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Libanon: Krankheit zum Tode

Der Blogger HEPLEV ver├Âffentlicht, am 21. August 2006, in deutsch eine Petition, die von IDF-Reservisten unterzeichnet wurde, die in der Speerspitze-Brigade im Libanon dienten; sie protestieren gegen die F├╝hrung des Krieges durch die Regierung und hochrangige Milit├Ąrs. Die Petition ist in englisch auf Haaretz nachzulesen. Der Kommentar von "Paulchen" dazu:

Mir scheint, da├č der Druck der Welt auf Israel Fr├╝chte tr├Ągt, die Entscheidungstr├Ąger werden immer mehr durch diesen Druck nicht nur verunsichert, sondern immer mehr eingesch├╝chtert. (1)

Derweil richtet sich die Hezbollah komfortabler als zuvor im Libanon ein; denn nun arbeitet sie mit der Armee des Libanon zusammen. Beide ziehen gemeinsam s├╝dlich des Litani-Flusses ein. Die Waffen bleiben zun├Ąchst in den Verstecken, aber neue sind vom Iran bereits nach Damaskus geliefert und warten auf Weiterleitung in den Libanon. Parallel dazu laufen die Hilfsprogramme des Iran in H├Âhe von Hunderten Millionen Dollar zum Wiederaufbau der zerst├Ârten Regionen im Libanon an. Der Iran h├Ątte viel zu tun, seine eigenen Regionen zu bedenken. Die Bewohner der Provinz Khusistan, mehrheitlich Araber, warten seit dem Ende des Iran-Irakkrieges, 1988, auf Hilfe aus Teheran. Die Provinz Khusistan ist die iranische Provinz mit den gr├Â├čten Erd├Âlreserven. Ihre Bewohner haben nichts davon. Markus Ziener schreibt, am 16. Februar 2006, dazu im Handelsblatt: (2)

Bis heute sind die Folgen des acht Jahre andauernden Krieges sichtbar. Teile von Ahwaz liegen auch 25 Jahre sp├Ąter noch immer in Tr├╝mmern. Die einst aus der Grenzregion umgesiedelten Araber leben noch immer in unw├╝rdigen Behausungen in den Vorst├Ądten. Die ethnische Mischung im S├╝dwesten Irans ist in Unordnung geraten. Kurzum: In Ahwaz steht eigentlich die gesamte iranische Minderheitenpolitik auf dem Pr├╝fstand.

Das soll aber die verblendeten Ayatollahs im Iran nicht hindern, ihren Gro├čmachtbestrebungen weiter zu fr├Ânen. Der Tag ist abzusehen, da sie hinweggefegt werden wie seinerzeit der Schah. Leider wird es Hunderte von Toten kosten, bis es soweit ist, arabische, iranische und israelische.

Kommentare zum Abzug der israelischen Truppen aus dem S├╝dlibanon

In diesen Tagen sind allerlei Kommentatoren unterwegs. Die einen reden die Kriegsergebnisse Israels sch├Ân, wie die Anti-Defamation League, die meint, man m├╝sse zwischen den Zeilen lesen, Reading Between the Lines of the Cease Fire, oder Tim Hames, der meint If this was a defeat, the Israelis must be praying for a lot more of them, Wenn das eine Niederlage war, m├╝ssen die Israelis noch f├╝r viele weitere beten (Text ├╝bersetzt von Lizas Welt), die anderen halten der israelischen Regierung vor, den Krieg nicht angemessen gef├╝hrt zu haben und auf den Waffenstillstand und die Resolution Nr. 1701 des UN-Sicherheitsrates eingegangen zu sein; dazu geh├Âren, in chronologischer Reihenfolge, Caroline Glick, An unmitigated disaster, Jed Babbin, Nasrallah Rules, Joseph Farah, Israel´s terminal illness, und Ami Isseroff, Libanon: What happened, and what to be done? (3)

Der ehemalige Stellvertretende Staatssekret├Ąr im Verteidigungsministerium der Regierung des George Herbert Walker Bush, Jed Babbin ver├Âffentlicht bereits im Jahr 2004 in seinem Buch Inside the Asylum: Why the United Nations and Old Europe Are Worse Than You Think, auf Seite 155, das Foto, das heute um die Welt geht: Die Flaggen der UNO und der Hezbollah wehen in trauter Eintracht Seite an Seite. Er schreibt dazu, da├č die UNIFIL-Truppen an der israelisch-libanesischen Grenze den Begriff "Friedenssicherung" zum Gesp├Âtt machten. UN-Truppen und Hezbollah-Terroristen teilten sich Wasser und Telefone, und die UN-Pr├Ąsenz diene als Schild gegen Angriffe der Israelis auf Terroristen. (4)

Waffenstillstand - Schutz der Hezbollah

Jed Babbin legt bereits am 19. Juli 2006 im Opinion Journal des WSJ ├╝berzeugend dar, warum ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hezbollah und die Entsendung von internationalen Truppen zur Beendigung der Bombardierung Israels durch die Hezbollah sowie der Angriffe Israels auf diese abzulehnen ist. Eine solche Idee bedeute nichts anderes, als den Schutz f├╝r die terroristische Organisation Hezbollah und eine Wiederherstellung des Zustandes vor dem 12. Juli 2006. Die Bedrohung Israels durch die Hezbollah h├Âre nicht auf; sie sowie der Iran und Syrien und diejenigen Kreise des Libanon, die die Hezbollah als legitimen Teil der Regierung akzeptiert haben, w├╝rden dadurch beg├╝nstigt.

Der Artikel hat den Titel: Lessons Learned. A cease-fire in Lebanon is a terrible idea. Ausf├╝hrlich werden die Folgen geschildert, die ein Waffenstillstand f├╝r Israel haben w├╝rde. Er bedeutete eine Aufwertung der Hezbollah, die nicht irgendeine kleine st├╝mperhafte ├╝ber den Libanon verstreute Bande sei, sondern eine gewaltige ├╝ber Jahrzehnte errichtete terroristische Struktur mit Tausenden von K├Ąmpfern, Waffen, Lagern, B├╝ros und allem, was n├Âtig ist, den S├╝dlibanon zu kontrollieren.

Jed Babbin weist hin auf den Zeitpunkt der Aktion der Hezbollah, zwei Wochen, nachdem Israel die nun schon routinem├Ą├čigen Verurteilungen f├╝r seine "unverh├Ąltnism├Ą├čige" Reaktion, in diesem Fall auf die Entf├╝hrung des israelischen Soldaten Gilad Schalit durch Hamas-Terroristen aus Gaza, vom israelischen Territorium erdulden mu├č. Das lasse die Drahtzieher der Hezbollah, den Iran und Syrien, annehmen, da├č Israel nur mit kleineren Scharm├╝tzeln auf die Entf├╝hrung der beiden Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev antworten werde. (5)

Als dem nicht so ist, l├Ąuft das inzwischen sattsam bekannte Programm der Verurteilung Israels ab, von den arabischen Staaten, die darin allerdings nicht einer Meinung sind, bis hin zu Regierungsmitgliedern der EU-Staaten, wie Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die das V├Âlkerrecht verletzt sehen. Das ermuntert den Iran und Syrien, ihre Stellvertretertruppe dazu zu bringen, die Terroraktionen gegen Israel zu intensivieren. Mit vollem Erfolg, wie inzwischen bekannt ist. Von Lessons learned kann keine Rede sein.

UN-Resolution 1701, vom 11. August 2006

Einen Tag vor seinem 60. Geburtstag bekommt der franz├Âsische Generalmajor und UNIFIL-Kommandeur Alain Pellegrini ein sch├Ânes Geschenk: er wird durch die Resolution Nr. 1701, vom 11. August 2006, des UN-Sicherheitsrates, mindestens bis 31. August 2007 zum Kommandeur von 15 000 UNIFIL-Truppen, die wie das bislang stationierte, f├╝r knapp 100 Millionen Dollar pro Jahr unterhaltene UN-Personal, 2500 Truppen, Beobachter der UNTSO, Marketenderinnen und andere, nichts zu tun haben werden, als mit den Terroristen der Hezbollah freundschaftlich zusammenzuleben, gemeinsam ihre F├Ąhnchen zu hissen, Telefone und Wasser zu teilen und darauf zu achten, da├č Israel sich nicht etwa gegen Terrorangriffe wehrt. Solches berichtet die UNIFIL n├Ąmlich an Kofi Annan sowie in Press Releases umgehend, ohne den Anla├č der israelischen Milit├Ąraktionen der ├ľffentlichkeit mitzuteilen. Ein Beispiel hierf├╝r ist das Press Release, vom 16. August 2006. Aus solchen Nachrichten beziehen die Medien Frankreichs und Deutschlands die Berechtigung, von nach dem Waffenstillstand widerrechtlich durchgef├╝hrten Milit├Ąraktionen Israels im Libanon zu berichten. Sie wissen scheinbar nicht, da├č israelische Soldaten das nicht unbegr├╝ndet tun, sondern weil durch Terror der Hezbollah Gefahr f├╝r ihr Leben und das der israelischen Bev├Âlkerung besteht. (6)

An der Farce der 15 000 Truppen starken, 2006 bis 2007 Hunderte von Millionen Dollar kostenden UNIFIL haben alle Staaten der "internationalen Staatengemeinschaft" mitgewirkt, auch der angeblich begingungslose Freund, die USA, in Gestalt des Botschafters der USA bei der UNO John Bolton. Die Resolution f├Ąhrt sieben Vorg├Ąnger auf, von Nr. 425 (1978) angefangen, betont, da├č die Gr├╝nde f├╝r die kriegerischen Handlungen anzugehen seien, einschlie├člich die bedingungslose Aush├Ąndigung der entf├╝hrten Soldaten sowie das Problem der libanesischen Gefangenen in Israel, wobei selbstverst├Ąndlich nicht davon die Rede ist, da├č es sich durchweg um Terroristen der Hezbollah handelt.

Die Resolution begr├╝├čt die Bem├╝hungen der libanesischen Regierung, ihre Autorit├Ąt auch auf den S├╝den des Landes auszudehnen, und die Ank├╝ndigung, da├č es dort nur im Einvernehmen mit der libanesischen Regierung Waffen geben werde. Dieses Einvernehmen zwischen der Hezbollah und der libanesischen Regierung besteht bereits, wie auch die Zuschauer von ARD und ZDF inzwischen wissen. Die Terroristen d├╝rfen ihre Waffen behalten, sie m├Âchten sie nur nicht offen zeigen. Das wichtigste in der Resolution ist der Abzug der Israelis aus dem Libanon, daf├╝r wird eine zahlenm├Ą├čig und im Mandat erweiterte UN-Truppe willkommen gehei├čen. ├ťber die Art des erweiterten Mandats wird nichts ausgesagt, wichtig ist nur der schnellstm├Âgliche Abzug der Israelis. Das kann in der Resolution nicht oft genug wiederholt werden, doppelt und dreifach.

Begr├╝├čt wird der Beschlu├č der libanesischen Regierung, im S├╝den ihres Landes 15 000 Truppen zu stationieren. Auch die Ausf├╝hrung dieses Beschlusses haben ARD- und ZDF-Zuschauer schon gesehen. Nicht zu sehen ist, welche dieser Soldaten schon jetzt im Sold der Hezbollah stehen, und wieweit es der Terrororganisation gelingt, weitere K├Ąmpfer in die regul├Ąre Armee des Libanon einzuschleusen. Der UNIFIL wird es keine M├╝hen machen, diesen Neuank├Âmmlingen den Zugang zum S├╝den zu erleichtern, stehen doch die Libanesen schon mit gef├╝llten Reisschalen am Stra├čenrand, um die Truppen angemessen zu begr├╝├čen: ahlan wa sahlan.

Eine Entwaffnung und Zerst├Ârung der Hezbollah ist jedenfalls weder von der UNO noch von den Vertretern der EU beabsichtigt. Der italienische Au├čenminister Massimo D´Alema erkl├Ąrt, die Hezbollah sei ein wichtiger Bestandteil der libanesischen Gesellschaft. Er hoffe, da├č sich die Hezbollah in eine rechtm├Ą├čige politische Bewegung verwandeln werde. Diese ├äu├čerung ist an Heuchelei und Zynismus nicht zu ├╝berbieten. (7)

Die Resolution ruft auf zur Beendigung der Feindseligkeiten ("Hallo, la├čt das mal jetzt, bitte, ja?!"), der Angriffe der Hezbollah und der Milit├Ąraktionen Israels. Es ist nicht etwa daran gedacht, da├č die UNIFIL t├Ątig wird, sondern diese ist dazu da, die Verst├Â├če Israels umgehend zu berichten. Es wird noch einmal die Aufforderung an Israel wiederholt, den Libanon zu verlassen, sowie auf die Bedeutung hingewiesen, da├č im S├╝den des Landes nur Waffen sein d├╝rfen mit Einverst├Ąndnis der libanesischen Regierung. Das haben der pro-syrische Pr├Ąsident Emile Lahoud und der man├Âvrierunf├Ąhige Ministerpr├Ąsident Fouad Siniora schon erteilt. Nochmal wird Israel aufgefordert, die Blue Line und die territoriale Integrit├Ąt des Libanon zu achten. Eine solche Anforderung wird an den Libanon nicht gestellt, denn dessen Regierung hat nichts mit der Hezbollah zu tun. Man kann sogar fragen, ob es diese in Gestalt einer zur Vernichtung Israels entschlossenen Terrororganisation ├╝berhaupt noch im Libanon gibt, oder ob zu Beginn des Krieges, im Zuge der Evakuierung, zum Bombenbasteln bereits Scharen von ihr nach Deutschland und Frankreich transportiert worden sind.

Aufgefordert wird die "internationale Staatengemeinschaft", dem Libanon finanzielle und humanit├Ąre Hilfe bei der R├╝ckkehr in den S├╝den des Landes der vor den Kampfhandlungen geflohenen Menschen zu leisten. Israel bedarf offensichtlich einer solchen Hilfe nicht; denn nichts dergleichen wird in der Resolution gefordert oder erbeten. Man sieht nur jeden Abend auf JerusalemOnline die American Friends of Magen David Adom, des Pendants zum Roten Kreuz, um Spenden f├╝r die durch die Angriffe der Terrororganisation Hezbollah notleidend gewordenen Menschen Nordisraels bitten. Auch der J├╝dische Nationalfonds ruft zu Spenden auf, um Kinder im Norden Israels und in den Orten entlang des Gazastreifens unverz├╝glich aus den Gefahrenzonen zu nehmen und ihnen Sommerferien au├čerhalb eines Bunkers zu gew├Ąhren. (8)

Unsere Medien ARD und ZDF haben diese Sichtweise verinnerlicht. Die r├╝ckkehrenden libanesischen Fl├╝chtlinge werden als arm, abgerissen, heulend und gestikulierend ob ihrem Elend vor den Tr├╝mmern vorgef├╝hrt, w├Ąhrend im Anschlu├č die R├╝ckkehr der Israelis mit sauberem Kleingep├Ąck, in einem nagelneuen von der Regierung gestellten gr├╝nen Bus gezeigt wird. Es sind etwa eine Million, was verschwiegen wird; denn die passen nicht alle in den sch├Ânen neuen Bus.

Irgendwie ist das aber gerecht; denn lehren die Israelis und ihr Judaismus nicht, da├č es auf den einzelnen ankommt, auf seine Initiative, sind sie es nicht, die mit den USA einem hemmungslosen Liberalismus fr├Ânen? Das haben sie nun davon: Volksgemeinschaft ist angesagt, Ummah, Zusammenhalten der Entrechteten und ihrer Nutznie├čer. Endlich haben sie eine Chance gegen das angeblich ├╝berlegene System. Zwar hat es die Hezbollah noch nicht geschafft, den islamischen Staat herbeizubomben, aber die Resolution Nr. 1701 wird sie in die Lage versetzen, ihr Werk an Israel schrittweise wieder aufzunehmen, kam kam kam, ganz allm├Ąhlich. Dazu wird der Terrororganisation bereits alle M├Âglichkeit gegeben. Die ersten neuen Waffen aus dem Iran kommen bereits an. In den Orten des S├╝dlibanon haben in Hezbollah-Fahnen eingewickelte nette junge M├Ądchen Zugang zu der zivilen Bev├Âlkerung, wozu auch die Hezbollah-K├Ąmpfer in Zivil geh├Âren, etwa diejenigen, die von den Bloggern im Internet gezeigt werden, wie sie auf ihrem Lastwagen sitzen, die Rakete im Anschlag: Freiheitsk├Ąmpfer. Die Hezbollah verspricht und zahlt an ausgebombte Familien Tausende von Dollar Entsch├Ądigung f├╝r das kommende Jahr, diejenigen, die ihr Haus in Eigenregie wieder aufbauen, k├Ânnen mit bis zu 20.000 Dollar (gut 15.000 Euro) Entsch├Ądigung rechnen. So kauft sie sich mit iranischem Geld Sympathie und Dankbarkeit der S├╝dlibanesen. Der Iran ist bereit, Hunderte von Millionen Dollar zu zahlen, um aus dem Libanon, beginnend mit dem S├╝den, eine islamische Republik zu machen. Es g├Ąbe dann eine Grenze des Mollah-Staates zu Israel, Vernichtungsanstrengungen fielen leichter. (9)

Derweil nimmt die Resolution Nr. 1701 kein Ende, Forderungen werden an Israel und an den Libanon gestellt, wobei Israel schon im Juni 2000 von der UNO bescheinigt worden ist, da├č es sich hinter die Blue Line, die Grenze zum Libanon zur├╝ckgezogen hat, aber auch diese Feststellungen werden nun in Frage gestellt, in dem ein offener Grenzstreit zwischen dem Libanon und Israel ├╝ber die Shebaa-Farmen in die Resolution genommen wird:

  • Respektierung der Blue Line, (10)
  • Sicherheitsma├čnahmen zur Verhinderung neuer Feindseligkeiten, darunter eine von anderen als den Waffen der libanesischen Regierung freie Zone von der Blue Line bis zum Litani Flu├č,
  • Implementierung der Abkommen von Taif und der Resolutionen, die zur Entwaffnung bewaffneter Gruppen auffordern, auf da├č allein Waffen der libanesischen Regierung ├╝brig bleiben, (11)
  • keine ausl├Ąndischen M├Ąchte im Land ohne Zustimmung der libanesischen Regierung,
  • ├ťbergabe aller verbleibenden Karten, in denen Landminen verzeichnet sind, durch Israel an die UNO.

Dann gibt es noch gratis weitere Einladungen, drei W├╝nsche, vier Entscheidungen, Aufrufe, eine Betonung: sobald, wie m├Âglich, gerichtet an relevante internationale actors, Handelnde, kann aber auch Schauspieler hei├čen, betroffene Parteien, wer sich angesprochen f├╝hlt, einschlie├člich Entwaffnung, Begradigung von umstrittenen Grenzen des Libanon, auch der Shebaa Farmen, Auflistung, was alles die 15 000 UNIFIL-Truppen tun sollen: beobachten, die libanesischen Truppen begleiten, wenn sie in den S├╝den des Libanon einziehen, w├Ąhrend Israel abzieht, koordinieren, Zivilpersonen Hilfe leisten, unterst├╝tzen, wenn die Entwaffnung bewaffneter Gruppen stattfindet, wobei nirgends steht, wer das tats├Ąchlich tun soll, der eine beobachtet und unterst├╝tzt halt den anderen, und unterst├╝tzen, wenn die libanesische Regierung ihre Grenzen sichert, damit nicht von ihr ungewollte Waffen ins Land kommen, die Regierung des Libanon unterst├╝tzen, oder diese die UNIFIL, Kofi Annan, der notorische Gegner Israels, er sch├╝ttelt im Juni 2000 die Hand des Hassan Nasrallah, wird ersucht, UN-Mitgliedsstaaten zu dr├Ąngen, Ma├čnahmen zu ergreifen, um die UNIFIL-Truppen aufzustocken, denjenigen, die bislang Truppen gestellt haben, spricht die Resolution Anerkennung aus, wobei man sich erinnert an die Beteiligung an der Entf├╝hrung israelischer Soldaten, im Oktober 2000, sowie die Duldung der Entf├╝hrung der beiden israelischen Soldaten, am 12. Juli 2006, von israelischem Territorium sowie an die Veruntreuung von Treibstoff im Werte von einer Million Dollar, Ende des Jahres 2005, was aber die W├╝rdigung des UN-Sicherheitsrates nicht schm├Ąlert. Dann werden noch alle Staaten aufgefordert, keine Waffen, Munition, Unterst├╝tzung und kein Training an Einheiten oder Einzelpersonen im Libanon zu liefern, es sei denn, die libanesische Regierung oder die UNIFIL authorisiere dies. Die Hauptwaffenlieferanten Iran und Syrien werden nicht genannt sowie die Hezbollah nicht als das bezeichnet, was sie ist, als Terrororganisation, die in eben der Regierung vertreten ist, die sie daran hindern soll, sich weiter aufzur├╝sten. (12)

Man├Âverkritik

An dieser Resolution ist nichts positiv; denn es fehlt an ihr alles, was Israel und den nicht Hezbollah-verseuchten Kr├Ąften des Libanon weiterhelfen k├Ânnte. Da├č es so gekommen ist, werfen die oben genannten Kritiker und viele andere Israel vor. Hat aber auch nur einer dieser Kommentatoren einmal gefragt, woher das von Israel geforderte Durchhalteverm├Âgen kommen soll bei dieser weltpolitischen Konstellation, in der nicht einmal die US-Regierung auf der Seite Israels steht bzw. stehen kann? Wie ist es m├Âglich geworden, da├č Israel die jetzige Regierung hat, Ehud Olmert, Amir Peretz, Tzipi Livni, um nur die herausragendsten Protagonisten zu benennen? Sind sie vom Himmel gefallen, oder haben vielleicht die jahrzehntelangen Eiert├Ąnze aller Regierungen, von der Sowjetunion ├╝ber die Europ├Ąer und Araber bis zu den USA dieses kleine Land zerm├╝rbt? Wer h├Ątte f├╝r Israel durchg├Ąngig Partei ergriffen? Selbst die USA, die angeblich so unverbr├╝chlichen Freunde Israels, lassen seine Regierung h├Ąngen, wenn es darauf ank├Ąme, ihr beizustehen, jetzt beispielsweise.

Wo bleibt die Einsch├Ątzung, warum die USA gar nicht in der Lage sind, Israel angemessen zu unterst├╝tzen? Dieselben Kommentatoren, die heute Israel und seine Regierung anklagen, sind fast alle Bef├╝rworter des Irakkrieges gewesen und l├╝gen sich und ihrem Publikum in dem Bereich gern die Zust├Ąnde sch├Ân. Gegen die Begeisterung der "anti-imperialistischen" Linken f├╝r den "Widerstand" zu sein, bedeutet aber nicht notwendig, f├╝r den Irakkrieg einzutreten, war es doch abzusehen, da├č die Handlungsf├Ąhigkeit der USA mit diesem Krieg, selbst wenn er besser ausgegangen w├Ąre, reduziert w├╝rde. Israelische Politiker und Milit├Ąrs haben das seinerzeit nicht nur erkannt, sondern ihre Bedenken in Washington vorgetragen.

Die Kommentatoren kommen aus der sicheren Deckung hinter ihren Schreibtischen auf die Kriege von 1967 und 1973 und ihren g├Ąnzlich anderen Ausgang zur├╝ck und vergleichen die Ergebnisse mit dem Waffenstillstand und der UN-Resolution Nr. 1701, vom 11. August 2006. Sie lassen das internationale Kr├Ąfteverh├Ąltnis au├čer acht: China, Ru├čland, Frankreich, die EU, der Iran, Syrien. Sie erinnern an die gute alte Zeit, als die israelischen Streitkr├Ąfte noch Haganah-├Ąhnlich sind, jedenfalls behauptet das der Direktor des MidEastWeb for Coexistence Ami Isseroff: Der Krieg zeigte, da├č die IDF und das Verteidigungsministerium und der Entscheidungsapparat der gesamten Regierung nicht mehr l├Ąnger anst├Ąndig funktionieren. (13)

Israels internationale Stellung

Das f├╝hrt zum au├čenpolitischen Teil, zur mehr als drei├čig Jahre w├Ąhrenden euro-arabischen Politik der EU gegen Israel und zur Schaukelpolitik der USA. Diese Politik f├Ąngt nach dem vielgepriesenen Jom Kippur-Krieg an, mit dem ├ľlembargo, der Bestrafung derjenigen westlichen L├Ąnder, die auf Seiten Israels waren, durch die arabischen Staaten. Die verfehlte Politik der EU und der USA seit 1973 ber├╝cksichtigen die Kritiker der israelischen Regierung nicht. Caroline Glick, deren Einsch├Ątzung der Resolution in jedem Punkt zutrifft, meint, die USA w├Ąren Alliierte in diesem Krieg gegen die Hezbollah. Auch sie h├Ątten mit der UN-Sicherheitsresolution Nr. 1701 verloren. Warum unterschreiben die USA eine solche Resolution, bevor Israel die Entwaffnung der Hezbollah erledigt hat? K├Ânnte Israel das ├╝berhaupt, selbst wenn nicht die angeblich inkompetenten Verteidigungsminister Amir Peretz und IDF Chief of Staff General Dan Halutz die milit├Ąrische F├╝hrung h├Ątten?

Richard Silverstein (jiddisches Motto: Schlaf schneller, wir brauchen die Kissen!), ein wachsamer B├╝rger der USA, urteilt, wenn er nicht gerade mit seinem Sohn Jonah Kuchen backt, vernichtend ├╝ber den Feldzug und ├╝ber den Irakkrieg der USA: Erinnert euch das nicht an Bush und Cheney, die uns sagen, wenn wir nicht Saddam im Irak bek├Ąmpfen, dann enden wir nur damit, al-Qaida hier in den USA zu bek├Ąmpfen? Dieses meiner Meinung nach einzig zutreffende Argument f├╝r den Irakkrieg erntet wie nun auch der israelische Feldzug gegen die Hezbollah Hohn und Spott, wahrscheinlich, weil alle diese Kritiker, ob der Hobby-B├Ącker Richard Silverstein oder der Direktor des MidEastWeb Ami Isseroff, von der selbstverst├Ąndlichen ├ťberlegenheit der USA und Israels ├╝ber die barbarischen Islamterroristen ausgehen. Wenn die USA und Israel nicht siegen, dann nur, weil sie inkompetente Politiker und Milit├Ąrf├╝hrer besch├Ąftigen und zur unrechten Zeit die falschen Kriege f├╝hren. (14)

Eine ├ťberlegenheit ├╝ber den Islam und seine weltweite friedliche und/oder terroristische Ausbreitung haben weder die USA noch die EU, und erst recht nicht Israel, im Gegenteil, vor allem Europa l├Ą├čt sich friedlich vom Islam und seinem Gesetz, der Scharia, einnehmen. Hin und wieder verursachen ungeduldige Gl├Ąubige zus├Ątzlich Chaos, in dem sie Flugzeuge in Hochh├Ąuser fliegen, Z├╝ge und U-Bahnen bombardieren oder ganze Landstriche abfackeln. Schon der Dr. Mabuse des Fritz Lang wei├č, da├č Chaos zu produzieren ist, um die aufgescheuchten Menschen desto leichter zu beherrschen. Die Muslime sind gelehrige Sch├╝ler, wenn es darum geht, die Demokratie abzuschaffen und sie durch den Islam zu ersetzen. Die Demokraten in ihrer Gro├čz├╝gigkeit bzw. in ihrer Abh├Ąngigkeit vom finanziellen Wohlwollen der Muslime, lassen diese gew├Ąhren, lassen sie Firmen aufkaufen, Budgetfinanzierung betreiben, Moscheen bauen, jede Moschee ist f├╝r alle Zeiten eine Insel des Islam, r├Ąumen ihnen Gestaltungsspielr├Ąume im Erziehungswesen ein, schlie├čen die fundamentalistische Fahd-Akademie nicht und freuen sich ├╝ber islamische Institutionen. Die Hezbollah gr├╝ndet B├╝ros in Europa, darunter in Hamburg im Jahre 2002, sowie im Irak im Jahre 2003. Mohammed Khatami, der angeblich moderate iranische Ex-Pr├Ąsident, ist von 1978 bis 1980 Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg.

6200 deutsche Staatsb├╝rger werden auf Grund der Kriegshandlungen von der deutschen Botschaft ├╝ber Tripoli, Damaskus, Zypern nach Deutschland ausgeflogen, es sind vorwiegend Libanesen mit deutschem Pa├č, die Frauen eingeh├╝llt in Kopft├╝cher. Die Zahl der in Deutschland lebenden und eingeb├╝rgerten Libanesen ist mir nicht bekannt. Ihre Mitgliedschaft in der Hezbollah betr├Ągt 900, davon 150 in Berlin. Die Terrorgruppe f├╝hrt weder ein Klingelschild noch eine Mitgliederkartei. (15)

Es ist nicht milit├Ąrische Schw├Ąche, sondern die schleichende Islamisierung Europas und der USA, das Vordringen der Ideologie des Islams mit Hilfe der westlichen Islam-Lobby in Politik, Wirtschaft, Medien, und damit in der ├ľffentlichkeit, und daraus folgend das Anwachsen von Antisemitismus und Israelfeindschaft, die eine Entschlossenheit, wie sie Ami Isseroff 1967 und 1973 feststellt und jetzt vermi├čt, unm├Âglich machen. Auf wen soll Israel bauen, wenn es die Feinde allein nicht mehr besiegen kann? (16)

Frankreich zieht sich als erstes Land aus der Gruppe eindeutig westlich-demokratischer Staaten zur├╝ck, schon seit Ende Mai 1967, eine Woche vor dem Sechstagekrieg. Staatspr├Ąsident General Charles de Gaulle erkl├Ąrt dazu auf einer Pressekonferenz, am 27. November 1967, da├č die Juden ein Elitevolk seien, selbstsicher und dominierend. Wie es weitergeht mit Frankreich und seiner Freundschaft zum Irak und zu Saddam, und warum sich Jacques Chirac und sein Au├čenminister Dominique de Villepin vor diesen Diktator stellen, dokumentiert T. R. Halvorson ausf├╝hrlich. 23 Prozent Anteile am irakischen Erd├Âl, Verkauf von zwei Atomreaktoren an den Irak zum Bau von Atombomben, pers├Ânliche "Freundschaft" seit 1974. (17)

Seit 1967 nimmt Frankreich seine Interessen in der erd├Âlreichen muslimischen Welt gegen die Angelsachsen wahr, nicht kriegerisch, sondern mit den Waffen der Diplomatie, man kann sie auch als Intrigen bezeichnen. Deutschland f├╝hrt seine Gesch├Ąfte mit den Diktaturen unbeirrt weiter. Auf derartiges Verhalten haben Frankreich und Deutschland jedoch keinen alleinigen Anspruch. Jede Macht der Welt benutzt die Mittel, die sie f├╝r angemessen h├Ąlt, ihre Existenz zu erhalten, zu sichern und zu mehren, ob es sich um China, Ru├čland, die USA, Israel, Gro├čbritannien, Frankreich, Deutschland, den Iran, Syrien, die Hezbollah oder die Hamas handelt, sie alle sind ausgestattet mit einem Apparat von Politikern, Milit├Ąrs, Wissenschaftlern, Medien, die der Existenz- und Machtsicherung dienen. Die Politik der USA allein in den letzten 50 Jahren spricht B├Ąnde. Diktaturen sind einmal Freunde, einmal Feinde, je nach strategischen Erfordernissen, was die USA genau wie die EU heute abh├Ąngig macht vom Wohlwollen islamischer weltlicher und religi├Âser Machthaber.

Solche diffuse Positionierung hat beispielsweise zur Folge, da├č man bei dem dringenden Wunsch der deutschen Regierung, jetzt Truppen in den Libanon zu schicken, nicht genau identifizieren kann, ob sie die Gewehrl├Ąufe gegen die Hezbollah oder gegen die Israelis richten sollen. Die Hezbollah gilt in Deutschland nicht als Terrororganisation, und Israel handelt st├Ąndig unverh├Ąltnism├Ą├čig. Die weise Entscheidung lautet: auf dem Meer bleiben oder beim Reparieren von Stra├čen f├╝r friedliche Zwecke helfen, wahrscheinlich so lange, bis es klar ersichtlich wird, an welcher Front mehr f├╝r Deutschland herausspringt. 58 Prozent der neulich befragten Deutschen wollen ├╝berhaupt nicht, da├č Deutschland sich beteiligt, wobei unterstellt werden kann, da├č sie davon ausgehen, unsere Regierung st├╝nde auf der Seite Israels. Nur 26 Prozent wollen unsere Truppen keinesfalls gegen Israel aufgestellt sehen, entsprechend macht das 74 Prozent nichts aus.

So wie die USA seinerzeit die Sowjets mit ihrer Afghanistanpolitik, treiben die Franzosen die USA durch ihre nebul├Âse Politik gegen├╝ber Saddam Hussein in den Krieg. Die Politik Frankreichs gegen├╝ber dem Diktator des Irak ist lange bekannt: Saddam ist mein pers├Ânlicher Freund, sagt Jacques Chirac. Sp├Ąter ist Jacques Chirac auch der pers├Ânliche Freund des libanesischen Ministerpr├Ąsidenten Rafiq Hariri; der ist sein M├Ązen, was immer das hei├čen mag.

Die USA kennen die Politik Frankreichs gegen├╝ber den islamischen Staaten, sie billigen aber ihnen und den anderen Europ├Ąern, den Deutschen und den Briten keine eigenen Interessen zu, so da├č sie die Folgen f├╝r ihre Irakpolitik nicht ber├╝cksichtigen. Ihr Hinweis auf die Befreiung 1944 und ihre Entt├Ąuschung ├╝ber so viel Undankbarkeit, wird mit Gel├Ąchter quittiert. Die USA haben Europa nicht aus altruistischen Gr├╝nden befreit, wie man an zahlreichen anderen ihrer Entscheidungen sehen kann, sondern aus legitimem (!) Eigeninteresse. Kein Wunder, da├č Frankreich nicht dankbar ist. Wof├╝r auch?

Jetzt wiederholt Frankreich das aus dem Irak bekannte zwielichtige Spiel: Versprechungen in der UNO, selbst John Bolton ist platt, und niemand vermutet einen Haken. Wieso sind die Franzosen mit den USA pl├Âtzlich einer Meinung? Niemand fragt es sich. Prompt fallen alle rein: 200 Mann werden geschickt. Daf├╝r hat Israel die Kampfhandlungen beendet, und genau das hat Frankreich, um seine Interessen optimal durchzusetzen, erreichen wollen. Der Generalmajor Alain Pellegrini verwaltet auf seinem letzten Posten vor der Pensionierung seine bunte Truppe. ARD und ZDF zeigen Afrikaner der UNIFIL-Truppen, wie sie hinter Sands├Ącken, gekleidet in ihre schicken hellblauen Helme, aus ihren dunklen Gesichtern lustig in die Kamera blinzeln, auch indische Sikhs in ihren hellblauen Turbanen sind sehr photogen. Die Truppen kommen aus China, Frankreich, Ghana, Indien, Irland, Italien, Polen und der Ukraine.

Frankreich hat Israel und die USA reingelegt. Mich├Ęle Alliot-Marie stellt sich vor franz├Âsische Fernsehkameras und erkl├Ąrt, Jacques Chirac h├Ątte sie und ihr Milit├Ąr vorher nicht gefragt. Hat jemand jemals etwas Derartiges geh├Ârt? Im ├╝brigen ist es nicht so, da├č die franz├Âsischen Truppen nicht k├Ąmpfen k├Ânnen oder gar feige sind. Dazu habe ich einiges auf Blogs amerikanischer Soldaten gelesen, die mit ihnen in Afghanistan zu tun hatten. Es sind au├čer ihren Kommandanten Fremdenlegion├Ąre und keine Franzosen. 200 Pioniere des 13. Regiments sind unterwegs in den Libanon. Sie werden auf 200 bereits bei der UNIFIL dienende Kameraden sto├čen. Das 13. Pionier-Regiment ist in Neukaledonien, im Kosovo und in Afghanistan im Einsatz gewesen. (18)

Die politische Umwelt hat Israel gezwungen zu kapitulieren. Wenn es so weitergeht, kann man wirklich bald an den Plan X denken, der vorsieht, sechs Millionen Juden (die Zahl kann man sich als Deutsche gut merken) in den Mittleren Westen der USA umzusiedeln. Was wirft man dem Peter Vo├č vom SWR eigentlich vor? Er ist noch einer der israelfreundlicheren Medienvertreter Deutschlands; denn er will im Ernstfall Juden bei uns aufnehmen.

Der Waffenstillstand und die Resolution Nr. 1701 in der Berliner taz und bei den Freepern

In der taz brechen die letzten D├Ąmme der Contenance. Interviewt wird der jordanische Politologe und Direktor des Al-Quds Centers for Political Studies Oraib Rantawi, Gespr├Ąchspartner der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der in dem Linksbl├Ąttchen ├Ąu├čert: Ja. Ich glaube nicht mehr, dass es Frieden mit Israel geben kann. Wir sind am Ende, nach 40 langen Jahren, in denen wir um einen Frieden gerungen haben. Und noch etwas steht fest: Die Islamisten werden kommen. Sie klopfen bereits an die Tore. Ihre Zeit hat begonnen. Das sagt er zur 45-j├Ąhrigen deutsch-├Ągyptischen Deutschen Susanne El Khafif. Die Zeitung taz ist bereits von Arabern ├╝bernommen, oder wie soll man es interpretieren, da├č bei einem Thema, das Israel und den Libanon betrifft, die eine Partei zu Worte kommt, um solche S├Ątze zu bringen: Heute gibt es nur eines, was unsere Existenz, ja selbst unsere Zukunft bedroht. Und das ist Israel. Und weiter: Auch ich habe keinerlei Probleme mehr damit, Hand in Hand mit den Islamisten auf die Stra├če zu gehen. Selbst mit ihnen zu kooperieren. F├╝r mich ist das heute eine Option - nein, es ist die Option, die wir heute haben. Es ist genug. All dieses Gerede der arabischen Regime ├╝ber den Islamismus, der die eigentliche Gefahr sein soll. Nein, die wirkliche Gefahr ist Israel. (19)

Oraib Rantawi hat bereits im September 2003 keine derartigen Probleme, und er wird im libanesischen Daily Star zitiert zu einer Zeit, als Israel seit drei Jahren aus dem Libanon abgezogen ist, und die Hezbollah zwischen der Blue Line und dem Litani Flu├č systematisch mit iranischer Hilfe ihr Drohpotential gegen Israel aufbaut. Als es drei Jahre her ist, da├č der vom Westen als moderat bezeichnete fr├╝here iranische Pr├Ąsident Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani zur nuklearen Vernichtung Israels aufruft, schreibt Oraib Rantawi: (20)

Der Iran wird jetzt mit einer internationalen Kampagne niedergemacht, die auf sein Nuklearprogramm abzielt. Washington will das ganze Dossier des Forschungsprogramms des Iran vor den UN-Sicherheitsrat gebracht haben und will, da├č die internationale Gemeinschaft beginnt, Resolution auf Resolution herauszugeben und auf die gleiche Weise Druck auf den Iran auszu├╝ben, wie die Amerikaner es dem Irak antaten, bevor sie dem Land den endg├╝ltigen Schlag versetzten. (21)

FreeRepublic, der Blog der sehr konservativen US-amerikanischen Freeper, titelt derweil: Der Krieg im Libanon ist nur der Anfang. Oppositionelle Iraner kommen zu Wort mit einem laufend aktualisierten sehr lesenswerten Iran Alert. Wer einen Eindruck bekommen m├Âchte, was der Region in der n├Ąchsten Zeit bevorsteht, der betrachte diese ├ťberschriften und Nachrichten: (22)

  • Livni sagt: Dieser Krieg ist noch nicht vorbei.
  • Die T├╝rkei hat zwei iranische Flugzeuge auf dem Weg nach Syrien abgeschossen.
  • Das islamische Regime ist bereit, den Libanon wiederaufzubauen.
  • Der Iran versucht, nach dem Waffenstillstand das Terrornetzwerk der Hezbollah wieder zu bewaffnen.
  • Die Nuklearkrise mit dem Iran ist dabei, ins wichtigste Stadium zu treten.
  • Warum dem Westen die Zeit knapp wird, mit Ahmadinejad fertig zu werden.
  • Der Iran bereitet seine Kinder auf den Krieg vor.
  • Schlechte Wirtschaftsnachrichten seit Amtsantritt Ahmadinejads.
  • "Ungesetzliche" T├Ątigkeiten der Deutschen Botschaft in Teheran. Einige Diplomaten hecken mit der Einweihung ihres Sprachinstituts Pl├Ąne f├╝r m├Âgliche Chancen aus.
  • Eine weitere Karikatur von Cox&Forkum: Nicht zu leugnen.

Das 1995 gegr├╝ndete Deutsche Sprachinstitut Teheran (DSIT) ist eine Einrichtung der Deutschen Botschaft. Es scheint sich soeben einzurichten auf die Zeit nach der Verh├Ąngung der Sanktionen durch die UNO. So sieht jeder zu, wo er bleibt.

Derweil bestellen die sunnitischen Saudis als erstes nicht-europ├Ąisches Land den Eurofighter und unterzeichnen dazu mit der britischen Regierung einen Vorvertrag ├╝ber 15 Milliarden Euro, wovon die H├Ąlfte auf die Kampfflugzeuge und die andere H├Ąlfte auf die Zusatzausr├╝stung mit Raketen und Ersatzteilen entf├Ąllt. Es ist das gr├Â├čte Exportgesch├Ąft f├╝r das sich in technischen und Management-Schwierigkeiten befindende Eurofighter Typhoon Projekt, Liefertermin 2008. Der Eurofighter wird produziert von einem Konsortium, bestehend aus der European Aeronautic Defense and Space Company (EADS), mit 46 Prozent, der britischen BAE Systems, mit 33 Prozent, und Italiens Alenia/Finmeccanica, mit 21 Prozent. BAE wird voraussichtlich der gr├Â├čte Gewinner bei dem Gesch├Ąft sein. (23)

Man wird sehen, wie diese Armada der Luft sich im zuk├╝nftigen Kampf des saudischen K├Ânigshauses mit den Anh├Ąngern des Yussuf al-Qaradhawi und den schiitischen Einwohnern Saudi-Arabiens bew├Ąhrt. Oder ist ihr Einsatz anderswo geplant?

Israel kann ebenfalls sehen, wo es bleibt. M├Âgliche Verb├╝ndete sind rar, bei jedem Versuch, sich gegen die Vernichtungsaktivit├Ąten der islamischen Terrorgruppen zu wehren, kreischen Kofi Annan und die "internationale Staatengemeinschaft" in einigendem Antisemitismus und unverbr├╝chlicher Israelfeindschaft schrill auf. Man darf gespannt sein, wie sich die Meinung wendet, wenn Bomben, wie die in Deutschland gefundenen, technisch vervollkommnet werden, z├╝nden und Hunderte in den Tod rei├čen. Bislang wird in den ARD- und ZDF-Nachrichten zwar von einem gefa├čten Libanesen, aber nur von einer Terrororganisation berichtet, ohne ihren Namen zu nennen. Vielleicht bef├╝rchten die Nachrichtenredakteure, da├č bei Nennung des Namens sogleich Israel verantwortlich gemacht wird?

Es sollte sie nicht hindern: Israel und die Juden sind sowieso immer f├╝r alles verantwortlich. Es so zu sehen, ist unsere Krankheit zum Tode, unsere!

21. August 2006 - Links aktualisiert am 19. Juli 2008

Quellen

(1) Protest-Petition von IDF-Reservisten, die im Libanon waren. HEPLEV. Abseits vom Mainstream ... 21. August 2006
http://myblog.de/heplev/art/4220494

TEXT: Protest petition by IDF reservists back from the war. By Haaretz Service. Haaretz, August 21, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/spages/753032.html

(2) ANALYSIS: A new ´Mini-Iran´ is emerging in southern Lebanon. By Amos Harel, Haaretz, August 18, 2006
http://tinyurl.com/5ckjec

Unruheprovinz im Iran. Und immer wieder die Briten. Von Markus Ziener, Handelsblatt, 16. Februar 2006
http://www.handelsblatt.com

(3) Reading Between the Lines of the Cease Fire. Anti-Defamation League,
August 18, 2006
http://netwmd.com/blog/?p=857

If this was a defeat, the Israelis must be praying for a lot more of them. By Tim Hames, The Times, August 14, 2006
http://tinyurl.com/5ubw6u

Cui Bono? Lizas Welt, 17. August 2006
http://lizaswelt.blogspot.com/2006/08/cui-bono.html

An unmitigated disaster. By Caroline Glick, israel.jpost.com, August 13, 2006
http://tinyurl.com/6kll2c

Nasrallah Rules. By Jed Babbin, The American Spectator, August 14, 2006
http://www.spectator.org/dsp_article.asp?art_id=10218

Israel´s terminal illness. By Joseph Farah, WorldNetDaily, August 18, 2006
http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=515 80

Lebanon: What happened, and what is to be done? By Ami Isseroff (At his brilliant best.), Israpundit, August 18, 2006
http://www.israpundit.com/2006/?p=2371

(4) Flags of Complicity, small dead animals, July 26, 2006
http://www.smalldeadanimals.com/archives/004340.html

Inside the Asylum: Why the United Nations and Old Europe Are Worse Than You Think. By Jed Babbin
http://tinyurl.com/5da55c

UNIFIL-Truppen paktieren mit Hezbollah-Terroristen. 27. Juli/16. August 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-07-27_21-24-56.html

(5) Lessons Learned. A cease-fire in Lebanon is a terrible idea. By Jed Babbin, Opinion Journal, July 19, 2006
http://www.opinionjournal.com/federation/feature/?id=1100086 72

(6) Lebanon - UNIFIL- Facts and Figures
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/facts.html

Lebanon - UNIFIL - UN Documents. Press Releases
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/unifilpress.htm

(7) Hisbollah 3: Italien und UNO r├╝cken von Entwaffnung ab. Kewil, Fakten&Fiktionen, 27. August 2006
http://myblog.de/kewil/art/4259430

U.N. Peace Force Will not Disarm Hezbollah, AP, CBN News, August 25, 2006
http://www.cbn.com/cbnnews/world/060825f_wire.aspx

(8) JerusalemOnline
http://www.jerusalemonline.com/

American Friends of Magen David
http://www.afmda.org/

(9) REPORTAGE: Auf jeder Ruine die gelbe Fahne der Hisbollah. AFP, Yahoo Deutschland, 15. August 2006 (nicht mehr online)
http://de.news.yahoo.com/

(10) Blue Line (Lebanon). Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Blue_Line_(Lebanon)

(11) Abkommen von Taif. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Abkommen_von_Taif

(12) Resolution 1701 (2006). Adopted by the Security Council at its 5511th meeting, on 11 August 2006
http://tinyurl.com/63bfgv

(13) Lebanon War Fiasco: An experiment in learning by doing. By Ami Isseroff, Mid EastWeb Gateway, August 11, 2006
http://www.mideastweb.org/log/archives/00000497.htm

(14) Halutz: Israel Invaded Libanon to Rebute ´A Sense IDF Does Not Have Answers´. By Richard Silverstein, Tikun Olam. Make the World a Better Place,
July 22, 2006
http://tinyurl.com/5zkpa4

(15) Libanesen in Berlin: Wo bitte geht´s hier zur Hisbollah. Von Yassin Musharbash, SpiegelOnline, 3. August 2006
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,429843,00.h tml

Hizbullah sickert nach Deutschland ein. F.A.S., 27. August 2006
http://tinyurl.com/qvue6

(16) Pro-Hisbollah-Demo in Berlin: Wir wollen doch nur Frieden. Frieden mit Gewalt. Telegehirn, 22. Juli 2006
http://tinyurl.com/5avkzu

Islamisches Zentrum Hamburg
http://www.izhamburg.com/

(17) Jacques Iraq aka Jacques Chirac: French Policy Against Ousting Saddam Hussein in 2003. By T. R. Halvorson, Sidney, Montana
http://groups.yahoo.com/group/Noble_Eagle/message/5802

Scheich Hassan Nasrallah, Gast der Konferenz "The World without Zionism". 31. Oktober 2005
http://www.eussner.net/fundsachen_2005-10-31_19-12-27.html

(18) 13├Ęme r├ęgiment du g├ęnie. Arm├ęe de terre
http://tinyurl.com/6ce3rk

(19) "Das war der 11. September des Libanon". Interview mit dem jordanischen Politologen Oraib Rantawi, INTERVIEW: SUSANNE EL KHAFIF, taz, 19. August 2006
http://www.taz.de/pt/2006/08/19/a0156.1/text

Die Krise bringt es an den Tag. "Moderate" Moslems Hand in Hand mit Islamisten. Sp├╝rnase: FreeSpeech, Politically Incorrect, 20. August 2006
http://myblog.de/politicallyincorrect/art/4217391

Susanne El Khafif. Ekkehart Schmidt-Fink. Isoplan, AiD 3/96
http://tinyurl.com/6xluxp

(20) Iran Calls for the Destruction of Israel. Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S) Special Information Bulletin, November 2003
http://tinyurl.com/56udl7

(21) Iranian Alert - September 6, 2003 -- Iran Live Thread Ping List. Post # 5, September 6, 2003
http://www.freerepublic.com/focus/news/977128/posts

(22) Iranian Alert - August 18, 2006 - The War in Lebanon is just the beginning
http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1686584/posts

German Embassy´s "illegal" activities in Tehran. Iran Press News, August 17, 2006
http://tinyurl.com/5pgntg

fa´aliat-e "gheir qanuni"-e sefarat-e alman dar tehran, Iran Press News,
August 16, 2006
http://www.iranpressnews.com/source/015470.htm

Deutsches Sprachinstitut in Teheran (DSIT)
http://www.dsit.org/
http://www.dsit.org/de/index.htm

(23) Saudi Arabia inks Eurofighter jet deal with Britain. By Roland Jackson,
AFP, Daily Star, August 19, 2006
http://tinyurl.com/5nq3g9

Saudi Arabien bestellt 72 Eurofighter. aero.de, 20. August 2006
http://www.aero.de/news.php?varnewsid=875



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