
Mustafa Sait Yazicioglu fordert!
Der stellvertretende türkische Ministerpräsident und Theologieprofessor Mustafa Sait Yazicioglu, Staatsminister für Auslandstürken, gewährt Daniel Steinvorth ein Interview.
Über das Erlernen der deutschen Sprache meint er: Ja, das ist sehr wichtig - und ein Problem, das die erste Generation der Auslandstürken viel zu spät verstanden hat. Es hat eine Weile gedauert, um zu kapieren, wie wichtig es ist, die Sprache seiner Gastgeber vernünftig zu beherrschen.
Ich verstehe eines nicht: wenn jemand in ein Land kommt, in dem er nicht zu bleiben beabsichtigt, wie die ersten türkischen Gastarbeiter es ja wohl vorhatten, sie wollten wieder zurück in die Türkei, dann lernt er die nötigsten Sätze, um sich verständlich zu machen, schon allein aus eigenem Interesse, daß er halbwegs mitkriegt, was abläuft, daß er nicht übervorteilt wird etc. Ich habe sogar während meiner einige Wochen dauernden Seminare in den verschiedenen asiatischen Ländern einige Wörter und Worte gelernt: Danke! Ja! Nein! Guten Tag! Auf Wiedersehen! Unverschämtheit! Es war schön in Ihrem Land! Einige Vokabeln kann ich heute noch, weiß noch was auf chinesisch Geldpolitik heißt und Bundesbank.
Irgendwann kam der Tag, da diese Türken beschlossen: Wir bleiben in Deutschland. Spätestens von dem Tag an war klar, daß deutsch gelernt werden muß, daß die Kinder deutsch lernen, wie sonst will man sich in seiner neuen Heimat verständigen, lernen, Arbeit finden? Das ist keine Aufgabe von Integrationsbeauftragten, sondern das ist die ureigene Aufgabe derjenigen, die in Deutschland bleiben wollen. Wenn es verbilligte Deutschkurse und andere Unterstützung gibt, desto besser. Wenn nicht, schlägt man sich anders durch. Das machen Immigranten seit Jahrhunderten.
Mustafa Sait Yazicioglu will, daß in Deutschland geborene Türken zuerst türkisch lernen? Was soll das denn? Die haben zuerst deutsch zu lernen, und dann zu sehen, daß sie mit dem Türkischen anfangen, wenn sie zu ihren Verwandten fahren, sie besser zu verstehen etc.
Yazicioglu: Ich hatte meinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass wir nach den schrecklichen Ereignissen einen wirklichen Neuanfang in unseren Beziehungen starten sollten. Wir haben in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht. Insbesondere die Ereignisse des 11. Septembers sind meines Erachtens übereilt analysiert worden. Inzwischen haben wir es mit einer regelrechten Islamophobie zu tun ...
Wieso sollen wir einen Neuanfang machen? Den wievielten denn nur? Und was heißt die Ereignisse des 11. Septembers? Das waren keine "Ereignisse", sondern das waren Attentate von arabischen Muslimen gegen die USA, gegen die westliche Gesellschaft. Diese "Ereignisse" forderten 3000 Menschenleben. Schon die Wortwahl verniedlicht alles. Derselbe Türke, der Ludwigshafen für ein schreckliches Ereignis hält, findet 9/11 ein Ereignis ohne das Adjektiv "schrecklich" oder ein vergleichbares. Geht´s noch?
"Islamophobie" gibt es nicht, da kann der selbsternannte Islamologe Bassam Tibi erzählen, was er will. Es gibt die Ablehnung des Islams aus unterschiedlichen Gründen, darunter mögen diffuse Ängste sein, die bei der Undurchsichtigkeit der Aktivitäten der Muslime durchaus auftreten können, Stichwort taqiyya. Nicht jeder kann wie ich stundenlang im Internet herumturnen, um die Sache auf ´ne rationale Grundlage zu bringen. Wenn der Interviewpartner von Ausländerfeindlichkeit redet, wäre ein Wort von ihm angebracht gewesen zur Verachtung, die türkische und andere muslimische Einwohner Deutschlands unserem Land und seiner Bevölkerung entgegenbringen, etwa so: Die gegenseitige Feindlichkeit, das Mißtrauen der einen gegen die anderen - aber es ist wie immer: die Muslime sind Opfer, die nichts dazu können. Sie konnten schon im 7. Jahrhundert nichts dazu, daß sie andere Länder überfallen mußten, Allah hatte es so befohlen, und sie können auch heute nichts zu nichts.
Wieso fragt Daniel Steinvorth, was passieren könnte, wenn der Brand in Ludwigshafen einen rassistischen Hintergrund hätte? Was sollen solche Spekulationen? Die Antwort des Interviewpartners ist auch prompt eine Drohung - oder wie soll man seine Worte auffassen: Es gäbe eine Menge Schwierigkeiten, die ich mir gar nicht vorstellen möchte. Bitte, welche?
Die Türken brauchen solche "schrecklichen Ereignisse" wie Ludwigshafen nicht, um sich abzuschotten, die sind schon abgeschottet, nicht erst jetzt, sondern das konnte man in den 70er und 80er Jahren in Berlin gut beobachten, da habe ich viel mit Türken zu tun gehabt. Immer mußte ich auf sie zugehen, sie hatten Minderwertigkeitskomplexe, sie erkannten rückhaltlos an, daß wir ihnen überlegen waren, auch dann, wenn´s gar nicht stimmte. Das war herrlich bequem für sie - sie brauchten nichts zu tun, nichts zu wagen, nicht besser deutsch zu lernen, nicht ihre Töchter frei leben zu lassen, die armen mußten nämlich vor dem gefährlichen westlichen Leben geschützt werden. Meine Frisöse, an der Berliner Joachimstaler Straße, war psychisch schwer angeschlagen, weil sie von ihrem Vater und ihrem Bruder nur eingeengt wurde, nichts durfte, wir haben uns darüber lange unterhalten, ob sie einfach abhauen sollte: Stehst du es durch, allein in einer anderen Stadt, ohne deine Familie?
Das mit den Minderwertigkeitskomplexen hat sich erst geändert, als sich die islamischen Fundamentalisten ihrer angenommen haben. Die haben die Defizite zu Vorzügen erklärt. Sie haben ihnen den Weg gewiesen in die irreversible Abhängigkeit. Der Islam ist eine Sekte, und sie macht ihre Mitglieder abhängig und krank wie jede Sekte. Für die Sektenführer allerdings ist der Betrieb ein lukratives Geschäft mit ungeahnten Geld- und Machtzuwächsen.
Yazicioglu: ... Wenn man zum Beispiel den Islam mit Gewalt gleichsetzt oder die Türken als Störfaktor darstellt und damit die Gesellschaft in Aufruhr versetzt, hat niemand etwas davon ...
Der Islam setzt sich selbst mit Gewalt gleich: töten, tötet sie! Wen? Die Ungläubigen, die kuffar. Wer von den Muslimen diese Befehle nicht akzeptiert, sie nicht zumindest bei denjenigen gutheißt, die Kampf und Märtyrertum auf sich nehmen, befindet sich bereits in der Grauzone des Abtrünnigwerdens, und auf Abfall vom Islam steht der Tod, jeder Muslim, jede Muslima, jeder Sklave, ohne Rückfrage beim Herrn und Gebieter - da gibt´s plötzlich ungeahnte Freiheit der Entscheidung - kann Abtrünnige ins Jenseits befördern, in die Hölle. Alle Muslime haben sich für die Islamisierung der Welt einzusetzen, jeder auf seine Weise, mit Gewalt dann, wenn die kuffar nicht wollen, die Muslime aber stark genug sind, die Islamisierung gewaltsam zu betreiben. Die Geschichte des Islams ist bis zur Gegenwart voller Beispiele.
Was den Staatsminister für Auslandstürken angeht: es gibt auch ein Religionsministerium, das sich um die weltweite Islamisierung kümmert. Bei jeder Einweihung einer größeren Moschee treten dessen Beamte auf und halten Reden, daß wieder ein Gebiet der Ungläubigen Welt heim ins Reich geholt wurde, siehe die Einweihung der Moschee der Murabitun in Granada, im Juli 2003. Der Ministerpräsident der Türkei hat neulich in Köln deutlich gemacht, daß er der Herrscher über die deutschen Türken, die türkischen Deutschen ist, und die Menge war´s zufrieden. Die Show war derartig, daß es sogar rotgrünen türkischstämmigen Abgeordneten zuviel wurde, es stellte sich die Machtfrage: wer hat die Hoheit über die Türken und türkischstämmigen Deutschen in Deutschland? Die türkische Regierung oder Lale Akgün, Özcan Mutlu und ihr Allparteien-Bündnis türkischstämmiger Abgeordneter?
Zum Schluß darf Mustafa Sait Yazicioglu noch unwidersprochen Lügenmärchen über die Kurden erzählen, auch genannt Bergtürken. Da sind ja die Geschichten von Haci Vat und Karagöz wirklichkeitsnäher.
16. Februar 2008
Integration in Deutschland. "Angst vor dem Islam facht Türkenfeindlichkeit an". Das Interview führte Daniel Steinvorth, SpiegelOnline, 16. Februar 2008
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,535755,00.html
Prof. Dr. Mustafa Sait Yazicioglu (1949 - .... ) Kara Lâhana
http://www.karalahana.com/karadeniz/kim_kimdir/mustafa_sait. htm
Weiterführende Links:
"Sekten". Konfliktträchtige Gruppen. Checkliste. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin
http://tinyurl.com/3x7ckh
Integrationsdebatte. Die türkische Frage. Von Berthold Kohler, Faz.net,
12. Februar 2008
http://tinyurl.com/2wgayu
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