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Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet

Das Buch von Sylvain Besson La conquĂȘte de l´Occident. Le Projet secret des islamistes, Die Eroberung des Westens. Das Geheimprojekt der Islamisten, ist eine wahre Fundgrube. (1)

Auf Seite 98 wertet er einen Artikel von ValĂ©rie Amiraux ĂŒber die Struktur der Muslimvereinigungen Frankreichs aus; es gibt davon etwa 200. Sie sind Mitglied im Conseil Français du Culte Musulman (CFCM), im Französischen Zentralrat der muslimischen Religion. Der CFCM, Ansprechpartner fĂŒr den Staat in religiösen Fragen, wird nach 15 Jahren der BemĂŒhungen mehrerer Innenminister französischer Regierungen am 3. Mai 2003 von Nicolas Sarkozy in Paris gegrĂŒndet, eine gewĂ€hlte Körperschaft mit Vorstand, Generalversammlung und 25 regionalen Abteilungen, den Conseils RĂ©gionaux du Culte Musulman (CRCM), die sich mit der Verwaltung der alltĂ€glichen Angelegenheiten der Muslime befassen, besonders bezĂŒglich der Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. (2)

Die Rahmenvereinbarung beginnt mit einer LoyalitĂ€tserklĂ€rung an die republikanischen GrundsĂ€tze und im einzelnen an die verfassungsmĂ€ĂŸigen Prinzipien der Gewissensfreiheit. Das scheint nötig zu sein. Eine der wichtigsten PrioritĂ€ten des CFCM sei die Identifizierung geeigneter Verfahren zur Bestimmung seiner Zusammensetzung gewesen, berichtet ValĂ©rie Amiraux. Die Wahlen sollten in den Moscheen und KultstĂ€tten deklarierter Muslimvereinigungen durchgefĂŒhrt werden.

Die vier bis fĂŒnf Millionen in Frankreich lebenden Muslime wurden im April (2003) nicht gebeten, direkt zur Wahl zu gehen. Stattdessen wurden sie vertreten durch 4031 Delegierte aus 995 KultstĂ€tten offiziell registrierter Vereinigungen, wobei die Anzahl der jede KultstĂ€tte reprĂ€sentierenden Personen nach der GrĂ¶ĂŸe der KultstĂ€tte bestimmt war:

... the number of persons representing the place being related to the size of the site. Lors de l´Ă©lection, chaque mosquĂ©e française disposait d´un nombre de voix proportionnel Ă  sa superficie, schreiben ValĂ©rie Amiraux und Sylvain Besson. (3)

17 Zentralratsmitglieder werden fĂŒr 2003-2005 kooptiert, fĂŒr 2005-2008 sind alle gewĂ€hlt. Eine Stimme haben KultstĂ€tten unter 100 qm FlĂ€che. Sie bilden danach Allianzen mit den großen Muslimvereinigungen. Die am besten mit Areal ausgestatteten Muslimvereinigungen entsenden dementsprechend die meisten Vertreter in den Zentralrat. (4)

Nicht etwa die Mitgliederzahl, sondern die zusammengerechneten FlĂ€chen ergeben das Gewicht der Vertretung im Dachverband. Die Muslime als Individuen haben nichts zu sagen und nichts zu wĂ€hlen. Muslime, ob sie nun bei der Moschee wohnen oder nicht, ob sie hingehen und ihren Glauben praktizieren oder nicht, sind unbedeutend fĂŒr die Machtverteilung im Zentralrat. Das erklĂ€rt, warum auf freiem Feld riesige Moscheen gebaut werden. Die scheinbare Rechtfertigung fĂŒr die riesigen Areale wird den Behörden von den Muslimen geliefert: da entstehen Wohneinheiten, soziale Einrichtungen, ein Fußballfeld, SupermĂ€rkte, Anwalts- und Arztpraxen!

Wer von den Muslimvereinigungen die großzĂŒgigsten Gönner zum Erwerb großer Areale hat, der dominiert den Zentralrat. Logischerweise ist dabei die Moschee von Paris, unter algerischer Dominanz und am engsten mit der französischen Regierung liiert, die kleinste der drei großen, selbst wenn sie die meisten aktiven Mitglieder hat. Das freie Feld in Paris ist knapp und teuer!

Die Regelung, im Sozialismus hieß sie Tonnenideologie, fĂŒhrt 2003 dazu, daß die den MuslimbrĂŒdern nahestehende Union des Organisations Islamiques de France (UOIF), 27 Prozent, die FĂ©dĂ©ration nationale des musulmans de France (FNMF), Marokko und seinem Königshaus verpflichtet, 39 Prozent, und die von der algerischen Regierung dominierte Moschee von Paris 12 Prozent der Sitze im Zentralrat der Muslime bekommen. Der amtierende Vorstand fĂŒr 2005-2008 besteht aus 43 Personen: FNMF 19, Moschee von Paris 10, UOIF 10 Sitze, ComitĂ© de coordination des musulmans turcs de France (CCMTF), Koordinationskomitee der tĂŒrkischen Muslime Frankreichs, ein Sitz. Drei Sitze belegen UnabhĂ€ngige.

Man kann davon ausgehen, daß es in Deutschland Ă€hnlich gehandhabt wird wie in Frankreich, weil erstens die Ummah international auf gleiche Art arbeitet, die islamischen Vereinigungen weltweit grundsĂ€tzlich gleich strukturiert sind und gleich funktionieren, und weil zweitens man sonst gar nicht erklĂ€ren kann, warum die Ahmadiyya 100 Moscheen bauen will, von denen 20 fertig sind, und auch die anderen unbedingt Riesenmoscheen auf weitem Feld bauen, obgleich oftmals die Zahl der angesiedelten Muslime den GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnissen nicht entspricht. (5)

Die Machtverteilung in den DachverbĂ€nden der LĂ€nder des Westens wird Ă€hnlich vor sich gehen. Was das in Deutschland fĂŒr die Konstruktion der Moscheen auf großer FlĂ€che bedeutet, kann man sich ausmalen. Dem Zentralrat gehören 19 Dachorganisationen mit vielen hunderten Moscheegemeinden an, die eine breite Masse der Muslime in Deutschland vertreten. Dazu gehören u.a. deutsche, tĂŒrkische, arabische, albanische, bosnische und persische Muslime, berichtet der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD). (6)

Wer wird im ZMD die Macht ausĂŒben? Die von der tĂŒrkischen Religionsbehörde gelenkte DITIB? Die demnĂ€chst mit ihren 100 Moscheen, von denen es schon 20 gibt, flĂ€chenreiche Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde mit Verbindung nach Pakistan? Die den MuslimbrĂŒdern nahestehende Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD)? Die von den wahhabitischen Saudis ĂŒppig finanzierten arabischen, albanischen und bosnischen Vereinigungen? Die vom Iran finanzierten schiitischen Gruppen? Sonstige Kandidaten? (7)

Eines ist jedenfalls klar, die Muslime, ob sie nun bei der Moschee wohnen oder nicht, ob sie hingehen, hinfahren, dahinfahren oder nicht, sie sind unbedeutend fĂŒr die Machtverteilung. Die islamische Demokratie hört bei ihren FunktionĂ€ren auf. Das erklĂ€rt, warum auf freiem Feld riesige Moscheen gebaut werden, obgleich es in der Gegend vielleicht nicht einmal 50 Muslime gibt. Die scheinbare Rechtfertigung fĂŒr die riesigen Areale wird den Kommunalbehörden von den MuslimfunktionĂ€ren geliefert.

Die Machtverteilung unter den MuslimverbĂ€nden geschieht auf Grund des im dar ul-harb bereits islamisierten Bodens. Der gehört den ReprĂ€sentanten der jeweiligen Finanziers, in Frankreich entweder der UOIF, der französischen Abteilung der MuslimbrĂŒder und derer Freunde aus den ScheichtĂŒmern, der marokkanischen Krone oder der algerischen Regierung, in Deutschland den ReprĂ€sentanten der tĂŒrkischen Religionsbehörde, des europĂ€ischen Zweiges der MuslimbrĂŒder, unter der Leitung von Tariq Ramadan und Ibrahim el-Zayat oder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde.

Das liegt auf der Linie der Forderung des Korans, friedlich oder gewaltsam Territorium fĂŒr den Islam zu erobern. Wer das meiste Geld ausgibt fĂŒr GrundstĂŒcke und ĂŒberdimensionierte Moschee-Komplexe, ist Sieger. Mit ReligionsausĂŒbung der einzelnen Muslime, mit ihrer Religionsfreiheit, hat das nichts oder allenfalls sekundĂ€r zu tun. Was zĂ€hlt, ist die Demonstration der politischen Macht des Islams.

Der Kampf untereinander der einzelnen Gruppen, die jede die absolute Wahrheit vertreten, steht uns noch bevor.

23. Oktober 2007

Quellen

(1) Sylvain Besson. La conquĂȘte de l´occident : Le projet secret des islamistes (BrochĂ©), Seuil 2005
http://tinyurl.com/yuslp8

(2) Le Conseil Français du Culte Musulman CFCM. Portail-Réligion.com
http://tinyurl.com/3927fd

(3) Valérie Amiraux: "CFCM, a French Touch?" ISIM Newsletter 12, June 2003,
p. 24-25
http://www.isim.nl/files/newsl_12.pdf

ISIM - international institute for the study of islam in the modern world
http://www.isim.nl/

(4) Composition du CFCM en 2003-2005. Portail-RĂ©ligion.com
http://tinyurl.com/2m335e

(5) Offenbach. Moscheebau beginnt. Rodgau Gebetshaus fĂŒr 190 GlĂ€ubige.
Von Stefan SĂ€emann, FR-Online, 17. Oktober 2007
http://tinyurl.com/2m5oaz

(6) Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD)
http://zentralrat.de/2594.php

(7) Die Eroberung des Westens durch den Islam. 20. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-20_18-13-10.html



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