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Die Provinzzeitung L´Indépendant und die Panik in Gaza

Nicht nur Kenner des Orients in deutschen MSM, sondern auch Journalisten französischer Provinzzeitungen nehmen sich der Ereignisse in Gaza an. (1)

Beispielhaft sei der Indépendant vorgestellt, eine Zeitung mit Verbreitung in der Mittelmeerregion, unter anderem im Département Pyrénées-Orientales. Daraus bezieht eine Mehrheit der Bevölkerung ihre Informationen, von der hohen Politik bis zur Ankündigung des katalanischsten aller Regionalgerichte, der Cargolade beim Winzer im Vorgarten. Überregionale Zeitungen werden im Vergleich zu den regionalen L´Indépendant und Midi Libre, beide aus der Le Monde-Gruppe, weniger gelesen. (2)

Die Zeitung stellt nur einige der Beiträge ihrer Print-Ausgabe ins Internet und das auch nur vorübergehend, so daß die Ausbeute von heute erstaunlich ist: ein Analyse genannter Kommentar und zwei Nachrichten sind´s. Angereichert wird der Kommentar des Jean Jolly, vom 18. Juni 2007, mit Informationen über Ereignisse in Gaza und Israël, über die Panikreaktionen der Bewohner von Gaza und über den Raketenbeschuß aus dem Libanon auf Israel. (3)

"Die internationale Staatengemeinschaft wünscht seit Jahrzehnten sehnlichst einen palästinensischen Staat"

Jean Jolly beginnt seine Analyse mit der Behauptung, die Israelis hätten Gründe, zufrieden und erleichtert zu sein, jedenfalls für einige Zeit. Wenn man bei Google israel gaza satisfied eingibt, erhält man eine halbe Million Angebote, in denen nirgends jemals Israel "satisfied" ist, meist sind es die palästinesischen Terrororganisationen oder die Palästinenser insgesamt, oder Ehud Olmert ist zufrieden nach einem Besuch des Toni Blair. Bei den Aktualitäten gibt´s gar keine Ausbeute, niemand ist zufrieden, weder in Gaza noch in Israel; womit auch? Welche Gründe könnte Israel haben, mit der Eroberung Gazas durch die Terroristen der Hamas zufrieden zu sein?

Die Behauptung im nächsten Satz der Analyse hält ebenfalls keiner Überprüfung statt: Die internationale Staatengemeinschaft wünsche seit Jahrzehnten inständig einen Palästinenserstaat. Den wünschen die Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft zu wechselnden Zeiten und aus unterschiedlichen Gründen nicht, weder die islamischen Staaten, noch die EU, die USA, Rußland und China. Den Beweis erbringen diese Staaten seit 1920, die Briten, wobei der Staat von Arabern und Juden gemeinsam gebildet worden wäre, die Erklärungen der arabischen Delegation zur UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, wobei der jüdische Staat Israel und der arabische Staat Palästina abgelehnt werden, die arabisch-israelischen Kriege von 1956, 1967, 1973 und die Intifada I und II. Innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft sind einander entgegenstehende strategische und wirtschaftliche Erwägungen dafür maßgebend, man braucht nur das Szenarium zweier friedlich nebeneinander existierender Staaten, Israel und Palästina durchzuspielen. Spätestens seit dem Sechstagekrieg, vom Juni 1967, gediehe die Zweistaatenlösung vor allem zum Vorteil der USA, die als Folge daraus größte Probleme mit den arabischen Staaten bekämen; denn eine Beruhigung der Lage bedeutete, daß die Bevölkerungen dort nicht mehr gegen Israel in Stellung gebracht werden könnten, was die desolate Lage auf allen Gebieten, politisch, wirtschaftlich, kulturell ins Blickfeld geraten ließe. Könige und Diktatoren, Scheichs und Ayatollahs müßten um ihr Leben fürchten und die internationale Staatengemeinschaft um ihre Energiewirtschaft und Exportmärkte.

Aufrüher, Krawallmacher, Terroristen sind Bürgerkrieger

Auch für Jean Jolly wie für die meisten Journalisten der MSM handelt es sich um einen Bürgerkrieg in Gaza, was verständlich ist, haben sie sich doch, allen voran die Franzosen unter ihnen, schon seit Jahren zugunsten einer politique arabisante verabschiedet von der citoyennité à la française. Eine solche Politik kann nur betrieben werden, wenn man von allem absieht, was dem Begriff des Bürgertums, der Demokratie und der westlichen Kultur an Werten innewohnt. Autos abfackelnde muslimische Jungmannen werden von Politikern und Journalisten zu Bürgern erhoben, die ihre Rechte einfordern: "Il y a une légitimité à la violence ! Il y a une légitimité à la revolte !" Es gibt eine Rechtmäßigkeit der Gewalt! Es gibt eine Rechtmäßigkeit der Revolte! nennt Tariq Ramadan das unwidersprochen, am 13. November 2005, in der Sendung Ripostes des Serge Moati, mitten im heißen Herbst der französischen Vorstädte. Aufrüher, Krawallmacher, Terroristen sind Bürgerkrieger. (4)

Die ganze Sympathie des Analysten gehört den Palästinensern: in Gaza sind sie eingeschlossen zwischen der ägyptischen und der israelischen Armee, und das Westjordanland ist übersät mit jüdischen Siedlungen und isoliert von Jordanien durch eine vollständig militarisierte Zone. Jean Jolly gibt die Gründe so an: in Gaza hätten die islamischen Milizen der Hamas mit Gewalt die Macht ergriffen und machten Jagd auf Anhänger der Fatah, die versuchten, mit ihren Familien nach Israel, ins Westjordanland und nach Ägypten zu flüchten. Warum diese Menschen nach Israel wollen, das von denselben Journalisten über Jahrzehnte als unmenschlichster Gegner der Palästinenser geschildert wird, und warum es eine vollständig militarisierte Zone entlang der Grenze zu Jordanien gibt, erklärt er nicht. Auch die Milizen der Fatah im Westjordanland machten jetzt Jagd auf Anhänger der Hamas, ergänzt er.

Même s´ils s´en défendent et tentent d´accréditer le contraire, les Israéliens sont les pricipaux bénéficiaires de cette nouvelle guerre civile palestinienne. Auch wenn sie sich dagegen verwahren und das Gegenteil glauben machen wollen, sind die Israelis die Hauptgewinner dieses neuen palästinensischen Bürgerkrieges. "Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung", könnte man diese Analyse des Jean Jolly nennen. Der Sieg bestehe darin, daß die palästinensische Bewegung jetzt dauerhaft gespalten sei, wie das schon Menachem Begin und Itzak Shamir gewollt hätten, als sie während ihrer Regierungszeit die Hamas unterstützt hätten. Diese Geschichtsbetrachtung liest man vom palästinensisch-amerikanischen Journalisten Ray Hanania, im linken Counterpunch, und von Friedensfreunden im MidEast Web, einer Gründung von Israelis und Palästinensern, mit dem Hauptunterschied, daß die unbestreitbare Tatsache verschieden interpretiert wird. (5)

Jean Jolly gehört wie Ray Hanania zu der weit verbreiteten Gruppe der linearen Denker, denen die Geschichte eine Aufreihung von Ereignissen bedeutet, die sie vornehmlich von ihrem Ende aus betrachten und beurteilen. Man findet sie auch unter USA-Kritikern, die darauf hinweisen, daß Osama Bin Laden ein Geschöpf der USA sei und von ihnen zu Zeiten als religiöser Streiter im Kampf gegen die Sowjetunion in Afghanistan aufgebaut worden sei. Für sie ist Hamas Hamas, und Osama ist Osama, von Anbeginn und unverändert. Die Komplexität und Variabilität von Strategien, Vorgängen, Folgen und Veränderungen ist ihnen nicht vermittelbar. Sie sehen in den Tunnel zurück, aus dem die Geschichte hervorquillt, und es wird ihnen schwarz vor Augen. Es sind meist Zeitgenossen, die von einer absoluten Wahrheit überzeugt sind. Die Kompatibilität ihrer Ansichten mit denen des Islam und anderer Totalitarismen ergibt sich daraus.

Im MidEast Web des Ami Isseroff liest man über die 1946 in Gaza eröffnete Zweigstelle der Muslimbrüder. Sie wirkt hauptsächlich zur Reorientierung der palästinensischen Araber auf die Religion des Islams, und sie hat relativ wenig zu tun mit Kämpfen gegen Israel und nach 1967 als Opposition gegen die Besatzung, obgleich einige ihrer Mitglieder im Unabhängigkeitskrieg 1948/49 Waffen schmuggeln. Nach dem Yom Kippur Krieg gründet Scheich Ahmed Yassin die Wohlfahrtsorganisation Mujama´; sie richtet Krankenhäuser, Kindergärten und ein Schulsystem ein. Golfstaaten und Palästinenser im Ausland unterstützen die Organisation. Die israelische Regierung ermutigt sie, sich als eingetragene gemeinnützige Einrichtung registrieren zu lassen und unterstützt sie finanziell.

Das trägt der israelischen Regierung heute den Kommentar der Kritiker mit verkürzter Sicht ein, sie hätte die Terrororganisation Hamas deshalb unterstützt, damit sie sich als Kampftruppe gegen die PLO richte. Am lautesten in der Verurteilung der Zusammenarbeit Israels mit Scheich Ahmed Yassin sind diejenigen Kritiker, die bis heute nicht die Gefährlichkeit der islamischen Polit-Ideologie Islam erkennen, der israelischen Regierung aber nun vorhalten, sie hätte Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts die Folgen sehen müssen. Es sind dieselben, die Israel für die Liquidierung Ahmed Yassins verdammen, und die dabei von assassinat sprechen, von Mord.

Die Machtübernahme der Hamas in Gaza führe dazu, daß die öffentliche Meinung die Methoden der Vergeltungsmaßnahmen durch die israelische Armee annehmbarer erscheinen lasse. Die Hamas sei eine Organisation, die von vielen Ländern als eine terroristische Bewegung eingeschätzt werde. Diese Formulierung zeigt, daß Jean Jolly anderer Ansicht ist. Die internationale Staatengemeinschaft habe den Staatsstreich der Hamas kritisiert (sic!) und halte die Maßnahmen des Mahmud Abbas für legitim. Diese Haltung sei aufschlußreich für den Zustand der Befindlichkeit der Großmächte, da Ismail Haniyeh und seine Minister offiziell eingeführt worden seien durch den Gesetzgebenden Rat, in dem die Hamas seit den Wahlen vom Januar 2006 die Mehrheit hat. Die Frage nach der mehrheitlich von den Deutschen "demokratisch" gewählten nationalsozialistischen Herrschaft sollte man diesem Analysten besser nicht stellen.

Die Befürchtungen der anderen arabischen Staaten und der Leichtsinn der intenationalen Staatengemeinschaft

Diese Formulierung zeigt, daß Jean Jolly von Palästina als einem Staat ausgeht, oder was heißt sonst: Les préoccupations des autres pays arabes? Wo und welcher ist der eine? Es folgt die Anklage der Absichten Israels und der USA, die die Fatah deshalb unterstützten, das Embargo aufheben und die Wirtschafts- und Finanzhilfe wieder aufnehmen wollten, um besser die Schwäche der neuen Regierung zu zeigen und sie in den Augen der Araber zu kompromittieren. Die Befürchtungen der arabischen Staaten aber lägen woanders, im Libanon, wo die Zusammenstöße zwischen den Anhängern der Regierung Siniora und der Hezbollah in solche zwischen dem Libanon und Syrien ausarten könnten; im irakischen Kurdistan, an dessen Grenze die türkische Armee aufmarschiere; im Irak, wo die Amerikaner unfähig seien, den Bürgerkrieg (sic!) zu beenden; im Iran, das sein Nuklearprogramm trotz der Warnungen der Vereinten Nationen fortsetzt.

Die internationale Staatengemeinschaft nimmt´s leicht, meint Jean Jolly, zig Tote und Hunderte von Verletzten in Gaza und im Westjordanland wiegen nicht schwer im guten internationalen Gewissen. Was ein internationales Gewissen sein soll, erklärt er nicht - vielleicht etwas ähnliches wie das der Volksgemeinschaft? Israel ist auch diesmal gemeint mit der passivischen Formulierung. Ärzte gäben Appelle aus, forderten Medikamente, um die Verletzten der Kämpfe zu heilen, mais ils n´ont pas été entendus, aber sie sind nicht gehört worden, im Gegenteil, die Blockade werde verschärft. Die Israelis verkündeten, daß sie nichts passieren ließen außer Elektrizität und Wasser. Das neue Drama der Palästinenser von Gaza fange erst an. Auch diesmal können die Palästinenser nichts dazu, obgleich sie selbst die Terroristen gewählt haben, unter denen sie leiden. Jean Jolly spricht ihnen jede Verantwortung für die Zustände ab. Anderthalb Millionen Einwohner von Gaza seien in einer Falle gefangen, in dieser kleinen Enklave ohne große Ressourcen. (6)

Die Palästinenser treiben in ihrem Schicksal wie das Schneewittchen des Dror Feiler auf dem Meer von roter Tinte. Der Analyst Jean Jolly verkleistert den Lesern die Tatsachen und gibt Israel an allem die Schuld. In dieser Kunst bringen es die französischen Journalisten zu unerreichter Könnerschaft; 40 Jahre Arabienpolitik Frankreichs machen´s möglich.

In Gaza herrscht Panik

In einem weiteren Artikel schildert der Indépendant die Zustände der Panik in Gaza, die Hamsterkäufe, das Ende der Benzinvorräte: "Wir wollen nur unsere Kinder ernähren." Man hat es sich so vorzustellen, daß eineinhalb Millionen unschuldig in die Falle geratener Bürger nun für die Machenschaften anderer büßen sollen, wobei die anderen die Israelis sind. Die Palästinenser haben Angst vor dem Unbekannten, was heißt, daß sie nichts wissen, keine Ahnung haben, woher ihre Lage kommt: "Plus d´essence", steht an vielen Tankstellen, was doppeldeutig auch bedeutet: Nichts Wesentliches mehr. Im Artikel wird der Eindruck vermittelt, daß blau-uniformierte Ordnungskräfte der Hamas inzwischen das Alltagsleben regeln, Kriegsprofiteure sollten am Horten und Preistreiben gehindert werden. Die Hamas-Kämpfer sind als Polizei tätig. (7)

Palästinensischer schießen Raketen aus dem Libanon

Nach den Angaben des Indépendant sind es zwei, sie seien von einer palästinensischen Organisation aus dem Süden des Libanon auf die israelische Stadt Kyriat Shmona abgeschossen worden. Das weckt beim Autor des Artikels nicht etwa Ängste um die Bevölkerung, die in der Stadt lebt, sondern solche vor einem erneuten Krieg der Israelis gegen den Libanon, zehn Monate nach Beendigung des zweiten Libanonkrieges. Israel habe umgehend reagiert und fünf Granaten geschossen, was die israelische Armee dementiert habe. Es seien die ersten Raketen aus dem Südlibanon seit dem Ende des letzten von Teheran und Damaskus unterstützten Krieges, in dem 4000 solcher Geschosse gegen Galiläa gerichtet gewesen seien. (8)

Wer mehr darüber wissen will, kann sich auf die Berichterstattung des Indépendant nicht verlassen. Es beginnt damit, daß aus dem mitten im Zentrum der Zone der UNIFIL mit seinen nepalesischen und indonesischen Kontingenten liegenden Dorf Taïbé/At-Tayyabah, im Südlibanon, nicht zwei, sondern drei von vier Raketen abgeschossen werden. Eine wird zurückgelassen, und eine zweite ist in unmittelbarer Nähe des Lagers der UNIFIL niedergegangen. Die anderen zwei sind in Israel niedergegangen und haben leichte Schäden verursacht. Die Außenministerin Tzipi Livni äußert ihr Mißfallen gegenüber einer ineffizienten UNIFIL. Die Vereinten Nationen fordern in ihrer Resolution Nr. 1701 die Entwaffnung der Hezbollah und die Aufstellung von Truppen der UNIFIL an der Grenze, um den Norden Israels zu schützen. Was macht die UNIFIL, fragt Steve Burger, im IsraelValley. Französische Medien vermelden es: sie sind im Alarmzustand. (9)

Primo Europe veröffentlicht einen Artikel und einen Kartenausschnitt der Vereinten Nationen. Ersichtlich ist die Lage der Abschußstelle der Raketen, direkt unter den Augen der UNIFIL. (10)

Die Darstellung des arabisch-israelischen Konflikts im Indépendant ist beispielhaft für die Informations- und Meinungspolitik der französischen Medien. Von seltenen Ausnahmen abgesehen, berichten auch die überregionalen Medien nicht anders. Manchmal liest man im Figaro Einschätzungen, die nicht sofort den ganzen Haß des Autors gegen die Juden und gegen Israel vermitteln. Dann fragt man sich, ob´s der jüdischen Weltverschwörung in Gestalt des Serge Dassault zu danken ist, der in seinem früheren Leben Serge Bloch hieß.

18. Juni 2007

Quellen

(1) Hamas: Das Zeitalter von Gerechtigkeit und islamischer Herrschaft ist gekommen. 16. Juni 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-06-16_20-09-29.html

(2) Cargolade. Le plus catalan des plats locaux. Histoire du Roussillon
http://histoireduroussillon.free.fr/Decouvrir/Recettes/Cargo lade.php/

(3) France - Monde. Independant.com
http://www.lindependant.com/INDEPENDANT-France-Monde.php5

(4) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Ripostes. Présenté par Serge Moati, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/007564/11/130037.cfm

(5) Sharon´s Terror Child. How the Likud Bloc Mid-wived the Birth of Hamas. By Ray Hanania, Counterpunch, January 18/19, 2003
http://www.counterpunch.org/hanania01182003.html

A History of the Hamas Mouvement. MidEast Web
http://www.mideastweb.org/hamashistory.htm

(6) Un État phantôme occupé et déchiré avant même sa création. L´analyse de Jean Jolly. L´Indépendant, 18 juin 2007
http://www.lindependant.com/articles/2007/06/18/20070618-Fra nce-Monde-Un-Etat-fantome-occupe-et-dechire-avant-meme-sa-cr eation.php5

(7) Un vent de panique souffle sur la bande de Gaza. L´Indépendant, 18 juin 2007
http://www.lindependant.com/articles/2007/06/18/20070618-Fra nce-Monde-Un-vent-de-panique-souffle-sur-la-bande-de-Gaza.ph p5

(8) Une organisation palestinienne au Liban tire deux roquettes sur Israël, L´Indépendant, 18 juin 2007
http://www.lindependant.com/articles/2007/06/18/20070618-Fra nce-Monde-Une-organisation-palestinienne-au-Liban-tire-deux- roquettes-sur-Israel.php5

(9) News: Israël Liban Flash : 4 roquettes tirées contre Israël provenant du Liban Sud. Mais que fait la FINUL ? Par Steve Burger, IsraelValley, 18 juin 2007
http://www.israelvalley.com/news/2007/06/18/10913/israel-lib an-flash-4-roquettes-tirnnes-contre-isrannl-provenant-du-lib an-sud-mais-que-fait-la-finul

(10) Rapide et efficace FINUL, Primo-Europe.org, 17 juin 2007
http://www.primo-europe.org/impression.php?numdoc=Ac-3154422 3



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