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Statt einer Rezension: "Le Monde" - das entblĂ¶ĂŸte Gesicht der Pariser Abendzeitung. Ein Artikel vom 4. MĂ€rz 2003

Wenn man den grĂ¶ĂŸten Teil der 633 Seiten der Dokumentation von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen, herausgegeben vom Verlag "Mille et une nuits" der LagardĂšre-Gruppe Matra-Hachette, (1) ĂŒber die Abendzeitung "Le Monde" gelesen hat, weiß man zunĂ€chst einmal eines: die "SociĂ©tĂ© Editrice du Monde (SAS)", wird in ihrer gegenwĂ€rtigen Zusammensetzung aus 15 AktionĂ€ren entgegen der Verlautbarung im Impressum keine 99 Jahre bestehen, sondern einige dieser AktionĂ€re sind im Begriff, hinweggefegt zu werden, andere werden ihren Platz einnehmen, das Blatt mit zusĂ€tzlichem Kapital versorgen und ihm ihren politischen Willen oktroyieren.

Seit 1951 gehört die Zeitung den Redakteuren. 1985 ist eine Kapitalerhöhung nötig, und die Zeitung öffnet sich Investoren von außen. Eine weitere notwendige Kapitalerhöhung wird von einer StatutenĂ€nderung, d.h. einer Umwandlung der "Le Monde" in eine SociĂ©tĂ© Anonyme (SA)" abhĂ€ngig gemacht. Sie wird 1995 von den externen Investoren unter Leitung von Etienne Pflimlin, PrĂ€sident der SociĂ©tĂ© Le Monde entreprises, PrĂ€sident der Association française des Ă©tablissements de crĂ©dit, der Vereinigung der französischen Kreditinstitutionen, und vom jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden der "Le Monde SAS" Alain Minc erzwungen. Er ist PrĂ€sident der SociĂ©tĂ© des lecteurs und seinerzeit auch Wirtschaftsberater des Premierministers Edouard Balladur. Zu der Zeit und bis zu ihrer Auflösung ist Alain Minc auch Schatzmeister der Fondation Saint-Simon. Die Stiftung ist Mitglied des Club de la Hague und wird von der Großindustrie und von Großbanken sowie aus Mitteln der US-amerikanischen Regierung ĂŒber den American Council on Foundations finanziert. (2)

Die Umwandlung der "Le Monde" in eine Aktiengesellschaft bedeutet das vorlĂ€ufige Ende einer zwölf Jahre wĂ€hrenden Dauerkrise, die nur in der Zeit des Direktors AndrĂ© Fontaine (1985-1991) unterbrochen wird, schreiben die Autoren im Kapitel 7. Die Selbstverwaltung der Zeitung sei eine Katastrophe fĂŒr die Zeitung geworden, da es keine Persönlichkeit gegeben habe, die das Format zur Leitung gehabt habe. Allerdings stellen die Autoren nicht die Frage, ob eine selbstverwaltete Zeitung dieser GrĂ¶ĂŸenordnung und Bedeutung im modernen Medienbetrieb nicht ĂŒberhaupt ein finanziell und politisch lebensunfĂ€higer Anachronismus ist.

Auf wunderbare Weise erhĂ€lt der "Diplo" völlig ĂŒberraschend genau zum passenden Zeitpunkt von Gunter Holzmann aus heiterem bolivianischen Himmel die eine Million Dollar finanzieller Zuwendung, die es ihm ermöglicht, ebenfalls eine SociĂ©tĂ© Anonyme SA zu werden. So kann der "Diplo" gegenĂŒber der "Le Monde" einen sehr viel selbstĂ€ndigeren Kurs fahren, als wenn er eine einfache Abteilung der "Le Monde" geworden wĂ€re. Nun kann der "Diplo" seine Politik gegen das "Einheitsdenken" fĂŒhren. Die stĂ€ndig wachsende Auflage und der finanzielle Erfolg bestĂ€tigen Ignacio Ramonet und Bernard Cassen die Richtigkeit ihrer Strategie. Die in eine nationalistische, souverĂ€nistische Richtung verfĂ€lschte Dritte Welt-Politik des "Diplo" findet ihren Ausdruck in der GrĂŒndung von ATTAC. Mit dieser Bewegung werden die FĂŒhrungskrĂ€fte um Ignacio Ramonet und Bernard Cassen noch Politik und gute GeschĂ€fte machen!

Der "Diplo" kommt in der Untersuchung der Autoren nicht vor, obgleich er heute viel bedeutet fĂŒr das Überleben der "Le Monde" in ihrer jetzigen Verfaßtheit. Von Claude Julien, dem ehemaligen Direktor des "Diplo", von 1973-1990, wird in Kapitel 1 berichtet: "Die Drittweltler ... werden von Claude Julien mitgenommen". Wohin? Es steht nicht dort. Die AnhĂ€nger des Claude Julien werden Anfang der 70er Jahre verdĂ€chtigt, fĂŒr die Botschaften kommunistischer Staaten zu arbeiten. Im Falle des Alain Bouc, Korrespondent in Peking, soll es so gewesen sein. Edwy Plenel habe Claude Julien zu der Zeit unterstĂŒtzt, Jean-Marie Colombanis Einstellung sei nicht klar geworden. Im Kapitel 7 wird der "Diplo" nebenher als damals finanziell unterstĂŒtzungsbedĂŒrftig bezeichnet.

Mit Datum vom 15. Dezember 2000 wird "Le Monde" von einer SociĂ©tĂ© Anonyme SA in eine SociĂ©tĂ© par Actions SimplifiĂ©e SAS umstrukturiert. Mit dieser Umstrukturierung verschiebt sich die Macht vom PrĂ€sidenten des Aufsichtsrates Alain Minc auf den PrĂ€sidenten des Direktoriums Jean-Marie Colombani. Es bedarf auch keiner mindestens sieben AktionĂ€re mehr, sondern einer wĂŒrde bereits reichen. Einige Entscheidungen, die bei der SA der Generalversammlung vorbehalten sind, gehen auf den PrĂ€sidenten ĂŒber. (3)

Pierre Péan hat seine zweijÀhrige Arbeit an der Dokumentation zur Zeit der Umstrukturierung der "Le Monde" begonnen. Philippe Cohen soll bereits lÀnger die "Le Monde" untersuchen.

Im Juni 2000 beginnt auch die Schlammschlacht gegen "Le Monde" auf der Web Site "Pour Lire Pas Lu" (PLPL), treffend untertitelt als "Zeitschrift die beißt und flĂŒchtet ...", des Redakteurs Serge Halimi, vom "Diplo" und der ATTAC (4): "Feuer! Feuer! Feuer! ... Die großen Medien lĂŒgen, die kleinen folgen..." Auf PLPL werden "Laisses d´or", Goldene Hundeleinen, vergeben, z.B. an "den unterwĂŒrfigsten Autor" Bernard-Henri Levy (BHL) den Leitartikler des "Monde", "Freund des bretonischen MilliardĂ€rs François Pinault", des Besitzers u.a. des Warenhauses Printemps, der Redoute und der FNAC, sowie der Zeitschrift "Le Point" und des Weingutes ChĂąteau-Latour, sowie "Freund des Jean-Luc LagardĂšre (Besitzer von Matra-Hachette und WaffenhĂ€ndler)". "PLPL beglĂŒckwĂŒnscht Bernard-Henri: Speichellecken ist eine delikate Übung, wenn man seine SpeicheldrĂŒsen mit einer goldenen Leine zusammengedrĂŒckt hat." (5)

Die nĂ€chste "Goldene Hundeleine" geht an Jean-Marie Messier, seinerzeit PrĂ€sident von Vivendi Universal, und Alain Minc, den Aufsichtsratsvorsitzenden der "Le Monde" und Hauptberater von François Pinault. (6) Bei Jean-Luc LagardĂšre handelt es sich um den Besitzer eben des Verlages "Mille et une nuits", der die Pamphlete der ATTAC und das jetzt erschienene Buch von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen herausgibt. Jean-Luc LagardĂšre hat auch Kapital in der "Le Monde" und darĂŒber im "Diplo" des Serge Halimi.

Die "Goldene Hundeleine" der Nr. 10 des PLPL, vom 6. August 2002, geht an den Mitarbeiter der "Le Monde" Nicolas Weill, fĂŒr seinen "militanten Zionismus". Die Lobrede beginnt so: "Weill ist widerlich, Weill ist weichlich, Weill ist verworfen. Weill dient als ´Herr Meinung´ im ´Monde´, einem Abendblatt der MĂ€rkte (QVM), das nur drei Gedanken im Kopf hat: an die Börse zu gehen, vor Amerika zu kriechen und in seinen heruntergekommenen Kolumnen hinreichend narzistische (oder hinreichend in Verruf gekommene) Protestler zu sammeln, um ihm als BĂŒrge zu dienen." (7)

Die Web Site PLPL bedient sich einer derartig widerlichen hetzerischen und brutalen Sprache des Hasses, daß es einem schlecht werden kann. Den Stil des Serge Halimi kennen wir schon aus unseren Untersuchungen ĂŒber den "Diplo" und die ATTAC. (4) Die Zeitung "Le Monde", "le quotidien vespĂ©ral des marchĂ©s (QVM)", das Abendblatt der MĂ€rkte, ist die Hauptzielscheibe der Angriffe des PLPL. Unterstellt man, daß es auch in Frankreich nicht ĂŒblich ist, so ohne weiteres und ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen den HauptaktionĂ€r (51 Prozent) seines Arbeitgebers mittels wĂŒstester Beschimpfungen anzugreifen, dann wird klar, daß Serge Halimi im Auftrag schreibt.

Auch die "acrimed, Action Critique MĂ©dias", Mitglied und Sprachrohr der ATTAC, schießt sich in zahlreichen Artikeln auf die "Le Monde" ein. Ihre Sprache ist eher demagogisch und hetzerisch als brutal. (8)

Viele Hunde sind des Hasen Tod ...

Nun aber zum Verleger und zu den beiden Autoren des Buches, die angeblich ohne jedes Wissen des Jean-Luc LagardĂšre ihre Arbeit getan haben. Entweder das stimmt, und dann ist die französische Gesellschaft schon ziemlich hinĂŒber, oder das stimmt nicht. Ein Projekt mit derartig weitreichenden politischen Konsequenzen nicht abzustimmen mit den MĂ€chtigen um Matra-Hachette, das wĂ€re nicht nur sehr unklug vom Verleger Claude Durand, PrĂ€sident und Generaldirektor des Verlages "Mille et une nuits/Fayard", aus der Matra-Hachette Gruppe, es wĂ€re geradezu mĂ€rchenhaft, das MĂ€rchen der 1002. Nacht gewissermaßen. (9)

Claude Durand begrĂŒĂŸt in der "Le Monde", vom 4. Oktober 2002, begeistert die Absicht des Jean-Luc LagardĂšre, "aus Liebe zum Buch" den europĂ€ischen Zweig der Vivendi Universal Publishing VUP von der in Auflösung begriffenen Vivendi Universal (VU) zu kaufen. Er unterstĂŒtzt lebhaft die Fusion zwischen VUP und Hachette unter der Ägide von LagardĂšre MĂ©dias; diese Lösung sei national und kohĂ€rent in einem, eine unverhoffte Chance, eine französische und machbare Alternative gegenĂŒber rein finanziellen und essentiell amerikanischen VorschlĂ€gen anderer Bieter. (10) Eine "Goldene Hundeleine" vom PLPL fĂŒr seine Äußerungen zu erhalten, muß er nicht befĂŒrchten.

Bei Fayard erscheint 1999 der erste Band der Memoiren des ehemaligen Kabinettsdirektors von François Mitterrand Gilles MĂ©nage: "L´oeuil du pouvoir", das Auge der Macht, in dem der Autor ausfĂŒhrlich auf die seiner Ansicht nach gerechtfertigten Lauschangriffe auf Edwy Plenel, 1985-1986, zurĂŒckkommt und einige private Einzelheiten daraus anfĂŒhrt. Von da an ist das gute Einvernehmen zwischen Edwy Plenel und Claude Durand zerstört, er wird nur noch selten gebeten, in der "Le Monde" zu veröffentlichen.

Claude Durand gibt im April 2000 das mit einigen antisemitischen Passagen durchsetzte Buch von Renaud Camus: "La Campagne de France (1994)" in seinem Verlag Fayard heraus. In dem Buch werden rassistische Formulierungen gebraucht wie "die jĂŒdischen Kollaborateure von France Culture", "jĂŒdische Rasse" etc. Claude Durand nimmt das Buch vom Markt, zehn Seiten werden entfernt bzw. weiß belassen, und es wird im Juli 2000 erneut herausgegeben, nicht ohne daß Claude Durand in einem Vorwort auf 35 Seiten erklĂ€rt, es handele sich um ein Komplott gegen den Autor und seinen Verlag sowie gegen ihn selbst. Er beschimpft den "Nouvel Observateur", besonders aber "Le Monde" und seinen Redaktionsdirektor Edwy Plenel, die er verantwortlich macht fĂŒr das angebliche Komplott. "Le Monde" berichtete ausfĂŒhrlich ĂŒber den Skandal des Buches von Renaud Camus. Die Affaire Renaud Camus fĂŒhrt nun zu elendigen persönlichen Streitereien, die sich zur Affaire Claude Durand ausweiten. (11)

Diese wenigen Bemerkungen mögen verdeutlichen, was hinter der Herausgabe des Buches von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen durch Claude Durand und seinen Verlag "Mille et une nuits/Fayard" steht: ein Machtkampf zwischen Alain Minc und Edwy Plenel und der "Le Monde" einerseits, die als Amerika- und Israelfreunde betrachtet werden, und den Mitarbeitern, freien Journalisten und Freunden von Matra-Hachette des französischen RĂŒstungskonzerns LagardĂšre.

Das Kapitel 4 des Buches von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen steht unter dem Motto: "Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß auch er fĂŒr die Amerikaner arbeitete. François Mitterand". Die KapitelĂŒberschrift lautet "Une pige pour la CIA?", Stundenlohn bzw. Zeilenhonorar fĂŒr die CIA? Auf knapp 15 Seiten wird Edwy Plenel als CIA-Agent dargestellt. Entweder stimmt diese EinschĂ€tzung, d.h. sie ist durch die Abhöraktion von 1985-1986 erhĂ€rtet, dann fragt man sich, wieso gegen den "Le Monde"-Redakteur Edwy Plenel seitens der französischen Regierung nicht sofort strafrechtlich vorgegangen wird, anstatt ihn, wie im Kapitel 2 "Wie ´Krasny´ Plenel fabriziert hat und umgekehrt" berichtet, im Januar 1986 den damaligen Innenminister und Minister fĂŒr Dezentralisierung Pierre Joxe auf dessen heikler Reise nach Neukaledonien begleiten zu lassen, oder die Abhöraktion fĂŒhrt nichts zutage, und dann handelt es sich um eine Verleumdung durch die Autoren. Die Möglichkeit, daß Edwy Plenel im Einvernehmen mit der französischen Regierung fĂŒr den CIA gearbeitet hat, um Frankreich zu schaden, wollen wir hier ausschließen.

Auf den 21 Seiten des Kapitels 2 wird die jĂŒdische Verbindung des Trotzkisten, Variante "Frankist", bezeichnet nach der Linie des Pierre Frank, angedeutet, die heute in der Partei Lutte Communiste RĂ©volutionnaire (LCR) des Alain Krivine und seines BrieftrĂ€gers und PrĂ€sidentschaftskandidaten 2002 Olivier Besancenot fortbesteht. Krasny/Plenel hat bis in die 90er Jahre beste Beziehungen zu Alain Krivine, woraus die Autoren schließen, er gehöre noch zur LCR. Da dies, sollte es stimmen, den französischen Geheimdiensten nicht entgangen sein kann, fragt man sich, wieso dies an einer so einflußreichen Stelle des Medienbetriebes geduldet und nicht die Direktion der Zeitung dezent ersucht wird, ihren linksradikalen Redakteur aus dem Verkehr zu ziehen. Stattdessen suggerieren die Autoren, daß der damalige Chefredakteur, seit 1990, Jean-Marie Colombani die AktivitĂ€ten Edwy Plenels duldet, wenn nicht gar fördert. Dies erscheint um so verwunderlicher, als Jean-Marie Colombani aus rechtsextremen politischen Kreisen stammt. Seine Karriere habe er unter dem Pseudonym Jean-Marie Rocca fĂŒr die Monatszeitschrift "Le spectacle du Monde" des erzkatholischen Raymond Bourguine begonnen. (12)

Nicolas Domenach, heute Redakteur bei der Zeitschrift "Marianne", auf die wir noch zurĂŒckkommen werden, wird, auf Seite 64, zitiert, daß er und Edwy Plenel 1980 mit jĂŒdischen Partnerinnen im Urlaub sind. Die Partnerin des Edwy Plenel habe diesen bemuttert ("Et elle le maternait ..."). Er habe ihm, Nicolas Domenach, mitgeteilt, er sei "jĂŒdisch durch seine Frau". Diese Bemerkung hat im Zusammenhang mit der Dokumentation von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen keine sachliche Notwendigkeit, es sei denn die, Edwy Plenel als einen von den Juden abhĂ€ngigen Menschen hinzustellen.

Es wird in dem Kapitel behauptet, daß Edwy Plenel noch heute Trotzkist sei. Mit Alain Krivine verstehe er sich bestens. Jedenfalls beginne hier, schreiben die Autoren, die wichtigste Operation des französischen Trotzkismus, der "Entrisme", das Eindringen in eine der einflußreichsten Institutionen Frankreichs. Genauso wie das des Lionel Jospin, dieses "Lambertisten", benannt nach Pierre Lambert. Die Autoren legen sich, im Kapitel 15 "Comment Le Monde a ´soutenu´ Jospin", Wie Le Monde Jospin "unterstĂŒtzt" hat, allerdings nicht fest, ob der ehemalige Premierminister noch zu den Trotzkisten zĂ€hlt. (13)

Nun aber zu den Autoren!

Pierre PĂ©an, leidenschaftlicher Freund der PalĂ€stinenser und Gegner Israels (14), ist bislang bekannt als ehemaliger Mitarbeiter von l´Agence France Presse (AFP), LibĂ©ration, Le Monde, als Reporter des Express und des Nouvel Economiste sowie als Buchautor. Zahlreiche Artikel zum palĂ€stinensisch-israelischen Konflikt veröffentlicht er im "Diplo". Dokumentationen ĂŒber den Konzern Elf-Acquitaine "Les Ă©mirs de la RĂ©publique", die Emire der Republik, gemeinsam mit Jean-Pierre SĂ©rĂ©ni, Seuil 1982, ĂŒber den Golfkrieg "Les deux bombes, ou, Comment la Guerre du Golfe a commencĂ© le 18 novembre 1975", Die zwei Bomben, oder, Wie der Golfkrieg am 18. November 1975 begonnen hat, Fayard 1991, ĂŒber den Fernsehsender TF1 "TF1, un pouvoir", TF1, eine Macht, gemeinsam mit Christophe Nick, Fayard 1997, ĂŒber Jean Moulin "Vies et morts de Jean Moulin", Leben und Tode des Jean Moulin, Fayard 1998, und "François Mitterand. DerniĂšres volontĂ©s, derniers combats, derniĂšres souffrances", François Mitterand. Letzte VerfĂŒgungen, letzte KĂ€mpfe, letzte Leiden, Plon 2002. Ebenfalls mit Christophe Nick verfaßt er eine Reportage fĂŒr Canal+ ĂŒber den Mai 1958, als der General Charles de Gaulle mittels eines Staatsstreichs mit Hilfe der extremen Rechten an die Regierung kommt, und die V. Republik errichtet wird. (15)

Sein Buch ĂŒber die angebliche VerrĂ€terin des Jean Moulin Lydie Bastien "La Diabolique de Caluire", Die Teuflische von Caluire, Fayard 1999, in dem er mehr auf EindrĂŒcke und GefĂŒhle als auf Belege und unwiderlegbare Zeugenaussagen zurĂŒckgreift, um einen "Scoop", einen KnĂŒller zu landen, findet keine ungeteilte Zustimmung. "Pierre PĂ©an hat eine tiefe Überzeugung. Nachdem ich sein Buch erneut vorgenommen habe, habe ich die Ansicht, daß er sich in der Falle einer verfĂŒhrerischen Konstruktion verfangen hat, die sich aber nĂ€her an einem Spionageroman als an der historischen Wahrheit befindet. Dieses Buch, das zuviel ist, befleckt ein wenig seine leidenschaftliche Untersuchung ĂŒber Jean Moulin. Das ist schade." (16)

Der letzte Scoop ist nun sein Buch ĂŒber "Le Monde". Noch eines zuviel. Einseitige Parteinahme gegen die Abendzeitung sowie Hang zum Krimi sind auch hier unverkennbar.

Befragt ĂŒber seine Anschuldigung gegen Jean-Marie Colombani und Edwy Plenel, sie seien francophob, antwortet Pierre PĂ©an: "Man kann diese Kritik aussprechen, wenn man den Eifer der "Le Monde" sieht, auf die Folter in Algerien oder auf die Vichy-Periode zurĂŒckzukommen. ... Da ist man nicht mehr in der Pflicht zu erinnern und zu informieren, sondern man befindet sich in der systematischen Denunzierung des Verhaltens Frankreichs. (17)

Diese Äußerungen des Pierre PĂ©an stimmen voll ĂŒberein mit den Ansichten des MitbegrĂŒnders der Fondation Marc Bloch (du 2 mars) David Martin-Castelnau, eines linken Nationalisten und Antifaschisten, GrĂŒnder und PrĂ€sident der "GĂ©nĂ©ration RĂ©publique", im Jahre 2002 Autor des Buches "Les Francophobes", Die Franzosenfeinde, in dem er sich dagegen wehrt, daß diese, mit denen er Intellektuelle wie Philippe Sollers und Bernard-Henri LĂ©vy meint, die Zeit der deutschen Besatzung 1940-44 nicht als solche, sondern als Zeit der Kollaboration bezeichnen, was eine freiwillige Beteiligung Frankreichs an der Errichtung einer neuen europĂ€ischen Ordnung hieße. Er nennt sie auch "Nazificateurs", Zum-Nazi-ErklĂ€rer, deren Lieblingsbuch "Das Frankreich Vichys", von Robert O. Paxton, und nicht "Das deutsche Frankreich", von Philippe Burrin, sei. (18)

Philippe Cohen, "der gute Patriot" (19), sieht in der französischen Gesellschaft eine "Beute der Globalisierung". Sein Buch gegen die Politik der Regierung des Lionel Jospin beispielsweise, "Le bluff rĂ©publicain", Der republikanische Bluff, ArlĂ©a 1997, wird vom Generaldirektor des "Diplo" Bernard Cassen persönlich sehr positiv rezensiert. Sein "ProtĂ©ger ou disparaĂźtre", SchĂŒtzen oder verschwinden, Gallimard 1999, wird in die Republikanische BĂŒcherei des Jean-Pierre ChevĂšnement aufgenommen. (20)

Die "Gesellschaft entkommt dem Staat". Er wendet sich gegen einen "spekulativen Kapitalismus". Er ist fĂŒr einen "Liberalismus der Konkurrenz" und gegen einen "monopolistischen Kapitalismus". (19) Da haben wir den u.a. von Zeev Sternhell kritisierten Ansatz, der ĂŒber den Nationalismus in den Faschismus fĂŒhrt. Wenn sich dieser auch gegen den Kapitalismus, gegen die Konzerne, die Banken, die Plutokratie in allen ihren Formen richte, so rĂŒhre er weder das Privateigentum noch den individuellen Profit an. (21) Kritisiert fĂŒr seine Ansichten wird Philippe Cohen vom Trotzkisten der LCR Daniel BensaĂŻd, ebenfalls in der "Marianne". Die offizielle Web Site der LCR ĂŒbernimmt den Artikel. (19) Daniel BensaĂŻd wird im Kapitel 2 des Buches als Freund des Edwy Plenel vorgestellt.

Philippe Cohen arbeitet seit vielen Jahren ĂŒber "Le Monde". Im letzten Herbst fordert ihn Claude Durand auf, sich der Arbeit des Pierre PĂ©an anzuschließen. So erscheint im Verlag "Mille et une nuits" eine gemeinsame Dokumentation von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen.

Philippe Cohen ist Mitherausgeber und Leiter der Wirtschaftsredaktion der 1997 von Jean-François Kahn gegrĂŒndeten Zeitschrift "Marianne". Jean-François Kahn schreibt noch einige Jahre vor der GrĂŒndung der "Marianne" fĂŒr die Zeitschrift "Krisis" des rechtsextremen Alain de Benoist. (22)

Bis September 1998 ist die Zeitschrift "Marianne" eine Aktiengesellschaft "SA". AktionĂ€re sind der PrĂ€sident von Radio Shalom und internationale PrĂ€sident des Centre de recherche sur les juifs du Maroc, Zentrum zur Forschung ĂŒber die Juden Marokkos, Robert Assaraf, PrĂ€sident des Aufsichtsrats; der Modeschöpfer Daniel Hechter, VizeprĂ€sident des Aufsichtsrats; der Bankier Franck Ullmann, ehemaliger Stellvertreter des WeggefĂ€hrten aus ENA-Zeiten des Jean-Pierre ChevĂšnement Alain Gomez bei Thomson CSF Finances, sowie der Filmproduzent Paul Ledermann.

Die nötige Kapitalaufstockung wird unter der Leitung von Jean-Luc LagardĂšre, des Chefs der LagardĂšre-Gruppe, (9) vorgenommen. Er bestimmt als neue Generaldirektorin Françoise Sampermans. Sie war Freundin des 1992 tödlich verunglĂŒckten Yvon Briant, vom Centre National des IndĂ©pendants (CNI), einer zwischen RPR und FN angesiedelten rechtsextremen Partei, deren nationale SekretĂ€rin und Mitglied des Direktoriums sie war. Die Journalisten der Zeitschrift "Les enquĂȘtes interdites", Die verbotenen Untersuchungen, sorgen sich denn auch der neuen Art des "Kundenfanges" wegen, den die "Marianne" betreibe. Mit ScheinenthĂŒllungen, prĂ€sentiert in einem der extremen Rechten wĂŒrdigen Jargon, denunziere sie Personen, ohne sich ĂŒber die Richtigkeit ihrer Äußerungen vorher informiert zu haben. (22)

Diese Tradition scheint Philippe Cohen in seinem Buch ĂŒber die "Le Monde" fortgesetzt zu haben. Jean-Luc LagardĂšre, der Chef der LagardĂšre-Gruppe, wird es ihm angemessen vergelten, wenn erst die belagerte Festung "Le Monde" genommen und eine Abendzeitung in der politischen Richtung des "Diplo" geschaffen ist.

Jean-François Kahn und Philippe Cohen sind ab 1998 eng mit dem Querfrontprojekt Fondation Marc Bloch (Fondation du 2 mars) verbunden, Philippe Cohen als MitbegrĂŒnder. Das Motto der Stiftung lautet "Marc Bloch. Eine pluralistische Stiftung gegen das Einheitsdenken". Gegen das Einheitsdenken ("la pensĂ©e unique") ist ab 1998 auch die Antiglobalisierungsbewegung ATTAC. Die Stiftung hat im Gegensatz zu der ATTAC inzwischen kaum noch Bedeutung. Der Name ist ihr aberkannt.

Der bereits erwÀhnte Nicolas Domenach ist Chefredakteur der "Marianne".

Laut Impressum sind Professor Pierre-AndrĂ© Taguieff und Emmanuel Todd ihre Ideengeber ("IdĂ©es"). Ersterer ist von 1997-2000 Hauptberater des Jean-Pierre ChevĂšnement, gemeinsam mit den beiden Mitgliedern des Europaparlaments, dem BegrĂŒnder der rechtsextremen Vereinigung "Occident" William Abitbol und Paul-Marie CoĂ»teux, aus der Partei des Charles Pasqua. Der angesehene Historiker Professor Emmanuel Todd, Enkel von Paul Nizan, ehemaliges Mitglied der Fondation Marc Bloch ist u.a. Autor des Essays ĂŒber den Zerfall des amerikanischen Imperiums "AprĂšs l´Empire. Essai sur la dĂ©composition du systĂšme amĂ©ricain", Gallimard 2002 (23)

Die Journalistin Elisabeth LĂ©vy, GrĂŒndungsmitglied der Fondation Marc Bloch und seinerzeit deren GeneralsekretĂ€rin, arbeitet ebenfalls bei der "Marianne".

Am 19. Februar 2003 erscheint die Wochenzeitschrift "L´Express", Nr. 2694, fĂŒr die Woche vom 20.-26. Februar 2003, einen Tag vorzeitig mit dem Aufmacher "Le livre Ă©vĂ©nement de Pierre PĂ©an et Philippe Cohen - La face cachĂ©e du Monde - EnquĂȘte sur une institution au-dessus de tout soupçon". Das Ereignisbuch von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen - Das verborgene Gesicht der "Le Monde" - Untersuchung ĂŒber eine ĂŒber jeden Verdacht erhabene Institution. Direktor des "Express" ist Denis Jeambar, Erzfeind der "Le Monde", seit diese versucht hat, die Zeitschrift zu ĂŒbernehmen. Der "Express" druckt die Einleitung des bereits seit Monaten erwarteten Buches sowie sieben Kapitel fast vollstĂ€ndig ab. Der Verlag wird auf der ansonsten im Faksimile gezeigten Titelseite des Buches nicht veröffentlicht. Eine große GeheimniskrĂ€merei macht es möglich, daß nur die unmittelbar Beteiligten darĂŒber Bescheid wissen. Gedruckt wird das Buch in Spanien. Als Grund fĂŒr diese Maßnahmen wird die Furcht angegeben, "Le Monde" könne sich wie einst im Falle des Buches von Jean-Marie Messier "Mon vrai journal", Mein ehrliches Tagebuch, des Verlages "Balland", des Textes vorab widerrechtlich bemĂ€chtigen. Der "Le Monde" werden am Erscheinungstag des Buches, 26. Februar 2003, vier Exemplare zugestellt.

HauptaktionĂ€r von "L´Express" ist Socpresse, Hauptholding der Hersant-Gruppe. 1999 wird die Finanzstruktur der Socpresse verĂ€ndert. Die 1945 gegrĂŒndete Dassault Aviation (Falcon, Rafale, Mirage), der andere französische RĂŒstungskonzern, wird als AktionĂ€r abgelehnt. Stattdessen erwirbt die europĂ€ische Zweigstelle der US-amerikanischen Carlyle Group, Besitzerin der United Defense Industries und anderer US-RĂŒstungsfirmen, 4,9 Prozent der Holding.

Im "Figaro" ist zu der Zeit Laurent Souloumiac Direktor fĂŒr Multimedien. Der 40-jĂ€hrige arbeitet in den 90er Jahren fĂŒr US-Telekommunikationsfirmen der Carlyle Group, beispielsweise fĂŒr US West, eine Telekommunikationsfirma, die 1998 in QWest aufging. Dort sitzt der US-MultimilliardĂ€r Philip F. Anschutz im Aufsichtsrat. Sein Imperium, die Anschutz Corporation ist ebenfalls beteiligt an Forest Oil und Harken Energy. Aktien dieser Erdölfirmen gehören zum Portfolio der Familie des George W. Bush.

Der "Figaro" zeichnet sich seit der Beteiligung der Carlyle Group dadurch aus, daß seine Redakteure und Korrespondenten voll auf US-amerikanischer Kriegslinie sind, offen fĂŒr die Ausweitung des Krieges eintreten und ausfĂŒhrlich und bewundernd die Waffenarsenale der USA schildern. "Bref, il faut frapper vite", Kurz, man muß schnell zuschlagen, meint der Washington-Korrespondent Jean-Jacques MĂ©vel, in seinem Artikel "Deux mois pour une victoire amĂ©ricaine", Zwei Monate fĂŒr einen amerikanischen Sieg, am 6. Dezember 2001.

Die Übernahme der 4,9 Prozent durch die Carlyle Group macht´s möglich, daß die Startseite des "Figaro-Online" angereichert wird mit Links zum US-Verteidigungsministerium und seinem DefenseLink.mil, Man kann dort Artikel des Pentagon aufrufen, wie "Defend America", oder sich ĂŒber die im Persischen Golf eingesetzten Marines informieren. (24) Der Steckbrief Osama bin Ladens ist ebenfalls von "Figaro-Online" aus aufzurufen, kurz, der "Figaro" ist zu einer Außenstelle der US-Kriegspropaganda mutiert. (25)

Damit ist ab Anfang des Jahres 2002 Schluß. Da ĂŒbernimmt Dassault Aviation 30 Prozent der Aktien von Socpresse. PrĂ€sident der Socpresse bleibt Yves de Chaisemartin, PrĂ€sident der Zeitung "Le Figaro" und seiner Magazine und Supplemente. (26)

Den begeisterten Artikel von Jean-Jacques MĂ©vel findet man heute im Archiv des Figaro-Online nicht mehr wieder. Seine jetzigen Artikel sind sachlicher geschrieben. Schließlich will er Washington-Korrespondent bleiben. Laurent Souloumiac, der Mann der Carlyle Group, ist umgehend beim "Figaro" ausgeschieden. Seit Mai 2002 ist er Generaldirektor von France TĂ©lĂ©visions Interactive (FTVI).

Die Umstrukturierung fĂŒhrt auch dazu, daß die Carlyle Group keinen Zugriff ĂŒber die Socpresse auf europĂ€ische Regionalzeitungen, "Publications quotidiennes rĂ©gionales (PQR)" bekommt. Die Aufteilung der französischen Regionalzeitungen lĂ€uft als Heimspiel. Man darf gespannt sein, wie lange die "Le Monde" noch am "Groupe Midi Libre" und am "Nouvel Observateur" beteiligt bleibt. Der RĂŒckzug von Carlyle wird allerdings nicht vor Juni 2003 wirksam. Er wird der Gruppe Verluste bringen, da die Aktien heute sehr viel geringer bewertet werden. Bis Ende Juni 2006 hat Carlyle außerdem ein Vorkaufsrecht auf die Aktien. Dieses wird ihm gerade von den neuen Besitzern abgehandelt, um den Austritt der US-amerikanischen Gruppe zu beschleunigen. (28)

Um auf unser Buch zurĂŒckzukommen: die vereinigten französischen RĂŒstungskonzerne LagardĂšre und Dassault machen´s möglich, daß die Dokumentation von Pierre PĂ©an und Philippe Cohen die "Le Monde" das FĂŒrchten lehrt. Diese mit einer ĂŒberholten Finanzstruktur ausgestattete Abendzeitung samt ihrem widerspenstigen Personal stört nicht nur zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sondern vor allem die französische und europĂ€ische Herrschaftssicherung. In der "Le Monde" arbeiten unsichere Kandidaten, ein mit den USA sympathisierender, wenn nicht gar liierter Aufsichtsratsvorsitzender, ein mit der korsischen Sache statt mit der Erhaltung des Zentralstaats verbundener DirektoriumsprĂ€sident und ein unberechenbarer ehemaliger (?) Trotzkist mit einer jĂŒdischen Ehefrau. Ein solches kunterbuntes Triumvirat macht sich nicht gut fĂŒr die BewĂ€ltigung der Zukunftsaufgaben der "Le Monde". Europa will darangehen, die USA zu beerben, die "Le Monde" wird dieses Unterfangen wirksam unterstĂŒtzen und begleiten.

Es macht nichts aus, daß das meiste an angeblichen EnthĂŒllungen olle Kamellen sind, teilweise ausgebuddelt von vor zwanzig Jahren und davor. Es ist irrelevant, ob die Fakten einer ÜberprĂŒfung standhalten oder nicht. Insofern sind Prozesse nur herausgeworfenes Geld. Von dem haben die Herausforderer mehr als die "Le Monde". LagardĂšre und Dassault holen das nötige Kapital zur Übernahme der "Le Monde" aus dem Sparschweinchen ihres kleinsten Enkels. Der bekommt dann neue Tirelire.

Im Kapitel 12 und 22 "Le Monde tel qu´il haĂŻt", Die "Monde", wie sie haßt, können Alain Minc, Jean-Marie Colombani und Edwy Plenel nachlesen, wer alles gegen sie aufgefahren werden kann, bis auf die Verstorbenen, versteht sich.

ATTACke, heißt die Devise.

4. MĂ€rz 2003 - Links auf den letzten Stand gebracht, am 6. Dezember 2005

Quellen und Anmerkungen

(1) Pierre Péan/Philippe Cohen: "La face cachée du Monde", Das verborgene Gesicht der Abendzeitung Le Monde, Mille et une nuits, 26. Februar 2003
Zur LagardĂšre-Gruppe siehe auch Anmerkung 9

(2) Die 1982 gegrĂŒndete Fondation Saint-Simon wird zum 31. Dezember 1999 aufgelöst. PrĂ€sident ist Roger Fauroux, ehemaliger Industrieminister, ex-PrĂ€sident von Saint-Gobain und ehemaliger Aufsichtsrat bei France TĂ©lĂ©com. Die Arbeitsministerin Martine Aubry, Tochter von Jacques Delors, ist Mitglied der Stiftung. La Fondation Saint-Simon
http://decrypt.politique.free.fr/divers/assospol/simon.shtml

La Fondation Saint-Simon ou le charme discret de la social-démocratie, par Gérard Streiff. Regards, octobre 1995
http://www.regards.fr/archives/1995/199510/199510ide02.html

Gegen die Fondation Saint-Simon wird am 2. MĂ€rz 1998 die Fondation Marc Bloch (Fondation du 2 mars) gegrĂŒndet: Fondation du 2 mars
http://notre.republique.free.fr/amisafmb.htm

(3) Zum Unterschied der Organisationsformen SA und SAS siehe im einzelnen:
http://www.juris.freesurf.fr/droit_des_affaires/comparaison. html

(4) Siehe dazu ausfĂŒhrlich "Das Querfrontprojekt ATTAC", von Gudrun Eussner, 12. Januar 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-17_21-12-35.html

(5) Bislang sind eine Nullnummer und 13 Folgen erschienen, die letzte, Februar 2003, zum Buchthema. Pour Lire Pas Lu
http://www.homme-moderne.org/plpl/n0/index.html

und PLPL no 0, 6/2000
http://www.homme-moderne.org/plpl/n0/p1-1.html

(6) Über François Pinault siehe: L´homme qui murmure aux oreilles de Jacques Chirac, par FrĂ©dĂ©ric Barrault. In: NouvelOuest.com
http://www.nouvelouest.com/no/mag/mag/034/a1/art-p12.htm

(7) Weill est vil, Weill est veule, Weill est vilain. Nicolas Weill sert de « M. PensĂ©e » au Monde, un quotidien vespĂ©ral des marchĂ©s (QVM) qui n´a que trois pensĂ©es en tĂȘte : entrer en Bourse, lĂ©cher l´AmĂ©rique et rĂ©cupĂ©rer dans ses colonnes avilies les contestataires assez narcissiques (ou assez dĂ©considĂ©rĂ©s) pour lui servir de caution
http://www.homme-moderne.org/plpl/n10/index.html

Zitiert auch in: "La face cachée du Monde" (3) : la contre-attaque préventive de Spinoza. par Yves Rebours, Acrimed, 28 février 2003
http://www.acrimed.org/article962.html

(8) acrimed, Action Critique Médias. Observatoire des médias
http://www.acrimed.org/recherche.php3?recherche=le+monde

(9) Zur LagardĂšre-Gruppe siehe deren Web Site LagardĂšre. Le Groupe. Zu LagardĂšre gehört neben Matra-Automobile und LagardĂšre Media auch die am 10. Juli 2000 gegrĂŒndete SociĂ©tĂ© EuropĂ©enne de l´Aeronautique, de la DĂ©fense et de l´Espace (EADS), Fusion aus Aerospatiale MATRA SA, Aeronauticas SA und DaimlerChrysler Aerospace AG, weltweit zweitgrĂ¶ĂŸter Luftfahrt- und RĂŒstungskonzern, 100 000 BeschĂ€ftigte in England, Spanien und Deutschland. Hauptprodukte Eurocopter, Ariane, Airbus und MBDA fĂŒr Raketensysteme
http://www.lagardere.fr/groupe/index.shtml

(10) zitiert nach: Le scĂ©nario VUP-Hachette et l´Ă©cosystĂšme du livre, par François GĂšze, Directeur gĂ©nĂ©ral des Éditions La DĂ©couverte, mercredi 9 octobre 2002
http://www.editionsladecouverte.fr/asp/actualites/communique 2.asp?communique_id=6

(11) "La Campagne de France", qui avait été retiré de la vente à cause de plusieurs passages jugés antisémites, ressort dans une version expurgée
http://perso.wanadoo.fr/renaud.camus/affaire/affairedurand.h tml

(12) Le journal "Le Monde" et ses "honorables correspondants", par Enrico Porsia. Amnistia.net, 6.3.2000
http://www.amnistia.net/news/articles/monddgse/monddgse.htm

(13) Der VollstĂ€ndigkeit halber wollen wir noch den dritten FlĂŒgel der Trotzkisten nennen, den der Arlette Laguiller und ihrer Lutte OuvriĂšre (LO) samt ihres "Hardy" alias Robert Barcia und der Finanzierung durch die französische Pharmaindustrie. Siehe dazu: "Arlette, komm, wir zerschlagen den Staat!" - Linksradikale gegen das "Einheitsdenken", von Gudrun Eussner, 23. Dezember 2002
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-26_19-19-05.html

und "Dr Barcia et Mr Hardy", par François Koch, L´Express, 8 octobre 1998
http://www.lexpress.fr/info/

(14) Sabra et Chatila, retour sur un massacre, "Diplo", September 2002, pages 20 et 21 - Darin nur palĂ€stinensische Aussagen sowie einseitige Parteinahme gegen Ariel Sharon und gegen Israel. So auch in allen seinen ĂŒbrigen im "Diplo" veröffentlichten Artikeln.
http://www.monde-diplomatique.fr/2002/09/PEAN/16863

(15) Les coulisses d´un coup d´Ă©tat dĂ©mocratique. Canal+, L´Histoire du 13 MAI 1958
http://www.canalplus.fr/index.php

(16) René Claude: Un livre de trop?, im Forum des livres, revues, sites, DVD, CD-rom ... sur la 2e Guerre Mondiale
http://www.livresdeguerre.net/accueil/index.php

(17) Pierre Péan: "Nous attendons tranquillement (la) plainte du Monde (presse). In: Premierministre. Le site de la direction du développement des médias. Diese Seite, am 27. Februar 2003 noch aufrufbar, befindet sich nicht mehr im Web.
http://www.ddm.gouv.fr/erreur_404.php3

(18) Les Francophobes
http://www.republicain.net/site1/lectures/francophobes.html

(19) Peut-on humaniser le capitalisme? par Daniel BensaĂŻd, Marianne, 25 octobre 1999
http://www.lcr-rouge.org/

(20) Philippe Cohen: Le bluff républicain, par Bernard Cassen. Le Monde diplomatique, mars 1998, p. 30
http://www.monde-diplomatique.fr/1998/03/CASSEN/10189

BIBLIOTHÈQUE RÉPUBLICAINE. Livres bleus : recommandĂ©s pour une premiĂšre approche du rĂ©publicanisme
http://notre.republique.free.fr/Biblio.htm

(21) Zeev Sternhell: Ni gauche ni droite. L´idĂ©ologie fasciste en France. TroisiĂšme Ă©dition, Bruxelles 2000, page 347 (Weder links noch rechts. Die faschistische Ideologie in Frankreich. Dritte Auflage, BrĂŒssel 2000, Seite 347)

(22) "Philippe Cohen, bon patriote". Le mythe du ghetto, par Sylvie Tissot et Pierre TĂ©vanian. In: Les mots sont importants
http://lmsi.net/article.php3?id_article=14

Marianne et Politis: des jumeaux de papier? Par Didier Daeninckx, in: Les enquĂȘtes interdites no 6, 7.11.2001
http://www.amnistia.net/librairi/amnistia/n06/jumpap.htm

(22) Le racolage de Marianne, Par Didier Daeninckx. Amnistia.net, 6 mars 2001
http://www.amnistia.net/news/articles/plusnews/dossfasc.htm

(23) Er tritt unter Protest aus der Stiftung aus, als deren Mitglieder eine ultra-souverĂ€nistische Position anlĂ€ĂŸlich der Regierungsbeteiligung der Partei des Jörg Haider einnehmen.

AprĂšs l´Empire. Essai sur la dĂ©composition du systĂšme amĂ©ricain, par Emmanuel Todd. Gallimard 2002
http://www.afri-ct.org/article.php3?id_article=833

(24) Defend America
http://www.defendamerica.mil/

Die Marines sind leider ĂŒberhaupt nicht mehr aufzurufen
http://www.15meu.usmc.mil und http://www.26meu.usmc.mil

(25) FBI Ten Most Wanted Fugitive - Usama bin Laden
http://www.fbi.gov/mostwant/topten/fugitives/laden.htm

Zur Carlyle Group siehe auch: Die Carlyle Group und die Kriege gegen Afghanistan und den Irak, von Gudrun Eussner, 4. Dezember 2001 mit ErgÀnzungen, vom 5. Mai 2003 und vom 16. und 19. MÀrz 2005
http://www.eussner.net/artikel_2004-07-14_20-42-22.html

(26) Dassault AĂ©ronautique civile et militaire
http://www.groupedassault.com/

Socpresse - Dassault
http://www.esj-lille.fr/article.php3?id_article=165

(27) Qualisteam Actualités
http://www.qualisteam.fr/actualites/juin02/05-06-2002-5.html

(28) Le groupe Dassault entre dans le capital de la Socpresse, la maison mĂšre du quotidien "Le Figaro", par Nicole Vulser. "Le Monde", 31 janvier 2002
http://cgt.dl.free.fr/infos_pdf/Dassault.PDF



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