
Christian Chesnot, Georges Malbrunot und die abenteuerlichen Unternehmungen des Didier Julia - Philippe Brett und Phillippe Evanno in Untersuchungshaft (Stand: 28. Dezember 2004)
Am 22. Dezember 2004 entsteigen zur Freude ganz Frankreichs die beiden seit dem 20. August 2004 in Geiselhaft gehaltenen Journalisten Christian Chesnot, Radio France International, und Georges Malbrunot, Le Figaro, nach einem Zwischenaufenthalt in Zypern in recht guter Verfassung auf dem Militärflugplatz Villacoublay dem Regierungsflugzeug Falcon 900.
Georges Malbrunot ist in Hochform und erklärt umgehend seine Empörung über die gescheiterte Befreiungsaktion des UMP-Abgeordneten der Nationalversammlung Didier Julia und seiner Mitstreiter, vom September 2004: "Es gab eine Scheinfreilassung, am 22. September, auf Grund von Hochstaplern und Mythomanen in Frankreich. Ich bin empört über das Verhalten (von Didier Julia), das ist ein Spiel mit dem Leben zweier Landsleute, das verdient nur Verachtung." Die beiden befreiten Geiseln beteuern, niemals etwas mit dieser Gruppe zu tun gehabt, sie nicht einmal von ferne gesehen zu haben. (1)
Der UMP-Abgeordnete Didier Julia und die "Amitiés franco-irakiennes"
Der politisch sehr weit rechts angesiedelte Didier Julia ist kein Hinterbänkler, sondern er ist Mitglied des Außenpolitischen Ausschusses der Nationalversammlung und Vizepräsident der 1985 gegründeten französisch-irakischen Freundschaftsgesellschaft des Jean-Pierre Chevènement und des Paters Michel Lelong "Amitiés franco-irakiennes". Dort versammeln sich linke und rechtsextreme Souveränisten, Journalisten, Schriftsteller, Botschafter und Geschäftsfreunde des Diktators Saddam Hussein. (2)
Wer sich zu dieser Gesellschaft hingezogen fühlt, sieht man an der Unterschriftenliste gegen den Irakkrieg. Gaullisten, Hochschullehrer, Botschafter, Geschäftsleute mit Interessen im Irak finden nichts dabei, gemeinsam mit dem rechtsextremen Schriftsteller Alain de Benoist, den rechten Souveränisten Jean-Paul Bled und Paul-Marie Coûteaux, dem Holocaustleugner Claude Karnooh und dem Anwalt hoffnungsloser Fälle Jacques Vergès einen Appell zu unterschreiben, in dem die französische Regierung aufgefordert wird, im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen den Irakkrieg einzulegen. (3)
Einen weiteren Eindruck von dieser Gesellschaft gewinnt man durch die Lektüre ihres Informationsbulletins, vom Juli 2003: Anti-Amerikanismus und Israelfeindschaft pur sowie die Aufforderung an die französische Regierung, den irakischen Widerstand zu unterstützen. Die uneingeschränkte Bewunderung für den Diktator Saddam Hussein wird in dem Blatt ausgedrückt und die Frage gestellt: "War Israel einer der geheimen Kriegführenden des anglo-amerikanischen Angriffskrieges im Irak?" Mit US-Marines operierende israelische Kommandos seien im Irak, um dort 500 irakische Wissenschaftler zu ermorden, berichte ein französischer General, dessen Name nicht veröffentlicht würde, bestätigt von einem israelischen Journalisten der Zeitung Maariv, dessen Name ebenfalls nicht genannt wird.
"Keine Beziehung zu einer unter amerikanischer Aufsicht stehenden irakischen Regierung" ist die Devise eines Kommuniqués der Generalversammlung dieser Gesellschaft, vom 19. Juni 2003.
Ein Komitee zur Freilassung des ehemaligen Vizepremierministers Tarek Aziz wird, am 19. Mai 2003, von der Gesellschaft gebildet. Didier Julia, der Freund des Tarek Aziz, ist einer der Erstunterzeichner der Petition, außerdem Mitglieder des französischen Militärs, Pater Michel Lelong, Claude Karnooh, Alain de Benoist, die Ehefrau des Terroristen Carlos und seine Verteidigerin Isabelle Coutant-Peyre, der tunesische Holocaustleugner Mondher Sfar und die Deutsche Elisabeth Schneider, aus dem PDS-Landes- und Kreisvorstand Frankfurt, um nur einige zu nennen. (4)
Die Solidarität mit den Palästinensern darf nicht fehlen und so wird die Irakberichterstattung durch ein Interview mit dem notorischen Israelfeind Israel Shamir, dem "israelischen Dissidenten" ergänzt: "Es ist wichtig, die Inbesitznahme unseres Geistes durch die Medien und ihre Fähigkeit, uns zu manipulieren, zu brechen." (5)
Didier Julia arbeitet mit Präsident Jacques Chirac zusammen
Didier Julia, den seine Mitarbeiter als dem Präsidenten Jacques Chirac sehr nahestehend bezeichnen, ist unermütlich im Irak tätig. Im Februar 2003 sorgt er dafür, dass irakische Kunstschätze sicher verstaut werden. Er wird durch seine Parteifreunde kritisiert, er träfe geheime Absprachen mit Saddam Hussein. Daran ist aber nichts wahr, sondern französische Wissenschaftler, vor allem der Fachzeitschrift Archeologia - Magazine, informieren Jacques Chirac vorab, und er profitiert vom Wohlwollen seiner Dienste. Jacques Chirac wird später von "Verbrechen gegen die Menschheit" sprechen, wenn von den Plünderungen des Bagdader Museums die Rede ist. (6)
"Ich diene meinem Vaterland, da die französische Diplomatie im Nebel stochert", sagt Didier Julia in einem Interview mit dem Parisien. Sein erster Abflug nach Amman, am 5. September, geschieht in einem Privatjet des Präsidenten der Elfenbeinküste Laurent Gbagbo. Ein ehemaliger hoher Regierungsbeamter, der heute für ein Unternehmen mit bedeutenden Interessen im Nahen Osten arbeitet, meint, dass die französischen Geheimdienste nur wenige Agenten im Irak hätten:
"Das einzige französische Netzwerk, das noch direkte Kontakte auf der irakischen Szene hat, ist dasjenige, das an die Bewegung der extremen Rechten gebunden ist. Und wenn man nichts anderes hat ... bedient man sich seiner." (7)
Zu diesem Netzwerk gehört der UMP-Abgeordnete Didier Julia. Vorab informiert er den Präsidenten der Nationalversammlung von dem geplanten Unternehmen. Am 10. September fliegen er und eine von ihm gebildete abenteuerliche Gruppe, angeblich ausgestattet mit Koffern voll Geld, vom Flughafen Le Bourget wiederum im Privatjet des Laurent Gbagbo nach Amman. Alle relevanten Kreise der französischen Politik sind durch eine "note blanche" eingeweiht. Der Jacques Chirac ergebene Pierre Brochand, Chef des Auslandsgeheimdienstes Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE) informiert u.a. Präsident Jacques Chirac, das Verteidigungs- und das Außenministerium, das der Gruppe die benötigten Visa für Syrien vermittelt.
Die Männer der DGSE sähen das Unternehmen nicht gern, hielten die Gruppe aber nicht davon ab. Sie selbst könnten zu der Zeit die Entführer nicht einmal verorten, geschweige denn Kontakt mit ihnen herstellen, sie stocherten ebenfalls im Nebel und müssten nun zusehen, welche dubiose Crew mit Unterstützung eines afrikanischen Präsidenten auf die Reise gehe: (6)
Philippe Brett, Gründungsmitglied des Office français pour le développement de l´industrie et de la culture (Ofdic), einer pro-irakischen Gesellschaft zur Förderung der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit Frankreichs mit dem Irak zur Zeit des Saddam Hussein. Philippe Brett ist ein ehemaliger Marinekommandant, Hubschrauberpilot und Kampfschwimmer mit ausgezeichneten Kontakten zum militärischen Geheimdienst Sécurité militaire de la Défense (DPSD). Er verläßt seine militärische Laufbahn und wird zwischen 1997 und 1998 Leibwächter der Nummer Zwei des Front National Bruno Gollnisch, der selbst ehemaliger Offizier des militärischen Geheimdienstes beim Generalstab ist. Heute ist Philippe Brett als pro-irakischer Lobbyist im Sinne des "Ancien régime" des Saddam Hussein tätig. (7)
Bruno Carnez, ein ehemaliger Direktor der UNESCO, der eng liiert ist mit dem Waffenhändler Mustapha Aziz, dem diplomatischen Berater der Elfenbeinküste in der UNESCO.
Philippe Evano, Professor für Geschichte an der Sorbonne, rechter Souveränist aus dem Umkreis von Charles Pasqua, Freund des Didier Julia und ehemaliges Mitglied der "Réseaux Foccart", des Jacques Foccart, seinerzeit Berater der Präsidenten Charles de Gaulle, Georges Pompidou und später des Premierministers Jacques Chirac.
Mustapha Aziz, in Paris wohnhafter Libanese mit marokkanischem saudischem und Elfenbeinküstenpaß, Geschäftsmann, Diamanten- und Waffenhändler, gemeinsam mit dem Pastor Moïse Koré Berater des Präsidenten der Elfenbeinküste Laurent Gbagbo. (8)
Als es scheitert, wird das Unternehmen des Didier Julia von allen, die in den politischen Kreisen Frankreichs etwas auf sich halten, als "abenteuerliches Unterfangen" eingestuft, mit dem niemand jemals etwas zu tun hatte, als "initiative totalement personnelle" des Abgeordneten Didier Julia. Der Präsident der Regierungspartei UMP in der Nationalversammlung Bernard Accoyer erwägt, seinen Parteifreund aus der UMP-Fraktion der Nationalversammlung auszuschließen. Der Fall werde am 18. Januar verhandelt. Didier Julia meint hingegen, die verfehlte Diplomatie des Außenministeriums habe es mit sich gebracht, dass die Geiselnahme, die in vier Tagen hätte beendet gewesen sein können, vier Monate gedauert habe: "1000 Dollar, zwei oder drei Handys und vier Ziegen" hätten der Preis sein können. Der Außenminister Michel Barnier jedenfalls sei "nul", inkompetent: "Ich werde Beweise bringen ..., Barnier wird sich erklären müssen. Und das wird dahin führen, dass er seine Funktionen niederlegt." (1)
Wer ist für die Entführungen verantwortlich?
Eine Frage allerdings ist noch nicht beantwortet: Warum beschäftigen sich die Medien so ausführlich mit der mißlungenen Unternehmung des Didier Julia? fragt Enrico Porsia, von Amnistia.net. Wovon soll abgelenkt werden?
Die Verhandlungen der Gruppe des Didier Julia werden niemals unterbrochen, und die DGSE profitiert von den Ergebnissen. Das Epizentrum dieses Falles liege nicht in Bagdad, sondern in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Für Syrien bekommt auf Vermittlung des französischen Außenministeriums nicht nur Didier Julia, sondern auch Philippe Brett ein Visum. Er sei bis zum letzten Tag der Geiselhaft und darüber hinaus in die Verhandlungen eingeschaltet. "Heute bewegt sich in einigen Regionen des Irak nichts ohne den guten Willen von Damaskus," sagt ein französischer Diplomat. Die Frage bestehe also, was Frankreich Damaskus angeboten haben könnte, um die Geiseln frei zu bekommen. Damaskus wolle vielleicht aus der Geiselfreilassung diplomatischen Vorteil ziehen und seine Beziehungen zu Frankreich verbessern. Seit der von Frankreich mit getragenen UN-Resolution, vom 2. September, die den Abzug Syriens aus dem Libanon fordert, hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Ländern sehr verschlechtert. Diese Fragen seien ziemlich lästig für die Regierung, vor allem für Präsident Jacques Chirac. (9)
Nun sind alle gespannt, wie die Politik Frankreichs im Irak weitergeht. Die USA jedenfalls hätten ihrer Freude über die Geiselfreilassung Ausdruck gegeben, berichtet China Radio International im Jahre Frankreichs in China. Der Sprecher des US-Außenministeriums Richard Boucher habe sich jeder Spekulation über die Bedingungen enthalten: "Wir waren nicht einbezogen in die Verhandlungen oder Diskussionen, sie müßten sich an die französische Regierung wenden", um Fragen beantwortet zu bekommen. Die Politik der USA sei, keinerlei Konzessionen an Geiselnehmer oder Terroristen zu machen, und er habe ergänzt: "Wir hoffen, dass die anderen Länder der Welt (diese Politik) ebenfalls anwenden." (10)
Philippe Brett und Phillippe Evanno in Untersuchungshaft
Bevor etwas weitergeht mit der Politik Frankreichs im Irak, wird Philippe Brett und Philippe Evanno aus dem Team des Didier Julia erst einmal die Freiheit entzogen. Sie werden am Montagmorgen, den 27. Dezember, von der Division nationale anti-terroriste (DNAT), der Nationalen Antiterrorismus-Abteilung, in Untersuchungshaft genommen des Verdachts von "heimlichen Verbindungen zu einer ausländischen Macht oder deren Agenten der Art, grundlegenden Interessen der Nation zu schaden, besonders seiner Diplomatie und dem Schutz seiner Bevölkerung" wegen, gleichbedeutend mit Bezichtigung der Spionage. Didier Julia wird zunächst ausgespart. man müßte auch, um ihn einzusperren, seine Immunität aufheben, was sich zwischen den Festtagen wohl niemand traut. Der französische Außenminister begibt sich derweil zu den geschundenen Opfern der Tsunami- Sturmflut. Er ist weit weg.
Das sieht nach allem, was von der Mission des Didier Julia bekannt ist, wie eine Komödie aus, ist es aber keineswegs. Didier Julia droht damit, Einzelheiten der Mission auszupacken und zu dokumentieren, und Philippe Evanno sagt dem Parisien, am 25. Dezember: "Wenn´s sein muß, sind wir bereit, die große Enthüllung weiterzuführen! Die französische Regierung sollte die schweren Konsequenzen bedenken, die das für den französischen Staat haben könnte."
Die Libération berichtet nicht, was diese juristische Aktion bedeutet. Sie ist nämlich nicht der Einzelheiten wegen interessant, sondern aus grundsätzlichen Folgen, die sie für die Transparenz des Falles haben wird.
Die Einleitung eines juristischen Verfahrens macht die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses unmöglich. Außerdem kassieren die vermummten mit "Kriegswaffen" ausgestatteten Polizisten bei der Durchsuchung des Hauses von Philippe Brett, in Anwesenheit von dessen Frau und ihrem Baby, Dokumente ein, die Didier Julia vorlegen will, um die Umstände seiner Mission zu erhellen. Beweise und Fakten, die dazu hätten dienen sollen, sind nun beschlagnahmt für einen eventuellen Prozeß, über dessen Eröffnung am Mittwoch, 29. Dezember, entschieden wird.
Schon jetzt ist die Frage erlaubt, wie die Gruppe des Didier Julia angeblich ohne Wissen der französischen Regierung mindestens zweimal vom Flughafen Le Bourget aus mit dem Privatjet des ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo losfliegen kann, wie die "note blanche" des Pierre Brochand, Chef des Auslandsgeheimdienstes Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE), die vom französischen Außenministerium vermittelten Visa für Syrien und manches mehr erklärt werden sollen.
Inzwischen ist die Inhaftierung von Philippe Brett und Philippe Evanno um weitere 24 Stunden verlängert worden. Die französische Regierung scheint sich des leidigen Falles durch Wegschließen der Akteure und durch Beschlagnahme der Unterlagen entledigen zu wollen. Sie wird ihre Kollaboration mit der rechtsextremen, Saddam Hussein-freundlichen Gruppe nicht ungeschehen machen können, im Gegenteil, mit jeder dieser Maßnahmen delegitimiert sie sich mehr. (11)
25. Dezember 2004 - Aktualisiert am 28. Dezember 2004
Quellen
(1) Les ex-otages démentent avoir vu l´"émissaire" de M. Julia. LE MONDE, 24 décembre 2004. MIS A JOUR LE 24 décembre 2004, 15h51
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3224,36-391932,0.h tml
Chesnot et Malbrunot n´ont jamais "perdu espoir".
NOUVELOBS.COM, 23 décembre 2004
http://permanent.nouvelobs.com/etranger/20041222.OBS4444.htm l
(2) Les "Amitiés franco-irakiennes"
http://amiraq.free.fr/historique/story_01.html
(3) APPEL Pour un VETO de la France à la guerre contre l´Irak. Les "Amitiés franco-irakiennes", Paris, le 2 octobre 2002
http://amiraq.free.fr/commun/petition_01.html
(4) Rouges-Bruns: une nouvelle passerelle, via Bagdad... Par Didier Daeninckx. Amnistia.net, lundi 30 juin 2003
http://www.amnistia.net/siteabon/news/articles/fascdoss/aziz peti/azizpeti.htm
(5) France Irak actualités. Bulletin d´informations des Amitiés Franco-Irakiennes
No 14, juillet 2003
http://www.iraqtual.com/divers/BulletinIrak14.pdf
(6) Didier Julia et un raton-laveur. Par Pierre Lefebvre. Primo-Europe.org
http://www.primo-europe.org/documents.php?numdoc=Do-59065405 8
(7) Affaire Julia: les réseaux de l´extrême droite couverts par l´Elysée? Par Raphaël Gardel. Amnistia.net, mercredi 6 octobre 2004
http://www.amnistia.net/siteabon/news/articles/guerirak/juli a/julia_224.htm
(8) Controverse d´autour d´une "mission". Le Figaro, 24 décembre 2004
http://www.lefigaro.fr/international/20041224.FIG0015.html
Les autorités françaises n´ont clairement désavoué l´équipée du parlementaire qu´au moment de son échec. LE MONDE, 23 décembre 2004, 14h18
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3218,36-391817,0.h tml
(9) Otages français: La piste des "services" syriens. Par Enrico Porsia. Amnistia.net, jeudi 23 décembre 2004
http://www.amnistia.net/siteabon/news/articles/guerirak/serv syr/servsyr_1224.htm
(10) Les Etats Unis saluent la libération des deux otages français, China Radio International, 23 décembre 2004
http://fr.chinabroadcast.cn/1/2004/12/23/47@50813.htm
(11) Deux proches de Didier Julia en garde à vue. Par H.N. avec E.A., Libération, mardi 28 décembre 2004
http://www.liberation.fr/page.php?Article=264577
Garde à vue prolongée pour deux collaborateurs de Didier Julia, Reuters France, 28 décembre 2004
http://www.reuters.fr/locales/c_newsArticle.jsp?type=topNews &localeKey=fr_FR&storyID=7193921
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