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Die Murabitun in Bayern

Die AnhĂ€nger der Murabitun/Sufies-Sekte des schottischen ehemaligen Hippies Ian Dallas alias Scheich Abdalqadir al-Murabit as-Sufi, die Muslim Lawyers, deren PrĂ€sident Andreas Abu Bakr Rieger und seine Islamische Zeitung, unabhĂ€ngiges Forum fĂŒr Europa, sind Teil des Projektes, zu dem der Imam von Penzberg Benjamin Idriz gehört. Ein Zentrum fĂŒr Islam in MĂŒnchen (ZIEM) und eine Akademie zur Ausbildung von Imamen sollen errichtet werden. Der Artikel MĂŒnchen und die Muslime, aus der Islamischen Zeitung, ist auf der Site des ZIEM verlinkt. (1)

Einige Vertreter von SPD und GrĂŒnen sind angetan von den PlĂ€nen des Imams von Penzberg. Bedenken der bayerischen Regierung lassen sie nicht gelten: (2)

Der migrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Volkmann, sieht (InnenstaatssekretĂ€r Georg) Schmid im Rennen um die Nachfolge von Innenminister GĂŒnther Beckstein (CSU) schon im Abseits. Volkmann stellt mehr fest als dass er fragt: "Ist StaatssekretĂ€r Schmid bereits in seiner aktuellen Funktion ĂŒberfordert?"

Die Zusammenarbeit mit tĂŒrkischen Extremisten, mit dem Verein des Cemaleddin Kaplan, des Kalifen von Köln, sowie mit der Milli GörĂŒs hat lange Tradition. 1993 meint der damals 28-jĂ€hrige Abu Bakr Rieger vor den begeisterten AnhĂ€ngern des Kalifen von Köln: " ... Wie die TĂŒrken, so haben auch wir Deutsche oft schon in der Geschichte fĂŒr eine gute Sache gekĂ€mpft, obwohl ich zugeben muss, dass meine GroßvĂ€ter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz grĂŒndlich waren". Zu der Zeit ist er seit drei Jahren Muslim. (3)

Die Jungle World berichtet am 16. Januar 2002 ĂŒber Abu Bakr Rieger und seine Zusammenarbeit mit der Milli GörĂŒs: (4)

Die IZ wird von dem deutschen Konvertiten Andreas Abu Bakr Rieger herausgegeben, der in Potsdam eine Anwaltskanzlei betreibt und fĂŒhrendes Mitglied der internationalen Muslim-Lawyers-Vereinigung ist. Außerdem steht er der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland vor, die das Weimar Institut mit Sitz in der Goethestadt betreibt. Seit Mitte des letzten Jahres ist er auch stellvertretender Vorsitzender des Islamrates. Der Rat gilt als von den traditionell rechtslastig-antisemitischen tĂŒrkischen Islamisten der Milli GörĂŒs dominiert (Jungle World, 52/01).

Neuerdings bemĂŒht sich Milli GörĂŒs um ein "gemĂ€ĂŸigtes" Image, und in genau diesem Sinne ist offenbar auch der umtriebige Abu Bakr Rieger in jĂŒngster Zeit recht erfolgreich ...

Über das Treiben der Murabitun veröffentlicht TomĂĄs Navarro bereits im Jahr 1998, vier Jahre vor der Jungle World, ein Buch La Mesquita de Babel, die Moschee von Babel. Der Sufi-Nazismus vom Vereinigten Königreich bis zur Autonomen Gemeinschaft von Andalusien. Es erscheint nur in Andalusien, und es wird von nicht öffentlich in Erscheinung tretenden Kreisen in Spanien versucht, seine Verbreitung zu verhindern. Nach dem 11. September 2001 habe es als Information ĂŒber die RealitĂ€t des Islam in Spanien an Bedeutung gewonnen, es sei von beunruhigender AktualitĂ€t. Der Autor berichtet ĂŒber die mannigfaltigen Beziehungen des Ian Dallas und die Absicht der Murabitun, einen Kalifatsstaat zu errichten. (5)

In erfrischender Selbstsicherheit schreibt das WebIslam der Murabitun, am 20. Februar 1999: Navarro klagt an, daß "die lokale, regionale und nationale politische Macht aus schĂ€ndlichen Interessen, aus politischem Opportunismus, aus kultureller Ignoranz heraus, oder einfach aus FahrlĂ€ssigkeit und institutionell, Beziehungen aufrecht erhalten und Verhandlungen gefĂŒhrt hat mit dieser Gemeinschaft, die sie einlĂ€dt, CĂłrdoba und Granada zu ĂŒbernehmen." Dieser Artikel ist noch heute aufzurufen, was einiges aussagt ĂŒber die Position, die von den inzwischen mindestens 2000 Konvertiten der Murabitun in Spanien eingenommen wird; sie sind aus der Islamisierung Spaniens nicht mehr wegzudenken. Gerade sind sie dabei, den 2. Januar als Feiertag zu beseitigen. Das ist das Datum, an dem Spanien sich erinnert daran, wieder christlich geworden zu sein. (6)

Über die Murabitun habe ich im Artikel Das Waqf al-Andalus informiert, dort finden sich weiterfĂŒhrende Links. GroßzĂŒgiger Financier der Murabitun in Granada und in Penzberg - sowie demnĂ€chst auch in MĂŒnchen? - ist der Emir von Sharjah Sultan bin Mohammad al-Qassimi. (7)

Eine neue Etappe fĂŒr den Islam in Europa ist ins Leben gerufen, und es ist jetzt Zeit, anzufangen zu arbeiten, um wirtschaftliches Gewicht zu bekommen und um die Scharia einzufĂŒhren, meinen die Muslim Lawyers in einer ErklĂ€rung der EuropĂ€ischen Gipfelkonferenz der Muslime, vom 21. Dezember 1997. (8)

ReprĂ€sentanten der Milli GörĂŒs nehmen als EhrengĂ€ste teil an der Eröffnung der Penzberger Moschee, deren Personal eine Zusammenarbeit mit diesen TĂŒrken bestreitet: (9)

Als ein Jahr spĂ€ter (2005) die Penzberger Moschee eingeweiht wurde, gehörten zu den geladenen GĂ€sten der sĂŒdbayerische Vorsitzende von Milli GörĂŒs, Abdussamed Temel, und der Vorsitzende des Dachverbandes, Yavuz Celik Karahan. Imam Idriz lobte damals wie heute Milli Görus in höchsten Tönen. Als vergangenes Jahr LandtagsprĂ€sident Alois GlĂŒck die Moschee besuchte, sprach ihr Vorbeter von dem "ausgezeichneten Verwaltungssystem" der IGMG, die zudem ein "soziales Netzwerk darstelle" und sich sehr um die Integration bemĂŒhe.

Nun vermutet die Islamische Zeitung, daß der Imam eingeschĂŒchtert wurde: (1)

"Herr Benjamin Idriz [amtierender Imam der Penzberger Gemeinde] distanziert sich öffentlich und offiziell von allen islamistischen Organisationen. Er schließt sich der Bewertung der Innenminister und Senatoren fĂŒr Inneres von Bund und LĂ€ndern an, dass es sich bei der IGMG um eine Organisation mit verfassungsfeindlicher Zielsetzung handelt. Er erklĂ€rt, in die Statuten eines evtl. zu grĂŒndenden ´Zentrums fĂŒr Islam in Europa in MĂŒnchen´ (ZIEM) eine Regelung aufzunehmen, wonach die Mitgliedschaft und Mitwirkung von Organisationen und Personen nicht geduldet werden, bei denen tatsĂ€chliche Anhaltspunkte vorliegen, dass sie verfassungsfeindliche Ziele verfolgen."

Damit keine Zweifel aufkommen, welche Folgen das harsche Verhalten der bayerischen Regierung haben wird, schieben die beiden Autoren der Islamischen Zeitung diese Warnung nach:

Ob sich die Verantwortlichen in der Penzberger Gemeinde, die bisher durch ihre dialogbereite Arbeit und ihre innovative Architektur auffiel, bewusst darĂŒber sind, dass sie einen PrĂ€zedenzfall fĂŒr die innermuslimische Zusammenarbeit geschaffen haben, der sich auch zu Ungunsten von anderen Projekten auswirken kann, blieb bis jetzt offen. Es wĂ€re ein interessantes Experiment, zu sehen, wie die exportabhĂ€ngige Industrie im stolzen Freistaat darauf reagieren wĂŒrde, wenn sich die kaufkrĂ€ftigen Kunden fĂŒr ihre teure zivile wie militĂ€rische Hardware bei anderen Lieferanten umsieht, deren politisches Umfeld weniger Schwierigkeiten mit den bei ihnen lebenden Angehörigen ihrer Religion hat. Wenn schon nicht die CSU, so sollten zumindest die großen MĂŒnchener Konzerne an einem anhaltend guten Bild Deutschlands in der muslimischen Welt Interesse haben.

Nun ist klar, warum der Artikel nicht vollstĂ€ndig auf der Site des ZIEM veröffentlicht wird. Die allzu plumpe Drohung könnte die lieben Leser der Site verschrecken, deshalb ist sie den Abonnenten der Islamischen Zeitung vorbehalten. Wer macht sich die MĂŒhe, diesen Angriff auf die Entscheidungsfreiheit Bayerns und seiner Regierung im Internet zu suchen?

Um Integration bemĂŒhen sich alle MuslimfunktionĂ€re, ob Sunniten oder Schiiten, und zwar um die einer grĂ¶ĂŸtmöglichen Zahl von Muslimen und Konvertiten in ihre jeweilige Interessengemeinschaft, friedlich, mit Nötigung oder mit Gewalt. Heute macht die Site der Muslim Lawyers auf mit einem Bericht der Korrespondentin des öffentlichen Fernsehens Kosovo TV in BrĂŒssel Gjeraqina Tuhina ĂŒber die Lage im Balkan. Benjamin Idriz, der Imam von Penzberg, stammt aus Mazedonien. Ein weites Feld eintrĂ€glicher Zusammenarbeit der Murabitun und des Imams von Penzberg mit Muslimen auf dem Balkan tut sich auf. (10)

Sollte man sie etwa dem Wahhabismus ĂŒberlassen? Das diente der Machterweiterung Saudi-Arabiens. Sollte man sie den MuslimbrĂŒdern ĂŒbereignen, dem Salafisten Tariq Ramadan? Es wĂŒrde zu kontraproduktiver Radikalisierung fĂŒhren. Man hat gesehen, daß die Beschwichtigungsversuche des europĂ€ischen FĂŒhrers der MuslimbrĂŒder Tariq Ramadan in Kopenhagen, im Oktober 2005, zu nichts gefĂŒhrt haben. Die Islamisierung Europas aber muß friedlich vonstatten gehen, wie im Traume: Islam ist Frieden.

Auf dem Programm von WebIslam steht deshalb heute eine Hommage an die Schiiten. Geehrt wird Imam Ali, der seinem Sohn Hassan einen Brief schreibt ĂŒber gute islamische Regierung: El buen gobierno islamico: las palabras del ImĂĄm AlĂ­. Das Reich Gottes sei nur offen fĂŒr arbeitende, ehrliche, intelligente Menschen, fromm und gottesfĂŒrchtig. Wenn man den Text liest, so meint man, das wĂ€re eine andere Version der Bergpredigt. Imam Ali gibt dann RatschlĂ€ge an seinen allergetreuesten GefĂ€hrten, den Jemeniten Malik al-Ashtar. (11)

Woher diese Worte des Kriegers und Vierten Kalifen stammen, des MitfĂŒhlenden, des Testamentsvollstreckers, des Löwen Ali, geboren 598 in Mekka, gestorben 661 in Kufa, in welches Palmenblatt er sie ritzte? ÂżQuien sabe? Ali meldet sich direkt von der Startseite von WebIslam, des Internet-Auftritts der Murabitun, das muß ausreichen. (12)

Wenn man auf WebIslam Iman Ali in die Suchfunktion eingibt, bekommt man 20 Angebote. Die Schiiten des Iran feiern den Geburtstag Imam Alis, Das edle Leben und das Martyrium von Imam Hussein, Die Schwierigkeit, in der EU Muslim zu sein, zum Thema Islamisierung Lateinamerikas: Chile: Der Islam ist in Puerto Montt angekommen, Die Seelen und unser Schicksal betreffend, Die Quelle jeden MitgefĂŒhls etc. Die Tatsachen werden dann in einer Slide Show von Time/CNN zugeliefert. (13)

Die Darbietungen dieser Muslime sind nichts als eine einzige MĂ€rchenstunde zur Vernebelung der tatsĂ€chlichen Absichten, und die heißen: da´wa, Einladung zur Konversion, Beeinflussung westlicher Politiker, Infiltrieren von Institutionen, Erobern der Macht durch Islamisierung. Die geschieht bei den Murabitun und beim Imam von Penzberg mittels SchwĂ€chung des Denkvermögens der mit schönen Worten berieselten Menschen. Darum konvertieren neben Ich-schwachen mĂ€nnlichen Mickern, ostwestfĂ€lisch HĂ€meken genannt, so viele Frauen, deren romantische Seelchen im beinharten Getriebe des Lebens in Unordnung geraten sind. Der Islam gibt ihnen Frieden und ein Kopftuch, damit jeder schon von weitem sehen kann, wo ehemals das Gehirn gesessen hat.

Was aber die Linken bewegt, einst die Avantgarde des Fortschritts, sich mit diesen reaktionĂ€ren Scharlatanen gemein zu machen, das erklĂ€re einer. Sind es nur die WĂ€hlerstimmen der Immigranten? Ist es gar Seelenverwandtschaft? Vielleicht kann der Artikel von Mitchell Cohen ĂŒber die nichtlernfĂ€higen Linken weiterhelfen? Thanks to Paul and to all, who sent that in ... (14)

9. Januar 2008 - Links aktualisiert am 22. November 2009

Quellen

(1) ZIEM. Zentrum fĂŒr Islam in Europa - MĂŒnchen
http://www.islam-penzberg.de/72901/home.html

MĂŒnchen und die Muslime. Von Malik Özkan u. Sulaiman Wilms, Islamische Zeitung, 22./23. August 2007
http://www.islamische-zeitung.de/?id=9242

Die Islamisierung Deutschlands und Europas von MĂŒnchen aus.
8. Janauar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-08_01-31-17.html

(2) Imam hÀlt an PlÀnen fest. SZ, 27. August 2007. ZIEM
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/581/416348/text/

(3) Nicht ganz grĂŒndlich, Abu Bakr Rieger. Video.
metacafe, 23. September 2007, 5:43 Minuten; ab Minute 1:10
http://www.metacafe.com/watch/834684/andreas_abu_bakr_rieger /

Abu Bakr Rieger
http://www.abubakrrieger.de/

(4) Allahs JĂŒnger, von Udo Wolter. Jungle World 04/2002, 16. Januar 2002
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2002/04/2 4a.htm

(5) TomĂĄs Navarro: La Mesquita de Babel. El nazismo sufista desde el Reino Unido a la Comunidad AutĂłnoma de AndalucĂ­a, 1998. RedCreativa
http://www.redcreativa.org/libros/mezquita.html

(6) Se presenta en Granada, en el palacio de la Madraza, el libro de TomĂĄs Navarro "La mezquita de Babel". Autor: Agencia IslĂĄmica de Noticias, WebIslam, 20/02/1999
http://www.webislam.com/?idn=3676

Granada y las capitulaciones. Autor: Carmen Peres CallejĂłn, WebIslam,
08/01/2008
http://www.webislam.com/?idt=9077

(7) Das Waqf al-Andalus. 19. Februar 2004/ 4. und 9. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-30-03.html

(8) La instauraciĂłn del Califato europeo. Publicado por Augusto, Eurabian News,
21 Noviembre/2006
http://tinyurl.com/yznkxgu

(9) Eine Kaderschmiede fĂŒr Imame. Von Florian Stumfall, Bayernkurier,
22. Dezember 2007 (Abo.)
http://tinyurl.com/34thrj

(10) EU assesses Western Balkans. By Gjeraqina Tuhina in Brussels,
Muslim Lawyers
http://www.muslim-lawyers.net/news/index.php3?aktion=show&nu mber=326

(11) Malik al-Ashtar. By Kamal al Syyed, Ansariyan Foundation, Qom
http://www.al-islam.org/gallery/kids/Books/companion9/

(12) El buen gobierno islamico: las palabras del ImĂĄn AlĂ­. Autor: AlĂ­ Ibn Abi TalĂ­b, WebIslam, 09/01/2008
http://www.webislam.com/?idt=9034

(13) Ashura Slide Show. By Andrew Lee Butters, Time CNN, February 1, 2007
http://time-blog.com/middle_east/2007/02/ashura_slideshow.ht ml

(14) Antisemitism and the Left That Doesn´t Learn. By Mitchell Cohen,
Dissent, Fall 2007
http://dissentmagazine.org/article/?article=972



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