Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Artikel

Der Heuchler Hans-Gert Pöttering, von der CDU

Die Staaten der EU und ihre Politiker unterstĂŒtzen durch ihre AktivitĂ€ten den Phased Plan der PalĂ€stinenser, vom 9. Juni 1974 - ihre Diplomaten verhandeln mit der Hamas, Politiker aller Parteien der europĂ€ischen Staaten haben keine Probleme damit, sich palĂ€stinensischen Politikern anzudienen, die offen erklĂ€ren, Israel vernichten zu wollen, und durch ihre Terrorgruppen unmittelbar nach dem RĂŒckzug der Israelis aus Gaza damit fortfahren, den Phased Plan weiter umzusetzen. (1)

Zusammengefaßt lautet der Plan, dessen Verwirklichung die Unkenntnis heuchelnde internationale Staatengemeinschaft nicht nur beiwohnt, sondern sie auch aktiv mit Hunderten Millionen Euro pro Jahr finanziell unterstĂŒtzt: (2)

  • Durch den "bewaffneten Kampf" (d.h. Terrorismus) eine "unabhĂ€ngige, kĂ€mpfende nationale AutoritĂ€t" auf jedem Territorium zu schaffen, das von israelischer Herrschaft "befreit" wird (Artikel 2).
  • Den Kampf gegen Israel weiterzufĂŒhren, in dem man das Territorium der nationalen AutoritĂ€t als Operationsbasis nutzt (Artikel 4).
  • Einen offenen Krieg zu provozieren, in dem Israel von seinen arabischen Nachbarn komplett vernichtet wird ("alles palĂ€stinensische Gebiet befreien") (Artikel 8).

Die palĂ€stinensischen Araber, so etwa ab 1920, und die arabischen Regierungen, ab dem 29. November 1947, sagen es stĂ€ndig, wobei sie sich immer treu bleiben und nicht, wie Abba Eban meint, keine Gelegenheit verpassen, eine Gelegenheit zu verpassen, daß sie keinen Frieden mit Israel wollen, daß ihr Sinnen und Trachten dahin geht, Juden umzubringen und Israel zu vernichten. (3)

Angespornt werden sie, um nur ein Beispiel zu nennen, durch die Fatawa des syrischen Scheichs Mohammed Said Ramadan al-Bouti, des gern gesehenen Gastes der Frankfurter Buchmesse 2004. Er rechtfertigt die Selbstmordattentate und erklĂ€rt die AttentĂ€ter zu MĂ€rtyrern, billigt den PalĂ€stinensern das Recht zu, die Israelis zu bekĂ€mpfen, im Falle, daß sie nicht freiwillig aus Israel weichen, er fordert als integrierten Bestandteil des Glaubenskrieges den Boykott amerikanischer GĂŒter und das Spenden von soviel Geld, wie man kann, fĂŒr Aufgaben der Intifada. Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti verkĂŒndet, daß nicht nur die palĂ€stinensischen Araber, sondern alle Muslime aufgerufen seien, das ganze PalĂ€stina in den Grenzen von vor 1948 mittels Glaubenskrieg von Israel und den Juden zu befreien. (4)

Solche Lehre vermittelt auch der Hamas Covenant, vom 18. August 1988, im Artikel 12. Die Araber widersprechen sich niemals: alle Muslime, vom Greis bis zum Sklaven, sind verpflichtet, fĂŒr die Vernichtung des Staates Israel zu kĂ€mpfen. Selbst die Frauen, ansonsten entrechtet, brauchen ihren Ehemann und Gebieter nicht vorher zu fragen, wenn sie sich als SelbstmordattentĂ€terinnen bei den palĂ€stinensischen Terrorgruppen verdingen: (5)

Dem Feind zu widerstehen und ihn zu bezwingen ist die individuelle Pflicht jedes Muslims, mÀnnlich oder weiblich. Eine Frau kann ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes hinausgehen, den Feind zu bekÀmpfen, und so tut es der Sklave: ohne die Erlaubnis seines Herrn.

Wer sehen, hören und lesen kann, der weiß es seit langem. Heuchler sind diejenigen, die anders reden. Heuchler, die diese unverrĂŒckbare Gewißheit der Araber abtun, die Israel verantwortlich machen fĂŒr den Konflikt, und fordern, daß dessen Regierung den Terroristen entgegenkomme. Henryk M. Broder prĂ€sentiert einen von ihnen. (6)

Der PrĂ€sident des Europa-Parlamentes Professor Dr. Hans-Gert Pöttering, von der CDU (!) OsnabrĂŒck, trifft sich auf einer Nahostreise mit dem machtlosen PalĂ€stinenserprĂ€sidenten Mahmud Abbas, was die ZEIT und den Berliner Tagesspiegel im Duett jubeln lĂ€ĂŸt, unser ParlamentsprĂ€sident hĂ€tte wohl Ehud Olmert und Mahmud Abbas wieder an den Verhandlungstisch gebracht. Sie rĂ€umen ein, dass bei dem Treffen nĂ€chste Woche eine Waffenruhe ausgehandelt werden kann, ist aber eher unwahrscheinlich. Das ist jedoch nicht wichtig, die Hauptsache ist, unsere Politiker sind eifrig in der Gegend unterwegs, um Frieden zu schaffen. Das macht sich gut in Bundespartei und Wahlkreis. (7)

Den neuesten Skandal verursacht dieser Reisende, als er scheinbar naiv von den Konfliktparteien fordert, aus den SchulbĂŒchern noch immer bestehende Vorurteile ĂŒbereinander und falsche Stereotype auszurĂ€umen. Er fordert von den Israelis, den verhafteten palĂ€stinensischen Bildungsminister Nasser ad-Din Shaer freizulassen, und von der Gegenseite erwartet er dafĂŒr jenseits aller politischen RealitĂ€t die Freilassung der drei entfĂŒhrten israelischen Soldaten, aus dem Libanon und aus Gaza, sowie eines entfĂŒhrten britischen Journalisten, entfĂŒhrt in Gaza. Die Knessetvorsitzende Dalia Itzik antwortet: (8)

"Sie sollten sich mal etwas besser informieren ... Dieser palĂ€stinensische Erziehungsminister, dessen Freilassung Sie fordern, schickt Kinder in den Tod, um sich zu sprengen. Der von Ihnen erwĂ€hnte großartige Erzieher lĂ€sst in den SchulbĂŒchern hetzen und ruft zum Beschuss Israels mit Kassam-Raketen auf."

Der 61-jĂ€hrige Jurist Professor Dr. Hans-Gert Pöttering kennt die Fakten, und er kennt sie sehr genau; ein Blick auf seine Biographie zeigt es. Er ist seit 1979 Mitglied des EuropĂ€ischen Parlamentes. Alle Politiker der EU kennen diese Fakten, sie reden und handeln im vollen Bewußtsein dieser Kenntnis. Sie lĂŒgen und heucheln auf Kosten Israels und der Sicherheit seiner BĂŒrger. (9)

Die Rede kann auf der Web Site des PrĂ€sidenten des EuropĂ€ischen Parlaments und auf dem Polixea Portal gelesen werden, ĂŒberschrieben ist sie nur bei Polixea: "Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit!", wobei eine solche Überschrift bereits fĂŒr den Inhalt bĂŒrgt: Gerechtigkeit fĂŒr die PalĂ€stinenser, wie zu erreichen: durch Konferenzzirkus. Was die Hamas dazu sagt, liest man seit nunmehr fast 20 Jahren im Artikel 13 des Hamas Covenant: (5)

Initiativen und sogenannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen stehen im Widerspruch zu den Prinzipien der Islamischen Widerstandsbewegung.

In der Rede zieht Professor Dr. Hans-Gert Pöttinger alle Register, er beginnt mit hebrĂ€ischen BegrĂŒĂŸungsfloskeln, redet in deutsch, in der Sprache von Moses Mendelssohn, von Heinrich Heine und Theodor Herzl, ist zĂŒgig bei der deutschen Verantwortung, versichert Israel des Existenzrechtes, der vielgequĂ€lte Nathan der Weise fehlt nicht, dann kommen Verneigen, Shoa, Yad Vashem samt Spruch im Buch des Gedenkens, das jĂŒdische Erbe als Beitrag zu unserer IdentitĂ€t, als wenn nicht mindestens 90 Prozent der Deutschen einen solchen Beitrag fĂŒr sich nicht bemerkten, kurz, er zieht alle Register: Ich danke fĂŒr das Vertrauen, das heute zwischen der EuropĂ€ischen Union und Israel besteht. Das sagt dieser Europapolitiker anscheinend, ohne rot zu werden. Der Redner steht in Treue fest zu Israel gegen den Holocaust leugnenden iranischen PrĂ€sidenten, was weder die EU noch Deutschland an blĂŒhenden GeschĂ€ften mit dem Terrorregime der Ayatollahs hindert.

Dann kommt der Redner endlich auf seinen zweitĂ€gigen Besuch bei den PalĂ€stinensern. Nach so viel WĂŒrdigung der deutsch-israelischen und europĂ€isch-israelischen guten Beziehungen darf jetzt endlich gesagt werden, was zu sagen ist:

Die wirtschaftliche, soziale und humanitĂ€re Situation hat mich tief betroffen gemacht. Was ich gesehen habe, ist unzumutbar fĂŒr die betroffenen Menschen, es ist unannehmbar fĂŒr die arabische Welt und es ist inakzeptabel fĂŒr die internationale Staatengemeinschaft. Ich bitte die Regierung Israels: Geben sie die etwa 700 Millionen Dollar palĂ€stinensischer Gelder, die auf Zolleinnahmen beruhen, an PrĂ€sident Abbas frei, so dass er damit Lehrer und Polizei entlohnen kann.

Es folgen weitere Betroffenheitsphrasen, daß es einem schon bei der LektĂŒre den Magen umdreht; wie mag es die Abgeordneten der Knesset angemutet haben, vor allem diejenigen, die deutsch verstehen: Die Augen eines palĂ€stinensischen Babys ... Wir mĂŒssen alles tun, um die WĂŒrde jedes Menschen zu achten ... Wieso wir? Wieso achten die palĂ€stinensischen Araber nicht selbst ihre WĂŒrde? Wieso verpulvern sie allein im letzten Jahr 700 Millionen Euro und Dollar an Hilfsgeldern, um gegen Israel und gegeneinander Krieg zu fĂŒhren? Wieso erziehen sie bereits ihre Babies zu SelbstmordattentĂ€tern und staffieren sie aus mit Stirnband und SprenggĂŒrtel? An welche Adresse richtet der PrĂ€sident des EuropĂ€ischen Parlamentes seine Rede?

Was heißt wechselseitige Anerkennung fĂŒr die PalĂ€stinenser, die ausdrĂŒcklich weder die Juden, noch Israel noch Menschen, "Schweine und Affen", nicht-muslimischen Glaubens anerkennen? Welcher Dialog der Kulturen ist da möglich? (10)

Und so geht die Rede immer weiter, abgehoben, den Tatsachen nicht entsprechend, in tiefer Überzeugung.

Derweil berichtet David Hornik im Front Page Magazine ĂŒber den Stand der Dinge, wobei er den Stellvertretenden Verteidigungsminister Ephraim Sneh zitiert: (11)

Irans FingerabdrĂŒcke waren ĂŒberall auf der neuerlichen Eskalation in Gaza ... "Alles ist vom Iran organisiert worden ... Jede der Terrorgruppen wird direkt vom Iran unterstĂŒtzt, das fĂŒr das gesamte militĂ€rische Training und die Waffen bezahlt."

Da mögen sich Ehud Olmert und Mahmud Abbas wann und wo und mit wessen Vermittlung und Segen auch immer treffen, was soll dabei herauskommen? Die vom Iran finanzierten Qassam-Raketen werden weiter auf israelische StĂ€dte niederregnen, wohlgemerkt auf StĂ€dte, die schon vor dem Sechstagekrieg israelisch waren. Dabei werden zwei Israelis in Sderot ermordet, zahlreiche von diesem Terror verwundete und traumatisierte Menschen sind zu beklagen. Die HĂ€lfte der 20 000 Einwohner zĂ€hlenden Stadt und in der NĂ€he der Grenze zu Gaza lebende BĂŒrger sind bereits geflohen. Das wollen die Terroristen der Hamas nun auf Ashkalon ĂŒbertragen, auch von dort sollen die Bewohner fliehen, wie ein Hamas-FunktionĂ€r es sagt:

Wir fordern von unseren KĂ€mpfern, Raketenangriffe auf die Siedlungen von Ashkalon zu schießen ... Wir werden die Bewohner zwingen, aus Ashkalon fortzulaufen, wie sie es schon in der Siedlung von Sderot getan haben. Wir werden fortfahren zu kĂ€mpfen, bis die Juden ganz PalĂ€stina verlassen haben.

In dem von Israel aufgegebenen Gebiet von Gaza befindet sich inzwischen ein Zentrum der palĂ€stinensischen Terrorgruppen Hamas, PIJ, Fatah und al-Qaida sowie weiterer Gruppen. Sie wollen den Gazastreifen zum Friedhof fĂŒr Israelis machen, wenn die israelische Armee dort einmarschieren sollte. Wir werden nicht eher Genugtuung empfinden, bevor wir nicht das Blut der Söhne der Affen und Schweine vergossen haben, meint ein Kommandeur einer Terrorgruppe, und weist mit diesem Spruch hin auf den Koran, der ihn bei seinen Verbrechen leitet: (12)

60. Sprich: "Soll ich euch ĂŒber die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? die Allah verflucht hat und denen Er zĂŒrnt und aus denen Er Affen und Schweine gemacht hat und die den Bösen anbeten. Diese sind in einer noch schlimmeren Lage und noch weiter irregegangen vom rechten Weg."

Derweil sorgt sich Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, der PrĂ€sident des EuropĂ€ischen Parlamentes, um die Vorurteile ĂŒbereinander und die falschen Stereotypen, und die EU bezahlt in diesem Jahr eine Milliarde Euro an die armen PalĂ€stinenser, die unbeirrt ihre Agenda gemĂ€ĂŸ dem Phased Plan verfolgen. Der Iran zahlt und bildet die Terroristen aus, Ägypten sichert gemeinsam mit dem Clan des Mumtaz Doghmoush den stĂ€ndigen Waffenstrom durch die Tunnel nach Gaza, Syrien hilft, wo es kann, und Saudi-Arabien unterstĂŒtzt die Terroristen ideologisch und finanziell mit Millionen Petrodollar.

30. Mai 2007

Quellen

(1) Die RĂ€umung von Gaza. 17. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-08-17_23-09-51.html

(2) The PLO´s "Phased Plan". Adopted at the 12th Session of the Palestinian National Council, Cairo, June 9,1974. Ariel Center for Policy Research
http://www.acpr.org.il/resources/plophased.html

Der Stufenplan der PLO von 1974: PalĂ€stina = Gaza + Westbank + Israel + Jordanien. Übersetzung: Herbert Eiteneier
http://www.eussner.net/artikel_2007-03-30_16-57-55.html

(3) Verpaßte Gelegenheiten? 3. Oktober 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-10-03_20-49-50.html

(4) Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2004. 5./11. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-05_21-26-57.html

(5) The Covenant of the Islamic Resistance Movement (Hamas) 18 August 1988
http://www.mideastweb.org/hamas.htm

(6) The Islamic Reconquest of Palestine. Von Henryk M. Broder, Tagebuch der Achse des Guten, 30. Mai 2007
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/the_isl amic/

(7) Nahost: Olmert und Abbas vereinbaren Treffen. tso/dpa, ZeitOnline, Tagesspiegel, 29. Mai 2007
http://www.zeit.de/news/artikel/2007/05/29/104311.xml
http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/olmert-abbas- treffen-israel/104311.asp

(8) Ärger nach Pöttering-Rede. Von Ulrich W. Sahm, n-tv, 30. Mai 2007
http://www.n-tv.de/808375.html

(9) Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering. Biographie
http://www.cdu-lkos.de/poettering/2/biographie.php

(10) Rede des PrÀsidenten des EuropÀischen Parlaments Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering vor der Knesset. Der PrÀsident des EuropÀischen Parlaments,
30. Mai 2007
http://www.europarl.europa.eu/president/defaultde.htm

"Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit!" Rede des Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering vor der Knesset, Polixea Portal, 30. Mai 2007
http://www.polixea-portal.de/index.php/Main/Artikel/id/16880 4/name/Es+gibt+keinen+Frieden+ohne+Gerechtigkeit

(11) The Islamic Reconquest of Palestine. By David Hornik, FrontPageMagazine.com, May 29, 2007
http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=2846 9

(12) Koran Sure 5. Der Tisch (Al-MĂĄedah)
http://mitglied.lycos.de/muslimmm/koran/derheiligekoran/0000 00923902d622d.htm



Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken