
Worüber in Frankreich alle Welt redet
Das ist sie nun, die vorletzte Sendung des Thierry Ardisson Tout le monde en parle, Alle Welt redet drüber, in France 2, die Sendung, die nicht so ist wie andere. Der gefeierte Star geht gemeinsam mit seinem Hofkomiker Laurent Baffie ab Anfang November 2006 zum Konkurrenten Canal+, wo er den Platz des Karl Zero einnimmt, der bei der Chiraquie seines Filmes Dans la peau de Jacques Chirac, in der Haut des Jacques Chirac, in Ungnade gefallen ist und das Feld räumen muß. (1)
Die Sendung beginnt gegen 23 Uhr mit dem ehemaligen Politiker, mehrfach vorbestraften Geschäftsmann, Sänger und Gaukler Bernard Tapie. Google.fr, französische Seiten: Bernard Tapie - condamnation 144 000 Angebote. Außer diesem Kriminellen ist noch mindestens ein weiterer eingeladen, der ehemalige Fußballtrainer von Olympique Marseille Rolland Courbis. Google.fr, französische Seiten: Rolland Courbis - condamnation: 18 100 Angebote. Auch die übrigen Gäste sind Humoristen, Sänger, Schriftsteller. Olivier De Kersauson, ein maulfauler liebenswerter nicht vorbestrafter Weltklassesegler und Buchautor, La Bretagne vue de la mer, die Bretagne, vom Meer aus betrachtet, fühlt sich fehl am Platze, er verläßt die Runde bald, nachdem Thierry Ardisson sein Buch ins angemessene Licht gerückt hat. (2)
Zwei eingeladene Humoristen sollen noch erwähnt werden: Florence Foresti und Michel Boujenah. Sie treten am 3. Juli 2006 im Zenith de Paris auf, einer Art Sportpalast für menschenverbindende Angelegenheiten. Dort veranstalten die Union des Etudiants juifs de France, die Vereinigung der jüdischen Studenten Frankreichs, und SOS Racisme gemeinsam mit Künstlern den dritten bunten Abend gegen Rassismus, Rire contre le racisme 3. Es sind mehrheitlich Juden, die auftreten, und man kann davon ausgehen, daß sie mit Rassismus den gegen Muslime und Schwarze und vielleicht auch ein bißchen den gegen Juden meinen. Antisemitismus wird in der Veranstaltungsankündigung nicht erwähnt. Die Aktualität der Startseite von SOS Racisme befaßt sich ausschließlich mit dem Kampf gegen Diskriminierung von arabisch- und schwarzafrikanisch-stämmigen Menschen. (3)
Man möchte den aufrechten Künstlern um den sephardischen Juden Ariel Wizman die Lektüre des Buches Mein Weg als Deutscher und Jude von Jacob Wassermann empfehlen; denn es gilt in seiner zentralen Aussage nicht nur für Deutschland, sondern auch für Frankreich. Der Autor schreibt 1921: (4)
- Es ist vergeblich, das Volk der Dichter und Denker im Namen seiner Dichter und Denker zu beschwören. Jedes Vorurteil, das man abgetan glaubt, bringt, wie Aas die Würmer, tausend neue zutage.
- Es ist vergeblich, die rechte Wange hinzuhalten, wenn die linke geschlagen worden ist. Es macht sie nicht im mindesten bedenklich, es rührt sie nicht, es entwaffnet sie nicht.: Sie schlagen auch die rechte.
- Es ist vergeblich, in das tobsüchtige Geschrei Worte der Vernunft zu werfen. Sie sagen: was, er wagt es aufzumucken? Stopft ihm das Maul.
- Es ist vergeblich, beispielschaffend zu wirken. Sie sagen: wir wissen nichts, wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört.
- Es ist vergeblich, die Verborgenheit zu suchen. Sie sagen: der Feigling, er verkriecht sich, sein schlechtes Gewissen treibt ihn dazu.
- Es ist vergeblich, unter sie zu gehen und ihnen die Hand zu bieten. Sie sagen: was nimmt er sich heraus mit seiner jüdischen Aufdringlichkeit?
- Es ist vergeblich, ihnen Treue zu halten, sei es als Mitkämpfer, sei es als Mitbürger. Sie sagen: er ist der Proteus, er kann eben alles.
- Es ist vergeblich, ihnen zu helfen, Sklavenketten von den Gliedern zu streifen. Sie sagen: er wird seinen Profit schon dabei gemacht haben.
- Es ist vergeblich, das Gift zu entgiften. Sie brauen frisches.
- Es ist vergeblich, für sie zu leben und zu sterben. Sie sagen: er ist ein Jude.
Diese traurige Vergeblichkeit findet sich erst recht in den Beziehungen bzw. Nichtbeziehungen der 5 Millionen Muslime und der 600 000 Juden Frankreichs, da mögen sich die Künstler im Zenith noch so ins Zeug legen. Erschwerend kommt hinzu, daß die Muslime und Schwarzafrikaner vom Volk des Dichters Jean-Baptiste Poquelin nichts halten, und außer beim Barte des Propheten nichts beschwören. Muslime schlagen die andere Wange, weil sie ihnen nur aus Schwäche hingehalten worden sein kann, das tobsüchtige Geschrei kennen wir anläßlich des weltweiten Aufruhrs gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen, beispielhaft können Juden nicht wirken; denn sie sind den Muslimen unterworfene Dhimmis, aus den Verstecken werden die Muslime die Juden herausprügeln und sie ermorden, die Hand kann man ihnen nicht bieten, denn Frauen und alle Nichtgläubigen werden als unrein angesehen, Treue gibt es zwischen Muslimen und Ungläubigen nicht, sondern nur Dar al-harb, Dar al-Solh und Hudna-Schmudna, sie brauen auch kein neues Gift; denn vom alten haben sie soviel vorrätig, daß es bis zum Erscheinen des Mahdi vorhält. Juden leben und sterben nicht für Muslime, sondern durch sie:
"The Day of Judgement will not come about until Moslems fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Moslems, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him. Only the Gharkad tree, (evidently a certain kind of tree) would not do that because it is one of the trees of the Jews." (related by al-Bukhari and Moslem). (5)
Viel Erfolg also, Florence Foresti und Michel Boujenah!
Monsieur R und Daniel Mach
Der Teil, dessentwegen ich diese ansonsten öde Sendung sehen will, mit Monsieur R und Daniel Mach, kommt zur Schlafenszeit, um 1 Uhr, als einer der letzten Beiträge. Nach den vergangenen zwei Stunden der Sendung frage ich, was Daniel Mach dort auf dem Podium zwischen all den Gauklern und Scharlatanen will. Der Ablauf der Diskussion zwischen Richard Makela und Daniel Mach zeigt die Zwecklosigkeit eines solchen Versuchs.
Das Video FranSSe wird etwa zu einem Drittel gespielt. Aus dem Video sind die gröbsten Szenen mit den nackten weißen Frauen herausgeschnitten, ein wenig an dicken Titten ist noch zu sehen, sonst könnte Thierry Ardisson das wichtigste gar nicht zeigen; das wäre nicht verkaufsfördernd. Was Thierry Ardisson mehrfach zeigt, das ist die CD Politikment incorrekt mit dem traurigen kleinen schwarzen Jungen und dem Text des Rap-Stückes FranSSe. Bei Amazon heißt das Produkt inzwischen in korrektem Französisch Politiquement incorrect, zumindest auf dem Cover. (6)
Die im Video FranSSe vermittelte Rolle der weißen Frau als Gebrauchsgegenstand zum Bumsen und zum Vergewaltigen durch Gruppen von muslimischen und schwarzafrikanischen Männern wird so wie auch schon in der von Daniel Mach eingereichten Klage in der Sendung nicht thematisiert. Das Thema, das Monsieur R ausführlich und in unterkühlter Empörung darstellen kann, sind die armen nicht integrierten Migrantenkinder, die Politik Frankreichs, die typisch arabische Frage Wer hat uns das angetan?
Der Humorist Michel Boujenah versucht zwischen Daniel Mach und Monsieur R zu vermitteln, in dem er, wie es üblich ist, von unserer Argumentation herkommend, das Problem so interpretiert, wie es sich im echten Leben nicht abspielt. Wir Westler unterstellen immer, daß jemand einen Grund geliefert hat, daß die anderen, die Migranten, so ausflippen - denn sonst würden sie ja nicht ausflippen, oder?
Es geht vielen von uns völlig ab, daß es aus der Kultur der Muslime kommt, wie sie die Welt sehen, wie sie tatsächlich existierende Probleme und Ungerechtigkeiten der westlichen Gesellschaft interpretieren, nämlich nicht als das, was sie sind und sein können, politisches Fehlverhalten bis hin zu Verbrechen, sondern das, was wir liefern, wird immer wahrgenommen als Angriff gegen absolut gültige Rechte und Gesetze der Muslime. Die Interpretation unserer Taten findet auf der Grundlage von für uns nicht gültigen, uns aber aufgezwungenen Voraussetzungen statt, daß die Muslime die Herrscher der Welt sind, denen wir ihre legitime und legale Herrschaft absprechen. Deshalb werden bereits durchschnittliche Handlungen von uns durch die Muslime und ihre schwarzafrikanischen Groupies abgelehnt, von Fehlern und kriminellen Taten nicht zu reden; die gelten dann als endgültiger Beweis für die Verworfenheit der Kuffar. Auf derselben Grundlage werden Verbrechen von Muslimen von Künstlern wie Monsieur R nicht angeprangert, nicht einmal die von Muslimen an Muslimen, wie der Genozid von arabischen Muslimen an schwarzafrikanischen in Darfur zeigt, und letztlich werden auch diese Verbrechen den westlichen Gesellschaften angelastet.
Das heißt, wir können wie Jacob Wassermann machen, was wir wollen, es ist immer falsch. Sind wir die Pastoren in der protestantischen Kirche, in der Muslimen gestattet wird, Mohammeds Geburtstag zu feiern, sind wir schwach und verächtlich, foltern wir Gefangene in Abu Ghraib, sind wir stark und verächtlich, überlassen wir die Migranten sich selbst und ihrer Integration, sind wir für ihre fehlende Integration verantwortlich, kümmern wir uns um die Migranten, daß sie sich in unsere Gesellschaft einfädeln können, nehmen wir ihnen ihre Identität.
Wir machen es immer falsch, weil wir als westliche Menschen nach muslimischer Lehre Dhimmis sind, die nichts zu tun, sondern in Demut abzuwarten und den Bestimmungen des Islams, der Scharia zu folgen haben. Für unser Verhalten gibt es im Islam keine Rechtfertigung, darum kann es nie richtig sein, was wir machen.
Es ist vergeblich, für sie zu leben und zu sterben. Sie sagen: es sind Kuffar.
3. Juli 2006
Quellen
(1) Thierry Ardisson prend la case de Karl Zéro, ActuStar, 26 juin 2006
http://www.actustar.com/actualite/200606/20060626e.html
(2) Bienvenue sur le site de Tout le monde en parle, l´émission pas comme les autres. Sommaire de l´émission du 1er juillet 2006
http://toutlemondeenparle.france2.fr/
(3) Rire contre le racisme 3. Le portail de la communauté juive francophone
http://www.topj.net/fr/culture/info.tpl?sku_arch=32333325277 749809&pays=BE
SOS Racisme. Touche pas à mon pote !
http://www.sos-racisme.org/
(4) Schmock der Woche. "Es ist vergeblich ..." Der Schmock der Woche geht an einen reizenden, gebildeten, alten Herrn. Henryk M. Broders Homepage, 28. Juni 2003
http://www.henryk-broder.de/html/schm_berggruen.html
(5) Hamas Covenant, The Covenant of the Islamic Resistance Movement, Article 7, August 18, 1988. The Avalon Project at Yale Law School
http://www.yale.edu/lawweb/avalon/mideast/hamas.htm
(6) Frankreich ist eine Schlampe ... 28. Juni 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-06-28_01-14-48.html
Monsieur R. Politikment incorrekt. LaVi2rue.com
http://www.lavi2rue.com/cd/monsieur-r-politikment-incorrekt- 135.html
Monsieur R. Politiquement incorrect
http://images-eu.amazon.com/images/P/B0007DAYJM.08.LZZZZZZZ. jpg
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