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Der Einsatz toter Kinder im Kampf gegen Israel - zwei Beispiele

Large sections of the international media are not only misreporting the current conflict in Lebanon. They are actively fanning the flames. Weite Kreise der internationalen Medien berichten nicht nur falsch über den gegenwärtigen Konflikt im Libanon, sondern sie entfachen aktiv die Flammen, schreibt Richard am 3. August 2006, auf seinem inzwischen berühmten Blog EU Referendum über die toten Kinder von Kana, und little green footballs berichtet davon, daß die Anzahl der in Kana umgekommenen Menschen immer weniger wird. Es sind nach übereinstimmenden Berichten vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK/ICRC), vom 30. Juli 2006, und von Human Rights Watch, einer nicht für Israelfreundschaft bekannten NRO, nicht 57, sondern 28 Tote zu beklagen, darunter 19 Kinder. (1)

Wer es bis dahin noch nicht wußte, der weiß es spätestens jetzt. Die Nachrichten für die westlichen Mainstream Medien werden im Libanon von der Hezbollah und in Westbank und Gaza von Fatah und Hamas erstellt und kontrolliert. Es ist leider sehr mühselig, Beweise dafür zu bringen. Mit Kindern ist immer Mitleid zu erregen, man denke nur an das theatralisch in Szene gesetzte Mädchen am Strand von Gaza.

Aber auch andere Nachrichten über den Krieg der Terroristen gegen Israel lassen sich Zeitungen wie die Le Monde nicht aus Israel liefern, selbst wenn es sich um die Bombardierung einer Raffinerie in Haifa handelt, wobei neun Arbeiter sterben. Die Zeitung zitiert AFP: Der islamische Widerstand (sic!), der bewaffnete Zweig der libanesischen Hezbollah, hat gemäß dem Fernsehsender der Partei, al-Manar, am Sonntag, den 16. Juli, bestätigt, eine Erdölraffinerie in der drittgrößten israelischen Stadt Haifa angegriffen zu haben. Der Ort des Angriffs wird mit den Worten der Hezbollah beschrieben als Norden des besetzten Palästinas. AFP und Le Monde übernehmen kritiklos Ansicht und Terminologie der Hezbollah. Die nötigsten israelischen Informationen werden eingeschoben, um über die die Anzahl der Toten und Verwundeten zu informieren. Die können die Hezbollah und ihr Sender noch nicht rasch genug beibringen. Hezbollah arbeitet aber daran. (2)

Die toten Kinder von Kana

Inzwischen hat die Diskussion über die zweifelhaften Fotos der toten Kinder von Kana auch einige Mainstream Medien erreicht. Burghard Müller-Ullrich gelingt es, am 2. August einen Beitrag zum Thema beim Deutschlandfunk unterzubringen. Das macht die ARD-Tagesschau aufmerksam, die aber leider verzichten muß darauf, die Falschinformationen zu korrigieren: leider hat die Redaktion den Vorschlag abgelehnt. Trotzdem einen schönen Tag. (3)

Der britische Telegraph beschäftigt sich auf einem Blog (!) ebenfalls mit den Fotos, auf denen Green Helmet und White T-Shirt die seltsam ältlich aussehenden Kinderleichen medienwirksam herumschleppen, mal ernst, mal entsetzt, mal gelangweilt, mal verzweifelt in die Kameras schauend.

Nicht nur, daß Shane Richmond, der Herausgeber der neuesten Nachrichten des Telegraph, am Abend des 2. August noch nichts von der Meldung des ICRC, vom 30. Juli 2006, über die Anzahl der Toten und Verwundeten vernommen hat, 28, davon 19 Kinder, und von 54 Toten, davon 37 Kinder, schreibt, sondern der Beitrag beginnt wichtigtuerisch mit Warning, einer Warnung, daß jetzt ein Entscheidungsprozeß darüber diskutiert werde, wie von der Zeitung Fotos von Toten und Verletzten für die Berichterstattung benutzt würden: Bitte, lesen Sie dieses Posting nicht, wenn es wahrscheinlich ist, daß Sie solche Bilder traurig/bestürzend finden. (4)

Die Fotos toben seit Tagen durch die Blogs, Green Helmet und White T-Shirt mit immer denselben schon länger als einen Tag toten Kindern im Arm, und der Blog Politically Incorrect bringt eine lange Liste von Blogs, von internationalen und nationalen Medien (Süddeutsche Zeitung), die sich damit beschäftigen, little green footballs verzeichnet unter jedem seiner Beiträge zum Thema Hunderte von Kommentaren. Shane Richmond aber warnt in fetten Lettern seine unmündigen Leser. Dann folgt seine Version, daß und warum ein Foto der Szene notwendig ist, die Geschichte habe mit einem solchen Foto gekrönt werden müssen, auch wenn es schockierend sei. Ohne tote Kinder zu zeigen, hätte der Bericht nicht die Kraft entfalten können, die er verdient habe. Nun erklärt er ausführlich, warum nicht ein Foto eines professionellen Helfers, sondern das des "verzweifelt" schreienden White T-Shirt auf die Site gestellt wird. Der Helfer zeige keine Gefühle, White T-Shirt jedoch bringe den emotional impact. Entweder merkt er es nicht, was er sagt, oder er hält seine Leser für noch dümmer als sich selbst. Das emotionale Foto beinhaltet das, was übermittelt werden soll an die Leser des Telegraph: die Ungeheuerlichkeit der israelischen Tat. Selbstverständlich kommt weder den erfahrenen Fotojournalisten noch dem Herausgeber der neuesten Nachrichten des Telegraph der geringste Zweifel daran, daß die toten Kinder eben in den Trümmern von Kana umgekommen sind. Haben sie, die Kriegsberichterstatter noch niemals frische Leichen gesehen? (5)

Sie nehmen mit ihrer Berichterstattung und den dazu von den Helfern Green Helmet und White T-Shirt vor Ort produzierten Fotos die Seite der Hezbollah-Terroristen ein, sie treten ein in die Partei Gottes: Hezbollah. Ihren Lesern übermitteln sie die Sichtweise der Hezbollah, so wie AFP und Le Monde das ebenfalls machen: der islamische Widerstand ...

Mohammed al-Dura

Die Kampagne des Fernsehsenders France 2, der sich nicht zu schade ist, die Arabienpolitik Frankreichs gegen Israel um jeden Preis zu unterstützen, wirkt nach dem gleichen Schema: die angebliche Ermordung des 12-jährigen Mohammed al-Dura durch gezielte Schüsse eines israelischen Postens, an der Netzarim Kreuzung in Gaza, am 30. September 2000, zwei Tage nach Eröffnung der Intifada II durch Yasser Arafat.

Der Auslandskorrepondent des Fernsehsenders France 2 Charles Enderlin ist mit seinen einseitig für die Palästinenser Partei ergreifenden Beiträgen einer derjenigen, die durch Fehlinformationen über Ereignisse in Israel bis heute diese Flammen schüren.

Das Diskussionsforum mit ihm, im Nouvel Observateur, einem weiteren Medium im Dienste der französischen Arabienpolitik, über den angeblichen Mord an Mohammed al-Dura durch israelische Scharfschützen einschließlich seiner Lügen ist im Internet immer noch aufzurufen. Obgleich die drei für ihre Professionalität bekannten Journalisten Denis Jeambar, Daniel Leconte und Luc Rosenzweig im Beisein der Informationsdirektorin von France 2 Arlette Chabot das Material des palästinensischen Kameramannes Talal Abu Rahma sichten, und obgleich auch die Journalistin der International Herald Tribune Doreen Carvajal das Material sichtet, und alle die angeblich herausgeschnittene Sequenz über die Agonie des Jungen Mohammed al-Dura nicht finden, sondern im Gegenteil sehen, daß es sich um durchweg gestellte Szenen handelt, wiederholt Charles Enderlin auf dem Diskussionsforum seine Behauptung, er hätte die Szene entfernt, da sie unerträglich sei. Er antwortet auf die Frage eines Internauten, vom 9. Februar 2005, um 14:35 Uhr, ob er heute seinen Bericht über den Fall genauso geben würde wie seinerzeit, am 30. September 2000:

Je pense que je dirai le même commentaire et que je ferai le même montage. Avec peut être une différence. Sachant combien on me le reproche aujourd´hui, je diffuserai les quelques secondes de l´agonie de l´enfant que j´avais coupé considérant à l´époque que celà rendait le sujet trop dur.

Ich denke, ich gäbe denselben Kommentar und ich machte dieselbe Montage. Vielleicht mit einem Unterschied. Wissend, wie sehr man es mir heute vorwirft, würde ich die paar Sekunden der Agonie des Kindes senden, die ich herausgeschnitten hatte, weil ich zu der Zeit meinte, das würde den Fall zu schwer machen. (6)

Denjenigen, die französisch lesen, empfehle ich das Dossier auf der Web Site von Media Ratings. Den Artikel von Doreen Carvajal gibt es auch in englisch. Ausführlich kann man über den Fall des Mohammed al-Dura und das Interesse der französischen Regierung an der Aufrechterhaltung der Lügen in meinem Artikel Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada lesen. (7)

Dies sind nur zwei Fälle der zur Diskreditierung Israels täglich produzierten Verfälschungen von Nachrichten der Mainstream Medien durch Lügen, Weglassen und Hinzufügen. Je mehr man Blogs konsultiert, desto klarer wird einem das. In wessen Diensten die Journalisten auch sein mögen, im Dienste der Information der Leser sind sie nicht unterwegs, sondern in Meinungsmache.

3. August 2006

Quellen

(1) "Vital to telling the story". Richard, EU Referendum, August 3, 2006
http://eureferendum.blogspot.com/2006/08/vital-to-telling-st ory.html

Qana Death Toll Drops. little green footballs, August 2, 2006
http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=21909_Qana_Dea th_Toll_Drops&only

Lebanon/Israel: ICRC alarmed by high number of civilian casualties and disrespect for international humanitarian law. The International Committee of the Red Cross (ICRC), July 30, 2006 (Beim Kopieren des Links vom ICRC bitte achtgeben, daß die Adresse vollständig und lückenlos kopiert wird, sonst ist die Site nicht aufzurufen)
http://www.icrc.org/Web/Eng/siteeng0.nsf/html/Lebanon-news-3 00706!OpenDocument

Human Rights Watch puts Qana death toll at 28. Reuters, yahoo.com, August 3, 2006
http://asia.news.yahoo.com/060802/3/2nycw.html

(2) Nouvelle salve de roquettes sur le nord d´Israël. AFP, Le Monde, 16 juillet 2006
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3218,36-795905@51- 759824,0.html

(3) Wie man die Wahrheit aus den Bildern herausbloggt, von Burghard Müller-Ullrich, Tagebuch der Achse des Guten, 3. August 2006
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=2956&ref=0

Die Tagesschau denkt nach, von Burghard Müller-Ullrich, 3. August 2006
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=2957&ref=0

(4) Disturbing images, by Shane Richmond, Telegraph.co.uk "Blog", August 2, 2006
http://blogs.telegraph.co.uk/technology/shanerichmond/aug06/ disturbingimages.htm

(5) Westliche Medien - die Handlanger der Hisbollah, Politically Incorrect, 2. August 2006
http://myblog.de/politicallyincorrect/art/4107003/

(6) Quotidien Perm@nent - Forum du 10/02/2005 avec Charles Enderlin (journaliste, correspondant de France-2 à Jérusalem)
http://forum.nouvelobs.com/archives/forum_235.html

Charles Enderlin invité de nouvelobs.com . OUVELOBS.COM | 08.02.05 | 17:47
http://archquo.nouvelobs.com/cgi/articles?ad=etranger/200502 08.OBS8325.html&host=http://permanent.nouvelobs.com/

Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada. 11. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-10_01-52-36.html

(7) Dossier Enderlin - France 2
http://www.m-r.fr/autresenderlin.php

The mysteries of an iconic video frame. By Doreen Carvajal, International Herald Tribune Online, 7 February 2005
http://www.iht.com/articles/2005/02/07/video07_ed3_.php


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