Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Artikel

Der schmutzige Krieg der Araber gegen die jüdische Zivilbevölkerung. 1900 bis 1920

Der schmutzige Krieg der Araber gegen die israelische Zivilbevölkerung hat eine lange Tradition. Mancher nimmt irrtümlich an, er begänne, als sie, im Juli 2000, das weitreichende Angebot des Ministerpräsidenten Ehud Barak zur Gründung eines palästinensischen Staates ablehnen und den Besuch des Ariel Sharon auf dem Jerusalemer Tempelberg, am 28. September 2000, sowie die angebliche kaltblütige Ermordung des 12-jährigen Palästinenserjungen Mohammed al-Dura durch israelische Soldaten, am 30. September 2000, zum Vorwand nehmen, die zweite Intifada loszubrechen. (1)

Just in dem Moment soll der schmutzige Krieg der Palästinenser gegen die israelische Zivilbevölkerung beginnen? Zu der Zeit dauert er bereits 100 Jahre.

Der Krieg der Araber gegen die jüdische Zivilbevölkerung tobt schon zu Zeiten, als die Juden in ihren Pässen als Palästinenser bezeichnet werden. Er beginnt mit der Ankunft der ersten Juden auf palästinensischem Boden, der seinerzeit zum osmanischen Reich gehört. Es gibt reichlich Literatur zum Thema. Wer sich beispielsweise die Mühe macht, das großartige Werk von Mordecai Naor: Eretz Israel. Das zwanzigste Jahrhundert daraufhin durchzusehen, wird nichts anderes mehr behaupten können. (2)

Um Israelis handelt es sich allerdings erst ab dem 14. Mai 1948, Mordecai Naors Buch beginnt mit den Ereignissen des Jahres 1900. Bis zur Staatsgründung Israels sind die Taten der Araber gegen die Juden gerichtet. Unter dem 12. September 1900 liest man:

  • Angriff von Beduinen auf Hadera. Vorausgegangen ist ein Streit mit einem als Wächter beschäftigten Beduinen. Die Herde des Dorfes wird geraubt. Ruhe kehrt erst nach dem Eingreifen junger Leute aus Sichron Ya´akov und türkischer Soldaten ein.

Ich werde aus Mordecai Naors Buch nur stichwortartig einige Daten der ersten zwanzig Jahre des 20. Jahrhunderts über den schmutzigen Krieg gegen die jüdische Zivilbevölkerung zitieren. Man kann davon ausgehen, daß die Aufzählung solcher Verbrechen nicht vollständig ist. In den Anfangsjahren sind Ereignisse wie die Geburtsstunde von Tel Aviv, 1906, vor 100 Jahren! die Eroberung Jerusalems durch die Engländer, am 9. Dezember 1917, nach 400 Jahren osmanischer Herrschaft! und der Aufbau des Jischuw am wichtigsten.

  • März 1908: Ein blutiger Zwischenfall zwischen jungen Juden und Arabern in Jaffa, nachdem Araber jüdische Einwanderer überfallen haben. .... der erste Zwischenfall zwischen Juden und Arabern im Stadtgebiet.
  • 6. August 1910: Araber aus Kalkilja überfallen das kleine Dorf Kfar Saba und zerstören es. Raub der Viehherde des Dorfes Javne´el. Bauern und Wächtern gelingt es, die Tiere zurückzuholen.
  • 25. Mai 1911: Zusammenstoß zwischen Juden und Arabern auf den Feldern von Merhavia. Der Wächter Mordechai Yig´al wird angegriffen, beim sich anschließenden Handgemenge tötet er einen Araber. Daraufhin umzingeln Hunderte von Arabern den Ort.
  • September 1912: Die Beziehungen zwischen Juden und Arabern verschlechtern sich: Zusammenstöße und Überfälle an mehreren Orten.
  • 23. Juli 1913: Die Bewohner des arabischen Dorfes Samuga greifen das jüdische Nachbardorf Rehovot an.
  • 22.-24. November 1913: Der Mord an zwei Juden durch Araber im Jordan-Tal schockiert den Jischuw.
  • 15. November 1919: Araber stehlen im Kibbuz Kfar Gil´adi Arbeitstiere, Waffen und Geld.

So richtig in Schwung kommt der schmutzige Krieg der Araber gegen die jüdische Zivilbevölkerung ab dem blutigen Pessach, März 1920, da aufgehetzte Araber auf unbegründete Gerüchte über Handlungen von Juden gegen Araber hin, angeführt von Haj Amin al-Husseini, dem späteren Großmufti von Jerusalem, bei Duldung durch die Briten den ersten Aufruhr in der britischen Mandatszeit gegen Juden inszenieren. Neben Mordecai Naor geben die Palestine Facts und viele andere Quellen darüber Auskunft. Hier die Zitate aus dem Buch von Modecai Naor:

  • 1. Januar 1920: Hamara in Galiläa wird von Beduinen angegriffen.
  • 8.-9. Februar 1920: Arabischer Überfall auf Metulla. Die ... Einwohner ziehen fort.
  • 3. März 1920: Kfar Gil´adi wird aufgegeben - aus Furcht vor einem arabischen Angriff. Die Bewohner ... werden nach Sidon und Ajellet ha-Schachar evakuiert.
  • 8. März 1920: In Jerusalem demonstrieren Araber gegen den Zionismus und gegen die Juden.
  • 4.-6. April 1920: Unruhen in Jerusalem. Arabischer Angriff auf jüdische Stadtviertel: sechs Tote und rund 200 Verletzte.
  • 17.-26. April 1920: Arabische Angriffe auf Dörfer im Jordan-Tal und in Galiläa, darunter Ajellet ha-Schachar und Degania Beth. Die Angreifer werden zurückgeschlagen.

Haj Amin al-Husseini profiliert sich gegenüber den Briten durch seine Schandtaten der Anstachelung der Araber zum Mord an der jüdischen Zivilbevölkerung und der Plünderung ihrer Häuser als eine Führerpersönlichkeit. 1921 unterstützen sie gegen die Mehrheit der muslimischen Würdenträger seine Wahl zum Großmufti von Jerusalem auf Lebenszeit. Da ist er noch keine 30 Jahre alt. Den Juden ist der spätere Nazikollaborateur bis an sein Lebensende ein unermüdlicher Feind als Anstifter des schmutzigen Krieges gegen sie und gegen Israel. Viele Fotos dazu findet man in der Bibliothèque Proche Orientale. (3)

24. Januar 2006

Quellen

(1) What took place at Camp David in 2000? Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_1991to_now_campdavid_2000.p hp

Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada, 11. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-10_01-52-36.html

(2) Mordecai Naor: Eretz Israel. Das zwanzigste Jahrhundert. Verlag Könemann 1998
http://www.amazon.de

(3) What happened during the Arab riots of 1920-1921? History. Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_riots_1920-21.php

Qui était le grand Mufti de Jérusalem Haj Amin Al Husseini ? Bibliothèque Proche Orientale
http://aval31.free.fr/


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite