://perso.wanadoo.fr/felina/doc/bfeuil/delorme.htm

(21) La stratégie militante de Xavier Ternisien: terminer ses articles par des citations antilaïques et favorables à l´islam. Octobre 2004
http://athee.free.fr/ternisien2.html

Critique des (nouveaux) intellectuels communautaires, par Tariq Ramadan. Oumma.com, 3 octobre 2003
http://oumma.com/article.php3?id_article=719

(22) Le Livre. "Frère Tariq". Auteur: Caroline Fourest. Par Sylvain Attal, Proche-Orient.info, 8 décembre 2004.
http://www.proche-orient.info/xjournal_livre.php3?id_article =33510

(23) Xavier Ternisien, un parti pris antilaïque. Par Caroline Fourest, Prochoix, samedi 13 novembre 2004
http://www.fairelejour.org/article.php3?id_article=710

(24) Sarkozy continue d´entretenir ses réseaux musulmans (Xavier Ternisien).
Le Monde - 11 juin 2004 - (1/8 de page)
http://atheisme.free.fr/Revue_presse/Politique.htm#06

(25) Edwy Plenel quitte ses fonctions de directeur de la rédaction.
nouvelObs.com, 29 novembre 2004
http://archquo.nouvelobs.com/cgi/articles?ad=culture/2004112 9.OBS2600.html&host=http://permanent.nouvelobs.com/

(26) Foreword. Tariq Ramadan, February 2001
http://www.tariq-ramadan.org/document.asp?d=38&fichier=forew ord

(27) Les Frères Musulmans. Politique de "rabbaniya", les prières avant le pouvoir.
Dr. Saïd Ramadan, 1926-1995
http://www.cige.org/historique.htm

(28) L´entrisme de Tariq Ramadan. Par Cynthia Fleury et Emmanuel Lemieux. Libération.fr, 19 novembre 2003
http://www.liberation.fr/page.php?Article=158745

(29) Les conseils en "Shoah business" de Roger Garaudy, par Tristan Mendès France et Michael Prazan. 1 mars 1998
http://homepage.mac.com/tristanmf/ARTICLES/Garaudy.html

(30) Des terroristes ou des saints? Par Henri Tincq, Le Monde, 11 septembre 1998
http://www.alapage.com/mx/?tp=F&type=1&l_isbn=2227363142&don nee_appel=GOOGL

Das Buch wird am 2. September 2002 vom salafidischen Verlag Tawhid erneut aufgelegt.

(31) Le "Top 50" des "Prêcheurs de Haine" selon Taguieff. Coutte Alain, Le Nouveau Monde.Info, 16 octobre 2004
http://www.mercure5s5i.com/lenouveaumonde/article.php?art=29 5
http://www.geostrategie.com/cogit_content/a_lire_voir/LeTop5 0desPrcheursdeHaines.shtml

(32) Manifestation de soutien à Al Manar TV devant le siège en video.
7 décembre 2004
http://www.islamiya.info

(33) "Il ya une latitude dans l´humour qu´il faut défendre". 3 Questions à Dieudonné. Propos recueillis par Laure Gnagbé. nouvelObs.com, 10 décembre 2004
http://permanent.nouvelobs.com/culture/20041210.OBS3447.html

(34) Dieudonné et Bouras manifestent pour Al-Manar. NOUVELOBS.COM,
8 décembre 2004
http://permanent.nouvelobs.com/culture/20041208.OBS3170.html

Poursuivi pour propos racistes, l´humoriste Dieudonné a été relaxé en appel. LEMONDE.FR avec AFP, 10 décembre 2004
http://www.lemonde.fr/web/recherche_articleweb/1,13-0,36-390 492,0.html

Dieudonné: une grande victoire contre les "Lobbies qui n´existent pas". Par AFP/ Alain Coutte, Nouveau Monde.Info, 10 décembre 2004
http://www.mercure5s5i.com/lenouveaumonde/index.html

(35) Al-Manar interdite en France. TF1.fr/LCI, 13 décembre 19:20hs
http://news.tf1.fr/news/france/0,,3191038,00.html

(36) Al-Manar a demandé à Arabsat d´arrêter sa diffusion via Eutelsat. AFP. Le Matin, Maroc, 14 décembre 2004, 17h55
http://www.lematin.ma/infos/infos.asp?id=19636

(37) En mettant fin à ses émissions, Al Manar calme le jeu. AFP. TV5.org, 14 décembre 2004, 19h15 GMT
http://www.tv5.org/TV5Site/info/afp_article.php?rub=med&idAr ticle=041214191509.xmz09qut.xml



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