
"Frankreich für neutral erklären", ein Ziel der Glaubenskämpfer
"Sagen Sie Herrn Sarkozy, daß wir bereit sind, allen Groll zu vergessen, den wir gegen Frankreich haben, wenn Sie sich von Israel distanzieren." Abu Abdallah al-Maqdissi, der diesen Aufruf an den Präsidenten der Republik richtet, ist ein bedeutender Glaubenskämpfer, der in Jordanien halb im Untergrund lebt, en semi-clandestinité. Dieser in der Türkei ausgebildete palästinensische Ingenieur ist unter Pseudonym der Autor eines Buches über die verschiedenen Etappen des Kampfes von al-Qaida seit zehn Jahren. Nach einer langen Schmährede über die "Verbrechen", die er Frankreich im Verlauf seiner Geschichte zuschreibt (Kolonialisierung, Verbot des Kopftuchs in der Schule etc.) mäßigt der Sprecher der Glaubenskämpfer seine Worte: "Wir haben nichts gegen das französische Volk, das gute Dinge vollbracht hat für die arabisch-muslimische Welt, aber die einzige Art und Weise, Ihnen diese Fehler verzeihen können, ist die Beendigung der Unterstützung Israels, und das Abrücken von den Amerikanern."
"Wir würden Frankreich gern neutral sehen," endet dieser Kamerad des Abu Moussab al-Zarqawi, des Gründers der Qaida im Irak, der durch die Amerikaner 2006 ausgeschaltet wurde. Unausgesprochen: daß Frankreich fortfahre, weltweit gegen die amerikanische Supermacht zu sein, wie es den Irakkrieg betreffend gehandelt hat. Die Warnung ist klar.
"Neutraliser la France", un objectif des djihadistes. Par G. M. (Georges Malbrunot), Le Figaro, 6 juillet 2007, page 2
Übersetzung: Gudrun Eussner, 6. Juli 2007
Anmerkung von mir: Deutlicher kann man es nicht zeigen, wohin die französische und die europäische Politik gegen die USA führen: Den muslimischen Eroberern wird damit zugearbeitet. Das soll nicht mit der Gegnerschaft zum Irakkrieg beendet sein, sondern davon fordern die Eroberer mehr.
|