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Wolfgang Schäuble verscherbelt die Werte der Demokratie

Am Internationalen Frauentag ist´s wie immer: frau k√ľmmere sich selbst um ihr Schicksal, Unterst√ľtzung der M√§nner des politischen Establishments darf sie nicht erwarten, im Gegenteil, die tun alles, diejenigen hoff√§hig zu machen, die Frauen die Gleichberechtigung absprechen, die dem Grundgesetz nur so weit folgen m√∂gen, wie es der Scharia nicht widerspricht. Einer von ihnen ist der Rollstuhlfahrer Wolfgang Sch√§uble. Er geb√§hrdet sich in einem wilden Aktionismus als der Figaro, der da&da&da auftritt, dem Islam in unserer Gesellschaft zu weiterem Einflu√ü zu verhelfen, der Konvertit Axel Ayyub K√∂hler und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek, Parteifunktion√§re der FDP, stehen ihm dabei zur Seite. Wer verschafft ihm endlich die Pr√§sidentschaft des Verbandes der Schwerbesch√§digten, damit wenigstens im Innenministerium Schlu√ü ist mit dem Ausverkauf westlicher Werte? Dieses Ministerium ist nach unserer Verfassung dazu da, √ľber das Grundgesetz zu wachen und nicht dazu, es unter Wert zu verscherbeln.

Inzwischen √ľbernehmen die Verteidigung der demokratischen Werte gegen die Anspr√ľche des Islams Deutschlands Blogger und neuerdings sogar die BILD. Dort nimmt Nicolaus Fest die Konferenz "Das Islambild in Deutschland" und die vom Bundesinnenministeriums und der Herbert Quandt-Stiftung eingeladenen Teilnehmer auseinander. (1)

Was frau von der Kenntnis des Islams als Politideologie zur Erreichung der Weltherrschaft bei der Herbert Quandt-Stiftung zu halten hat, ist an einem Kommentar abzulesen, den ihr Vorsteher Albrecht Graf von Kalnein, Historiker und Romanist, an die FAZ schreibt: nichts. Den Funktion√§ren der Muslimvereinigungen mu√ü es Freude bereiten, die Ansichten ihres G√∂nners zu lesen. Sie werden sicherlich nichts unternehmen, ihm zu erkl√§ren, wie´s nach der Lehre von Koran, Hadithen, Scharia wirklich zuzugehen hat zwischen den Muslimen einerseits und den Juden und Christen andererseits. (2)

Der Leserbrief ist sinnigerweise in einem Archiv namens islamfaz.de gebunkert. Darin meint der laienhafte Leser des Alten Testaments, und er vertritt dabei eine Art Blut- und Bodentheorie: (3)

In Bibel und Koran, vor allem den √§lteren Suren, finden sich etliche Anhaltspunkte f√ľr Verst√§ndigung ‚Äď Abraham selbst (nicht dessen S√∂hne), Johannes, Maria, Jesus und andere genie√üen Wertsch√§tzung in den drei Religionen; sie entstammen dem gleichen Grund, dem (einstigen) Fruchtbaren Halbmond ‚Äď der gemeinsame Stammvater Abraham trat seine "Reise nach Jerusalem" im heutigen Irak an.

Wer h√§tte das gedacht, frau fragt sich, wie weit es bei uns schon gekommen ist. Daf√ľr ist frau Mitte der 60er Jahre in Demos mitgezogen: Haut dem Spinger auf die Finger! Verkehrte Welt! Von Finanzmitteln nur so strotzende Stiftungen, angeblich seri√∂se Bl√§tter und mit GEZ-Geb√ľhren wuchernde Fernsehanstalten arbeiten derweil gemeinsam mit selbsternannten Islamologen wie Bassam Tibi daran, die Bef√ľrchtungen und Bedenken der Bev√∂lkerung gegen den Islam als Islamophobie zu diskreditieren und Heilmittelchen dagegen anzubieten. Diese k√∂nnen allerdings nur Beruhigungs- und Schlafmittel sein; denn anders ist das M√§rchen von Islam ist Frieden nicht aufrecht zu erhalten. M√ľndliche und schriftliche Erkl√§rungen sowie Aktionen der friedfertigen Muslime in Deutschland, Europa und der Welt k√∂nnen wache B√ľrger nicht mehr √ľber die Ziele des Islams hinwegt√§uschen: die Macht√ľbernahme. Streitigkeiten √ľber den optimalen Weg dahin, etwa zwischen Tariq Ramadan und den Imamen von Kopenhagen, im Oktober 2005, wie der Protest der Muslime gegen die Ver√∂ffentlichung der Mohammed-Karikaturen im Kampf gegen die Kuffar und f√ľr die Islamisierung zu nutzen sei, betreffen die Taktik: so friedlich wie m√∂glich, so gewaltt√§tig wie n√∂tig, und da kann der Vertreter der Muslimbr√ľder in Europa Tariq Ramadan immer noch besser als irgendwelche hergelaufenen Imame einsch√§tzen, was der Durchsetzung des Islams langfristig gr√∂√üeren Erfolg verspricht. Wie sagt Aiman Mazyek in einem Interview mit der Zeitschrift des Deutschen Bundestages (!) dazu offen und ehrlich? "Demokratie ist gegenw√§rtig die beste Staatsform". (4)

Ich will mir meinen Ehrentag, den 8. M√§rz, nicht weiter mit Arbeit verderben und lieber den Wilsberg-Krimi im ZDF sehen - zu irgend etwas m√ľssen die √∂ffentlich rechtlichen Anstalten ja n√ľtze sein, und so empfehle ich nur einige Links: Yaab, von der Gegenstimme, analysiert und kommentiert die Worte einer muslimischen Kindergartentante: Das Gegenwort zum Freitag; sie hei√üt Emina Corbo-Mesic und ist 1979 in Stuttgart als Deutsch-Bosnierin geboren. Ein Foto der bekopftuchten Religionslehrerin ist auf der Site des SWR zu bewundern. Zum Internationalen Frauentag kommt mir das gerade recht: Islam? Nie&nimmer! Die Autorin Emina Corbo-Mesic spricht ihren Text nicht selbst. Warum? (5)

Auf seiner Site befa√üt sich Maethor mit dem Auftritt von Wolfgang Sch√§uble im "Forum am Freitag" des ZDF. Dort sagt unser Minister: Wir brauchen die Islamkonferenz noch f√ľr Jahre; sie sei ein dauerhafter institutionalisierter Dialogproze√ü. (6)

Bei alle dem Geschwurbele der Bundesregierung f√§llt mir ein Interview ein, das der Orientalist Hans-Peter Raddatz der Kirchlichen Umschau gibt, die es kurz nach den Attentaten, vom 11. September 2001, ver√∂ffentlicht: Terror in Amerika. Anla√ü f√ľr das Interview ist das erste Buch des Autors, es kommt im Mai 2001 (!) heraus: Von Gott zu Allah? Darin kritisiert der Autor den interkulturellen Dialog und die deutsche Politik, die schon lange den Islam als tolerante Religion vorgestellt und somit einen enormen F√∂rderungseffekt erzielt haben. Ich stelle einige Rezensionen vor, die nach dem 11. September 2001 ver√∂ffentlicht werden. Das Buch hat vor den Attentaten nicht die Resonanz, die ihm geb√ľhrte. (7)

Es handelt sich nicht um die Tat von Wirrk√∂pfen, sondern ganz im Gegenteil um hochprofessionelle und hochmotivierte Fachleute, die in logistisch perfekter Abstimmung langfristige Ma√ünahmen gegen bestimmte Ziele planen. Der Islam steht dabei als religi√∂s-politische Machtstruktur im Hintergrund, deren historisch gewachsene Tradition sich immer wieder dann besondere Geltung verschafft hat, wenn besonders g√ľnstige Umst√§nde zusammentrafen.

Es ist den strategischen und wirtschaftlichen Interessen der Bundesregierung geschuldet, da√ü sie sich auf die Trennung von Islam und "Islamismus" verlegt, Beh√∂rden, Institutionen, Kirchen und Medien werden eingespannt, lassen sich einspannen, alle buhlen um die Gunst der extremistischen Muslimvereinigungen, die sich ihrer Lehre entsprechend best√§tigt sehen: Christen sind Dhimmis, sie verhalten sich unterw√ľrfig. Die Hilflosigkeit des Wolfgang Sch√§uble in der Diskussion im Forum am Freitag zeigt es zum wiederholten Male: Man mu√ü sagen, was richtig und falsch ist, meint er, und sich dabei vor Vorurteilen h√ľten. Ja, geht´s noch?

In einem Punkt ist das Interview des Hans-Peter Raddatz allerdings √ľberholt, wenn er meint, man sollte mehr auf den t√ľrkischen Islam setzen. Auch dieser ist inzwischen Teil des weltweiten Radikalislams mit Herrschaftsanspr√ľchen der t√ľrkischen Regierung √ľber deutsch-t√ľrkische Muslime in Deutschland. Ein Foto zeigt den lider, den F√ľhrer, ganz selbstvest√§ndlich vor den deutschen Nationalfarben, vor 20 000 begeisterten Volksgenossen fordert er in der K√∂lnarena von den Deutschen t√ľrkische Schulen und Universit√§ten. "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Wollt Ihr den totalen Sieg? Evet, F√ľhrer befiehl, wir folgen! Das t√ľrkische Rollkommando islamischer Fundamentalisten und der nationalistischen Grauen W√∂lfe putzt einem Wolfgang Sch√§uble die Lampe aus. Der redet derweil vom toleranten Islam und kommt den Forderungen der Muslimfunktion√§re der t√ľrkischen Regierung entgegen, man k√∂nnte auch sagen, er gibt unsere und die Interessen integrationsbereiter Muslime preis. (8)

Im Interview des Hans-Peter Raddatz werden schon im Herbst 2001 grunds√§tzlich alle Antworten gegeben auf unsere Probleme mit den unintegrierten Muslimen, Antworten, die ein Wolfgang Sch√§uble mit keiner seiner Konferenzen im Rahmen des auf Jahre angelegten dauerhaft institutionalisierten Dialogprozesses wird geben k√∂nnen, weil in keinem die Gr√ľnde f√ľr das Scheitern des Zusammenlebens mit den Muslimen genannt wird: die Weigerung des politischen Islams weltweit, auf den Herrschaftsanspruch √ľber die Kuffar zu verzichten. Ein solcher Verzicht w√ľrde das Ende des Islams bedeuten, von Koransure 1 Al Fatiha an; denn was den Islam ausmacht, ist die Eroberung der Welt, die Unterwerfung aller unter die totalit√§re Ideologie, einhergehend mit den entsprechenden politischen Machtbefugnissen. Wenn dieser Anspruch aufgegeben w√ľrde, zerfiele beispielsweise der Kampf der Terroristen im Nahen Osten, er erledigte sich in zwei oder drei Verhandlungen. Alle Kriege und Terroraktionen von Muslimen seit dem 7. Jahrhundert haben ihren Ursprung im Weltherrschaftsanspruch des Islams und im festen Glauben der Muslime, da√ü Allah ihnen die Welt √ľbereignen wird. Keine noch so deutlich dem widersprechende Tatsache kann diesen Glauben ersch√ľttern. Allein die Studie des Sechstagekrieges w√§re genug Beweis. (9)

Aber die liest ja keiner ...

8. März 2008

Quellen

(1) Das Islambild in Deutschland. Von Nicolaus Fest, BILD, 7. März 2008
http://tinyurl.com/2sq7m2

(2) Dr. Albrecht Graf von Kalnein. Herbert Quandt-Stiftung
http://www.h-quandt-stiftung.de/root/index.php?lang=de&page_ id=81

(3) Leserbrief des Vorstehers der Quandt-Stiftung Albrecht Graf von Kalnein: W√ľste der Entfremdung. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. Oktober 2006
http://www.islamfaz.de/12.10.06Archiv.htm

(4) "Demokratie ist gegenwärtig die beste Staatsform" - Interview mit Aiman Mazyek in "Das Parlament". islam.de, 29. Februar 2008
http://islam.de/9891.php

(5) Erziehung zum Frieden. Von Emina Corbo-Mesic, 7. März 2008. Religiöse Sendungen Islam. SWR
http://tinyurl.com/ynmk9n

(6) Das Gegenwort zum Freitag. Von Yaab, Gegenstimme, 8. März 2008
http://www.gegenstimme.net/2008/03/07/das-gegenwort-zum-frei tag-2/

Schäuble im "Forum am Freitag": "Islamkonferenz wird es noch lange geben". Maethor, 8. März 2008
http://maethor.blogg.de/eintrag.php?id=102

Die Islamkonferenz gibt es noch Jahre. ZDF, 7. März 2008
http://www.forumamfreitag.zdf.de/

(7) Terror in Amerika. Interview mit Hans-Peter Raddatz, Kirchliche Umschau, Herbst 2001
http://www.kirchliche-umschau.de/
http://www.moschee-schluechtern.de/texte/raddatz/interview_t error.htm

Hans-Peter Raddatz: Von Gott zu Allah? Christentum und Islam in der liberalen Fortschrittsgesellschaft. Herbig-Verlag, 1. Auflage Mai 2001
http://www.herbig.net/

"Von Gott zu Allah?" Rezensionen, www.moschee-schluechtern.de
http://tinyurl.com/25jhjp

(8) Recep Tayyib Erdogan in Köln, 10. Februar 2008
http://img114.imageshack.us/img114/172/erdogan1br6.jpg

(9) Die Rolle des Islams im Sechstagekrieg. 12. August 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-08-12_23-03-45.html

N√ľtzliche Links zur Islamkonferenz

BILD kritisiert Schäubles Islamkonferenz. PI, 10. März 2008 (mit Link, zum Nikolaus Fest-Artikel, der es nur bis in die Online-Ausgabe von BILD geschafft hat, sonst könnten die BILD-Leser aufwachen)
http://www.pi-news.net/2008/03/bild-kritisiert-schaeubles-is lamkonferenz/

Die "Islam"-Konferenz ist eine politische Falle! Muslim§Recht
http://www.akademikum.org/muslimrecht/homepage/dateien/mrfly er.pdf

Muslim§Recht startet Aktion gegen die deutsche Islamkonferenz. Muslim§Recht. Die Muslime sind eine Umma. 29. Juni 2007
http://tinyurl.com/2j4f9p

Religiöse Fundamentalisten (1/6). YouTube, added by seventhBridge,
April 25, 2007
http://www.youtube.com/watch?v=mchZtcq0YS8&mode=related&sear ch=

Wir m√ľssen durch Parteieintritt - in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien - dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden.

Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D. Im Gespräch mit islam.de. 30. August 2004
http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html

Fiqh, islamische Jurisprudenz. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh



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