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Dr. Tariq Ramadan wird nun allmÀhlich böse!

Die American Civil Liberties Union (ACLU) ist es jetzt leid. Sie klagt gemeinsam mit "drei nationalen Wissenschafts- oder Schriftstellerorganisationen" beim Federal District Court in Manhattan gegen die Weigerung der US-Regierung, Tariq Ramadan zu gestatten, in den USA auf ihre Einladung hin zu ihnen zu sprechen. Die Regierung bezieht sich dabei auf den USA Patriot Act, der AuslĂ€nder, die Terrorismus billigen, an der Einreise hindert. Die weiteren klagenden Organisationen seien die American Academy of Religion (AAR), Georgia, die behauptet, Tariq Ramadan habe niemals UnterstĂŒtzung fĂŒr Terrorismus geĂ€ußert, die American Association of University Professors (AAUP), Washington D.C., und das Pen American Center (PEN), New York. So berichtet Julia Preston, von der New York Times, und so ĂŒbernimmt Tariq Ramadan den Artikel auf seine Web Site. AuffĂ€llig ist, daß Tariq Ramadan nicht als MitklĂ€ger genannt wird. "On behalf of the scholar" heißt nach meinem Pons-Globalwörterbuch von HarperCollins/Ernst Klett "fĂŒr" oder "im Interesse von". Nur wenn eine Person klagt, könnte es auch heißen "im Namen von". Das aber ergibt hier keinen Sinn. Die Klage wird erhoben wegen Ausschluß von der Einreise "aus ideologischen GrĂŒnden". (1)

WĂ€hrend die von Julia Preston gleich zu Anfang als KlĂ€gerin erwĂ€hnte ACLU in der Klageschrift nicht als KlĂ€gerin auftaucht, ist Tariq Ramadan, wie man derselben Klageschrift entnimmt, in diesem Verfahren ein "symbolischer KlĂ€ger", was soviel heißt, daß er nur eine Randfigur der Klage ist, aber in der muslimischen Welt berichten kann, daß er gegen den Minister fĂŒr Innere Sicherheit Michael Chertoff und die US-Außenministerin Condoleezza Rice klagt. Welch ein Erfolg fĂŒr den Islam! SelbstverstĂ€ndlich wird er als Professor bezeichnet, was aber inzwischen schon ĂŒberall in den ihm freundlichen Medien gang und gĂ€be ist:

"KlĂ€ger Tariq Ramadan, ein symbolischer KlĂ€ger in diesem Fall, ist Schweizer NationalitĂ€t und einer von Europas fĂŒhrenden Lehrern ĂŒber die muslimische Welt. Professor Ramadan wohnt derzeit in England. Er ist ein Forschungsstipendiat im St. Antony´s College an der UniversitĂ€t Oxford und höherer Forschungsstipendiat in der Lokahi Stiftung in London." (2)

Dazu habe ich ausfĂŒhrlich berichtet im Abschnitt "Tariq Ramadan nimmt sich neu gegrĂŒndeter Stiftungen an" des Beitrages "Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europĂ€ischen Islamismus": (3)

Um sich ins professorale GeschĂ€ft zu bringen, arbeitet er auch als Senior Research Fellow, als höherer Forschungsstipendiat, bei der Lokahi Stiftung, mit Sitz in London. Die ist eine NeugrĂŒndung letzten Jahres der auf Hawaii geborenen EnglĂ€nderin Gwen Griffith-Dickson, die KulturbrĂ€uche aus Hawaii nutzen will, um religiöse Zwietracht aufzulösen. Die Stiftung rekrutiert Personal und sucht finanzielle Hilfe. Da ist Tariq Ramadan mit seiner "Tawhid=Einheit" goldrichtig. Hawaiisch heißt lokahi Gemeinschaft fĂŒr Einheit und Harmonie, und Petrodollar kann er auch einbringen. Obgleich die Stiftung offiziell noch gar nicht eröffnet ist, hat sie doch schon einen Auftrag: "eine Anfrage der britischen Regierung, sich die Beziehungen zwischen dem FBI und der muslimischen Gemeinschaft in Kalifornien anzusehen und die britische und die US-Methoden zu vergleichen." Dabei kann Tariq Ramadan sicherlich wertvolle Hilfe leisten.

Einen Eindruck davon, wer Gwen Griffith-Dickson ist, kann man bekommen, wenn man die Asia Times, vom 8. November 2005, liest:

Dort wird berichtet von einem in Ägypten geborenen irischen StaatsbĂŒrger, Professor Bashir Musa Mohammed Nafi, der Geschichte und Islamwissenschaft in London lehrt, ein AnhĂ€nger der Lehren des Ibn ÂŽAbd al-Wahhab ist und in Florida gerade einer terroristischen Verschwörung, aus dem Jahre 2003, im Rahmen des PalĂ€stinensischen islamischen Djihad (PIJ), zu Mord und Körperverletzung von Personen außerhalb der USA angeklagt ist. Die Anklage wirft ihm vor, MitbegrĂŒnder des PIJ und der FĂŒhrer des PIJ in Großbritannien zu sein. Diese Person hĂ€lt Gwen Griffith-Dickson dennoch fĂŒr einen "hochrespektablen" Mann, den sie fĂŒr seine BemĂŒhungen lobt, "mit Energie und Engagement kritisches Denken ĂŒber religiöse Fragen und akademische Ausgewogenheit unter Studenten zu ermutigen und so die gesellschaftliche Verantwortung zu fördern." (4)

Es mag sein, daß die Regierung der USA im Gegensatz zu den Regierungen der EU solche Verbindungen des Tariq Ramadan nicht sonderlich schĂ€tzt.

Julia Preston interviewt den Prediger, der an der Oxford UniversitĂ€t "Visiting Professor" sei. Der Stand der Dinge aber ist, daß Tariq Ramadan dort als Forschungsstipendiat drei VortrĂ€ge hĂ€lt "On the possibility of European Islam", was ganz klar ein Thema ĂŒber europĂ€ische Konvertiten ist. EuropĂ€ischer Islam, das ist Islam fĂŒr EuropĂ€er - und basta! wĂŒrde Oriana Fallaci jetzt vielleicht schreiben. Neu ist, daß das St Antony´s College nun schon einen weiteren Schritt tut und Tariq Ramadan ebenfalls als Professor bezeichnet: "Professor Tariq Ramadan (Visiting Fellow, St Antony´s College)", aber deutlich macht, daß er im College "Visiting Fellow" ist, also Foschungsstipendiat. So helfen ihm viele ehrbare Menschen, Wissenschaftler, Publizisten, Journalisten endlich zu dem von ihm heiß ersehnten Titel. (5)

Die Ausgrenzung durch die Regierung der USA hat Tariq Ramadan nicht verdient! Da mĂŒht sich einer darum, Europa zu islamisieren, seinen SchĂ€fchen ein verlĂ€ĂŸlicher FĂŒhrer darin zu sein, ermahnt sie, sich vertragsgemĂ€ĂŸ aufzufĂŒhren in den westlichen LĂ€ndern, in denen sie wohnen oder eingebĂŒrgert sind, möchte das "dar ul-harb", das im Sinne des Islam Kriegsgebiet, verwandeln in ein "dar ul-islam", in ein von Muslimen als ihr Besitz angesehenes Gebiet, und nun will die US-Regierung das immer noch nicht mit einer Aufenthaltsgenehmigung in den USA honorieren. Wie soll er mit seinem aufopferungsvollen Werk in den USA fortfahren, die islamischen Gemeinden dort koordinieren und zu weiterer BlĂŒte treiben, wenn er seinen Fuß nicht auf den Boden des bestgehaßten Feindes der Salafisten und anderer MuslimbrĂŒder setzen darf?

Selbst Mohammed Atta wird von den USA der Aufenthalt nicht verwehrt, und dieser hat doch wirklich nicht vorgehabt, den Islam mit friedlichen Mitteln in den USA zu verbreiten.

Professor Tariq Ramadan?

Seit dem EuropĂ€ischen Sozialforum (ESF) von Paris und St. Denis berichte ich in zahlreichen Artikeln ĂŒber den Schwarm aller bekopftuchten MĂ€dels und bĂ€rtigen MĂ€nner und bin, im Februar 2004, bei der bloßen AnkĂŒndigung seines Abgangs ĂŒbern Transatlantik froh, daß Europa ihn los wird. Nun muß ich weiter warten. (6)

Tariq Ramadan erobert, im November 2003, das ESF und die Globalisierungskritik und verwandelt das Forum in eines zur Durchsetzung des Islam in Europa: der islamische BĂŒrger ist sein Ziel fĂŒr Europa. Dazu reist er aus Genf an, und fĂŒnfzig von ihm mitgebrachte persönliche LeibwĂ€chter sichern seine Auftritte:Tariq Ramadan Superstar! Insgesamt etwa 700 Menschen lauschen ihm ergriffen wĂ€hrend eines vom radikal-islamistischen Mouvement de lÂŽimmigration et des banlieues (MIB) organisierten Seminares ĂŒber "die Rolle der Religionen in der Widerstandsbewegung gegen die Weltordnung", sprich: gegen die USA im besonderen und den Westen im allgemeinen. Zur ErlĂ€uterung der Rolle des Islam in dieser Widerstandsbewegung trĂ€gt er bei, in dem er den jungen Frauen vorschreibt, das Kopftuch zu tragen, was seit vielen Jahren eine seiner immerwĂ€hrenden Forderungen ist. Eine weitere ist die Unterwerfung aller unter den Willen Allahs. (7)

Unmittelbar nach Ende des ESF, am 20. November 2003, begibt sich Innenminister Nicolas Sarkozy in ein StreitgesprĂ€ch mit Tariq Ramadan. Der Prediger erhĂ€lt in der beliebten Fernsehsendung des Senders France 2 "Cent minutes pour convaincre" (100 Minuten, um zu ĂŒberzeugen) noch einmal ausfĂŒhrlich ein Forum, sich zu verbreiten.

Es lĂ€ĂŸt sich alles gut an fĂŒr ihn. Am 17. und 18. Januar 2004, ist "Tariq Ramadan, Professor, University of Geneva", auf Einladung der Regierungen der USA und Großbritanniens einer der beiden Eröffnungsredner des Arab Western Summit of Skills. Die Tschechen sind inzwischen irgendwie abhanden gekommen und firmieren nicht mehr als Schirmherren, wohl aber das Aspen Institute Berlin des Jeffrey Gedmin. Botschafter Daniel R. Coats spricht auf der Konferenz. Er ist dort gewissermaßen Kollege des Tariq Ramadan. Derartig hohe Protektion lĂ€ĂŸt ihn im Februar 2004 unvorsichtig werden und an die Öffentlichkeit treten mit der Information, er werde an der UniversitĂ€t Notre Dame, in South Bend, lehren und forschen. Wohin will er enteilen? Zu Gleichgesinnten! (8)

Niemandem der Organisatoren des Arab Western Summit of Skills fĂ€llt auf, daß Tariq Ramadan gar kein Professor ist in Genf, erst recht nicht an der dortigen UniversitĂ€t. In Genf ist er "professeur", Studienrat oder Studiendirektor am CollĂšge de Saussure. Nebenbei gibt er als wissenschaftlicher Mitarbeiter alle zwei Wochen je eine Doppelstunde zum Thema "EinfĂŒhrung in den Islam" an der UniversitĂ€t Fribourg. Dieser Kurs wird von der UniversitĂ€t bereits vor Tariq Ramadans geplantem Wechsel in die USA vom Lehrplan abgesetzt. (9)

Da dem Tariq Ramadan die bis heute unverĂ€ndert im Internet zugĂ€ngliche Agenda des Gipfels nicht unbekannt sein dĂŒrfte, muß man ihn als Hochstapler bezeichnen: "Professor, University of Geneva", das ist er fĂŒr die Regierungen der USA und Großbritannien, das ist er fĂŒr alle Schirmherren, Sponsoren und Teilnehmer sowie fĂŒr die Medien. Inzwischen glaubt er´s selbst.

Endlich Professor, bitte!

ErhĂ€lt Tariq Ramadan seinen Doktortitel bereits mit Hilfe des linksradikalen Ehepaares Jean Ziegler, Berichterstatter der UNO gegen Israel und gegen die Globalisierung, und dessen Ehefrau Erica Deuber-Pauli, Mitglied des kommunistischen Parti Suisse du Travail, der Partei der Arbeit der Schweiz, sowie fachfremder Professoren an der UniversitĂ€t Genf, nachdem anerkannte Orientwissenschaftler die Betreuung der Dissertation niederlegen, so kann von einem Professorentitel gar keine Rede sein, nicht in Fribourg und erst recht nicht in Genf. Den Titel will er sich in den USA endlich legal zulegen, an der UniversitĂ€t Notre Dame, in South Bend. Nirgendwo sonst hat er eine Chance, wie man sieht, auch nicht im St Antony´s College der Oxford UniversitĂ€t, wo er ĂŒber den "Visiting Fellow" nicht hinausgelangt.

Aber seine Hochstapelei geht ungebrochen weiter.

Als "Gastprofessor an der UniversitĂ€t von Oxford (St Anthony´s College), Doktor der Philosophie, Spezialist des Denkens von Nietzsche, vergleichende Studien zur Philosophie lehrend (westlich und islamisch) sowie Islamologe bezeichnet er sich auf seiner Site, als er sogar in Frankreich kein Bein mehr an die Erde kriegt. Daß er eine Dissertation ĂŒber Friedrich Nietzsche verfaßt habe, berichtet schon die Zeitschrift "Time", die den Philosophen im Jahre 2000 unter die 100 bemerkenswertesten "geistigen Erneuerer" der Welt zĂ€hlt.

In Ägypten, da seine wissenschaftlichen BemĂŒhungen offensichtlich in den Medien nicht weiter bekannt sind, lĂŒgt er:

"An der UniversitĂ€t in Genf studierte ich Philosophie und französische Literatur, und, nachdem ich zwei Magisterexamen bestanden hatte, machte ich mit einem Doktorat ĂŒber das Konzept des Leidens in Nietzsches Philosophie weiter und spĂ€ter noch mit einem Doktorat in Islamwissenschaft ĂŒber die zeitgenössischen reformistischen Denker von Jamal El-Din El-Afghani bis Hassan al-Banna." (10)

In Clermont-Ferrand, frau höre und staune, in Frankreich, verbietet man ihm nunmehr das Wort, und er vermutet dahinter den Innenminister Nicolas Sarkozy, eben den, der im noch im November 2003 ein Forum bietet, sich mit ihm zu messen. Hat er ein Machtwort gesprochen?

"Man fĂ€hrt in Frankreich fort, unannehmbare und antidemokratische Mittel zu gebrauchen, um mich zu hindern, mich öffentlich zu Ă€ußern." (11)

Kann es sein, daß der Innenminister Frankreichs und die lokalen GrĂ¶ĂŸen von Clermont-Ferrand darin ĂŒbereinstimmen, daß ein Prediger, der sich am 13. November 2005, auf dem Höhepunkt der Krawalle der arabischstĂ€mmigen Jugendlichen, die mit Parolen wie "Allah Houakhbar!" und "FĂŒr den Befreiungskampf der PalĂ€stinenser, fĂŒr Jerusalem!" alles zerschlagen, was ihnen unter die FĂ€uste kommt, offen fĂŒr die LegitimitĂ€t dieser Gewalt in den VorstĂ€dten ausspricht, daran gehindert werden soll, weiter in diesem Sinne zu wirken?

Leider hat France 5 das Video mit den entsprechenden Äußerungen: "Il y a une lĂ©gitimitĂ© Ă  la violence ! Il y a une lĂ©gitimitĂ© Ă  la revolte !" entfernt. Was ist diese Rede anderes als Billigung von Terrorismus? Ich habe es mindestens dreimal angeschaut und angehört, um sicher zu gehen, daß ich mich nicht verhöre. Weder der Moderator Serge Moati noch die Diskussionsteilnehmer haben etwas gegen solche Äußerungen einzuwenden. Der Diskussionsteilnehmer Alain Finkielkraut ist zu der Zeit schon so fertiggerĂŒhrt von den in der Sendung versammelten Furien, daß auch er aufgibt und schweigt. (12)

Die ACLU aber schreibt ĂŒber Tariq Ramadan, daß er immer ein Kritiker des Terrorismus war und derjenigen, die ihn ausĂŒben. (13)

Tariq Ramadan erhĂ€lt im Laufe des Jahres 2005 an die 40 Einladungen, in den USA zu sprechen. Er stellt am 16. September 2005, vor Beginn der Krawalle in den VorstĂ€dten Frankreichs und vor seiner Rechtfertigung von Gewalt und Revolte einen erneuten Antrag auf eine Green Card, und er berichtet, die USA seien heute bereit, ihm die Green Card auszustellen. Das scheint er anzunehmen, weil die britische Regierung sich nicht zu schade ist, sich dieses Salafisten nach den Londoner Attentaten vom Juli 2005 als Gutachter zum Thema Islamismus zu bedienen. Im September 2005 wertet sie ihn auf und beruft ihn in eine 13-köpfige Kommission zur Untersuchung der GrĂŒnde fĂŒr islamistischen Terror. (14)

Anschließend ist er "Visiting Fellow", Forschungsstipendiat, am St AntonyÂŽs College der Oxford UniversitĂ€t, wo er, vom 19. Oktober bis 30. November 2005, vier VortrĂ€ge zur Reform klassischen Herangehens an das Scharia-Recht hĂ€lt: "Toward Reform of Classical Approaches to Usul al-Fiqh". Um keine MißverstĂ€ndnisse aufkommen zu lassen: das St AntonyÂŽs College bezeichnet Tariq Ramadan als "Visiting Fellow", nichts anderes. Der Link, der ihn mit seinen vier VortrĂ€gen ankĂŒndigt, ist inzwischen mit Informationen belegt, die mit Tariq Ramadan nichts zu tun haben, der "Neue Historiker" Avi Shlaim ersetzt ihn jedoch wĂŒrdig. (15)

Auch auf die Vorlesung von Professor Robert Vitalis von der UniversitĂ€t Pennsylvania, am 22. Februar 2006, ĂŒber "America´s Kingdom: Race, State, and the Business of Myth-Making on the Saudi Oil Frontier" darf man gespannt sein. (16) Es ist die "Third King Abdul Aziz Ibn Saud Lecture". Man braucht gar nicht zur Islamic Foundation, nach Markfield/Leicester, in Oxford trifft man Vortragende an, die zu Ehren dieses Usurpators auftreten, der zur Sicherung der Macht Tausende niedermetzelt. "Islamic Fundamentalism = Wahhabi Worldwide Mass Murder and Missionary Movement", meint Aryeh Gallin dazu. (17)

Auf seiner Site bezeichnet Tariq Ramadan sich nach wie vor als Professor und als "Visiting Professor at Oxford St AntonyÂŽs College", und nicht nur das. In der Biographie stellt er seine Position so vor: (18)

"Dr. Tariq Ramadan lehrte mehrere Jahre islamische Studien und Philosophie als ein Professor an der UniversitĂ€t von Fribourg, Schweiz. Er war im Jahr 2004 Professor fĂŒr islamische Studien im Classic Department und Luce Professor fĂŒr religiösen Konflikt und Friedensbildung am Kroc Institut der UniversitĂ€t Notre Dame in den USA. Er mußte auf Grund des Visa-Entzugs durch die US-Regierung von dem Posten zurĂŒcktreten."

Seine letzte Mitarbeit in Form einer Doppelstunde alle zwei Wochen an der UniversitĂ€t von Fribourg lautet: Islam III, was bedeutet, daß er dort höchstens zwei Jahre als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter und weder als Professor noch "mehrere Jahre" engagiert ist. Im Vorlesungsverzeichnis des Jahres 2004 kommt sein Name ĂŒberhaupt nicht vor. Seine Berufung an die UniversitĂ€t Notre Dame stellt er so dar, als wenn er bereits als Professor gelehrt hĂ€tte, stattdessen wird ihm das Visum entzogen, noch bevor er seine Stelle antreten kann. Zu der Zeit sitzt seine Familie auf den gepackten Umzugskisten. SelbstverstĂ€ndlich schreibt der Prediger diese fĂŒr die Seinen mißliche Lage nicht sich selbst, sondern anderen zu.

Nach allem, was man von ihm an dokumentierten LĂŒgen findet, ist die Bezeichnung Hochstapler fĂŒr ihn angemessen. Das hindert aber kooperationswillige Kreise aus den europĂ€ischen Kirchen, der Politik und den Medien nicht, mit Tariq Ramadan gemeinsame Sache zu machen, in dem sie ihn einladen, zitieren, ihm akademische Weihen zuschreiben, die er nicht besitzt. So kann sich denn auch der Chefredakteur der Islamischen Zeitung der schiitischen Murabitun/Sufies-Sekte ĂŒber ein gelungenes Symposium, vom 21./22. Januar 2006, freuen, auf dem sich auf Einladung der Evangelischen Kirche in deren Bonner RĂ€umlichkeiten sunnitische und schiitische Teilnehmer mit Nicht-Muslimen ĂŒber "Islamisches Denken im Wandel und die europĂ€ische AufklĂ€rung" unterhalten. WDR, Deutsche Welle, die Sparkasse Bonn, der Islamrat fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland und die islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD) unterstĂŒtzen diese Islamistenveranstaltung des "Annemarie-Schimmel-Forums", auf dem sich Sunniten und Schiiten zusammenraufen. Diese Idee ist nicht neu, schon Fatih Shiqaqi verwirklicht sie 1979 mit der GrĂŒndung des PalĂ€stinensischen islamischen Djihad (PIJ).

Tariq Ramadan (Paris/Oxford), der Konvertit Dr. Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a.D., Prof. Dr. Abdolkarim Soroush, Teheran, von der Zeitschrift Time im Jahre 2005 zu einem der 100 einflußreichsten Persönlichkeiten der Welt gewĂ€hlt, (19) eine Ehre die Tariq Ramadan im Jahre 2000 zuteil wird, sowie Wissenschaftler und Medienvertreter nehmen an der Diskussion teil. "GlĂŒcklicherweise ĂŒbertrugen die Veranstalter die WortbeitrĂ€ge auch auf die Foyers des Hauses der Evangelischen Kirche in Bonn, was die Zahl der Zuhörer noch einmal vergrĂ¶ĂŸerte," freut sich der Konvertit Sulaiman Wilms. Junge Muslime und Ă€ltere Nicht-Muslime bestreiten die Debatte auf sechs Podien. Tariq Ramadan versucht sich dort zum Thema Islam und AufklĂ€rung. Es ist einer seiner Leitgedanken, daß der Koran ein aufklĂ€rerisches Buch ist. Er will "eine Reform, die geeignet ist, die ganze Welt zu reformieren," schreibt Sulaiman Wilms. Auf der Web Site der Evangelischen Kirche im Rheinland steht: "Ramadan mahnte die Muslime, sich in ihrem Wandel nicht unkritisch an die westliche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung anzupassen. "Entweder ihr reformiert euch, um euch anzupassen, oder ihr reformiert euch, um die Welt zum Besseren zu verĂ€ndern", sagt der Islamwissenschaftler. (20) Letzteres heißt nichts anderes als: ihr reformiert euch so, daß ihr die ganze Welt islamisieren könnt. Deshalb auch jetzt die Attacken gegen Schulen, in denen nach einvernehmlichem Beschluß von Eltern, SchĂŒlern und Lehrern deutsch gesprochen werden soll. Das wĂ€re eine Reform, um sich anzupassen. Die wĂŒnscht der salafistische Prediger nicht, der wie sein großes Vorbild Muhammad Ibn Abdul Wahhab zurĂŒckgehen will auf "die ersten Sahaba".

Der Artikel ist insgesamt lesenswert, schon allein, damit niemand sagen kann, er habe es nicht gewußt, was mit diesen Islamisten auf Europa zukommt. Sulaiman Wilms faßt es treffend so zusammen: "Einerseits besteht nach Ansicht aller Redner in Hinblick auf die besprochenen Themen ein deutlicher Nachholbedarf beim organisierten Islam in Deutschland. Andererseits mĂŒssten aber die nichtmuslimischen GesprĂ€chspartner einige Positionen gegenĂŒber den hiesigen Muslimen und ihren Notwendigkeiten verĂ€ndern." (21)

Noch mehr Islamisierung ist angesagt. Noch mehr RĂŒcksichtnahme von EuropĂ€ern auf von der Scharia vorgegebene Gesetze. Da wĂ€ren die Mohammed-Karikaturen zu nennen. Jetzt erfaßt die Diskussion darum ganz DĂ€nemark. Druck von innen und von außen wird auf die Zeitung Jyllands Posten ausgeĂŒbt. Die Kirchen helfen den Islamisten, in dem sie ihnen Foren bereitstellen fĂŒr ihre Propaganda. Es scheint ihnen nicht schnell genug gehen zu können damit, in Europa statt den Sonntag den Freitag zum Feiertag werden zu lassen: Djuma in der Ummah!

Dagegen sind die USA zum Leidwesen des Tariq Ramadan weiterhin resistent.

30. Januar 2006

Quellen

(1) Lawsuit Filed in Support of Muslim Scholar Barred From U.S. Julia Preston, NEW YORK TIMES, January 26, 2006
http://www.nytimes.com/2006/01/26/national/26suit.html

Lawsuit Filed in Support of Muslim Scholar Barred From U.S. vendredi 27 janvier 2006, par Julia PRESTON
http://www.tariqramadan.com/article.php3?id_article=560

(2) American Academy of Religion Sues to Prevent U.S. from Denying Foreigners Entry Solely for their Ideas, American Academy of Religion, January 25, 2006
http://www.aarweb.org/news/pressrelease/2006/20060125.asp

Comlaint for Declaratory and Injunctive Relief
http://www.aarweb.org/about/announce/2006/Ramadan.pdf

ACLU Challenges Patriot Act Provision Used to Exclude Prominent Swiss Scholar from the United States (1/25/2006)
http://www.aclu.org/safefree/general/23908prs20060125.html

Censorship at the Border. ACLU
http://www.aclu.org/safefree/general/23582prs20051110.html

(3) Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europÀischen Islamismus, 19. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-19_05-29-16.html

(4) CRISIS OF FAITH IN THE MUSLIM WORLD. PART 2: The Islamist response. By Spengler, Asia Times, 8 November 2005
http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/GK08Aa01.html

(5) Weeks 1, 6, 7 Tuesdays, 5.00 pm
´On the possibility of European Islam´
Professor Tariq Ramadan (Visiting Fellow, St Antony´s College)
European Studies Centre, Seminar Room
Programme for HILARY TERM 2006
http://www.sant.ox.ac.uk/esc/europeanlectures.shtml

(6) "Alain Finkielkraut muß weg!" 11. Dezember 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-12-11_00-13-22.html

Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europÀischen Islamismus, 19. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-19_05-29-16.html

Der Islamist Tariq Ramadan: "verunglimpft wie ein muslimischer Jude", 15. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-15_23-54-57.html

Seine Hoheit Tariq Ramadan, Kalif aller sunnitischen Muslime, schreibt an den PrÀsidenten der USA. Ein Geblöke vom Schaf, 26. Januar 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-01-26_23-52-18.html

Tariq Ramadan bekommt nun doch ein Visum fĂŒr die USA: Wir wollen froh sein, daß wir ihn los sind! 16. Februar/8. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-08_10-41-28.html

Tariq Ramadan bei Eddie Freddie. Wir wollen froh sein, daß wir ihn los sind! 16. Februar 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-17_23-28-23.html

Attac - At-Taqiya Attacke. Der Islamist Tariq Ramadan und die Globalisierungskritiker vereint im Kampf. 24. November 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-22-23.html

(7) Le MIB au FSE pour quoi faire ? Mouvement de lÂŽimmigration et des banlieues (MIB), 12 novembre 2003
http://mib.ouvaton.org/article.php3?id_article=56

(8) Arab Western Summit of Skills, Berlin, January 17.18, 2004
http://www.awsummit.org/agenda.htm

Botschafter Coats sprach auf dem "Arab-Western Summit of Skills" in Berlin
http://www.us-botschaft.de/germany-ger/aws.html

(9) Autres cours. Let-7 Ramadan Tariq Islam III: Introduction III; mercredi, 15-17 h. (tous les 15 jours) (164)
http://www.unifr.ch/imr/E40page_anglais24.htm

(10) Tariq Ramadan, by Rania al Malky, Egypt Today, The Magazine of Egypt, October 2004
http://www.egypttoday.com/article.aspx?ArticleID=2481

(11) Interdit de parole... Ca continue ! 8 décembre 2005
http://www.tariqramadan.com/article.php3?id_article=524

(12) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Ripostes. Présenté par Serge Moati, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/007564/11/130037.cfm

(13) Tariq Ramadan (1/24/2006) ACLU
http://www.aclu.org/safefree/general/23588res20060124.html

(14) UK picks Tariq Ramadan for anti-terror panel, by Robert Spencer. Dhimmi Watch, by Robert Spencer, August 31, 2005
http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/007919.php

Muslim Scholar Whom U.S. Barred From Notre Dame Will Take Post at U. of Oxford, by Aisha Labi, London. The Chronicle of Higher Education (USA)/Campus Watch, August 31, 2005
http://www.campus-watch.org/article/id/2171

(15) Dr Tariq Ramadan. Visiting Fellow at St AntonyÂŽs College. St AntonyÂŽs College, Oxford
http://www.sant.ox.ac.uk/mec/middleeastlectures.shtml#tariq

Interview With Middle East Scholar Avi Shlaim: America, Israel and the Middle East. By Don Atapattu. The Nation, June 16, 2004
http://www.thenation.com/doc/20040628/attapatu

ST ANTONY´S COLLEGE, OXFORD MIDDLE EASTERN STUDIES SEMINARS/LECTURES
http://www.sant.ox.ac.uk/mec/middleeastlectures.shtml#tariq

(16) Robert Vitalis, Associate Professor, Director Middle East Center, University of Pennsylvania
http://www.ssc.upenn.edu/polisci/faculty/bios/vitalis.html

(17) AMERICA´S ASHES: Destroying the Wahhabi al-Saud Crime Family Frankenstein Monster Uncle Sam´s Texas Tea (Oil) Companies Helped Create. By Aryeh Gallin, "Root & Branch Association, Ltd." Yerushaliyim, May 16, 2002
http://www.afsi.org/COMMENTARY/wahhabi1.htm

(18) Tariq Ramadan. Biography, August 22, 2004
http://www.tariqramadan.com/rubrique.php3?id_rubrique=13;

(19) Abdolkarim Soroush; Iran´s Democratic Voice - Time Magazine (April 2005) Abdolkarim Soroush
http://www.drsoroush.com/English/News_Archive/E-NWS-20050418 -Time_Magazine.html

(20) Muslimische Theologen sehen Krise des Islam, Evangelische Kirche im Rheinland, 22. Januar 2006
http://www.ekir.de/ekir/3475_38660.asp

(21) Bonn: Gelungenes Symposium ĂŒber das islamische Denken im Wandel. ZweitĂ€gige Veranstaltung zu zeitgenössischen Fragen der intellektuellen Landschaft - Von Sulaiman Wilms, Berlin, Islamische Zeitung, 22. Januar 2006
http://www.islamische-zeitung.de/?id=6789



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