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SnoopyTheGoon und Ami Isseroff √ľber Tal Nitzan

In Israel nehmen sich Forscher und Satiriker, mehr und mehr die letzteren, des These genannten Glaubens der Tal Nitzan an. In Israel einer Anfängerin [14]: Nächstes Jahr in Jerusalem! habe ich den satiricohen vorgestellt. (1)

SnoopyTheGoon darf in dem Reigen nicht fehlen. Er hat √ľber Hadsch und Weihnachten, all den zu feiernden muslimischen und christlichen Festen, vers√§umt, einen Blick auf die politischen Motive der Nichtvergewaltigung von arabischen Pal√§stinenserinnen durch IDF-Soldaten zu werfen - oder hat es gar einer ganzen Woche bedurft, die Wissenschaft der Tal Nitzan zu begreifen? H√§, Snoopy? (2)

Snoopy meint zum Jahresausklang der Christenheit, da√ü es nicht die Furcht sei, die aus den Vergewaltigungen hervorgehenden Kinder k√∂nnten nicht als j√ľdisch anerkannt werden. Richtig, Snoopy, das wei√ü ja sogar ich: Mutter nicht-j√ľdisch, Vater j√ľdisch f√ľhrt zu Kind nicht-j√ľdisch. Anders umgekehrt: Gro√ümutter j√ľdisch, Gro√üvater nicht-j√ľdisch f√ľhrt zu Mutter j√ľdisch, und wenn Vater nicht-j√ľdisch, Enkelin trotzdem j√ľdisch - mit allen Konsequenzen, die solches beispielsweise im Dritten Reich hat.

Auch andere Gr√ľnde der Verteidiger Israels l√§√üt Snoopy nicht gelten:

  • Moralisches Verbot
  • Aus einer Kultur stammen, die Vergewaltigung verbietet und verurteilt
  • Unter striktem Befehl stehen und einen m√∂glichen umgehenden Milit√§rgerichtsproze√ü f√ľrchten
  • Etc.

Tal Nitzan habe v√∂llig recht: allein das Wissen, da√ü die Frucht seiner Lenden als Araber angesehen wird, ist genug, dem Kolonisierer und Unterdr√ľcker schlicht die F√§higkeit zum Gipfel der Freude zu nehmen. Es mache den Soldaten impotent, meint Snoopy in seinen gew√§hlten Worten.

Die in der wissenschaftlichen Arbeit der Tal Nitzan erwähnte organisierte Vergewaltigung durchs Militär, analog vielleicht dem organisierten Militärdienst (?), reißt Snoopy hoch zu schöpferischem Delirium:

Von jetzt an wird Vergewaltigung durchs Milit√§r organisiert. Jeder Soldat im Felde wird von einem orthodoxen Rabbi begleitet. Der Rabbi wird den Soldaten zu dem meistgew√ľnschten Objekt der n√§chsten Vergewaltigung leiten, ihn bei der Durchf√ľhrung des besagten Aktes unterst√ľtzen und eine spezielle Art kurzer milit√§rischer Zeremonie gestalten, in der die frisch vergewaltigte Person zum Judentum konvertiert wird. Die besagte Zeremonie ist vom Chef Rabbi der IDF umgehend auszuarbeiten.

Z√ľgig seien unter der Authorit√§t der Weisen von Zion dem konservativen und dem Reformjudentum angepa√üte Konversionszeremonien zu schaffen. Die Ma√ünahmen h√§tten folgende positive Wirkungen: (3)

  • Eine L√∂sung der prek√§ren demografischen Situation in der Region
  • Eine steigende Motivation und verrringertes Niveau der Frustration von IDF-Soldaten
  • F√ľgsamkeit der neuen IDF unter Dr. Nitzans These = Ruhe in den akademischen Kreisen, und vielleicht
  • Beschleunigte friedliche L√∂sung der israelisch-pal√§stinensischen Krise (schlie√ülich hei√üt es doch "Make love not war")
  • Last but not least - drastische Reduzierung der H√§ufigkeit sexueller Straftaten in Israel

Also, so sehr ich Snoopy ansonsten sch√§tze, hier hat er doch zuviele Anleihen an die Lehre des Islams gemacht. Wer´s nicht glaubt, der google auf den deutschen Seiten Vergewaltigung - Islam. Reicht es nicht, da√ü die europ√§ischen Christen sich dem Islam unterwerfen? Jetzt sollen die Juden Israels folgen, nur damit Ruhe in den israelischen Wissenschaftsbetrieb einzieht? Snoopy!

Hilfe, Vergewaltigung!

Snoopy läßt mir keine Ruhe. Er legt nach in Sachen Vergewaltigung: Help! Rape! Er nennt sich in diesem Fall Ami Isseroff, der die Arbeit der Tal Nitzan als einer der wenigen gelesen hat, die sich jetzt ereifern: Ich zähle ebenfalls zu den Nichtlesern, und schon deshalb habe ich mehr Freude an der Satire. (4)

Nun erfahre ich nebenbei endlich, warum ich das "Shein Center" im Internet nicht finde. Die Universit√§t f√ľhrt es unter Shaine Center oder Shain Center, man hat die Wahl. Wie ich das rausgekriegt habe? Der Autor beschafft sich die im Original hebr√§isch verfa√üte 226 Seiten umfassende Schrift The Rarity of Military Rape in the Israeli-Palestinian Conflict - Shain.pdf, und daraufhin versuche ich Shain Center. Bingo!

Die Auswertung der Schrift bringt im Prinzip nichts Neues √ľber ihre Tendenz, aber es ist lesenswert, was Ami Isseroff in der Schrift findet. Zun√§chst die absolute Unwissenschaftlichkeit, die fehlende Methodik. Die Liste der befragten Soldaten ist voreingenommen zusammengestellt, sie besteht aus Reservisten mit vielen Dienstjahren, die meisten von ihnen studieren an der Universit√§t. Es scheinen Bekannte und Studienkollegen der Tal Nitzan zu sein. Es fehle der typische 19-j√§hrige zum Milit√§rdienst eingezogene GI grunt. Er w√§re eher der Typ, eine Vergewaltigung zu begehen, meint Ami Isseroff. Des weiteren beziehe die Studie keine religi√∂sen Soldaten ein. Es gebe keinen Versuch, eine repr√§sentative Gruppe oder einen Querschnitt von Soldaten der IDF zu erhalten, oder zwischen Wehrdienstleistenden und Reservisten oder Personen aus verschiedenen Bev√∂lkerungsschichten zu unterscheiden.

Klar wird, da√ü Tal Nitzan auf Grund ihrer ideologischen Verbohrtheit gar nicht ermessen kann, was sie herausgefunden hat, sie spricht wie der Blinde von der Farbe. Daher kommt auch die Merkw√ľrdigkeit des Ergebnisses: Nichtvergewaltigung als Ausdruck von Rassismus.

Auff√§llig ist, da√ü Tal Nitzan die konkrete Lage Israels inmitten des feindlichen muslimischen Umlands nicht thematisiert, nur so kann sie zu dem Schlu√ü kommen, da√ü der Unklarheit der r√§umlichen Grenzen zwischen Israel und den arabischen Gebieten wegen von den Soldaten der IDF eine ethno-nationale Grenze internalisiert werde, in den K√∂rpern der Soldaten (sic!). Vielleicht liegt´s in deren Genen? Es werde als eine Art selbstdisziplinierenden Mechanismus´, der sie √ľberallhin begleite, wohin sie auch gingen, von den Soldaten der IDF physisch zur√ľckgewiesen, diese Grenzen zu √ľberschreiten.

Wer gedenkt da nicht der beiden Soldaten, die sich in palästinensisches Gebiet verirren und die von fanatisierten Arabern kopfunter aufgehängt und dann mit bloßen Händen zerrissen werden? Es ist der Beginn der Intifada II. Danke, Charles Enderlin und Talal Abu Rahma! (5)

Erst vor einigen Tagen versagt bei einem 28-jährigen israelischen Juden das GPS System, er wird physisch angegriffen und beinahe gelyncht von den Palästinensern. Wohl dem, der sich zur Vermeidung einer solchen lebensbedrohenden Lage eines selbstdisziplinierenden Mechanismus bedienen kann. (6)

Das vollst√§ndige Fehlen von Interviews mit Hamas-Terroristen √ľber das Thema versteht sich fast von selbst. Der Unterschied h√§tte erhellend sein k√∂nnen, meint Ami Isseroff. Wohl wahr, bis hinein in die Suren des Korans ... (7)

Und weil´s immer weitere Kreise zieht, hier die Emp√∂rung in Israel und weltweit √ľber die Nichtvergewaltigung von Pal√§stinenserinnen durch Soldaten der IDF: (8)

Der j√ľdische Aktivist Ben Murrain sagte: "Ich sch√§me mich, ein Jude zu sein. Das ist nicht der Judaismus, den ich kenne. Ich bin gelehrt worden, jederfrau zu vergewaltigen."

Die Gruppe Schwule f√ľr Pal√§stina kommentierte: "Der zionistische Bericht hat die Vergewaltigung von M√§nnern nicht einmal erw√§hnt. Offensichtlich macht die √ľble IDF solches √ľberhaupt nicht. Es ist verabscheuensw√ľrdig."

Die UN-Menschenrechtskommission, Amnesty International, Jews against Zionism Sprecher Mendel Parashivizhid, eben zur√ľck aus den Armen des Mahmud Ahmadinejad, Jeff Halper, Condoleezza Rice - alle, alle sind entsetzt. Ein belgisches Gericht verurteilte den Generalstabschef Gabi Ashkenazi in Abwesenheit wegen schwerer Kriegsverbrechen, da er im Jahr 2006 den Befehl vers√§umt hatte, drei Pal√§stinenserinnen zu vergewaltigen. Sollte Ashkenazi jemals Belgien besuchen, k√∂nnte er dieses Verbrechens wegen verhaftet und ins Gef√§ngnis eingeliefert werden.

Dies ist nur ein bescheidener Auszug aus der langen Liste der emp√∂rten j√ľdischen, christlichen und muslimischen Politiker, Aktivisten und anderer NGOs, Gwangos und GOs.

Prost Neujahr!

Am Heiligen Silvester, 31. Dezember 2007

Update im Neuen Jahr

Unfreiwillige Satiriker zum Schaden Israels sind schon l√§nger unterwegs zum Thema Vergewaltigung von Pal√§stinenserinnen durch Soldaten der IDF. Sara Daniel, die Tochter des Gr√ľnders des Nouvel Observateur Jean Daniel Bensa√Įd schreibt am 8. November 2001 in der Zeitschrift einen Artikel Quand, en Jordanie, la ´tradition´ tue. Le cauchemar des crimes d´honneur, da√ü israelische Soldaten pal√§stinensische Frauen mit Absicht vergewaltigten, wohl wissend, da√ü ihre Familien sie anschlie√üend umbringen, weil das deren Art sei, mit "crimes d´honneur" umzugehen. Sie f√ľgt hinzu, da√ü solche Vergewaltigungen Kriegsverbrechen seien, weil die Soldaten w√ľ√üten, da√ü sie die Frauen mit der Vergewaltigung zum Tode verurteilten. Der Artikel ist inzwischen offline, den Link gibt´s zur Dokumentation. Der Text ist ver√∂ffentlicht auf der Site der Union des Patrons et des Professionnels Juifs de France (UPJF). (9)

Eric Delvaux, von Radio France Inter, verbreitet diese Verleumdungen in seiner wöchentlichen Presseschau ohne Kommentar: (10)

"Reportage dieser Woche im Nouvel Observateur √ľber Frauen, die Opfer von Ehrenmorden sind ... Diese Verbrechen machen ein Viertel der Morde in Jordanien aus ... Dieser Typ des Mordes ist auch verbreitet im Jemen, in Gaza, in den besetzten Gebieten. Der Nouvel Observateur erkl√§rt da√ü die durch die israelischen Soldaten vergewaltigten pal√§stinensischen Frauen von ihren eigenen Familien systematisch umgebracht w√ľrden ..."

St√©phane Juffa, von der Metula News Agency (Mena), erw√§hnt den Fall im Zusammenhang mit einer neuen Klage des Charles Enderlin, diesmal gegen Nicolas Ciarapica, Betreiber des Blogdei/Bethel, der einen seiner Artikel √ľber den K√§mpfer der Intifada II, vom 23. Februar 2006, von der Site der Mena √ľbernimmt und ihn, eingesch√ľchtert von der Klage des Charles Enderlin, umgehend von der Site entfernt und sich f√ľr die Ver√∂ffentlichung vor Gericht entschuldigt: Ich habe den Artikel sofort entfernt, als ich gesehen habe, da√ü er zu einer Beschwerde f√ľhren k√∂nnte. (11)

V√©ronique Chemla, von Guysen News International, berichtet dar√ľber: Am 8. Januar 2008 ist vor der 17. Kammer des Pariser Zivilgerichts die Anh√∂rung von Nicolas Ciarapica, Publikationsdirektor der Site Blogdei/Bethel. Der evangelikale Protestant, Freund Israels, wird vom Journalisten Charles Enderlin rassischer Diffamierung bezichtigt, weil er einen Artikel aus dem Jahr 2006 von St√©phane Juffa, Chefredakteur der Metula News Agency (Mena), auf seine Site √ľbernommen hat; darin wird vor allem die Aff√§re Al-Dura er√∂rtert ... (12)

Man darf gespannt sein, welche Varianten zum Thema Vergewaltigung oder nicht von palästinensischen Frauen durch israelische Soldaten Juden aus Israel und aus der Diaspora demnächst noch auftischen.

Affaire à suivre ...

15. Januar 2008

Silvesterböller hier:

(1) Israel einer Anfängerin [14]: Nächstes Jahr in Jerusalem!
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-29_19-35-47.html

(2) Heb. U. Paper Finds: IDF Has Political Motives for Not Raping. By Hillel Fendel, Arutz Sheva, December 23, 2007
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/124674

(3) Why don´t Israeli soldiers rape Palestinian women? By SnoopyTheGoon,
Simply Jews, December 31, 2007
http://simplyjews.blogspot.com/2007/12/why-dont-israeli-sold iers-rape.html

(4) The Rarity of Military Rape in the Israeli-Palestinian Conflict - Shain.pdf. UpFree.net
http://www.upfree.net/3100688

(5) Lynch mob´s brutal attack. By Martin Asser, BBC, October 13, 2000
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/969778.stm

(6) Israeli nearly lynched in Ramallah. By Efrat Weiss, YnetNews,
December 26, 2007
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3486964,00.html

(7) Help! Rape! By Ami Isseroff, ZionNation, December 31, 2007
http://www.zionism-israel.com/log/archives/00000471.html

Academic: IDF dehumanizes Palestinians by not raping them. FresnoZionism.org, December 26, 2007
http://fresnozionism.org/archives/780

(8) No rapes in IDF: World outrage at Zionist Racism, Israel News,
December 31, 2007
http://tinyurl.com/ytqrtd

(9) Quand, en Jordanie, la ´tradition´ tue. Le cauchemar des crimes d´honneur. Par Sara Daniel, Le Nouvel Observateur, 8 novembre 2001 - n¬į1931
http://www.nouvelobs.com/articles/p1931/a1938.html

Tsahal, une armée de violeurs ? Enquête réalisée par Menahem Macina, UPJF 2001
http://www.upjf.org/detail.do?noArticle=5029&noCat=125&id_ke y=125#

(10) Comments about Why is rape less common in the IDF than in other armies of occupation? Philosemite, posted January 1, 2008 at 04:54:11 PM
http://www.engageonline.org.uk/blog/comment.php?id=1575

Access to Officer´s School Has Positive Result for IDF. By lazar, Augean Stables, December 31, 2007
http://tinyurl.com/35vsck

Israeli Army, a National Melting Pot, Faces New Challenges in Training Officers.
By Steven Erlanger, NYTimes, December 31, 2007
http://tinyurl.com/39myez

Etat Juif: d√©rapage, Arlette Chabot s´excuse, mais d√©fend son journaliste avec un argument sp√©cieux. Remarques de Menahem Macina [2], 14 janvier 2008
http://tinyurl.com/35e373

(11) Diffamation ou censure de l´information ? Par St√©phane Juffa, Metula News Agency, January 14, 2008
http://www.menapress.com/article.php?sid=1961

(12) Compte-rendu d´audience: Charles Enderlin poursuit un chr√©tien ami d´Isra√ęl dans l´affaire al-Dura. Par V√©ronique Chemla pour Guysen International News,
12 janvier 2008
http://tinyurl.com/32ascc



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