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Frankreich ist schon heute Teil von Eurabia (mit einer Ergänzung vom 24. Mai 2005)

Die Anzeichen und √Ąu√üerungen der religi√∂sen Zugeh√∂rigkeit in den Schulen

Dieser Bericht (Die Anzeichen und √Ąu√üerungen der religi√∂sen Zugeh√∂rigkeit in den Schulen) ist dem Ministerium nach ausgiebigen Befragungen vor Ort durch Mitglieder der Schulaufsicht in 21 Departments Frankreichs und den DOM/TOM Ende 2004 √ľberreicht worden. Es str√§uben sich einem die Haare: getrennte Toiletten und Tische in der Schulkantine gefordert und erhalten f√ľr die muslimischen Kinder und Erwachsenen, die sich weigern, sich mit "Unreinen" zu mischen, Weigerung, das Buch "Le temps des cath√©drales", die Zeit der Kathedralen (1), im Geschichtsunterricht zu studieren, Kirchen zu besichtigen, Weigerung zu singen, zu musizieren, Weigerung, Wissenschaft zu studieren sowie die ungl√§ubigen Autoren Voltaire, Flaubert ... Und alles, was man schon zu wissen glaubt √ľber die Stellung der M√§dchen ... Vor was haben die politisch Verantwortlichen Angst, und wie lange noch werden sie schweigen?

... Auch wenn sein Autor jede Absicht der Verallgemeinerung zur√ľckweist, entwirft er ein genaues Bild: das einer weitgehenden Anfechtung der republikanischen und la√Įzistischen Werte im Schulmilieu.

... Diese Islamisierung (der Schule) ist entstanden nach den aufeinander folgenden "Verhandlungen", R√ľckziehern oder "Kompromissen" und auch der Abwesenheit von Scharfblick und Mut der politisch Verantwortlichen wegen.

Diesbez√ľglich mu√ü man sich nur wundern √ľber das geringe Echo dieses Berichtes in der √Ėffentlichkeit. Noch heute findet er sich nicht einmal auf der Internetseite des Nationalen Erziehungsministeriums, Beweis daf√ľr, da√ü die Vogel-Strau√ü-Politik noch immer bevorzugt wird... (2)

... Die Autoren zeigen, da√ü diese Bewegung zuerst eine Abneigung gegen den Unterricht in gemischten Klassen beinhaltet, die sich sichtlich auf Kosten der Frauen bemerkbar macht. .. Er beklagt einen auf Druck der "B√§rtigen", die euphemistisch die "gro√üen Br√ľder" genannt werden, entstandenen beunruhigenden R√ľckschritt in der Stellung der Frau, der "unter Aufsicht gestellten" M√§dchen. ... Das Ziel der Radikalen, die bestimmte fr√ľher gem√§√üigte Wohnbezirke und Vereinigungen kontrollieren, ist eine doppelte Absonderung. Zun√§chst die muslimischer M√§dchen von den Jugen, aber dann zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, die als unrein empfunden werden. ... Wenn der Druck der Fundamentalisten so stark ist in den Schulen, so ist das, bemerkt der Bericht, weil sie den letzten Ort der Geschlechtermischung darstellt in den Bezirken, die schon gr√∂√ütenteils f√ľr die Republik verloren sind. Die Schule ist also das letzte Refugium, wo die Islamisten das Kr√§fteverh√§ltnis testen, um es zu ihren Gunsten zu ver√§ndern. Es verwundert also nicht, da√ü entgegen dem, was man meinen k√∂nnte, "die schwersten Ausschreitungen sich dort finden, wo man nachgegeben hat, Kompromisse eingegangen ist", und nicht umgekehrt.

Unter diesen Ausschreitungen sind einige leider schon als gew√∂hnlich zu betrachten ...: Weigerung zu singen, Fl√∂te zu spielen, zu tanzen, Gesichter zu zeichnen, in den Kindergarten zu gehen. Die weggeschlossenen Frauen, die nur noch ausnahmsweise das Haus verlassen, und die, selbst wenn sie ihre Kinder aus der Schule abholen, immer von einem "gro√üen Bruder" begleitet werden. Die de facto getrennten Toiletten, die einen f√ľr Muslime reserviert, die anderen f√ľr als unrein angesehene "Franzosen". Anfragen von Fundamentalisten nach getrennter Sportkleidung f√ľr "Beschnittene", die sich nicht vor den anderen, immer Unreinen, entkleiden k√∂nnten.

... Auch der Inhalt des Unterrichts wird in Frage gestellt. ... Die Evolutionstheorie wird zugunsten einer mit dem Koran √ľbereinstimmenden Lehre vom Sch√∂pfertum angeprangert. Bis hin zur Mathematik, die ebenfalls dieser nach allen Richtungen obskurantistischen Offensive nicht entkommt. Der Bericht stellt so in "sehr weit hergeholten Bereichen" die Weigerung fest, geometrische Figuren zu zeichnen, die ein bi√üchen einem Kreuz √§hneln. (3)

... Zuletzt spricht der Obin-Bericht auch die Frage des Antisemitismus an, um die Schwere seiner Erscheinung im Bereich der Schule mit dieser Feststellung zu betonen: "In Frankreich sind die j√ľdischen Kinder die einzigen, die nicht in beliebiger Umgebung eingeschult werden k√∂nnen." Wenn sie nicht die Zielscheibe unertr√§glicher Schikanen sind, h√§lt ihre Sicherheit nur vor, wenn sie es schaffen zu verbergen, da√ü sie Juden sind.

... Heutzutage sind diese ethnischen Ghettos zu religiösen geworden, und es sind die Bärtigen, die sie aufrecht erhalten und dort herrschen. Ghetto ist allerdings ein schwaches Wort. Zitieren wir einmal mehr Jean-Pierre Obin: "Es sind geschlossene Gegengesellschaften errichtet worden, deren Normen sich oftmals in starker Diskrepanz, ja im Bruch mit denen der modernen und demokratischen Gesellschaft befinden." Die republikanische Schule ist dort wie eine Feindin. In seinem Schwung und gewiß mit einem lobenswerten Willen, konstruktiv zu sein, fordert er die gesellschaftliche Mischung fördernde nationale Maßnahmen. Wenn man ihn liest, fragt man sich, ob es nicht schon zu spät ist. (4)

Ergänzung

Ein Artikel des Redakteurs der "Le Monde" Xavier Ternisien, des pers√∂nlichen Freundes von Tariq Ramadan, zur Rolle der den Muslimbr√ľdern nahestehenden "Union des organisations islamiques de France (UOIF)" und zu einem zweiten Buch mit 37 Fatwas des "Europ√§ischen Rates f√ľr Fatwa" des angeblich ehemaligen Muslimbruders Yussuf al-Qaradawi mag die Situation Frankreichs als Teil von Eurabia verdeutlichen. Xavier Ternisien macht in seinen Artikeln in der "Le Monde" und auf der Islamisten-Website "Oumma.com" aus seinen Sympathien f√ľr den Islamismus und dessen pr√§gnanten Repr√§sentanten Tariq Ramadan nie ein Hehl.

Tariq Ramadan schreibt das Vorwort und Kommentare zu der in seinem Hausverlag "Tawhid" zu veröffentlichenden zweiten Fatwa-Sammlung, in der die Polygamie als ein "Recht" dargestellt wird, das man tolerieren muß, aber nicht ermutigen sollte: "Anstatt zur Abschaffung dieses Rechtes aufzurufen, wäre es gerechter, nach Möglichkeit alle Mißbräuche zu ahnden, denen sich gewisse Muslime oftmals hingeben", meint die Fatwa zum Thema Polygamie.

Dort wird weiterhin eine Fatwa aufgef√ľhrt zur "Unterst√ľtzung des pal√§stinensischen Anliegens", Jerusalem sei zu befreien, ganz Jerusalem, wohlgemerkt. Yussuf al-Qaradawi, der bei seinen Auftritten in Al-Djazeera ca. 45 Millionen Zuschauer hat, ermutigt wiederholt Selbstmordattentate in Israel, Westbank und Gaza als "M√§rtyreroperationen", beispielsweise auf der 11. Sitzung des "Europ√§ischen Rates f√ľr Fatwa", in Stockholm, Juli 2003. Der Begriff "Terrorismus" sei unangebracht, sondern es handele sich nach allgemein anerkanntem internationalen Recht um legalen, mit allen Mitteln gef√ľhrten Widerstand gegen Fremdbesetzung, erkl√§rt er dort.

Die UOIF wolle es sich mit der franz√∂sischen Regierung und den Nichtmuslimen Frankreichs nicht verderben und distanziere sich von der Ver√∂ffentlichung. Xavier Ternisien behauptet, das Buch erscheine nicht. Das dementiert die UOIF in einem Communiqu√© als Antwort auf die Ver√∂ffentlichungen der "Le Monde" umgehend und vollst√§ndig, wie AFP meldet. Sie stellt sich eindeutig auf die Seite des "Europ√§ischen Rates f√ľr Fatwa", von dem sie erkl√§rt, da√ü er auf ihre Veranlassung hin gegr√ľndet worden sei. (5)

Tariq Ramadan ist nicht nur der beliebte Mitstreiter der Globalisierungskritiker von ATTAC&Co., wie sich einmal mehr auf dem Europ√§ischen Sozialforum, November 2003, zeigt, sondern er wird auch von der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ausw√§rtige Politik (DGAP), der Au√üenminister a.D. Hans- Dietrich Genscher als Ehrenpr√§sident vorsteht, in deren Zeitschrift "Internationale Politik (IP)", April 2005, ver√∂ffentlicht, weil er ein Denker sei, dessen Ausf√ľhrungen es wert seien, von einer Zeitschrift der deutschen Au√üenpolitik vorgestellt zu werden. So jedenfalls erkl√§rt mir eine Mitarbeiterin der IP die Aufnahme des islamistischen Predigers in das April-Heft. Die Blindheit der IP f√ľr die Intentionen des Autors zeigt sich schon in der Ank√ľndigung des Beitrages: "Tariq Ramadan fordert dagegen einen zeitgen√∂ssischen europ√§ischen Islam": (6)

Seite 53
Analyse von Tariq Ramadan
In Europa zu Hause sein

Muslime in Europa begegnen dem Anpassungsdruck der westlichen Lebensweise auf zwei Arten: Sie werden auch säkular oder sie leben einen Glauben, der den Islam des 7. Jahrhunderts imitiert. Tariq Ramadan fordert dagegen einen zeitgenössischen europäischen Islam.

Tariq Ramadan fordert, und das zeigen alle seine Schriften, nicht einen "zeitgen√∂ssischen europ√§ischen Islam", sondern er wirkt f√ľr die Islamisierung Europas. Seine Bewunderung f√ľr die Muslimbruderschaft, deren Gr√ľnder, seinen Gro√üvater Hassan al-Banna, und f√ľr seinen von den Wahhabiten Saudi-Arabiens finanzierten Vater Sa√Įd Ramadan, den Gr√ľnder des Centre Islamique de Gen√®ve der Muslimbr√ľder, ist ungebrochen. Sa√Įd Ramadan, der auf Seiten des jordanischen K√∂nigs Abdullah 1948 gegen Israel k√§mpft, promoviert 1959 in K√∂ln. Auch Deutschland hat schon immer ein Herz f√ľr Islamisten und wird sich bald in Eurabia einreihen.

Das Centre lebt, gef√ľhrt, ausgerichtet und verwaltet von den Br√ľdern Hani, Tariq und Aymen Ramadan, seinen Islamismus voller Stolz. Ausf√ľhrungen zu Themen wie "Die GIs pissten auf den Koran", "Die auferlegte Demokratie" und "Falludja, der totale Krieg gegen den Islam?" sind derzeit aktuell auf der Site nachzulesen. (7)

N√§heres √ľber "Bruder Tariq" und √ľber die Rolle der UOIF findet sich auf der Site von ProChoix. (8)

22. Mai 2005 - Ergänzung, vom 24. Mai 2005

Quellen

(1) Das Werk ist ein Klassiker der Geschichte:

Georges Duby: Le temps des cath√©drales. L´art et la soci√©t√©, 980-1420. Par Jo√ęlle, Critiques ordinaires, 17 f√©vrier 2003
http://critiques-ordinaires.ouvaton.org/article.php3?id_arti cle=231

(2) Dies gilt bis heute. Der Bericht wird nicht erwähnt:

Rapports. Les rapports depuis 1998. Minist√®re de l´√©ducation nationale, de l´enseignement sup√©rieur et de la recherche
http://www.education.gouv.fr/rapport/default.htm

(3) Man erinnere sich daran, daß der angeblich moderate Muslim Tariq Ramadan niemals eine Krawatte trägt; denn sie wird mit einem Kreuzknoten gebunden.

(4) Auszugsweise √úbersetzung:

France - Il ne figure m√™me pas sur le site du minist√®re. Pourquoi veut-on √©touffer le rapport courageux et accablant de Jean-Pierre Obin, inspecteur g√©n√©ral de l´√Čducation nationale, sur l´islamisation de l´√©cole r√©publicaine ?
Par Sylvain Attal. Proche-Orient.info, 11 mars 2005
http://www.proche-orient.info/xjournal_pol_der_heure.php3?id _article=37986&mots_and=rapport%20obin&mots_or=&titre=&expre ssion=

Les signes et manifestations d´appartenance religieuse dans les √©tablissements scolaires. Rapport pr√©sent√© par Jean-Pierre Obin. Minist√®re de l´√©ducation nationale, de l´enseignement sup√©rieur et de la recherche, Inspection g√©n√©rale de l´√©ducation nationale Groupe Etablissements et de vie scolaire, juin 2004
http://www.proche-orient.info/images/mbd/rapport_obin.pdf

(5) L´UOIF s´oppose √† la parution d´un recueil de fatwas. Par Xavier Ternisien. Le Monde, 24 mai 2005
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3226,36-652874@51- 652978,0.html

Le vrai visage de l´UOIF: Antisemitisme, apologie et financement du terrorisme, et appel au Djihad. Un rapport du Centre Simon Wiesenthal Europe. Mo√Įse Rahmani
http://moise.sefarad.org/belsef.php/id/1071/

The True Face of The UOIF: Antisemitism, Advocacy and Financing of Terrorism, and the Call to Jihad, by the CENTRE SIMON WIESENTHAL EUROPE. Gabriele Goldwater¬īs Report
http://goldwater.mideastreality.com/2004/nov/03_05.html

Der letzte Streich der franz√∂sischen Regierung ist die Zur√ľckweisung des Vorwurfs der Pariser Zweigstelle des Simon Wiesenthal Center durch den Innenminister Dominique de Villepin, die Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) sei eine antisemitische Organisation, die Gelder f√ľr die Hamas sammle und Ideen des radikalen Muslimbruders und Predigers Yusuf al-Qaradawi verbreite - wo doch der Holocaustleugner Roger Garaudy den als gem√§√üigten Imam einstuft, und bis jetzt schon von franz√∂sischen Gerichten 100 radikale Islamisten verh√∂rt und 17 von ihnen ausgewiesen werden, beispielsweise der Imam von V√©nissieux Abdelkader Bouziane, der dann aber rasch wieder zur√ľckkommt, weil er Frankreich liebt:

"Möchten Sie, dass Frankreich ein islamisches Land wird?
Ja, weil Menschen gl√ľcklicher sind n√§her bei Allah. Dar√ľber hinaus straft Allah Gesellschaften, die in S√ľnde versinken, mit Erdbeben und Krankheiten wie AIDS ... Und ich bin gl√ľcklich, wenn ich die Franzosen zum Islam konvertieren sehe, weil ich wei√ü, sie sind auf dem richtigen Wege.
Sie wolllen wirklich die Errichtung einer islamischen Republik in Frankreich sehen?
Ja, aber nicht nur in Frankreich. Ich hoffe, die ganze Welt wird islamisch."

Saudi-Arabien, die "palästinensische Sache" und die Arab Bank. Gudrun Eussner, 9./18. November 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-09_21-16-10.html

(6) Das Kreuz mit den Religionen. Internationale Politik April 2005, Nr. 4, S. 53 ff.
http://www.internationalepolitik.de/Inhaltsverzeichnis/2005/ April.html

(7) Les Fr√®res Musulmans. Politique de "rabbaniyya", les pri√®res avant le pouvoir. Dr. Sa√Įd Ramadan, 1926-1995
http://www.cige.org/historique.htm

Centre Islamique de Genève
http://www.cige.org

Laurel et Hardy musulmans. Contre l´islam
http://www.contrelislam.org/islam/action/hani_ramadan.htm

(8) Frère Tariq Discours stratégie et méthode de Tariq Ramadan
http://www.prochoix.org/cgi/blog/Frere-tariq-discours-strate gie-et-methode-de-tariq-ramadan



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