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K├Âln: Der "Figaro" berichtet aus der rheinischen Ummah

Nun tingelt er also durch Deutschland, der einstige Israel-Korrespondent Patrick Saint-Paul. Wer im nachhinein eine Vorstellung von der Glaubw├╝rdigkeit seiner Berichterstattung ├╝ber den Nahostkonflikt gewinnen will, der lese, was er ├╝ber die Ereignisse um den Anti-Islamisierungkongre├č der B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln berichtet, und was er verschweigt. Der Figaro schickt ihn als Sonderkorrespondenten nach K├Âln: Cologne se mobilise face ├á l´extr├Ęme droite, K├Âln wird aktiv angesichts der extremen Rechten. Das herzige Foto von Sascha Schuermann zweier bekopftuchter T├╝rkinnen, Arm in Arm mit einer blonden deutschen Maid ist leider nicht online. (1)

Kurz sei rekapituliert, um wen es sich bei Patrick Saint-Paul handelt. F├╝r ihn hei├čt Israel der Hebr├Ąerstaat, die Hezbollah in Terroraktion versteckt er hinter dem Begriff die schiitische Organisation, der Nahostkonflikt ist f├╝r ihn der israelisch-pal├Ąstinensische Konflikt, zum 60. Jubil├Ąum der Staatsgr├╝ndung kennt er nichts als H├Ąme und Kritik f├╝r den Staat; f├╝r ihn ist Imad Mughniyeh nicht liquid├ę, liquidiert, wie sein Kollege Georges Malbrunot die Ausschaltung des Terroristen durch wen auch immer treffend bezeichnet, sondern er ist von Israelis ermordet worden, assassin├ę, die Aktivit├Ąten der vom Iran finanzierten und geleiteten Hezbollah und die Israels stellt er dar als einen Konflikt zwischen dem Staat gewordenen Judentum und schiitischen Muslimen. Selbstverst├Ąndlich unterzeichnet er den Appell f├╝r seinen Freund Charles Enderlin, den L├╝gner in allen Sprachen. (2)

Patrick Saint-Paul berichtet von der angeblichen Menschenkette vor dem Sitz der DITIB. Entweder ist er nicht dort gewesen, oder er l├╝gt wie sein Freund Charles Enderlin. Bei Politically Incorrect und nirgends sonst kann man sehen, um welchen Menschenauflauf es sich handelt. Etwa 50 Teilnehmer sind versammelt, mehr nicht. Sie werden von den Fotografen dicht zusammenger├╝ckt - knips, fertig ist die dreireihige Kette. (3)

Was die DITIB ist, die Diyanet Isleri T├╝rk-Islam Birligi, erkl├Ąrt Patrick Saint-Paul seinen Lesern nicht; er nennt sie, als wenn es sich nur um eine in Deutschland exitistierende Vereinigung handelte, den Bund der t├╝rkischen Gemeinschaft in Deutschland, le syndicat de la communaut├ę turque en Allemagne. In Frankreich leben anders als in Deutschland nur etwa eine halbe Million T├╝rken; man kann davon ausgehen, da├č die meisten Franzosen ├╝ber deren Fremdbestimmung durch die t├╝rkische Religionsbeh├Ârde Diyanet nichts wissen, und sie sollen anscheinend auch nicht erfahren, da├č die DITIB in Frankreich ebenfalls politisch t├Ątig ist, sie nennt sich hier harmlos Union des affaires culturelles turco-islamiques, Vereinigung f├╝r t├╝rkisch-islamische kulturelle Angelegenheiten. Seine Landsleute werden die Rolle der DITIB sp├Ątestens dann besser einsch├Ątzen k├Ânnen, wenn wie in Ingolstadt, am 18. Mai 2008, bei Er├Âffnung einer gro├čen Diyanet DITIB Camii, einer Diyanet DITIB Moschee, neben einer riesigen t├╝rkischen Fahne ein falsch herum und niedriger aufgeh├Ąngter kleiner Fetzen Trikolore baumelt. (4)

Vielleicht versteht Patrick Saint-Paul kein deutsch, hat sich nicht informieren k├Ânnen und wei├č deshalb nichts ├╝ber das Wirken der DITIB in Deutschland zu sagen? Formal ist die Ditib ein nach deutschem Recht gegr├╝ndeter Verein. In Wirklichkeit jedoch handelt es sich bei der Vereinigung um die ,zust├Ąndige Auslandsorganisation´ des t├╝rkischen Amtes f├╝r Religionsangelegenheiten (Diyanet), schreibt der Islamexperte Thomas Lemmen. Die Religionsbeh├Ârde Diyanet hat 100.000 Mitarbeiter, sie ist auch f├╝r die Belange der im Ausland lebenden T├╝rken zust├Ąndig. Die deutsche Bundesregierung hat nichts einzuwenden gegen die Regierungst├Ątigkeit der T├╝rkei in ihrem "europ├Ąischen Teil". (5)

So wie Patrick Saint-Paul die Szene schildert, sch├╝tzt die Menschenkette eine kulturelle Einrichtung der T├╝rken und t├╝rkischst├Ąmmigen Deutschen. Junge blonde Studentinnen halten sich an der Hand mit bekopftuchten Frauen t├╝rkischer Herkunft. Weil die Einigkeit in der guten Sache gegen Pro-K├Âln so ├╝berzeugend ist, fallen dort alle Schranken zwischen den Parteien: Des sympathisants communistes fraternisent avec des ├ęlus du parti lib├ęral (FDP-centre droit), Sympathisanten der Kommunisten verbr├╝dern sich mit Abgeordneten der liberalen Partei (FDP-rechte Mitte). Es ist allseits bekannt, da├č Kommunisten und Sozialisten im Islam eine Kraft sehen, die es gemeinsam mit ihnen vielleicht doch schafft, das verha├čte demokratische System zu zerst├Âren und es durch das totalit├Ąre der Volksgemeinschaft, im Islam Ummah genannt, abzul├Âsen. Es st├Ârt sie auch nicht die Lehre der Geschichte, wie in einem Brennglas zu beschauen im Schicksal des Noureddin Kianouri. (6)

Die Verbindung zur politisch gegens├Ątzlichen FDP bed├╝rfte einer Erl├Ąuterung. Da h├Ątte ein eingeweihter Korrespondent einige Worte verloren ├╝ber die pro-arabische Politik der Partei, ├╝ber Muslime wie Dr. Ayyub Axel K├Âhler und Aiman A. Mazyek als Funktion├Ąre der FDP, ├╝ber Kopftuchkampagnen der Jungen Liberalen, und ganz allgemein ├╝ber den mannigfaltigen Einflu├č des fundamentalistischen Islams in dieser angeblich liberalen Partei. Der Fallschirmspringer J├╝rgen M├Âllemann (pbuh) hat die lukrativen Beziehungen nicht mit ins Grab genommen. (7)

Auf der Web Site von Muslimische-Stimmen.de findet man zum Bundestagswahlkampf 2005 neben Artikeln von Konvertiten und Islamfunktion├Ąren ein Wahlplakat der unter dem Motto "F├╝r die Freiheit!" (sic!) und f├╝r "Toleranz" auftretenden Jungen Liberalen der FDP. Eine kopftuchverkleidete junge Frau wirbt f├╝r die FDP. Der Ruf der FDP, liberal zu sein, ist schon lange dahin, und so spricht sie g├Ąnzlich ungeniert potentielle orthodox-islamische W├Ąhler an. (8)

Jetzt reihen sich FDP-Abgeordnete gemeinsam mit Kommunisten ein in die Hetzkampagne der "Antifaschisten" gegen die B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln; das ist nur konsequent. Schade, da├č die Leser des Figaro nichts dar├╝ber erfahren und sich somit keinen Reim darauf machen k├Ânnen, warum in Deutschland Mitglieder und Sympathisanten scheinbar unvereinbarer politischer Parteien und Organisationen gemeisam und teilweise gewaltt├Ątig gegen eine polizeilich genehmigte Veranstaltung und ihre Teilnehmer vorgehen: It´s Islam, stupid!

Wir m├╝ssen durch Parteieintritt - in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien - dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden, fordert der Konvertit Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D., im Gespr├Ąch mit FDP-Funktion├Ąr Aiman A. Mazyek, vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), seine muslimischen Glaubensbr├╝der und -schwestern auf. Aiman A. Mazyek ist Chefredakteur des Online-Auftritts des ZDM, Vorsitzender des ZDM ist Dr. Ayyub Axel K├Âhler. (9)

├ťber die politische T├Ątigkeit der beiden sagt der ZMD aus:

Dr. Ayyub Axel K├Âhler: Von 1999 bis 2004 Kommunalpolitiker in K├Âln (FDP). Seit 2000 stellvertretender Vorsitzender des Landesfachausschusses f├╝r religi├Âse Fragen der FDP in NRW und aktiv im Bundesfachausschuss f├╝r Kirchen und Religionsgemeinschaften der FDP. (10)

Seit 2001 nimmt Mazyek in Alsdorf (N├Ąhe Aachen) kommunalpolitische Aufgaben wahr. Er war dort sechs Jahre lang Stadtverbandsvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP). 2004 erhielt er als B├╝rgermeisterkandidat bei der Wahl des B├╝rgermeisters knapp 10 % der Alsdorfer Stimmen. Z.Z. ist er Kreisvorstandsmitglied in Aachen und Mitglied verschiedener Fachaussch├╝sse im Landtag und Kommune. (11)

Patrick Saint-Paul ist von alldem g├Ąnzlich unbeleckt, er wei├č nicht, da├č es sich um die f├╝r K├Âln-Ehrenfeld geplante Moschee nicht um une grande mosqu├ęe, eine gro├če Moschee, handelt, mit ihren 2000 Pl├Ątzen auch nicht um la plus grande du pays, die gr├Â├čte des Landes, sondern um Europas gr├Â├čte. Die Franzosen kennen einige gro├če Moscheen, aber Europas gr├Â├čte Moschee, die h├Ątte sie vielleicht interessiert. Der t├╝rkische Staat zahlt: Monstermoschee in K├Âln - eine Kuppel von 36,5 Metern und zwei 55 Meter hohe Minarette, schreibt Osi auf dem D├╝sseldorf Blog. (12)

Nun kommt Patrick Saint-Paul auf die G├Ąste des Anti-Islamisierungskongresses, und da wei├č er, da├č Jean-Marie Le Pen die Einladung abgelehnt hat, die anderen benennt er einigerma├čen korrekt. ├ťber die B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln behauptet er, sie sei im Jahr 2004 gegr├╝ndet worden, um gegen den Bau einer Moschee zu k├Ąmpfen: Form├ę en 2004 pour lutter contre la construction d´une mosqu├ęe. Ein Blick auf die Web Site von Pro-K├Âln, Rubrik Geschichte, und der Korrespondent h├Ątte nicht solchen haneb├╝chenen Unnsinn verfa├čt:

Die B├╝rgerbewegung pro K├Âln wurde am 5. Juni 1996 in K├Âln-D├╝nnwald von parteiunabh├Ąngigen K├Âlner B├╝rgern ins Leben gerufen und ins Vereinsregister eingetragen. Zu den Gr├╝ndungsmitgliedern geh├Ârten der Rechtsanwalt Markus Beisicht, der Verleger Manfred Rouhs und der mittlerweile als selbst├Ąndiger Medien-Dienstleister t├Ątige gelernte Schriftsetzer Bernd M. Sch├Âppe, die bereits seit ihrer Schulzeit politisch engagiert sind. (13)

Ich wiederhole es hier noch einmal: Man kann sich vorstellen, was von der Israel-Berichterstattung dieses Korrespondenten zu halten ist, der nicht die einfachsten Fakten auf die Reihe bekommt.

Den Namen der Pr├Ąsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch, deren Emp├Ârung ├╝ber den Rechtspopulismus von Pro-K├Âln er zitiert, verballhornt er zu Knoblauch, die Parteizugeh├Ârigkeit des K├Âln-Ehrenfelder B├╝rgermeister Josef Wirges gibt er nicht an; der geh├Ârt zur SPD und will sich nicht wie Tiere im Zoo w├Ąhrend der Busrundfahrt von Pro-K├Âlnern bestaunen lassen: Il ├ętait hors question que nous les laissons nous scruter comme des animaux dans un zoo pendant leur tourn├ęe en bus. Nicht deutlich macht Patrick Saint-Paul, da├č diese Busfahrt zum Ort des geplanten Baus der Gro├čmoschee in aller Willk├╝r verboten worden ist. Die Teilnehmer werden gehindert, sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen. Der Ehrenfelder B├╝rgermeister sollte nicht wie ein Tier gemustert werden und die in der Gegend wohnenden Muslime ebenfalls nicht, sondern man wollte sich das Viertel ansehen. Das ist f├╝r Menschen mit klarem Verstand nichts Au├čergew├Âhnliches. W├Ąhrend meiner Berufst├Ątigkeit habe ich unz├Ąhlige Male Teilnehmer meiner Seminare und Konferenzen mit dem Bus oder zu Fu├č durch Problemquartiere gef├╝hrt, beispielsweise ging´s nach dem Mauerfall mit Chinesen an die "S├Ąurekreuzung" von Bitterfeld, und ich bin in New York und Washington durch solche Quartiere gef├╝hrt worden.

Im letzten Absatz seines Artikels, der mit Sascha Schuermanns Foto etwa ein Drittel der Seite einnimmt, kommt er auf Widerst├Ąnde. Fritz Schramma (CDU, droite), CDU rechts, habe f├╝r den Bau der Gro├čmoschee manchmal gegen die Gemeindevertreter seiner eigenen Partei gek├Ąmpft, um die gro├če Moschee durchzusetzen, pour imposer la grande mosqu├ęe. Das werden franz├Âsische Leser nun gar nicht verstehen, da doch bis jetzt die Sache f├╝r die Moschee klar ist. Der Bau soll 2010 beginnen. Die CDU-Abgeordneten f├Ąnden das Bauwerk nach ihrem Geschmack als zu dominierend, trop visible, es schade der Integration. Sie unterschieden sich aber von den Radikalen der Pro-K├Âln, die schlicht und einfach den Bau verhindern wollten. So wie´s dasteht, ist das eine unzul├Ąssige Ansicht von Pro-K├Âln. H├Ątte Patrick Saint-Paul wenigstens B├╝cher in seiner eigenen Sprache gelesen, La conqu├¬te de l┬┤Occident. Le Projet secret des islamistes, Die Eroberung des Westens. Das Geheimprojekt der Islamisten von Sylvain Besson beispielsweise, dann w├╝├čte er, was der Bau von Gro├čmoscheen f├╝r den Islam bedeutet. (14)

In Frankreich bemi├čt sich die Macht der einzelnen Muslimvereinigungen nicht nach der Mitgliederzahl, sondern nach der Gr├Â├če der Kultst├Ątten:

Die vier bis f├╝nf Millionen in Frankreich lebenden Muslime wurden im April (2003) nicht gebeten, direkt zur Wahl zu gehen. Stattdessen wurden sie vertreten durch 4031 Delegierte aus 995 Kultst├Ątten offiziell registrierter Vereinigungen, wobei die Anzahl der jede Kultst├Ątte repr├Ąsentierenden Personen nach der Gr├Â├če der Kultst├Ątte bestimmt war:

... the number of persons representing the place being related to the size of the site. Lors de l┬┤├ęlection, chaque mosqu├ęe fran├žaise disposait d┬┤un nombre de voix proportionnel ├á sa superficie, schreiben Val├ęrie Amiraux und Sylvain Besson. (15)

In Deutschland wird es ebenso sein, da k├Ânnen nach deutschem Recht aufgestellte Satzungen sonst etwas vorschreiben. Der Islam erobert Gebiete, die er bis zum J├╝ngsten Gericht nicht wieder herzugeben gedenkt. Die Moscheen sind im Gegensatz zu Kirchen und Synagogen keine Heiligt├╝mer, sondern Machtzentren, Inseln des Islams im dar al-harb, im Lande der zu bek├Ąmpfenden und zu unterwerfenden Ungl├Ąubigen. Auf dem gekauften Areal, um die Moschee, scharen sich nach und nach Gesch├Ąfte, Arzt- und Anwaltspraxen, Schulen etc. Eine Medina entsteht. Diese vernetzt sich mit anderen solchen Glaubenszentren, der Islam zieht sich wie ein Netz ├╝ber das Land. Von Integration kann keine Rede sein, allenfalls der kuffar in den Islam, und auch nicht, entgegen den dummen Spr├╝chen von Fritz Schramma, von der religi├Âsen Freiheit, die Teil der Demokratie ist: la libert├ę religieuse fait partie de la d├ęmocratie. Er weist damit hin auf Artikel 4, 1-2 GG und vergi├čt die Einschr├Ąnkungen nach Artikel 1 und 2 GG: (16)

Artikel 4
[1] Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi├Âsen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
[2] Die ungest├Ârte Religionsaus├╝bung wird gew├Ąhrleistet.

Artikel 1
[1] Die W├╝rde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch├╝tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
[2] Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unver├Ąu├čerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Artikel 2
[1] Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers├Ânlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsm├Ą├čige Ordnung oder das Sittengesetz verst├Â├čt.
[2] Jeder hat das Recht auf Leben und k├Ârperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Wie vertr├Ągt sich das religi├Âse und weltanschauliche Bekenntnis des Islams gem├Ą├č Koran, Hadithen und Scharia mit seiner eindeutigen Absage an Demokratie und Menschenrechte mit den Rechten nach Artikel 2 GG? Entfaltung der Ummah bei Unterordnung des einzelnen, ├ťberlegenheit des Islams und der Muslime ├╝ber andere Religionen und deren Anh├Ąnger, erstreben der Vorherrschaft des Islams in der Welt etc.

Wie vertr├Ągt sich die rechtliche Stellung der Frauen im Islam mit Artikel 1,1 und 2,2? Schlagen unbotm├Ą├čiger Ehefrauen, Steinigen von Ehebrecherinnen, zwei Frauen einem Mann entsprechend in der Zeugenaussage etc.

Soviel kann man, ohne eine Diskussion der Vereinbarkeit des Grundgesetzes mit den Gesetzen und Regeln des Islams fragen: Wenn die Politideologie des Islams keiner ├ťberpr├╝fung der Kompatibilit├Ąt mit den Grundrechten nach dem Grundgesetz unterzogen wird, warum dann die Weltanschauung der B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln? Warum ist Pro-K├Âln von der Politideologie des Islams negativ zu unterscheiden? Der Tatsache wegen, da├č sie keine Petrodollars zu verteilen hat, oder gibt´s sonst noch etwas? Was unterscheidet die randalierenden gewaltt├Ątigen "Antifaschisten" positiv von Pro-K├Âln? Die T├Ątigkeit als Schl├Ągertrupps f├╝r die Interessen des Oberb├╝rgermeisters Fritz Schramma? Mit welchem Recht entscheiden Beh├Ârden und ├ämter ad hoc ├╝ber die Ausgrenzung von Pro-K├Âln aus der Gesellschaft? (17)

Es ist selbstverst├Ąndlich, da├č bei der vollst├Ąndigen Ahnungslosigkeit des eigens vom Figaro nach K├Âln entsandten Patrick Saint-Paul von dort erst recht keine Antwort auf diese Fragen kommt. Was man aber verlangen kann, das sind Antworten der Bundesregierung, der Politiker, von der CDU/CSU bis zur Linken, und unserer Medien. Da herrscht bislang nicht der Verstand, sondern Hysterie, Lug und Trug, im Islam genannt Taqiyya. Was ist dazu zu sagen, da├č in der Bundesrepublik Deutschland, einem wichtigen Mitgliedstaat der EU, in K├Âln die Demokratie au├čer Kraft gesetzt wird, da├č sich sogenannte b├╝rgerliche Parteien des antifaschistischen gewaltt├Ątigen Mobs bedienen und sogar im Schulterschlu├č mit ihm marschieren? Welche Resonanz darauf wird aus dem Ausland erwartet, das sich nicht damit begn├╝gen wird, inkompetente Korrespondenten wie Patrick Saint-Paul ans Thema zu lassen, sondern bew├Ąhrte Kenner Deutschlands und seiner Geschichte?

Werden sie feststellen, da├č in K├Âln alle Parteien den Weg in die Volksgemeinschaft, in die Ummah angetreten haben, und da├č die B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln nur den Lakmustest zum Beweis dessen abgibt?

20. September 2008

Update

Jeden Tag sind die Israelis zu beneiden, da├č sie den Korrespondenten Patrick Saint-Paul los sind, da├č er sie nicht mehr heimsuchen kann!

Nun haben wir ihn am Hals, und er beliefert die Leser in Frankreich mit immer neuen Phantasien aus Deutschland. Auf Seite 9 des Figaro berichtet er, am 29. September 2008, aus Berlin, wo er inzwischen als Korrespondent wirkt, ├╝ber den Stimmenverlust der CSU: Cuisant revers de la CSU aux r├ęgionales de Bavi├Ęre. Bitterer R├╝ckschlag der CSU bei den Landtagswahlen Bayerns. (18)

Den Anteil der CSU an der CDU/CSU Fraktion des Deutschen Bundestages kann er bis auf die Stelle nach dem Komma mit 20 Prozent ziemlich genau benennen, (der Anteil betr├Ągt 177 CDU : 46 CSU, also etwa 20,6 Prozent). (19)

├ťber die Anf├Ąnge der CSU behauptet er: Le parti fond├ę par Franz Josef Strauss ..., die von FJS gegr├╝ndete Partei. Er kommt nicht auf die Idee, durch einfaches Googlen die Geschichte der CSU herauszufinden; denn er wei├č Bescheid, wie man es schon von seinen Berichten aus Israel und letztens aus K├Âln kennt. Nicht einmal Wikipedia, den Volksbrockhaus f├╝r Eilige im Internet, mag er konsultieren. Dort liest man ├╝ber die Geschichte der Gr├╝ndung und Aufbauphase, in der Zeit vom 12. September 1945 bis zum 8. Januar 1946. Das erste Grundsatzprogramm der Partei ist vom 14./15. Dezember 1946. Die Gr├╝nder der Partei sind Karl Scharnagl, "Ochsensepp" Josef M├╝ller, Josef Baumgartner und die W├╝rzburger Gruppe unter Adam Stegerwald. Die vier Herren sind zur Zeit der Gr├╝ndung zwischen 41 und 71 Jahre alt. Franz Josef Strau├č z├Ąhlt 30 Jahre. 1946 ist er neben Andreas Lang und Franz Xaver Bauer Mitbegr├╝nder des Kreisverbandes der CSU Schongau. Verbindungen zur CSU auf Landesebene bestanden seit Ende 1945, hei├čt es auf der offiziellen Site Franz Josef Strau├č. (20)

Ich halte meine Leser auf dem laufenden ├╝ber weitere M├Ąrchen des Korrespondenten.

29. September 2008

Quellen

(1) Cologne se mobilise face ├á l´extr├Ęme droite. Par Patrick Saint-Paul, Le Figaro, 20/21 septembre 2008, p. 7
http://tinyurl.com/3v9fup

(2) Imad Mughniyeh (pbuh) ist der Dauerbrenner im "Figaro". 15. Februar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-02-15_19-38-13.html

Mohammed al-Dura. Der Appell f├╝r Charles Enderlin. 23. Juni 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-06-23_00-13-05.html

(3) Wir basteln eine Menschenkette. PI, 19. September 2008
http://www.pi-news.net/2008/09/wir-basteln-eine-menschenkett e/

(4) Ingolstadt. Gr├Â├čte Moschee Bayerns. DeusVult.Info
http://www.deusvult.info/Ingolstadt%20028.jpg

"Jamaika, die Insel, die Onkel Sam dem├╝tigt". 22. August 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-08-22_19-45-03.html

(5) Vorbeter aus der Fremde. Von Martin Spiewak, Zeit Online 39/2006
http://nurtext.zeit.de/2006/39/Imame_2?page=1

(6) Death of Noureddin Kianouri. Statement of the CC of the Tudeh Party of Iran, November 6, 1999. The Guardian, November 17, 1999
http://www.cpa.org.au/garchve1/980iran.html

(7) Die FDP-Connection. Von J├Ârg Kronauer. Jungle World 40/2004,
22. September 2004
http://jungle-world.com/artikel/2004/39/13716.html

(8) Muslimische-Stimmen.de
http://www.muslimische-stimmen.de/

(9) Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland,
im Gespr├Ąch mit islam.de. 30. August 2004
http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html

ZMD. Gremien und Mitglieder
http://zentralrat.de/2593.php

(10) Lebenslauf Ayyub Axel K├Âhler. ZMD
http://zentralrat.de/4703.php

(11) Lebenslauf Aiman A. Mazyek. ZMD
http://zentralrat.de/4710.php

(12) Mega-Moschee in K├Âln wird gebaut - Ralph Giordano entsetzt.
Von Osi, D├╝sseldorf Blog, 30. August 2008
http://tinyurl.com/4532nc

(13) Geschichte der B├╝rgerbewegung Pro-K├Âln e.V.
http://www.pro-koeln.org/stamm/geschichte.htm

(14) Sylvain Besson. La conqu├¬te de l┬┤occident : Le projet secret des islamistes (Broch├ę), Seuil 2005
http://tinyurl.com/yuslp8

Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html

(15) Val├ęrie Amiraux: "CFCM, a French Touch?" ISIM Newsletter 12,
June 2003, p. 24-25
http://www.isim.nl/files/newsl_12.pdf

(16) Grundgesetz f├╝r die Bundesrepublik Deutschland. Deutscher Bundestag
http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/grundgese tz/index.html

(17) Rechts ┬┤n Hakenkreuz, links ┬┤ne Moschee - oder umgekehrt?
19. September 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-09-19_00-49-12.html

(18) Cuisant revers des alli├ęs CSU de Merkel en Bavi├Ęre.
Par Patrick Saint-Paul, Le Figaro, 29. September 2008
http://tinyurl.com/4haf5m

(19) CSU Landesgruppe im Deutschen Bundestag
http://tinyurl.com/45ejwv

Sitzverteilung im 16. Deutschen Bundestag. Deutscher Bundestag
http://www.bundestag.de/parlament/wahlen/sitzverteilung/1541 _16.html

(20) Christlich-Soziale Union in Bayern. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Christlich-Soziale_Union_in_Bay ern

Franz Josef Strauss. Parteipolitiker 1945 - 1988
http://www.fjs.de/parteivorsitzender/parteipolitiker.html


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