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Ian Buruma hat ein Identitätsproblem

Es soll kein weiterer Artikel √ľber Tariq Ramadan werden; denn der h√§ngt mir inzwischen zum Hals heraus. Wenn ich nur das Foto dieses Mannes in der New York Times betrachte, wird mir schlecht. Der arme "muslimische Jude", sieht er nicht aus wie das Unschuldslamm, das zur Schlachtbank gef√ľhrt werden soll und sich in Allahs Willen f√ľgt? (1)

So √§hnlich wird Tariq Ramadan dargestellt von Medien, die ihr Publikum von der Harmlosigkeit oder gar vom positiven Wirken des Salafisten √ľberzeugen wollen. Im Time Magazine, vom 11. Dezember 2000, wird der "Spiritual Leader" zu einem der Time 100 Innovators gek√ľrt: The People who Shape Our World. (2)

Schon Nicolas Le Quesne verbreitet die Falschaussage, da√ü Tariq Ramadan √ľber Friedrich Nietzsche promoviert habe. Tariq Ramadan hat mit solchen L√ľgen auch in √Ągypten keine Probleme, wo er angeblich Einreiseverbot hat. Dort erz√§hlt er von zwei Magisterexamen und zwei Doktortiteln: (3)

"An der Universit√§t in Genf studierte ich Philosophie und franz√∂sische Literatur, und, nachdem ich zwei Magisterexamen bestanden hatte, machte ich mit einem Doktorat √ľber das Konzept des Leidens in Nietzsches Philosophie weiter und sp√§ter noch mit einem Doktorat in Islamwissenschaft √ľber die zeitgen√∂ssischen reformistischen Denker von Jamal El-Din El-Afghani bis Hassan al-Banna."

Stattdessen beginnt Tariq Ramadan nach einem Magisterexamen in Philosophie und franz√∂sischer Literatur und nach der R√ľckkehr von einem Intensivkurs in Islam in Kairo im Jahre 1993 seine Dissertation zum Thema "Das reformistische Denken des Islam seit dem 19. Jahrhundert". Es habe sich um eine rein ideologische Arbeit ohne jeden wissenschaftlichen Aspekt gehandelt, er schreibe immer dasselbe Buch, sagt der Orientalist Professor Charles Genequand, der als Doktorvater zur√ľcktritt und mit ihm zwei weitere Gutachter.

Mit Hilfe seiner Freunde, des Genfer Professors und Abgeordneten der Sozialisten Jean Ziegler, Berichterstatter der UNO gegen Israel und gegen die Globalisierung, und dessen Ehefrau Erica Deuber-Pauli, Mitglied des kommunistischen Parti Suisse du Travail, der Partei der Arbeit der Schweiz, findet Tariq Ramadan andere, willigere Gutachter, die ihm zu seinem Titel verhelfen. Erica Deuber-Pauli ist es auch, die auf Veranlassung Tariq Ramadans daf√ľr sorgt, da√ü die Subventionen f√ľr das Theaterst√ľck √ľber Mahomet, von Voltaire, gestrichen werden und das St√ľck ausf√§llt.

Nichts davon erfahren die Leser von Ian Buruma.

Auch die New York Times hat ein Identitätsproblem

Die New York Times macht durch die Auswahl des Fotos der Emma Hardy mit bei der Kampagne des Predigers zur Gewinnung neuer Gefolgschaft. Adressat ist die b√ľrgerliche nicht-muslimische Mittelklasse, die von Tariq Ramadan zur Konversion aufgerufen wird. Die sch√∂ne Welt der Emma Hardy kann auf ihrer Site bewundert werden, B√ľrgerkinder samt Inneneinrichtung, Negerinnen in aller Unschuld, ´ne Prise Salvador Dal√≠, kurz: √Ąsthetik der gro√üen M√ľllhalde der Welt. (4)

Interessierte Leser k√∂nnen Artikel aufrufen √ľber Tariq Ramadan, ich habe einige unten verlinkt. Jetzt will ich mich m√∂glichst beschr√§nken darauf, L√ľgen und Fehler im Artikel "Tariq Ramadan Has an Identity Issue" des Ian Buruma aufzuf√ľhren. Es f√§ngt mit der √úberschrift an: Nicht Tariq Ramadan hat dieses Problem der Identit√§t, sondern Ian Buruma. Die New York Times macht sich durch die Ver√∂ffentlichung des Artikels dieses Problem zu eigen. Tariq Ramadan dagegen bleibt sich immer treu, er ist nicht zwei- oder gar mehrdeutig, sondern seine Kunst besteht darin, den jeweiligen Ansprechpartnern die Eindeutigkeit seiner Lehre so zu vermitteln, da√ü sie sich einbilden, sie w√§re genau f√ľr sie bestimmt. Kein Wunder, da√ü Ian Buruma dem Tariq Ramadan in der von der Zeitschrift Le Point organisierten Debatte nichts entgegenzusetzen hat. Es ist nicht dem smarten Prediger geschuldet, sondern der Unf√§higkeit oder der Weigerung des Ian Buruma, die passenden Gegenargumente zu finden. Nur deshalb kann er mit Tariq Ramadan √ľber die meisten Themen einer Meinung sein. Wie soll er in der Diskussion hart genug auftreten, wenn ihm die Argumente fehlen?

Ian Buruma macht sich gewi√ü keine Gedanken dar√ľber, warum der angeblich moderate Muslim, der konsequent f√ľnfmal am Tag betet, ein offenes Hemd ohne Krawatte tr√§gt, n√§mlich, weil sie mit einem f√ľr Salafisten verbotenen Kreuzknoten gebunden wird. Er sieht nur den eleganten Anzug des sanft in flie√üendem Englisch mit leichtem franz√∂sischen Akzent parlierenden Predigers. Der lullt ihn leichthin ein.

Dann folgt die bewundernde Bemerkung, da√ü niemand in seiner Londoner Umgebung wei√ü, wo Tariq Ramadan sich aufh√§lt. Das macht Ian Buruma nicht etwa stutzig. Der Enkel des Hassan al-Banna und Sohn des Said Ramadan verwischt seine Spuren. Wenn Ian Buruma wissen will, was mit Tariq Ramadan los ist, dann verl√§√üt er sich vor allem auf dessen Erkl√§rungen, die er nicht hinterfragt. Was hei√üt es, "der Tradition verpflichtet zu sein ist nicht so sehr eine Frage, uns (die Muslime) zu sch√ľtzen, sondern im Grundsatz Traditionalisten zu sein"? An anderer Stelle fordert Tariq Ramadan wie sein Gro√üvater Hassan al-Banna, ein Leben wie die Rechtgeleiteten Kalifen zu f√ľhren. Was hei√üt es, Traditionalist sowohl in Religion als auch in Politik zu sein, wenn der Islam, wie seine westliche Lobby glauben macht, angeblich nur eine Religion ist und keine Politideologie?

Islamische Gerechtigkeit und Ethik sollen in das westliche System hineingetragen werden. Was hei√üt das? Es ist das gleiche, was die Linken seinerzeit als den langen Marsch durch die Institutionen bezeichnen, der Wille, das System von innen auszuh√∂hlen. Darum kommt Tariq Ramadan so gut an bei den Linken, beide arbeiten gegen die Globalisierung und den "neoliberalen Kapitalismus", der "dem reichen Westen" erlaube, die Welt zu dominieren. Nicht nur gebildete europ√§ische Muslime, sondern auch linke B√ľrgerkinder beziehen ihre politische Rechtfertigung daraus, erkennt auch Ian Buruma.

Er wundert sich √ľber die √Ąu√üerung des Tariq Ramadan, der seinen Vater als "liberal" schildert, gibt aber keine Erkl√§rung, warum das gar nicht sein kann. Wenn einer den F√§ngen des Gamal Abdel Nasser entkommt, ist das zun√§chst einmal und in jedem Fall positiv. Nur weil ein Muslimbruder den Versuch unternimmt, den nationalistischen Diktator zu ermorden, wird Said Ramadan aus √Ągypten vertrieben? Auf der Startseite des Islamischen Zentrums Genf kann man unter "Historique du Centre Islamique" nachlesen, welche zentrale Rolle Said Ramadan f√ľr die Islamisierung im Sinne des Wahhabismus und der Muslimbr√ľder spielt. (5)

Daß der Vater Tariq Ramadan nach Tariq Ibn Ziyad, dem Eroberer Spaniens benennt, ist dem Ian Buruma keine Erklärung wert, kein Hinweis folgt, daß Tariq Ramadan auf Einladung der sozialistischen Partei Spaniens PSOE und ihrer Fundación Atman heute aktiv an der Islamisierung Spaniens mitwirkt. (6)

Der Hinweis auf die Familienbande zum Gr√ľnder der Muslimbruderschaft ist im Gegensatz zur √Ąu√üerung des Tariq Ramadan haupts√§chlich f√ľr junge Muslime und f√ľr westliche Interessenten am Islam beeindruckend. Beide Gruppen k√∂nnen mit ihrer Freiheit nichts anfangen; sie wollen einer Autorit√§t folgen. Hassan al-Banna ist da gerade recht, aber Ian Buruma l√§√üt sich einmal mehr von Tariq Ramadan sagen, wo´s langgeht.

Der da´wa Prediger Tariq Ramadan

Ian Buruma fragt nicht, wieso Tariq Ramadan auf eine normale Schweizer Schule geht, sondern nimmt das als Best√§tigung f√ľr die Liberalit√§t des Said Ramadan. Welche Alternativen in Form von islamischen, vom Staat anerkannten Grund- und Oberschulen gibt es Ende der 60er, und in den 70er Jahren in der Schweiz?

Ian Buruma kolportiert die L√ľgen des Tariq Ramadan √ľber seinen beruflichen Werdegang. Nicht anschlie√üend, sondern zur selben Zeit, da er Studiendirektor an einem Gymnasium ist, dem Genfer Coll√®ge de Saussure, unterrichtet er in Fribourg an der dortigen Universit√§t als freier Mitarbeiter alle zwei Wochen eine Doppelstunde "Einf√ľhrung in den Islam". Er wird im Vorlesungsverzeichnis der Universit√§t nicht als Lehrender aufgelistet, sondern unter Verschiedenes, Autres courses. Bereits vor der Beantragung des Visums f√ľr die USA setzt die Universit√§t den Kurs nach seinem dritten Durchlauf ab. Ich vermute, weil es sich um nichts als da´wa gehandelt hat, um die Einladung zum Islam, die Gewinnung von Konvertiten. (7)

Tariq Ramadan mag B√ľcher von Friedrich Nietzsche gelesen, Seminare zu dem Philosophen belegt und dessen Thesen in seinem Coll√®ge vorgestellt haben, er hat aber entgegen der Behauptung des Ian Buruma seine Dissertation nicht √ľber Friedrich Nietzsche geschrieben. Aus dem Artikel kann man entnehmen, da√ü Tariq Ramadan dem Ian Buruma einmal mehr diese L√ľge erz√§hlt. Die ist schon bei Nicolas Le Quesne, im Time Magazine, vom Dezember 2000, und in Egypt Today, im Oktober 2004, dokumentiert.

√úber den Aufenthalt in Kairo wird Tariq Ramadan an anderer Stelle deutlicher als gegen√ľber Ian Buruma. Er studiert 1992/93 im Einzelunterricht muslimische Philosophie an der Al-Azhar-Universit√§t; dort wird er vorbereitet auf seinen Einsatz in Europa, wohin er anschlie√üend mit seiner Familie zur√ľckkehrt. Im Fr√ľhjahr 1994 tritt er vor jungen Muslimen in Marseille auf. Die jungen Frauen, fast alle mit Kopftuch, die jungen M√§nner getrennt von ihnen, lauschen in einem Festsaal ergriffen seiner Predigt. Ian Buruma l√§√üt sich einseifen von den Spr√ľchen vom "√ľberzeugten Europ√§er", was nichts anderes hei√üt, als da√ü er daran geht, den Islam f√ľr seine optimale Verbreitung in Europa und der √ľbrigen westlichen Welt herzurichten. In Kairo wird ihm klargeworden sein, wieviele Ankn√ľpfungspunkte und Schnittstellen es mit der linken Politik in Europa gibt. Tariq Ramadan bildet nicht ein Br√ľcke zwischen dem Westen und dem Islam, sondern einen Br√ľckenkopf des Islams im Westen, zun√§chst in Europa. Er ist allen vom Christentum und den westlichen Werten entt√§uschten Menschen der geeignete Verk√ľnder der absoluten Wahrheit des Islam. Das Christentum habe sie nicht √ľberzeugt, ihr fehle vor allem eines, sagt die Konvertitin Stefanie Hichri in einer Sendung des 3sat: "Klarheit!" Treffender kann nicht geschildert werden, worum es den Konvertiten geht. Sie haben Bedarf an einfachen L√∂sungen komplizierter Fragen, sie wollen sich aller Zweifel √ľber Gott und die Welt entledigen und gesagt bekommen, wo es langgeht. Tariq Ramadan hilft solchen Suchenden. (8)

Ian Buruma zitiert den "salafistischen Reformisten", dieses Paradox in sich, Tariq Ramadan, der ihm weismacht, er vermittle den Muslimen, da√ü sie mit treuer Loyalit√§t zum Land leben sollten, zu dem sie geh√∂ren. Stattdessen predigt er ihnen, unter anderem auf seiner Site, sie h√§tten einen Vertrag mit ihrem Gastland und allzeit achtzugeben, da√ü sie bei der Erf√ľllung dieses Vertrages nicht vom muslimischen Wege der Scharia abkommen. Er fordert sie auf, schrittweise die Rechtsnormen der Scharia in ihren Gastl√§ndern fl√§chendeckend einzuf√ľhren, wobei es nie eine Rolle spielt, ob die Muslime eine andere Nationalit√§t als das Land haben, in dem sie leben, oder ob sie in dem Land geboren sind. An die Stelle der Nation tritt der Islam.

Ian Buruma √ľbernimmt kritiklos die Erz√§hlung von den angeblichen Reformisten Muhammad Abduh und Jamal ud-Din al-Afghani, die er als aufgeschlossen f√ľr die Emanzipation der Frauen und als Gegner des Kolonialismus und des westlichen Materialismus vorstellt: "Sie sahen die Notwendigkeit, dem Westen durch den Islam Widerstand zu leisten, w√§hrend sie gleichzeitig von ihm √ľbernahmen, was davon f√ľr sie n√ľtzlich war, useful." Das fordert einen Ian Buruma nicht heraus zu fragen, was denn bitte "dem Westen durch den Islam Widerstand zu leisten" hei√üe. Es bedeutet den Kampf gegen die westlichen Werte der Demokratie und der Menschenrechte. Der Westen ist auszuschlachten; was n√ľtzlich ist zur Festigung und Verbreitung des Islam, das ist zu √ľbernehmen, der Rest wird entsorgt. Die Muslime in Europa machen das t√§glich klar, aber niemand will es wahrhaben.

Ian Buruma wechselt z√ľgig das Thema und kommt zu Muhammad Abduh und Jamal ad-Din al-Afghani, den muslimischen Lieblingsphilosophen des Tariq Ramadan. Muhammad Abduh sei sogar Bef√ľrworter eines Parlamentes im britischen Stil gewesen, was nicht im Gegensatz zum Islam w√§re. Diese Behauptung erkl√§rt Fjordman f√ľr Unsinn und begr√ľndet ausf√ľhrlich, warum das Konzept einer Beratung, islamisch "shura", nichts zu tun hat mit Demokratie im westlichen Sinne: "´Beratung´ an sich bedeutet nichts, so lange es keine formale Beschr√§nkungen f√ľr den Herrscher gibt, der dadurch gezwungen wird, das Wohl und den Willen des Volkes zu ber√ľcksichtigen, und keine wirklichen Sanktionen f√ľr ihn, wenn er das nicht tut." Das Beispiel der Shura in Saudi-Arabien m√ľ√üte alle belehren, worum es bei dieser Art von Konsultation geht. (9)

Ian Buruma verschweigt, vielleicht wei√ü er es auch nicht, da√ü von ihnen die Dissertation des Tariq Ramadan handelt: "Aux sources du nouveau musulman. D´al-Afghani √† Hassan al-Banna un si√®cle de r√©forme islamique". Zu den Quellen des neuen Muslims. Von al-Afghani bis Hassan al-Banna, ein Jahrhundert der islamischen Reform. Der Antisemit Mondher Sfar schreibt eine begeisterte Rezension, die leider au√üer ihrem Titel im Internet nicht mehr zu finden ist. (10)

Keine Rede davon ist bei Ian Buruma, da√ü Hassan al-Banna und Sayyid Qutb, obgleich sie sich nicht kannten, bei den Muslimbr√ľdern und ihren Anh√§ngern immer in einem Atemzug genannt werden; ein Blick in den Online Bookshop der Islamic Foundation, Markfield, gen√ľgt, das zu verifizieren. (11)

Tariq Ramadan, verhinderter Kollege des Ian Buruma

Die Vers√∂hnung dessen, was schwer zu vers√∂hnen scheine, mache ihn zu einer interessanten, manchmal verwirrenden Person. Ian Buruma h√§lt das f√ľr m√∂glich, weil er auf nichts eingeht, was ihm die Erhellung bringen k√∂nnte, da√ü die Ansichten des Tariq Ramadan nicht den Werten der westlichen Gesellschaft entsprechen, nirgends. Nun mu√ü Ian Buruma darauf verzichten, Tariq Ramadan als seinen Kollegen auf einem Henry R. Luce Lehrstuhl zu begr√ľ√üen. Auf einem solchen Lehrstuhl sitzt Ian Buruma, im Bard College des d√ľsteren Mottos, da√ü der Studierende zuerst in sich hineinzuschauen habe, statt einem √∂ffentlichen, gesellschaftlichen Impuls nachzugeben. Es fragt sich, was diese Beschr√§nkung auf den Blick ins Innere bewirken soll. Das Leben des Namensgebers f√ľr den Lehrstuhl hat sich jedenfalls nicht so abgespielt. (12)

Was wir von Ian Buruma in seinem langen Artikel nicht erfahren: Tariq Ramadan sollte, ab Herbst 2004, das "Programm f√ľr Religion, Konflikt und Friedensbildung" des Joan B. Kroc Institute for International Peace Studies der Universit√§t "progressiver Katholiken" Notre Dame, in South Bend, nahe Chicago, leiten. Das Institut tr√§gt seinen Namen nach seiner Wohlt√§terin Joan B. Kroc, Erbin des Verm√∂gens von Ray Kroc, dem Vater der Fast Food Restaurants und in dieser Eigenschaft der Sch√∂pfer von McDonald. Tariq Ramadan, Kumpan auf dem Pariser Europ√§ischen Sozialforum, November 2003, des Jos√© Bov√©, der im Jahre 1999 mit Gleichgesinnten ein im Bau befindliches McDonald-Restaurant in Millau zerst√∂rt, sollte in die Dienste eines Instituts treten, das vom Verm√∂gen eben dieses "McDo" finanziert wird. Herrlich und Heuchelei komplett! (13)

Das Institut sammelt bis heute Ver√∂ffentlichungen √ľber den Prediger. Sie werden als Neuigkeiten auf die Web Site des Instituts gesetzt, zuletzt ein Artikel aus der Kaleej Times Online, Dubai, vom 4. Oktober 2006. R. Scott Appleby, der Direktor des Joan B. Kroc Institute, der alles tut, um Tariq Ramadan in die USA zu bringen, erkl√§rt darin, da√ü die Verweigerung des Visums an Tariq Ramadan verfassungswidrig sei. (14)

Dann sagt R. Scott Appleby noch einige bedenkenswerte S√§tze, die den Ian Buruma aber nicht zu Kommentaren anregen. Tariq Ramadan werde beschuldigt, janusk√∂pfig zu sein, tats√§chlich pr√§sentiere er unterschiedlichem Publikum verschiedene Gesichter. In der Hinsicht sei Tariq Ramadan Politiker, er wolle F√ľhrung und Anregung bieten. Er best√§tigt somit das, was die Kritiker des Traiq Ramadan von ihm sagen: er ist der Vertreter einer Politideologie, deren F√ľhrer er sein will. Wenn es sich um die Vermittlung religi√∂ser Inhalte handeln w√ľrde, br√§uchte Tariq Ramadan nicht vor jeder Gruppe anders zu reden.

Die Spenden an pal√§stinensische Terrorgruppen, genannt Wohlfahrtseinrichtungen, spielt Ian Buruma herunter, in Europa seien diese Einrichtungen im Gegensatz zu den USA nicht auf der Terrorliste. Dort ist auch die Hezbollah nicht darauf; dies nur zur Einsch√§tzung der Worte des Ian Buruma, der unmittelbar fortf√§hrt und dar√ľber berichtet, da√ü Tariq Ramadan ihm vom Widerstand seiner Familie berichtete habe. Die Art des Widerstandes von Hassan al-Banna und Said Ramadan ist hinreichend dokumentiert. Von Ian Buruma erf√§hrt der Leser nichts dar√ľber, ebenso gibt er keine Einsch√§tzung √ľber die Befreiungstheologen in Brasilien und die Aktivit√§ten des Dalai Lama, mit denen Tariq Ramadan sich auf seinen Reisen nach Lateinamerika, Indien und Afrika so gut versteht. Einer dieser Theologen ist Leonardo Boff, mit dem Tariq Ramadan im Oktober 2005 in der Fundaci√≥n Atman gemeinsam auftritt. Mit diesem Theologen hat Tariq Ramadan vieles gemein, unter anderem die Bewunderung f√ľr den Holocaust-Leugner Roger Garaudy; denn Leonardo Boff ist einer der drei lebenden Autoren des im Juni 2000 im Verlag L¬īHarmattan ver√∂ffentlichten Buches von Roger Garaudy mit dem Titel "Le XXIe Si√®cle. Suicide plan√©taire ou r√©surrection?" Das 21. Jahrhundert. Planetarer Selbstmord oder Wiedergenesung?

Großvater Hassan al-Banna habe in den 40er Jahren schon gesagt, was die Befreiungstheologen zwanzig Jahre später lehrten.

Ian Buruma erwähnt zwei Kritiker des Tariq Ramadan

Eine direkte Linie von Hassan al-Banna √ľber Said Ramadan zu Tariq Ramadan werde von den Kritikern gezogen. Er zitiert kein einziges Argument der Kritikerin Caroline Fourest, sondern nur ihren Namen und den Titel ihres Buches: Fr√®re Tariq, Bruder Tariq. Tariq Ramadan aber sehe das Familienverm√§chtnis in Begriffen des "Islamischen Sozialismus", der laut Tariq Ramadan weder sozialistisch noch kapitalistisch sei, sondern ein dritter Weg. So gesehen, sei die Freundschaft des Said Ramadan mit Malcolm X bedeutender als jede saudi-arabische Verbindung. Die politische Verwandschaft beider sieht Ian Buruma nicht, und die Ausma√üe der Verbindung Said Ramadans zu Saudi-Arabien scheint er nicht zu kennen. Sie sind im Internet einfach ausfindig zu machen. Was den dritten Weg angeht, schildert schon Zeev Sternhell in seinem Buch √ľber die faschistische Ideologie in Frankreich, was darunter zu verstehen ist. (15)

"Islamischer Sozialismus" ist der Nachfolger des Nationalsozialismus. Die Strukturen sind bis in die feinsten Verästelungen identisch. Überall, wo bei den Nazis Nation, national erscheint, ersetze man Islam, islamisch.

Dem "nordischen Modell der Entwicklung" m√ľsse Widerstand entgegengesetzt werden, zitiert er Tariq Ramadan, dies hei√üe, "eineinhalb Milliarden Menschen leben im Wohlstand, weil (sic!) fast vier Milliarden nicht die Mittel f√ľrs √úberleben haben". Ein Student der Volkswirtschaft lernt im ersten Semester, da√ü die Kausalit√§t so nicht existiert, da√ü die Reichen nicht reich sind, weil die Armen arm sind. Es handelt sich nicht um ein Nullsummenspiel, sondern um eine suboptimale Win-Win Konstellation. F√ľr Tariq Ramadan sei der vom Internationalen W√§hrungsfonds und der Weltbank gef√∂rderte weltweite Kapitalismus der "´Kriegsschauplatz´ (alam al-harb)". Wenn der Islam mit neoliberaler Wirtschaft konfrontiert sei, b√∂te seine Lehre keinen anderen Ausweg als Widerstand.

"Ein eingeschworener Feind des Kapitalismus zu sein, hei√üt nicht, da√ü du (sic!) ein Kommunist, ein Faschist, ein religi√∂ser Fundamentalist oder ein wirklicher Antisemit bist, aber es ist etwas, das diese ansonsten unterschiedlichen Gruppen gemein haben", schreibt Ian Buruma, und man erkennt nicht, ob es auch seine Meinung ist; aber da hat er vielleicht ein Identit√§tsproblem. In Gro√übritannien und Frankreich h√§tten die Lehren des Tariq Ramadan vom Aufstand gegen westlichen Materialismus auf der Grundlage geistlicher Werte eine F√ľlle neuer Freunde gewonnen - und in Deutschland und Italien, mu√ü man erg√§nzen. Tariq Ramadans der liberalen Demokratie gegen√ľber unfreundlicher islamischer Sozialismus werde in diesen L√§ndern mit medienfreundlicher Vitalit√§t in Konferenzen, Interviews, B√ľchern, Talkrunden, Predigten und Vortr√§gen gef√∂rdert. Das ist eine zutreffende Beobachtung, mehr und mehr gibt es in Europa Absagen an die liberale Demokratie, an die westlichen Werte der Freiheit. Niemandem f√§llt dabei auf, da√ü Tariq Ramadan in seinen feinen Ma√üanz√ľgen den materiellen Freuden des Daseins nicht abgeneigt ist.

Ian Buruma zitiert den franz√∂sischen Orientwissenschaftler Gilles Kepel, der diese Entwicklung dem Versagen der Linken von der Art des Andr√© Glucksmann zuschreibt: "einst ein Maoist, jetzt Unterst√ľtzer des Irakkrieges." So hat auch Ian Buruma die Schuldigen gefunden, ehemalige Linke, die sich nicht haben weiter verdummen lassen, und letztlich sind f√ľr ihn die USA schuld; denn sie haben den Irakkrieg vom Zaun gebrochen. Mitschuld gibt Ian Buruma aber auch Nicolas Sarkozy, der in einer Fernsehsendung nach dem Europ√§ischen Sozialforum den Tariq Ramadan bekannt und ber√ľhmt gemacht h√§tte. Die M√∂glichkeit, da√ü der Zulauf in der autorit√§ren Struktur der Neu- und Fastmuslime liegen k√∂nnte, zieht er nicht in Betracht.

Tariq Ramadan ist "unfair" zu Juden

Dann referiert er ausf√ľhrlich Tariq Ramadans Position zur Steinigung, seinerzeit Ansto√ü in der Sendung mit Nicolas Sarkozy: Pers√∂nlich sei er gegen Kapitalstrafen, erkl√§re Tariq Ramadan, nicht nur in muslimischen L√§ndern, sondern auch in den USA, womit der Hieb gegen die Todesstrafe gesetzt und der Blick weggelenkt ist von den grausamsten Verbrechen in den islamischen Staaten. Ian Buruma erl√§utert noch einmal den inzwischen jedem bekannten Artikel vom 3. Oktober 2003, √ľber die j√ľdischen kommunit√§ren Intellektuellen. Er betrachtet Tariq Ramadans antisemitischen Angriff als "unfair" und die Antwort einiger der denunzierten Juden als "schrill", Kategorien, die bei einem solchen Fall nicht greifen. Tariq Ramadan habe aber anders als andere islamische Aktivisten niemals eine grunds√§tzliche Feindschaft gegen Juden ge√§u√üert, ja, er spr√§che sich sogar gegen Antisemitismus aus. Es sei aber keine Frage, da√ü Tariq Ramadan antizionistisch sei. So ist es, √§u√üert er doch, da√ü die Israelis die pal√§stinensischen Araber umbr√§chten. (16)

Im folgenden zitiert er Tariq Ramadan mit diesem und jenem, Position bezieht er selten und wenn, dann allgemein, womit nicht rechte oder linke parteipolitische Position gemeint ist, sondern eine auf der Grundlage der Vernunft - oder warum bleibt der Satz "die neoliberale Ordnung f√ľhrt zu Ungerechtigkeit" so stehen, warum wird der politische Anspruch des Tariq Ramadan nicht kommentiert, weder zustimmend noch ablehnend?

Ian Buruma meint, der haupts√§chliche Grund europ√§ischer Kritiker, die sich gegen den Islam wendeten, w√§re nicht so sehr Israel wie eine allgemeine Furcht, da√ü der S√§kularismus bedroht werde. Das Ende des S√§kularismus, der Laizit√§t, das sind allerdings nur Erscheinungsformen des Problems der Islamisierung. Die Politideologie Islam, die nicht zu trennen ist von der Religion des Islam, zerst√∂rt alle westlichen Werte der Freiheit, Gleichheit, der Rechte der Frauen, der Homosexuellen, der Nichtmuslime, ob Juden, Christen oder Atheisten, des Rechts des einzelnen auf Streben nach Gl√ľck. Islam hei√üt Unterwerfung unter Allahs Willen, und was dieser Wille ist, das bestimmt eine Clique selbsternannter Imame von der Al-Azhar-Universit√§t √ľber Yusuf al-Qaradawi und Tariq Ramadan bis hin zum Ayatollah Ali Khamenei.

Die von Ian Buruma identifizierte Furcht ist bei den meisten Menschen nicht verbunden mit einer tiefen Desillusionisierung √ľber das Ende der marxistischen Diktatur, im Gegenteil, die Furcht vor dem Islam ist besonders ausgepr√§gt bei denjenigen, die fr√ľher nicht poltisch links waren. Die Linken ersetzen ihren Glauben an Karl Marx doch bestens durch den an den Islam. Antikoloniale linke Positionen, die Tariq Ramadan im Namen universeller Grunds√§tze verteidigt, die angeblich im Zentrum des Islam angesiedelt sind, das sind die gleichen Positionen wie die der antiliberalen linken Globalisierungsgegner.

Tariq Ramadan f√ľr jeden, Islam f√ľr alle

Ian Buruma bringt eine lebhafte Diskussion in Gang, die aber nicht direkt zwischen den Gegnern stattfindet, sondern Ian Buruma fragt den einen, Caroline Fourest, Gilles Kepel, Olivier Roy, dann konfrontiert er den anderen, Tariq Ramadan, mit der Aussage. Nebenbei erfahren die Leser, daß dessen beide Töchter auf öffentliche Schulen in der Schweiz und in England gehen; daß eines von dessen vier Kindern ein islamisches Jungeninternat besucht, das vom Konvertiten Yusuf Islam geleitet wird, das erzählt er nicht. Der zweite Sohn wird ebenfalls nicht auf eine öffentliche Schule gehen, nehme ich an; denn sonst hätte Tariq Ramadan es gewiß erwähnt. (17)

Olivier Roy best√§tigt noch einmal, da√ü Tariq Ramadan an die gut ausgebildeten jungen Leute mit College- und Universit√§tsabschlu√ü heran will, bezieht das aber wie Ian Buruma nur auf die Immigranten. Die europ√§ischen potentiellen Konvertiten aber sind die Zielgruppe des Tariq Ramadan, der wei√ü, da√ü eine Islamisierung Europas nur √ľber eingesessene zum Islam konvertierte Europ√§er erfolgreich sein kann. In den USA gibt es zwei Hebel, diese europ√§isch-st√§mmigen und die Gruppe der Afro-Amerikaner. Einer sitzt bereits im Kongre√ü.

Zum Abschlu√ü, gewisserma√üen als Bonbon, vergleicht Ian Buruma Ayaan Hirsi Ali mit Tariq Ramadan, sie sei auf ihre Art so charismatisch wie er. Das ist schon eine Kunst, alles gleichzur√ľhren. "Auf ihre Art", darin liegt das Potential zur Diskussion, die Ian Buruma aber nicht f√ľhren will oder kann: auch sie redet von Reform, aber sie hat sich von ihrem Glauben losgesagt. Da w√§re ein kleiner Satz angebracht gewesen, da√ü darauf im Islam die Todesstrafe steht, zu vollstrecken von welchem M√∂rder auch immer. Aber nichts da, Ian Buruma erw√§hnt eine F√ľlle von Kontroversen, "sie sagt, der Islam ist r√ľckst√§ndig und pervers", die dazu gef√ľhrt h√§tten, da√ü Ayaan Hirsi Ali jetzt im American Enterprise Institute in Washington arbeite. Welche Kontroversen, warum mu√ü sie derentwegen Holland verlassen?

Tariq Ramadan aber zeige einen anderen Weg, der daraus best√ľnde, da√ü ein vern√ľnftiger aber traditionalistischer Zugang zum Islam Werte b√∂te, die so universell seien wie die europ√§ische Aufkl√§rung. Diese Werte seien, wie Ian Buruma es versteht, weder s√§kular noch immer liberal, aber sie w√§ren auch nicht Teil eines Heiligen Krieges gegen die westliche Demokratie. Seine Politik b√∂te eine Alternative zur Gewalt, das sei bereits ausreichend, um sich mit ihm kritisch aber ohne Furcht auseinanderzusetzen. Das hei√üt, Kritikern des Tariq Ramadan spricht er die klare Vernunft ab, er unterstellt, da√ü sie sich vor Tariq Ramadan und vor dem Islam f√ľrchten, da√ü ihre Ablehnung aus Angst vor einem Islam entstanden sein k√∂nnte, der ganz anders ist, menschenfreundlich.

Die Alternative zur Gewalt ist bei Tariq Ramadan die friedliche Islamisierung Europas und der USA. Das geht aus allem hervor, was Tariq Ramadan sagt, schreibt und tut. Abgesehen davon steht Tariq Ramadan sehr wohl positiv zur Gewalt, so mehrfach ge√§u√üert in der Sendung Ripostes zur Zeit der Krawalle in den Vorst√§dten Frankreichs, am 13. November 2005. Leider hat France 5 das Video mit den entsprechenden √Ąu√üerungen: "Il y a une l√©gitimit√© √† la violence ! Il y a une l√©gitimit√© √† la revolte !" entfernt. Was ist diese Rede anderes als Billigung von Terrorismus? Weder der Moderator Serge Moati noch die Diskussionsteilnehmer haben etwas gegen solche √Ąu√üerungen einzuwenden. Der Diskussionsteilnehmer Alain Finkielkraut ist zu der Zeit schon so fertigger√ľhrt von den in der Sendung versammelten Furien, da√ü auch er aufgibt und schweigt. (18)

F√ľr Ian Buruma ist das Leben viel einfacher: Hier die holl√§ndische Aktivistin, da der Schweizer Aktivist. Das Schicksal setzt den Hobel an, und hobelt alles gleich!

5. Februar 2007 - Erg√§nzung durch Links zu Little Green Footballs. Danke f√ľr den Tip an Silke M.

Quellen

(1) Tariq Ramadan Has an Identity Issue. By Ian Buruma, The New York Times, February 4, 2007
http://www.nytimes.com/2007/02/04/magazine/04ramadan.t.html? pagewanted=1&_r=1&ref=magazine

(2) Trying to Bridge A Great Divide. By Nicholas Le Quesne. Time.com,
December 11, 2000
http://www.time.com/time/innovators/spirituality/profile_ram adan.html

http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,998765,00.h tml

(3) Tariq Ramadan, by Rania al Malky, Egypt Today, The Magazine of Egypt, October 2004
http://www.egypttoday.com/article.aspx?ArticleID=2481

(4) emma hardy photographer, folio, page 2
http://www.emmahardy.com/pages/portfolio_page2.html

The Unreality of Time. By John Ellis McTaggart. Published in Mind: A Quarterly Review of Psychology and Philosophy 17 (1908)
http://www.ditext.com/mctaggart/time.html

SALVADOR DALI´NIN 100. DOGUM YILD√ĖN√úM√ú. Arkitera.com
http://www.arkitera.com/v1/sanat/2004/01/mercekalti/index.ht m

(5) Les Frères Musulmans. Politique de "rabbaniyya". Dr Said Ramadan, 1926 - 1995, par M.H. Faruqi. Centre islamique à Genève
http://www.cige.org/historique.htm

(6) Fundaci√≥n Atman. El pol√©mico islamista viene a Espa√Īa el 28 de octubre. Tariq Ramad√°n, heraldo del terror y del odio. Por Borga Ventura. 21 de octubre 2005
http://www.periodistadigital.com/periodismo/object.php?o=207 214&print=1

Una fundación vinculada al PSOE invita a un islamista radical que tiene vetada su entrada en EEUU y Francia, libertaddigital.com, 23 de octubre 2005
http://www.libertaddigital.com/php3/noticia.php3?cpn=1276263 698

(7) Autres courses. Let-7 Ramadan Tariq Islam III: Introduction III; mercredi, 15-17 h. (tous les 15 jours) (164)
http://www.unifr.ch/imr/E40page_anglais24.htm

(8) Konvertiten als Br√ľckenkopf der weltweiten Islamisierung. 8. Januar 2007
http://www.eussner.net/artikel_2006-11-29_02-25-26.html

(9) Tariq Ramadan at the NYT: "Slim, Handsome, Elegant", little green footballs,
February 4, 2007, Fjordman, Comment # 29
http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=24294_Tariq_Ra madan_at_the_NYT-_Slim_Handsome_Elegant#comments

(10) Aux sources du nouveau musulman, par Mondher Sfar, Paris. Studies in Religion / Sciences Religieuses. Revue canadienne/ A Canadian Journal, Volume 28 Number 3 / 1999
http://www.wlu.ca/press/jrls/sr/issues/28_3_toc.html

(11) Islamic Foundation. Online Bookshop
http://www.islamic-foundation.com/

(12) About Bard. Bard College
http://www.bard.edu/about/

The Henry Luce Initiative on Religion and International Affairs,
announced in June 2005
http://www.hluce.org/HLuceInitiative.html

(13) University of Notre-Dame. Joan B. Kroc Institute for International
Peace Studies
http://www.nd.edu/~krocinst/

Program in Religion, Conflict and Peacebuilding (PRCP). Tariq Ramadan named Luce Professor. The appointment is effective in fall of 2004
http://www.nd.edu/~krocinst/research/luce.shtml

(14) Tariq Ramadan. In the News. The Joan B. Kroc Institute for International Peace Studies
http://www.nd.edu/~krocinst/media/index.shtml

Muslim scholar Tariq Ramadan seeks an Islamic reformation. AP, Khaleej Times, Dubai, United Arab Emirates, October 4, 2006
http://www.khaleejtimes.com/DisplayArticleNew.asp?xfile=data /theworld/2006/October/theworld_October130.xml§ion=thewo rld

(15) Zeev Sternhell: Ni gauche ni droite. L¬īid√©ologie fasciste en France. Troisi√®me √©dition, Bruxelles 2000. Weder links noch rechts. Die faschistische Ideologie in Frankreich. Dritte Auflage, Br√ľssel 2000

(16) Critique des (nouveaux) intellectuels communautaires, par Tariq Ramadan.
Oumma.com, 3 octobre 2003
http://oumma.com/spip.php?article719

(17) Ride on the Jihad Train, little green footballs, September 22, 2004
http://www.littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=12762

(18) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Ripostes. Présenté par Serge Moati, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/007564/11/130037.cfm

Artikel zu Tariq Ramadan

Dr. Tariq Ramadan in Kopenhagen. 6./8. Februar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-02-06_02-29-15.html

Dr. Tariq Ramadan wird nun allmählich böse! 30. Januar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-01-30_01-43-10.html

Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europäischen Islamismus.
19. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-19_05-29-16.html

Der Salafist Tariq Ramadan: "verunglimpft wie ein muslimischer Jude".
15. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-15_23-54-57.html

Seine Hoheit Tariq Ramadan, Kalif aller sunnitischen Muslime, schreibt an den Präsidenten der USA. 26. Januar 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-01-26_23-52-18.html

ATTAC - At-Taqiya - Attacke. Der Islamist Tariq Ramadan und die Globalisierungskritiker vereint im Kampf. 16. März 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-22-23.html

Tariq Ramadan bekommt nun doch ein Visum f√ľr die USA: Wir wollen froh sein, da√ü wir ihn los sind! 16. Februar 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-08_10-41-28.html

Tariq Ramadan bei Eddie Freddie: super Taqiya.16. Februar 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-17_23-28-23.html

Little Green Footballs zu Tariq Ramadan

Tariq Ramadan at the NYT: "Slim, Handsome, Elegant", little green footballs,
February 4, 2007
http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=24294_Tariq_Ra madan_at_the_NYT-_Slim_Handsome_Elegant&only

Search results for tariq ramadan (29 matches)
http://littlegreenfootballs.com/weblog/lgf-search.php?search With=lgf&searchString=tariq+ramadan



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