
Pornographie der Erinnerung. Der Humorist Dieudonné geht zum Gegenangriff über
Gern und häufig gesehen in der Samstagabendsendung von France 2 "Tout le monde en parle" des Thierry Ardisson ist der Komiker und notorische Antisemit Dieudonné M´bala M´bala, von seinen Fans liebevoll "Dieudo" genannt, der zu den Europawahlen 2004 eine Liste "Euro-Palestine" anführt, die "Fahnenträgerin des Antizionismus". Bei Wahlveranstaltungen dieser Liste in den Universitäten in und um Paris versammeln sich in aller Öffentlichkeit die Antisemiten und bringen ihre Hetze an die Anwesenden. (1)
Dieudonné wendet sich auch, wie der Freund des Holocaustleugners Roger Garaudy, der "Père blanc" Michel Lelong und der Judoka Djamel Bouras gegen das Sendeverbot für den Sender der Terrororganisation Hezbollah Al Manar TV. Mit Djamel Bouras demonstriert er am 7. Dezember 2004 vor dem Gebäude des Rundfunk- und Fernsehrates CSA. (2)
Die Liste "Euro-Palestine" erhält 1,83 Prozent der Stimmen. 50 000 Franzosen stimmen damit für Dieudonné, für Antisemitismus, für den Abzug der israelischen Armee aus den palästinensischen Territorien, für Sanktionen gegen Israel und für die Entsendung, auf Initiative der EU, einer Truppe zum Schutze der palästinensischen Bevölkerung.
Philippe Krebs fragt den Komiker am 30. Januar 2005: "Um vom Fernsehen zu reden, was interessant war bei Deinem Auftritt bei Ardisson, das war, daß man gespürt hat, daß Ihr im Zwist ward, und daß sich das dann fast in Versöhnung wendete ... Dieudo, endlich gibt man Dir die Hand." Dieudonné antwortet darauf, daß er aber leider nicht über Palästina sprechen dürfe: "Merkwürdig, daß er daraus ein Politikum macht, nachdem er einer derjenigen war, die darüber die Debatte eröffnet hatten. Er lud regelmäßig Tariq Ramadan und Leïla Shahid ein." Privat sei Thierry Ardisson eher pro-palästinensisch und nicht gerade begeistert "von einer gewissen in Frankreich existierenden zionistischen Lobby". (3)
Dieudonné ist ein Star, und das ist der eigentliche Skandal
Die französischen Medien können nicht genug bekommen, ihn einzuladen und über ihn zu berichten, und die Gerichte Frankreichs, die von einigen von Dieudonné beleidigten Menschen angerufen werden, sprechen den Komiker frei, im Juni das Berufungsgericht für seine Äußerung, er ziehe "das Charisma Bin Ladens dem des George W. Bush" vor, und zuletzt am 10. Dezember 2004. Nein, er hat sich in dem Artikel in "Le Monde", vom 7. Januar 2004, nicht rassistisch gegen Juden geäußert. In den beanstandeten Äußerungen klagt Dieudonné die "medialen Manipulationen der jüdischen Bevölkerung" sowie eine "sehr mächtige Lobby" an, die "die Hand über alle Medien" halte. Das Berufungsgericht weist zwei Kläger ab, da sie nicht persönlich beleidigt worden seien.
Der Skandal ist, daß solche Äußerungen offensichtlich kein öffentliches Interesse berühren. Dieudonné ist bislang noch kein einziges Mal seiner Haßtiraden wegen zur Rechenschaft gezogen worden. "Von jetzt an gehen wir gegen diejenigen vor, die ihn angreifen", sagt sein Anwalt. (4)
Ein weiterer Skandal ist, daß Zeitungen wie "Le Monde" derartige antisemitische Artikel veröffentlichen. Dieselbe Zeitung berichtet ihren Lesern nun über die Ausfälle des Komikers in Alger. Wenn man für die letzte Woche "Dieudonné" in die interne Suchmaschine der "Le Monde" eingibt, so erhält man fünf Treffer: (5)
- Äußerungen des Humoristen Dieudonné über die Shoah rufen Empörung hervor
- Dieudonné reagiert auf die Worte von Herrn Raffarin und bleibt dabei
- Der von neuem des Antisemitismus angeklagte Humorist versucht, sich zu rechtfertigen
- Jean-Pierre Raffarin greift das Spektakel des Dieudonné an. Autorin: Ariane Chemin
- Dieudonné ist Gegenstand einer Voruntersuchung wegen Infragestellens von Verbrechen gegen die Menschheit. Autorin: Pascale Robert-Diard
Auf diesem Hintergrund betrachtet, sind die alljährlichen Dîner des Conseil Représentatif des institutions juives de France (CRIF) mit dem Premierminister Frankreichs als Ehrengast und bei Anwesenheit einer großen Anzahl von Ministern seines Kabinetts (in diesem Jahr sind es 17), nur noch peinlich. Anwesend sind, am 12. Februar 2005, und herzlich angeredet vom Ehrengast werden der Präsident des Senats, der Präsident der Nationalversammlung, Abgeordnete der Nationalversammlung, die Ministerin a.D. Simone Veil, Botschafter, der Bürgermeister von Paris, der Präsident des Regionalrates, Vertreter der Religionen und der Präsident des CRIF.
Vor ihnen allen versichert Jean-Pierre Raffarin unter Beifall, wie energisch die französische Regierung und die Behörden gegen den Antisemitismus in Frankreich vorgehen. (6)
Es ist ein Déja-vu. Schon im letzten Jahr läuft es so ab und in den Vorjahren ebenso, nur daß bei diesem Dîner des sechzigsten Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz gedacht und Frau Simone Veil als Auschwitzüberlebende besonders angesprochen wird. Am 31. Januar 2004 erzählt der Festredner Jean-Pierre Raffarin den 800 anwesenden Gästen:
"Ich sage den Juden Frankreichs: Haben Sie keine Angst, lassen Sie sich nicht herausfordern von denen, die Sie von der nationalen Gemeinschaft trennen wollen. ... Sie können Frankreich vertrauen, weil Sie Frankreich sind, weil jeder von Ihnen einen Teil des gemeinsamen Gutes besitzt, das unser Land ist." (7)
Il n´y en est rien - nichts davon ist wahr. Es sind hohle Sprüche, wie man beispielsweise an dem Urteil des Berufungsgerichtes, vom 10. Dezember 2004, sieht. Vielleicht ist ja der Präsident des Berufungsgerichtes auch unter den vom CRIF geladenen Gästen? Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!
"Le Monde" berichtet "mit AFP und Reuters"
"Le Monde" informiert, und zwar "mit AFP und Reuters", unkommentiert, ohne daß ein verantwortlicher Journalist seinen Namen hergäbe, über die Äußerungen Dieudonnés, vom 16. Februar 2005, in Alger. Dort qualifiziert der die Shoah und die Gedenkveranstaltungen zum sechzigsten Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz als "pornographie mémorielle", als Erinnerungspornographie: "Das wird zur Überdosis, das wird ungesund." Die französische Justiz sieht sofort Schwierigkeiten, den Komiker zu belangen, und der Antisemit kann auch diesmal berechtigt hoffen, unbehelligt davonzukommen; denn er tut seine Äußerungen im Ausland, "präzisiert eine Quelle nahe an dem Fall". Das Gesetz allerdings, berichtet "Le Monde" mit AFP und Reuters, kann sehr wohl gegen Delikte vorgehen, die Franzosen im Ausland begehen. Deutlicher kann die Voreingenommenheit der französischen Justiz nicht zum Ausdruck kommen.
Dieudonné geht in Alger auf einer Pressekonferenz ein auf die Rede des Jean-Pierre Raffarin beim Dîner des CRIF, den er als eine "verfassungswidrige und sektiererische Organisation" bezeichnet. "Raffarin persönlich war am letzten Wochenende beim CRIF, und er klagt mich an, weil man dieser Gaunertruppe immer in den Arsch kriechen muß, diesen Mafiosi, die im Begriff sind, die französische Republik in einen Bürgerkrieg zu zerren", sagt er und beklagt "die vollständige Unterwerfung der Führer und Verantwortlichen Frankreichs unter den Willen des CRIF". Zionistische Autoritäten, die das Filmgeschäft dirigierten, hätten ihn gehindert, einen Film über die Geschichte der Schwarzen zu drehen. Dann zitiert "Le Monde" den Vorsitzenden des Parti Socialiste François Hollande, der indigniert ist über die Äußerungen, die nicht nur eine juristische, sondern auch eine politische Anklage verdienten.
Auch der "Mouvement contre le racisme et pour l´amitié entre les peuples (MRAP)", die Bewegung gegen den Rassismus und für Völkerfreundschaft (sic!), empört sich. Diese Organisation tut seit Jahren nichts anderes, als sich über "Islamophobie" zu beklagen. Gegen Antisemitismus tritt sie nicht ein. Ihr Vorsitzender Mouloud Aounit ist ein enger Freund des Islamisten Tariq Ramadan. Der MRAP hieß bei seiner Gründung "Mouvement contre le racisme et l´antisémitisme", Bewegung gegen Rassismus und Antisemitismus. Zahlreiche Juden, die Shoah und Zweiten Weltkrieg überlebten, sind unter den Gründern. Das ist lange her und vergessen.
Am 18. Februar streitet Dieudonné alles ab. Er habe nur aus einem Buch der israelischen Historikerin Idith Zertal zitiert. Da wird sich die französische Justiz freuen. (8)
"Libération" übernimmt den Bericht von Reuters
Auch die "Libération" findet keinen ihrer Mitarbeiter, der seinen Namen für einen Artikel über die Äußerungen Dieudonnés und einen Kommentar dazu hergäbe. Immerhin bringt sie, wie "Le Monde", die Nachricht schon zwei Tage nach dem Ereignis! Auch sie zitiert den Vorsitzenden des Parti Socialiste François Hollande, der sagt, die Zuschauer der Vorstellungen des Dieudonné sollten sich betroffen fühlen von seinen Äußerungen.
Dann zitiert die "Libération" noch Bernard-Henry Lévy, der meine, Dieudonné sei inzwischen "ein Sohn von Le Pen". (9)
Vielleicht traut sich das Blatt nicht, Stellung zu beziehen, weil das die Sicherheit der Geisel Florence Aubenas gefährden könnte? Mit Paul Landau kann man der Meinung sein, daß Frankreich sich durch seine Politik von einer westlichen Macht in einen "privilegierten Partner" der arabisch-islamischen Welt verwandelt hat. Die Medien jedenfalls spielen diese Rolle heute freiwillig. Antisemiten wie der Komiker Dieudonné sind das direkte Ergebnis dieser Politik. (10)
Es ist ein Armutszeugnis, das man diesen beiden großen französischen Zeitungen ausstellen muß. Feige schrecken sie davor zurück, klar Stellung zu beziehen. Sie verschanzen sich hinter anderen, hinter AFP, Reuters und François Hollande.
Der Nouvel Observateur zitiert AP
Der Nouvel Observateur zitiert zur Abwechslung die Agentur AP. Auch diese Zeitschrift hält es für unangebracht, sich mit eigenen Meinungen zu profilieren. Sie sitzt das aus bis mehr Klarheit herrscht, auf welche Seite man sich zu schlagen hat - wie die anderen. Dieudonné bestreite, von "pornographie mémorielle" gesprochen zu haben. Damit werde auch der Site Proche-Orient.info widersprochen, die am Samstag direkt aus Alger berichtet. "Ich bin unschuldig ... Wir bitten Dominique Perben, eine Untersuchung zu eröffnen und den Autor dieser abscheulichen Äußerung zu finden." Haltet den Dieb! In einem Interview mit der algerischen Tageszeitung "L´Expression", vom Samstag, erklärt er: "Der Zionismus ist das AIDS des Judaismus." (11)
Der Nouvel Observateur ist die Zeitschrift, die es für richtig hält, Charles Enderlin in ihr Forum zu bitten, wo er noch einmal seine Lüge von der aus dem Film herausgeschnittenen Agonie des Mohammed al-Dura wiederholen kann. Handelt es sich um solche Fälle, ist die Zeitschrift hilfreich zur Stelle. Zum Fall des Dieudonné gibt sie wie "Le Monde" und "Libération" keinen eigenen Kommentar ab. (12)
Proche-Orient.info hat die Pressekonferenz in Alger mitgeschnitten
Das Video mit den Äußerungen Dieudonnés stellt Proche-Orient auf seiner Site bereit und schreibt dazu: "Das, was er am Nachmittag der Presse vorführte, war beschnitten. Proche-Orient.info war auf seiner Pressekonferenz, um 14 Uhr, im Pariser Theater ´de la Main d´Or´. Dieudonné zeigt den Journalisten einen gefilmten Ausschnitt seiner Pressekonferenz in Alger, beschnitten von allem, was dem Satz über die ´pornographie mémorielle´ vorhergeht. Er weigert sich auch, genau zu präzisieren, auf was sich die Worte beziehen." (13)
Das kennt man nun schon von Charles Enderlin und seinem Mohammed al-Dura Scoop. Dieudonné ist, was das angeht, lernfähig. Diejenigen, die französisch verstehen, mögen sich selbst anhören, was Dieudonné auf der Pressekonferenz in Alger sagt. Ich habe das Video gesehen und genau das gehört: er spricht von einer "pornographie mémorielle" und beleidigt den CRIF, wie oben geschildert und noch mehr. (14)
Dieudonné stellt sich als Opfer hin oder: Zuviel Erinnerung führt zur Amnesie
Nun sollte man dazu übergehen, die Agenturmeldungen ohne Umweg über die armseligen französischen Medien zu lesen. Reuters titelt: "Dieudonné leugnet die Shoah nicht, er stellt sich als Opfer hin". Er habe nur gesagt, man gedächte der Shooah zu viel, im Vergleich zu anderen Verbrechen. Auch den Ausdruck "pornographie mémorielle", Erinnerungspornographie, habe er nie gebraucht. Das ist, wie man sich bei Proche-Orient.info überzeugen kann, eine Lüge.
Reuters berichtet: "Umgeben von einem kräftigen Ordnerdienst und einer Gruppe von Anhängern hat der Humorist die Aufzeichnung seiner Pressekonferenz von Alger vorgeführt und gemeint, er wäre das Opfer einer Erfindung der Presse gewesen."
Reuters zählt dann noch einige Prozesse auf, in denen allen Dieudonné aber von den ihm gemachten Vorwürfen des Antisemitismus freigesprochen wird. Allerdings sei er in einem Prozeß in Avignon, im Mai 2004, zu 5000 Euro Strafe verurteilt worden wegen Rassismus in Bezug auf Juden. (15)
Es ist noch nicht bis zu Reuters gedrungen, daß Dieudonné auch in dem Prozeß vom Berufungsgericht freigesprochen wird und von jetzt an mit seinem Anwalt gegen die vorgehen wird, die ihn angreifen. (4)
Damit droht der Anwalt in diesem Fall, wie "Le Monde" berichtet, die nun doch eine Mitarbeiterin findet, die ihren Namen unter einen Bericht setzt. Pascale Robert-Diard heißt die mutige Person, die auch gleich zur Site von Proche-Orient.info verlinkt. Dieudonné behauptet, er habe eine israelische Historikerin zitiert, Idith Zertal, und ihr letztes Werk "La Nation et la mort, la Shoah dans le discours et la politique israélienne", Die Nation und der Tod. Die Shoah in Diskurs und Politik Israels. So sind wieder die Juden selbst schuld. Dieudonné ist das Opfer. (16)
Man kann davon ausgehen, daß Dieudonné, am 14. Januar 2005, rechtzeitig vor dem Gedenktag, am 27. Januar, und zur Vorbereitung seines Auftritts in Alger die beliebte Sendung des Daniel Mermet hört, "Là-bas si j´y suis". Da spricht die israelische Historikerin Idith Zertal ausführlich über die Instrumentalisierung der Shoah für politische Zwecke. Im Interview sagt sie es selbst:" Zuviel Erinnerung führt zur Amnesie", zum Gedächtnisschwund also. Daniel Mermet braucht sie nur zu Wort kommen zu lassen und Dieudonné M´bala M´bala die Nachricht weiter zu verbreiten. Wer französisch kann, der höre sich das Interview an. (17)
Und so droht Dieudonnés Anwalt François Roux und spricht dabei in Rätseln: "Jeder behalte einen kühlen Kopf bei Strafe von schweren Enttäuschungen, bevor er sich in ein medial-juristisches Abenteuer stürzt." Sein Mandant habe den Verantwortlichen von Proche-Orient.info ein "formelles Dementi" zukommen lassen. (18)
Affaire à suivre. Wetten werden entgegen genommen, daß Dieudonné auch diesmal ungeschoren bleibt, und daß der Premierminister, wer immer es nächstes Jahr ist, beim CRIF Dîner wieder seine Sprüche klopft über den Kampf der französischen Regierung und ihrer Behörden gegen den Antisemitismus ...
21. Februar 2005
Dieudonné geht zum Gegenangriff über
Das Opfer Dieudonné geht nunmehr mit einer Klage, die sein Anwalt François Roux beim französischen Generalstaatsanwalt einreicht, zum Gegenangriff gegen die Online-Zeitung Proche-Orient.info über. Dieudonné räumt zwar ein, von "pornographie mémorielle", von Erinnerungspornographie gesprochen zu haben, er habe damit aber nicht, entgegen der Behauptung von Proche-Orient.info, die Shoah als eine "pornographie mémorielle" bezeichnet, sondern "die Instrumentalisierung, die gewisse Leute mit der Erinnerung betrieben." Proche-Orient.info hat seine Behauptung, er habe gesagt, "la Shoah est une pornographie mémorielle", in dieser Form längst zurückgezogen und dahingehend korrigiert, daß Dieudonné mit diesem Begriff die Shoah gemeint habe. Es würde auch gar keinen Sinn machen, die Shoah selbst als Erinnerungspornographie zu bezeichnen, so daß mit der Klage nur deutlich wird, wie sich dieser Antisemit jetzt aus der Affäre ziehen will.
Eine andere Erklärung für Dieudonnés Ausfälle kann es nicht geben; denn der Komiker macht diese am 16. Februar 2005, nach Zeremonien in ganz Frankreich zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz. Jacques Chirac weiht zu diesem Anlaß am 25. Januar im Marais, im Zentrum von Paris, im Beisein der ehemaligen Ministerin und Präsidentin der Fondation pour la mémoire de la Shoah Simone Veil, des Präsidenten des Denkmals Eric de Rothschild, des Präsidenten des CRIF Roger Cukierman, des Präsidenten der Association des Filles et Fils des déportés juifs de France, der Vereinigung der Töchter und Söhne der jüdischen Deportierten Frankreichs Serge Klarsfeld, des Präsidenten der französischen Nationalversammlung Jean-Louis Debré, dem Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë und zahlreichen Ministern sowie von Bernardette Chirac und Anne-Marie Raffarin das Denkmal der Shoah ein.
Genau auf dieses Ereignis beziehen sich die haßerfüllten Äußerungen des Dieudonné und seine Beleidigungen des CRIF. Selbst wenn die Haarspaltereien über die "pornographie mémorielle" entfielen bliebe noch genug übrig, gegen den Komiker zu klagen. Das wird der CRIF wahrscheinlich tun, der von ihm als verfassungswidrige sektiererische Organisation von Mafiosi bezeichnet wird.
Was dabei herauskommt, ist allerdings fraglich. Vielleicht ein "non lieu", d.h. der Fall wird niedergeschlagen?
Man wird sehen, wer es für angebracht hält, mit diesem Antisemiten weiterhin gemeinsame Sache zu machen. Ohne das Ergebnis von Gerichtsverhandlungen abzuwarten, haben für geplante Auftritte des Komikers verantwortliche Agenturen bereits zwei Veranstaltungen abgesagt, eine in Nizza, am 11. Mai, und eine in Marseille, am 12. Mai. Die Antisemiten der Gegend werden ohne ihr Idol auskommen müssen. Ein bescheidener Anfang ist gemacht.
23. Februar 2005
Dieudonné contre-attaque. T.P., Le Figaro, 23 février 2005
http://www.lefigaro.fr/france/20050223.FIG0032.html
Jacques Chirac inaugure le Mémorial de la Shoah et appelle à la vigilance contre l´antisémitisme. LEMONDE.FR avec AFP, 25 janvier 2005
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3224,36-395494,0.h tml
Quellen
(1) La liste Euro-Palestine, porte-drapeau de l´antisionisme français. Communauté Online, dimanche 23 mai 2004
http://www.col.fr/breve-1400.html
(2) Dieudonné et Bouras manifestent pour Al-Manar. NOUVELOBS.COM, 8 décembre 2004
http://permanent.nouvelobs.com/culture/20041208.OBS3170.html
(3) Entretien avec Dieudonné. Par Philippe Krebs, William Guyot. Les Éditions Hermaphrodite, 30 janvier 2005
http://www.hermaphrodite.fr/imprimer703.html
(4) Poursuivi pour propos racistes, l´humoriste Dieudonné a été relaxé en appel. LEMONDE.FR avec AFP, 10 décembre 2004
http://www.lemonde.fr/
(5) Recherche "depuis une semaine" nach "Dieudonné". Stand: 21. Februar 2005
http://www.lemonde.fr
(6) Discours de M. Jean-Pierre RAFFARIN, Premier ministre, au dîner du CRIF samedi 12 février 2005. Conseil Représentatif des institutions juives de France
http://www.crif.org
(7) Der Fernsehsender Al-Manar TV, die Heuchelei der französischen Regierung und die Illusionen des CRIF, 21. November 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-21_02-47-37.html
(8) Des propos de l´humoriste Dieudonné sur la Shoah soulèvent l´indignation.
LEMONDE.FR avec AFP et Reuters, 18 février 2005
http://www.lemonde.fr/web/recherche_articleweb/1,13-0,36-398 742,0.html
(9) Hollande dénonce les "propos antisémites" de Dieudonné. Libération, vendredi 18 février 2005 (Reuters - 13:05)
http://www.liberation.fr/page.php?Article=276722
(10) La France, province cathodique du Hezbollah ... Par Paul Landau, TOPJ.NET. Le portail de la communauté juive francophone, 24 novembre 2004
http://www.topj.net/fr/actus/info.tpl?sku_arch=3184092770912 582&pays=CH
(11) Dieudonné se défend d´avoir qualifié le génocide des juifs de «pornographie mémorielle» --par Sophie Tétrel, NouvelObs.com, AP 19 février 2005
http://permanent.nouvelobs.com/societe/20050219.FAP5502.html ?1833
(12) Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada. 11. und 16. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-10_01-52-36.html
(13) Proche-orient.info était à sa conférence de presse, à 14h., au théâtre de la Main d´Or. Dieudonné montre aux journalistes un extrait filmé de sa conférence de presse d´Alger, amputé de tout ce qui précède la phrase sur la "pornographie mémorielle". Il refuse aussi de préciser exactement à propos de quoi ces mots sont prononcés
http://www.proche-orient.info/xjournal_racism_der_heure.php3 ?id_article=36817
(14) DERNIERE HEURE - Ce qu´il a montré cet après-midi à la presse était amputé. En video, les extraits de la conférence de presse de Dieudonné à Alger autour de la « pornographie mémorielle »
http://www.proche-orient.info/xaudio_article.php3?id_article =36819
(15) Dieudonné ne nie pas l´existence de la Shoah, se pose en victime
http://www.reuters.fr/locales/c_newsArticle.jsp?type=topNews &localeKey=fr_FR&storyID=7679999
(16) Idith Zertal. From Catastrophe to Power: Holocaust Survivors and the Emergence of Israel. Rev. ed. Berkeley and Los Angeles: University of California Press. 1998
(17) Idith Zertal, diffusée le 14 janvier 2005
http://www.la-bas.org/article.php3?id_article=587
(18) Dieudonné fait l´objet d´une enquête préliminaire pour "contestation de crimes contre l´humanité". Par Pascale Robert-Diard. LE MONDE, 19 février 2005
http://www.lemonde.fr/web/recherche_articleweb/1,13-0,36-398 804,0.html
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