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Tariq Ramadan. Was der Westen vom Islam lernen kann: Lektion 1 - 24

In einem langen Artikel, bestehend aus 24 Abschnitten, bringt Tariq Ramadan an den Kuffar, was dieser vom Islam lernen kann. Vorweg die entt├Ąuschende Nachricht: der 25. Abschnitt ist der bei weitem interessanteste. Den hat allerdings nicht der Da´wa-Prediger verfa├čt, sondern der ist vom Chronicle of Higher Education. (1)

Lektion 1 - 5

Die ersten f├╝nf Lektionen sind Vorw├╝rfe, den Offenen Brief betreffend, den Tariq Ramadan im Januar 2005 an den eben wiedergew├Ąhlten Pr├Ąsidenten der USA richtet: Offener Brief an Pr├Ąsident George W. Bush von einem "aus dem Lande ausgewiesenen" Muslim an einen gew├Ąhlten Pr├Ąsidenten. (2)

Die L├╝ge besteht darin, da├č der muslimische Intellektuelle nicht des Landes verwiesen wird, "expelled", sondern da├č ihn die USA gar nicht erst einreisen lassen. Diese Feinheit ist insofern bedeutsam, als Tariq Ramadan auf seiner Web Site behauptet, er sei Professor am Kroc Institute gewesen und von dem Posten zur├╝ckgetreten: Tariq Ramadan has resigned from the post of Professor of Islamic Studies at Notre Dame University (Classic Department) and Luce Professor at the Kroc Institute (Religion Conflict and Peacebuilding). Stattdessen endet seine Reise in die USA auf den gepackten Koffern in Genf. (3)

Was wir aber lernen, und das ist doch endlich einmal eine bemerkenswerte Nachricht: der Prediger hat zum 1. Januar 2007 in der Erasmus Universit├Ąt von Rotterdam endlich eine Universit├Ąt gefunden, die sich nicht zu schade ist, ihn f├╝r zwei Jahre als Visiting Professor zu besch├Ąftigen und ihm den Gastprofessorentitel zu verleihen: Sinds 1 januari bekleedt hij als gasthoogleraar aan de Erasmus Universiteit Rotterdam de leerstoel Identiteit en Burgerschap, ingesteld door de Gemeente Rotterdam. Welch ein sch├Ânes holl├Ąndisches Wort f├╝r Gastprofessor am Lehrstuhl f├╝r Identit├Ąt und Staatsb├╝rgerschaft der Sozialwissenschaftlichen Fakult├Ąt. Der Stadtrat der Gemeinde Rotterdam leistet sich diesen Luxus: gasthoogleraar. (4)

Nun kann er im kleinen Holland tun, was ihm die US-Beh├Ârden vorenthalten: ganz legal Da´wa betreiben in seinen Vorlesungen zum Thema Identit├Ąt und Staatsb├╝rgerschaft, womit sich auch die Fakult├Ąten f├╝r Sozialwissenschaften und f├╝r Geschichte und Kunst befassen.

Die Universit├Ąt stellt in einer Pressemitteilung den neuen Gastprofessor vor, ohne auch nur das geringste zu erw├Ąhnen ├╝ber die Zusammenh├Ąnge, aus denen er stammt; er ist ein Swiss citizen with Egyptian background who partly grew up in France. Von 1997 bis 2004 sei er der Abteilung Philosophie der Universit├Ąt Fribourg angegliedert gewesen, attached to. Er habe k├╝rzlich eine Studie ├╝ber das Wachstum islamischer Gemeinden in Europa verfa├čt. Er sei ein starker Verfechter der Beteiligung der Muslime an der europ├Ąischen Gesellschaft. Kein Wort davon, was das f├╝r Tariq Ramadan hei├čt: Bewahrung der Identit├Ąt als Muslime durch Bindung an die Scharia, in Europa den Gesetzen nur deshalb zu folgen, weil man per Vertrag daran gebunden ist und noch nicht die Macht besitzt, und nicht etwa aus ├ťberzeugung, keine Integration, sondern Wahrung der Identit├Ąt als Muslim in Abgrenzung zur umgebenden Gesellschaft. (5)

Zur Geschichte der Affinit├Ąt der Stadt Rotterdam zu dem Islamprediger habe ich ausf├╝hrlich im April 2006 berichtet: Die Rotterdamer Islam- und Integrationsdebatte. Sie ist dem unerm├╝dlichen Einsatz von Dr. Beate Winkler zu verdanken, der Direktorin des EUMC. Im Jahr 2004 k├Ânnen sich die Rotterdamer vor Expertentreffen und Integrationsdebatten kaum retten. Auf der Web Site der Stadt Rotterdam wird berichtet, da├č die Muslime lieber mit ihren eigenen Landsleuten in Kontakt treten wollen, sie f├╝hlten sich in zunehmendem Ma├če ausgeschlossen.

Am 6. April 2005 findet die kr├Ânende Abschlu├čsitzung statt. Vorgestellt von B├╝rgern aus Rotterdam werden Bausteine einer Sozialcharta. Der B├╝rgermeister von Rotterdam Ivo Opstelten, der f├╝r Soziale Integration zust├Ąndige Ratsherr Leonard Geluk, der niederl├Ąndische Premierminister Peter Balkenende und - wie k├Ânnte es anders sein, der Islamexperte und Philosoph Tariq Ramadan halten vor 1500 Personen ihre Reden. In dem sechsseitigen Bericht ├╝ber das Rotterdamer Projekt der Debatten und Konferenzen steht nicht ein Satz, der ├╝ber Banalit├Ąten hinausweist. Tariq Ramadan ist auf der Web Site der Stadt Rotterdam unter Islam en Integratie verlinkt: Islam und Integration.

Der Rotterdamer Stadtrat profitiert von den Debatten, meinen jedenfalls einige Ratsherren. Sie werden sich sicherlich positiv auf die Gesch├Ąftsbeziehungen mit den arabischen Staaten auswirken. Es bleiben certain issues, n├Ąmlich die wichtigsten Probleme der Integration, g├Ąnzlich uner├Ârtert zur├╝ck, weshalb staatliche Institutionen Unterst├╝tzung zu geben h├Ątten, was nun offensichtlich mit der Gastprofessur f├╝r Tariq Ramadan geschieht. Er wird in Wort und Schrift daf├╝r sorgen, da├č unter dem Begriff der Identit├Ątswahrung der Muslime in folgenden Bereichen die von den arabischen Staaten ausdr├╝cklich nicht gew├╝nschte Integration unterbleibt: (6)

  • arrangierte Hochzeiten
  • diskriminierende Einstellung und Verhalten gegen├╝ber Frauen
  • diskriminierende Einstellung und Verhalten gegen├╝ber Homosexuellen
  • Beziehungen zu Menschen eines anderen Glaubens/ohne Glauben
  • Eltern-Kind-Beziehung (einschlie├člich Gebrauch physischer und psychischer Gewalt)
  • Radikalisierung

Die Lektionen 1 - 5 enthalten Unschuldsbeteuerungen, den Terrorismusverdacht gegen Tariq Ramadan betreffend, seine Beschimpfungen Israels und von US-Gruppen, die Israel r├╝ckhaltlos unterst├╝tzen und keine Kritik an der Politik der USA gegen├╝ber Israel zulie├čen, der US-Politik und der Beh├Ârden, die ihn nicht ins Land lassen wollten, weil er deren Au├čenpolitik Israel gegen├╝ber kritisiere, sie enthalten Vorw├╝rfe, Redefreiheit und Demokratie w├╝rden abgebaut und des "globalen Kampfes gegen Terror" wegen die B├╝rger aufgefordert, alle gleich zu denken. Den gobalen Krieg gegen den Terror setzt er in Anf├╝hrungszeichen, was bedeutet, da├č es f├╝r ihn einen solchen Kampf nicht gibt.

In Lektion 5 wendet er sich gegen die seit langem anhaltende Arroganz der israelischen Politik.

Lektion 6 - 24

Ab Lektion 6 nimmt der Leser teil am Wir-Gef├╝hl des Tariq Ramadan. Dieses "wir" wird meist verbunden mit dem Imperativ, es hei├čt dann "we must", wobei nicht immer klar ist, ob die nicht-muslimischen US-B├╝rger, die Muslime, Politik und ├ľffentlichkeit oder Tariq Ramadan im Pluralis maiestatis gemeint sind. Meist sind die Nicht-Muslime und ihre Institutionen der American society gemeint, was in sofern merkw├╝rdig ist, da Tariq Ramadan gar kein US-B├╝rger ist. Er spricht wie ein Mitglied der US-Regierung. Durch das jede Distanz aufhebende "wir" macht er sich in gutem islamischen Brauch das ganze Gebiet der USA zu eigen. Die Muslime inmitten der nicht-muslimischen US-B├╝rger, in our midst, sei eine Quelle der Kraft.

  • Der Westen lernt, da├č "wir" ein von Tariq Ramadan bestimmtes Subjekt ist. Wir m├╝ssen lernen, da├č Tariq Ramadan und seinesgleichen die Definitionshoheit besitzen.

In Lektion 7 bedeutet "wir" den Westen insgesamt. Den westlichen Gesellschaften verordnet er Anpassung an die Muslime. Was diese angeht, so habe er seit langem die Muslime zu Anstrengungen aufgefordert, westliche Muslime zu werden. Das hei├čt, ihre muslimische Identit├Ąt in einer nicht-islamischen Umgebung zu bewahren.

In Lektion 8 geht er mitten in die Geschichtsf├Ąlschung, in dem er behauptet, ab dem 13. Jahrhundert k├Ąmpften die Muslime gegen westliche Aggression. Den Europ├Ąern sei es geschuldet, da├č man in islamischen Staaten von dar al-islam und dar al-harb spreche.

Heute wie ehedem gilt aber f├╝r Muslime, was der ber├╝hmteste Sohn Tunesiens, der arabische Philosoph, Historiker und malakitische Jurist Abd ar-Rahman Ibn Mohammad, bekannt unter dem Namen Ibn Khaldun (1332-1406) erkl├Ąrt, da├č in der muslimischen Gesellschaft der Jihad, der Glaubenskrieg, der Universalit├Ąt der islamischen Mission wegen eine religi├Âse Pflicht sei. Jedermann habe zum Islam bekehrt zu werden, entweder durch ├ťberzeugung oder mit Gewalt. Der Islam habe die Verpflichtung, Macht ├╝ber andere Nationen zu gewinnen. ├ťber das Christentum und seine Heilige Schrift sagt Ibn Khaldun in seinem ber├╝hmten Werk Muqaddimah: It is for them (the Christians) to choose between conversion to Islam, payment of the poll tax, or death. An diese Politik haben sich die arabischen Kalifen und die osmanischen Sultane allzeit gehalten. (7)

  • Der Westen lernt, da├č seit Jahrhunderten christliche Reiche und Gebiete zu ├╝berfallen, westliche Aggression ist.

In Lektion 9 w├╝rdigt Tariq Ramadan seine in England, Frankreich und den USA ver├Âffentlichten Werke und erkl├Ąrt: We all possess multiple identities, was nichts anderes hei├čt, als da├č er seine anscheinend bestehende Pers├Ânlichkeitsspaltung als normalen Fall einordnet und sie auch uns unterstellt. In Lektion 9 bedeutet "wir" die Muslime. Der Koran st├Ąrke die Idee der Beratung, und er f├╝hrt die Shura als Beispiel an, eine von muslimischen Herrschern erbetene Beratung, wobei die Berater keinen Einflu├č darauf haben, was aus ihrem Rat wird. Shura ist auch nicht vorgeschrieben zur Entscheidungsfindung. Diese Institution stellt er an die Seite der westlichen Demokratie: the two are not so far different from each other.

  • Der Westen lernt, da├č in islamischen Staaten gewisserma├čen Demokratie herrscht, wenn sie nur die Shura anwenden. Die Demokratie kommt aus dem Koran.

In Lektion 10 und 11 bestimmt Tariq Ramadan, da├č "wir", diesmal die Muslime, gleich sind, nicht im Sinne des Grundgesetzes, integriert in die Gesellschaft als einfaches Mitglied, sondern, der Gesellschaft etwas f├╝r eine gemeinsame Zukunft anbietend, den Islam. Die Obsession von Sicherheit, die Krise (sic!) der d├Ąnischen Mohammed-Karikaturen und die Bemerkungen des Papstes ├╝ber den b├Âsen und unmenschlichen Islam haben die Diskussion polarisiert in "wir" und "sie".

  • Der Westen lernt, da├č Tariq Ramadan bestimmt, da├č die Muslime ihren Islam einzubringen haben, und da├č Vorkehrungen gegen weitere Terroranschl├Ąge eine Obsession sind, die zusammen mit den d├Ąnischen Mohammed-Karikaturen und den Papstworten die Gr├╝nde f├╝r eine Distanzierung der Nicht-Muslime von Muslimen und umgekehrt abgeben. Polarisierung durch Aussprechen von Tatsachen ist abzulehnen.

In Lektion 12 erkl├Ąrt Tariq Ramadan den Muslimen, was sie zu tun haben, teilzuhaben an Erziehung, an Gesellschafts- und Stadtpolitik. Sie m├╝ssen aus ihren Ghettos kommen, they must. Sie m├╝ssen sich nicht l├Ąnger als "Minderheit" ansehen. Die tats├Ąchliche Minderheit der Muslime mu├č sich demnach auff├╝hren, als h├Ątte die Islamisierung die anderen bereits in die Minderheit gedr├Ąngt.

  • Der Westen lernt, da├č die Western Muslims sich entgegen den Tatsachen aufzuf├╝hren haben als Sieger, als Mehrheit.

In Lektion 13 zeigt Tariq Ramadan dem Westen, da├č die Muslime auf dem Vormarsch sind, ein neues "wir" zu schaffen. In Rotterdam arbeitet er daran seit einigen Jahren. Nun ist er dort endlich Gastprofessor. Am 20. und 21. Mai 2005 gibt´s eine der zahlreichen Konferenzen zum Thema. A general Citizens┬┤ Charter, eine allgemeine B├╝rgercharta soll erarbeitet werden, in der die gesamte Bev├Âlkerung angesprochen wird, um so the ┬┤us and them┬┤ mentality, die Wir und sie Mentalit├Ąt, zu durchbrechen. Die Stadt sollte nicht in Muslime und Nicht-Muslime geteilt sein. Selbstverst├Ąndlich wird nirgends thematisiert, wer systematisch die Integration hintertreibt, die Imame und Prediger wie Tariq Ramadan n├Ąmlich, die in Wort und Schrift alles tun, um die Muslime an der Integration zu hindern. (6)

Zun├Ąchst aber wird in Rotterdam eine Charta f├╝r die Polizei entwickelt. Sie soll gegen Diskriminierung und Rassismus k├Ąmpfen. Muslime sollen vermehrt in den Polizeidienst aufgenommen werden: develop and improve police services for a multiethnic society. (8)

Die Elite des Westens wird gescholten, da├č sie sich nicht schnell genug den B├╝rgerbewegungen zur Zusammenarbeit in einer multi-ethnischen Gesellschaft anschlie├čen.

  • Der Westen lernt, da├č seine Eliten nicht auf einer Integration aller in eine republikanische, demokratische Gesellschaft bestehen sollten, sondern da├č sie zur besseren Islamisierung eine multi-ethnische Gesellschaft zu akzeptieren haben; denn nur durch Separierung der Muslime ist eine Gewinnung von Konvertiten gew├Ąhrleistet.

In Lektion 14 lehrt Tariq Ramadan die islamischen Lehrer, die ulema, was sie zu tun haben, n├Ąmlich den Salafistenansatz zu w├Ąhlen und zur├╝ck zu den ersten Sahaba zu gehen, zu den Traditionen der Altvorderen und den Islam von allen Beweisen seiner Mord- und Raubideologie zu befreien, seiner Geschichte zu entheben. Das soll gleichzeitig auch auf die arabischen und islamischen Staaten ausstrahlen, um auch dort die salafistische Lehre zu verbreiten. Westliche und Muslime in mehrheitlich islamischen Staaten tr├Ąten ein in eine Debatte ├╝ber Rechte und Freiheiten, ├╝ber die Auslegung der Scharia. Tariq Ramadan hat dar├╝ber seine Dissertation verfa├čt.

  • Der Westen lernt, da├č die ideologische Aufr├╝stung der Muslime im Westen auch dazu dienen soll, die Muslimbr├╝der in arabischen Staaten westliche Art zu lehren, um sie kompatibel zu machen. Aufruhr wie wegen der Mohammed-Karikaturen ist kontraproduktiv f├╝r die Islamisierung des Westens.

In Lektion 15 behauptet Tariq Ramadan, da├č die Anwesenheit von Muslimen in westlichen Gesellschaften von vitalem Interesse f├╝r diese ist. Die Meinung, der Westen ruhe auf griechisch-r├Âmischen und j├╝disch-christlichen Pfeilern, wobei der Islam ein Au├čenseiter ist, diese fehlgeleitete historische Konstruktion ist falsch. Der Westen mu├č, must, einen Dialog mit sich selbst f├╝hren und seine eigenen intellektuellen, philosophischen und kulturellen Traditionen revidieren. Die Leute m├╝ssen beginnen noch einmal zu lernen, da├č muslimisches Denken vom Mittelalter an integraler Bestandteil der Konstruktion westlicher Identit├Ąt gewesen ist. Er zitiert dazu ausgerechnet Abu Hamid Muhammad al-Ghazali (1058/59-1111), einen orthodoxen Philosophen und Islamlehrer, der die absolute Einhaltung des Pflichtenkanons gem├Ą├č Sure 3:104 zur Verhinderung von unrechtem Tun predigt. Er hat die pathologische Vorstellung von der Allgegenwart Gottes, von der Einheit des privaten und gesellschaftlichen Lebens und seiner l├╝ckenlosen Kontrolle, und er gesteht jedem Muslim zu, bei von ihm erkannten oder eingebildeten Verst├Â├čen gegen Religion und Scharia t├Ątig zu werden, Recht und Ordnung an Ort und Stelle wieder herzustellen. Das f├╝hrt vom New Yorker Taxifahrer, der keinen Gast mit Alkohol bef├Ârdert, bis zu den Selbstmordattent├Ątern. Siehe dazu auch Dan Diner: Versiegelte Zeit. (9)

  • Der Westen lernt, da├č demokratische Werte zu einem monolithischen Block f├╝hren, da├č sie zur Aufweichung dieses Blockes Interesse am Islam zu entwickeln haben, und sie lernen, da├č Muslime dar├╝ber bestimmen, welches die Pfeiler sind, auf denen unsere Kultur ruht.

In Lektion 16 und 17 preist Tariq Ramadan Muslimen und Nicht-Muslimen sein neues Propagandawerk In den Fu├čtapfen Mohammeds als islamische spirituelle Lehre an. Nicht-Muslime sollen sich von ihren Traditionen l├Âsen.

  • Der Westen lernt, da├č Tariq Ramadan den Weg weist, den Propheten zu verstehen, er lehrt, wie man seinen eigenen Glauben zugunsten des Islams aufgibt, wie man Mohammed so versteht, wie Tariq Ramadan es f├╝r richtig h├Ąlt.

In Lektion 18 lehrt uns Tariq Ramadan das islamische Gottesverst├Ąndnis, wie es durch das leuchtende Vorbild Mohammeds zu den Arabern kommt. Er schildert die Lebensgefahr, unter der Mohammed anfangs lebt, Gefahr geht von den anderen Religionen gegen den armen Propheten aus, der sich von Abu Talib und Hamzah sch├╝tzen lassen mu├č.

  • Der Westen lernt daraus, warum man "Nichtgl├Ąubige" ermorden mu├č.

In Lektion 19 bis 21 schildert Tariq Ramadan Erlebnisse des Mohammed und erkl├Ąrt, da├č das Modell f├╝r Muslime auch schon einmal kleine Fehler macht. Man darf niemals einen Menschen gering achten, niemals Prinzipien zugunsten von Reichtum und Ansehen aufgeben. Man sehe daran, da├č Muslime und Nicht-Muslime vieles gemeinsam h├Ątten. Ein Zugang zum Islam ist vonn├Âten, der k├Ânnte neue Perspektiven er├Âffnen.

  • Der Westen lernt vom Islam, da├č die W├╝rde des Menschen zu achten ist.

Das Leben des Propheten, schreibt Tariq Ramadan in Lektion 22, zeige als erstes die Wichtigkeit der Liebe. Tariq Ramadan meint damit aber wohl nicht die sexuelle Liebe des 53-j├Ąhrigen zu einem 9-j├Ąhrigen M├Ądchen namens Aishe. F├╝r Nicht-Muslime sollte das Leben des Propheten eine Erinnerung an den Wert des Respektes sein.

  • Der Westen lernt, da├č auch f├╝r Nicht-Muslime der Prophet und seine Religion G├╝ltigkeit haben und die islamischen Gesetze anzuwenden sind. Wenn der Westen dem nicht folge leistet, dann Gnade ihm Allah!

In Lektion 23 und 24 bestimmt Tariq Ramadan unser Verhalten gegen├╝ber den Muslimen. Wir haben herauszufinden, was sie lieben, wie sie lieben, und welche W├╝nsche und Vorstellungen sie haben. Das k├Ânne der Beginn eines respektvollen Zusammentreffens sein. Die Lieben und Umst├Ąndlichkeiten derjenigen zu achten, mit denen wir nicht den Glauben und nicht die Gesamtheit unserer Erinnerungen teilen, mit denen wir aber unsere Zukunft gestalten m├╝ssen, must build a future together. Das sei seine Lebensaufgabe seit vielen Jahren im akademischen, politischen und sozialen Bereich. Aber die jetzige US-Regierung disqualifiziere seine Arbeit, von der er meint, sie sei deeply relevant, zutiefst bedeutend f├╝r die amerikanische Gesellschaft: We must refuse to accept the notion that borders can stop the free exchange of ideas.

  • Der Westen lernt, da├č er die Ideen und die Missionierung des Islams zulassen mu├č, den Lehren nichts in den Weg zu stellen hat, bei gleichzeitiger Hinderung der westlichen Ideen, seiner Religion, seiner Ethik und Moral, der Menschenrechte, der Gleichberechtigung von M├Ąnnern und Frauen, auch nur einen Millimeter Einzug zu halten in das geschlossene Lehrgeb├Ąude des Islams und in die islamischen L├Ąnder. Exchange, Austausch, hei├čt, mit den westlichen Vorstellungen und Werten in die Diskussion zu gehen, und mit den islamischen wieder herauszukommen: unterworfen.

10. M├Ąrz 2007

Quellen

(1) What the West Can Learn From Islam. By Tariq Ramadan. The Chronicle of Higher Education, February 16, 2007
http://chronicle.com/temp/reprint.php?id=mk4phhfw6qh399ql5g4 0d24l0j9vpq99

Tariq Ramadan. Was der Westen vom Islam lernen kann: Lektion 25. 10. M├Ąrz 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-03-10_13-58-33.html

(2) Open letter to President George W. Bush From an "expelled" Muslim to an elected American. Tariq Ramadan. Al-Ahram Weekly Online, 20 - 26 January 2005, Issue No. 726
http://weekly.ahram.org.eg/2005/726/op11.htm

Seine Hoheit Tariq Ramadan, Kalif aller sunnitischen Muslime, schreibt an den Pr├Ąsidenten der USA. 16 Dhul-Hijjah 1425 H. - 26. Januar 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-01-26_23-52-18.html

(3) Tariq Ramadan. Biography. 22. August 2004
http://www.tariqramadan.com/rubrique.php3?id_rubrique=13;

(4) 23 maart: lezing en discussie met prof. Tariq Ramadan, prof. Han Entzinger en anderen "What the *bleep* is so funny? Column door Mohammed Benzakour. Erasmus Universiteit Rotterdam
http://www.eur.nl/fsw/nieuws/23maart

(5) Dr Tariq Ramadan appointed Visiting Professor at Erasmus University Rotterdam
http://www.eur.nl/english/pressroom/releases/2006/december/r amadan/

(6) Die Europ├Ąische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) im Dienste der Islamisierung Europas. 27. April 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-04-27_00-37-34.html

(7) Rekindling an Ancient Rage. By Andrew G. Bostom. FrontPageMagazine.com, September 22, 2006
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=2454 5

(8) Rotterdam Charter. Foundation Policing for a Multi-Ethnic Society
http://www.rotterdamcharter.nl/read/2147?sublist=2148

(9) Dan Diner. Versiegelte Zeit. ├ťber den Stillstand in der islamischen Welt. List Taschenbuch, Februar 2007, S. 223 ff.
http://www.ullsteinbuchverlage.de/listtb/buch.php?id=9993&pa ge=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz&PHPSESSID=cb1650a6f ef191d546ff0d248bc0bcac



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