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Ignacio Ramonet und Klaus Töpfer liefern Agitprop für 12 Euro

Oliver Marc Hartwich rezensiert im Tagebuch der Achse des Guten den von der Wochenzeitung Le Monde diplomatique herausgegebenen Atlas der Globalisierung. Dem Anspruch einer enzyklopädischen Zusammenstellung nützlichen Wissens zur Globalisierung werde der Atlas nicht gerecht, bedauert der Rezensent: Vielmehr sind viele der Übersichtsartikel von der jeweiligen politischen Überzeugung ihrer Verfasser gefärbt. Und deren Herz schlägt ziemlich eindeutig links. Nun weiß jeder, daß es keine von persönlichen Ansichten ungefärbte Nachricht gibt; selbst derjenige, der sagt: 2x2=4, dokumentiert sein Einverständnis mit der Richtigkeit der Rechnung. Dennoch gäbe es ausreichend Möglichkeiten, komplexe Themen wie die weltweite Wasserversorgung, Gentechnik, Geopolitik und die EU-Landwirtschaftspolitik sachlich darzustellen. Diese Chance ist nach Einschätzung des Oliver Marc Hartwich vertan. (1)

Von sechs Rezensenten bei Amazon.de findet allein der Bauer von Schiffsmodellen und Dampfmaschinen Thorsten Schmidberger für den Atlas die angemessenen Worte der Kritik, wobei unser ehemaliger Außenminister Joschka Fischer neben einem Lob, daß er phantastisch schreiben könne, noch einen Seitenhieb abkriegt. Ich scheine die einzige Kundin zu sein, die seine Ansicht zum Atlas hilfreich findet. (2)

Die anderen fünf Rezensenten sind hellauf begeistert. Die Kunden fliegen auf die Rezension des Jonas Grünau, der durch den Atlas einen idealen Überblick über die Lage der Welt erhalten hat. Seine Worte zeigen, wo er politisch steht: links; und sie zeigen, daß er die einseitigen Interpretationen der geopolitischen Lage durch die Herausgeber kritiklos übernimmt: Erwähnenswert ist außerdem die politische Sichtweise dieses Atlanten, der beispielsweise den Strukturanpassungsprogrammen von IWF und Weltbank pauschal vorwirft, die Entwicklungsländer noch stärker in die Armut zu treiben. Ich nehme an, daß Jonas Grünau nichts von der Arbeit dieser beiden Institutionen weiß, sonst hätte er zumindest anderes zum Thema ergänzt. Seine Aufforderung, bei der Lektüre der einseitig dargestellten kontroversen Themen aufmerksam zu sein, ändert daran nichts.

Dieses Buch sollte jeder lesen, meint der Hannoveraner Jugend-themenguide.de und belegt seine Inkompetenz mit der Zustimmung zur Behauptung des Sachbuchs ganz besonderer Art über Chancen und Gefahren des industriellen Wachstums, Armut, Kriege und Naturkatastrophen seien die Folgen einer globalisierten Welt. Der Jugend-themenguide.de, der regelmäßig Kritiken zu angesagten Büchern veröffentlicht, ist eine Gruppe von Schülern der Ricarda-Huch-Schule sowie Auszubildenden und Redakteuren der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Bei ihnen fällt die Propaganda auf fruchtbaren Boden. Sie fragen nicht, woher denn wohl die anderen Kriege der Weltgeschichte kommen, die vor der gescholtenen Globalisierungszeit. Wahrscheinlich wissen sie nicht einmal, daß Kain den Abel erschlug, oder warum sich ihre Eltern zu Hause so oft zanken. (3)

Die Art der positiven Rezensionen, die von jeder Sachkenntnis ungetrübte Argumentation, zeigt, wie willig Linke heutzutage alles aufnehmen, was sie in ihrer Meinung stützt. Sie geben dabei nicht einmal vor, sich mit den Sachgebieten befaßt zu haben.

Der Atlas: eine andere Art, die Welt zu sehen

Zur vereinfachten Sicht auf die Welt, und was sie im Innersten zusammenhält, verhilft den altgebliebenden und den jungen neu gekeilten Linken ihr Führer Ignacio Ramonet, der Redaktionsdirektor des Monde diplomatique, liebevoll auch genannt Diplo. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, daß es sich um ein zu erwerbendes Buch handelt, steht schon zur Präsentation des französischen Originals im Diplo, daß es sich keinesfalls um eine Aktualisierung des Atlas von 2003 handele. Dieser ist in acht Sprachen erschienen und wurde in 400 000 Exemplaren verkauft. Was aber an der Sprache und den Begriffen sofort deutlich wird: es ist das gleiche anti-amerikanische, anti-liberale Machwerk wie das neue, vom Februar 2006. (4)

L´Atlas : une autre façon de voir le monde, der Atlas: eine andere Art, die Welt zu sehen, stellt der Diplo ihn vor. Das Welttheater, ist das Vorwort von Ignacio Ramonet überschrieben. Auszüge aus dem Atlas können im Diplo gelesen werden, unter anderem über die Medienzaren, von Springer bis Murdoch. Das allein sollte den Altlinken das Geld wert sein: "Haut dem Springer auf die Finger!"

Der reichste Mann Australiens Kerry Packer, Silvio Berlusconi, der reichste Mann Italiens - aber die Lage der anderen Länder ist oft nicht viel anders. Die reichsten Familien der Welt sind im Mediengeschäft tätig, weiß der Atlas. Arnaud Lagardère müsse man hinzuzählen. Was nicht mitgeteilt wird: der Großaktionär des Rüstungskonzerns EADS ist der Besitzer des Diplo; er weiß, warum er diese linke Monatszeitung samt ihrem Atlas gewähren läßt. Billiger können die französischen Linken nicht für die Interessen Frankreichs mobilisiert werden: gegen die USA, gegen Israel, für Frankreich, die EU und die Arabienpolitik Frankreichs. (5)

In Deutschland, wo der ultrakonservative Springer (2,4 Milliarden Euro) 23 Prozent der Tageszeitungen und wo der Bertelsmannkonzern (17 Milliarden Euro) ein Presse- und Verlagsimperium unterhält, bezichtigt Gerhard Schröder nach den Septemberwahlen 2005 die Umfragen und die Zeitungen, zu schnell die Haut des sozialdemokratischen Bären verscherbelt zu haben. Hätten Sie´s gewußt? Die jetzt waltende Stagnation der Großen Koalition haben wir den Umfragen und den Springerzeitungen zu verdanken. Fürwahr: Haut dem Springer auf die Finger!

In diesem Stil geht die Information über die Medien fort. Welche 2,4 bzw. 17 Milliarden Euro? Umsatz? Besitz? Axel Springer ist seit 1985 tot. Warum heißt es dennoch nur Springer, als wenn das Unternehmen einem einzelnen Mann gehörte? Was ist beispielsweise mit der WELT, aus dem Springerkonzern? Ist sie etwa ultrakonservativ? Der Aufstieg des Rupert Murdoch, nicht etwa der des Arnaud Lagardère, wird über die halbe Seite als Graphik dargestellt. In Frankreich gibt es laut Atlas Einflußnahme der Medienzaren nur auf die Präsidentschaftswahlen, Beispiele für Medienmißbrauch präsentiert der Atlas ausschließlich aus anderen Ländern, vor allem aus den USA oder aus Ländern, von denen jeder Linke weiß, daß bei Umsturzversuchen die USA ihre Hand im Spiele haben und die Bevölkerung lenken, Venezuela, Brasilien ...

Die auf der Doppelseite über die Medienzaren angebrachten Links führen zur News Corporation, der offiziellen Site des Murdoch Imperiums, zur Informations-Site über die Medienindustrie und die ´Informationswirtschaft´ Ketupa.net, und zu den drei medienkritischen Sites Action critique médias (acrimed), Observatoire français des médias und Media Channel (USA). Die demagogisch und hetzerisch argumentierende, kritiklos palästinenserfreundliche acrimed ist Mitglied und Sprachrohr von ATTAC France. Damit sind die Medien weltweit abgehandelt. Wahrhaftig eine andere Art, die Welt zu sehen. (6)

Ignacio Ramonet

Der Präsident, Publikations- und Redaktionsdirektor des Diplo ist meinen Lesern kein Unbekannter. Gemeinsam mit dem Generaldirektor des Diplo Bernard Cassen führt er die Geschäfte. Diesen Kämpfern für die Gerechtigkeit der Welt haben wir die ATTAC zu verdanken. (7)

Ignacio Ramonet trommelt seit Jahren mit Formulierungen, wie sie der Front National nicht treffender anwenden könnte, gegen la pensée unique, gegen das einzige durch eine unsichtbare und allgewaltige Meinungspolizei autorisierte Einheitsdenken, gegen das neue Evangelium, das internationale Kapital, die Finanzmärkte, Konkurrenz und Wettbewerbsfähigkeit, Freihandel, Globalisierung von Produktion und Finanzströmen, gegen die Bretton-Woods Institutionen und die französische Zentralbank, gegen Zeitungen der Großindustrie Wall Street Journal, Financial Times, Far Eastern Economic Review, Les Echos usw., gegen den neo-liberalen Totalitarismus. (8)

Die beunruhigende (bi)polare Ära ist zurückgekehrt, meinen die Anhänger des Jean-Pierre Chevènement und der ATTAC nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2002. Im einzigartigen Wörterbuch des Einheitsdenkens erklärt das Querfrontquartett Jean-Pierre Chevènement, Philippe Séguin, Jean-François Kahn und Ignacio Ramonet seinerzeit mit einer Stimme: das Einheitsdenken ist bitter. Der Link dazu ist inzwischen leider vom Netz genommen. Für die Kämpfer um Ignacio Ramonet gibt es nicht mehr rechts und links, sondern es gibt nur noch Kollaborateure der neuen neo-liberalen Weltwirtschaftsordnung, der Vermarktung der Welt, des Vorrangs der Wirtschaft vor den Menschen und der Umwelt, oder die Opposition dagegen. (9)

Im Oktober 2001 beklagt Ignacio Ramonet lauthals den mit dem geplanten Börsengang der Le Monde einhergehenden Einzug der finanziellen Logik ins Herz des Unternehmens, wo sie Einfluß ausüben werde. Was wird aus der Unabhängigkeit des Unternehmens im Falle von Börsenturbulenzen, der Entwertung der Aktien und bei konzertierten Angriffen großer Beutejäger, fragt er dramatisch. Die Unabhängigkeit der Zeitung Le Monde sei Voraussetzung für diejenige des Monde diplomatique. Die Machenschaften der Bernard Cassen und Ignacio Ramonet zur Sicherung der Macht des Diplo können in meinem Artikel Das Querfrontprojekt ATTAC nachgelesen werden. Gelder angeblich aus Lateinamerika, die Vereinigung Gunter Holzmann (AGH), die 1995 gegründete Vereinigung der Freunde des Diplo und ihre lokalen Untergruppen dienen der Sicherung der Macht der Bernard Cassen und Ignacio Ramonet. Willige Linke zahlen dafür, daß sie mitmachen dürfen, Einfluß auf die Gestaltung des Blattes hat kaum einer von ihnen. (10)

Die Direktoren, Redakteure, Redaktionsberater und Autoren des Diplo sind gemeinsam

  • gegen die Hegemonie der USA (Washington hat keine andere Wahl als durch das Aufzwingen seiner Verwaltungs-, juristischen und technischen Normen seine Herrschaft auszudehnen. Folgsam übernehmen die europäischen Alliierten den größten Teil der Kosten eines solchen System),
  • gegen den Schurkenstaat USA (Was wird aus den Entwürfen von ´Vernunft´ und ´Demokratie´, aber auch von ´Politik´, ´Krieg´ und ´Terrorismus´, wenn das alte Bild von der Staatssouveränität seine Glaubwürdigkeit verliert?),
  • gegen die Globalisierung der Wirtschaft und des Finanzsystems (Muß man die Globalisierung und die Märkte im Namen des Fortschritts anbeten?),
  • gegen die Folgen der Osterweiterung der Europäischen Union (Dieses Europa definiert sich mehr und mehr als ein einfacher in die imperiale Strategie der Vereinigten Staaten eingepaßter Handelsraum),
  • gegen die Vorherrschaft der USA gegenüber den Staaten der EU bei der NATO-Osterweiterung (In Prag, das war die Gelegenheit für die Vereinigten Staaten, erneut ihre Oberherrschaft über ihre europäischen Partner zu bekräftigen),
  • gegen die Konzentration im französischen Verlagswesen (die Freiheit des Verlagswesens in Gefahr),
  • gegen Ariel Sharon und den Likud (das israelische Friedenslager auf die Probe gestellt),
  • gegen den Irak-Krieg (gute und schlechte Patrioten in den USA und mehrere weitere Artikel),
  • gegen die Ausbeutung des afrikanischen Erdöls durch die USA im Zuge der Vorbereitungen des Irak-Krieges (Washington vervielfältigt seine Gesten, setzt Militärberater und Erdölkonzerne dazu ein) und
  • für die Dritte Welt ("Viva Brasil!", Venezuela, Afrika u.a.)
  • usw. usw.

Soweit ein Querschnitt der Themen aus der Januar-Ausgabe 2003. Entwaffnet die Märkte, gegen den Weltstaat und sein böses spekulatives Kapital, dieses nationalistische Kriegsgeschrei gegen Banken und Finanzmanager, gegen das raffende Kapital, ist zur Gründungszeit der ATTAC wie heute die Devise des Ignacio Ramonet. Damit zieht er auch durch die französischen Provinzen. Gegen das Einheitsdenken, gegen Globalisierung, gegen die internationale Finanzwelt, das alles ist nichts als braune Demagogie zur Gewinnung von Anhängerschaft, hauptsächlich aus den Kreisen heimatloser Linker. (11)

In seinem Buch Géopolitique du chaos schreibt er, daß bei einem scheinbaren Triumph von Demokratie und Freiheit die Zensur und die Manipulation mit Macht zurückgekommen seien. Die Massenmedien brächten die Bürger ab von Forderungen und von Bürgeraktionen. In dieser Zeit der Weltkultur spielten die Kommunikationstechnologien eine große Rolle. Sein Essay Les propagandes silencieuses die lautlose Propaganda, wird auf der offiziellen Seite des französischen Außenministeriums empfohlen. (12)

Außer dem Vorwort zum Atlas übers Welttheater veröffentlicht Ignacio Ramonet in letzter Zeit eine 750-seitige intensive Konversation mit seinem Freund Fidel Castro: Cien horas con Fidel, Fidel Castro. Biographie à deux voix, 100 Stunden mit Fidel, Fidel Castro. Zweistimmige Biographie. Die spanische Version kommt im Mai 2006 in Kuba heraus, die französische Übersetzung bei Fayard/Galilée, am 7. Februar 2007. Der Verlag gehört zur Hachette-Gruppe, deren Besitzer ist Arnaud Lagardère.

Bernard Cassen schreibt in einer Ankündigung des Buches an seine politischen Freunde, daß eine Feindschaft der Medien gegen Fidel Castro und Kuba bestünde. In dem Buch spreche der kubanische Präsident die umstrittensten Themen an. Mit dem Buch wolle Ignacio Ramonet die seit langem gegen Kuba errichtete Mauer des Hasses und der Zensur niederreißen. Wenn die Medien das Buch nicht vollständig boykottierten, würden sie eine große Kampagne der Erniedrigung und der Angriffe gegen Ignacio Ramonet als Verfasser, vor allem aber gegen Kuba liefern. Das Land sei Referenz für zahlreiche lateinamerikanische Länder in ihrer sozialen Transformation, was die Wichtigkeit des Buches betone. Die kommunistische Web Site lescommunistes.org kündigt das Buch ebenfalls an; diesmal schreibt Ignacio Ramonet selbst. Seine Stoßrichtung ist klar: durch die Stärkung der nationalen sozialistischen Systeme der Mißwirtschaft in Lateinamerika die Position der USA dort zu schwächen und Frankreich als Nutznießer aufzubauen. (13)

Am 25. September erscheint in den Éditions Montparnasse die von Axel Ramonet gefilmte DVD Moi, Fidel Castro, entretiens avec Ignacio Ramonet. Sie kostet 25,99 Euro. Fidel Castro hat gewünscht, dem französischen Journalisten Ignacio Ramonet seine Sicht der Geschichte, der Revolution und Kubas anzuvertrauen. Erstmalig spricht er über sich selbst und zeichnet das einzigartige Abenteuer nach, das ihn dahin geführt hat, in den Augen von Hunderten von Millionen Menschen mal das Gute, mal das Schlechte zu verkörpern, schreibt der Verlag. (14)

Klaus Töpfer

Wer sich beeilt, kann noch die spannenden Rezensionen zum Vorgänger-Atlas 2003 lesen, ihn bei Amazon.de erwerben und feststellen, ob sich die Zustände in der Welt trotz des Rates der VN, der europäischen, lateinamerikanischen, afrikanischen und Welt-Sozialforen sowie der aufopferungsvollen Arbeit der Direktoren, Redakteure, Redaktionsberater und Autoren des Diplo weiter verschlechtert haben. Zur Vorbereitung des Europäischen Sozialforums, der Veranstaltung des Diplo und der ATTAC mit Tariq Ramadan, den Schwestern Lila und Alma Lévy und den anderen Streitern für das Kopftuch zur Befreiung der Frau, November 2003, wird der Atlas 2003 nach den Regeln der kapitalistischen Gesetze und des Marketings zur rechten Zeit auf den Markt geworfen. (15)

Klaus Töpfer, der Präsident des Conseil des Nations Unies pour le développement durable, des Rates der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung, und Mitglied des gleichnamigen deutschen Vereins, löst Hermann Scheer ab, der im März 2003 das deutsche Vorwort zum Atlas der Globalisierung schreibt. (16)

Klaus Töpfers UN-Organisation erwähnt positiv die im Atlas 2006 mit vernichtender Kritik bedachte Weltbank: Die Einrichtungen der Vereinten Nationen arbeiten in verschiedener Weise an der Förderung von wirtschaftlichen und sozialen Zielen ... Die Weltbank beispielsweise hat 2001 Kredite in Höhe von mehr als 17 Milliarden Dollar an mehr als 100 Entwicklungsländer vergeben. (17)

Der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung ist eine Gründung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, aus dem Jahr 2001. Verdiente abgehalfterte Politiker sind dort untergebracht, u.a. der Ratsvorsitzende und Bundesminister a.D. Volker Hauff, Bundesminister a.D. Klaus Töpfer, insgesamt 19 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Kommunikationsprojekte wie der Jugend-Schreibwettbewerb (2002), der Postkarten-Design-Wettbewerb (2003), das Filmprojekt Ins Herz der Zukunft - Unterwegs zur Nachhaltigkeit (2004), Facing Sustainability (2005), 24 Stunden für morgen (2006) und das jetzt laufende Projekt Mission Sustainability. We face the Challenge dienen der Rechtfertigung der Kosten des Rates für die deutschen Steuerzahler, die aber wahrscheinlich gar nicht wissen, das es den Rat für Nachhaltige Entwicklung gibt. (18)

Wer Gelegenheit hat, Klaus Töpfer als Referenten zu erleben, trifft in der Diskussion einen arroganten Politiker, der auf politisch nicht korrekte Fragen stereotyp antwortet. Zweifel an seinen Aussagen über den Klimawandel beispielsweise läßt er nicht zu; seine Nairobi-Zeit und seine UNEP Karriere haben ihm anscheinend den absoluten Durchblick verschafft. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß er das Vorwort zum Atlas 2006 verfaßt und sich mit Ignacio Ramonet auf eine Ebene begibt.

Thorsten Schmidberger, der bereits erwähnte Amazon-Rezensent, meint zum deutschen Vorwortschreiber des Atlas 2006:

Viel private Meinung gibt der nun grün angestrichene ehemalige schwarze Politiker da zu geduldigem Papier. Sicher ist der Ausverkauf der Ressourcen, wie z.B. der Regenwald und ähnliches an dem akuten Klimawandel schuld. Vielleicht hätte er ja erwähnen sollen, daß unter seiner Regierungszeit als Umweltminister der Import von Tropenholz in keinster Weise begrenzt wurde, sich aber zu der Zeit seine amerikanischen Kollegen bereits Gedanken zu Verwendung einheimischer Hölzer machten. Während das in Deutschland bis heute nicht passiert ist. Seine Ansichten zum Aufstieg Asiens sind sehr trendig, doch nicht alles muß ja auch so weitergehen, wie es einmal begonnen hat.

Ignacio Ramonet und Klaus Töpfer. Es wächst zusammen, was zusammengehört. Der eine Vorwortschreiber ist innen braun und außen rot, und der andere ist innen schwarz und außen grün.

18. Februar 2007

Quellen

(1) (K)ein Atlas der Globalisierung. Von Dr. Oliver Marc Hartwich, Tagebuch der Achse des Guten, 17. Februar 2007
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kein_at las_der_globalisierung/

Atlas der Globalisierung. Die neuen Daten und Fakten zur Lage der Welt (Broschiert). Le Monde diplomatique. Taz-Verlag, September 2006
http://langelieder.de/lit-atlasglob06.html

Atlas der Globalisierung. Die neuen Daten und Fakten zur Lage der Welt (Broschiert). Le Monde diplomatique. Taz-Verlag; 2., durchges. Aufl. (19. September 2006)
http://www.amazon.de/Atlas-Globalisierung-neuen-Daten-Fakten /dp/3937683070

(2) Thorsten Schmidberger. Profil. Amazon.de
http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/A1JHWH23B9DHCT/ref=cm_cr _auth/303-0437626-1570627

(3) Der Journalismuskurs 06/07 der Ricarda-Huch-Schule in Hannover. Jugend-Themenguide, 3. März 2006
http://www.jugend-themenguide.de/service/sms/wir_ueber_uns/d ie_redaktionen/wir_ueber_uns.html

Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH &Co. KG
http://www.schluetersche.de/

(4) Publications. L´Atlas : une autre façon de voir le monde. Le Monde diplomatique, février 2006
http://www.monde-diplomatique.fr/publications/atlas/2006

Atlas der Globalisierung. Le Monde diplomatique. Taz-Verlag 2003
http://langelieder.de/lit-atlasglob.html

(5) Saudi-Arabien: Eurofighter und Caesar Kanonen auf 6x6 Renault Trucks. 7. Februar 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-02-07_01-49-40.html

(6) Une nouvelle géopolitique. Empereurs des médias, de Springer à Murdoch. L´Atlas du Monde diplomatique, pages 76-77
http://www.monde-diplomatique.fr/IMG/pdf/atlas06_medias.pdf

Analyses de Caslon sur les ressources médiatiques
http://www.ketupa.net/about.htm

(7) L´Ours du Monde diplomatique
http://www.monde-diplomatique.fr/diplo/ours/

(8) La nouvelle carte du jeu politique. Les causes d´un séisme politique
http://www.syti.net/ElectionsFR.html

(9) L´unique dictionnaire de la pensée unique. Par Marc Bonnaud
http://perso.orange.fr/rage_de_dents/jeux/dico.htm

"Arlette, komm, wir zerschlagen den Staat!" - Linksradikale gegen das "Einheitsdenken". 23. Dezember 2002
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-26_19-19-05.html

(10) Das Querfrontprojekt ATTAC. 12. Januar 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-17_21-12-35.html

(11) Bernard Cassen und Ignacio Ramonet - zwei Nationalisten im Kampf gegen die USA. 12. April 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-04-12_22-45-12.html

(12) Ministère des affaires étrangères. L´actualité des livres no 43, 4/2001
http://www.diplomatie.gouv.fr/label_france/FRANCE/LETTRES/ac tualite/page.html

(13) Fidel Castro. Biographie à deux voix. Par Ignacio Ramonet. Fayard/Galilée, février 2007
http://www.amazon.fr/gp/product/images/2213631883/ref=dp_ima ge_0/171-2125815-6727468?ie=UTF8&n=301061&s=books

Fidel Castro. Biographie à deux voix. Par Bernard Cassen. Le-patriote.info, Hebdomadaire progressiste de la Côte d´Azur, 15 février 2007
http://www.le-patriote.info/spip.php?article298

Fidel Castro. Biographie à deux voix. Courrier de Ignacio Ramonet, les communistes, 14 février 2007
http://www.lescommunistes.org/spip.php?breve640

(14) Moi Fidel Castro - Conversations Avec Ignacio Ramonet. Le "testament" politique d´un révolutionnaire mythique.
http://www.chapitre.com/CHAPITRE/fr/DVD/product/axel-ramonet /moi-fidel-castro-conversations-avec-ignacio-ramonet,17568.a spx?donnee_appel=CHAPITRE

(15) Atlas der Globalisierung. Le Monde diplomatique. Taz Verlag, 4., Aufl. (März 2003)
http://www.amazon.de/Atlas-Globalisierung-Hermann-Scheer/dp/ 3980691764/sr=1-2/qid=1171728714/ref=sr_1_2/303-0437626-1570 627?ie=UTF8&s=books

(16) Klaus Töpfer. Lebenslauf. Rat für Nachhaltige Entwicklung
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/rat/ratsmitglieder/toepfer. html

Klaus Töpfer. German Council for Sustainable Development
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/council/council_members/toe pfer.html

(17) Aide au développement. Conseil des Nations Unies pour le développement durable
http://www.un.org/french/esa/about_esa.html

(18) Rat für Nachhaltige Entwicklung. Stand: Januar 2007
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/service/download/pdf/RNE-Fa ctsheet.pdf


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