
"Wilders, der niederländische anti-islamische Provokateur"
Da Geert Wilders in den Massenmedien stereotyp als Rechtspopulist bezeichnet wird - dieses Attribut ist gewissermaßen ein Synonym für Geert Wilders, will ich mich schlau machen, was ein Rechtspopulist ist.
Die Google-Aktualitäten haben 1000 Angebote vorrätig, wer einer ist, aber was der Begriff bedeutet, wird nirgends erklärt. Roger Kusch, der ehemalige Hamburger Justizsenator aus seligen Schill-Zeiten, führt die Liste an, auch Wladimir Schirinowski ist auf Seite 1 der Google-Aktualiäten dokumentiert, die restlichen 998 Angebote handeln von Geert Wilders und seinem Film Fitna. (1)
Auf den deutschen Seiten von Google.de gibt´s unter ungefähr 60 100 Angeboten zusätzlich noch Jörg Haider und Christoph Blocher auf den ersten drei Seiten. Nicht einmal Wikipedia, der Volksbrockhaus für Eilige im Internet, gibt eine Definition, sondern Wikipedia Rechtspopulist bringt einen Wiki-Link zu Geert Wilders. Seife ist, wenn man keine hat, nimmt man Bimstein.
Nun versuche ich es bei Google mit Linkspopulist. Es gibt 2 600 Angebote, und hoffnungsfroh klicke ich an: Linkspopulist - hat folgende Bedeutung. Für diesen Internet-Dico sind drei Beispiele aus SpiegelOnline und WeltOnline genug der Erklärung. Einer der Linkspopulisten eifert dem Fidel Castro nach, ein anderer heißt Robert Fico, der überraschend schlecht bei einer Ministerpräsidentenwahl abschneidet. Hugo Chávez und Raffael Correa gelten in den Medien als Linkspopulisten, und dict.cc meint, Linkspopulist = left-wing populist. Wer Bimstein nimmt, der hat keine Seife. Ein Blogger nennt sich ebenfalls linkspopulist, mit "l" minuscule. (2)
Auf Seite 2 der Google-Seiten wird auch Oskar Lafontaine als Linkspopulist erwähnt: Oskar Lafontaine vertritt als Linkspopulist den Linkspopulismus, und: Die linkspopulistischen Forderungen des Kandidaten sind für die Wirtschaft schädlich. Wer hätte es gewußt? (3)
Endlich werde ich bei Wikipedia fündig, nämlich bei dem Begriff Populismus, Wiki warnt allerdings, daß der Beitrag nicht genügend mit Belegen ausgestattet sei; dennoch ist er lesenswert: Populismus, Populist (v. lat.: populus = Volk) bezeichnet politische Strömungen bzw. Politiker, die vereinfachende, den Stimmungen (Emotionen) der Massen folgende Parolen und Aktionen zur Lösung akuter Probleme anbieten. Eine Definition der Bundeszentrale für politische Bildung bietet diese Information: Besonders in Europa verwenden ihre politischen Gegner den Ausdruck als Kampfbegriff (Schlagwort), um eine Manipulation und Instrumentalisierung der Bevölkerung für eigene Zwecke zu kritisieren.
Zweimal habe ich den 16-Minuten-Film von Geert Wilders im Internet aufgerufen. Er besteht aus Originaldokumenten über gegen Juden, Christen und die Bevölkerung der westlichen Länder herumtobende Muslime und hetzende Imame, einem mit ´nem Säbel fuchtelnden Prediger, von Erschießungen und dem Köpfen unbotmäßiger Frauen und Ungläubiger, von wunderbar gesungenen zu Gewalt und Mord aufrufenden Koransuren, und nur zum Schluß äußert Geert Wilders seine Meinung. Er sagt beim Klang einer zerreißenden Papierseite, zitiert auch in den Fundsachen auf meiner Site: (4)
- Das Geräusch das Sie hörten war eine Seite, die aus dem Telefonbuch gerissen wurde.
- Denn es ist nicht meine Aufgabe, sondern die Aufgabe der Moslems selbst, die haßerfüllten Verse aus dem Koran zu reißen.
- Der Islam verlangt von Euch, für den Islam Platz zu machen, aber der Islam hat keinen Platz für Euch.
- Die Regierung besteht darauf, daß Ihr Respekt für den Islam haben sollt, aber der Islam hat keinen Respekt vor Euch.
- Der Islam will herrschen, unterwerfen und unsere westliche Zivilisation zerstören.
1945 wurde in Europa der Nationalsozialismus besiegt.
1989 wurde in Europa der Kommunismus besiegt.
Jetzt muss die islamische Ideologie besiegt werden.
Stoppt die Islamisierung!
Verteidigt unsere Freiheit!
Die Definition für Populismus bei Wikipedia paßt nach alldem eher auf die hetzenden Anführer der Muslime und auf die westlichen Politiker als auf Geert Wilders; denn sie sind es, die vereinfachende, den Stimmungen (Emotionen) der Massen folgende Parolen und Aktionen zur Lösung akuter Probleme anbieten. Die weltweiten Protestaktionen der Muslime gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen, die Verlautbarungen europäischer Politiker und des UN-Generalsekretärs sind der Beweis. Ein wenig Stöbern auf der Site Der Prophet des Islam gibt einen Eindruck davon: billiger geht´s nimmer, Massen zu manipulieren. Dagegen könnten die Herrschaft des Nationalsozialismus und des Kommunismus fast als Produkte intellektuell anspruchsvoller Überzeugungsarbeit durchgehen. (5)
Die Strategien der weltweit operierenden islamischen Terrororganisationen, von Al-Qaida bis zur Hamas sind darauf angelegt, Stimmungen der Massen gegen die Juden und gegen Israel zu erzeugen und anzufachen. Dieser Populismus bestimmt alle Aktionen islamischer Herrscher, Könige und Diktatoren gegen die Juden, vom 7. Jahrhundert an, oder was sind die Ermordung der jüdischen Stämme der arabischen Halbinsel durch die Schlächter Mohammeds, die Pogrome gegen die Juden bei Pest, Wirtschafts- und Finanzkrisen über Jahrhunderte sowie die Kriegsvorbereitungen der arabischen Regierungen im Frühjahr 1967 gegen Israel und die Intifada I und II anderes als vereinfachende Aktionen?
Welche Bevölkerung wird von Geert Wilders für eigene Zwecke manipuliert und instrumentalisiert? Wehrt er der Islamisierung, damit er mehr Wählerstimmen erhält, es ihm finanziell besser geht, damit er von noch mehr Personenschützern umgeben werden muß, seine Familie noch mehr leidet, er überall weltweit im Mittelpunkt steht, und er nicht weiß, ob er morgen noch lebt? Sind es nicht eher die jetzt gegen ihn antretenden Politiker und Medien, die einfache Lösungen für das komplizierte Problem der fortschreitenden Islamisierung Europas anbieten: Schluß mit dem Film, Verbieten, Kurt Westergaard anspornen, über eine Urheberrechtsfrage den Film aus dem Verkehr zu ziehen. Der Karikaturist könnte sich somit gleichzeitig bei den gewaltbereiten Muslimen beliebt machen, in dem er für alle sichtbar vorgeht gegen einen, den man sonst als Weggefährten einschätzen müßte? Und war da nicht noch der niederländisch-marokkanische Rapper Salah Edin, der nicht als Mörder des Theo van Gogh porträtiert werden will? Könnte man den nicht ermutigen, gegen den Filmer vorzugehen? Ja, hurtig, der Rapper verlangt, daß Geert Wilders den Film vom Netz nimmt, sonst zerre er ihn vor den Kadi - welch eine schöne Bezeichnung der Volkskrant, die schon im Islam angekommen ist; bei uns zerrt man die Angeklagten vor Gericht, den Kadi gibt´s in der Scharia-Gerichtsbarkeit.
Das wären die einfachen Lösungen, die unsere Politiker und anderen Islam-Lobbyisten der Bevölkerung anzubieten hätten. Was davon zu halten ist, mag der Brief To Geert, auf der Site The Ignored Puzzle Pieces of Knowledge zeigen: nichts!
Dort belehrt ihn ein sich Revolution nennender salafistischer kämpferischer Muslim darüber, daß sein Film noch einige Glaubenskämpfer mehr produzieren werde, aber besonders eindrucksvoll dokumentiert er, wie unbedeutend der Film Fitna für den Glaubenskampf ist: Wir sind nicht daran interessiert, dieses oder jenes zu verurteilen, sondern daran, Euch wissen zu lassen, daß der Islam ganz Europa beherrschen wird, einschließlich Deiner Heimatstadt, und die Kopfsteuer wird über Dein Land verhängt werden, alle Ungläubigen in Erniedrigung haltend, bis sie sich dem Islam unterwerfen. Laßt uns daran erinnern, daß Tausende von Muslimen in Deiner Nähe wohnen; so mach´ Dich immer auf das Unvorhergesehene gefaßt. ... Du sagtest, "der Islam will herrschen, unterwerfen und trachtet danach, unsere westliche Zivilisation zu zerstören." Das ist richtig. ... Wir hassen Euch nicht für Euere Freiheiten, weil wir diese Freiheiten nicht als Wert ansehen, wir hassen Euch Eueres Unglaubens und Eueres Trotzes wegen. (6)
Die Feinde des Islams sind Christen, Juden, die korrupten Ungläubigen der Welt. Der Islam werde die falschen Regierungen und Religionen vertilgen, um Menschlichkeit vom Dunkel ins Licht zu bringen. Die Kommentare zu dem Brief sind lesenswert. (7)
Wer nun denkt, diese auf einer erstklassig präsentierten Site ausgesprochenen Drohungen der radikalen zu Terror entschlossenen Muslime brächten Politiker und Medien zur Vernunft, der sieht sich getäuscht. Mit wenigen Ausnahmen, worunter Christiane Peitz, vom Tagesspiegel, und Nils Minkmar, von der FAZ, zu rechnen sind, schlagen Politiker und Medien auf den Rechtspopulisten Geert Wilders mit den übelsten Keulen ein. (8)
Nils Minkmar schreibt nun schon den zweiten Beitrag, leider ist er nur Abonnenten zugänglich: Die Feigheit vor "Fitna". Der Film von Geert Wilders darf nicht zensiert werden. Die wenigen Worte, die angeboten werden, reichen aus zu sehen, daß sich hier ein Autor gegen den Strom stellt. Es fällt niemandem der Kritiker des Geert Wilders auf, daß Ayaan Hirsi Ali und andere mit Todesdrohungen überzogene Islamkritiker von den Regierungen und der Gesellschaft ihrer Länder im Stich gelassen werden. Die Niederlande gehen damit voran. Sie weigern sich, die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten, und Ministerpräsident Jan Peter Balkenende hat nichts anderes zu tun, als über internationale Medienkanäle in holländisch und englisch die Distanzierung von seinen islamkritischen Mitbürgern zu verkünden. In mehreren Nachrichtensendungen von ARD und ZDF ist er nach der Veröffentlichung des Filmes Fitna zu Wort gekommen. Dieser Mann schämt sich dafür keinen Augenblick, Ethik und Moral sind ihm im Angesicht der Bedrohung durch den Islam abhanden gekommen, und nicht nur das, sondern er arbeitet aktiv daran mit, daß der Islamisierung weiter Vorschub geleistet wird. Derweil schreibt Nils Minkmar: Es bildet sich eine merkwürdige Leere um Menschen, die vom Tode bedroht sind. In den unzähligen präventiven Distanzierungen vom Erstlingsfilm des niederländischen Abgeordneten Geert Wilders fand sich kaum einmal der Hinweis auf die ... Danke für diesen Artikel!
Es macht viel Arbeit, die 1000 Artikel unserer gleichgeschalteten Massenmedien zu analysieren, die den Geert Wilders mit Häme, Haß, Verdächtigungen und Verachtung überschütten. Vielleicht macht sich daran eines Tages einmal ein Publizistikstudent in einer Seminararbeit. Ich begnüge mich mit zwei Beispielen, die nur scheinbar aus unterschiedlichen politischen Richtungen stammen.
Auf die Idee, Geert Wilders Israel moshav zu googeln, bringt mich ein Artikel auf der Seite 7 des Figaro, vom 29. März 2008. Der erste Link führt zum englischen Wikipedia-Eintrag, in dem vermerkt ist, daß Geert Wilders etwa vierzigmal in Israel war und dort auch in einer Brotfabrik und einem Moshav gearbeitet hat. Ein Moshav ist eine landwirtschaftliche Gruppensiedlung in Israel, basierend auf Staatseigentum an Boden, Pflicht zur Eigenarbeit und zur gegenseitigen Hilfeleistung, genossenschaftlichem Einkauf und Vermarktung. Jeder Siedler lebt und wirtschaftet auf seinem Grundstück selbstständig (Gegensatz Kibbuz). Der erste Moshav wurde 1921 gegründet, weiß Meyers Lexikon. (9)
Ein Moschav-Mitglied aus Jerusalem präzisiert: Ein Moschav ist eine ursprünglich landwirtschaftliche Genossenschaftssiedlung in Israel, basierend auf privaten Bodenrechten der Mitglieder, Pflicht zur Eigenarbeit und zur gegenseitigen Hilfeleistung, genossenschaftlichem Einkauf und Vermarktung. Es gibt Variationen. Heute sind jedoch die Pflicht zur Eigenarbeit und zur gegenseitigen Hilfeleistung, genossenschaftlichem Einkauf und Vermarktung sehr selten. Die Mitglieder wohnen in ihrem eigenen Haus und wirtschaften auf ihrem Boden selbstständig (im Gegensatz zum Kibbuz). Oft bewirtschaften heute die Mitglieder Ihren Boden nicht selbst, da es sich um zugezogene Städter handelt, die das Wohnen in stadtnahen Dörfern vorziehen.
Es ehrt die deutschen Medien, daß man bei Google unter Geert Wilders Israel moshav keinen Verweis zu ihnen findet, und auch Geert Wilders Israel wird kaum bedient - oder sollte das Absicht sein, damit der Verriß und die Erniedrigung des Geert Wilders nicht sofort in die antisemitische Ecke gerückt und dadurch der Stoß gegen ihn suboptimal geführt würde?
Als zweiten Eintrag findet man einen Link zum rechtsextremen Altermedia Vlaanderen; der Titel lautet, wenn mich meine bescheidenen Sprachkenntnisse nicht täuschen: Geert Wilders : verliefd op Israël. Geert Wilders: verliebt in Israel. Die holländischen Medien sind voll von Berichten darüber, daß Geert Wilders für einen israelischen Agenten gehalten wird; er verdiene keinen Schutz, meint De Jonge Journalist, er habe eine geheime israelische Agenda. (10)
Sharon und Thatcher sind meine Vorbilder, wird Geert Wilders vom Altermedia zitiert, und Israel sei ein besonderes Vorbild."eigen volk eerst", sein Volk zuerst, das komme ihm nicht in den Sinn, so verliebt sei er in den Terrorstaat Israel. Die Achse sei Washington - Brüssel - Tel Aviv, womit Altermedia beweist, daß es nichts begreift. Es geht ja gerade darum, daß die EU zugunsten ihrer strategischen und wirtschaftlichen Interessen in den islamischen Staaten der Islamisierung Europas nichts entgegenstellt, sondern sie dazu noch fördert. Man muß die Rede des Jan Peter Balkenende über den Film Fitna nicht hören, um das zu wissen, ein Blick in Eurabia. The Euro-Arab Axis, von Bat Ye´or dürfte ausreichen. (11)
Mit 18 Jahren reist Geert Wilders zum ersten Mal nach Israel, um zu arbeiten und das Land kennenzulernen, ´de enige democratie in het hele Midden-Oosten´. Die einzige Demokratie im ganzen Nahen Osten setzt Altermedia in Anführungsstriche und distanziert sich somit von der Aussage. Seine Liebe zu dem Land sei nie wieder abgekühlt. In Israel habe er Landsleute besucht. Saillant detail: velen van hen hebben een dubbele nationaliteit, herausragendes Detail: viele von ihnen haben eine doppelte Staatsbürgerschaft. Geert Wilders besucht auch andere Länder der Region, Ägypten, Syrien, Tunesien, Türkei, Zypern und den Iran: ´Maar nergens heb ik dat speciale gevoel van verbondenheid dat ik steeds weer krijg als ik op het Ben Goerion-airport voet op Israëlische bodem zet.´ Aber nirgends habe ich das besondere Gefühl von Verbundenheit, das ich jedes Mal wieder habe, wenn ich auf dem Ben-Gurion Flughafen den Fuß auf israelischen Boden setze.
In 25 Jahren habe er ein Netzwerk von israelischen Kontakten aufgebaut. In zijn strijd tegen het moslimextremisme heeft hij in de Israëli´s ervaren bondgenoten gevonden. In seinem Kampf gegen den Muslimextremismus hat er mit den Israelis erfahrene Bundesgenossen gefunden. Ook bij de Mossad, de geduchte geheime dienst van Israël, kan hij terecht. In 2004 meldt hij dat de Mossad de Nederlandse inlichtingendienst AIVD heeft gewaarschuwd dat terreurcellen in onder meer de Benelux over chemische wapens beschikken. Auch mit dem Mossad, dem gefürchteten israelischen Geheimdienst, kam er gut zurecht. 2004 berichtet er, daß der Mossad den niederländischen Geheimdienst AIVD gewarnt habe, daß Terrorzellen unter anderem die Benelux-Staaten mit chemischen Waffen beschicken. Das habe er in Gesprächen mit hohen Funktionären des Mossad in deren Hauptquartier erfahren. (12)
Soweit zum ersten Beispiel, aus dem rechtsextremen Altermedia. Nun zum Artikel von Thierry Portes, im Figaro, von wo ich den Tip mit dem Moshav habe. Es versteht sich, daß der nach Den Haag entsandte Sonderkorrespondent keinen Link setzt zum Film, obgleich es ihn gibt, en Exclusivité : Fitna en français. Ich habe ihn gestern an einige französische Freunde herumgeschickt. Es ist unwahrscheinlich, daß Thierry Portes die französische Version nicht kennt. (13)
Wilders, le provocateur néerlandais anti-islam, Wilders, der niederländische anti-islamische Provokateur, titelt Le Figaro über die ganze Seite und läßt den Vornamen des Filmemachers weg, weil sonst nicht die ganz großen Buchstaben hätten genommen werden können, das "W" ein Zentimeter hoch, die restlichen Buchstaben 0,5 Zentimeter messend. In diesem Artikel erfahre ich erstmalig davon, daß Geert Wilders nach der Schulzeit einige Monate in einem Moshav gearbeitet hat - aber der Reihe nach.
Der niederländische Abgeordnete hat im Internet einen Film veröffentlicht, der die muslimische Religion mit dem Terrorismus verbindet, ist der Anreißer. Nicht der Film tut dies, sondern die Politideologie des Islam, was der Film deutlich zeigt. Die klangvoll gesungenen Suren fordern die Muslime auf, die Ungläubigen zu ermorden und den Islam über die Welt zu verbreiten. Da sich, wie die Geschichte lehrt, die zu erobernden Bevölkerungen anderer Länder das nicht friedlich gefallen lassen, kommen Krieg und Terror über sie von Kämpfern, die den Tod mehr lieben als das Leben. Eine unvollständige Aufzählung von Koransuren mit heiligen Aufrufen zum Mord an Juden und Christen kann man in meinem Artikel über Das "Projekt" der Muslimbruderschaft, vom 1. Dezember 1982 nachlesen. (14)
Der Korrespondent beginnt unmittelbar mit herabwürdigenden Charakterisierungen des Geert Wilders: nicht so brilliant wie der 2002 ermordete homosexuelle Pim Fortuyn, sondern plus banalement hétérosexuel sei er, mehr alltäglich heterosexuell. Die sexuelle Ausrichtung wird gegen ihn gewendet. Während im anderen Fall darauf herumgeritten würde, daß er schwul ist, gilt nun die sexuelle Durchschnittsorientierung als Argument gegen ihn. Hetero, das ist gar nicht schick. Er habe es nichtsdestotrotz auf das populistische Erbe seines Vorgängers abgesehen, wobei mit der Vokabel guigner die Anspielung auf die berühmten französischen Guignol des Canal+ gelingt, die Kasperlepuppen. Damit man einen Eindruck erhält, um welche Infamie es sich handelt, hier die Guignols von Jacques und Bernadette Chirac. So miese hat dessen Politik nicht sein können, daß ich mich solcher primitiver Puppen erfreut hätte. (15)
Aber wenigsten hat er wasserstoffsuperoxydblonde Haare aufm Kopf, bemerkt Thierry Portes, wobei Calamitas meint, er sollte seinen Friseur verklagen; dem Verdikt schließe ich mich an. (16)
Er habe auch nicht die Schönheit der Ayaan Hirsi Ali, geht´s weiter mit der Häme, nicht deren schmerzhafte Vergangenheit als muslimische Frau. Auch hier werden die Argumente umgedreht, was sonst als Frau bzw. Tussi bezeichnet würde, jetzt wäre es ein Vorzug: ja, wäre er doch nur eine schöne Frau mit dunkler Vergangenheit. Aber dieser gewöhnliche Mann erdreistet sich, mit seinem ehemaligen Kollegen die Meinung zu teilen, daß sich der Islam niemals mit einer westlichen Demokratie vereinbaren lasse, und er brauche nicht einmal groß in der Welt herumzulaufen, um diese Aussage zu verbreiten. Der Mann mit der immer orangenen Krawatte, der Farbe der niederländischen Monarchie, führe seinen Kreuzzug im Lande, sa croisade, seine künstlerischen Fähigkeiten könnten allerdings nicht mit denen von Theo van Gogh verglichen werden, der im Jahr 2004 für seinen Film Unterwerfung ermordet wurde. Weder die Kunst noch sein Tod heben ihn irgendwie heraus aus dem Mittelmaß, das verklickert den Lesern der Thierry Portes. Wenn´s so ist, braucht man vielleicht den Film gar nicht anzusehen?
Ohne Bildqualität könnte der Kurzfilm des Geert Wilders, diese gegen den Koran gerichtete Anklage, die allein schon bei ihrer Ankündigung offizielle Verurteilungen und Todesdrohungen in der islamischen Welt hervorgerufen hatte, auf allen Kontinenten eine beispiellose Polemik nähren. Der Autor meint anscheinend, die Kampagne der Muslime könnte die gegen die dänischen Karikaturen weit hinter sich lassen. Die Muslime, die in den Niederlanden zu bleiben wünschten, sollten die Hälfte des Korans zerreißen und fortwerfen, habe er in einen Interview mit der Zeitung De Pers gemeint; das sei die Zeitung derer sich Geert Wilders zur Verbreitung seiner Meinung bediene. (17)
Die zweite Nachricht an die Muslime sei ebenso heftig: Wenn Mohammed heute in den Niederlanden ankäme, "würde ich vorschlagen, ihn als Extremisten aus dem Land zu jagen". Welch eine vortreffliche Idee, denn nichts anderes ist dieser sogenannte Prophet. "Gewöhnlicher" als alle seine Vorgänger, was den Populisten gefährlicher für die niederländische politische Klasse mache, sei Geert Wilders, weil er, der nach den anderen komme, desto kräftiger dreinschlagen müsse. Er fordert, die Moscheen und die Koranschulen zu schließen. Dies ist allerdings tatsächlich einer Überlegung und der Diskussion wert, betrachtet man die zu Gewalt und Mord aufrufenden Koransuren. Er fordere mit einem Gesetzentwurf, das Tragen der Burka zu verbieten, das ist nämlich in den Niederlanden erlaubt, obgleich es schon seit Jahren Eingaben und Beschlüsse im Parlament gibt gegen die Vermummung, wie auf Western Resistance, vom 22. Dezember 2005, nachzulesen ist. (18)
Die Regierung, die laut Thierry Portes die Einwanderung von Muslimen strikt kontrolliere, wolle das Gesetz nach seiner Prüfung an der niederländischen Verfassung und internationalen Verträgen nur im öffentlichen Dienst anwenden. Wer von den älteren Lesern erinnert sich nicht an die Diskussionen in der Bundesrepublik um das Gesetz zum Vermummungsverbot? Am 28. Juni 1985 wird es von der konservativ-liberalen Koalition beschlossen. Zu der Zeit denkt niemand daran, daß sich vermummte Gestalten unter anderen als Demonstrationsbedingungen in der Stadt herumtreiben könnten - von der Karnevalszeit einmal abgesehen. Nein, totales Burka-Verbot, wettert Geert Wilders. "Der erste Grund: die Polizei muß wen auch immer zu jeder Zeit identifizieren können. Das ist eine Angelegenheit der Sicherheit." Und zweitens - mit tonloser Stimme, aber plötzlich werde einem das systematische Denken des Geert Wilders bewußt: "Wenn Sie die muslimischen Frauen assimilieren wollen, dürfen sie sich nicht in Burkas einschließen, die sie daran hindern, Kontakt mit der Gesellschaft aufzunehmen. Drittens: so behandelt man Frauen in Holland nicht."
Diese jedem vernünftigen Menschen, vor allem den Frauen, als selbstverständlich erscheinenden Äußerungen des Geert Wilders erklärt Thierry Portes zu kontrollierten Ausrutschern. Aber sobald er sich dem Abgrund nähere, womit der Korrespondent wohl meint, daß Geert Wilders mit seinen Forderungen bald völlig abstürze, lege er den Bremsgang ein: "Ich habe nichts gegen die einzelnen; der Islam wendet sich gegen die Frauen, gegen Homosexuelle; ich bin kein Rassist, niemals würde ich im Europaparlament in einer Gruppe mit Le Pen sitzen, oder ich weiß nicht, mit welchem rumänischen Faschisten oder vom belgischen Vlaams Belang ..." Dann gehe seine Rede aber sofort wieder in Beschimpfungen über, gegen die Einwanderung, den Islam, die Muslime. Es versteht sich, daß Thierry Portes dazu kein Zitat anbringt, das müssen ihm die Leser schon glauben, daß Geert Wilders so einer ist und so redet.
Und jetzt holt der Korrespondent des Figaro zu seinem besten Vernichtungsschlag aus, zu Informationen, mit deren Hilfe man alle Aktivitäten des Geert Wilders richtig einordnen kann: Der junge Wilders, geboren 1963 in Venlo, hat nach Beendigung seiner Schulzeit im Gymnasium mehrere Monate in einem Moshav verbracht, einem israelischen Landwirtschaftsdorf. Seine Nähe zu Israel - "der einzigen Demokratie im Nahen Osten", wiederholt er, ist ein starkes Gegengift, das mich immun macht gegen die europäische extreme Rechte.
Thierry Portes setzt die Information über die einzige Demokratie im Nahen Osten wie die Altermedia in Anführungszeichen, so wissen auch seine Leser, daß er sich von ihr distanziert, sie als Schutzbehauptung der Israelis einstuft. Mit Geert Wilders gibt es für den Korrespondenten keine Gemeinsamkeiten, das sollen wahrscheinlich vor allem die Muslime unter den Lesern des Figaro zur Kenntnis nehmen. Nun folgt die Schilderung des Büros von Geert Wilders. An der Tür seines Büros im Parlament wachen seine Leibwächter unter einem Poster der Studentenrevolution vom Tiananmen-Platz, dekoriert mit Fotografien, die das jüdische Volk und die Erinnerung an die Shoah zeigen. Aber der Mann in den Vierzigern, der intellektuell reger sei, als seine Körperfülle und seine Verfolger es erwarten lassen, präzisiere, daß er auch in Jordanien, Syrien und vielen arabischen Ländern herumgekommen sei. Seit 2004 stehe er unter Todesdrohungen islamistischer Mörder, sehe seine Frau selten, wechsle ständig seinen Wohnort, sei allein und von der politischen Klasse abgelehnt. Den Kampf gegen die weitere Einwanderung von Muslimen und gegen den Islamismus sei für Geert Wilders zur Obsession geworden, zur Besessenheit, zur Zwangsvorstellung. Er tut den Mann als krank ab, und wenn man sich die Schilderung ansieht, die er von Geert Wilders abgibt, so ist eine solche sonst nur Frauen vorbehalten, die sich in die Politik wagen: dicklich, keine Schönheit, banal hetero, gewaltblonde Haare, ein besessener Kreuzzügler.
Der letzte Satz des Artikels weist hin darauf, daß der Film den Wirtschafts- und Handelsinteressen seiner Mitbürger wahrscheinlich hinderlich sein werde. Schade das seinem Aufstieg, oder werde er ihn neu in Gang setzen. (19)
Weil diese Anbiederei an die muslimischen Leser des Figaro noch nicht auszureichen scheint, muß noch ein kleiner Zweispalter eingefügt werden:
Ohne ästhetischen oder konzeptuellen Wert, vermischt dieser kleine Film des Abgeordneten der niederländischen extremen Rechten seit Donnerstag Bilder der Gewalt - die Attentate des 11. September, die von Madrid und London -, obskurantistische (sic!) Reden, djihadistische Strafpredigten, einige kriegerische Suren. Die Kraft dieses Pamphlets wird allein abhängen von den Reaktionen, die es hervorruft. "Wir kennen den Kerl, erklärte gestern ein Verantwortlicher der niederländischen muslimischen Gemeinde, die beste Antwort ist eine verantwortliche Antwort," was immer das heißen mag.
Wie die Organisation der islamischen Konferenz, haben sich die meisten islamischen Länder darauf beschränkt, diese "Aufstachelung zum Haß" zu verurteilen, diese "Beleidigung für 1,3 Milliarden Muslime." (20)
Aus dem Artikel und dem Zweispalter geht hervor, daß der Korrespondent entweder den Film nicht kennt, was unwahrscheinlich ist, oder daß er die Leser des Figaro bewußt verdummt. Geert Wilders macht er lächerlich durch Anspielungen auf Schönheit, Korpulenz, Haarfarbe, und die Richtung, in die man suchen sollte, gibt er vor mit dem Hinweis auf die Verbindung zu Israel. Das alles steht in der Zeitung, die mehrheitlich dem Serge Dassault gehört; sein Name ist bis 1949 Serge Bloch. Er wird Mitte der 20er Jahre geboren und stammt aus der durch die französische Vichy-Regierung verfolgten und in Montluçon und in Buchenwald eingekerkerten jüdischen Familie des Marcel Bloch: ... Um die schwarze Periode des Krieges zu vergessen, entscheiden Marcel Bloch und seine Familie (1949), den Namen zu wechseln. (21)
Geert Wilders wendet sich gegen diejenigen, die heute gegen die Juden kämpfen, die es nicht verschweigen, sondern in ihrem Koran wie eine Monstranz vor sich hertragen, gegen fundamentalistische Muslime, die aus dem Koran wissen, was sie mit Juden und anderen "Ungläubigen" tun müssen: sie zu Dhimmis machen oder sie ausrotten.
Was nützen Alexandre Adler und Ivan Rioufol mit ihren Kommentaren auf der vorletzten Seite des Figaro, welche Heuchelei!
Nachtrag:
Eben schickt mir Clemens den Kommentar des Professors Gerhard Mangott, von der Universität Innsbruck; er entschädigt mich für alle Gemeinheiten, die ich heute durchgearbeitet habe. Danke dafür! (22)
30. März 2008
Update
Um Prozessen zuvorzukommen verändert Geert Wilders den Film Fitna in drei Punkten: (23)
- Die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard wird entfernt,
- das Foto des Rappers Salah Edin wird durch ein Foto des Mörders Mohammed Bouyeri ersetzt,
- Robbie Muntz, der Interviewer des Theo van Gogh, wird am Ende des Films erwähnt, weil seine Stimme in dem Film zu hören ist.
Derweil erfreut Andrew G. Bostom auf seiner Site mit einem herrlichen Aprilscherz: Kurt Westergaard zeichnet eine Karikatur zu Ehren des Rechtspopulisten, der in seinem gelben Haarschopf die berühmte Bombe trägt - oder ist das etwa tatsächlich wahr? (24)
Quellen
(1) Google News: Rechtspopulist
http://tinyurl.com/2o2ayo
(2) Linkspopulist, myDict
http://www.mydict.com/Wort/Linkspopulist/
(3) Linkspopulismus. Wiktionary. Das freie Wörterbuch
http://de.wiktionary.org/wiki/Linkspopulismus
(4) Fitna - Deutscher Text. The Transatlantic Conservative, March 28, 2008
http://transatlanticconservative.blogspot.com/2008/03/fitna- deutscher-text.html
This is the official "Fitna" Movie. 28. März 2008
http://www.eussner.net/fundsachen_2008-03-28_22-10-58.html
(5) Der Prophet des Islam. Arbeitskreis Religion und Menschenrechte
http://www.derprophet.info/
(6) Salafiyyah Jihadiyyah.pdf. Download 45.6 KB, box.net
http://www.box.net/shared/zugl0tg1jl
(7) Congratulations Geert. Your "fitna" movie has created more Mujaahideen amongst the Muslims. The Ignored Puzzle Pieces of Knowledge, March 27, 2008
http://tinyurl.com/3ye292
(8) Wenn Recht wehtut. Von Christiane Peitz, Tagesspiegel, 29. März 2008
http://tinyurl.com/2ka8da
Quälende Collage des Hasses im Internet. Von Nils Minkmar, Faz.net,
28. März 2008
http://tinyurl.com/yulhce
(9) Moshav. Meyers Lexikon
http://lexikon.meyers.de/meyers/Moshav
(10) De geheime agenda van Geert Wilders. Von Ata Kirat, De Jonge Journalist,
29. März 2006
http://www.dejongejournalist.nl/news.php?nid=2633
(11) Bat Ye´ors Eurabia. By Rael Jean Isaac, Mideast Outpost, February 24, 2005
http://mideastoutpost.com/archives/000139.html
(12) Geert Wilders : verliefd op Israël. Altermedia Vlaanderen, 12. April 2007
http://vl.altermedia.info/de-nederlanden/geert-wilders-verli efd-op-israel_7462.html
(13) Exclusif Bivouac-ID : Fitna en français. Par Yann, le 28 mars 2008
http://www.bivouac-id.com/2008/03/28/exclusif-bivouac-id-fit na-en-francais/
(14) Das "Projekt" der Muslimbruderschaft, vom 1. Dezember 1982.
21. März 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-03-21_19-25-15.html
(15) Jacques&Bernadette Chirac. Téléchargement Les Guignols
http://media.canal-plus.com/image/85/7/11857.12.jpg
(16) Was von Fitna übrig blieb. Von Calamitas, Die Flache Erde, 28. März 2008
http://calamitas-bystander.blogspot.com/2008/03/geert-wilder s-fitna_28.html
(17) De Pers
http://www.depers.nl/
(18) Holland: MPs Approve Banning of Muslim Burkas, Giraldus Cambrensis, Western Resistance, December 22, 2005
http://www.westernresistance.com/blog/archives/001264.html
Dutch MPs Push for Anti-Muslim Legislation. A New Dark Age is Dawning,
January 31, 2008
http://librabunda.blogspot.com/2008/01/dutch-mps-push-for-an ti-muslim.html
(19) Wilders, le provocateur néerlandais anti-islam. Par Thierry Portes, le Figaro,
29 mars 2008, p. 7
http://tinyurl.com/222xeb
(20) Une "insulte" pour les musulmans. Par T.P (Thierry Portes), le Figaro,
29 mars 2008, p. 7
http://tinyurl.com/yw5yf9
(21) Le Monde selon Bush - ein Film für französische Heuchler. 11. Juli 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-07-11_18-09-29.html
(22) Zwietracht oder die Freiheit des Wortes. Von ao. univ. prof. dr.
Gerhard Mangott, Innsbruck
http://www.gerhard-mangott.at/?p=266#more-266
(23) Wilders past Fitna aan om procedures te voorkomen. MSN.nl, 31-03-2008
http://msn.anp.nl/msn/nieuws.do?action=article&id=5912047
(24) Geert´s the Bomb. By Andrew G. Bostom, April 1, 2008
http://tinyurl.com/2j7d5h
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