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Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien

Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ...

Google.de, deutsche Seiten, Stand der Angebote am 22. Oktober 2003 und am 10. Februar 2008:

Massaker Israel: 19 500 - 24 500
Vertreibung der Palästinenser 1948: 2 180 - 6 540
Flucht der Palästinenser 1948: 1 210 - 7 500
al-Nakba: 652 - 1 270
al-Naqba: 58 - 152
Massaker von Tantura: 75 - 255
Massaker von Tanttura: 3 - 8

Ber√ľcksichtigung der Verfolgung und Vertreibung der Juden aus arabischen Staaten in der Berichterstattung

Das Gegenst√ľck, die Zahl der Angebote zur "Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten" ist nicht zu ergoogeln, denn schon beim zweiten Klick beginnen die Begriffe "Juden" und "arabischen Staaten", getrennte Wege einzuschlagen, so wie Juden und Araber im Leben auch. Die wenigen Beitr√§ge zur Vertreibung der Juden aus arabischen Staaten, u.a. auch meiner, sind fast ohne Ausnahme auf j√ľdischen Web Sites, deshalb ist ein Beitrag interessant, der auf der Web Site der Universit√§t Leipzig eingestellt ist. (1)

J√ľrgen Els√§sser ist am 18. Januar 2001 zu einem Gastvortrag bei den Kommunikationswissenschaftlern der Universit√§t Leipzig eingeladen. Mutig stellt er seine Medienanalyse unter den Titel "Der M√∂rder ist immer der Jude ...", und stellt kontroverse Untersuchungsergebnisse zum Tode des Pal√§stinenserjungen Mohammed al-Dura vor (siehe Berichte dazu in meinem Archiv). Zum Thema "Der Clinton Plan" behandelt er auch die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten. Er bezichtigt die deutschen Medien bei der Berichterstattung zu Themen √ľber Juden und Israel der Einseitigkeit.

"newwws", die Online-Zeitung der Kommunikationswissenschaftler, berichtet √ľber die Veranstaltung mit J√ľrgen Els√§sser. Die Berichterstatterin gibt der Entt√§uschung der Anwesenden Ausdruck: "Nach einer kurzen Er√∂ffnung war schon klar, dass nicht das folgen w√ľrde, was viele sich von diesem Abend erhofft hatten: eine objektive Einsch√§tzung der Lage im Nahen Osten und eine Analyse der Medienberichterstattung des Israel-Konfliktes. ...

Dementsprechend war auch die Stimmung im H√∂rsaal. Zwar spalteten sich die Meinungen, aber sp√§testens als Els√§sser anzweifelte, dass der Tod eines pal√§stinensischen Jungen wirklich auf das Konto israelischer Soldaten gehe, wurde er alsbald mit unverst√§ndlichem Kopfsch√ľtteln seiner Zuh√∂rer und mit emp√∂rten Zwischenrufen konfrontiert."

Das "unverst√§ndliche Kopfsch√ľtteln" und die Reduzierung des Mohammed al-Dura zu "einem pal√§stinensischen Jungen" sind sch√∂ne Freudsche Fehlleistungen, obgleich es nicht unverst√§ndlich ist, da√ü ideologisch festgelegte Menschen so reagieren, wenn ihnen weniger bekannte, von ihrem Weltbild abweichende Nachrichten vermittelt werden. Sie wollen sich ihre vorgefa√üte Meinung nicht zerst√∂ren lassen. Eine objektive Einsch√§tzung hei√üt f√ľr diese Leipziger Wissenschaftler und anderen Zuh√∂rer, da√ü der Vortragende ihnen ihre Meinung √ľber den "Israel-Konflikt" best√§tigt. Wenn nicht, setzt es Emp√∂rung. Die Pal√§stinenser sind schon in der Berichterstattung von "newwws" ausgeblendet, es sei ein Israel-Konflikt. Oft nennt man das auch "Israel-Problem". Schuld hat eben immer der Jude, was zu beweisen war.

Im anschlie√üenden Interview mit dem "umstrittenen Journalisten", betont die Berichterstatterin, dass die Meinung Els√§ssers nicht die Meinung der Redaktion wiedergebe, und sie "distanziert sich zudem von den von Els√§sser unterbreiteten Praktikumsvorschl√§gen an unseren Redakteur." J√ľrgen Els√§ssers Interviewpartnerin versichert ihrem Clan der Gleichgesinnten, noch bevor sie das Interview √ľberhaupt dokumentiert, da√ü sie nicht vom Wege der vorgefa√üten Meinung abgeraten sei. Sie l√§√üt sich und ihren Kommilitonen eher die Gelegenheit zu einem Praktikum bei der Zeitschrift KONKRET entgehen. Um die handelt es sich seinerzeit, da J√ľrgen Els√§sser dort als Redakteur t√§tig ist.

√úber die Leipziger Publizisten und Journalisten habe ich einst meine Dissertation verfa√üt. Das Interview versetzt mich in die Zeit des DDR-Journalismus, es scheint sich wenig ge√§ndert zu haben, und das elf Jahre nach dem Fall der Mauer. Die Nachfolgeinstitution des 1916 gegr√ľndeten Instituts f√ľr Zeitungskunde, das 1954 in den Rang einer Fakult√§t f√ľr Journalistik erhoben wird, richtet sich auch ohne Krieg und Diktatur selbst zu Grunde. Ruhe sanft! (2)

Die wenigen Beitr√§ge, die neben der Abhandlung √ľber die Flucht und Vertreibung der arabischen Pal√§stinenser auch die j√ľdischen Fl√ľchtlinge erw√§hnen, sind nur von Juden, wobei noch die j√ľdischen "neuen Historiker" hinzukommen, die sich ebenfalls bedingungslos auf die Seite der Pal√§stinenser schlagen und dies wohl f√ľr das mindeste halten, Israels "Schuld" gegen√ľber den Pal√§stinensern abzutragen.

So wendet sich Moshe Zimmermann, der Leiter des Richard Koerber Center for German History an der Hebr√§ischen Universit√§t Jerusalem, oft und gern gesehener Referent bei Sympathieveranstaltungen f√ľr die Pal√§stinenser, gegen eine "Aufrechnung" der beiden Fl√ľchtlingsprobleme und -anspr√ľche. In den letzten zehn Jahren greife man zur "Aufrechnungstaktik", worunter man sich wohl eine Art "Aufrechnungskeule" √† la Norman Finkelstein vorzustellen hat. Moshe Zimmermann bestreitet, da√ü die Juden nach 1948 aus den arabischen Staaten vertrieben werden.

Er nennt den Krieg ab dem 15. Mai 1948, da die arabischen Staaten antreten, Israel im Keime zu ersticken, "Krieg..., der in Israel Unabh√§ngigkeitskrieg hei√üt". Er distanziert sich durch die Wortwahl von diesem Begriff, denn sonst h√§tte er geschrieben "nach dem Unabh√§ngigkeitskrieg". F√ľr ihn war es keiner. Er setzt aber noch eins drauf, indem er eine "kontrafaktische Frage" einbringt:

"... ob diese Vertreibung stattgefunden h√§tte, wenn der Staat Israel nicht gegr√ľndet worden, wenn der Krieg zwischen Israel und arabischen Staaten ausgeblieben w√§re. W√§ren Juden in arabischen L√§ndern ohne eine aktive zionistische Intervention motiviert gewesen, Hab und Gut aufzugeben und auszuwandern? Die Debatte kann also nur angesichts des historischen Kontexts - der Gr√ľndung des Staates Israel - sinnvoll gef√ľhrt werden." (3)

Ein deutscher Spruch sagt dazu flockig: "H√§tte der Hund nicht geschissen, h√§tt¬ī er ¬īn Hasen gefangen!"

Aber Spa√ü beiseite, denn die "neuen Historiker" meinen es ernst. Sie untersuchen tats√§chliche und fiktive Ereignisse, beispielsweise solche, wie das von Moshe Zimmermann genannte. Sie sind dabei, die Geschichte der Gr√ľndung Israels neu zu schreiben. Die konsequentesten unter ihnen gelangen dabei zur Aberkennung des Existenzrechts Israels.

Ein weiterer Text, in dem die aus arabischen Staaten vertriebenen Juden erwähnt werden, ist das "Non-Paper" von Taba. Dort heißt es unter dem vorletzten Punkt:

"15. Obwohl die Frage der Entsch√§digung ehemaliger j√ľdischer Fl√ľchtlinge aus arabischen L√§ndern nicht Teil dieser bilateralen israelisch-pal√§stinensischen Vereinbarung ist, verpflichten sich beide Seiten in Anerkenntnis der Leiden und Verluste dieser Bev√∂lkerungsgruppe, zu gemeinsamen Bem√ľhungen um eine gerechte und angemessene L√∂sung dieser Frage."

Das hei√üt, da√ü bis Anfang Januar 2001 eine gemeinsame Betrachtung einer Entsch√§digung der vertriebenen Juden und Pal√§stinenser gar nicht in Erw√§gung gezogen wird. In Punkt 2 bereits steht: "2. Der Staat Israel erkl√§rt feierlich sein Bedauern √ľber die Trag√∂die der pal√§stinensischen Fl√ľchtlinge, ihr Leiden, ihre Verluste ..."

In Punkt 3 wird an alle Verantwortlichen, "die den heutigen Status der pal√§stinensischen Fl√ľchtlinge direkt oder indirekt zu verantworten haben", appelliert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. (4)

Da w√§ren in dieser Reihenfolge zu nennen: die arabischen Staaten, die F√ľhrung der Pal√§stinenser, Gro√übritannien, Deutschland, die USA, die pal√§stinensischen Fl√ľchtlinge und zuletzt Israel.

Die Verantwortung f√ľr Verfolgung, Elend, Flucht und Vertreibung der 850 000 Juden aus den arabischen Staaten sowie ihre gerechte Entsch√§digung wird im einzelnen noch festzustellen sein.

Darstellung von Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948

Zun√§chst ein Beitrag, der sich nicht auf deutschen, wohl aber auf den deutschsprachigen Seiten findet. Auf deutsche Web Sites wird er nicht √ľbernommen. Der Politikwissenschaftler der Hebr√§ischen Universit√§t Jerusalem Shlomo Avineri beginnt beim Begriff:

"Nicht zuf√§llig nennen die Pal√§stinenser ihren Trauertag ¬īNaqba¬ī, was soviel heisst wie ¬īKatastrophe¬ī. Ein neutraler Begriff, so, als ob man sich √ľber eine Naturkatastrophe unterhalten w√ľrde. Was aber den Pal√§stinensern 1948 widerfuhr, war das Resultat einer politischen Entscheidung ihrerseits, und politische Entscheidungen haben Konsequenzen."

Diesen Ansatz gibt es in kaum einem deutschen Beitrag zum pal√§stinensischen Fl√ľchtlingsproblem. Sie bedauerten, diesen von Anfang an totalen Krieg gegen die Juden verloren zu haben, und nicht nur gegen diese, sondern auch den gegen den UN-Beschlu√ü Nr. 181, vom 29. November 1947, "die internationale Legitimierung dieses Staates", erkl√§rt Shlomo Avineri, und weiter:

"Sogar heute weigern die Pal√§stinenser sich, zu akzeptieren, dass wir von Rechten gegen Rechte sprechen. F√ľr sie geht es, wie schon 1948, um Rechte gegen Unrecht. Darauf basiert auch ihr Beharren auf dem Recht auf R√ľckkehr. Diese Haltung verhindert tragischerweise jeden Kompromiss". (5)

Der UN-Beschlu√ü sieht die Gr√ľndung zweier Staaten, eines j√ľdischen und eines arabischen, auf dem Gebiet der 23 Prozent des im Jahre 1923 von den Briten westlich des Jordans von Pal√§stina abgeteilten Gebietes vor. Die restlichen 77 Prozent Pal√§stinas kommen seinerzeit unter dem Namen Transjordanien vollst√§ndig in arabische H√§nde, bei britischer de facto Herrschaft. Den Juden wird das Recht zur Staatsgr√ľndung von den Arabern mit Unterst√ľtzung der Briten abgesprochen. Sie f√ľhren einen Krieg, den sie verlieren. Konsequenzen daf√ľr tragen sie bis heute nicht. Die Verantwortung f√ľr ihre Handlungen √ľbernehmen sie nicht.

"Ethnische Säuberungen"

"Warum haben die Pal√§stinenser 1948 ihre Heimst√§tten verlassen? Ein Fall von ¬īethnischer S√§uberung¬ī von Salah Abd el Dschawad", ist der erste auf den deutschen Google-Seiten gefundene Beitrag. Eingestellt auf GAIA, der Web Site des ehemaligen Sanit√§tsoffiziers der Bundeswehr Dr. Wolfgang Fischer. "GAIA - Menschsein als Aufgabe. Das Bekenntnis zu einer ¬īverantwortlichen Menschlichkeit¬ī und ein Handeln im Sinne der Liebe ebnen den Weg in eine gesunde (sic!) und friedliche Zukunft." GAIA ist gegen "Beherrschung durch Macht und Geld", gegen das "Monster der Zivilisation: den global um sich greifende Kapitalismus", eine milde Umschreibung von: gegen das internationale Judentum und das raffende Kapital. (6)

Das "Handeln im Sinne der Liebe" und der Artikel des Historikers an der Bir-Zeit Universität von Ramallah Salah Abd el Dschawad stehen auf GAIA unter dem Motto:

"Der Staat Israel d√ľrfte demn√§chst von einem identifizierten Kriegsverbrecher (Libanonfeldzug mit 30 000 Toten) und dem Organisator des Massakers von Sabra & Schatila (1500 Ermordete) regiert werden. Die neuen Historiker unterschiedlicher ethnischer Zuordnung bezweifeln, da√ü die Armee Scharons das Prinzip der ¬īReinheit der Waffen¬ī f√ľr sich in Anspruch nehmen kann."

Dieser Ausspruch stammt von Hans Branscheidt, seit 1988 Entwicklungshelfer der NRO "medico international". Er gibt dort die medico-Rundschreiben heraus. Er ist gleichzeitig Mitglied der "Koalition f√ľr einen demokratischen Irak (KDI)", f√ľr die er auf dem Wadinet des Thomas von der Osten-Sacken einen Offenen Brief der irakischen Opposition an die Menschen in Deutschland ver√∂ffentlicht: "Der Irak? - Das sind wir!" Der letzte eindringliche Satz dort ist ein Aufruf an die deutsche Regierung, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen. Er lautet:

"Einen ¬īFrieden¬ī, der nur die Verl√§ngerung des Krieges gegen die Irakerinnen und Iraker bedeutet, ben√∂tigen wir nicht. Es ist der immerfort vorkommende Krieg gegen die irakische Bev√∂lkerung, der endlich beendet werden mu√ü." (7)

Man darf gespannt sein, wann Hans Branscheidt die Bundesregierung auffordert, gegen Ariel Scharon und Israel in den Krieg zu ziehen. Vielleicht gibt es dann wie im Irak eine kleine No-Fly-Zone f√ľr den Verein WADI, wo er zum Trutz gegen den "Kriegsverbrecher" gemeinsam mit einer "Koalition f√ľr ein demokratisches Israel" humanit√§re Hilfe leisten kann.

Nun aber zu dem Artikel von Salah Abd el Dschawad. Er ist ein √ľberarbeiteter Text eines im Jahr 2000 vom Autor in Paris gehaltenen Vortrags. In Deutschland wird er, am 9. Januar 2001, in der FAZ ver√∂ffentlicht, wobei "ethnische S√§uberung" von der FAZ nicht etwa mit einem Fragezeichen versehen wird. Im Vorspann verweist die FAZ auf die israelischen "neuen Historiker". Die Geschichte des Unabh√§ngigkeitskrieges m√ľsse zumindest teilweise revidiert und neu geschrieben werden. Salah Abd el Dschawad wolle sich mehr auf m√ľndliche Quellen verlassen, auf Aussagen von pal√§stinensischen Zeitzeugen.

F√ľr den Autor lautet "die Hauptfrage dieses Krieges ...: Warum haben die Pal√§stinenser ihre H√§user verlassen?" Stellt der Historiker die Frage so, entledigt er die Pal√§stinenser jeglicher Mitverantwortung, denn impliziert wird, da√ü sie reagieren und nicht etwa vorher gehandelt haben. Nach dieser Fragestellung sind sie Menschen, die sich heroisch aber vergeblich ihrer Vertreibung widersetzen. Als Indiz daf√ľr nimmt der Autor die hohe Anzahl von 800 Toten, die von den "Zionisten" vor dem Einmarsch der arabischen Truppen, am 15. Mai 1948, zu beklagen sind. Da√ü unter diesen Toten auch zahlreiche von aufgehetzten Arabern ermordete Juden sein k√∂nnten, f√§llt dem Autor nicht auf. Das ginge n√§mlich nicht nur gegen die "Reinheit der pal√§stinensischen Waffen", sondern auch gegen die Verdr√§ngung der j√ľdisch-arabisch-pal√§stinensischen Geschichte, die seit 1920 aus Verfolgung und Terror vom Mufti Hadj Amin al-Husseini aufgehetzter Araber gegen die j√ľdischen Siedler besteht: 1920, 1929, organisiert und geleitet von den Briten, 1936 bis 1939, mit Waffen und Geld von Nazideutschland unterst√ľtzt, wobei Hunderte von ermordeten Juden zur√ľckbleiben.

Er unterstellt Israel einen "master plan", in dem vorab die Vertreibung der arabischen Pal√§stinenser vorgesehen gewesen sei. Beweisen kann er nichts davon. Selbst der "neue Historiker" Benny Morris, den Salah Abd el Dschawad sonst gern zur Erh√§rtung seiner Mutma√üungen zitiert, spricht stattdessen von "nat√ľrlichen" Ergebnissen des Krieges. Im Beitrag von Salah Abd el Dschawad sind die Juden in der ersten Phase der Auseinandersetzung schwach, was sich nach Eintreffen einer gro√üen Menge Waffen aus der Tschechoslowakei √§ndere. Diese Waffen werden von der Sowjetunion geliefert und finanziert. Der Autor aber setzt sinngem√§√ü die Waffenlieferung mit den USA in Verbindung, denn zwei S√§tze vorher erw√§hnt er die Ankunft des amerikanischen Colonels David Marcus, womit sich die israelische Taktik ver√§ndere.

Es ist bekannt, da√ü die USA aus eigenen Interessen heraus gegen die Gr√ľndung beider Staaten sind. Noch im April 1948 beantragen sie bei den Vereinten Nationen, den Beschlu√ü Nr. 181 zu revidieren. So √§u√üert sich der israelische Zeitzeuge Meir Vilner, im April 1998. Er ist Mitunterzeichner der Unabh√§ngigkeitsurkunde des Staates Israel, vom 14. Mai 1948.

Salah Abd el Dschawad bestreitet den Kampf der Juden gegen die Briten und damit ihr Recht, den Krieg "Unabh√§ngigkeitskrieg" zu nennen. Die Juden beschlie√üen im Krieg mit gro√üer Mehrheit, sich auf Grund der Judenverfolgungen durch Nazideutschland auf die Seite Gro√übritanniens zu stellen. Dem Mufti Hadj Amin al-Husseini, dem gro√üen Idol der pal√§stinensischen K√§mpfer, bleibt es vorbehalten, sich von 1936 bis 1945 mit Nazideutschland zu verb√ľnden und die Ermordung der Juden zu fordern und zu forcieren. Das zu wissen, bedarf es keiner m√ľndlichen Quellen, sondern es ist nachpr√ľfbar dokumentiert.

In seinem Beitrag bringt der Autor die Israelis in die Nähe von Verbrechern:

"Bei der Recherche geht es uns wie jemandem, der ein Verbrechen untersucht: Trotz des Leugnens des T√§ters gibt es ein Opfer, eine Waffe in der Hand des T√§ters mit Fingerabdr√ľcken, und es gibt ein Motiv f√ľr das Verbrechen."

Seine Recherche habe ergeben, da√ü die Pal√§stinenser "Opfer der gr√∂√üten ¬īethnischen S√§uberungen¬ī des 20. Jahrhunderts waren, die mit Hilfe eines Krieges neuen Typs durchgef√ľhrt wurden." Er erkl√§rt weder, was er unter einem Krieg neuen Typs versteht, noch belegt er seine Behauptung. Die Pal√§stinenser sind "Opfer". Einige S√§tze vorher noch hat er das als √ľble Verleumdung durch die israelische Geschichtsschreibung dargestellt, jetzt schreibt er, die Pal√§stinenser h√§tten es niemals geschafft, ihre eigene Darstellung der Geschichte auszuarbeiten. Damit beleidigt er alle zeitgen√∂ssischen pal√§stinensischen Wissenschaftler. Dem "gro√üen pal√§stinensischen Intellektuellen und Historiker" Walid Khalidi wirft er vor, in seinem Werk "All that Remains" nicht das vom "neuen Historiker" Teddy Katz aufgedeckte Massaker von Tantura, vom 23. Mai 1948, aufgef√ľhrt zu haben: "Doch bl√§ttert man das Werk von Khalidi durch, findet man nichts √ľber dieses Geschehen." Es kann auch nichts dar√ľber gefunden werden, was unten noch er√∂rtert wird. Im Forschungszentrum von Bir-Zeit habe man "so drei oder vier Massaker gefunden, die in diesem Buch √ľberhaupt nicht erw√§hnt werden". Mit den Daten nehmen es die "neuen Historiker" nicht genau: so drei oder vier Massaker - ganz wie die politischen Anforderungen es ben√∂tigen.

Man google nur einmal "Palästinenser Massaker schwarze Liste", und man wird finden, wie akribisch seit Jahrzehnten die angeblichen und/oder tatsächlichen Massaker von den Palästinensern und ihren Freunden dokumentiert werden. (8)

Historikerstreit in Israel

Kommen wir zum n√§chsten Angebot: "Historikerstreit in Israel: Die Vertreibung der Pal√§stinenser - ein verdr√§ngtes Thema. ¬īGl√§ubige, rettet eure Seelen!¬ī von Kenneth Lewan". Der 1925 in Chicago geborene Kenneth Lewan ist emeritierter Professor, Politologe und Jurist. (9)

Man findet die zu rettenden Seelen in der rechtsextremen Zeitschrift "Junge Freiheit". Der Artikel wird auf die offizielle Seite der Generaldelegation Pal√§stinas in der Bundesrepublik Deutschland √ľbernommen (10). Wenn man auf der Startseite der Generaldirektion ein Foto des Bundespr√§sidenten mit dem Pr√§sidenten Yasser Arafat betrachtet, f√ľhlt man sich den Zeiten des Mufti schon wieder etwas n√§her ger√ľckt: "Pr√§sident Arafat und Bundespr√§sident Rau in Pal√§stina, Februar 2000". Na, wenigstens nicht am 28. November ....

Der Autor schreibt des √∂fteren f√ľr die "Junge Freiheit", wie f√ľr die "Deutsche Nationalzeitung", der er auch Interviews gibt. (11) Er ist gemeinsam mit dem Burschenschaftler und Autor der holocaustleugnenden Vierteljahresschrift "Deutschland in Geschichte und Gegenwart" Hannes Kaschkat Stellvertreter des vom rechtsextremen Dr. Alfred Mechtersheimer 1997 gegr√ľndeten Vereins "Unser Land - Wissenschaftliche Stiftung f√ľr Deutschland".

Er schreibt f√ľr die "Kommune" des √Ėko-Net zum Thema "Der israelische Anspruch auf die Golanh√∂hen"; in derselben Nummer schreiben auch Uschi Eid, Seite 18, und Joscha Schmierer, Seite 37, (12) sowie f√ľr die linke Theoriezeitschrift "Das Argument". (13) Selbstverst√§ndlich empfiehlt die Deutsch-arabische Gesellschaft sein Buch √ľber die zweite Intifada. (14)

Zur Erkl√§rung der Flucht der arabischen Pal√§stinenser bezieht sich Kenneth Lewan wie Salah Abd el Dschawad auf die "neuen Historiker", auf Benny Morris und Simcha Flapan. Letzterer beginnt seine Karriere in den 30er Jahren als Zionist an der Seite von David Ben-Gurion. Sp√§ter schreibt er √ľber ihn ein Buch, mit dem er ihn diskreditiert. Kenneth Lewan schreibt:

"Selbst nach Angaben des Nachrichtendienstes der israelischen Armee waren 70 Prozent der Flucht auf Angriffe der j√ľdischen Streitkr√§fte zur√ľckzuf√ľhren, davon 15 Prozent durch Angriffe der Terrorverb√§nde Irgun und Stern."

Leider gibt er seine Quellen nicht an. √úber die Zeit unmittelbar nach der Verk√ľndung des Teilungsbeschlusses, vom 29. November 1947, schreibt er, da√ü der Schie√üereien und der Bombenattentate in den ersten Monaten nach Bekanntmachung des Teilungsbeschlusses wegen viele bessergestellte Araber Pal√§stina verlassen h√§tten, um sich in Sicherheit zu bringen. Es sollen zwischen 30 000 und 75 000 sein. Er l√§√üt diese Aussage neutral, aber im Kontext des vorher ge√§u√üerten, Angriffe auf arabische Siedlungen, psychologische Kriegf√ľhrung, Unterbrechung von Lebensmittellieferungen usw., versteht sich f√ľr einen unvoreingenommenen Leser von selbst, da√ü die Juden diese Schie√üereien und Bombardements veranstalten. Es gibt aber reichlich Belege daf√ľr, da√ü auch die Araber nicht unt√§tig sind.

Interessant ist eine √Ąu√üerung Kenneth Lewans √ľber die Beteiligung der Pal√§stinenser an den Ausschreitungen:

"Hinzu kommt, da√ü die pal√§stinensischen Araber nicht in der Lage waren, sich milit√§risch mit den Juden zu messen. Nur 3.000 Pal√§stinenser folgten dem Ruf zu den Waffen, dazu kamen h√∂chstens 5.000 Freiwillige aus arabischen L√§ndern. Sie standen 35.000 Hagana-K√§mpfern gegen√ľber. Den Pal√§stinensern fehlte es an Ausbildung, Waffen, technischem Wissen und einer f√§higen F√ľhrung...."

Diese Aussage trifft sich mit denen, die erk√§ren, der weitaus gr√∂√üte Teil der Pal√§stinenser h√§tte sich mit dem Beschlu√ü der Vereinten Nationen abgefunden. Die f√§hige aufr√ľhrerische F√ľhrung fehlt, da der Mufti noch im √§gyptischen Exil weilt. Dies best√§tige im Januar 1948 der j√ľdische Arabienkenner Ezra Danin, und auch David Ben-Gurion habe diese Meinung geteilt. (9)

Die Briten sind noch nicht wieder so weit, ihrem fr√ľheren Bundesgenossen seine Nazi-Kollaboration zu verzeihen, ihn wieder aufzunehmen und ihm seine Aufgaben bei der Verwirklichung ihrer Strategien zuzuteilen. Organisiert geschieht das erst nach der Gr√ľndung Israels. Einstweilen werden die Araber vom britischen General Sir John Bagot Glubb alias Glubb-Pascha aufgehetzt, weil die Briten den Teilungsplan, dem sie nicht zustimmen, baldm√∂glichst wieder r√ľckg√§ngig machen wollen, und zwar durch einen von ihnen angeleiteten Krieg ihrer Vasallen √Ągypten und Jordanien. Als Vorbereitung darauf besetzen sie "die Berge von Israel", das Kernland des j√ľdischen Landes Jud√§a und Samaria, bekannt unter der unverf√§nglichen ahistorischen Bezeichnung Westjordanland, und sp√§ter "West Bank". Von den Briten ausgebildete Gener√§le h√§tten √Ągypten und Jordanien in ihren "historischen Fehler" getrieben, gegen den entstehenden israelischen Staat vorzugehen, anstatt ein arabisches Pal√§stina neben dem j√ľdischen Israel anzuerkennen, meint der Knesset-Abgeordnete Meir Vilner. (15)

Die im Westjordanland und im Gaza-Streifen wohnenden Araber fordern bis 1967 nicht, dort einen Staat einzurichten. Das Siedeln im Westjordanland sowie in Jordanien wird den Juden vom jordanischen König gesetzlich verboten.

Mit dieser Politik zeigen die Briten gegen√ľber den arabischen Staaten, da√ü sie voll auf ihrer Seite sind, denn auch die USA, die Sowjetunion und Frankreich schlafen derweil nicht. Eine andere Haltung t√§te den geostragischen Interessen und Anspr√ľchen der Briten in der Region nicht gut. Daran hat sich bis heute nichts ge√§ndert, nur da√ü inzwischen Interessen Deutschlands und anderer EU-Mitglieder hinzukommen. W√§re dem nicht so, g√§be es l√§ngst einen pal√§stinensischen Staat.

Der störrische Meir Vilner einmal mehr nicht im Trend

Der am 6. Juni 2003 verstorbene Meir Vilner ist 79 Jahre alt, als er, der umstrittene antizionistische K√§mpe und Knesset-Abgeordnete und bis 1993 Vorsitzende der kommunistischen Partei Israels (CPI), anl√§√ülich des f√ľnfzigsten Jahrestages der Unterzeichnung der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung Israels von der "UZ", Zeitschrift der DKP, f√ľr ihre Ausgabe zum 1. Mai 1998 vom ebenso umstrittenen 85-j√§hrigen israelischen Kommunisten Hans Lebrecht, auch er jahrelang Funktion√§r der CPI, zur Geschichte des Staates Israel interviewt wird. Die CPI ist seinerzeit die einzige gr√∂√üere Partei, die j√ľdische und arabische Mitglieder hat. Trotz des st√§rker werdenden arabischen Nationalismus unterst√ľtzen die arabischen Kommunisten den Teilungsbeschlu√ü von 1947. Die offizielle Web Site der Knesset schreibt: "Der verstorbene Meir Vilner war der letzte noch lebende Unterzeichner der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung Israels." (16)

Hans Lebrecht ist Aktivist in Gusch Schalom, dem "Friedensblock". (17)

Er versucht im Interview, Meir Vilner ihm genehme anti-israelische Ansichten zu entlocken, der jedoch bleibt trotz all seiner Kritik an der Politik Israels wie zeit seines Lebens st√∂rrisch und aufrecht. Zun√§chst erw√§hnt er die Rolle der Sowjetunion f√ľr die Entstehung Israels:

"Ich m√∂chte noch eine Tatsache erw√§hnen, welche man heute bei uns in Israel und in den internationalen Medien gerne vergessen lassen m√∂chte: Ohne die drei Stimmen der Sowjetunion - SU, Ukraine und Bjeloru√üland - h√§tte der Teilungsbeschlu√ü der Vereinten Nationen nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit erhalten. 33 Nationen stimmten daf√ľr, 13 dagegen, und 10 enthielten sich der Stimme. Die Sowjetunion war auch der erste Staat, der Israel gleich nach der Staatsgr√ľndung de jure anerkannte und diplomatische Beziehungen aufgenommen hat. Die Anerkennung der USA war zuerst nur de facto, ohne diplomatische Beziehungen."

√úber die Rolle der USA, die in linken Kreisen weitverbreitet als die Unterst√ľtzermacht hingestellt wird, die Israel von Anfang an als "Br√ľckenkopf" mitten in der arabischen Welt aufgebaut habe, wei√ü Meir Vilner zu berichten:

"Sie hatte noch im April 1948 in der UN beantragt, den Beschlu√ü vom 29. November zu revidieren und statt dessen in Pal√§stina nicht zwei Staaten zu errichten, sondern einer Treuhandverwaltung der UN das Regime nach Abzug der britischen Mandatsverwaltung zu √ľbergeben. Das h√§tte praktisch die Abl√∂sung der britischen Kolonialmacht durch ein vom USA-Imperialismus dominiertes ¬īinternationales¬ī Regime bedeutet."

Hans Lebrecht stellt die Frage:

"Was hat die KP bewegt, Sie die Unabh√§ngigkeitsurkunde unterzeichnen zu lassen? War nicht klar, da√ü die von der zionistischen Idee gelenkten F√ľhrungskreise Israels die auf einer Zweistaatenl√∂sung bestehende UN-Resolution sabotieren w√ľrden?"

Hierauf geht Meir Vilner nicht ein. Hans Lebrecht mag darauf anspielen, die Juden h√§tten die Absicht gehabt, nach der Gr√ľndung Israels die Gr√ľndung des arabischen Staates zu verhindern, um sich das Gebiet sp√§ter anzueignen. Das ist eine durch den Verlauf der Geschichte, ab dem 15. Mai 1948, m√ľ√üige "kontrafaktische Frage", deren Er√∂rterung den "neuen Historikern" √ľberlassen werden sollte. David Ben-Gurion jedenfalls soll einmal gesagt haben, er wolle einen Staat, und wenn er so klein wie eine Tischdecke w√§re.

Meir Vilner beschr√§nkt sich bei seiner Antwort darauf, √ľber den Gedenktag der Pal√§stinenser "al-Naqba" zu sagen:

"Aus der 50j√§hrigen Geschichte kann man feststellen, da√ü das Jahr 1948 nicht nur f√ľr das pal√§stinensische Volk das Jahr der Katastrophe war, sondern auch f√ľr das israelische Volk. Nicht die Errichtung des israelischen Staates war die Ursache der Katastrophe, sondern die Nicht-Errichtung des arabisch-pal√§stinensischen Staates."

Zur Rolle der Briten und ihrer Marionette, des Nazi-Kollaborateurs Hadj Amin al-Husseini, bei der Verhinderung eines friedlichen Aufbaus in Palästina sagt er:

"Die historische Wahrheit, wie wir sie erlebten, ist, da√ü die weitaus gro√üe Mehrheit der Pal√§stinenser schon damals, wie heute, f√ľr Frieden mit Israel eintrat, und seinerzeit den beschlossenen Abzug der Briten aus Pal√§stina und die Errichtung zweier Staaten bef√ľrwortete. Selbst Ben-Gurion mu√üte sp√§ter eingestehen, da√ü lediglich f√ľnf der etwa 500 arabischen D√∂rfer Widerstand gegen Israel leisteten. Wahrheit ist aber auch, da√ü die von den Briten eingesetzte reaktion√§re F√ľhrung im ¬īobersten Pal√§stinarat¬ī unter Leitung des mit Hitler kollaboriert habenden Gro√ümufti, Hadj Amin Abd-el Husseini, den UN-Beschlu√ü kategorisch abgelehnt hat und an dem tragischen Schicksal der Pal√§stinenser mitverantwortlich war.

Wahrheit ist auch, da√ü die mit der Ausrufung des israelischen Staates begonnene Invasion der arabischen Armeen von den Briten inszeniert und gelenkt war. Der Oberbefehlshaber der ¬īvereinigten¬ī arabischen Armeen war der in der transjordanischen ¬īArabischen Legion¬ī dienende britische General Sir John Glubb (Glubb-Pascha). Ich kann ebenfalls Ben-Gurion zitieren, welcher seinerzeit erkl√§rte, da√ü jeder Tropfen Blut, der in diesem Krieg (1948) versch√ľttet wurde, auf die H√§upter der britischen Regierung falle."

Diese gar nicht im Trend der Palästinenserfreunde liegenden Aussagen sind dokumentiert im "Trend", in dessen Online-Archiv 1998. (18)

Die Lage, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Palästina entsteht, ist verursacht durch den Kampf zwischen Großbritannien und den USA um die Vorherrschaft in der Region. Die Briten wollen das Gebiet von den Vereinten Nationen wieder als Mandatsgebiet zugesprochen bekommen und hintertreiben deshalb den Teilungsbeschluß. Die USA gedenken ihrerseits Großbritannien als dominierende Macht abzulösen, daher ihr Antrag an die Vereinten Nationen, noch im April 1948, den Teilungsbeschluß zu revidieren. Das Schicksal Israels und der Palästinenser interessiert dabei in dem Maße, wie beide Konfliktparteien wiederum zur Festigung der Macht eingesetzt werden können.

Entscheidungen wie die der Briten, den ultra-nationalistischen religi√∂sen Fundamentalisten und Nazikollaborateur Hadji Amin al-Husseini in diesem Kampf einzusetzen, zeigen, da√ü jedes Mittel recht ist. Daran hat sich bis heute nur ge√§ndert, da√ü die Staaten der EU, allen voran Deutschland und Frankreich mitmachen im Kampf, der sich auf alle arabischen Staaten erstreckt. Ein Frieden zwischen Israel und einem endlich gegr√ľndeten pal√§stinensischen Staat h√§tte auf den geostrategischen und wirtschaftlichen Einflu√ü der Gro√üm√§chte negative Auswirkungen. Eine Zur√ľckdr√§ngung des Hasses und des Fundamentalismus w√§re die Folge. Ein solcher Frieden und nicht noch mehr Krieg im Irak und weiteren islamischen Staaten h√§tte einen positiven Domino-Effekt in den arabischen Staaten, deren Bev√∂lkerung bis heute durch das Schicksal der pal√§stinensischen Fl√ľchtlinge abgelenkt und in eine fundamentalistisch-nationalistische Richtung getrieben wird, statt die Vertretung ihrer Interessen gegen√ľber Usurpatoren, korrupten Diktatoren und K√∂nigen in die Hand zu nehmen.

Die United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) wird j√§hrlich von der "internationalen Staatengemeinschaft" mit Millionen Dollar ausgestattet, um die Fl√ľchtlinge am Existenzminimum zu halten. Die EU zahlt die Schulb√ľcher, in denen die Kinder Ha√ü auf Israel und eine verf√§lschte Geschichte gelehrt werden.

Im Jahr 2001 gibt es in Israel einen gro√üen Geschichtsbuchskandal, √ľber den die Neue Z√ľrcher Zeitung berichtet:

"Als man aber √ľber die Hysterie hinaus dazu gelangte, sich das Schulbuch tats√§chlich anzuschauen, war auch die √úberraschung unter den linken Lesern nicht gering. So wurde der Unabh√§ngigkeitskrieg Israels gegen die arabischen Armeen hier nur mit einer grossen Landkarte illustriert, die Umfang und Richtung der pal√§stinensischen Fl√ľchtlingsstr√∂me aus Israel zeigte - ohne dass umgekehrt auch die Invasion der arabischen Armeen nach Israel dokumentiert wurde. Von einem Doktoranden konzipiert, veranschaulicht das Lehrbuch mit solchen und √§hnlichen Dekontextualisierungen eine dem Postzionismus inh√§rente Tendenz, die im Namen des Anderen und des Opfers die Mythen durch Tatsachen zu dekonstruieren vorgibt - um an den Tatsachen vorbei zuletzt einen neuen Mythos zu entwerfen, der dann auch keinen anderen mehr duldet. Eben diese Grenz√ľberschreitung von einer aufkl√§rerischen Kritik der Mythen zu einem methodischen Antizionismus kompromittiert nicht nur die linke Kritik, sondern sie bietet auch ihren Gegnern ein allzu leichtes Spiel."

An israelischen Landkarten hingegen wird bereits moniert, wenn auf ihnen nicht mehr existierende arabische Dörfer nicht eingezeichnet sind, "dass die israelische Landkarte die einstige Topographie des Landes mit seinen zahlreichen arabischen Dörfern praktisch aus dem Gedächtnis ausgelöscht hat". (19)

Die Herrscher der arabischen Staaten danken der "internationalen Staatengemeinschaft" deren Verbundenheit mit den Pal√§stinensern mit g√ľnstigen Erd√∂lpreisen und mit der Bereitstellung von Milit√§rst√ľtzpunkten. Yasser Arafat, und die diversen pal√§stinensischen Terrorbanden dienen der Aufrechterhaltung des Status quo. Die Interessen der Israelis und der Pal√§stinenser werden dabei soweit ber√ľcksichtigt, wie an diesem Status quo nichts grunds√§tzlich ver√§ndert wird - also gar nicht.

Drei Linke √ľber Flucht und Vertreibung der Pal√§stinenser: "Schuld und Erinnerung"

Meir Vilners Ansichten sind bei nahezu sämtlichen Linken nicht im Trend.

Es gibt allerdings noch einige Linke in Deutschland, die Solidarit√§t mit Israel √ľben. Sie repr√§sentieren ein breites Spektrum. Zu ihnen z√§hlen die Autoren der exzentrischen "Bahamas", die "Rote Ruhr Uni" aus Bochum, das B√ľndnis gegen Antisemitismus und Antizionismus, der "Trend-Online", Autoren der "Konkret" und andere Linksgruppen. Zu diesen geh√∂rt bis zum Dossier der Autoren Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso "Schuld und Erinnerung", im November 2002, auch die "Jungle World". (20)

Der Text löst rege Diskussionen innerhalb der Linken, u.a. auch in der "Jungle World" selbst aus. Er ist mit einer umfangreichen Zusammenstellung der Diskussionen sowie interessanten Links zum Thema auf "D-A-S-H" dokumentiert. (21)

Über den Text kann man sagen, daß alles dort geäußerte mindestens mangelhafte Geschichtskenntnisse beweist, wahrscheinlich aber noch mehr, denn das Existenzrecht Israels wird von diesen Autoren nur bedingt "gewährt", wenn sie schreiben:

"Unsere Kritik richtet sich vor allem gegen die linken Positionen, die eine bedingungslose Solidarität mit Israel und generell der Judenheit einfordern."

"Sich bedingungslos hinter den Staat Israel (zu) stellen, v√∂llig gleichg√ľltig, welche Politik dessen Regierung betreiben mag", kommt f√ľr sie nicht in Frage. Sie unterscheiden nicht zwischen israelischer Politik und dem Staat Israel. Als Ausrutscher oder ungl√ľckliche √Ąu√üerung kann das nicht angesehen werden, denn an anderer Stelle wenden sie sich gegen den Slogan "Solidarit√§t mit Israel", als wenn er gehei√üen h√§tte "Solidarit√§t mit Ariel Scharon und seiner Politik". Wer aber Solidarit√§t mit Israel √ľbt, kann f√ľr die Autoren keine Solidarit√§t mit den Pal√§stinensern √ľben. Weiter behaupten sie, Israel wolle einen ethnisch und religi√∂s homogenen Staat, wobei sie nicht wissen oder vorgeben, nicht zu wissen, da√ü heute schon nahezu ein Drittel der israelischen Bev√∂lkerung keine Juden sind.

Im Jahre 2002 sind laut dem israelischen statistischen Amt 25 Prozent der Bev√∂lkerung Israels Nichtjuden, zwei Prozent mehr als 2001. Nach Erhebungen des Center for Issues of Assimilation der Bar Ilan Universit√§t in Ramat Gan, bei Tel-Aviv, sind 28 Prozent der israelischen Bev√∂lkerung Nichtjuden. Je j√ľnger die Bev√∂lkerungsgruppe, desto gr√∂√üer ist der Anteil der Nichtjuden an ihr. Heute ist eines von zwei Neugeborenen ein nichtj√ľdisches Kind, und zwar von Arabern, von nichtj√ľdischen Einwanderern oder von Gastarbeitern, die sich in Israel niedergelassen haben. (22)

Verquere oder nicht vorhandene Geschichtskenntnisse der Autoren f√ľhren sie zur Verdrehung von Aktion und Reaktion:

"Linke Solidarit√§t sollte sich vor allem an die in der Gegenwart Unterdr√ľckten richten, also an Pal√§stinenserInnen. Die israelische Besatzung ist der Ausdruck eines Staatsterrorismus, die pal√§stinensische Gewalt ist eine Reaktion darauf."

An anderer Stelle erhärten sie ihren Vorwurf nochmals, daß "die palästinensische Gewalt ein Resultat des israelischen Staatsterrorismus darstellt." Die Homizidbomber begehen "Akte der Verzweiflung". Immerhin räumen sie ein, daß sie "zudem ... ein Teil der militärischen Strategie unter anderem der Hamas" seien, "die die Verzweiflung instrumentalisiert." Was es mit diesen angeblichen Akten der Verzweiflung auf sich hat, untersucht der Psychologieprofessor an der Tel Aviver Universität Ariel Merari, der seit Jahren auf dieses Phänomen spezialisiert ist:

"Seine Erkenntnis: Der radikale Islam allein taugt nicht als hinreichendes Erkl√§rungsmuster. Die Selbstmordbomber lassen sich auch nicht mit dem Hinweis auf arme Psychopathen oder klassische Suizidkandidaten erkl√§ren. ¬īDer eigentliche Schl√ľssel ist der Gruppendruck¬ī, hat Merari in seiner Untersuchung von √ľber 50 T√§terprofilen entdeckt." (23)

Hier geht es nicht einmal um die Diskussion, was fr√ľher da war, das Huhn oder das Ei. Selbst dann w√§re die √Ąu√üerung der drei Autoren zur√ľckzuweisen, sondern es geht darum, da√ü die arabisch-pal√§stinensische Gewalt zuerst da ist, und zwar seit 1920. Darauf weisen auch Ole Frahm und Freunde in einer Erwiderung in der "Jungle World" hin, wobei "die Ablehnung des Teilungsplanes der Vereinten Nationen (UN) durch die arabischen Staaten im Jahr 1948" noch gelinde ausgedr√ľckt ist. Unmittelbar nach dem UN-Beschlu√ü Nr. 181, vom 29. November 1947 beginnen die aus Kairo vom Mufti Hadj Amin al-Husseini und der Geistlichkeit der al-Azhar-Universit√§t angestachelten, von den Briten organisierten Ausschreitungen gegen die Juden, die am 15. Mai 1948, einen Tag nach der Staatsgr√ľndung, in einen Krieg der arabischen Staaten gegen Israel ausarten. Gegen eine gewaltige √úbermacht kann Israel sich behaupten. Am 24. Februar 1949 schlie√üt Israel mit den arabischen Staaten einen Waffenstillstand ab. Seit der Zeit gibt es zwischen den arabischen Staaten und Israel keine Friedensvertr√§ge, mit der Ausnahme √Ągyptens, das am 26. M√§rz 1979, und Jordaniens, das am 26. Oktober 1994 mit Israel Frieden schlie√üt.

Ole Frahm und Freunde schreiben:

"Wie sehen die Fakten aus? F√ľr die AutorInnen ist Israel f√ľr den Nahostkonflikt verantwortlich. Die erste und die zweite Intifada seien von der israelischen Politik verursacht worden. ¬īDie pal√§stinensische Gewalt ist ein Resultat des israelischen Staatsterrorismus¬ī, ist in ihrem Beitrag zu lesen. Bereits in der Darstellungsweise dieser Faktenlage dr√ľckt sich die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten aus.

Denn der Nahostkonflikt hat viele Ursachen. Dazu gehören die Kolonialpolitik der letzten beiden Jahrhunderte, der europäische Antisemitismus und die Vernichtung der europäischen Juden ebenso wie die Ablehnung des Teilungsplanes der Vereinten Nationen (UN) durch die arabischen Staaten im Jahr 1948. ..." (24)

Selbstverst√§ndlich fehlt im Text von Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso auch nicht der Hinweis auf Bat Schalom und Gush Schalom, auf die israelischen "neuen Historiker" Ilan Pappe und Benny Morris, und auf Juden aus dem Linksspektrum, wie Hanno Loewy, den ehemaligen Direktor des Fritz Bauer Instituts, sowie auf Daniel Bensaid und S√©bastien Jolivet von der linksradikalen "Ligue communiste r√©volutionnaire (LCR)" des Alain Krivine und seines Brieftr√§gers von Neuilly Olivier Besancenot sowie auf Daniel Mermet, von France Inter, den beliebten Rundfunkjournalisten der Sendung "L√†-bas si j¬īy suis ...", und ATTAC-Mitbegr√ľnder, der keine Gelegenheit ausl√§√üt, sich in seinen Sendungen israel-feindlich und kritiklos pro-pal√§stinensisch zu √§u√üern.

Daniel Mermet interviewt im Oktober 1998 den SS-Offizier und letzten KZ-Arzt von Auschwitz Hans M√ľnch, den er auf einen SPIEGEL-Bericht von 1998 hin pers√∂nlich in Ro√ühaupten im Allg√§u aufsucht, √ľber seine Ansichten √ľber Juden und Zigeuner. F√ľr die rassenhetzerischen √Ąu√üerungen, die Hans M√ľnch in dem Interview tut, und die Daniel Mermet im Radio ausstrahlt, wird Hans M√ľnch 2001 verurteilt. Verantwortung √ľbernimmt Daniel Mermet daf√ľr nicht.

Vom 18. bis 22. Juni 2001 sendet Daniel Mermet t√§glich √ľber die Ereignisse in Israel und den pal√§stinensischen Gebieten. Zur Einstimmung in die Sendungen spielt er auf seinem Anrufbeantworter empfangene H√∂rerkommentare zur aktuellen Lage im Vorderen Orient, und zwar auch √ľbelste antisemitische und israelfeindliche, als Dokumentation vor.

Licra und andere antirassistische Vereinigungen verklagen ihn daraufhin wegen Aufforderung zum Rassenha√ü. Das Gericht meint, Daniel Mermet w√§re nur Zeuge. Er k√∂nne zu den inkriminierten √Ąu√üerungen der H√∂rer gar nichts und spricht ihn frei. Sein Rechtsbeistand ist Jean-Yves Halimi, der Bruder des Redakteurs der "Le monde diplomatique" und ATTAC-Mitbegr√ľnders Serge Halimi. Es ist in Frankreich gestattet, antisemitische hetzerische Ansichten, wie die des uneinsichtigen Hans M√ľnch, und eben solche H√∂rerkommentare zu senden. (25)

Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso scheinen das in Ordnung zu finden. Sie bedauern den Fall als "Ausdruck des Niedergangs einer politischen Debatte", womit sie allerdings recht haben, wenn auch nicht so, wie sie es wohl meinen.

Im letzten Drittel ihres langen Textes kommen sie auf die "pal√§stinensische Erinnerung". An Verbrechen an Juden h√§tten die Pal√§stinenser nicht teilgenommen, die Israelis beraubten sie aller Rechte. Ihr Verst√§ndnis von geschichtlichen Zusammenh√§ngen und Verantwortung f√ľr Taten und Unterlassungen dokumentieren Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso mit ihrer Einsch√§tzung der "Naqba":

"Weit davon entfernt, eine befreiende Wirkung zu haben, traf die Gr√ľndung Israels mit der Naqba, der Katastrophe, zusammen."

Das ist eine un√ľbertroffene Formulierung. Die beiden Ereignisse "trafen zusammen". Kausale Zusammenh√§nge gibt es f√ľr die Autoren keine, genauso wenig wie hier: "Der Krieg von 1948 (bedeutete) die Vertreibung der Pal√§stinenserInnen aus ihrer Heimat", schreiben sie und beziehen sich auf die "neuen Historiker" in Israel. Das anzuerkennen, sei ein "erster Schritt eines j√ľdischen Verst√§ndnisses der pal√§stinensischen Erinnerung". Wie die "neuen Historiker" nehmen sie es mit den Details nicht so genau, um die gehe es nicht. Eine neue Geschichtsschreibung bricht an. Die pal√§stinensische F√ľhrung und die Herrscher der arabischen Staaten k√∂nnen zufrieden sein und abwarten:

"Kein Land der Arabischen Liga hat Interesse, einen Krieg mit Israel zu beginnen, den es militärisch nur verlieren könnte."

So ist es, denn das h√§tten sie, auch wenn sie milit√§risch besser ger√ľstet w√§ren, gar nicht n√∂tig. Bei diesem Zerm√ľrbungskampf machen nicht nur die arabischen Staaten, sondern auch die "internationale Staatengemeinschaft" mit. Israel verschlei√üt sich und blutet aus, wenn das so weitergeht. Dann erledigt sich auch die Frage nach "der internationalen Akzeptanz des Staates". Solidarit√§t mit Israel braucht dann niemand mehr zu √ľben, auch Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso nicht. Sie w√§ren einer Entscheidung enthoben.

"Wir w√ľnschen Ihnen eine gesegnete Reise"

Kommen wir nun zur linken Zeitung "Junge Welt", in der niemals ein israel-freundlicher Artikel zu lesen ist, sondern in der sich die Antisemiten und Israelfeinde die Feder in die Hand geben. Am 18. Januar 2003 erscheint dort ein Artikel der Berliner Friedensaktivistin Julia Deeg (26) √ľber Bef√ľrchtungen einer Deportation der Pal√§stinenser aus Israel in das benachbarte Jordanien oder in einen anderen arabischen Staat. "Wir w√ľnschen Ihnen eine gesegnete Reise" ist der Beitrag √ľberschrieben. Im Text hei√üt es:

"Genauso, wie unsere Leute aus arabischen Staaten nach Israel immigrierten, werdet ihr in die arabischen Staaten immigrieren." Dies sei "eine der g√§ngigen Methoden im 21. Jahrhundert, Dispute unter Menschen zu l√∂sen. Wir w√ľnschen euch eine gute Eingew√∂hnung in euer neues Heim."

Es ist selbstverst√§ndlich, da√ü nicht mit einem einzigen Wort auf den ersten Teil des Satzes eingegangen wird, die Flucht und Vertreibung, seit 1948, der 850 000 Juden aus arabischen Staaten, in denen sie und ihre Vorfahren teils seit 2500 Jahren leben, sondern diese Information bleibt wie zuf√§llig in dem Zitat, weil sonst der makabre Witz nicht gebracht werden kann. Das Schicksal der Juden interessiert die Autoren der "Jungen Welt" nicht, sondern nur die "Naqba". Geschichtliche Zusammenh√§nge erf√§hrt man in der Zeitung nicht einmal ansatzweise, denn sie w√ľrden das festgef√ľgte Weltbild nur st√∂ren. Zur "Naqba" hei√üt es schlicht und zusammenhanglos:

"Das pal√§stinensische Wort Naqba bedeutet im Arabischen ¬īKatastrophe¬ī und nimmt Bezug auf die Vertreibung und Ermordung Tausender Pal√§stinenser im Zuge der Errichtung Israels im Jahr 1948."

Die den Juden seit 1920 aufgezwungenen Verfolgungen und Kriege der arabischen Staaten werden subsummiert unter "im Zuge der Errichtung Israels im Jahre 1948". Fertig.

Der inzwischen bei den deutschen Pal√§stinenserfreunden als Referent und Gespr√§chspartner sehr beliebte, als "einer der Hoffnungstr√§ger unter den pal√§stinensischen Politikern" (27) bezeichnete Arzt Mustafa Barghouti, Direktor des Instituts f√ľr Gesundheit, Entwicklung, Information und Politik in der Westbank sowie Gush Schalom √§u√üerten sich besorgt, es habe schon einen Likud-Minister gegeben, der die Pal√§stinenser mit einer zweiten Naqba bedroht h√§tte, womit wahrscheinlich der im Oktober 2001 von pal√§stinensischen Terroristen ermordete Tourismusminister Rechavam Zeevi gemeint ist. Seine M√∂rder laufen heute noch frei herum.

Julia Deeg schildert, daß es sich bei dem Aufruf um eine Mobilisierungskampagne von drei rechten israelischen Parteien zu den Wahlen, vom 28. Januar 2003, handele. Die Provokation wird schon aus dem Begriff "Selbsttransfer" deutlich:

"Im Zuge eines Aufrufs zum freiwilligen ¬īSelbsttransfer¬ī im Rahmen einer von ihnen gestarteten Werbekampagne auf der ¬īNational Unions Party¬īs Website¬ī zu den Wahlen in Israel am 28. Januar w√ľnschten sie den Pal√§stinensern ¬īeine gesegnete Reise in den pal√§stinensischen Staat, der schon eine Weile¬ī existiere, - Jordanien." (28)

Dort ist die Beliebtheit der Palästinenser seit dem "Schwarzen September", sicherlich nicht angestiegen, im Wirtsland Libanon ebenfalls nicht. Dort ist nämlich seit dem Einzug der Palästinenser Schluß mit der "Schweiz des Ostens".

Es wird nicht erkl√§rt, wie die israelische Regierung Jordanien, den Libanon oder andere arabische Staaten √ľberzeugen will, die Pal√§stinenser aufzunehmen. Seit nunmehr 55 Jahren geht es darum, da√ü alle arabischen Staaten den Pal√§stinensern eine Integration verweigern und sie als Faustpfand in elenden Lagern halten, und das nicht nur mit Duldung, sondern mit ausdr√ľcklicher Unterst√ľtzung der "internationalen Staatengemeinschaft". Es w√§re den reichen Erd√∂ll√§ndern ein leichtes gewesen, die Pal√§stinenser zu integrieren, aber sie leisten sich eher Philippinos, Inder und Pakistaner als Arbeitskr√§fte, als etwas f√ľr ihre "arabischen Br√ľder" zu tun. Im Gegenteil, Kuwait vertreibt sie im Zuge des Ersten Golfkrieges und seiner Freundschaft zu den USA, so da√ü sich ihre Zahl von August 1990 bis Mai 1992 von 400 000 Pal√§stinensern auf ca. 40 000 Pal√§stinenser verringert.

Der Artikel von Julia Deeg wird von der auf dem Gebiet Antisemitismus und Israelfeindschaft bemerkenswerten "Fundgrube" des Marketingberaters Rudolf O. Br√§ndli, aus Winterthur, √ľbernommen sowie von "www.freepalestine.de - Freiheit f√ľr Pal√§stina - Kampagne zur Befreiung von Marwan Barghouti und allen pal√§stinensischen politischen Gefangenen". Die "Fundgrube" ist inzwischen zugesch√ľttet, auf "FreeBarghouti" kann man kostenlos pokern, daf√ľr gibt´s aber jetzt eine internationale Site auf franz√∂sisch, arabisch und demn√§chst auch englisch: "Die Inhaftierung von Marwan Barghouti richtet sich nicht nur gegen eine Person, sondern sie soll den Widerstand eines ganzen Volkes enthaupten." (29)

Es hat sich einstens gelohnt, dort die Startseite aufzurufen. Man fand eine Pressemitteilung "Marwan Barghouti sofort freilassen" des Europaabgeordneten der PDS Andr√© Brie, vom 29. September 2003: "Das Verfahren gegen den Fatah-F√ľhrer ist ein politischer Schauprozess, mit dem insbesondere die gem√§√üigten pal√§stinensischen Kr√§fte und der legitime Widerstand gegen die Besatzung diskreditiert und kriminalisiert werden sollen...." Weiterhin gab es viele Aufrufe und Texte, u.a. vom "israelischen Recherchierjournalisten, Buchautor und Friedensaktivisten" Shraga Elam, aus den Marxistischen Bl√§ttern Spezial, vom Februar 2003, die Ank√ľndigung von Konferenzen und eines Aktionstages gegen die Mauer in Pal√§stina. (30)

Blickfang der Startseite war eine Graphik von Marc Rudin alias Jihad Mansour: zerbrochene Gitterst√§be eines Kerkers, und an einem dieser St√§be h√§ngt ein Pali-Tuch, das die Form Pal√§stinas hat, ganz Pal√§stinas, Israel eingeschlossen. Die Graphik ist vom Mai 1984 und gedenkt des 17. April, des Tages der Gefangenen: "Freiheit f√ľr alle pal√§stinensischen Gefangenen". F√ľr Jihad Mansour ist die Zerst√∂rung Israels Programm. Das zeigt auch sein Poster zum 14. Jahrestag der Popular Front for the Liberation of Palestine ( PFLP) "Der 14. Kongre√ü ebnet den revolution√§ren Weg nach Pal√§stina". Ein machtvoller roter Pfeil st√∂√üt mitten hinein in den Staat Israel. Diese Kunst ist weiterhin auf der Site des Marc Rudin zu bewundern. (31)

Beliebt ist Marc Rudin bei der Partei der Arbeit der Schweiz, wo im Jahr 1997 eine Ausstellung seiner Werke Teil des "Kulturellen Programms" der Gegenveranstaltung zur Feier des 100. Jahrestages des Ersten zionistischen Weltkongresses ist: "Die Ausstellung der Association pour l´Union entre les Peuples Juif et Palestinien ist in Zusammenarbeit der Organisation der betroffenen Dorfbewohnerinnen und -bewohnern entstanden. Marc Rudin zeigt Graphiken und Plakate, die in den von Israel besetzten Gebieten und in den Fl√ľchtlingslagern in Syrien, Jordanien und im Libanon verstanden werden sollten. Zugleich soll die Bildsprache auch von den Solidarit√§tsbewegungen im westlichen Ausland f√ľr deren Arbeit genutzt werden k√∂nnen." (32)

Die PFLP ist eine am 11. Dezember 1967 von George Habash gegr√ľndete islamistisch-nationalbolschewistische Partei. Bis zum Jahr 2000 ist er ihr Generalsekret√§r. Zu seinem Tod, am 26. Januar 2008, habe ich ihm zwei Artikel gewidmet, in einem von ihnen ist eine unvollst√§ndige Auflistung der Verbrechen der PFLP zu lesen. Sein Nachfolger, bis 27. August 2001, da er von der israelischen Armee mit einer gezielten Attacke get√∂tet wird, ist Mustafa Ali Kasam Zabiri alias Abu Ali Mustafa. Er ist im Oktober 1977 der Mitorganisator der Entf√ľhrung der Lufthansa-Maschine durch arabische Terroristen zur Freipressung von elf deutschen RAF-Terroristen sowie zwei t√ľrkischen Terroristen. Ab 3. Oktober 2001 ist Generalsekret√§r der PFLP der extreme Ahmed Sadat, den man in Verdacht hat, die Ermordung des israelischen Tourismusministers Rechavam Zeevi organisiert zu haben. (33)

Es d√ľrfte wohl unstrittig sein, da√ü die Betreiber der Web Site "Freiheit f√ľr Pal√§stina" die PFLP kennen und die Graphik bestens interpretieren k√∂nnen. Das ganze Pal√§stina in den Grenzen vor der Teilung soll es sein. Dort f√ľhlt man sich verbunden mit Andr√© Brie und Julia Deeg.

Ach, ja, "das Ereignis" Nina Hagen, die Sopranistin ("Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael"), f√ľhlt sich ebenfalls verbunden mit Julia Deeg. Sie dreht im Jahr 2002 einen Film √ľber Berlin:

"5. Und wer muss unbedingt dabei sein?

Julia Deeg . . . die junge Berlinerin, die neulich im Kugelhagel wochenlang bei Arafat ¬īfestsa√ü¬ī ...

6. Welche Rolle w√ľrden Sie in Ihrem Film spielen, und sei es nur eine winzige Nebenrolle?

Ich bin die Nina Hagen, die wunderbaren Menschen begegnet ...

Ich erz√§hle der Julia Deeg von dem Mord, der an meinem Gro√üvater in Sachsenhausen ver√ľbt wurde! Und √ľber die Folterungen, die mein Vater im Gef√§ngnis erlitten hat! ...." (34)

Ob ausgerechnet das die Friedensaktivistin interessiert? Wohl kaum, denn sonst hielte sie sich nicht monatelang bei Yasser Arafat auf und schriebe keine Artikel, wie den in der "Jungen Welt".

Das "Massaker von Tantura"

Seit Ende der 80er Jahre wirken in Israel die Postzionisten, die schon erw√§hnten "neuen Historiker". Sie sind im Begriff, die israelische Geschichtsschreibung zu revidieren, die bislang von der "Reinheit der Waffen" ausgegangen sei. Demnach w√§ren nur Kriegsverbrechen auf arabischer Seite, nicht aber auch seitens der j√ľdischen und der israelischen K√§mpfer vorgekommen. Diese Behauptung ist unrichtig, es gibt allerdings gro√üe Unterschiede der Definition und Einsch√§tzung derartiger Kriegshandlungen und Kriegsverbrechen, beispielsweise √ľber Art und Anzahl der als Massaker bezeichneten Ma√ünahmen, die Anzahl ger√§umter Araberd√∂rfer, der dabei Get√∂teten usw. Methodisch tut sich bei den "neuen Historikern" ebenfalls einiges. Sie benutzen laut eigener Aussage nicht gern Archive und prim√§re Quellen, es sei denn, sie erg√§nzen die Dokumente phantasievoll. Professor Ilan Pappe (Jahrgang 1954) vergleicht dieses Herangehen mit dem der Arch√§ologie. Abschnitte, die nicht dokumentarisch zu belegen seien, w√ľrden aus der Sicht der Gegenwart hinzugef√ľgt. Zu deutsch hei√üt das Geschichtsklitterung.
Ilan Pappe sagt, er sei nicht so sehr an dem interessiert, was geschehen ist, als an dem, wie Menschen das sehen, was geschehen ist. Die Aufmerksamkeit der "neuen Historiker" gilt den heute noch lebenden Zeitzeugen und deren subjektiver Darstellung der Geschehen. Das ist ein weites Feld bei der sprichw√∂rtlichen orientalischen Erz√§hl- und Fabulierfreudigkeit. Ihr Interesse gilt auch solchen historischen Ereignissen, die gar nicht eintraten, spekulativen Erw√§gungen. Moshe Zimmermann nennt sie, wie erw√§hnt, "kontrafaktische Fragen". Schon in der Fragestellung liegt dann der Vorwurf, Gelegenheiten verpa√üt zu haben, die Beschuldigung aus der Perspektive der Gegenwart. Wir sehen es bei Moshe Zimmermann, der sich Gedanken macht dar√ľber, was gewesen w√§re, wenn Israel nicht gegr√ľndet worden w√§re. Seltsamerweise stellen sich Moshe Zimmermann und die anderen Gr√ľbler nicht die Frage, was gewesen w√§re, wenn der Mufti Hadji Amin al-Husseini im M√§rz 1920 nicht die Araber aufgehetzt h√§tte, wenn die Deutschen die Aufst√§nde 1936 bis 1939 nicht finanziell und mit Waffen unterst√ľtzt h√§tten, wenn die arabischen Staaten die UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947 anerkannt h√§tten usw.

Die neuen Methoden der Erz√§hlkunst und der "arch√§ologischen Erg√§nzung" werden von deutschen Pal√§stinenserfreunden ebenfalls freudig aufgegriffen. Bei den Recherchen zu diesem Beitrag beispielsweise finden sich auf ihren Web Sites als Anzahl ger√§umter Araberd√∂rfer zwischen 375 und 700. Belegt wird nichts. Die Phantasie bl√ľht. Nirgends steht dort auch etwas √ľber die dokumentierte Ausl√∂schung j√ľdischer D√∂rfer. Karl Pfeifer schreibt dazu in seinem in die bizarre Welt der "neuen Historiker" einf√ľhrenden Artikel, nichts werde erw√§hnt davon, da√ü "in den Gebieten, in denen die Juden 1948 eine Niederlage erlitten, kein einziger Jude - auch kein antizionistischer orthodoxer - bleiben durfte, und die j√ľdischen Siedlungen dem Erdboden gleichgemacht wurden." (35)

Diesen Ansatz kennen wir schon aus der Berichterstattung √ľber Fl√ľchtlinge und Vertriebene in Folge des israelischen Unabh√§ngigkeitskrieges. Das Schicksal der Juden wird nicht thematisiert, au√üer es dient Pal√§stinenserfreunden wie der Friedensaktivistin Julia Deeg als Einleitung zu einem Witz.

Am Fall des angeblichen Massakers von Tantura kann man ermessen, wohin die neuen Methoden der Geschichtsschreibung f√ľhren. (36)

Im Fr√ľhjahr 2000 informiert der Student Teddy Katz, ein Sch√ľler des "neuen Historikers" Prof. Ilan Pappe, die israelische Zeitung Ma¬īariv √ľber seine sensationellen Forschungsergebnisse, zu denen er im Rahmen seiner Magisterarbeit an der Universit√§t Haifa gekommen sei, √ľber ein Massaker, das am 23. Mai 1948 in Tantura ver√ľbt sein soll. Von diesem "Massaker", bei dem mehr als 200 unbewaffneter schutzloser Dorfbewohner umgebracht worden seien, "wei√ü" bis zur Ver√∂ffentlichung der These von Teddy Katz in der Zeitung Ma¬īariv nur der l√§ngst verstorbene Tantura-Einwohner Imam Scheich Mohamed Nimr al-Khatib, Mitglied des Arabischen Nationalkomitees. Er ver√∂ffentlicht seine "Erinnerungen" in Damaskus, im Jahre 1951. Niemand, auch nicht der von Salah Abd el Dschawad darob gescholtene "gro√üe pal√§stinensische Intellektuelle und Historiker" Walid Khalidi wissen von einem solchen Massaker, obgleich israelische Wissenschaftler wie der Milit√§rhistoriker Professor Uri Milstein sich seit f√ľnfzig Jahren mit Recherchen zur Kriegsgeschichte Israels befassen, und auch arabische Wissenschaftler wirklich alles tun, um Israel Massaker und andere Kriegsverbrechen nachzusagen. Die internationale Presse ist seinerzeit voll von Berichten √ľber angebliche Massaker von Deir Yassin, Kfar Qasim und anderen Ereignissen.

Am 15. Februar 2000 erscheinen auf der Web Site der Palestinian National Authority (PNA) erstmalig ein ausf√ľhrlicher Bericht √ľber das "Tantora Massacre" sowie die angeblichen √Ąu√üerungen von Zeugen: "Zeugen schildern die Geschichte der professionellen T√∂tung". (35) Heute ist kein Mangel mehr an weiteren "√úberlebenden". Aber, wo waren sie von 1948 bis 1999?

Teddy Katz hat die Aussagen sowohl der pal√§stinensischen "Zeugen" als auch der israelischen "T√§ter" mitgeschnitten. Niemand stellt sich die Frage, woher pl√∂tzlich Dutzende von Zeitzeugen kommen sollen. Sie leben heute fast alle im Dorf Faradis. Dort sollten sie sich niemals √ľber ein so gravierendes Ereignis unterhalten, niemand sollte das den pal√§stinensischen F√ľhrern berichtet haben? Niemand stellt sich die Frage, wieso die erfahrenen Veteranen der Alexandroni-Brigaden, von denen heute keiner j√ľnger als 75 Jahre ist, sich einem Studenten gegen√ľber der Kriegsverbrechen bezichtigen sollten. Als die Veteranen der Alexandroni-Brigaden aus der Zeitung erfahren, was aus ihren Aussagen geworden ist, klagen sie gegen Teddy Katz.

Die mitgeschnittenen Aussagen werden daraufhin vom Gericht gepr√ľft, und es stellt sich heraus, da√ü seine Forschungsarbeit "F√§lschungen und L√ľgen enth√§lt", schreibt Giora Erdinast, der Rechtsanwalt der Kl√§ger am 6. Juli 2003 in der israelischen Zeitung Ha¬īaretz:

"Sowohl j√ľdische als auch arabische Zeugen haben - trotz Dr√§ngens von Katz - energisch die Behauptung dementiert, dass nach der Kapitulation des Dorfes sich ein Massaker ereignet h√§tte. Sie wurden trotzdem in der Arbeit von Katz zitiert, als ob sie das Gegenteil gesagt h√§tten. Menschen, die Katz mitgeteilt haben, dass sie am Tag der Eroberung nicht im Dorf waren, wurden zitiert, als ob sie dort gewesen und Zeugen eines Massakers geworden w√§ren."

Das Dorf, an der Hauptstra√üe von Haifa nach Tel Aviv gelegen, sei strategisch wichtig gewesen, weil dar√ľber der Schmuggel von Waffen und Lebensmitteln organisiert gewesen sei. Es habe eine Schlacht gegeben, in der die Israelis 14 Leute verloren h√§tten. Zu der Zeit w√§ren bereits 99 Prozent der Dorfbewohner abtransportiert worden, die meisten nach Faradis, sagt ein Veteran vor dem Gericht aus.

"Als w√§hrend seiner Befragung im Gericht seine Schande offenbar wird, sagt Katz im Zeugenstand: ¬īIch habe nie, nirgendwo jemandem gesagt es h√§tte in Tantura ein Massaker gegeben. Auch jetzt sage ich, es gab kein Massaker in Tantura.¬ī " Seine √Ąu√üerungen w√§ren von der Zeitung mi√üverstanden worden.

Auf Empfehlung seines Rechtsanwaltes unterzeichnet er einen Entschuldigungsbrief und verpflichtet sich, ihn in zwei israelischen Tageszeitungen zu veröffentlichen. Dem kommt er nicht nach, und die Veteranen veröffentlichen den Brief ihrerseits. Teddy Katz dagegen widerruft seine Aussagen unmittelbar hinterher und behauptet, man habe ihn unter Druck gesetzt. Auch die Universität von Haifa untersucht die Forschungsergebnisse von Teddy Katz und kommt zu dem Ergebnis der Fälschung. Sie gestattet Teddy Katz dennoch, die Arbeit nachzubessern, was er unterläßt, und die Arbeit, die zuvor eine Wertung von 97 zu 100 Punkten erhält, wird verworfen.

Teddy Katz habe f√ľr seine Arbeit von der PLO 10 000 Schekel (etwa 1 800 Euro) erhalten, wie die Zeitung Yedioth Achronoth, am 1. September 2002, berichtet, und woran er auf Nachfrage nichts Schlechtes gefunden habe. "Geschichte als Magd der Politik", schreibt der Rechtsanwalt der Kl√§ger. (37)

Worin liegt nun das Politische, das von der PLO mit 10 000 Schekel wirklich weit unter Wert gekauft wird, was aber Teddy Katz wohl als Abtragen einer "Schuld" Israels gegen√ľber den Pal√§stinensern begreifen mag, als "Wiedergutmachung"?

In den offiziellen Medien der PLO und der PNA wird die Nachricht vom "Massaker in Tantura" umgehend verbreitet, eine Menge angeblicher arabischer und j√ľdischer Zeitzeugen werden mit ihren "√Ąu√üerungen" zitiert, und die internationalen Medien der Pal√§stinenserfreunde verbreiten sie sofort weiter. Die L√ľgen kann man bis auf den heutigen Tag nachlesen, es ist nicht von Bedeutung, da√ü die Fakten anders liegen. Der "Palestine Chronicle" beispielsweise schreibt mehrfach √ľber das "Massaker in Tantura". Ramzy Baroud, M.A., ist Chef-Herausgeber des "Palestine Chronicle" und Herausgeber einer Anthologie "Searching Jenin: Eyewitness Accounts of the Israeli Invasion". Er lebt in Seattle, Washington, USA. Inzwischen hat er es bis nach Sarawak/Malaysia geschafft, wo er Massenkommunikation auf dem Malaysia Campus der Curtin University of Technology lehrt. (38)

Mitherausgeber sind u.a. Prof. Dr. Noam Chomsky und Prof. Robert Jensen, School of Journalism, University of Texas at Austin (US), ein auch bei deutschen Linksradikalen beliebter Aktivist gegen die milit√§rische und wirtschaftliche Vorherrschaft der USA in der Welt. Hauptamtliche Herausgeberin ist die US-Amerikanerin Suzanne Russ, Mitherausgeberin gemeinsam mit Ramzy Baroud ist Michelle Gasparek, bei Maywood Hills PTA, einer Eltern-Lehrer-Vereinigung in Bothell bei Seattle, Washington, ist sie zust√§ndig f√ľr Hospitality, Gastlichkeit. Dort hat sie Einflu√ü auf die Erziehung kleiner Kinder. Die University of Washington ist in Seattle, Bothell und Tacoma ans√§ssig. (39)

Das Dementi bleibt unwirksam. Das erinnert an die Schilderung des Propagandafeldzuges gegen die Serben durch die US-amerikanische Firma Ruder Finn ("number 1 in client satisfaction"), deren Firmenchef dem franz√∂sischen Journalisten Jacques Merlino gegen√ľber ausplaudert, wie er f√ľr seine Auftraggeber Nachrichten, ob wahr oder erfunden, schnellstens an ausgew√§hlte Multiplikatoren streut, und da√ü "nur z√§hlt, was einmal behauptet wurde. Dementis sind dagegen v√∂llig unwirksam." Die Firma ist besonders stolz darauf, die Juden der USA auf die Seite der "internationalen Staatengemeinschaft" und deren Absichten gezogen zu haben. Der Trick war, in der New Yorker Zeitung "Newsday" die Ereignisse in Kroatien, im August 1992, umzuschreiben und √ľber angebliche serbische Konzentrationslager zu berichten. Dieses Reizwort reichte aus, um drei gro√üe j√ľdische Organisationen aufzubringen. Protestkundgebungen wurden organisiert und die Serben wurden "im Handumdrehen" mit den Nazis gleichgesetzt. (40)

Es wird behauptet, Teddy Katz sei gezwungen worden zu widerrufen. Auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit habe er nicht standhalten k√∂nnen und in einem Augenblick der Schw√§che nachgegeben. Wenn Israel dieses und die anderen Massaker nicht eingestehe, k√∂nnten die Pal√§stinenser keinen Frieden mit ihnen schlie√üen, erkl√§rt Ramzy Baroud. So gibt es f√ľr die pal√§stinensische F√ľhrung einen weiteren Vorwand zu Terroranschl√§gen. Es ist also klar, was die Sto√ürichtung der Forschungsarbeit des Teddy Katz ist.

Eine politische Folge der "Entdeckung" des Massakers ist auch, daß im Dorf Faradis, in dem viele aus Tantura Vertriebene und ihre Nachkommen leben, und in dem bislang keine Gewalt und Aufstände zu verzeichnen sind, im September 2000 ein gewalttätiger Aufstand ausbricht.

Hans Lebrecht schreibt in der "Jungen Welt", vom 13. Februar 2001, einen Artikel √ľber die milit√§rische Karriere des Ariel Sharon. Darin steht, gleich im zweiten Absatz, da√ü Ariel Sharon im israelischen Unabh√§ngigkeitskrieg 1948/49 Zugkommandeur in der Alexandroni-Brigade gewesen sei, eben der jetzt von Teddy Katz verleumdeten. Der Artikel wird umgehend auf die anti-israelische Web Site von Gerhard Lange und seiner "Gesellschaft f√ľr internationale Verst√§ndigung (GIV)" √ľbernommen. (41)

Gerhard Lange unterhielt auch eine erlesene Seite "Initifada - Palästina", mit ausgewählten Gedichten von Erich Fried und vielen Fotos von der Intifada, mit steinewerfenden Kindern und hilflos die Arme emporwerfenden Frauen. Diese Site finde ich nicht mehr im Internet, er mag sie noch nicht wieder aktiviert haben auf seinen GIV-Seiten. Dort finden sich Videos zum irakischen Widerstand: "A message from the IRAQI RESISTANCE to the people of the world and the US/UK soldiers in Iraq", "Mujahideen Army in Iraq: Message To the people of America" und ähnliches. (42)

Zu diesen anti-israelischen und anti-amerikanischen Seiten hat er auf seiner Site laenderkontakte.de eine Werbeseite f√ľr Israel eingerichtet, die aussieht, als wenn sie ein Israelfreund erstellt h√§tte. (43)

Soweit die Freunde der Palästiner und des Teddy Katz.

Auch im Telepolis darf die Debatte nicht fehlen. "Die Offenheit und der Pluralismus sind in Israel verschwunden. Gespr√§ch mit Ilan Pappe, der wegen seiner politischen Ansichten von der Universit√§t entlassen werden soll, √ľber die geistige Situation in Israel", betitelt Max B√∂hnel ein Interview mit Ilan Pappe, dem Lehrer des Teddy Katz. Max B√∂hnel ist in Deutschland geboren und lebt seit vielen Jahren in New York. Er ist Mitarbeiter des Journalistenb√ľros European Media, das im Auftrag von √ľber 100 verschiedenen Medien t√§glich aus den USA berichtet. Zu seinen Spezialgebieten geh√∂ren amerikanische Politik und Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.

Ilan Pappe habe die "Theorie einer postzionistischen Gesellschaft" mitentwickelt. Ilan Pappe "ist einer der f√ľhrenden ¬īnew historians¬ī, die die herrschende israelische Geschichtsschreibung f√ľr Mythenbildung halten. Unter anderem deshalb drohen Pappe auf Betreiben der Universit√§tsleitung von Haifa nach einem internen ¬īGerichtsverfahren¬ī die Entlassung und das Ende seiner akademischen Karriere." Des Pudels Kern steckt in der Formulierung "unter anderem".

Der Rechtsanwalt der gegen Teddy Katz klagenden Veteranen der Alexandroni-Brigade Giora Erdinast berichtet nämlich von einer Einladung zu einer von Ilan Pappe organisierten Podiumsdiskussion an der Universität Haifa, zum Thema "Historiographie 1948". Giora Erdinast schreibt:

"Erraten Sie, wer alles den Standpunkt der j√ľdischen Seite vertreten hat? Es war Pappe, mit dessen Hilfe die ¬īMagisterarbeit¬ī des Katz geschrieben wurde; Katz selbst, ein Student f√ľr den zweiten akademischen Grad (dessen Magister-Titel aberkannt wurde) und der nichts unerlaubtes in der F√§lschung von Zeugenaussagen sieht und der uns bekannte Uri Adiv, der wegen seiner f√ľr Syrien geleisteten Spionagedienste rechtskr√§ftig verurteilt wurde." (37)

In dem Interview mit Max B√∂hnel erkl√§rt Ilan Pappe die Geschichtsf√§lschung des Teddy Katz zur "Katz-Aff√§re". In aller Welt h√§tten an die 2000 Akademiker in einer Petition gegen das Verfahren gegen ihn und f√ľr die R√ľckkehr zur akademischen Freiheit in Israel protestiert. Es erinnert an die Anspr√ľche der Rechtsextremen und Holocaust-Leugner, die sich auch st√§ndig auf das Recht auf freie Meinungs√§u√üerung berufen.

Selbstverständlich bestätigt Ilan Pappe in dem Interview mit kräftigen Worten die Richtigkeit der Forschungsergebnisse des Teddy Katz:

"Ein zionistischer Milit√§rverband, die ¬īAlexandroni¬ī-Brigade, hatte 1948 im Rahmen der israelischen Staatsgr√ľndung mehr als 200 arabische Zivilisten im Dorf Tantura abgeschlachtet. Anders als die Universit√§tsleitung und die Medien fand ich nicht, dass die Studie ¬īgef√§hrlich¬ī oder ¬īrein erfunden¬ī sei. Ich bezog f√ľr Katz und f√ľr die akademische Freiheit Stellung, ver√∂ffentlichte auf der internen Webseite Ausz√ľge aus den Interviews, die Katz mit israelischen Soldaten und pal√§stinensischen √úberlebenden gef√ľhrt hatte, und schrieb in der Sache einen offenen Brief."

Er vermutet, da√ü man ihm mit Entlassung drohe, weil er im Folgesemester einen Kurs √ľber "Al-Naqba" abhalten wolle, und weil er den Boykott Israels unterst√ľtze, und da√ü man ihn "jetzt nur durch Rauswurf aufhalten kann". Vor dem internen "Universit√§tsgericht", was immer man sich darunter vorzustellen hat, will er nicht erscheinen. (44)

Hier die Darstellung des Ilan Pappe, mit vielen interessanten Forumsbeiträgen: Why Haifa University Cancelled My Conference. (45)

Wie weltweit bekannt ist, hat niemand den Ilan Pappe aus der Universität entlassen, sondern vier Jahre später wechselt er auf Grund eigener Entscheidung ins History Department der University of Exeter, und dort auf den Cornwall Campus, bei Falmouth, 160 Kilometer entfernt von Exeter. (46)

Der √Ėkumenische Rat der Kirchen im Einsatz f√ľr die Rechte der Pal√§stinenser

Auch der ca. 500 Millionen Christen in aller Welt repr√§sentierende √Ėkumenische Rat der Kirchen (√ĖRK), dem Kirchen aller christlichen Traditionen au√üer der r√∂misch-katholischen mit ihren 1,5 Milliarden Mitgliedern angeh√∂ren (sie arbeitet mit dem √ĖRK zusammen), ist in christlicher N√§chstenliebe √ľber ein von ihm finanziertes und koordiniertes "Begleitprogramm" f√ľr die Rechte der Pal√§stinenser im Einsatz: (47)

"Das √Ėkumenische Begleitprogramm in Pal√§stina und Israel (EAPPI) l√§uft seit August 2002. √Ėkumenische Begleitpersonen beobachten die Menschenrechtslage und melden Verst√∂√üe gegen die Menschenrechte und das humanit√§re V√∂lkerrecht, unterst√ľtzen Aktionen gewaltlosen Widerstands an der Seite christlicher und muslimischer Pal√§stinenser und israelischer Friedensaktivisten, gew√§hren Schutz durch ihre gewaltlose Pr√§senz, setzen sich f√ľr politische Ver√§nderungen ein und √ľben ganz allgemein Solidarit√§t mit den Kirchen und allen, die sich gegen die Besetzung wenden. ..."

Nicht Vermitteln, sondern Melden und Denunzieren, das ist seinerzeit die Rolle der Kirchen auch in Nazi-Deutschland. Die Mittel haben sich verfeinert. Kamerateams werden eingesetzt, und die dokumentieren mit Filmen, was längst und seit 2000 Jahren bekannt ist bei diesen Menschenfreunden: "Der Mörder ist immer der Jude ...."

Am 20. September 2003 geht ein Ausflug des EAPPI nach Aschkalon, das vor 1948 Madschal hei√üt, zum √∂ffentlichkeitswirksamen Aufstellen von vier Gedenktafeln. Solche Tafeln sollen an die zerst√∂rten arabischen D√∂rfer und St√§dte erinnern. Auf den Tafeln in Aschkalon wird in arabisch und hebr√§isch "an das ehemalige Haus einer bekannten Familie aus Madschdal, an zwei fr√ľhere Stra√üennamen sowie an den Ort erinnert ..., an dem die Einwohner der Stadt 1950 zusammengetrieben wurden, bevor sie die Stadt verlassen mussten."

Diese wie auch √§hnliche Veranstaltungen organisiert die vom Mennonite Central Committee der USA mit dem Ziel, "der j√ľdisch-israelischen Gesellschaft das Bewu√ütsein f√ľr die ¬īal-Naqba¬ī (¬īKatastrophe¬ī auf Arabisch) zu st√§rken", unterst√ľtzte israelische Organisation "Zochrot" (zu deutsch "Wir erinnern uns").

"Zochrot verbindet damit die doppelte Hoffnung, dass die Pal√§stinenser eines Tages in ihre D√∂rfer zur√ľckkehren k√∂nnen und dass j√ľdische Israelis es lernen, das Leid der Pal√§stinenser zu verstehen und ein Bewusstsein daf√ľr zu entwickeln, dass allen B√ľrgern und B√ľrgerinnen Israels - j√ľdischen wie arabischen - die gleichen Rechte zustehen."

Immer wenn Zochrot solche Veranstaltungen organisiert, kommen zahlreiche palästinensische Familien dazu, u.a. auch der Palästinenser Taha Alkhtib, der jedes Mal mit seiner gesamten Familie an den von Zochrot organisierten Touren teilnimmt. Sein Vater (!) sei neun Jahre alt gewesen, als seine Familie aus ihrem Haus vertrieben worden sei. Er wolle die Erinnerung wach halten.

"Larry" ("Die √∂kumenischen Begleitpersonen werden aus Sicherheitsgr√ľnden nicht mit vollem Namen genannt"), ein 37-j√§hriger ehemaliger Sportredakteur, der in der ganzen Region herumreisende regionale Kommunikationsbeauftragte des EAPPI, ist gemeinsam mit Lena, aus Schweden, und Louise, aus D√§nemark, die Begleitperson dieses Einsatzes. "Larry" ist r√∂misch-katholisch und kommt aus den USA. Er schreibt:

"Rein √§u√üerlich k√∂nnte Aschkalon, das genau n√∂rdlich vom Gazastreifen liegt, leicht ein Badeort in New Jersey sein. Aber man braucht nicht allzu scharfsinnig zu sein, um die beklemmende Gegenwart einer Vergangenheit zu sp√ľren, die noch nicht ganz vergangen ist. Zwischen den hellen neuen Geb√§uden sind das winzige Museum und die kleinen Stra√üencaf√©s sichtbare Zeichen einer ganz anderen Vergangenheit. Ein gro√ües Geb√§ude liegt in Ruinen und ein Minarett, das einmal Teil einer Moschee war, erhebt sich inmitten der Tische, an denen russische Israelis ihren Kaffee schl√ľrfen. Diese √úberreste sind Erinnerungen an eine Zeit, in der hier eine andere Stadt existiert hat - Madschdal, eine pal√§stinensische Stadt, deren Bewohner 1950 vertrieben wurden, um Platz f√ľr die Stadt Aschkalon zu machen. Aber diese Tatsache wird von den hier lebenden Israelis trotz der sichtbaren Beweise nicht gerne akzeptiert."

Russische Israelis "schl√ľrfen" also ihren Kaffee inmitten der Tr√ľmmer der Moschee, schreibt "Larry", sie am√ľsieren sich, w√§hrend die enteigneten arabischen Besitzer der Ortschaft darben. Man kann davon ausgehen, da√ü "Larry" das nicht nur f√ľr den √ĖKR schreibt, sondern da√ü er in Zusammenarbeit mit den Organisatoren von Zochrot genau diese Ansicht den anwesenden Pal√§stinensern vermittelt.

Solche Unverfrorenheit, da√ü sich die Juden am√ľsieren, w√§hrend die Pal√§stinenser leiden, treibt, am 11. April 2002, den Tunesier Nizar Nawar zum Attentat auf die von Gl√§ubigen und Touristen besuchte Synagoge Ghriba. Der Attent√§ter habe "nicht zusehen" k√∂nnen, "wie seine Br√ľder in Pal√§stina sich t√∂ten lassen m√ľssen, w√§hrend die Juden spazieren gehen, sich am√ľsieren und ihre Rituale (in Tunesien) √∂ffentlich praktizieren k√∂nnen", erkl√§rt der Sprecher der al-Kaida Suleiman Abu Ghaith in einer Fernsehansprache des katarischen Senders El Dschasira dazu. (1)

"Larry" schildert den Verlauf der Veranstaltung in Aschkalon so:

"Die ganze Aktion schien friedlich abzulaufen ... bis es pl√∂tzlich unter der Gedenktafel, die an die Sammelstelle f√ľr die Bewohner von Madschdal erinnern sollte, zu einer heftigen Auseinandersetzung kam. Angestachelt von zwei seiner Nachbarn hatte ein Bewohner aus Aschkalon das Schild genommen und wollte gerade damit weglaufen; eine Pal√§stinenserin lief ihm nach und hielt ihn fest. Der Mann schrie, die Gedenktafel beleidige ihn, weil sie nicht wahr sei. Er wohne seit jeher in Aschkalon und habe nie einen Pal√§stinenser getroffen, der hier gelebt h√§tte. Sein Nachbar mischte sich ein und es folgte eine hitzige Diskussion. Die vier standen sich wutentbrannt gegen√ľber: die pal√§stinensische Frau schrie ihre ganze Frustration heraus, einer der Israelis erhob seine Faust und schien in seiner Wut noch nicht einmal zu merken, dass ein Kamerateam genau neben ihm stand und die Szene filmte. Das historische Verst√§ndnis dieser vier Menschen passte einfach nicht zueinander."

Die Juden bzw. Israelis stacheln einander auf und fangen den Streit an, einer der Israelis schreit und wird gewalttätig, als Reaktion (!) schreit auch die palästinensische Frau ihre Ohnmacht, "ihre ganze Frustration heraus". Die Szene wird gefilmt von einem Kamerateam und, darf man annehmen, in der ganzen ökumenischen christlichen Welt herumgezeigt. Dies ist ein Beitrag der Christenheit zum Frieden im Nahen Osten.

Wen aber finden wir schlichtend inmitten dieser turbulenten Szene? Teddy Katz!

"Teddy Katz, ein j√ľdischer Israeli, der an der Demonstration teilnahm, verteidigte die Frau. Mitten in dem hitzigen Wortgefecht dar√ľber ¬īwer als erster da war¬ī, fragte Katz den Mann, der am st√§rksten erregt war: ¬īAber die Moschee? Dann sagen Sie mir, wer die Moschee gebaut hat?¬ī Die unersch√ľtterliche Antwort lautete, dass das eine j√ľdische Moschee sei!"

Der Jude ist also nicht nur verbohrt, sondern auch noch dumm, h√§lt er doch eine Moschee f√ľr j√ľdisch. Wenn man davon ausgeht, da√ü der ehemalige Sportredakteur "Larry" weder arabisch noch hebr√§isch versteht und spricht, so hat er seine Weisheit aus einer √úbersetzung des Teddy Katz. Dieser Teddy Katz ist sehr viel mehr wert als 10 000 Schekel. (48)

Teddy Katz hält eine versöhnende Rede:

"Katz wandte sich an die versammelten Menschen und erkl√§rte, warum Aktionen wie diese dazu beitragen k√∂nnen, unter den Israelis ein neues Bewusstsein daf√ľr zu schaffen, wie ihr Staat entstanden ist: ¬īAus dieser Stadt und aus zahlreichen anderen Orten wurden viele Pal√§stinenser vertrieben. Damals gab es hier 500 D√∂rfer, die heute alle nicht mehr existieren. Sie (die Pal√§stinenser aus Madschdal) haben hier gelebt, sind hier zur Schule gegangen, haben hier in ihrer Moschee gebetet. Wir m√ľssen verstehen, dass dieser Ort nicht von Anfang an j√ľdisch war. Nach 1948 wurde Madschdal zerst√∂rt und Aschkalon aufgebaut.

Wir erkl√§ren hier und jetzt, dass ihr (die Pal√§stinenser) hierher geh√∂rt¬ī, schloss Katz. ¬īEs ist euer Land, genau wie es unser Land ist. Es tut uns leid, dass unsere beiden V√∂lker Krieg gegeneinander f√ľhren. Diejenigen von uns, die heute gekommen sind, wollen einen Kompromiss mit den Pal√§stinensern, damit alle gleichberechtigt hier leben k√∂nnen. Auch wenn dies ein j√ľdischer Staat ist, so ist hier doch Platz f√ľr die Pal√§stinenser. Ihr habt Rechte, nicht weil wir sie euch geben. Ihr habt genauso Rechte, wie wir Rechte haben.¬ī "

Die √∂kumenischen Begleiter meinen zu sehen, wie es die Juden schmerze zu akzeptieren, da√ü das einmal ein nicht-j√ľdischer Ort gewesen sei. Dann gl√§ttet sich die Szene und einige Israelis gehen mi√ümutig nach Hause und murren, da√ü all das die Schuld der Meretz-Partei sei, der Teddy Katz angeh√∂re: "Meretz setzt sich f√ľr die friedliche Vers√∂hnung zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn - einschlie√ülich der Pal√§stinenser innerhalb wie au√üerhalb Israels - ein." (48)

Da kann man nur hoffen, da√ü sich nicht alle Meretz-Mitglieder mit solch unlauteren Mitteln f√ľr die "friedliche Vers√∂hnung" einsetzen wie Teddy Katz, Ilan Pappe und die "neuen Historiker". F√ľr die muslimischen Fundamentalisten kommt der Geschichtsf√§lscher Teddy Katz jedenfalls gerade recht. Auf der Site des Yusuf al-Qaradawi schreibt Isabelle Humphries √ľber das 55 Jahre w√§hrende "Tabu". (49)

Es wird sich jetzt zum 60. Mal j√§hren, davon aber werden die Behauptungen nicht wahrer. Das Neue Deutschland beginnt den Reigen am 17. Januar 2008 mit einer Rezension des Buches von Ilan Pappe: "Das Recht der Fl√ľchtlinge. Die ethnische S√§uberung Pal√§stinas - Ilan Pappe klagt an." L√ľgen √ľber den Abgang des Professors, verbr√§mt im undefinierbaren "Er musste seinen Lehrstuhl an der Universit√§t Haifa aufgeben ...", was jeder Leser so interpretiert, da√ü er entlassen worden ist, bis zum angeblichen Massaker von Tantura, vom 22. Mai 1948, schluckt der Rezensent alles gl√§ubig herunter, was Ilan Pappe ihm vorsetzt, Halbwahrheiten, Legenden und Geschichten, tats√§chliche und erfundene Aktivit√§ten und Verbrechen, Fluchten und Vertreibungen - selbstverst√§ndlich nur auf j√ľdischer und israelischer Seite. Die Araber werden wie immer als Opfer dargestellt, wie immer wird ihnen die F√§higkeit zur Verantwortung und damit die W√ľrde abgesprochen. Sie sind unschuldig wie neugeborene Kinder, sie werden be-, mi√ü- und verhandelt, die Juden tun ihnen etwas an. (50)

Bald werden die anderen linken Postillen folgen, eine Kanonade von Gedenkartikeln wird √ľber die Leser von taz, Junge Welt, vielleicht noch einmal vom Neuen Deutschland und von den vielen kritiklos pal√§stinenserfreundlichen Blogs √ľber die Leserschaft hereindonnern.

22. Oktober 2003 - Text erweitert und Links aktualisiert, 10. Februar 2008

Quellen

(1) Die Entstehung des arabischen Antisemitismus und die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten. Das Fl√ľchtlingsthema einmal anders betrachtet.
14. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-10-27.html

(2) "Der M√∂rder ist immer der Jude ..." Interview mit J√ľrgen Els√§sser. Das Interview f√ľhrte Daniela Schmidt, newwws, 26. Januar 2001
http://tinyurl.com/2glgrp

Traumann, Gudrun, 1971: Journalistik in der DDR. Sozialistische Journalistik und Journalismusausbildung an der Karl-Marx-Universit√§t Leipzig. M√ľnchen/Berlin: Verlag Dokumentation. 232 Seiten. (Rezensent: Silbermann, Alphons; in: KZfSS 25, 1973: 206-208) KZfSS-Gesamtinhaltsverzeichnis. Literaturbesprechungen 1948-2006
http://www.uni-koeln.de/kzfss/rezensenten/rez-t.htm

Fakult√§t f√ľr Journalistik. Zum 50. Jahrestag der Gr√ľndung am 20. September 2004. Von Siegfried Schmidt, Universit√§t Leipzig
http://www.uni-leipzig.de/campus2009/jubilaeen/2004/journali stik.html

(3) In Deutschland wie in Nahost: Vertreibungen und Aufrechnung. Moshe Zimmermann, S√ľddeutsche Zeitung, vom 30. Juli 2003 (Artikel nicht mehr online)

(4) Taba, 23. Januar 2001 "Non-Paper" - Inoffizielle Antwort auf das Papier zur pal√§stinensischen Fl√ľchtlingsfrage vom 22. Januar 2001. Le Monde diplomatique Nr. 6549 vom 14.9.2001, Seite 9, 243 Dokumentation. Ein israelischer Vorschlag zur Fl√ľchtlingsfrage. Zitiert auf HaGalil Online
http://www.nahost-politik.de/friedensverhandlungen/fluechtli nge.htm

(5) Moralische Verantwortung √ľbernehmen. Shlomo Avineri zur Lage in Israel. Tachles, 23. Mai 2003
http://www.tachles.ch/print_artikel.php?id_art=716

(6) Warum haben die Palästinenser 1948 ihre Heimstätten verlassen? Ein Fall von "ethnischer Säuberung". Von Salah Abd el Dschawad Menschsein als Aufgabe
http://mensch-sein.de/emanzipationhumanum.de/deutsch/nahost. html

(7) Warum haben die Palästinenser 1948 ihre Heimstätten verlassen? Ein Fall von "ethnischer Säuberung", von Salah Abd el Dschawad, GAIA, 8. Februar 2001
http://emanzipationhumanum.de/downloads/nahost.pdf

(8) Die schwarze Liste der Massaker, die von den terroristischen j√ľdischen Gruppen gegen die Palestinenser ver√ľbt wurden ... (nicht mehr online)
http://www.enfal.de/massaker.htm
http://www.enfal.de/

(9) Historikerstreit in Israel: Die Vertreibung der Pal√§stinenser - ein verdr√§ngtes Thema. ¬īGl√§ubige, rettet eure Seelen!¬ī von Kenneth Lewan. Junge Freiheit 07/08, 6. Februar 1998
http://www.jf-archiv.de/archiv98/078aa15.htm

(10) Historikerstreit in Israel: Die Vertreibung der Pal√§stinenser - ein verdr√§ngtes Thema. ¬īGl√§ubige, rettet eure Seelen!¬ī von Kenneth Lewan. Generaldelegation Pal√§stinas in der Bundesrepublik Deutschland, 30. Juni 2001
http://www.palaestina.org/news/beitraege/zeigeBeitrag.php?ID =10

(11) "KRITIK AN ISRAEL IST ERFORDERLICH". Nationalzeitung Nr. 10/28,
2. Februar 2003 (nicht mehr online)

Prof. Dr. Kenneth Lewan, Jurist, Autor. Interviewpartner der National-Zeitung in j√ľngster Zeit. NATIONAL-ZEITUNGS-Leser wissen die Wahrheit.
http://www.national-zeitung.de/Artikel_03/NZ19_2.html

(12) Der israelische Anspruch auf die Golanhöhen. Von Kenneth Lewan, Seite 33. Inhaltsverzeichnis Kommune 12/1996
http://www.oeko-net.de/kommune/index.htm

(13) Weltoffen f√ľr Walser. Die Zeitschrift Das Argument hat unter ihren Autoren einen "Vertreter rechtsextremen Gedankenguts" entdeckt: Kenneth Lewan. von lars kohn, Jungle World, vom 26. Januar 2000
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2000/05/1 3a.htm

(14) Kenneth Lewan: Die zweite Intifada. Zwiespalt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von Kai Heckrodt, Deutsch-Arabische Gesellschaft
http://www.d-a-g.de/intifada_2.html

(15) Meir Vilner, am 23. Oktober 1918 geboren in Polen als Ber Kovner, verstorben am 5. Juni 2003. Meir Vilner. Marxist Israeli politician who rejected Zionism and championed Palestinian rights, by Lawrece Joffe, Guardian Unlimited, June 21, 2003
http://www.guardian.co.uk/israel/Story/0,2763,982172,00.html

(16) Meir Vilner (1918 - 2003). The Knesset
http://www.knesset.gov.il/mk/eng/mk_eng.asp?mk_individual_id _t=395

(17) Nach dem Wahlsieg Ariel Sharons. Packpapier-Verlag, Osnabr√ľck
http://www.packpapier-verlag.de/Krieg+Frieden/DtLinke/Docu6. htm

(18) 50 Jahre Israel. UZ-Gespr√§ch mit Meir Vilner, einem der beiden noch lebenden Unterzeichner der Unabh√§ngigkeitsurkunde. Das Gespr√§ch f√ľhrte Hans Lebrecht.
"UZ" unsere zeit, Zeitung der DKP, Nr. 18 1. Mai 1998. Trend Online Archiv 1998
http://www.infopartisan.net/archive/trend/trend98/globales/t 290598.html

(19) Feinde im eigenen Land? Ein akademischer Streit als Symptom der Befindlichkeit, von Christoph Schmidt, NZZ Online, 18. Juni 2002
http://www.nzz.ch/2002/06/18/fe/article87F8T.html

√úbernommen in Deutschland allein von der pro-pal√§stinensischen "Kritischen Stimme. Texte zum Nahostkonflikt. Die pal√§stinensische Perspektive ..." F√ľr andere Pal√§stinenserfreunde mag der Artikel zu ausgewogen sein. Fast alle √ľbrigen ergoogelten "Feinde im eigenen Land" sind die Zwangsarbeiter in Deutschland.
http://www.kritische-stimme.de/Geschichte/nzzhistoriker.htm

(20) Schuld und Erinnerung. Die Shoah, der Nahostkonflikt und die Linke. Von Klaus Holz, Elfriede M√ľller und Enzo Traverso. Jungle World 47/2002,
13. November 2002
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2002/47/2 9a.htm

(21) Die Diskussion der deutschen Linken um die Haltung zum Nahostkonflikt am Beispiel der Wochenzeitung "Jungle World". D-A-S-H. F√ľr Vernetzung - gegen Ausgrenzung
http://d-a-s-h.org/dossier/07/10_jungleworld.html

(22) Diminishing the Jewish Population, by Zalman Gilichinsky
http://www.pogrom.org.il/diminishing_the_jewish.htm

(23) Der Weg zum Selbstmordbomber, von Inge G√ľnther. Frankfurter Rundschau, 27.7.2002. Ver√∂ffentlicht im Materialdienst des Evangelischen Arbeitskreises Kirche und Israel in Hessen und Nassau
http://www.lomdim.de/md2002/052002md10.html

(24) Ein Opfer zu viel. Die Ambivalenzen des Nahostkonflikts erlauben keine einfachen L√∂sungen. Noch eine Kritik am Dossier ¬ĽSchuld und Erinnerung¬ę. Von Ole Frahm und Freunden, Jungle World Nr. 48/2002, 20. November 2002
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2002/48/3 1a.htm

(25) Daniel Mermet est à nouveau la cible des sionistes ! LCR
http://pagesperso-orange.fr/lcr07/act0203.htm#mermet

27000 zustimmende Sympathieschreiben hat er bekommen, schreibt er auf seiner Web Site, davon 159 von VIPs.
http://www.labassijysuis.org/

Dieser Artikel √ľberzeugt Daniel Mermet, den KZ-Arzt zu interviewen: Judenvernichtung. Die Erinnerung der T√§ter. Der Spiegel, Heft 40/1998. (Nur gegen 0,50 Euro zu haben)
http://service.spiegel.de/digas/servlet/find

(26) Julia Deeg harrte zwei Monate in Arafats Hauptquartier aus. livenet - Internetportal von Schweizer Christen
http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/190/1931/

(27) Macht und Ohnmacht der Hilfe. Eine Konferenz √ľber die Zukunft humanit√§ren Handelns, 28.-29. M√§rz 2003. Konferenz im IG-Farben-Haus der Universit√§t Frankfurt/Main (vielleicht im Saal "Zyklon B"?). Zeichen paradoxer Hoffnung. Matin√©e √ľber die Situation in Israel und Pal√§stina schauspielfrankfurt, Sonntag, 30.3.2003, 11-15 Uhr
http://www.medico.de/aktuell/kongress/

(28) "Wir w√ľnschen Ihnen gesegnete Reise". Koalition rechter israelischer Parteien spricht sich f√ľr Vertreibung von Pal√§stinensern aus, von Julia Deeg, Junge Welt,
18. Januar 2003
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2003/01-18/005 .php

(29) eTrend: Fundgrube/Leseecke 2003: Israel Pal√§stina (Dieses Loch anti-isralischen M√ľlls ist leider zugesch√ľttet!)
http://www.etrend.ch/fundgrube/win_fundgrube/ palestine_2003.htm

Comité international pour la libération de Marwan Barghouti
http://mbarghouti.chez-alice.fr/

(30) Auf FreeBarghouti kann man jetzt kostenlos pokern! Everest Poker
http://www.freebarghouti.de/

Israelische Kriegstreiberei. Von Shraga Elam, Marxistische Blätter
Spezial 1-2003, S. 33-38. Anti-imperialistische Korrespondenz
http://www.aikor.de/info/03040907.pdf

(31) Jihad Mansour alias Marc Rudin
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/rev_linke/sanat/jihad/j ihad.htm

Marc Rudin, Artist, zoominfo.com
http://www.zoominfo.com/Search/PersonDetail.aspx?PersonID=62 4655421

Marc Rudin. General Union of Palestinian Women. The Poster Art of the
Palestinian-Israeli Conflict
http://www.liberationgraphics.com/ppp/GUPW.html

(32) Zionismus: Eine Widerrede und eine Antwort. Tagung und Gegentagung. Vorwärts Nr. 33/1997
http://www.vorwaerts.ch/vorwaerts/1997/33gesellschaft.html

(33) George Habash: Deutscher Nachruf und Nécrologie à la française.
29. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-29_00-27-46.html

(34) Nina Hagen, Sie drehen einen Film √ľber Berlin ... Berliner Morgenpost,
16. Juni 2002
http://www.morgenpost.de/content/2002/06/16/biz/527740.html

(35) "Neue Historiker" schreiben die Geschichte um, von Karl Pfeifer. context xxi. Zeitschrift und Radiosendung, Inhalt 5-6/2002
http://www.contextxxi.at/context/content/view/258/96/

(36) Ethnische Säuberungen Israels. Über das wissenschaftliche Arbeiten Ilan Pappes. Von Lukas Lehmann, 17. November 2007
http://tinyurl.com/2y8aca

(37) "My favorite massacre myths". INcontext, November 4, 2002
http://incontext.blogmosis.com/archives/004156.html

"Die L√ľge weigert sich zu sterben", von Giora Erdinast. Ha¬īaretz, 6. Juli 2003.
Aus dem Hebr√§ischen √ľbersetzt von Karl Pfeifer. Anti-Defamation Forum (ADF)
http://tinyurl.com/2l96y4

(38) Ramzy Baroud "Al-Tantura: a massacre denied for more than fifty years". Muslimedia International. Er verlegt das Massaker vor, auf den 21. Mai 1948
http://www.muslimedia.com/archives/special00/tantura.htm

Al-Tantura Massacre Denied, Again, by Ramzy Baroud, January 8, 2001. Palestine Media Watch
http://tinyurl.com/2wbr3w

Curtin University Sarawak Campus introduces new courses, PR/05-33, 2005
http://www.curtin.edu.my/campusnews/mediarelease/2005/PR_05- 33.htm

Ramzy Baroud. Israeli - Palestinian ProCon.org
http://www.israelipalestinianprocon.org/Biosind/ramzybaroud. html

(39) Robert Jensen. School of Journalism, University of Texas at Austin
http://tinyurl.com/2smakp

(40) Kurt Köpruner: Reisen in das Land der Kriege. Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien, Espresso Verlag, Berlin 2001, S. 159 ff.
http://www.koepruner.info/

Kurt Köpruner in Jugoslawien: Reisen in das Land der Kriege. Rezension vom November 2002
http://www.eussner.net/artikel_2007-03-05_18-26-20.html

(41) Aufruhr und Sabotage. Die milit√§rische Karriere des Ariel Sharon. Von Hans Lebrecht. Junge Welt, 13.Februar 2001. Gesellschaft f√ľr Internationale Verst√§ndigung
http://tinyurl.com/3baq8h

(42) GIV-Archiv Homepage - Videos
http://www.giv-seiten.info/

(43) Israel. GIV Gesellschaft f√ľr Internationale Verst√§ndigung. Gerhard Lange
http://www.laenderkontakte.de/region/asien/israel/index.html

Verzeichnis der deutsch-internationalen Beziehungen. GIV Gesellschaft f√ľr Internationale Verst√§ndigung, c/o Gerhard Lange
http://www.laenderkontakte.de/region/asien/irak/sonstiges/14 191/index.html

(44) Die Offenheit und der Pluralismus sind in Israel verschwunden. Gespr√§ch mit Ilan Pappe, der wegen seiner politischen Ansichten von der Universit√§t entlassen werden soll, √ľber die geistige Situation in Israel. Max B√∂hnel, Telepolis - magazin der netzkultur, 19. Juni 2002
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12741/1.html

(45) Why Haifa University Cancelled My Conference, By Ilan Pappe. History News Network, June 2, 2003
http://hnn.us/articles/1482.html

(46) Professor Ilan Pappe. Department of History. University of Exeter.
Cornwall Campus
http://www.huss.ex.ac.uk/history/staff/pappe/

(47) Vom Umgang mit Tatsachen: die umstrittene Geschichte von Aschkalon und Madschdal. Von Larry, einem √∂kumenischen Begleiter des √Ėkumenischen Begleitprogramms des √ĖRK in Pal√§stina und Israel (EAPPI), 15. Oktober 2003
http://www.transparentonline.de/Nr71/71_07.htm

(48) As a matter of fact: the disputed history of Ashkelon and Majdal. World Council of Churches, By Larry, ecumenical accompanier with the WCC¬īs Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI),
14 October 2003
http://www.wfn.org/2003/10/msg00143.html

Approcher les faits sans a priori : l¬īhistoire controvers√©e d¬īAshkelon et Majdal, par Larry , accompagnateur oecum√©nique, Programme oecum√©nique d¬īaccompagnement en Palestine et en Isra√ęl (EAPPI). 14 octobre 2003
http://www2.wcc-coe.org/pressreleasesfr.nsf/index/feat-03-12 .html

Los hechos no se discuten, ¬Ņo s√≠? La historia de Ashkelon y Majdal, Por Larry, integrante del Programa Ecum√©nico de Acompa√Īamiento en Palestina e Israel (PEAPI), 14 de octobre de 2003
http://www2.wcc-coe.org/pressreleasessp.nsf/index/feat-03-12 .html

(49) The Israeli Taboo… 55 Years On, By Isabelle Humphries, Freelance journalist - Cairo. IslamOnline.net, May 15, 2003
http://www.islamonline.net/english/Views/2003/05/article07.s html

(50) Das Recht der Fl√ľchtlinge. Die ethnische S√§uberung Pal√§stinas - Ilan Pappe klagt an. Von Heinz-Dieter Winter, Neues Deutschland, 17. Januar 2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/122452.html

Den Artikel in der Version vom 22. Oktober 2003 findet man hier:

Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ... 22. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-15-07.html

Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ..., trend onlinezeitung, 11/2003
http://www.trend.infopartisan.net/trd1103/t181103.html

Flucht und Vertreibung der Pal√§stinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erkl√§rt feierlich sein Bedauern ..., Editrix´ Office
http://www.editrixoffice.com/ME_geussner_pal.htm

Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ... Index of /~censor/katz-directory. Ben Gurion University of the Negev: censor/katz-directory
http://tinyurl.com/2cso72

Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ... Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Henryk M. Broders Offizielle Homepage
http://www.henryk-broder.de/html/fr_eussner.html



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