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Konvertieren - sich profilieren - herrschen

In den Tagesthemen der ARD, vom 6. September 2007, nimmt sich Tom Buhrow der Konvertiten an. Zu Wort kommen l├Ą├čt er den 32-j├Ąhrigen t├╝rkischst├Ąmmigen Birand Bing├╝l, Redakteur der Sendung Cosmo TV des WDR. F├╝r die ZEIT endeckt wird er von J├Ârg Lau, am Rande einer Kongressanh├Ârung ├╝ber Migration und Muslime in Europa. Das gibt die n├Âtigen Weihen, das ist Glaubw├╝rdigkeit pur. Es signalisiert, da├č der Redakteur J├Ârg Lau bis in die Machtzentren der USA Kontakte hat und dort geh├Ârt wird, es hei├čt, da├č Birand Bing├╝l im Dunstkreis der Macht f├╝r den WDR t├Ątig ist, und was er von sich gibt, schon deshalb glaubhaft und bedenkenswert ist.

Pierre Vogel alias Abu Hamza

Wir erfahren von Birand Bing├╝l ├╝ber die Islam-Konvertiten das, was sie selbst dazu sagen. Er weist hin auf die zahlreichen den Pierre Vogel bei der Islamisierung Deutschlands zeigende Videos bei YouTube. Ich habe davon einige gesehen, in denen der deutsche Prediger in Kanak-Sprak seinen Allah anpreist bis zum Abwinken. Wenn´s nicht so gef├Ąhrlich w├Ąre, k├Ąme man aus dem Lachen nicht heraus. Beispiel: Im Islam hei├čt Glauben wissen, vollkommen ├╝berzeugt! Weitere Beispiele des Predigers in Aktion sind auf der Site anzuklicken. (1)

Birand Bing├╝l zeigt den Konvertiten bei der Instant-Konversion eines jungen M├Ądchens: "... und bezeuge, da├č Mohammed der Gesandte Allahs ist", betet er vor, das M├Ądchen spricht´s brav nach, Pierre Vogel kreischt ein lautes Allahu Akhbar!, einige Gl├Ąubige stimmen in den Ruf ein, und fertig ist die neue Muslima.

Dann kommt Pierre Vogel als Enkelsohn ins Bild; er besucht seine Gro├čmutter: Sie ist evangelisch, wie er damals bei seiner Konfirmation. Oma und Enkel schauen alte Fotos an, darunter eines, das den Firmling zeigt. Fr├╝her war er Preisboxer, heute nennt er sich Abu Hamza und engagiert sich f├╝r Allah, informiert Birand Bing├╝l. Abu Hamza, Vater des L├Âwen.

O-Ton des Abu Hamza: Da wir nat├╝rlich davon ├╝berzeugt sind, also, da├č Islam der einzig wahre Weg zu Gott ist, die Rettung vor Strafen der H├Âlle, und der Weg ins Paradies, in die ewige Gl├╝ckseligkeit, da wir f├╝r unsere Mitmenschen Barmherzigkeit empfinden, versuchen wir, das nat├╝rlich r├╝berzubringen. Aber das geht nicht mit Zwang.

Anstatt nun einen Satz zur mittelalterlichen Vorstellung der Wege ins Paradies oder in die H├Âlle zu bringen, vielleicht zu erw├Ąhnen, da├č Suizidbomber wie die in Israel und die in Deutschland gerade an ihrem Verbrechen gehinderten Konvertiten sich den Weg ins Paradies w├Ąhlen, da├č in die H├Âlle kommt oder gar durch Glaubensbr├╝der zwangsweise in sie eingewiesen wird, wer vom Islam abf├Ąllt, l├Ą├čt der Islam-Reporter der ARD die Kamera auf die liebevoll Fotos sichtende Gro├čmutter schwenken. Der Islam als einzig wahre Religion, aber Terror verurteilt Pierre Vogel aufs sch├Ąrfste, er wolle den Menschen den friedlichen Islam nahebringen, spricht Birand Bing├╝l dazu, und seine Stimme ist die von einem, der nicht einen Augenblick an dem zweifelt, was Pierre Vogel sagt, sonst h├Ątte es vielleicht ein wenig z├Âgernder gehei├čen: F├╝r Pierre Vogel ist der Islam die einzig wahre Religion, aber trotz der Aufforderung des Korans, die Ungl├Ąubigen zu t├Âten, 187mal W├Ârter des Verbstammes qtl=t├Âten, davon 25mal im Imperativ: T├Âtet sie! siehe als Beispiel die Verse der Suren 2:191, 4:89, 4:91, 5:32, 5:33 (Rechtfertigung des Mordes an Theo van Gogh), 8:39, 9:5, 33:61, die Ungl├Ąubigen n├Ąmlich, die Juden und Christen, will Pierre Vogel den Islam anders interpretieren. (2)

Am Rande sei angemerkt, da├č der Koran auf der Site Kirche&Theologie im Web nicht mehr aufgerufen werden kann, stattdessen aber eine Seite Islam geboten wird, mit direkten Links zum Zentralrat der Muslime in Deutschland und zur Bundesanstalt f├╝r politische Bildung. Die Site ist dem ├╝blichen Dialog gewidmet, nicht mehr dem Originaltext des Korans. (3)

Es folgt eine Information ├╝ber Konversionen der letzten Jahre: Auch wenn die genaue Zahl niemand kennt: immer mehr Menschen f├╝hlen sich zum Islam hingezogen, Tausende wurden in den letzten Jahren zu Anh├Ąngern Mohammeds. Die dazu gezeigten Menschen sind M├Ąnner in einer Moschee, obgleich es bekannt ist, da├č mehr Frauen als M├Ąnner konvertieren - kein Wunder, neigen Frauen doch eher zum Masochismus als M├Ąnner. F├╝r ein Interview mit den Menschen zweiter Klasse h├Ątte eine Interviewpartnerin in die Moschee geholt werden m├╝ssen, um die hinter Gittern geparkten Musliminnen vors Mikrofon zu bekommen. Eine Erkl├Ąrung w├Ąre f├Ąllig gewesen, da├č er, Birand Bing├╝l Frauen in der Moschee nicht interviewen darf. Die Formulierung Anh├Ąnger Mohammeds ist nicht zutreffend. Die Konvertiten unterwerfen sich dem Islam. Die von Birand Bing├╝l suggerierte Freiwilligkeit der Anh├Ąngerschaft besteht nicht.

Kai L├╝hr

Islamwissenschaftler w├╝├čten, da├č eine winzige Minderheit sich isoliere und radikal werde, f├Ąhrt Birand Bing├╝l fort, wobei er nicht erkl├Ąrt, was unter radikal hier verstanden werden soll: die muslimischen Terroristen jedenfalls subsumiert er darunter mit keinem Wort. Stattdessen schwenkt nun die Kamera auf Kai L├╝hr, einen K├Âlner B├╝rger, der beruflich und privat K├Ârper und Geist in Einklang zu bringen versuche: der Arzt und Naturheilkundler ist auch konvertiert. Er sagt, bei der Suche nach dem wahren Glauben sei er auf den Islam gesto├čen. Was die beiden deutschen Konvertiten dazu bewegte, Terrorpl├Ąne zu schmieden, kann er nicht nachvollziehen. Diese S├Ątze werden nun nicht erkl├Ąrt oder gar in Frage gestellt, Birand Bing├╝l erw├Ąhnt nicht, da├č fundamentalistische Muslime, was die Konvertiten in den meisten F├Ąllen sind, die Aufforderungen des Korans w├Ârtlich nehmen, wozu auch die Pflicht zur Ermordung von Ungl├Ąubigen geh├Ârt, sondern die Kamera schweift durch die mit erlesenem Geschmack eingerichtete Praxis des Kai L├╝hr. Medizinische Darstellungen von M├Ąnnern befinden sich an den W├Ąnden.

Als deutscher B├╝rger geht mir ein Zittern ├╝ber den K├Ârper, sagt er ├╝ber die Nachrichten zum ausgehobenen Terrornest im Sauerland. Er schlage sich an den Kopf, und er frage sich: Was mag in den K├Âpfen solcher Menschen vorgehen? Der Islam und die Lehre seiner gewaltsamen Verbreitung geht darin vor, h├Ątte Birand Bing├╝l anbieten k├Ânnen.

Kai L├╝hr sagt von sich unter Beifall, in einem knapp f├╝nfmin├╝tigen Video: Ich bin vor zwei Jahren, alhamdolillah, zum Islam konvertiert, und f├╝r den Beifall bedankt er sich in arabischem Gemurmel. Er will den friedlichen Islam, der er im Ursprung ist und immer sein wird, bewahren. Er habe kein eigenes Statement vorbereitet zum sogenannten (sic!) Terror in Deutschland, man d├╝rfe ruhig dar├╝ber nachdenken, warum noch keine Bombe hochgegangen ist, wobei er den Grund selbstverst├Ąndlich im friedlichen Islam ausmacht und nicht in der akribischen Arbeit westlicher Nachrichtendienste. Er liest eine Erkl├Ąrung, vom 25. August 2006, von 16 muslimischen Verb├Ąnden zu den verhinderten Bombenattentaten auf die Regionalbahnen in NRW vor, sie finde sich auf islam.de., vom Samstag, den 28. August 2006: Nicht in unserem Namen! Muslimische Verb├Ąnde gegen Terror und Gewalt. Es kommt der sattsam maltr├Ątierte Spruch aus Sure 5:32: Wer einem unschuldigen Menschen das Leben nimmt, handelt so, als ob er die gesamte Menschheit t├Âtet. Er erkl├Ąrt nicht, was im Islam unter unschuldig verstanden wird, was die heutigen Muslime beispielsweise darunter verstehen. Von der sechs Millionen Juden z├Ąhlenden Bev├Âlkerung Israels ist demnach keiner unschuldig, zahlreiche Fatawa der Scheichs Yusuf al-Qaradawi und Mohammed Said Ramadan al-Bouti belegen dies. Auch Salman Rushdie und Theo van Gogh sind keine unschuldigen Menschen. Dem Islam nach ist kein einziger Ungl├Ąubiger unschuldig und erst recht kein Jude, der auf ehemals islamischem Gebiet wohnt. Der Satz gilt nur innerhalb der Ummah, unter Muslimen. Jeder Muslim darf dem Koran nach jederzeit im Namen Allahs t├Âten. Daher sind in muslimischen Staaten gro├če Hindernisse gesetzt, M├Ârder zu belangen, die im Namen Allahs t├Âten. Auch in nichtmuslimischen Staaten gibt´s die ber├╝chtigten Ehrenmorde, die laut Islam legitim sind. Europ├Ąische Gerichte stellen sich darauf bereits ein. Sure 5:32 und 5:33 lauten so, und Mohammed erw├Ąhnt ausdr├╝cklich nicht seine Glaubensgenossen, sondern die Juden, die Kinder Israels: (4)

Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, da├č, wenn jemand einen Menschen t├Âtet, ohne da├č dieser einen Mord begangen h├Ątte, oder ohne da├č ein Unheil im Lande geschehen w├Ąre, es so sein soll, als h├Ątte er die ganze Menschheit get├Âtet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erh├Ąlt, es so sein soll, als h├Ątte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg f├╝hren und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, da├č sie get├Âtet oder gekreuzigt werden oder da├č ihnen H├Ąnde und F├╝├če wechselweise abgeschlagen werden oder da├č sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird f├╝r sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.

Am 25. August 2006 ist die Erkl├Ąrung auf dem Kinderkurier.de der Tanja Taube ver├Âffentlicht und schw├Ârt alle am Islam interessierten Kinder auf die Friedfertigkeit des Islams ein. Die Kinder lernen, da├č die armen Muslime von den Terroranschl├Ągen doppelt betroffen sind: Einerseits sind wir als Teil der Gesellschaft ebenso ein potentielles Ziel von Anschl├Ągen wie alle anderen Mitb├╝rger auch, andererseits m├╝ssen wir verst├Ąrkt darunter leiden von vielen als "Mitschuldige" betrachtet zu werden. Es ist das alte Lied: die Muslime sind immer Opfer. (5)

Auf dem Podium erkennt man au├čer Kai L├╝hr vier weitere M├Ąnner; einer von ihnen ist Pierre Vogel alias Abu Hamza. Hamza nennt sich auch Roberto Hamza Piccardo, der beste Freund des Campo Antiimperialista und aktive K├Ąmpfer f├╝r die kommunistische Partei Refundazione comunista, der Nationalsekret├Ąr der von ihm mitgegr├╝ndeten wahhabitischen Unione delle comunit├á islamiche in Italia (UCOII), der Vereinigung der Islamischen Gemeinden in Italien. (6)

Der Name ist Programm. Auch im Islam ist der L├Âwe ein starkes Tier. Der Hass-L├Âwe Simba vertreibt im Hamas TV die Fatah: Sein Lookalike verk├Ârpert die Hamas selber: Ein ruhiger, stolzer L├Âwe, der die Ratten von der konkurrierenden Fatah aus dem Gaza-Streifen vertreibt. Sicher, auch einen Judenstern wischt der Hass-L├Âwe mit der Pfote beiseite. Aber das Filmchen zeigt eindringlich, das f├╝r die Hamas derzeit der Kampf gegen die innerpal├Ąstinensische Konkurrenz von herausragender Bedeutung ist. (7)

Da gibt´s ´nen L├Âwen, der vor erwartungsvollen Muslimen Allah r├Âhrt, man google Islam - L├Âwe auf den deutschen Seiten, und der ganze Spuk ist in 315 000 Angeboten zu haben, beispielsweise Abbas: (m) L├Âwe, Onkel des Propheten Muhammad (a.s.s.). (8)

Tanzen und Schwatzen mit der DITIB und der deutschen Politik

Birand Bing├╝l zeigt nach dem Interview mit Kai L├╝hr eine Folklore-Stunde bei der islamisch-t├╝rkischen DITIB in K├Âln. Alle T├Ąnzerinnen und T├Ąnzer sind auch in der muslimischen Gemeinde aktiv. Die 30 jungen T├╝rken sind unter sich: Konvertiten sind nicht dabei, aber in der Schule interessieren sich deutsche M├Ądchen offenbar verst├Ąrkt f├╝r das Thema. Soweit zur Integration der T├╝rken in die deutsche Gesellschaft.

Yasemin Kaya erz├Ąhlt, da├č aus dem Arabisch- und T├╝rkischunterricht Interesse am Islam erwachse: Und einige von denen hatten auch t├╝rkische (sic!) Freund, also ´n Freund hatten die auch, und dann, schon gegen Ende des Beitrags kommt die Politik zu Worte, die nach den vereitelten Terroranschl├Ągen alarmiert sei, die Konvertiten r├╝cken in den Blickpunkt, so des Innenministers von Bayern G├╝nther Beckstein:

Nat├╝rlich ist nicht jeder Konvertit ein gef├Ąhrlicher Mensch, ein Terrorist, es gibt Leute, die gerade aus Humanismus (sic!) heraus auch konvertieren, aber wenn ein Konvertit bei einem islamistischen fanatischen Bereich erscheint, in einer Gruppe, die auch Gewalt f├╝r m├Âglich h├Ąlt, dann ist allerdings eine hohe Aufmerksamkeit der Sicherheitsbeh├Ârden notwendig.

Die Kamera schwenkt wieder in die Moschee, zu den in Reih´ und Glied betenden M├Ąnnern: Die Aufgabe ist schwer. Optimale Polizeiarbeit zu leisten, ohne die Konvertiten pauschal zu stigmatisieren. Damit ist der Vierminutenbeitrag beendet, in dem Konvertiten, eine T├╝rkin, die der deutschen Sprache nicht m├Ąchtig ist, sowie der bayerische Innenminister mit beschwichtigenden Worten vorkommen. (9)

Biran Bing├╝l: Ansichten und Thesen ├╝ber die Rolle der T├╝rken in Deutschland

Birand Bing├╝l, die Entdeckung des J├Ârg Lau, ist auch Verfasser von Ansichten und Thesen ├╝ber die Rolle der T├╝rken in Deutschland. Die fand Lau so interessant, dass er ihn ermunterte, sie aufzuschreiben. Das Resultat ist hier zu lesen. Einige Einsch├Ątzungen daraus: (10)

  • Kulturelle und religi├Âse Aspekte halte ich f├╝r ├╝bersch├Ątzt ÔÇô ├╝brigens auf beiden Seiten. Sie werden bis heute untersch├Ątzt.
  • Es ist skandal├Âs, dass laut Internationaler Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu-Studie) des Internationalen Verbandes f├╝r Bildungsforschung Ausl├Ąnderkinder bei gleicher Leistung schlechtere Noten als deutsche bekommen. Arme deutschst├Ąmmige Kinder k├Ânnen ebenfalls schlechtere Noten bekommen als reiche - ich bin das beste Beispiel. Ich konnte nie besser sein als die Tochter des Direktors des Elektrizit├Ątswerkes Minden-Ravensberg.
  • "Bunlarn hepsi Nazi", das sind doch eh alles Nazis. Ich bin von 1965 bis 1968 jeweils mehrere Monate in der T├╝rkei gereist, von Istanbul nach Konya, von Antalya nach Egridir, von Kayseri nach Malatya, von Erzurum nach T├Ąbriz und Teheran. ├ťberall in der T├╝rkei h├Ârte ich: Hitler gut!
  • Wir lebten nicht weit von Solingen. Ich war keine 18 und war mir immer ziemlich normal vorgekommen: Ich ging auf eine normale deutsche Schule, war im deutschen Sportverein, hatte eine deutsche Freundin. Hier widerlegt er, was er eben ├╝ber die Position der T├╝rken in unserer Gesellschaft gesagt hat.
  • "Integration ist sinnlos ohne Teilhabe an der Macht. Wenn ich von Integration spreche, dann meine ich keine romantische Mischung der Rassen, sondern eine wirkliche Aufteilung von Macht und Verantwortung." Martin Luther King ├Ąu├čert sich hier in schlimmstem Rassismus. Er will als Schwarzer an der Macht teilhaben, sie soll zwischen Schwarzen und Wei├čen aufgeteilt werden, als Schwarzer will er die Macht, sonst w├╝rde sich der ganze Satz er├╝brigen; als T├╝rke will Birand Bing├╝l an der Macht teilhaben.
  • Das gr├Â├čte Hindernis auf dem Weg dorthin ist, dass die Deutscht├╝rken in zahlreiche Gruppen zersplittert sind. Gerade das b├Âte die M├Âglichkeit zur Integration dieser Kleingruppen in unsere Gesellschaft. Stattdessen will er eine einzige T├╝rkengruppe, die den Einheimischen Macht abnimmt oder gar abjagt: Die Partei der Deutscht├╝rken.

Birand Bing├╝l redet der Festschreibung der Trennung von t├╝rkischen Muslimen und nicht-muslimischen Deutschen das Wort. Im Vergleich zu den Forderungen des Martin Luther King kommt hinzu, da├č in Deutschland eine Aufteilung der Macht zwischen Deutschen und T├╝rken nicht zu vergleichen ist mit einer Beteiligung von Schwarzen unterschiedlicher Religion an der Macht in den USA. Die T├╝rken sind inzwischen auf dem Wege der Islamisierung. Nicht umsonst ist jetzt erstmalig ein T├╝rke unter den Attent├Ątern. Die Einigung der Deutscht├╝rken w├╝rde immer gegen die nicht-t├╝rkische Bev├Âlkerung ablaufen. Birand Bing├╝l fordert die Machtausweitung unintegrierter T├╝rken, und solches findet J├Ârg Lau interessant f├╝r die Leser der ZEIT.

Stefan Weidner

Aber nicht nur er. Auch die S├╝ddeutsche Zeitung (SZ), die keinen Platz findet f├╝r die Ver├Âffentlichung des Artikels Fl├╝chtling im eigenen Land, von Robert Redeker, obgleich Fritz Glunk, von der Gazette, dem Heribert Prantl gern ein Forum f├╝r sein Geprantle gibt, hat ihre Islamapologeten im Angebot. Heute ist´s Stefan Weidner, f├╝r den die Konversion zum Islam ein Mysterium ist, dem er allerdings nichts abgewinnen k├Ânne, weil er einfach keine autorit├Ąren Typen ausstehen k├Ânne, selbst wenn sie Allah hei├čen. Solches steht in der SZ unter der Rubrik Kultur, der Vorschlag an den autorit├Ąr strukturierten Teil der Deutschen, der Politideologie Islam beizutreten und den Auftrag Mohammeds jetzt umzusetzen, die Belohnung, wenn man gehorcht: Warum der Islam auch f├╝r Westler so verf├╝hrerisch sein kann, es aber f├╝r den Freigeist Stefan Weidner nicht ist. (11)

Er macht uns weis, da├č Allah, den er Gott nennt, in seinen eigenen Worten wettere. Diese Formulierung zeigt, da├č er anscheinend doch zum Islam konvertiert ist, sonst w├╝rde er erkennen, da├č ein selbsternannter Prophet und auf dubiose Weise in die Machtpositionen geratene Nachfolger, Kalifen, Sultane, Emire und andere Eroberer wettern, die Bev├Âlkerung unterdr├╝cken, sie f├╝nfmal am Tag mit dem Gesicht in den Staub zwingen, er w├╝rde davon schreiben, da├č sich manche Koranleser deshalb pers├Ânlich angeredet f├╝hlen, weil ihnen der Text Allmachtsgef├╝hle vermittelt. Es ist angeblich Allah, der jeden Muslim beauftragt, Macht auszu├╝ben ├╝ber die Ungl├Ąubigen. Das ist die vielgepriesene Klarheit, die den gl├Ąubigen Muslimen ein einfaches Leben in Geborgenheit vort├Ąuscht. Den Herrschern und Imamen gegen├╝ber haben sie nichts zu sagen - so gleicht es sich aus. Wer am transzendenten Prinzip zweifelt, geht bei der Herrschaftssicherung ├╝ber die Gesellschaft und beim Beutemachen leer aus. Dies ist, meine ich, die Urszene jeder pers├Ânlich motivierten Konversion. Religionswissenschaft und Soziologie haben dazu nicht viel zu sagen. Der Verfassungsschutz allerdings sehr wohl.

Deshalb nennt er die Politik nicht; denn er geht anscheinend aus vom demn├Ąchst gewonnenen Kampf der totalit├Ąren Politideologie Islam ├╝ber den Rest der Welt: charia coming soon. Man mu├č als Konvertit keinen seelischen Schaden haben, aber er kann hilfreich sein bei der Beschleunigung der Selbstaufgabe. Wer sich vor 1989 in sozialistischen Kreisen aufgehalten hat, in Ost oder West, der wei├č, wovon die Rede ist: es geht um die Geborgenheit in der Partei durch die Zur├╝ckstellung der eigenen Individualit├Ąt und sp├Ąter die der anderen Genossen, freiwillig oder gewaltsam. Wer sich vor 1945 in Nazi-Deutschland wohlgef├╝hlt hat, in der Volksgemeinschaft oder als j├╝ngerer Mensch zumindest nachempfinden kann, worum es dabei geht, der hat keine Schwierigkeit, das Ph├Ąnomen der Konversion zum Islam zu begreifen, der wird sich nach dem todbringenden Allah an seiner "Halsschlagader" sehnen:

Ein Volk kommt ├╝ber Euch, das den Tod so liebt wie Ihr das Leben! hei├čt der Schlachtruf der Glaubensk├Ąmpfer bei der Eroberung Baghdads schon in der ersten Schlacht Dhat Al-Salasil im Euphratdelta, 634 d.Z. (12)

Das ist das Angebot der Brautwerber, und Stefan Weidner bezieht nicht nur sich, sondern auch seine Leser ein in sein Delirium: wir ... wir Demokraten gar, sind vernarrt in alle Arten von Versicherungen, wir wollen, Hand aufs Herz, von der eigenen Kultur Geborgenheit, uns fehlt im Christentum Herznahrung. Ja, geht´s noch? Die SZ gibt nicht einem Analysten der Hysterie, sondern einem Islamwerber Raum, seinen furchtbaren und anheimelnden Gott zu verkaufen? Gibt´s daf├╝r Petrodollar aus Saudi-Arabien, Heribert Prantl? Und merk´ Er sich: wo es keine Pers├Ânlichkeit gibt, da ist auch keine Pers├Ânlichkeitsspaltung.

Darf ich die Statistik dar├╝ber, da├č Muslime (gleich ob gl├Ąubig oder nicht) ... rein statistisch betrachtet, umg├Ąnglicher (sind) als der durchschnittliche Mitteleurop├Ąer, darf ich die einmal sehen?

Unter der ├ťberschrift Zu streng mit diesem Gott folgen Sch├╝ttungen von Spekulation: Die gottsucherische Seite des Islams, wo bitte, soll die sein? Es geht darum, da├č Willk├╝rherrscher Allah die Muslime angeblich gefunden hat und ihnen nun diktiert, was sie zu tun haben. Das meint die Jewish World Review seinerzeit mit dem herrlichen Spruch, f├╝r den ich leider keinen Link habe: Es ist die Entscheidung des Menschen, des einzelnen. Wer glaubt, Gott h├Ątte ihn gefunden, der geh├Ârt zum Psychiater. Konvertiten geh├Âren zwar dorthin, leider aber lassen sie sich vereinnahmen als willf├Ąhrige Diener der Machtanspr├╝che muslimischer Funktion├Ąre. Wir m├╝ssen durch Parteieintritt - in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien - dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden. (13)

Glaubenseifer und ├ťberzeugungsdrang geh├Âren nun mal dazu, wenn man pl├Âtzlich etwas gefunden hat, das einem zum Paradies geworden ist, meint Hadayatullah H├╝bsch. Er arbeitete acht Jahre f├╝r die FAZ, war lange Vorsitzender des Hessischen Schriftstellerverbandes und ver├Âffentlichte zahlreiche Essays, Sachb├╝cher und Gedichtb├Ąnde, schreibt die Berliner Zeitung, die Stimme des aufgekl├Ąrten Obskurantismus. Dieser Mann, der, wie die Orientalen sagen w├╝rden, keinen Fu├č hat in den Wahrheiten, der schreibt ├╝berall, im Taunus- und im Berlinbl├Ąttchen. Ich habe ihn mehrfach im Artikelarchiv. (14)

Weintrinken, Lesen von Gedichten und nur gelegentliches Bl├Ąttern im Koran weisen den bereits vom Islam abgefallenen Muslim aus, den Sufi gar, wie am Beispiel des Dichters Fariduddin Attar zu sehen ist. (15)

Es gibt kein kaum entwirrbares Gemisch, in das die neuen Islamdenker noch modernes westliches Gedankengut integriert haben, wie Stefan Weidner meint. Wenn es das g├Ąbe, warum nennt der Autor keine Namen dieser Gemischtwarenh├Ąndler? Der Islaminteressierte w├╝├čte doch gern, wo lesen und glauben, wo und wie endlich nach eigener Fa├žon gl├╝cklich werden. (16)

seht ihr was f├╝r ein chaos in eurer religion herrscht? da bin ich im islam viel besser aufgehoben. seit der niederschrift bis jetzt hat sich bei uns nichts ver├Ąndert und es wird auch so bleiben, meint Mehdi, auf dem Blog von islam-deutschland.info. Da hinein will Stefan Weidner neues Chaos bringen, nur weil er den Lesern der SZ den Islam schmackhaft machen m├Âchte? Die Fundamentalisten werden sich seiner annehmen, damit nicht die falschen Konvertiten den Weg zu Allah verstellen. Jeder einzelne von ihnen hat die Funktion, die nicht er, sondern seine religi├Âsen F├╝hrer bestimmen. Das begreifen die meisten westlichen Islamapologeten nicht, sie wollen es nicht begreifen, oder sie haben es begriffen und l├╝gen ihrem Publikum etwas vor. (16)

Das Problem ist nicht die muslimische Seite. Das Problem liegt auf unserer Seite, meint Henryk M. Broder im Deutschlandfunk. (17)

So ist es!

8. September 2007

Quellen

(1) Glaube - Vortrag - Pierre Vogel. Google Video, 12. September 2006
http://video.google.de/videoplay?docid=-8308756795993913654

(2) Die Surenwahl
http://www.chj.de/Koran/Einzelsuren/Arab_Koran_Surenwahl.htm l

Zur G├╝ltigkeit der Koransuren:
Peace or Jihad? Abrogation in Islam. By David Bukay, The Middle East Quarterly, Volume XIV: No. 4, Fall 2007
http://www.meforum.org/article/1754

(3) Der Heilige Koran
http://www.theology.de/koran.htm

Kirche&Theologie. Impressum
http://www.theology.de/impressum.php

Islam. Kirche&Theologie
http://www.theology.de/religionen/islam.php

(4) Sure 5. Al-Ma´ida. Arabische Schrift und Sprache
http://www.chj.de/Koran/Einzelsuren/Sure005.html

Site von Christian und Sara ... und noch was dahinter
http://www.chj.de/Arab-Author.html

(5) Kai L├╝hr: Mein Weg zum Islam, 11. April 2007
http://www.myvideo.de/watch/1231858

"Nicht in unserem Namen!" Der Kinder Kurier. Nachrichten f├╝r neugierige Kids,
25. August 2006
http://derkinderkurier.wordpress.com/2006/08/25/nicht-in-uns erem-namen/

Tanja Taube, sprechen - moderieren - synchronisieren
http://www.tanjataube.de/

(6) Konvertiten als Br├╝ckenkopf der weltweiten Islamisierung. 29. November 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-11-29_02-25-26.html

(7) Logbuch al-Qaida. Hass-L├Âwe, Terror-Biene, M├Ąrtyrer-Maus. Von Yassin Musharbash, SpiegelOnline, 1. September 2007
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,503223,00.html

(8) Islam: Lion roars "Allah". Nizam&Co, Google Video, 5. M├Ąrz 2006
http://video.google.com/videoplay?docid=-2764633579093046327

(9) Tagesthemen mit Tom Buhrow, ARD, 6. September 2007, 22:20 Uhr
http://www.tagesschau.de/sendungen/0,,SPM11_OID7428236,00.ht ml

(10) Deutscht├╝rken, k├Ąmpft selbst f├╝r eure Integration! Von Birand Bing├╝l,
DIE ZEIT Nr. 05, 5. Januar 2007
http://www.zeit.de/2007/05/Titel-Binguel-deutsch-05?page=all

(11) Mysterium Konversion. Von Stefan Weidner, S├╝ddeutsche Zeitung,
7. September 2007
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/169/131932/

Lob der Bindestrichidentit├Ąten. PolitikCity.de Forum mit Kommentaren,
musel, 5. Februar 2007
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=16898

"Plume du Paon" - Robert Redeker: Fl├╝chtling im eigenen Land, nun auch noch seines Textes enteignet. 28. Juni/30. Juli 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-06-28_17-41-09.html

(12) The Arab conquest and the coming of Islam. FortuneCity
http://members.fortunecity.com/thuraya/iraq_his.htm

(13) Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D. Im Gespr├Ąch mit islam.de. 30. August 2004
http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html

(14) Der wahre Dschihad ist der gegen sich selbst. Von Hayadatullah H├╝bsch, Berliner Zeitung, 7. September 2007
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton /684382.html

"Der wahre Dschihad". Von Henryk M. Broder, Achse des Guten,
8. September 2007
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_wah re_dschihad/

(15) Das Meer der Seele. Mensch, Welt und Gott in den Geschichten des Fariduddin Attar. 26. August 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-08-26_23-09-26.html

(16) Mehdi. Islam und die allgemeine Meinung, islam-deutschland.info,
20. M├Ąrz 2007, 20:44
http://tinyurl.com/3ypuf4

(17) Broder warnt vor Selbstmord der westlichen Kultur. Moderation: Christian Sch├╝tte, Deutschlandfunk, 7. September 2007
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/667130/

Der Artikel ist ein Beitrag zu:

ARD und ZDF und der ausgewogene und objektive Journalismus. 16. Juli 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-07-16_19-18-50.html



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