
Mustapha Chérif bei Papst Benedikt XVI
Es ist nicht genug, daß Juden- und Israelhasser wie der syrische Scheich Mohammed Said Ramadan al-Bouti den die Christenheit belehrenden Offenen Brief der 38 führenden muslimischen Lehrer und Führer an Papst Benedikt XVI unterzeichnen, und die Welt ob der Großzügigkeit dieser selbsternannten Weisen des Lobes voll ist, nein, nun schieben weitere Propagandisten der "Religion des Friedens" ihre Ratschläge nach, wie der Papst dem politischen Islam noch besser dienen kann, wie die Islamisierung Europas und der Welt mit friedlichen Mitteln vorwärts zu treiben ist. (1)
Einer von ihnen ist der 50-jährige algerische muslimische Intellektuelle Mustapha Chérif. Ihn zeichnet aus, daß er vom französischen Islamwissenschaftler und Berberforscher Jacques Berque (1910-1995), Bewunderer der chinesischen Kulturrevolution und Verteidiger der Einparteienherrschaft in Entwicklungsländern, im Collège de France ausgebildet worden ist. Was kann herauskommen bei einem solchen Lehrer, der mit dem militanten Anti-Zionisten Maxime Rodinson (Israel - koloniale Tatsache?, Les Temps modernes, 1967) 1968 die Forschungs- und Aktionsgruppe für Palästina gründet, die sich zur Aufgabe macht, Israels Rolle als kolonialer Staat nachzuweisen?
Was kann erwartet werden von einem solchen Ratgeber wie Mustapha Chérif, der Botschafter Algeriens in Ägypten war und Minister für Hochschulwesen seines Landes? Er will dem Papst einen Weg zeigen, in dem er ihm im Mai 2006, ohne Illusionen, sein Buch L´Islam et la tolérance schickt, der es sich nicht vorstellen kann, daß der Papst ihn gar einlädt, mit ihm zu diskutieren? Seine Überraschung ist groß, und das ist ihm abzunehmen, denn im Vergleichsfall wäre umgekehrt eine solche Einladung nicht ausgesprochen worden. Wohin auch hätte man den Pontifex Maximus einladen sollen? In die Hagia Sophia? In eine der zahlreichen zu Moscheen oder Ställen umfunktionierten byzantinischen Kirchen Syriens? Das läuft bei Muslimen nicht so wie bei Christen, die ihre Kirchen den Muslimen übereignen, damit sie dort den Geburtstag ihres Propheten feiern können. Die Überraschung des Mustapha Chérif allein drückt schon aus, daß er nichts vom Christentum versteht, gar nichts. (2)
Der schon lange für seine Unterstützung des Salafisten Tariq Ramadan und der fundamentalistischen Union des Organisations Islamiques de France (UOIF) bekannte Redakteur der Le Monde Henri Tincq würdigt das Treffen des Papstes mit Mustapha Chérif in bewährter Art: der Muslim doziert ex cathedra, er belehrt den Papst, damit dieser, so Henri Tincq, sich bei seiner Türkeireise nicht noch einmal einen Faux pas leistet wie den, am 12. September 2006, in Regensburg: (3)
Er (Manuel II Palaeologus) sagt: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten".
Nicht noch einmal soll es der Papst wagen, vor einem Kreis geladener Gäste in ein Zitat von 1391 verbrämte Tatsachen auszusprechen, die den Muslimen in ihrem Siegeszug Schaden zufügen, dem einen oder anderen Christenmenschen, der bedingungslos den Dialog mit den Muslimen fordert und führt, die Augen zu öffnen, welcher gefährlichen Chimäre er nachläuft. So sieht es auch Henri Tincq, der 1998 begeistert in einer Rezension des Buches Aux sources du renouveau musulman, An den Quellen der muslimischen Erneuerung, des Chefredakteurs des Monde diplomatique Alain Gresh und des Hassan al-Banna Enkels Tariq Ramadan, den jungen muslimischen Intellektuellen, Freund des Priesters Christian Delorme und des Michel Lelong, als Prediger der Re-Islamisierung der Jugendlichen ("les jeunes") muslimischer Herkunft begrüßt. Solche Äußerungen des Nachfolgers der ersten Sahaba finden uneingeschränkte Bewunderung des Henri Tincq: (4)
Die Persönlichkeit von Imam Hasan al-Banna: Licht spendender Glaube, eine tiefe Spiritualität, persönliche Disziplin, freundlich und sanft im Umgang mit seinen Mitmenschen. Ustadh Umar al-Tilmisani schrieb das und sagte es wieder und wieder, so wie ich ähnliche Geschichten von meinem Vater, Dr. Said Ramadan, seinem Schwiegersohn, und meiner Mutter, Wafa al-Banna, seiner ältesten Tochter gehört hatte.
Das Geheimnis von Imam Hasan al-Banna war die Qualität seines Glaubens und die Intensität seiner Beziehung zu Gott. ... Er lebte wie die ersten Sahaba, dem Pfad des Propheten folgend ...
Da der Link zum Zitat in meinem Artikel über Michel Lelong, Xavier Ternisien und Henri Tincq sich geändert hat, gebe ich die Fundstelle von der Site des Tariq Ramadan wieder. Da postet er die gesammelte salafistische Ehrfurcht noch einmal, nachdem er sich trotz Taqiyya nicht in die USA einschleichen kann. (5)
Dummheit und Arroganz paaren sich bei Henri Tincq, der sich nicht entblödet, seinen Artikel so zu überschreiben: Vor seiner Reise in die Türkei berät sich der Papst über den Islam. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich ausschütten vor Lachen! Josef Ratzinger weiß schon mehr über den Islam, als dessen Apologeten lieb ist, da liegt Mustapha Chérif noch in den Windeln. Der nach Rom reisende, laut eigener Ausage Vertreter der schweigenden Mehrheit der Muslime veröffentlicht den für ihn peinlichen Le Monde-Artikel auf seiner Site: Ich habe dem Papst gesagt ... Er hat den Papst erinnert, daß ... die Anwendung von Gewalt ist nur gestattet im Falle eines Angriffs und unter strikten Bedingungen. Henri Tincq verschweigt, was ihm mit Sicherheit bekannt ist, daß nämlich die selbsternannten muslimischen Führer bestimmen, wann der Islam angegriffen ist, und welches die strikten Bedingungen der Gewaltanwendung sind, oder hat er, um nur zwei Beispiele zu nennen, die von muslimischen Imamen gelenkten Krawalle um die dänischen Mohammed-Karikaturen und die Reaktionen auf die Papstrede von Regensburg verschlafen? (6)
Über die Audienz des Mustapha Chérif beim Papst berichtet bereits einen Tag vor der Le Monde die römische Nachrichtenagentur Zenit, die sich so darstellt: ZENIT ist eine internationale Nachrichtenagentur. Unser Ziel und unsere Berufung ist es, einem weltweiten Publikum objektive und professionelle Berichterstattung über Ereignisse und Veröffentlichungen der Katholischen Kirche und sie aktuell betreffende Themen zur Verfügung zu stellen, wobei wir uns dabei insbesondere an die Medien wenden.
Daher also bezieht Henri Tincq seine Weisheiten und färbt sie im Sinne der Le Monde und der Arabienpolitik Frankreichs islamgrün ein. (7)
Mustapha Chérif, Mitbegründer des GAIC
ZENIT berichtet, was Henri Tincq für unwensentlich hält, es seinen Lesern mitzuteilen: Mustapha Chérif ist einer der Gründer in Frankreich des Groupe d´Amitié Islamo-Chrétienne (GAIC), der Gruppe der islamisch-christlichen Freundschaft, die seit ihrer Gründung 1992 institutionalisiert einen einseitigen islamisch-christlichen Dialog pflegt, in dem Muslime und Christen sich bei konsequenter Ablehnung der Juden und Israels für die islamische und die Sache der Araber einsetzen. (8)
Für diejenigen, die französisch lesen, ist die Rubrik Israel-Palästina empfehlenswert. In wenigen Artikeln gibt es alles, was an "Analysen" und Ratschlägen für einen gerechten dauerhaften Frieden in der Region nötig ist: Maßnahmen zur Abschaffung Israels. Ein für den 10. November 2006 angekündigtes islamisch-christliches Treffen wird so eingeführt: (9)
Palästina (sic!) ist abgeriegelt, belagert, isoliert, Gaza ist bombardiert. Die Minister und Abgeordneten sind entführt (enlevés) und, wie seit vielen Jahren, die verantwortlichen Politiker ermordet (assassinés).
Nach einem ersten blutigen Halbjahr 2006 kann jeder feststellen, daß die Logik des Krieges nichts gebracht hat. Die israelischen Soldaten sind wie die Tausenden von palästinensischen und libanesischen noch immer Gefangene. Die Rechtmäßigkeit (la légitimité) Israels hat für die Völker der Region abgenommen, während sich diese erschöpft in dem schweren Konflikt gegenwärtiger und zukünftiger Gefahren im Nahen und Mittleren Osten und überall in der Welt.
Der Artikel über die palästinensischen Flüchtlinge und das Rückkehrrecht ist ebenfalls aufschlußreich. Berichtet wird über eine Debatte zum Thema zwischen einem weiblichen Flüchtling und zwei Israelis. Stutzt man darüber, daß zwei Israelis einer Palästinenserin gegenübertreten sollen, um über das Rückkehrrecht zu diskutieren, so legt sich die Verwunderung rasch; denn es kommen Israelis zu Worte, die einer Meinung sind mit der im Lager Shatila geborenen Leila El Ali, Direktorin der libanesischen Organisation Najdeh, einer NRO, die im Libanon mit den Palästinensern in den dort sorgfältig konservierten elenden Flüchtlingslagern zusammenarbeitet. (10)
Die beiden Israelis sind Eitan Bronstein und David Chemla, seit Jahren im Dienste für die Abschaffung des Staates Israel bzw. der Schaffung zweier palästinensischer Staaten durch die Rückkehr nicht nur der 1948 aus Israel vertriebenen oder geflohenen Araber, sondern auch sämtlicher ihrer Nachkommen. Eitan Bronstein, den Gründer der Vereinigung Zochrot, und Freund des Teddy Katz, des Erfinders des Massakers von Tantura, habe ich in meinem Artikel über Flucht und Vertreibung der Palästinenser porträtiert. Beide pilgern mit arabischen Flüchtlingen und ihren Nachkommen regelmäßig an Orte in Israel, wo ihre Vorfahren und sie früher wohnten. Da lernen Flüchtlinge der dritten Generation ihre vermeintlichen Ansprüche und den Haß gegen die Juden und Israel aufrecht zu erhalten. (11)
Das ist ganz im Sinne von Qantara, der "Brücke", einem Portal der Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutschen Welle, des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsbeziehungen. Das Auswärtige Amt finanziert Qantara, das sich als Brückenschlag zu den Interessen der Araber zu verstehen scheint, und wo sich der feste Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Joseph Croitoru im Sinne von Eitan und seinen Kameraden äußert: (12)
Der Lehrer und Friedenspädagoge Bronstein und seine Mitstreiter haben bereits jetzt den Zorn der rechtsgerichteten israelischen Öffentlichkeit auf sich gezogen. Bewusst provokativ präsentiert sich Zochrot auf seiner Internetseite:
Das Logo des Vereins enthält ein Schlüsselloch – eine Anspielung auf jenen Schlüssel, der für die Palästinenser zugleich Symbol für Exil und Rückkehr ist. Die damals Vertriebenen nahmen ihre Hausschlüssel mit, denn sie rechneten mit ihrer baldigen Heimkehr.
Allein dieses Logo, das Zustimmung zum Rückkehrrecht der Palästinenser nach Israel ausdrückt, war Grund genug zum Angriff: Als "Kollaborateure der palästinensischen Terrororganisation Hamas" wurden die Vereinsmitglieder von einem Kommentator der rechtsgerichteten israelischen Zeitung "Maariv" verunglimpft. Solche Attacken vermögen aber nicht, Eitan Bronstein und seine Kameraden einzuschüchtern.
David Chemlas französische Vereinigung La Paix Maintenant, wird vom GAIC als Zweig der israelischen Bewegung Shalom Arshav vorgestellt. Auf ihrer Site erklärt sie es als ihre Aufgabe, diese Bewegung zu fördern und zu unterstützen. Auch die einschlägig ausgewählten Artikel dieser Vereinigung sind sehr lesenswert: (13)
- Die Israelis beweinen die palästinensischen Opfer von Beit Hanoun
- Das, was wir nicht sagen durften während des Rückzuges (aus Gaza)
- Amir Peretz "Mann des Friedens"
Wer solche Freunde in Deutschland und in Frankreich hat, der benötigt keine arabischen Feinde mehr: Haust du den Juden eine rein, muß es zitiert von Juden sein ... (14)
Unter dem Zeichen des Kampfes gegen den religiösen Haß
Unter dem "Zeichen der Hoffnung" sieht Mustapha Chérif das Treffen mit dem Papst, vom 11. November 2006. Er ermahnt Benedikt XVI:
Würden Sie sich bitte daran erinnern, daß der Islam eine hohe Spiritualität darstellt, einen authentischen Weg Gottes, wie es die Gläubigen und ihre Zivilisation seit 15 Jahrhunderten bezeugen. Diese offenbarte und universelle dem Christen- und dem Judentum nahe Religion, ist der dritte monotheistische Zweig, die letzte Etappe des Heils.
Ich weiß nicht, was der Papst bei der Erinnerung an die islamische Zivilisation der letzten 1500 Jahre assoziiert, ich denke auf Grund meiner Kenntnisse des Islams nicht mehr wie in meiner Studienzeit an den Maidan-e Schah in Isphahan, die Blaue Moschee in Istanbul und den Dichter Jalal al-din Rumi, sondern an Mord, Raub, Versklavung, Unterdrückung der Frauen und der Homosexuellen, die Steinigung, Zwangsumsiedelung von ganzen Bevölkerungen nach Anatolien, Zwangsrekrutierung in die Janitscharentruppen, an die Arroganz der Fremdenprivilegien, die Brutalität der Herrschaftssicherung, beispielsweise die Ermordung aller (!) männlichen Nachkommen des jeweils verstorbenen Sultans zur Sicherung der Macht des Erstgeborenen, an die Machtsicherung des Mohammed im 7. Jahrhundert und an die des wahhabitischen Ibn Saud in Saudi-Arabien sowie die des Ayatollah Ruhollah Khomeini im Iran.
Bei religiösem und bei Rassenhaß fällt Mustapha Chérif der Antisemitismus ein, aber dieser Haß bezieht sich besonders auf die Muslime. Muß man froh sein, daß der vor allem in Europa grassierende Antisemitismus überhaupt erwähnt wird? Der Islam respektiere das Christentum, meint der Islamologe, aber es findet sich in unserer Zeit, in den letzten Jahrzehnten, leider kein Beispiel dafür. Ich habe ihm einige Worte über den Islam gesagt. Er hat mir mit Wohlwollen zugehört. Eine weise Entscheidung, diesem Dozenten nicht zu widersprechen; denn nun folgen Märchen über den friedlichen Islam, über Glaubensfreiheit, derjenige der glaubt, glaubt, und derjenige, der nicht glaubt, glaubt nicht, über Güte, Ablehnung von Gewalt, archaischen Islam, Intoleranz, Instrumentalisierung der Religion. Der Koran richte sich an die Vernunft und an das Herz. Man muß starke Nerven haben, sich diese Heuchelei anzutun.
Es folgen drei Vorschläge des Papstgastes: (15)
- Durchführung eines Kolloquiums zum Thema Kampf gegen religiösen Haß,
- Sensibilisierung der internationalen Staatengemeinschaft über den verurteilenswerten Charakter der Beleidigungen und Angriffe auf die heiligen Symbole der Religionen, vergleichbar den Prinzipien bezüglich Rassismus und Antisemitismus, in der Respektierung des Rechts betreffend Meinungsfreiheit und Kritik,
- Unterstützung und Vervielfältigung von Gruppen und Netzwerken der Freundschaft, des Dialogs und der islamisch-christlichen Forschung weltweit.
Sollen etwa weitere Gruppen wie der GAIC gegründet werden, wo sich die Feindschaft gegen die Juden und gegen Israel austoben kann? Sollen der Blasphemie-Paragraph wieder eingeführt, die in Frankreich seit 1905 verankerte Laizität, die Trennung von Religion und Staat, aufgehoben und die französische Republik abgeschafft werden?
Michel Lelong, Freund des Mustapha Chérif
Mitbegründer des Groupe d´Amitié Islamo-Chrétienne (GAIC), der Gruppe der islamisch-christlichen Freundschaft, ist der bereits erwähnte Michel Lelong, le Père blanc, der Weiße Vater. Er ist der erste Präsident des GAIC. (16)
Dieser Freund der Muslime ist auch Freund und Fürsprecher des ehemaligen Funktionärs des Parti communiste français (PCF) und Holocaustleugners Roger Garaudy. Der ist seit Jahrzehnten unermüdlich tätig für die palästinensisch-arabische Sache und gegen Israel. Seine Mitstreiter sind unter anderem der Père blanc Michel Lelong und die Zeitung Le Monde. Am 17. Juni 1982 bekommen Roger Garaudy und er gegen Bezahlung vom Direktor der Zeitung Jacques Fauvet eine ganze Seite, um gemeinsam mit Pastor Étienne Matthiot über die Massaker im Libanon und die Bedeutung der Aggressionen Israels zu schreiben. Die drei Autoren wollten zeigen, daß es kein einmaliger Ausrutscher war, sondern die innere Logik des politischen Zionismus, auf den der Staat Israel aufgebaut ist, auf Rassismus und unendlichen Expansionsdrang.
1996 schreibt Michel Lelong einen Unterstützerbrief für Roger Garaudy, für den der Holocaust ein von den Juden erfundener Mythos zur Rechtfertigung der Existenz Israels ist: Ich bestätige, daß es tatsächlich ungerecht ist, ihn des Antisemitismus zu bezichtigen, und ich fordere, daß er sich an der notwendigen Debatte über die großen spirituellen Fragen unserer Zeit beteiligt. Michel Lelong findet die Sendungen des Hezbollah-Senders Al Manar wertvoll (des programmes de valeur), und er ist ein großer Bewunderer des Tariq Ramadan.
Über die Zustände in Darfur weiß der Père blanc: Entgegen dem, was gewisse Leute sagen und schreiben, ist der Sudan ein gastliches Land (un pays accueillant) ... Die menschlichen Beziehungen dort sind aufrichtig und vertrauensvoll; die interreligiösen Beziehungen sind brüderlich; die Freiheit der Religionsausübung besteht für alle. (17)
Michel Lelong, unterstützt den Negationisten Roger Garaudy vorbehaltlos. Im Juni 2000 veröffentlicht auf dessen Anregung der Verlag L´Harmattan ein Buch mit dem Titel Le XXIe Siècle. Suicide planétaire ou résurrection? Das 21. Jahrhundert. Planetarer Selbstmord oder Wiedergenesung? Dort ist Michel Lelong neben Roger Garaudy, Leonardo Boff und anderen Ko-Autor. Leonardo Boff treffen wir jetzt bei der Islamisierung Spaniens wieder, im Beraterstab der Fundación Atman para el Diálogo entre Civilizaciones des iranischen Empresario Farshad Zandi, des Gründers und alleinigen Finanziers der Stiftung. Tariq Ramadan hält dort Vorträge und knüpft Kontakte zur Islamisierung Spaniens. (18)
Über den 1938 in Brasilien geborenen Leonardo Boff weiß die Fundación Atman, daß er mit der Bescheidenheit des Franziskaners im Jahre 1985 durch den damaligen Kardinal Josef Ratzinger die Verdammung zum Schweigen erhalten habe. Tatsächlich wird ihm nach Vorladungen und Gesprächen ein Bußschweigen auferlegt, das bedeutet, daß er während der Zeit nichts veröffentlichen darf. Sein erstes Buch von den 72 von ihm veröffentlichten sei von seinem zukünftigen Inquisitor (su futuro inquisidor) finanziert worden. Heute interviewt ihn der ehemalige Senator des Partido Socialista Obrero Español (PSOE) und Periodista, Journalist, Juan González Bedoya, den meine Leser schon aus einem wohlwollenden Interview mit dem Konvertiten und Befürworter der Polygamie Francisco Abdussalam Escudero kennen. (19)
Aber zurück zu Michel Lelong. Am 25. November 1999 veröffentlicht er ein Buch La vérité rend libre: le judaïsme, l´islam et nous, die Wahrheit macht frei (Anspielung auf Arbeit macht frei?), im rechtsextremen Verlag François-Xavier de Guibert. Der Français d´abord, La Lettre de Jean-Marie Le Pen, Der Franzose zuerst, Informationsblatt des Jean-Marie Le Pen, würdigt das Buch ausführlich als interessante Veröffentlichung, die ohne jedes Ressentiment gegen den Front National sei.
Michel Lelong ist Gründungsmitglied der Amitiés Franco-Irakiennes, der Französisch-irakischen Freundschaftsgesellschaft zwischen den Völkern von Frankreich und dem Irak, von 1985. Weitere erlauchte Mitbegründer sind der Lehrer des Mustapha Chérif Professor Jacques Berque sowie Jean-Pierre Chevènement, der als Verteidigungsminister zurücktritt, als Frankreich, im Januar 1991, in den Irakkrieg eintritt. Er ist zu der Zeit Präsident der Freundschaftsgesellschaft und veröffentlicht einen Artikel: Saddam Hussein ist ein stolzer Mann mit seltenen Qualitäten, weiterhin der französische Botschafter in Bagdad sowie Abgeordnete, Schriftsteller und Journalisten. (20)
Michel Lelong ist ein Freund des verstorbenen Papstes Johannes Paul II, dessen Hinwendung zum Islam bis hin zum Küssen des Korans er mit großer Genugtuung beobachtet und in einem Buch Jean Paul II et l´Islam dokumentiert. Auch dieses Buch erscheint im rechtsextremen Verlag François-Xavier de Guibert. Nun ist er besorgt, daß dessen Nachfolger sich in eine ihm nicht genehme Richtung bewegt, obgleich er nach Amtsantritt mehrfach erklärt habe, die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Islam seien eine der großen Tatsachen des 21. Jahrhunderts. Diese Äußerung allerdings ist immer richtig, ganz gleich wie man zu den Versuchen der Islamisierung der Welt stehen mag. (21)
Der Père blanc meint, der jetzige Papst habe keine Gelegenheit gehabt, die arabische Welt und die islamische Zivilisation vor Amstantritt kennenzulernen, und daß er sich mehr auf die "katholische Identität" beziehe. Das hindere aber nicht daran, daß der Papst einen tiefen Respekt vor dem Islam entwickeln könnte, man müsse ihm dabei helfen. Dazu bedürfe es der Information über die internationale politische Lage, besonders im Nahen Osten, im Heiligen Land, in Jerusalem, und andererseits der theologischen Dimension, das heißt, des Studiums der Unterschiede der Doktrin und der ethischen und spirituellen Konvergenz, die zwischen der Aussage des Korans und des Neuen Testamentes herrschten. Diese Konvergenz setzt der katholische (!) Pater Michel Lelong als gegeben voraus. Das Zitat des Manuel Palaeologus hält er für ein unglückliches Ereignis. Die Verwerfungen zwischen Kirche und Islam beruhen für ihn auf einem Mißverständnis. Auf die Idee, daß der Papst zu seiner Meinung gerade wegen seiner Kenntnis des Islam gekommen sein könnte, verfällt der Père blanc nicht. (22)
Mustapha Chérif pflichtet ihm bei: Offenheit und gegenseitiger Respekt seien gefragt. Welche Zukunft und welche Form muß der islamisch-christliche Dialog annehmen? Die Proteste gegen seine Ausführungen über den Islam, die Vernunft und die Gewalt, hätten den Papst dazu gebracht, über eine fruchtbare Beziehung nachzudenken. So sagt Mustapha Chérif es selbst, daß man nur laut und gewaltsam protestieren muß, um die Richtung der Überzeugungen zu bestimmen. Jetzt verlangt er den Einstieg beider Seiten, der Kirche und des Islam, auf höchster Ebene in den Dialog. Wir brauchen einander, was nichts anderes heißt als: der Islam bedarf der Kirche zu seiner Verbreitung in der Welt. (23)
Am 20. Mai 2006 ist das Team Michel Lelong/Mustapha Chérif zu Gast im Institut Européen des Sciences Humaines (IESH), in Château Chinon. Sie halten im Rahmen der Frankreich-weiten Portes ouvertes, des Tages der Offenen Tür, eine Konferenz ab zum Thema Vivre ensemble, Zusammen Leben. (24)
Das IESH ist ein privates Institut des Hochschulunterrichts in den Spezialgebieten der islamischen Theologie, der Scharia, der arabischen Sprache und des Koranlernens, zur Ausbildung von Imamen und Erziehern. Das Institut wird geführt von der den Muslimbrüdern nahestehenden fundamentalistischen Union des Organisations Islamiques de France (UOIF), der französischen Zweigstelle der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE), der Organisations Islamiques d´Europe (UOIE). (25)
Zur Finanzierung weiß die Site des IESH: Des fonds furent rassemblés, Gelder wurden gesammelt. Sie kommen bis zum Jahr 2000 aus den Golfstaaten. Seit März 1998 gibt es ein gleiches Institut in Highmead, bei Llanybydder, West Wales, England. Es wird als Wohlfahrtsinstitution geführt, das sich ebenfalls aus nicht weiter spezifizierten Spenden finanziert. We provide strictly segregated accommodation, heißt es über die Unterkunft. Während der Indoktrination sind Frauen und Männer getrennt, beim Lernen und auch beim Essen, wie die Fotos auf der Site zeigen. (26)
Seit dem Jahr 2001 gibt es auch ein IESH in St Denis, im Norden von Paris. Dort wird eine neue Generation von Muslimen herangezogen. St Denis ist ein Zentrum der islamischen Agitation. In St Denis unterhält die Association pour la promotion des auteurs musulmans (APAM), die Vereinigung zur Förderung muslimischer Autoren, ein Büro mit einem/r 3/4-teilzeitbeschäftigten Sekretär/in. Die islamische Prediger wie Tariq Ramadan und Mustapha Chérif einladenden islamischen Gruppen haben Teile der Eintrittgelder, die sich auf 3 bis 5 Euro belaufen, an die Vereinigung abzuführen. So verdienen die für die Islamisierung Europas tätigen Handlungsreisenden ihr Zubrot. (27)
Die wenig überzeugenden Ergebnisse der Erziehung sind beim Europäischen Sozialforum, November 2003, sowie bei den Herbstkrawallen in den Vorstädten Frankreichs zu besichtigen. Einige Krawallmacher stürzen sich mit dem Rufe Allahu Akhbar ins Getümmel.
Bei www.Google.fr gibt es 767 Angebote für Michel Lelong - Mustapha Chérif. Man kann also das Bild über die enge Zusammenarbeit der beiden Männer weiter verfeinern. Das Buch Islam à l´épreuve du temps, Islam in der Prüfung durch die Zeit, des Mustapha Chérif wird im Salafistenverlag Tawhid veröffentlicht. Dort beschreibt man ihn als offenen Mann und überzeugt von der fortschrittlichen Natur des Islam. (28)
Liberty Vox Forum fragt: Mustapha Chérif : Islamologue islamiste ? Islamistischer Islamologe? Ein herrlicher Blog mit ernsten und heiteren Beiträgen zu dieser Person, und über die neuen Denker des Islams der Aufklärung! (29)
Ein Ausbund an Taqiyya sind die Ideen, die Mustapha Chérif auf der Konferenz anläßlich des zehnten Jahrestages des Barcelona-Prozesses Euro-Med Allianz der Zivilisationen im Mittelmeerraum, in Granada, am 10. Dezember 2005, vorstellt und auf seinem Blog veröffentlicht: Die Zivilisationen angesichts der Unordnung der Welt. Dort behauptet er, daß nichts bezüglich des Islams und seiner Geschichte der Einführung der Demokratie, der Säkularisierung und der Freiheit als Grundlage der Existenz entgegenstünde, ganz im Gegenteil. Er will ein neues "Andalusien" um das Mittelmeer herum wiederfinden, das sei das Ideal des Islam, und es sei keine Utopie, sondern eine Herausforderung der Zukunft. Geschickt macht er sich die Unkenntnis vieler Menschen in den westlichen (noch) nicht muslimischen Ländern zunutze, die den Märchen über das bis 1492 tolerante Andalusien glauben. Ich kann dazu nur sagen, wenn Mustapha Chérif Andalusien wieder einführen und gar auf ganz Europa ausdehnen will, dann sollten sich alle Europäer vor ihm in acht nehmen; denn in Spanien ist schon im 11. Jahrhundert die Gegend judenfrei, die Juden vertrieben oder ermordet. Das sogenannte Goldene Zeitalter währt ungefähr 250 Jahre, ab der Eroberung Spaniens, das zu der Zeit mehr als 300 Jahre christlich ist, und der Herrschaft der Omayyaden, 756 bis 1031. Alles andere sind Propagandalügen des politischen Islam. (30)
Mustapha Chérif ist in seinen Äußerungen dem Tariq Ramadan sehr ähnlich. Beide wollen den Islam auf friedlichem Wege in Europa und der Welt ausbreiten. Dazu biedert er sich überall an, wo gegen Israel und die Juden mit scheinbaren Sachargumenten vorgegangen wird, er zitiert Jacques Derrida, den "Neuen Historiker" Ilan Pappé und wendet sich gegen die bellezistische Politik und die auf der Grundlage des zionistischen Extremismus geführten Agressionen der israelischen Regierung, nachzulesen unter Lettre aux intellectuels occidentaux , Brief an die Intellektuellen des Westens, auf dem Liberty Vox Forum, Datum vom 31. Juli 2006:
Drei israelische Soldaten auf libanesischem Territorium gefangen, und das ist ein Vorwand, daß sich ein Sturzregen von Feuer über einem ganzen Land ergießt. Soviele Lügen in einem Satz! Die Soldaten werden, einer von Palästinensern, zwei von der Hezbollah, von israelischem (!) Territorium entführt. Das bestreiten nicht einmal die Terroristen. Das Feuer ergießt sich auch nicht über ein ganzes Land, sondern gezielt über Stellungen der Hezbollah, die sich inmitten der libanesischen Bevölkerung verschanzt. Dabei kommt es zu tragischen Tötungen von Zivilisten, die sich entgegen der Aufforderung des israelischen Militärs nicht von den Stellungen der Hezbollah entfernen, die sich wahrscheinlich nicht entfernen dürfen, sondern von der Hezbollah zum Bleiben gezwungen werden.
Mustapha Chérif kommt den Interessen Frankreichs in der Region sehr gelegen. Darum wird er als Gastprofessor ans Collège de France eingeladen. Nun macht er Politik mit seiner Einladung beim Papst. Weit wird er nicht damit kommen.
Mustapha Chérif in der französischen Provinzpresse
Die Befangenheit der französischen Politik und Medien in ihrer Zusammenarbeit mit dem fundamentalistischen Islam gegen die Juden und gegen Israel führt zu einem ausführlichen Interview der Lokalredakteurin des Midi Libre und des Indépendant Zoé Cadiot mit dem Philosophen und Islamologen Mustapha Chérif, dem ersten muslimischen Papstbesucher, der die Türkeireise des Papstes analysiert (sic!). Dabei läßt er nichts aus. Die höfliche Hinwendung des Papstes Richtung Mihrab nennt er cette divine prière dans la mosquée d´Istanbul, dieses göttliche Gebet in der Moschee von Istanbul, ce geste magnifique, diese großartige Geste, und er interpretiert sie selbstverständlich als Einverständnis mit den behaupteten Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam. Der Papst wisse: l´occident a été judéo-islamo-chrétien et grèco-arabe, der Westen ist jüdisch-islamisch-christlich und griechisch-arabisch gewesen. Die Ausschreitungen nach der Papstrede von Regensburg erwähnt er als protestations pacifiques et légitimes après Ratisbonne, als friedliche und berechtigte Proteste nach Regensburg. Die Papstäußerungen seien aus Unkenntnis des Islams entstanden. (31)
Das Interview der Zoé Cadiot schafft es nicht in die Google-Angebote, und so bleiben der francophonen Welt die erneuten Lügen und Heucheleien des Mustapha Chérif erspart.
18. November 2006 - Ergänzungen, 3. Dezember 2006
Quellen
(1) Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2004. 5. Oktober 2004
- Selbstmordattentäter sind Märtyrer. Ausdrückliche Aufforderung zu Attentaten
- Rechtfertigung der Ermordung jüdischer Frauen und Kinder sowie unbeteiligter Muslime
- Der Glaubenskrieg in allen seinen Formen ist Pflicht
- Selbstmordattentate sind der Gipfel der Märtyrerarbeit
- Befreiung ganz Palästinas von den Juden ist die Pflicht aller Muslime
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-05_21-26-57.html
Open Letter to Pope Benedict XVI by 38 Leading Muslim Scholars and Leaders. Islamica Magazine
http://www.islamicamagazine.com/online-analysis/open-letter- to-his-holiness-pope-benedict-xvi.html
(2) Gilles Kepel, wertvoller Wissenschaftler des welschen Staates. 25. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-25_22-22-10.html
(3) Glaube, Vernunft und Universität. Erinnerungen und Reflexionen. ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI. Aula Magna der Universität Regensburg, Dienstag, 12. September 2006
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006 /september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-rege nsburg_ge.html
(4) "Le Monde", le Père blanc Michel Lelong, Al-Manar TV und andere Judenfeinde. 13./14. Dezember 2004. Darin: Le Père blanc Michel Lelong, Xavier Ternisien und Henri Tincq
http://www.eussner.net/artikel_2004-12-13_19-50-56.html
Des terroristes ou des saints? Par Henri Tincq, Le Monde, 11 septembre 1998. alapage.com
http://www.alapage.com/mx/?tp=F&type=1&l_isbn=2227363142&don nee_appel=GOOGL
(5) In the Middle of The Night (Foreword). By Tariq Ramadan, February 2001- February 2, 2005
http://www.tariqramadan.com/article.php3?id_article=0203&lan g=en
(6) Avant son voyage den Turquie, le pape consulte sur l´islam. Par Henri Tincq, Le Monde, 14 novembre 2006
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0,36-834240,0.html
Avant son voyage den Turquie, le pape consulte sur l´islam. Par Henri Tincq, Le Monde, 14 novembre 2006
http://www.mustaphacherif.com/2006/11/14/
(7) ZENIT Nachrichtenagentur
http://www.zenit.org/german/archiv/zenit-german.html
(8) Groupe d´Amitié Islamo-Chrétienne
http://www.legaic.org/
(9) Rencontre-Débat: Des croyants pour la paix au Proche-Orient. Par Myriam Bouregba, GAIC, 10 octobre 2006
http://www.legaic.org/article.php3?id_article=57
Israël - Palestine
http://www.legaic.org/rubrique.php3?id_rubrique=9
(10) La question des réfugiés palestiniens et du droit au retour. Débat entre une réfugiée palestinienne et deux israéliens. 24 mai 2006
http://www.legaic.org/article.php3?id_article=45
Association Najdeh
http://almashriq.hiof.no/lebanon/300/360/362/najdeh/
(11) Die terroristische Organisation Hamas - ein tödlicher Kult. 18. März 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-18_20-07-55.html
"Eitan Bronstein, Zochrot". Subject: Zocrot in Isdud (Ashdod), 15 August 2003 [Website report; Tour to Majdal, Saturday 20 September 2003]
http://groups.yahoo.com/group/Encounter-EMEM/message/8028
(12) Israelis erinnern an Schicksal der Palästinenser. Von Joseph Croitoru. Qantara 2004
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-216 /_p-1/i.html
(13) La Paix Maintenant, 18 mai 2003
http://www.lapaixmaintenant.org/article421
(14) Der Jude ist an allem schuld
http://www.henryk-broder.de/fremde_federn/eussner.html
(15) Sous le signe de la lutte contre la haine religieuse. Rencontre historique. Par Mustapha Cherif, 16 novembre 2006
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http://www.libertyvox.com/phpBB/viewtopic.php?t=887&sid=096a 372ac8859d0f0e1a34a6e4a7819b
(30) Les civilisations face au desordre mondial. Par Mustapha Chérif. Conférence à Grenade (Espagne) du 9-10 décembre 2005. Mustapha Chérif Blogspot
http://mustapha-cherif.blogspot.com/2005/11/confrence-grenad e-espagne-du-9-10_10.html
(31) Analyse du voyage. Mustapha Chérif. Recueilli par Zoé Cadiot, L´Indépendant, 2 décembre 2006, page 15
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