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"Alain Finkielkraut muß weg !"

62 Personen aus der französischen Wissenschaft, der Kultur und dem öffentlichen Leben bezichtigen Alain Finkielkraut auf der salafistischen Web Site Oumma.com des Rassismus und der Anstachelung zum rassistischen Haß und fordern von David Kessler, dem Direktor von Radio France Culture, seine Sendung abzusetzen.

Sie erkl√§ren in f√ľnf S√§tzen, da√ü

  • sie verbl√ľfft seien √ľber die Worte des Alain Finkielkraut in "Haaretz", best√§tigt durch ihn in der franz√∂sischen Presse nach scheinbaren Entschuldigungen,
  • er den zerbrechlichsten Teil der franz√∂sischen Jugend in ihrer Hautfarbe, ihrem Akzent, ihrer Religion und ihrer famili√§ren Herkunft gebrandmarkt habe, was man Rassismus nenne,
  • √ľber Rassismus aber nicht zu diskutieren sei,
  • die Aufhetzung zum Rassenha√ü ein Delikt darstelle,
  • Alain Finkielkraut, der offen rassistische Aussagen gemacht habe, in ihren Augen das Recht verloren habe, eine Sendung im √∂ffentlichen Rundfunk zu haben.

"Wir fordern also Ma√ünahmen der Vertragsaufhebung zu ergreifen, die uns geboten erscheinen." Anschlie√üend folgt eine der √ľblichen franz√∂sischen Floskeln der H√∂flichkeit: "mit besten Gr√ľ√üen" ... (1)

Aus dem zweiten Satz geht hervor, da√ü sie die Aussagen des Philosophen in der "Haaretz" entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben, sie nicht verstehen k√∂nnen oder wollen. Richtig ist, da√ü Alain Finkielkraut sich nicht entschuldigt, welche M√ľhe auch immer sich franz√∂sische Journalisten, allen voran Jean-Pierre Elkabach geben m√∂gen. Richtig ist weiterhin, da√ü man √ľber Rassismus nicht diskutiert, und da√ü Aufhetzung zum Rassenha√ü ein Delikt ist. 62 Personen - und sie sind nur die Spitze des Eisberges - wollen den Philosophen auf Grund von Behauptungen, die aus dem Interview nicht zu belegen sind, aus der √Ėffentlichkeit verbannen. Ich dokumentiere das Interview in hebr√§isch, deutsch, englisch und franz√∂sisch. Hebr√§isch hei√üt es "Hem lo miskenim, hem moslemim", Sie sind nicht ungl√ľcklich, sie sind Muslime. Die englische √úbersetzung des Interviewtextes sei sehr wortgetreu, sagt Menahem Macina, von der Union des Patrons et des Professionnels Juifs de France, so da√ü er sie seiner √úbersetzung ins Franz√∂sische zu Grunde legt. Sie erscheint am 23. November 2005. Kewil √ľbersetzt das Interview am 1. und 2. Dezember ins Deutsche. Die deutsche Zeitung "Die Welt" zieht bereits am 10. Dezember 2005 nach mit einer √úbersetzung, so da√ü sich auch deutsche Zeitungsleser schon fast einen Monat nach den Ereignissen ein Bild machen k√∂nnen √ľber die Zust√§nde, die ganz Frankreich bewegen. (2)

Einen ersten Triumph feiert die Oumma.com, am 8. Dezember 2005, mit der Bekanntgabe, da√ü der "rassistische Provokateur" Alain Finkielkraut verzichtet, am 15. Dezember 2005 an einem Kolloquium zur Laizit√§t teilzunehmen: "FINKIELKRAUT VERZICHTET, SICH NACH LYON ZU BEGEBEN !" Zahlreiche Menschen der Gegend h√§tten den Regionalrat wissen lassen, da√ü sie "es nicht hinnehmen (sic!) w√ľrden, den finsteren Herrn ("ce sinistre sire") zu empfangen." Tatsachenwidrig l√ľgt Oumma.com, da√ü der Regionalrat von Rh√īne-Alpes, Veranstalter der Konferenz, es f√ľr unangebracht halte, den "bevorzugten Propagandisten von Sarkozy nach seinen Ha√üreden kommen zu lassen". Die Organisatoren, die ungef√§hr 200 Emails mit Anschuldigungen und Beleidigungen gegen sein Kommen erhalten h√§tten, bedauerten die Absage des Schriftstellers, schreibt dagegen der Redakteur Xavier Ternisien, in "Le Monde", vom 9. Dezember 2005. (3)

Die Begeisterung, da√ü sich der j√ľdische Philosoph nicht in die Hochburg der salafistischen islamistischen Predigt begibt, dem Orte des Salafistenverlages "Tawhid", des Predigers Tariq Ramadan und des Imam von V√©nissieux Abdelkader Bouziane fern bleibt, kennt auch bei Xavier Ternisien kaum Grenzen, und er w√ľrgt dem Philosophen noch eins rein, in dem er zitiert, da√ü die rechtsextreme Site france-echos.com einen entgegengesetzten Aufruf gebracht habe. So r√ľckt er Alain Finkielkraut nicht nur in die N√§he der Rechtsextremen, sondern in ihre Mitte. Der Feind mu√ü doch politisch und gesellschaftlich totzukriegen sein?!

Scheinbar einf√ľhlsam setzt er nach und zitiert Alain Finkielkraut: "Ich gehe nicht dorthin, weil ich vollst√§ndig verzweifelt bin durch das, was mir widerf√§hrt", sage er. Soviel Niedertracht kann der Autor eines Buches √ľber die Muslimbr√ľder, der Freund des Tariq Ramadan, in zwei Abs√§tzen in "Le Monde" unterbringen. (4)

Alain Finkielkraut kann man vorwerfen, da√ü er wohl immer noch nicht begriffen hat, da√ü jedes Wort, das er unter diese ausgemergelten Geier streut, gegen ihn verwendet wird. Behauptet er nicht im "Haaretz"-Interview, da√ü er seine Ansichten in Frankreich nicht √§u√üern k√∂nne, da√ü es gar gef√§hrlich sei? Daraus machen √ľbrigens Journalisten der franz√∂sischen Presse, er habe behauptet, es sei verboten, solche Ansichten in Frankreich zu √§u√üern. Entsprechend fallen sie √ľber diese angebliche Behauptung her und widerlegen sie. Der entfesselten Wut der Lohnschreiber der Gruppe Hachette Filipacchi M√©dias und ihrer Freunde, die sich vielleicht ebenfalls eine finanzielle Unterst√ľtzung des Konzern erschreiben m√∂chten, kann keine Tatsache standhalten. Journalistische Ethik auf der Entscheidungsebene der Publikationen finde ich nur beim Mitbegr√ľnder und Direktor des "Nouvel Observateur" Jean Daniel, in seinem Kommentar "Eine Katze eine Katze nennen". (5)

Ansonsten gibt es einige Unterst√ľtzer des Alain Finkielkraut auf Blogs, beispielsweise auf "Stalker", der die beiden Journalisten Eduardo Mackenzie und Jean-Pierre Tailleur ausdr√ľcklich erw√§hnt. "Stalker" berichtet dar√ľber, da√ü die Kampagne gegen Alain Finkielkraut nicht mit dem Interview-Verschnitt des Sylvain Cypel anf√§ngt, sondern schon fr√ľher, in der Sendung, vom 13. November 2005, des Serge Moati, auf France 5, "Ripostes", da dem Alain Finkielkraut, der √§hnliche Ansichten √§u√üert wie sp√§ter in dem Interview mit Dror Mishani, eine geschlossene Phalanx von Diskutanten gegen√ľber steht, die alle die Aufr√ľhrer in den Vorst√§dten wortreich entschuldigen und als arme Opfer darstellen und denjenigen drohen, die es wie Alain Finkielkraut wagen, die Tatsachen zu sichten und sich √ľber den ethnisch-religi√∂sen Hintergrund der "st√§dtischen Gewalt" zu fragen. (6)

Einer der Eingeladenen, der von France 5 als "zur Zeit Professor in Oxford" vorgestellt wird, (7) wo er doch schlicht Forschungsstipendiat ist, Tariq Ramadan, habe durch seine Angriffe auf den Philosophen einen Austausch der Ideen verhindert. Aber nicht nur er, sondern auch die √ľbrigen Diskutanten. Im ersten dokumentierten Beitrag unter dem Namen von Djida Tazda√Įt ist eine √Ąu√üerung des islamistischen Predigers Tariq Ramadan dokumentiert, der dort die Anwendung von Gewalt legitimiert und die Taten der Aufr√ľhrer politisch, als Revolte rechtfertigt: "Il y a une l√©gitimit√© √† la violence, √† la r√©volte". Er selbst sei aber gegen Gewalt. Diese beispielhafte Doppelz√ľngigkeit gibt unter den beteiligten Diskutanten zu nichts als einem Gemurmel Anla√ü. Solche √Ąu√üerungen lassen niemanden darauf kommen, da√ü Alain Finkielkraut vielleicht recht haben k√∂nnnte damit, da√ü der Aufruhr ethnisch-religi√∂ser Herkunft ist, und da√ü er gar legitimiert sein k√∂nnte durch die islamischen Prediger. (8)

F√ľr die von einem "entsetzten" Alain Finkielkraut auf dem Podium zitierten Texte der bei den Jugendlichen der Vorst√§dte √§u√üerst beliebten Rap-Songs hat Tariq Ramadan nur h√∂hnisches Gel√§chter √ľbrig. Kewil ver√∂ffentlicht Ausz√ľge der Texte aus der Z√ľrcher "Weltwoche". Ich wiederhole sie hier nicht, sie k√∂nnen im Link aufgerufen werden. Frankreich wird darin einer Nutte gleichgesetzt, mit der man nach Gutd√ľnken verf√§hrt. Aus den Texten geht zweierlei hervor: was diese Rapper und ihre begeisterten Anh√§nger in den Vorst√§dten von M√§dchen und Frauen halten, und was von Frankreich. (9)

Beides entspricht der Ansicht des politischen Islam. Der verwendet nur keine unfl√§tigen Ausdr√ľcke, sondern verbr√§mt die Lehre religi√∂s: die Frauen gelten im Islam allenfalls die H√§lfte, haben ihrem Manne und den m√§nnlichen Familienmitgliedern zu gehorchen, Polygamie zu dulden, werden geschlagen und bei Untreue gesteinigt, und Frankreich ist ein Land, das man nicht achtet, in dem man wohnt und dessen Sozialleistungen voll aussch√∂pft. Ansonsten unterstehen die Muslime dem islamischen Recht. Auf den Tag seiner vollen Verwirklichung arbeiten Islamisten wie Tariq Ramadan und seine Freunde hin, allen voran die Konvertiten.

Ein weiterer Eingeladener ist der Historiker Jacques Julliard, Studiendirektor an der √Čcole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS), der Hochschule f√ľr Sozialwissenschaften, abgeordneter Redaktionsdirektor des "Nouvel Observateur". Dort ist Edgar Morin emeritierter Direktor. Jacques Julliard vertritt seine Zeitschrift w√ľrdig.

√úberhaupt entpuppt sich der "Nouvel Observateur" als wahrer Horst der Geier ("Knochenfresser - Knochenbrecher"), unter ihnen der Redaktionsdirektor Laurent Joffrin. (10)

Er ernennt Alain Finkielkraut zum "Néoréac", einem Verwandten der US-amerikanischen "Neo-cons". Ich zitiere noch einmal die vier Charakteristika, die Laurent Joffrin dieser Menschengruppe zuschreibt: (11)

  • F√ľr sie sind wir im Krieg, ein Krieg, der am 11. September 2001 erkl√§rt wurde,
  • in diesem Krieg gibt es eine f√ľnfte Kolonne. Eine gewisse extreme Linke verbindet sich mit dem Islamismus und wird Tr√§ger einer neuen Jud√§ophobie,
  • es gibt schlie√ülich in diesem Kampf "n√ľtzliche Idioten", selbstverst√§ndlich Menschen der Linken, die sich weigern, das √úbel zu sehen, den Ha√ü wahrzunehmen, zuzugeben, da√ü ein "dritter Totalitarismus" zur√ľckkehre,
  • diese "n√ľtzlichen Idioten" sind nur der Ausdruck eines gr√∂√üeren Syndroms: des Endes des Fortschritts und der Aufl√∂sung der Werte - republikanischer, westlicher, j√ľdisch-christlicher.

Da die Unterzeichner ihren Brief an den Direktor des Senders Radio France Culture auf der salafistischen Oumma.com ver√∂ffentlichen, wo Tariq Ramadan, Xavier Ternisien, Vincent Geisser und Mouloud Aounit ihre Beitr√§ge gern ver√∂ffentlichen lassen, und da ich von keinem der 62 Unterzeichner annehme, da√ü er/sie die Oumma.com nicht kennt als Propaganda-Organ des politischen Islam, gehe ich die Liste der Unterzeichner durch und versuche herauszufinden, wer diese sind. Sofort f√§llt mir Mich√®le Sibony auf, die √úbersetzerin des "Haaretz"-Interviews. Mich√®le Sibony ist Mitglied der Union Juive Fran√ßaise pour la Paix (UJFP), der j√ľdisch-franz√∂sischen Vereinigung f√ľr den Frieden, mit Sitz in Marseille, einer linksradikalen einseitig pal√§stinenserfreundlichen Vereinigung.

Weiterhin f√§llt mir Laurent L√©vy auf, auch wenn er sich als "Essayist" einschreibt, weil er soeben ein Buch "Le spectre du communautarisme", das Gespenst des Kommunitarismus (eine besonders geistreiche Verballhornung des "umgehenden Gespenstes des Kommunismus"), im linken Verlag √Čditions Amsterdam ver√∂ffentlicht hat. Der Verlag wirbt auch f√ľr das Weltsozialforum 2006 in Karachi. (12)

Der linksextreme Laurent L√©vy ist oder war der Anwalt des den Kommunisten nahestehenden Mouvement contre le Racisme et pour l´Amiti√© entre les Peuples (MRAP), wobei sein Generalsekret√§r Mouloud Aounit unter "Rassismus" Islamophobie versteht und unter "Volk" haupts√§chlich die Pal√§stinenser. Laurent L√©vy ist der Vater der beiden zum Islam konvertierten Sch√ľlerinnen Lila und Alma L√©vy. Er betont der BBC gegen√ľber ausdr√ľcklich, da√ü er zwar nach den Vichy-Regeln, nicht aber der Halacha nach Jude sei: "drei meiner Gro√üeltern waren Juden, aber nicht der Teil, der z√§hlt - die Mutter meiner Mutter." Da hat er nochmal Gl√ľck gehabt! Ein sch√∂nes Foto des Vaters mit seinen bekopftuchten T√∂chtern ist abgebildet. Drei Wochen sp√§ter laufen beide in Ganzk√∂rperverkleidung herum und halten die Gesetze der Scharia unbotm√§√üigen Frauen gegen√ľber f√ľr richtig: Schimpfen, Pr√ľgeln, Steinigen. (13)

Laurent L√©vy wendet sich in einem Buch (daher "Essayist") gegen den "Kommunitarismus der Mehrheitsgesellschaft", die Republik ist f√ľr ihn ein "Mythos", den er kritisiert, ebenso lehnt er den "Universalismus" ab, wie ihn die Nachfolger von Voltaire und der Aufkl√§rung verstehen. Er √§u√üert sich zu seinem Buch in einer Video-Aufzeichnung auf Oumma.com. Es lohnt sich, diesen wirren Auftritt des linken Islamistenfreundes anzusehen und anzuh√∂ren. (14)

Laurent Lévy befindet sich mit seinen Ansichten in der Tradition des Gottfried Herder und alles dessen, was in Deutschland anschließend aus diesem Volksgeist, dem gesunden Volksempfinden, der "kollektiven Seele" wird: Biedermeier, "Gartenlaube", Spießertum, Nationalismus, Antisemitismus, Nationalsozialismus, zwei Weltkriege, Holocaust. Über diesen "Volksgeist" schreibt Alain Finkielkraut schon 1987, da sind Lila und Alma noch gar nicht geboren, im ersten Kapitel seines Buches "La défaite de la pensée". (15)

Da hier nicht alle 62 Unterzeichner vorgestellt werden k√∂nnen - es bleiben immerhin noch 60 -, beschr√§nke ich mich darauf, zwei weitere vorzustellen, von denen ich noch nie geh√∂rt oder gelesen habe (im Gegensatz beispielsweise zu Mgr Jacques Gaillot), die ich zuf√§llig herausstelle, das Kriterium ist allein, ob ich ausreichend Informationen finde. Wenn meine Leser diese beiden nicht f√ľr repr√§sentativ halten, empfehle ich ihnen, die √ľbrigen Unterzeichner selbst zu googeln: www.google.fr, pages francophones.

Jean Baumgarten

In einem autobiographischen Werk beschreibt er sich als Mitglied des Jugendverbandes der Trotzkisten. Jean Baumgarten ist oder war Forschungsdirektor am staatseigenen Centre National de Recherche Scientifique (CNRS). Er ist ein notorischer Gegner des Alain Finkielkraut. Mindestens einmal vorher fordert er Radio France Culture auf, mit den Sendungen des Alain Finkielkraut Schluß zu machen. Der kritisiert einen Artikel der Zeitung "Le Monde", die ihren Lesern mitteilt, daß die ganze Aktion des Abzugs aus Gaza seitens Israels dazu da sei, nun die Politik der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zu beenden.

"Man mu√ü France Culture Druck machen und diese Art von Sendungen verbieten", meint Jean Baumgarten. Das Schlu√üwort seines Beitrages beginnt mit dem Satz: "Man mu√ü Schlu√ü machen mit diesem faschistischen, rassistischen, kolonialistischen Staat. Israel mu√ü aufh√∂ren, wie ein ´j√ľdischer Staat´ zu funktionieren. Alle B√ľrger m√ľssen gleich sein, das bedeutet das "Ende des Zionismus". Jean Baumgarten - dem Israel Shamir Freund im Geiste! (16)

Seine Ansichten zur Entsorgung des Staates Israel äußert er auf der Site Vigie Média Palestine. Auf deren Startseite finden die Internauten, am 29. November 2005, den vom Dichter Badia Benjelloun, Autor auf der Site Al-Oufok ("der Intifada gewidmet"), verfaßten Text eines Musterbriefes, zu schicken an einige Verantwortliche bei Radio France, Alain Finkielkraut seiner Funktionen zu entheben und ihm den Zugang zum Sender zu verbieten. (17)

Monique Crinon

Die Feministin (sic!) Monique Crinon wendet sich in einem Text gegen die seit zwei Jahren von den Anhängern des Verbotes des islamischen Kopftuches propagierte These, nach der Laizität und Feminismus Zwillingskonzepte seien, gewissermaßen synonym. (18)

Monique Crinon h√§lt wie Laurent L√©vy nichts vom Universalismus der Werte im Sinne Voltaires. Sie schreibt auf der Site des linken Centre d´√©tudes et d´initiatives de solidarit√© internationale (CEDETIM). Dort gibt es eine eigene Seite Palestine - Israel, wo der Dozent an der Universit√§t Haifa Ilan Papp√© zum Boykott Israels aufruft, israelische Gymnasiasten sich weigern, in der "israelischen Besatzungsarmee" zu dienen, und wo man einen Artikel zur Solidarit√§t mit der Israelin Tali Fahima, der Freundin und Kumpanin des pal√§stinensischen Terroristen Zakharia Zubeidi findet: "Tali Fahima wurde am 8. August 2004 verhaftet, und seit der Zeit sitzt sie ein, wird gefoltert und isoliert ...", und wo das CEDETIM dem gr√∂√üten Terroristen, den Pal√§stina bzw. √Ągypten je hervorgebracht hat, f√ľr sein Lebenswerk dankt: "Choukran, Abu Amar". (19)

Auch diese beiden zuf√§llig herausgegriffenen Unterzeichner entsprechen wie Mich√®le Sibony und Laurent L√©vy der Einsch√§tzung, die die "N√©or√©acs" von ihnen geben: f√ľnfte Kollonne, n√ľtzliche Idioten, die gemeinsam mit den Vertretern des politischen Islam daran arbeiten, die republikanischen, westlichen, j√ľdisch-christlichen Werte zugunsten beliebiger, von Dorf zu Dorf verschiedener Kulte und Riten aufzuheben.

Alain Finkielkraut schreibt es schon im ersten Beitrag seines Buches "La défaite de la pensée", auf der Seite 19: "Und, nach Herder spiegelt die Blindheit Voltaires die Arroganz seiner Nation wieder." Was zu Herders Zeiten Frankreich, das sind heutzutage die USA. Frankreich ist schon lange eingeherdert.

Mathematik: D/F (1789) = D+F/USA (2005)

11. Dezember 2005

Quellen

(1) Pour la suspension de l´√©mission de Finkielkraut sur France Culture, oumma.com, jeudi 8 d√©cembre 2005
http://www.oumma.com/article.php3?id_article=1823

(2) Hem lo miskenim, hem moslemim (Interview in hebräisch)
http://www.haaretz.co.il/hasite/pages/ShArtPE.jhtml?itemNo=6 45738&contrassID=2&subContrassID=13&sbSubContrassID=0

Finkielkraut 1 und 2. √úbersetzung Kewil, 1. und 2. Dezember 2005
http://www.myblog.de/kewil/art/2406021#comm
http://www.myblog.de/kewil/art/2408459#comm

Ein Pogrom gegen die Republik. Der Philosoph Alain Finkielkraut √ľber die gewaltt√§tigen Krawalle in Frankreichs Vorst√§dten. Von Dror Mishani und Aurelia Smotriez. √úbersetzung aus dem Englischen von Jacob Gerson. Die Welt, 10. Dezember 2005
http://www.welt.de/data/2005/12/10/814875.html?s=1

What sort of Frenchmen are they? By Dror Mishani and Aurelia Smotriez. Bellaciao, November 25, 2005
http://bellaciao.org/en/article.php3?id_article=9314

Quel genre de Fran√ßais est-ce l√† ? Interview d´A. Finkielkraut par Haaretz. Traduction de Menahem Macina, 23 novembre 2005 (Vollst√§ndige √úbersetzung aus dem Englischen)
http://www.upjf.org/actualitees-upjf/article-10553-145-7-gen re-francais-est-interviec-finkielkraut-haaretz.html

(3) FINKIELKRAUT RENONCE À SE RENDRE À LYON ! Oumma.com, 8 décembre 2005
http://www.oumma.com/article.php3?id_article=1822

ASSEZ DE COMPLAISANCE √Ä L´√ČGARD DU RACISTE FINKIELKRAUT : NON A LA CONFERENCE DE FINKIELKRAUT LE 15 DECEMBRE A LYON ! CAPJOPO EuroPalestine. Publi√© le 7-12-2005
http://www.europalestine.com/article.php3?id_article=1922

(4) Alain Finkielkraut renonce à se rendre à un colloque, par Xavier Ternisien, Le Monde, 9 décembre 2005
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0,36-719560,0.html

(5) Appeler un chat un chat, par Jean Daniel, cofondateur et directeur du Nouvel Observateur . Nouvel Observateur, 29 novembre 2005
http://permanent.nouvelobs.com/

(6) Alain Finkielkraut en chute libre ? Stalker, 10 décembre 2005
http://stalker.hautetfort.com/archive/2005/12/08/la-paille-d -alain-finkielkraut-et-la-poutre-des-laches.html

(7) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Invités, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/007564/11/130037.cfm

(8) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Interventions des invités, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/D00069/111/130042.cfm

(9) Französische Rap-Songs, Kewil, 3. Dezember 2005
http://www.myblog.de/kewil/art/2413618

(10) Gypaetus barbatus meridionalis. Markus Kappeler 1986/Groth AG 1986
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/bartgeier2.html

(11) Les n√©or√©acs -par laurent joffrin. Au-del√† de ¬ę l´affaire Finkielkraut ¬Ľ. Quel soulagement de lire cette tribune de Laurent Joffrin apr√®s les d√©rapages d´Alain Finkielkraut ! Bref, un texte √† ne pas manquer ! dans le NouvelObs du 29/11/05
http://www.re-so.net/article.php3?id_article=1868

(12) Laurent L√©vy: Le spectre du communitarisme. Democritique. √Čditions Amsterdam
http://images.amazon.com/images/P/2915547130.08._SCLZZZZZZZ_ .jpg

um outro mundo é possível
http://www.forumsocialmundial.org.br/index.php

(13) Jewish dad backs headscarf daughters, By Hugh Schofield, BBC News, 1 Ocober 2003
http://newsvote.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/3149588.stm

Ouest France en ligne, 21 octobre 2003
http://photos.ouestfrance-enligne.com/2003/10/21/N1GE05A_200 31020.jpg

(14) "Le mot communautarisme est employé pour stigmatiser", Oumma.com, 29 novembre 2005
http://www.oumma.com/article.php3?id_article=1802

(15) Alain Finkielkraut: La d√©faite de la pens√©e. folio essais 117. √Čditions Gallimard 1987

(16) Jean Baumgarten. √Čl√©ments de biographie
http://www.editionsducerf.fr/html/fiche/ficheauteur.asp?n_au t=1509

De Jean Baumgarten le 09 octobre 2004 France Culture
http://www.vigie-media-palestine.org/7franceculture.html

(17) Vigie Média Palestine
http://www.vigie-media-palestine.org/

De Badia Benjelloun le 29 novembre 2005 à Radio France
http://www.vigie-media-palestine.org/1radiofrance.html

(18) F√©minisme et la√Įcit√© : non aux amalgames de Monique Crinon, publi√© par e-torpedo, 5 d√©cembre 2005. Source: Bellaciao
http://www.e-torpedo.net/article.php3?id_article=577

(19) Centre d´√©tudes et d´initiatives de solidarit√© internationale (CEDETIM)
http://www.reseau-ipam.org/rubrique.php3?id_rubrique=47/geno va/MF.html



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