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Antisemitismus und Islam

Der Judenha├č der Muslime ist kein deutsches Erzeugnis

Lizas Welt befa├čt sich ausf├╝hrlich mit dem skandal├Âsen Verhalten der Verantwortlichen der Universit├Ąt Leeds, die auf Grund angeblich mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen eine akademische Veranstaltung des Gastlektors Matthias K├╝ntzel zum Thema Hitler´s Legacy: Islamic Anti-semitism in the Middle East, Hitlers Verm├Ąchtnis: Islamischer Antisemitismus im Nahen Osten, vom Programm absetzen. Zwei von Muslimen an die Universit├Ąt geschickte Protestmails, in denen nicht einmal Drohungen ausgesprochen werden, reichen aus, den Vortrag und den daran anschlie├čenden zweit├Ągigen Workshop ├╝ber den Antisemitismus im Nahen Osten vom Programm abzusetzen. Auch eine kurzfristige Umbenennung der Veranstaltung in The Nazi Legacy: the export of antiSemitism to the Middle East, Das Verm├Ąchtnis der Nazis: Der Export des Antisemitismus in den Nahen Osten, ├Ąndert nichts. (1)

Bei Liza erf├Ąhrt der Leser, da├č Matthias K├╝ntzel die Veranstaltung bereits in mehreren L├Ąndern durchgef├╝hrt hat. Eine Behauptung wird aber nicht richtiger davon, da├č sie in Yale, Jerusalem und Wien wiederholt und ihre ├äu├čerung in Leeds unterbunden wird: Hitler´s Legacy: Islamic Anti-semitism in the Middle East, da drehen sich vom Propheten Mohammed (pbuh) bis Haj Amin al-Husseini (pbuh) die Judenhasser im Grabe um. Sollen sie denn gar nichts selbst erfunden haben, ist wirklich alles immer aus dem dar al-harb? (2)

Was ist mit den eindeutig religi├Âs islamisch gepr├Ągten Ma├čnahmen zur Unterst├╝tzung der Nationalsozialisten bei der Vernichtung der Juden? Matthias K├╝ntzel kommt darauf in seinem Papier zu sprechen. Ein Blick in die Biblioth├Ęque proche-orientale du mufti de J├ęrusalem gibt Aufschlu├č dar├╝ber, da├č niemand von den deutschen Nationalsozialisten dem Gro├čmufti etwas zu erz├Ąhlen braucht ├╝ber den Antisemitismus, sondern da├č sich der deutsche mit dem islamischen auf eintr├Ągliche Weise verb├╝ndet. Ein Klick auf den Link, links auf meiner Site, h├Ątte dem Matthias K├╝ntzel manche Spekulation erspart. Im englischen Teil h├Ątte er sogar einen Hinweis auf Hitler´s Legacy gefunden. Dem Betreiber der Site ist es nicht ├╝belzunehmen. Ich kenne ihn, er liest und spricht nicht gut englisch. (3)

Warum ausgerechnet der Judenha├č ein deutsches Erzeugnis sein soll, das m├╝├čte den aufrechten Muslimen, die den Koran und die Hadithen ernstnehmen, den Protest in die Feder treiben. Stattdessen verleugnen sie die ureigene Sch├Âpfung ihres Propheten (pbuh): "Zu unterstellen, dass es eine direkte Verbindung zwischen dem Islam und dem Antisemitismus gibt, ist nicht nur eine Pauschalisierung, sondern auch eine irrige Annahme, die kein Qu├Ąntchen Wahrheit enth├Ąlt." lesen wir bei Liza einen der emp├Ârten Email-Schreiber. Das ist Taqiyya pur. (4)

Der Muslim liegt mit seiner Erkl├Ąrung voll auf der Linie des Matthias K├╝ntzel, der gerade dar├╝ber referieren will. Warum nur l├Ą├čt er ihn nicht, warum aktiviert er die Universit├Ątsbeamten, die Angst haben, da├č sich ein neuer Karikaturenstreit entfachen k├Ânnte? Billiger h├Ątten die Muslime keinen Persilschein f├╝r ihre seit 1400 Jahren ver├╝bten Verbrechen an den Juden bekommen k├Ânnen; denn Matthias K├╝ntzel schreibt wie der protestierende Muslim, da├č der Antisemitismus nichts mit dem Islam und seiner Tradition zu tun habe, da├č er erst durch Nazi-Propaganda ├╝ber sie gekommen sei, von 1937 bis 1945, die Ausl├Âser seien die Muslimbr├╝der und der Mufti Haj Amin al-Husseini, die mit deutscher Hilfe diese Bewegung in den Nahen Osten gebracht h├Ątten. (5)

Judenfeindschaft und Judenha├č w├Ąren demnach dem Islam nicht als wesentliche Komponente eigen, sondern von den deutschen Nationalsozialisten oktroyiert. Aber selbst das ist Muslimfunktion├Ąren zu viel, die seit Jahren im Westen dabei sind, die Definitions- und Deutungshoheit ├╝ber den Islam ausschlie├člich f├╝r sich zu beanspruchen. Matthias K├╝ntzel ist ihnen noch nicht genug entgegengekommen. Der Islam mu├č von Judenfeindschaft freigesprochen werden, damit alles Ungl├╝ck heuer allein Israel zugeschrieben werden kann. Pal├Ąstinenser, die nichts mit den Verbrechen an Juden zu tun hatten, m├╝ssen nun erdulden, da├č ihr islamisches Land von Juden okkupiert ist, so soll die Geschichte dargestellt werden.

Kampf der Araber gegen die Juden, ab 1900

Mit dem Islam haben Judenfeindschaft und Judenha├č sehr wohl zu tun, man denke nur an das vergessene Pogrom von Safed, vom 15. Juni bis 17. Juli 1834. Mord, Raub und Brandschatzungen werden geduldet und unterst├╝tzt vom Gouverneur der Stadt, das Pogrom endet nach Angaben des Haaretz-Autors Eliezer Rivlin mit gro├čen Sch├Ąden f├╝r die j├╝dische Gemeinde. (6)

Was bedeutet die folgende Einsch├Ątzung der Brandschatzung und Pl├╝nderung des Judenviertels von Istanbul 1589: Wie bei ├Ąhnlichen den Geldwert betreffenden Unruhen wurde das j├╝dische Viertel gebrandschatzt und gepl├╝ndert? (7)

Die Juden, die um die Jahrhundertwende nach Pal├Ąstina kommen, das zum osmanischen Reich geh├Ârt, betreten islamischen Boden, kaufen (!) von arabischen Besitzern Grundst├╝cke, teils zu ├╝berh├Âhten Preisen, und lassen sich darauf nieder. Das zu bek├Ąmpfen, erkl├Ąren die islamischen Prediger zur religi├Âsen und politischen Pflicht der Araber, die gegen die j├╝dische Zivilbev├Âlkerung aufgehetzt werden. F├╝r Amin al-Husseini geht es dar├╝ber hinaus um seine und seiner Familie gesellschaftliche Stellung in Konkurrenz zu anderen einflu├čreichen arabischen Familien Pal├Ąstinas. Sein Vater allerdings ist einer derjenigen, der mit dem Verkauf von Land an j├╝dische Siedler vorn liegt.

Den Aktivit├Ąten des Haj Amin al-Husseini wird die Interpretation des Matthias K├╝ntzel nicht gerecht. Der sp├Ątere Mufti setzt die Tradition des Krieges der Araber gegen die j├╝dische Zivilbev├Âlkerung nicht erst 1937, sondern schon zwanzig Jahre fr├╝her fort, gleich, nachdem er 1917 bei der osmanischen Armee die Flinte abgibt, weil er sieht, da├č der Krieg f├╝r sie verloren ist. Am 9. Dezember 1917 erobern die Briten das seit 638 d.Z. mit kurzen Unterbrechungen islamische und seit 1514 osmanische Jerusalem. Es gibt reichlich Literatur zum Thema. Wer sich beispielsweise die M├╝he macht, das gro├čartige Werk von Mordecai Naor: Eretz Israel. Das zwanzigste Jahrhundert daraufhin durchzusehen, wird nicht mehr behaupten k├Ânnen, in Pal├Ąstina h├Ątten keine Feindschaft und kein Ha├č gegen Juden geherrscht. (8)

Schon im M├Ąrz 1920 ist Amin al-Husseini g├Ąnzlich ohne ideologische Hilfe gemeinsam mit den Briten t├Ątig gegen die Juden und organisiert die Pogrome zum Pessach. Unbegr├╝ndete Ger├╝chte ├╝ber Ausschreitungen von Juden gegen├╝ber Arabern sind der Vorwand. Eines Exports des Antisemitismus in den Nahen Osten bedarf es nicht, der befindet sich dort schon seit 627 d.Z. Das britische Milit├Ąr, das laut William Ziff die Ausschreitungen organisiert, greift nicht ein, w├Ąhrend es andererseits Wladimir Jabotinsky und andere Juden der Gr├╝ndung einer Selbstverteidigungsgruppe wegen verhaftet. Diese Ereignisse f├╝hren zur Gr├╝ndung der Haganah, 15. Juni 1920. Amin al-Husseini wird zur Belohnung f├╝r das Pogrom gegen die Juden von den Briten gegen den erkl├Ąrten Willen der islamischen W├╝rdentr├Ąger zum Gro├čmufti auf Lebenszeit ernannt, da ist er noch nicht 30 Jahre alt. Insofern k├Ânnte man eine antisemitische Zusammenarbeit von Arabern und Briten behaupten. Seitens Amin al-Husseini ist sie genauso machtpolitisch wie islamisch begr├╝ndet. (9)

Die n├Ąchsten der ohne jede deutsche Hilfe organisierten Pogrome der Muslime gegen die Juden in Pal├Ąstina sind die vom August 1929, sie sind ebenfalls initiiert vom Mufti Haj Amin al-Husseini. Vom 23. bis 29. August 1929 werden 133 Juden ermordet und mehr als 300 verletzt. Mehr als 8000 Juden (5% des gesamten Jischuw) sind auf der Flucht. Das j├╝dische Viertel Safed geht in Flammen auf. Ramat-Rachel Moza, Hartuv, Kfar Urije, Be┬┤er Tuvia und Hulda werden vom arabischen Mob zerst├Ârt. In Tel Aviv und Haifa hingegen kann die Haganna die Angreifer zur├╝ckschlagen. Anders als bei den fr├╝heren Ausschreitungen, die auf einen Ort oder einige wenige Orte beschr├Ąnkt waren, breiteten sich die Gewaltt├Ątigkeiten diesmal wie ein Fl├Ąchenbrand ├╝ber das ganze Land aus. (10)

Auf Seite 6 seines Textes erw├Ąhnt Matthias K├╝ntzel das Pogrom als Konflikt, der in Pal├Ąstina 1929 eskaliert (sic!), und beruft sich auf den Autor (James?) Jankowski, dessen Werk angeblich schon einmal zitiert ist. Leider ist es im Text nicht aufzufinden.

Soweit zur angeblichen deutschen Unterst├╝tzung von Pogromen gegen die Juden. Das alles geschieht zwar bereits w├Ąhrend der Zionismus sich entwickelt, aber deutsch ist das nicht, im Gegenteil, die Deutschen, die Araber wie Juden f├╝r Untermenschen halten, z├Âgern noch 1937, als Adolf Eichmann in der Region weilt, die Muslime bei ihren Angriffen gegen die Juden zu unterst├╝tzen. Erst ab 1938 geht es richtig los damit, da entdecken die Deutschen die strategisch-politischen M├Âglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Arabern Pal├Ąstinas. Mehr Informationen und Links dazu finden sich in meinem Artikel Die Entstehung des arabischen Antisemitismus und die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten. (11)

Judenfeindschaft und Judenha├č im Islam

Der politische Kampfbegriff Antisemitismus wird erst 1879 von Wilhelm Marr erfunden, einem auch f├╝r die Gartenlaube t├Ątigen deutschen Publizisten und Schriftsteller. Was sich ab 622 d.Z. bei den Muslimen gegen├╝ber den Juden herausbildet, sollte deshalb besser als Judenfeindschaft und Judenha├č bezeichnet werden; denn die Subsumierung unter den ahistorischen Begriff Antisemitismus kann leicht dazu f├╝hren, die Lage der Juden im Nahen Osten von 622 bis 1937 nicht wahrzunehmen, was an den Ausf├╝hrungen des Matthias K├╝ntzel deutlich wird. (12)

Dann interpretiert man das Ereignis, incident, des Massakers des Jahres 627 d. Z. an allen m├Ąnnlichen Mitgliedern, 700 an der Zahl, des j├╝dischen Stammes der Banu Qurayza wie David H. Slavin schlicht als Kriegsereignis inmitten der Schlacht von Trench. Sie h├Ątten mit den heidnischen St├Ąmmen von Mekka und ihren Verb├╝ndeten in Medina gemeinsame Sache gemacht, und ├╝berhaupt sei der Konflikt mit den drei j├╝dischen arabischen St├Ąmmen Banu Qaynuqa, Banu Nadir und Banu Qurayza der Konkurrenz mit der neuen Offenbarung des Monotheismus geschuldet. (13)

Eine Erkl├Ąrung, warum Mohammed den Stamm der Banu Qurayza beispielhaft f├╝r alle zuk├╝nftigen Juden als "Br├╝der der Affen" bezeichnet, wie es sein erster Biograph Ibn Ishaq berichtet, mu├č man dann schuldig bleiben, nicht zu reden von einer Erkl├Ąrung, warum der letzte von Allah gesandte Prophet seine arabischen monotheistischen Br├╝der so erniedrigt und sie brutal ermordet, und das lange bevor Theodor Herzl, David Ben-Gurion oder Ariel Sharon auf der Welt sind, schreibt Timothy R. Furnish - und bevor Adolf Hitler den europ├Ąischen Antisemitismus bringt, w├Ąre zu erg├Ąnzen. (14)

Man kann sich somit auch die ├ťberlegungen dar├╝ber ersparen, warum Christen den Schweinen und Juden den Affen gleichgesetzt bzw. von Allah in sie verwandelt werden. Der Mensch ist, was er i├čt, k├Ânnte weiterhelfen, und was die Affen betrifft, sie stehen den Menschen am n├Ąchsten, so wie die Juden den Muslimen. Aus der Bezeichnung als Affen spricht eine gro├če Entt├Ąuschung des Propheten (pbuh), da├č die Juden sich seiner Lehre und seiner Macht verweigern, aus der Bezeichnung als Schweine spricht nur Verachtung.

Zur Rettung des Islams wird die religi├Âse Komponente der Vertreibungen und Morde negiert, es habe sich um politisch milit├Ąrische K├Ąmpfe gehandelt, um die sich bildende muslimische Ummah zu sch├╝tzen. Der Kalif Omar al-Khattab aber stellt ganz auf den Glaubenskrieg ab, als er seinem Heerf├╝hrer befiehlt, den er 636 d.Z. nach Basra schickt: Fordere das Volk auf, sich Allah zu unterwerfen. Von denjenigen, die deinem Aufruf folgen, nimm es an (Das hei├čt, nimm ihre Konversion als ernsthaft, und sieh davon ab, gegen sie zu k├Ąmpfen), diejenigen aber, die sich weigern, m├╝ssen zur Dem├╝tigung und Erniedrigung die Kopfsteuer bezahlen (Koran, Sure 9:29). Wenn sie dies verweigern, ist es ohne Gnade das Schwert. F├╝rchte Allah in Bezug auf das, mit dem du betraut bist. (15)

Heute wie ehedem gilt f├╝r Muslime, was der ber├╝hmteste Sohn Tunesiens, der arabische Philosoph, Historiker und malakitische Jurist Abd ar-Rahman Ibn Mohammad, bekannt unter dem Namen Ibn Khaldun (1332-1406) erkl├Ąrt, da├č in der muslimischen Gesellschaft der Jihad, der Glaubenskrieg, der Universalit├Ąt der islamischen Mission wegen eine religi├Âse Pflicht sei. Jedermann habe zum Islam bekehrt zu werden, entweder durch ├ťberzeugung oder mit Gewalt. Der Islam habe die Verpflichtung, Macht ├╝ber andere Nationen zu gewinnen. ├ťber das Christentum und seine Heilige Schrift sagt Ibn Khaldun in seinem ber├╝hmten Werk Muqaddimah: It is for them (the Christians) to choose between conversion to Islam, payment of the poll tax, or death, Es ist an ihnen (den Christen), zu w├Ąhlen zwischen Konversion zum Islam, Zahlung der Kopfsteuer oder Tod. F├╝r die Juden gilt das gleicherma├čen. An diese Politik halten sich die arabischen Kalifen und die osmanischen Sultane allzeit. (16)

Hitler´s Legacy: Islamic Anti-semitism in the Middle East

So lautet die ├ťberschrift des 18-seitigen Textes des Forschungsstipendiaten am Vidal Sassoon Institute der Hebrew University Jerusalem Matthias K├╝ntzel, den ohne dessen Einverst├Ąndnis niemand zitieren darf. Ich hoffe, mich mit dem Zitat der ├ťberschrift nicht bereits strafbar gemacht zu haben. Der Text wird allerdings ohne den Verbotszusatz auch anderswo ver├Âffentlicht. (17)

Leider sind die Zitate oft unvollst├Ąndig oder falsch angegeben, auch fehlen die Links, so da├č man lange suchen mu├č, um sie zu finden und sie im Original zu zitieren. Khaled Mash´al sagt in einer Ansprache nach dem Freitagsgebet, gesendet von Al-Jazeera TV, am 3. Februar 2006: Before Israel dies, it must be humiliated and degraded ..., Bevor Israel stirbt, mu├č es gedem├╝tigt und erniedrigt werden ... (18)

"Israel ist ein Krebsgeschw├╝r in dieser Region", dozierte er schon 2000, kurz bevor die Israelis den S├╝dlibanon r├Ąumten, und "wenn ein Karzinom entdeckt wird, muss es ausgemerzt werden", lautet Hassan Nasrallahs Spruch, zitiert von Josef Joffe, in der Zeit Nr. 30/2006. M├╝hselig mu├č man sich alles zusammensuchen aus dieser Datei einer amerikanischen Eliteuniversit├Ąt. (19)

Mahmud Ahmadinejad verspricht: "Very soon this stain of disgrace will be purged from the centre of the Islamic world ...", Sehr bald wird dieser Schandfleck aus dem Zentrum der islamischen Welt eliminiert sein ..., und man findet das Zitat bei Memri, nicht am 2. November, sondern am 28. Oktober 2005. Aber was bedeutet dem Islam und seinen Erforschern schon Zeit? Dan Diener befa├čt sich mit diesem Ph├Ąnomen der Stagnation in einem 288 Seiten umfassenden Buch: Versiegelte Zeit. Die 8,95 Euro sind gut angelegt. (20)

Zum Schlu├č der kleinen Zitatensammlung bringt Matthias K├╝ntzel den Auszug aus einer Erkl├Ąrung des Mohammad Hassan Rahimian, wobei er interessanterweise den Einschub in Paranthese aus seinem Artikel, vom 14. April 2006, im New Republic ausl├Ą├čt. Dort lautet das Zitat: "The Jew" ÔÇö not the Zionist, note, but the Jew ÔÇö "is the most obstinate enemy of the devout. And the main war will determine the destiny of mankindÔÇŽThe reappearance of the Twelfth Imam will lead to a war between Israel and the Shia.", Der Jude - beachten Sie bitte, nicht der Zionist, sondern der Jude - ist der hartn├Ąckigste Feind des Frommen. Und der Hauptkrieg wird das Schicksal der Menscheit bestimmen ... Die Wiederkehr des Zw├Âlften Imams wird zu einem Krieg zwischen Israel und der Schia f├╝hren. (21)

Seit dem 30. November 2006 befindet sich der nicht zum Zitieren freigegebene Text im Internet, auf der Site der renommierten Yale University. Der dazu aufgef├╝hrte Video Link existiert nicht. In dem Papier macht sich der Autor seine Gedanken ├╝ber Allah und die Welt, ├╝ber Hizbollah, Hitler und Hamas, seine Geschichtsbetrachtung beginnt zu Anfang des 20. Jahrhunderts, was ihn den Muslimen verwandt macht, die auch immer die Stunde Null ansetzen, wenn sie etwas wiedererkennen. Bei ihnen geht es los mit der Zeitrechnung, wenn Land und Leute f├╝r den Islam erobert werden, bei Matthias K├╝ntzel, wenn er Adolf Hitler und die Nazis in den Aktionen der Muslime zu erkennen meint. 622 bis 1900 kann es schon deshalb keinen Antisemitismus der Muslime geben, weil es da noch keinen Einflu├č der Nazis auf den Nahen Osten gibt. Die ├äu├čerungen und Aktionen der Muslime nach 1937 bis heute wiederum entspringen angeblich dem Verm├Ąchtnis Adolf Hitlers. (22)

Wie sagt Henry Mencken? F├╝r jedes Problem gibt es eine L├Âsung, die einfach, klar und falsch ist. (23)

Die auf der Seite 2 aufgef├╝hrten Zitate der Hassan Nasrallah, Khaled Mash´al, Mahmud Ahmadinejad und Mohammad Hassan Rahimian w├Ąren trefflich geeignet nachzuweisen, da├č es diesen selbsternannten bzw. von muslimischen Ayatollahs bestimmten islamischen Fundamentalisten und Terroristen darauf ankommt, in Israel die Juden als Juden zu dem├╝tigen und zu hassen, sonst w├╝rden sie nicht an Israel Drohungen in Form pers├Ânlicher, ├╝blicherweise an Menschen gerichtete Beleidigungen aussto├čen: der Krebskranke, dem man Augenlicht und Verstand raubt, der Schandfleck. Die Juden weigern sich hartn├Ąckig, den Islam anzunehmen, aber Mohammed gibt nicht so schnell auf, schreibt Leah Kinberg. Erst nach 16 bis 18 Monaten, als er sieht, wie stubborn, hartn├Ąckig, sie sind, wendet er sich gegen sie, zun├Ąchst durch ├änderung der von ihnen ├╝bernommenen Feiertage und Riten, dann durch Ausgrenzen, Vertreiben, Ermorden. Es bedarf nur einiger Jahre, bis die arabische Halbinsel judenfrei ist. Die pers├Ânlichen Anw├╝rfe der genannten Fundamentalisten sind islamkonform und keine ├ťbertreibung oder gar Verf├Ąlschung des Islam. (24)

Das Zitat des Mohammad Hassan Rahimian h├Ątte Anla├č bieten k├Ânnen, das von Timothy R. Furnish erw├Ąhnte eschatologische Motiv des Islam in die Diskussion einzubringen, den Ha├č auf die Juden und auf Israel als dajjal, als Betr├╝ger. Weder al-dajjal noch der Mahdi, der Rechtgeleitete, werden im Koran erw├Ąhnt, sie sind in den Hadithen geschildert. Jesus und der Mahdi werden den Dajjal und al-Dabbah bek├Ąmpfen und ├╝ber ihn siegen. Der Dajjal, oder "Der Betr├╝ger", ist nach islamischen Lehren einer von f├╝nf Hauptakteuren der Endzeit und die Hauptverk├Ârperung des B├Âsen. Im Lager der Gegner Allahs werden mit ihm die habgierigen Horden von Yajuj und Majuj, Gog und Magog, wie auch al-Dabbah sein, das "Biest", schreibt Timothy R. Furnish. Die Lehre, der Mahmud Ahmadinejad folgt, ist darin unschwer zu erkennen. Wen es interessiert, mehr ├╝ber den Mahdi-Glauben zu erfahren, dem sei die Site von Timothy R. Furnish empfohlen:Welcome to MahdiWatch.org! Der Betreiber, Assistenzprofessor f├╝r Geschichte am Georgia Perimeter College, ist promoviert in islamischer Geschichte und Autor des Buches Holiest Wars: Islamic Mahdis, Their Jihads and Osama bin Laden. Im Irak ist er t├Ątig gewesen als Dolmetscher und Vernehmungsoffizier der 101st Airborne Division. (25)

Matthias K├╝ntzel aber, der die "politisch korrekte" Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus macht, als wenn er noch nie in den Koran gesehen h├Ątte, erkl├Ąrt den Glauben, der sich in den Zitaten der islamischen Terrorf├╝rsten und Fundamentalisten dokumentiert, f├╝r verr├╝ckt, und schon hat er eine M├Âglichkeit auf seinen Adolf Hitler zu kommen.

Das Prokrustesbett des europ├Ąischen Antisemitismus

Auf 18 Seiten von Hitler´s Legacy gibt es keine islamische Tat, kein islamisches Denken und F├╝hlen, das nicht als aus dem Nationalsozialismus entsprungen dargestellt wird. Den Muslimen und Islamisten wird alles geraubt, was ihnen heilig ist, ihr Glaubensgeb├Ąude, in dem die Christen und Juden ihren Platz haben als Schweine und Affen (Sure 5:60), sie werden dargestellt als Menschen, die nicht selbst ihre Verbrechen konzipieren und begehen k├Ânnen. Am deutschen Wesen soll der Muslim genesen: Nicht verzagen, Adolf fragen!

So wird ihnen abgesprochen, durch den Koran und die islamische Lehre gleichgeschaltete Mitk├Ąmpfer schaffen zu k├Ânnen. Bei Matthias K├╝ntzel wird der Sender Al Manar TV mit dem syrischen Film Al Shatat, Diaspora, die Protokolle der Weisen von Zion, zum Nazisender. Stattdessen ist es umgekehrt, der islamische Judenha├č auf die Verr├Ąter, die Affen, wird auch (!) vermittelt im Gewand westlicher Antisemitismusklischees, die Zeugh├Ąuser des christlichen und des nationalsozialistischen Antisemitismus werden gepl├╝ndert bis zum Hitlergru├č, und wer den Film Jud S├╝├č ├╝ber Joseph S├╝├č Oppenheimer, den j├╝dischen Finanzbeamten des 18. Jahrhunderts, gesehen hat, der kann nicht erkennen, warum er hier einbezogen wird, au├čer deshalb, weil dieser Film gegen die Juden gerichtet ist. Das Ha├čgeschrei des Hassan Nasrallah Almout le Israel, Tod Israel, repr├Ąsentiert viel besser die Tendenz des Senders Al Manar TV. In dem Duett zwischen Solist und Chor wird Israel wieder wie ein Mensch beschimpft, wie der Jude. Die Aussage Niemand hat das Recht, auch nur ein Sandkorn der Erde Pal├Ąstinas fortzugeben, und niemand hat das Recht, etwas aufzugeben, und sei es auch nur ein Buchstabe vom Namen Pal├Ąstinas hat die religi├Âse Bedeutung, islamisches Gebiet niemals herzugeben und verlorenes Gebiet zur├╝ckzuerobern, Schlu├č zu machen mit der zionistischen Einheit, mit dem Juden. Aber bei Matthias K├╝ntzel mu├č Adolf Hitler sein; es ist wie mit dem Witz ├╝ber den Biologiestudenten, der nur die Klassifizierung der W├╝rmer gelernt hat, vom Professor in der Pr├╝fung aber ├╝ber die Elefanten befragt wird. Da antwortet er: Der Elefant hat einen wurmf├Ârmigen R├╝ssel; die W├╝rmer sind eingeteilt in ... (26)

Dann kommt der Autor auf den eliminatorischen Judenha├č gegen Israel und die Juden, und da wird es ganz falsch. Tod Israel hei├čt, Ende Israels als Staat. Es bedeutet aber nicht die Eliminierung der Juden, im Gegenteil, den Juden Israels wird von den Arabern gestattet, als Dhimmis im Lande zu bleiben. Die Muslime werden es halten wie mit den Christen in den arabischen L├Ąndern, sie werden durch restriktive Ma├čnahmen und Dem├╝tigungen ihre Anwesenheit nach und nach gegen Null reduzieren. Der von Bokhari und Muslim angek├╝ndigte J├╝ngste Tag gem├Ą├č Artikel 7 des Hamas Covenant (Verpflichtung, Schwur), vom 18. August 1988, ist fern, bis dahin werden die Juden im Lande gebraucht. Wer soll den gesellschaftlichen Betrieb aufrecht erhalten, wenn alle Juden sofort vertrieben oder ermordet werden?

  • "Der Tag des J├╝ngsten Gerichts wird nicht herbeikommen, bevor Muslime nicht die Juden bek├Ąmpfen und sie t├Âten, wenn die Juden sich hinter Felsen und B├Ąumen verstecken werden. Die Felsen und B├Ąume werden sagen: Oh, Moslems, oh Abdullah, hinter mir versteckt sich ein Jude, komm und t├Âte ihn ..."

Im Artikel 31 steht geschrieben:

  • Under the wing of Islam, it is possible for the followers of the three religions - Islam, Christianity and Judaism - to coexist in peace and quiet with each other. Peace and quiet would not be possible except under the wing of Islam. Past and present history are the best witness to that.
  • It is the duty of the followers of other religions to stop disputing the sovereignty of Islam in this region, because the day these followers should take over there will be nothing but carnage, displacement and terror. Everyone of them is at variance with his fellow-religionists, not to speak about followers of other religionists. Past and present history are full of examples to prove this fact.

Die Juden werden wie die Christen aufgefordert, den Islam ohne Diskussion als ├╝berlegene Religion anzuerkennen. Die Geschichte beweise, wie gut alle dabei gefahren seien. Manche glauben das von Al Andalus heute noch. Die Hamas wei├č gem├Ą├č Artikel 12, was f├╝r M├Ąnner, Frauen und Sklaven (sic!) Recht und Unrecht ist, und was Allah will. (27)

Judophobie

Anne Frank im Bett mit Hitler, Zahl der ermordeten Juden, Gaskammern oder nicht, Holocaust oder nicht, die Teheraner Holocaust-Konferenz - die Thematisierung durch die iranische Staatsf├╝hrung hat nichts mit dem deutschen Nationalsozialismus und der Leugnung des Holocaust bei uns gemein, sondern sie demonstriert Beliebigkeit, das absolute Desinteresse am Thema. Wenn tats├Ąchlich ein Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus best├╝nde, dann g├Ąbe es eine klare Aussage, und der Holocaust w├╝rde bejubelt.

Der Holocaust ist nur als politisches Argument gegen die lebenden Juden und gegen Israel interessant. Die eingeladenen Holocaust-Leugner Robert Faurisson&Co. werden benutzt f├╝r die islamische Sache, als zus├Ątzliches Argument f├╝r die Beseitigung des Staates Israel. Anders als bei uns zu den Feiertagen und in den Sonntagsreden bedeuten die toten Juden in diesem Zusammenhang nichts, da die Muslime gegen Juden als Dhimmis, als unterworfene Menschen nichts einzuwenden haben. F├╝r den Iran ist es allein wichtig, ob sich die Thematik gegen Israel verwerten l├Ą├čt. Der Staat st├Ârt aus religi├Âsen Gr├╝nden, und da z├Ąhlen auch marginale nichtreligi├Âse Argumente.

Anschlie├čend erleben wir Matthias K├╝ntzel auf der H├Âhe des Ayatollah Ruhollah Khomeini, der zur Diffamierung des Westens die Islamophobie erfunden hat. Unser Autor rekurriert auf das Pendant, die Judeophobie. Da├č Henryk M. Broder in einem Buchverri├č den Hajo Meyer "eine Kapazit├Ąt f├╝r angewandte Judeophobie" nennt, macht die Sache nicht besser. In einer Abhandlung, die als Grundlage f├╝r akademische Vortr├Ąge dient, ist dieser Pseudobegriff fehl am Platze. (28)

Nun beginnt, ab Seite 4, eine ├╝ber mehrere Seiten reichende Reinwaschung des Islam vom Vorwurf der Judeophobie. Zitieren darf ich bei Strafe nichts, die Leser m├Âgen sich bitte selbst den Text anschauen. Der Islam hat angeblich mit Judenfeindschaft und Judenha├č nichts zu tun, und nun folgen zahlreiche Beispiele, die s├Ąmtlich von Bat Ye´or, Robert Spencer, Ibn Warraq, Dan Diener, Hans-Peter Raddatz in ihren Schriften widerlegt worden sind. Der Begriff Protektion im Islam ist durch zahlreiche historische Belege abschlie├čend definiert. Gesch├╝tzt sind diejenigen Anh├Ąnger der j├╝dischen und christlichen Buchreligionen, die als Dhimmis die Kopfsteuer zahlen. Trotzdem k├Ânnen sie willk├╝rlich verfolgt und ermordet werden.

Die Modernisierungsbem├╝hungen ├ägyptens zur Zeit des Herrschers Mehmed Ali (1769-1849) und die Rolle des 1834 erschienenen Tagebuches seines nach Paris, in die damalige Hochburg des technischen Fortschritts, entsandten Gelehrten und Imams Rifa´a at-Tahtawi (1801-1873) kann man ausf├╝hrlich bei Dan Diener nachlesen. Der Name Tahtawi sei eine Erinnerungsikone, sie stehe f├╝r besondere Reformanstrengungen in der arabischen Welt. Mangels weiterer vergleichbarer Anstrengungen schafft es die Erinnerungsikone bis in den Arab Human Development Report 2002. Es wird allerdings auch deutlich, da├č alle Modernisierungsbem├╝hungen nichts an den Strukturen der gesellschaftlichen Ordnung ├Ąndern, es mag j├╝dische Politiker und Minister geben, der Dhimmi-Status wird dennoch niemals aufgehoben, er wird nur bei dem einzelnen zur├╝ckgedr├Ąngt. Die gew├Âhnlichen Leute, Juden und Christen bleiben minderwertig, sie sind der Willk├╝r und Pogromen ausgesetzt. Das vergessene Pogrom von Safed findet im selben Jahr statt wie die Ver├Âffentlichung des Tagebuchs der Erinnerungsikone. (29)

Wozu es sephardische j├╝dische Dhimmis im osmanischen Reich bringen, zeigt eine Aufstellung des Istanbuler Juden Harry Ojalvo: Osmanische Sultane und ihre j├╝dischen Untertanen. Es beginnt im Jahre 1326 mit dem Dekret des Sultan Orhan Gazi ├╝ber die Erlaubnis zum Bau der Synagoge "Etz Ha Hayim", Baum des Lebens, die noch bis vor 50 Jahren in Betrieb ist, bis zur Aufz├Ąhlung von Ministern, Wissenschaftlern und ├ärzten, die bis zum Untergang des osmanischen Reiches, zur Zeit des Sultans Mehmed Vahdeddin, und dar├╝ber hinaus im Amt sind, l├Ą├čt Harry Ojalvo nichts an Lobenswertem ├╝ber die t├╝rkische Herrschaft aus. Zur Zeit des Sultans Abdulhamid II kommt, nach dem Dreyfus-Skandal, der in Ungarn geborene Theodor Herzl, vom f├╝hrenden Wiener Presseorgan Neue Freie Presse, dreimal nach Istanbul, 1898, 1901 und 1902. Er will eine Audienz beim Sultan bekommen. Dank der Vermittlung des Rabbi Moshe Levy erh├Ąlt er sie beim dritten Anlauf. Theodor Herzl versucht, eine j├╝dische Heimat unter dem Schutz des t├╝rkischen Sultans analog dem Status von Kreta zu erreichen. (30)

Warum die Synagoge "Etz Ha Hayim" nicht mehr in Betrieb ist, berichtet er nicht. In der Jewish Virtual Library kann man ein Foto der Synagoge sehen, unter dem Foto steht ohne jede weitere Erkl├Ąrung: "Etz ha-Hayim" Synagogue before it burnt in 1941. Visit of late Chief Rabbi Haim Bedjerano. (Ortakoy - Istanbul). Da haben Matthias K├╝ntzels europ├Ąisch beeinflu├čte Antisemiten ein Feuer gelegt, kann man annehmen, und bis heute traut sich keiner in der T├╝rkei, dar├╝ber zu reden. (31)

Zum kr├Ânenden Abschlu├č kann ich es mir nicht verkneifen, doch einen Satz zu zitieren, und wenn ich daf├╝r in den Knast m├╝├čte. Es geht um den Stand der Vertr├Ąglichkeit von Juden und Muslimen in ├ägypten, der T├╝rkei und dem Iran, drei├čig Jahre nach der Gr├╝ndung der zionistischen Bewegung und zwanzig Jahre vor der Gr├╝ndung Israels, also um die Zeit Ende der 20er Jahre; sie seien besser gewesen als je zuvor. Als Grund bietet der Autor an: This fact shows how flexibly the Koran can be interpreted in a given historical situation. Diese Tatsache zeigt, wie flexibel der Koran in einer gegebenen historischen Situation ausgelegt werden kann.

Im Grund k├Ânnte man jetzt sofort die Lekt├╝re beenden und sich erst einmal eine Weile wundern ├╝ber die angebliche Interpretation des Korans, gar ├╝ber die flexible Interpretation. Auf Grund des westlichen Einflusses ist die Relegion in den arabischen Staaten auf dem R├╝ckzug. Die Menschen wollen sich modernisieren. Also ist auch die Judenfeindschaft r├╝ckl├Ąufig, und der Koran wird weniger herangezogen. Bei arabischen Eliten gibt es schon lange solche, die ├╝ber die H├╝rde der Religion und ihr Verbot hinweg, Ungl├Ąubige zu Freunden zu nehmen, mit den Juden zusammenarbeiten wollen, man denke nur an den Brief des Prinzen Feisal al Husseini, K├Ânig von Syrien und dem Irak oder auch an William Ziff, der in seinem Buch The Rape of Palestine zahlreiche Belege f├╝r gutes Einvernehmen sowohl des Muftis von Jerusalem als auch arabischer Scheichs und der levantinischen Bev├Âlkerung mit den Juden bringt sowie, da├č es bis zum Fr├╝hjahr 1920 keine gewaltt├Ątigen Ausschreitungen der pal├Ąstinensischen Araber gegen j├╝dische Einwanderung gibt. (32)

Gegen eine solche Bewegung gr├╝ndet Hassan al-Banna, der Gro├čvater des Tariq Ramadan, 1928 die Muslimbruderschaft. Eines Ansto├čes durch deutsche Nazis bedarf es dazu nicht. Die westliche Zivilisation wird von den islamischen Traditionalisten zurecht mit den Juden verbunden. Die ├ťberlegenheit dieser Zivilisation ist in den arabischen Staaten deutlich sichtbar. Bei weiterem Fortschreiten dieses Einflusses verlieren die Religion des Islam und deren Vertreter ihre Machtposition. Das schreibt Matthias K├╝ntzel ja auch. F├╝r den Gro├čmufti steht seine Karriere auf dem Spiel. Er will Herrscher in Rest-Pal├Ąstina werden. Ab 1936 bedient er sich dazu der Deutschen. Ein ideologischer Einflu├č der Deutschen ist dazu nicht n├Âtig, die mit dem Nationalsozialismus kompatiblen Bereiche Volksgemeinschaft bzw. Ummah und Judenfeindschaft und Antisemitismus reichen aus.

Die islamischen Fundamentalisten verachten den Nationalsozialismus genauso wie den Kommunismus und wie jedes andere konkurrierende totalit├Ąre System. Die drei gemeinsam allerdings tun sich von Fall zu Fall zusammen, um gegen den Liberalismus und die Globalisierung vorzugehen, exemplarisch verk├Ârpert in den USA, den Juden und Israel. Da├č Adolf Hitler die Araber verachtet, d├╝rfte dem Gro├čmufti nicht unbekannt sein, als er am 28. November 1941 in Berlin dessen Hand sch├╝ttelt und eine vertrauliche Unterredung ├╝ber die Judenvernichtung mit ihm f├╝hrt. Das macht ihm jedoch nichts aus, denn in diesem Zweckb├╝ndnis ist die Hauptsache, da├č er aus dem Sonderfonds Reichsf├╝hrer SS des Heinrich Himmler seinen monatlichen Scheck erh├Ąlt und seine anti-j├╝dische Rundfunkpropaganda von Zeesen aus f├╝hren kann. Das ist ├╝brigens heute ├Ąhnlich beim Front National des Jean-Marie Le Pen. Noch vor einigen Monaten sollten die Musliminnen alle Kopftuch tragen, damit Frankreich sehen k├Ânne, wie ├╝berfremdet es schon ist, und heute macht er mit den Muslimen gemeinsame Sache. Der Zweck heiligt den Muslim.

Arabischer Antisemitismus

Auf Seite 8 schreibt Matthias K├╝ntzel vom arabischen Antisemitismus. Woher kommt der? Hat die nationalsozialistische Indoktrination schon gewirkt? Der Gro├čmufti vermische antisemitische Propaganda geschickt mit Koranrezitationen und arabischer Musik. Das sollte besser hei├čen, er verbreitet anti-j├╝dische Propaganda, unterst├╝tzt von den reichlich vorhandenen anti-j├╝dischen Koransuren. Leah Kinberg berichtet in ihrem Melbourner Vortrag, da├č der Koran zu etwa einem Drittel aus Suren bestehe, die sich mit den Juden befassen, von ambivalenten, in denen die Juden als die auserw├Ąhlte Nation gepriesen werden, bis hin zu ha├čvollen ├╝ber die Juden als Betr├╝ger, L├╝gner, Verf├Ąlscher der Lehre, als Ungl├Ąubige. Das gibt also reichlich Auswahl an religi├Âsen Texten, um damit ├╝ber den Krieg zu kommen.

Haj Amin al-Husseini braucht entgegen der Annahme von Matthias K├╝ntzel keine neue Form der Judenfeinschaft, der Judeophobie, zu erfinden. Die Juden sind seit Mohammeds Zeiten "Affen", den Muslimen nicht ebenb├╝rtig, Dhimmis. Er erfindet nichts, sondern er reaktiviert den seit dem 7. Jahrhundert bestehenden Judenha├č und modernisiert ihn, auch mit Hilfe deutscher Versatzst├╝cke. Der Nationalsozialismus ist f├╝r den Judenha├č der Muslime nicht n├Âtig; denn alles steht bereits abschlie├čend im Koran, in den Hadithen und der Scharia. Da├č Ansichten entstehen, der Zw├Âlfte Imam, der Mahdi sei von Allah in Gestalt des Adolf Hitler in die Welt entsandt, beweist, da├č nicht der Islam nazifiziert, sondern da├č der Nationalsozialismus islamisiert wird. Das ist auch nicht verwunderlich; denn der Islam ist als System sehr viel konsequenter und unmenschlicher als der Nationalsozialismus und erst recht der Kommunismus. In den beiden letzteren Systemen z├Ąhlen die lebenden Menschen als Wert, wenn auch nicht alle, wie man an den Juden im Nationalsozialismus sieht, und auch im Kommunismus sind´s nicht alle, aber den Rest braucht man lebend. Im Islam z├Ąhlt das Leben der Menschen nicht, ob Mann, Frau, Greis oder Kind, sie alle haben, wenn es gefordert wird, ihr Leben ohne Z├Âgern und ohne Fragen f├╝r den Islam zu geben. Dieses konsequent totalit├Ąre System ist gegenw├Ąrtig dabei, unsere Gesellschaft zu islamisieren.

Man kann es drehen, wie man will, Judenfeindschaft und Judenha├č im Islam bed├╝rfen der Lehre des Nationalsozialismus nicht, im Gegenteil, die ideologische Verankerung dieses Weltbildes ist im Islam solider als bei den Nazis. Mit diesen teilen sie ihren Abscheu vor den Juden, die einmal als unwert und schwach, ein anderes Mal als ausgestattet mit gro├čer Macht phantasiert werden, manchmal mit beidem gleichzeitig. Der Judenha├č im Nahen Osten ist zuerst religi├Âs und dann erst machtpolitisch und rassistisch bestimmt. Minderwertige Menschen, von Allah als "Affen" bezeichnet, ma├čen sich an, ├╝ber Muslime zu herrschen, auf ehemals von Muslimen erobertem Gebiet. Dankbare ├äu├čerungen von einzelnen Muslimen, da├č Adolf Hitler im voraus im Sinne der Pal├Ąstinenser gehandelt habe, sind unwichtig. Ein Tariq Ramadan w├╝rde sich niemals positiv auf Adolf Hitler beziehen, die Verachtung der Juden kommt aus der Religion Islam. Da├č die Muslimbr├╝der die gemeinsamen Aktivit├Ąten des Gro├čmufti mit den Nationalsozialisten von Anfang an verteidigen, ist reine Taqiyya. Ein Hassan al-Banna wird sich den Nazi-Kuffar haushoch ├╝berlegen vorkommen und sie zu seinen Zwecken benutzen, wie der Gro├čmufti. Solches treiben die fundamentalistischen Muslime, allen voran die Islamkonvertiten, heute mit den Linken und Linksradikalen; sie treiben sie vor sich her.

Der von Matthias K├╝ntzel auf Seite 15 erw├Ąhnte Sayyed Qutb und sein Werk "Our struggle with the Jews" sind konsequent gelebter und gelehrter Islam, und Pal├Ąstina braucht nicht zum heiligen Gebiet erkl├Ąrt zu werden, es ist heiliges, weil islamisches Gebiet, genau wie Spanien, Sizilien, S├╝dfrankreich und der Balkan. Die Muslime konzentrieren sich auf Israel, weil es im Zentrum der islamischen Staaten liegt, und weil es klein ist und sich die Araber einbilden, das St├╝ckchen Land k├Ânnten sie schaffen.

Auf Seite 16 flippt der Autor ein wenig durch die Zeitgeschichte, Iran 1979, Selbstmordattentate 1993/94, Abzug Israels aus dem Libanon, angeblich Oktober 2000, es ist aber im Mai 2000, wobei der Beginn der Intifada II, Oktober 2000, nicht erw├Ąhnt wird, die Gr├╝nde werden nicht erl├Ąutert, Scheitern von Camp David II, Juli 2000, warum die Araber Friedensangebote der Israelis, wie den Abzug aus dem Libanon und den R├╝ckzug aus Gaza mit noch mehr Terror beantworten. Der Phased Plan der PLO, vom 9. Juni 1974, gibt bis heute g├╝ltige Hinweise. (33)

Es ist nirgends der Nationalsozialismus, der den islamischen Judenha├č bestimmt, sondern die Religion Islam, der Koran, die Hadithe und die Scharia. Das Verm├Ąchtnis Adolf Hitlers mag sonstwo geh├╝tet werden, meinetwegen auf dem Monts├ęgur, aber bestimmt nicht bei den fundamentalistischen Muslimen. Das festzustellen ist insofern wichtig, als es eine andere Strategie erfordert. Muslime, die vom europ├Ąischen Antisemitismus verseucht sind, der ihnen 1937 von den Deutschen gebracht wurde, k├Ânnen sich davon befreien, sie k├Ânnen durch Information, durch Studieren der Geschichte einen anderen Weg einschlagen, Muslime aber, deren Einstellung zu den Juden durch ihre Religion vorgegeben wird, die k├Ânnen sich davon nur befreien, wenn sie aus der Religion Islam austreten. Darauf steht im Islam die Todesstrafe. Niemand kann damit rechnen, da├č die pal├Ąstinensischen Araber aus ihrer Religion austreten, im Gegenteil, von Tag zu Tag werden sie fanatischer. Die moderaten sind l├Ąngst aus dem Lande gegangen oder vertrieben. Wer also Israel beistehen will, der sollte nach dem Motto Friedrichs des Gro├čen handeln: Man mu├č seine Feinde kennen. Ihre Verb├╝ndeten und die Natur ihres Landes, um einen Feldzug planen zu k├Ânnen.

Die Abwesenheit von Klarheit ist der Beginn von Komplizenschaft. Diese Auskunft, auf der Seite 17, gilt auch f├╝r den Text Hitler´s Legacy. Wer hat ein Interesse daran, den Islam zu schonen und stattdessen die Aufmerksamkeit auf einen von den deutschen Nationalsozialisten in den Nahen Osten eingeschleppten Antisemitismus abzuf├Ąlschen? Wozu werden solche Ansichten verbreitet? Was bedeutet es f├╝r die Strategie Israels gegen├╝ber den Arabern, sich auf die F├Ąhrte eines von Adolf Hitler vererbten Antisemitismus zu begeben?

21. M├Ąrz 2007

Update

Die Auseinandersetzung zwischen dem Islam und den Juden begann bereits zur Zeit des Propheten Mohammed. (34)

Quellen

(1) Akademische Pr├Ąventivkriecher. Lizas Welt, 16. M├Ąrz 2007
http://lizaswelt.blogspot.com/2007/03/akademische-prventivkr iecher.html

Freedom of speech row as talk on Islamic extremists is banned. By John Steele,
Telegraph, 15 March 2007
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2007/03 /15/nislam15.xml

University is accused of censoring anti-Semitic Islam lecture. By Sean O´Neill.
TheTimes, March 15, 2007
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/education/article15 17364.ece

(2) Hitler´s Legacy: Islamic Anti-semitism in the Middle East. By Matthias K├╝ntzel,
November 30, 2006
http://www.matthiaskuentzel.de/contents/hitlers-legacy-islam ic-antisemitism-in-the-middle-east

(3) La biblioth├Ęque proche orientale,du mufti de J├ęrusalem ├á aujourd´hui
http://aval31.free.fr/

The Middle East Library
http://aval31.free.fr/anglais.htm

(4) Taqiyya. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Taqiyya

(5) Hitler´s Legacy: Islamic Antisemitism in the Middle East (Video Link, nicht aufzurufen). Matthias Kuntzel, Technical College, Hamburg, and Research Fellow at the Vidal Sassoon Institute, Hebrew University, Jerusalem. November 30, 2006. ANTISEMITISM IN COMPARATIVE PERSPECTIVE
http://www.yale.edu/isps/seminars/antisemitism/index.html
http://www.yale.edu/isps/seminars/antisemitism/seminar_paper s/Kuntzel_2.pdf

(6) The Great Plunder of Safed: June 15-July 17, 1834. By Eliezer Rivlin.
Haaretz, May 22, 1934
http://www.geocities.com/activezionism/SafedPlunder.htm

(7) Dan Diner. Versiegelte Zeit. ├ťber den Stillstand in der islamischen Welt.
List Taschenbuch, Februar 2007, S. 177

Der Judenha├č der muslimischen Welt und der Antisemitismus der Nazis haben keinen gemeinsamen Ursprung! 8. September 2006/5. M├Ąrz 2007
http://www.eussner.net/artikel_2006-09-08_01-09-41.html

(8) Der schmutzige Krieg der Araber gegen die j├╝dische Zivilbev├Âlkerung.
1900 bis 1920. 24. Januar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-01-24_23-47-26.html

(9) What happened during the Arab riots of 1920-1921? Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_riots_1920-21.php

Were Jews and Arabs Destined To Hate Each Other? by Joel Bainerman. The Wisdom Fund News&Views, May 14, 1998. Rezension des Buches von William Ziff "The Rape of Palestine", erstmalig ver├Âffentlicht im Jahre 1938 (!) nach einigen Jahren intensivster Recherchen des Autors
http://www.twf.org/News/Y1998/JewsArabs.html

(10) Mordecai Naor: Eretz Israel. Das 20. Jahrhundert. K├Ânemann Verlag K├Âln, Februar 2000, Seiten 154 und 156

What happened during the Arab riots of 1929? British Mandate. Arab Riots 1929.
Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_riots_1929.php

Pal├Ąstina zur Zeit der Unruhen vom August 1929. 1. August 2004/2. April 2006
http://www.eussner.net/fundsachen_2006-03-15_12-32-00.html

(11) What happened during the Arab revolt of 1936-39? Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_riots_1936-39.php

Die Entstehung des arabischen Antisemitismus und die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten. 11. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-10-27.html

(12) Marr, Wilhelm. Von Uwe Puschner. Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon, Band V (1993) Spalten 879-883
http://www.bautz.de/bbkl/m/marr.shtml

(13) In Response to Timothy Furnish´s "Anti-Semitism in Islam: Israel Didn´t Start the Fire". By David H. Slavin, History News Network, March 12, 2007
http://hnn.us/articles/35951.html

(14) Anti-Semitism and Islam. By Timothy R. Furnish, FrontPageMag.com,
Februar 2, 2007
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=2670 8

In Response to Timothy Furnish´s Anti-Semitism in Islam. REASONS: for
Anti-Semitism. IsraelForum.com
http://www.israelforum.com/board/showthread.php?t=12202&page =2

(15) Tuesday, November 12, 2002. Lecture subject: The Ideology of Jihad, Dhimmitude and Human Rights. By Bat Ye┬┤or, GEORGETOWN UNIVERSITY (WASHINGTON, D.C.). The Hoya - Georgetown University┬┤s Newspaper of
Record Since 1920
http://www.thehoya.com/viewpoint/111202/view_bat.cfm

(16) Rekindling an Ancient Rage. By Andrew G. Bostom. FrontPageMagazine.com,
September 22, 2006
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=2454 5

(17) Hitler´s Legacy: Islamic Antisemitism in the Middle East. By Matthias K├╝ntzel. SPME. Scholars for Peace in The Middle East, January 4, 2007
http://www.spme.net/cgi-bin/articles.cgi?ID=1636

(18) Hamas Leader Khaled Mash´al at a Damascus Mosque: The Nation of Islam Will Sit at the Throne of the World and the West Will Be Full of Remorse When It Is Too Late. MemriTV Clip # 1024, February 3, 2006
http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1024

Special Dispatch Series # 1087, February 7, 2006
http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&Area=sd&ID=S P108706

(19) Josef Joffe: Der Wahnsinn an der Macht. Die Zeit Nr. 30, vom 20. Juli 2006
http://www.zeit.de/2006/30/Israel_Gefahr

(20) Iranian President at Tehran Conference: ´Very Soon, This Stain of Disgrace [i.e. Israel] Will Be Purged From the Center of the Islamic World ÔÇô and This is Attainable´. Special Dispatch Series # 1013, October 28, 2005
http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&Area=sd&ID=S P101305

Dan Diner. Versiegelte Zeit. ├ťber den Stillstand in der islamischen Welt. List Taschenbuch, Februar 2007
http://www.ullsteinbuchverlage.de/listtb/buch.php?id=9993&pa ge=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz&PHPSESSID=cb1650a6f ef191d546ff0d248bc0bcac

(21) What is the excuse for not believing what people say over and over again? Dinocrat.com, February 11, 2007
http://www.dinocrat.com/archives/2007/02/11/what-is-the-excu se-for-not-believing-what-people-say-over-and-over-again/

(22) Yale University. Institution for Social and Policy Studies. 2006-2007 Seminar Series. ANTISEMITISM in Comparative Perspective
http://www.yale.edu/isps/seminars/antisemitism/index.html

The Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism
http://sicsa.huji.ac.il/reslist.html

(23) Henry Louis Mencken. Gesammelte Vorurteile. Insel Verlag, Frankfurt 2000
http://www.perlentaucher.de/buch/3686.html

(24) JEWS IN THE KORAN AND EARLY ISLAMIC TRADITIONS. By Dr. Leah Kinberg. Lecture delivered in May 2003, Monash University, Melbourne
http://arts.monash.edu.au/jewish-civilisation/visiting/kinbe rg-jews-koran.pdf

(25)Timothy R. Furnish´s Web Site MahdiWatch.org
http://www.mahdiwatch.org/

Holiest Wars: Islamic Mahdis, Their Jihads and Osama bin Laden. Info on My Book.
By Timothy R. Furnish
http://www.mahdiwatch.org/id3.html

(26) Der Hezbollah-Sender Al-Manar TV. 20. Juli 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-07-20_22-48-45.html

(27) Hamas Covenant, August 18, 1988. Selected Documents Regarding Palestine. Palestine Center
http://www.palestinecenter.org/cpap/documents/charter.html

The Status of Non-Muslim Minorities Under Islamic Rule. By Bat Ye´or
http://www.dhimmitude.org/

(28) Judeophobie ist ehrenr├╝hriger Begriff. Von Heide Platen, taz, 28. Januar 2006
http://www.taz.de/pt/2006/01/28/a0100.1/text

(29) Dan Diner. Versiegelte Zeit. a.a.O., S. 25 ff.

(30) Ottoman Sultans and Their Jewish Subjects. By Harry Ojalvo of Istanbul. Foundation for the Advancement of Sephardic Studies and Culture
http://www.sephardicstudies.org/sultans1.html

(31) The Jewish Virtual History Tour. Turkey. By Naim Avigdor G├╝lery├╝z.
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/vjw/Turkey.html

(32) A letter from his His Royal Highness Prince Feisal Husseini, King of Syria and Iraq to Felix Frankfurter, associate of Dr. Chaim Weizmann, DELEGATION HEDJAZIENNE, Paris, March 3, 1919
http://www.eussner.net/fundsachen_2004-11-20_02-17-01.html

Were Jews and Arabs Destined To Hate Each Other? by Joel Bainerman. The Wisdom Fund News&Views, May 14, 1998. Rezension des Buches von William Ziff "The Rape of Palestine", erstmalig ver├Âffentlicht im Jahre 1938 (!) nach einigen Jahren intensivster Recherchen des Autors
http://www.twf.org/News/Y1998/JewsArabs.html

(33) Die "Drei-Phasen-Strategie" der PLO zur Beseitigung Israels. 28. Juni 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-06-28_17-06-54.html

The Israeli Withdrawal from Southern Lebanon: Background Points.
Israel Ministry of Foreign Affairs, May 24, 2000
http://tinyurl.com/7p2h2b

(34) Farewell Israel. Bush, Iran and the Revolt of Islam. A Political Documentary Written and Directed by Joel Gilbert. Running Time: 145 Minutes
http://www.farewellisrael.com/home.html

Farewell Israel - muslimische Tr├Ąume, PI, 10. Mai 2008
http://www.pi-news.net/2008/05/farewell-israel-muslimische-t raeume/



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