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Die Globalisierung - Ideologie der Eroberung und der Unterwerfung

Der Mensch kann weggeworfen werden!

Man stellt es anlĂ€ĂŸlich der Entlassungen zur Befriedigung der Logik des raschen Profits jeden Tag fest; die Angestellten der profitierenden Unternehmen werden geopfert auf dem Altar der Börse, um der Logik der raschen Profite durch die launenhaften und unloyalen Raubtier-AktionĂ€re GenĂŒge zu tun.

Die Tatsachen liegen auf dem Tisch. Die Kapitalisten haben den Klassenkampf erklĂ€rt und haben ihn gewonnen: sie glauben sich im Recht, schamlos, ohne Regeln und ohne Moral auszubeuten. Man muß es begreifen. Die Globalisierung ist keine Ideologie der Freiheit, sondern eine Ideologie der Eroberung und der Unterwerfung.

Der Mensch kann weggeworfen werden, weil in dieser Gesellschaft, wo das ICH ĂŒber das WIR triumphiert, die SolidaritĂ€t keinen Platz mehr hat. Die globalisierte Gesellschaft ist eine Ansammlung von individuellen Einsamkeiten und von oft lautlosen menschlichen Dramen.

Im weiteren Sinne fĂŒhrt das Globalisierungsprojekt zur Zerstörung der menschlichen Ökosysteme, die die Nationen in den westlichen LĂ€ndern bilden. In den traditionellen Gesellschaften der Dritten Welt, vor allem in Afrika, zerstört es die Netzwerke der StammessolidaritĂ€t oder die FamilienverbĂ€nde, was zur Auswanderung der Bevölkerung in die RiesenstĂ€dte der Dritten Welt und von da in das belagerte Europa fĂŒhrt. (1)

Wer Ă€ußerte solches?

  • Mauro Bottarelli, in einem vernichtenden Artikel ĂŒber Gordon Brown
  • Noam Chomsky, in seinem Buch "Profit over People"
  • Mansur Abdussalam Escudero, in einem GesprĂ€ch mit seinen ehemaligen Genossen vom Partido Communista
  • Sven Giegold, als ATTAC-Redner auf einer Demonstration zum EuropĂ€ischen Aktionstag
  • Marine Le Pen, am Vorabend des vollstĂ€ndigen Zusammenbruchs des Systems
  • Tariq Ramadan, auf dem EuropĂ€ischen Sozialforum in Athen
  • Susan Sontag, in einem Interview mit dem "New Yorker" ĂŒber die Ausbeutung von PelztierjĂ€gern
  • Christian Troll, in einem Referat ĂŒber das Zweite Vatikanische Konzil

VorschlÀge bitte an gudrun[at]eussner.net

Die Auflösung mit Link gibt´s demnĂ€chst hier!

20. September 2008

Update

Liebe RĂ€tselfreunde!

Da bis auf einen die bei mir eingegangenen VorschlĂ€ge nicht zufriedenstellend sind, gebe ich hier eine weitere Äußerung der gesuchten Person wieder:

Die Verluste, die sieht man immer, die Gewinne niemals. Es ist das Globalisierungsmodell, das abzuschaffen ist ... man produziert 20 000 Kilometer entfernt, und man bringt die AbfÀlle 10 000 Kilometer weit fort; das ist ein umweltfeindliches System. (2)

Ein weiterer Tip: Die gesuchte Person befindet sich unter den oben genannten acht; Sigmar Gabriel, JosĂ© BovĂ©, Wendy oder Arthur Winkelbach sind´s nicht - jedenfalls nicht mit diesen Zitaten.

21. September 2008

Des RÀtsels Lösung

Liebe RĂ€tselfreunde!

Es ist Marine Le Pen, die VizeprÀsidentin des Front National. Ein einziger Einsender hat das erkannt, und zwar umgehend. Da ich ihn schÀtze, erwarte ich ihn in der nÀchsten Zeit bei mir in Perpignan, wo wir seinen Sieg feiern werden.

Ich danke fĂŒr die vielen Zuschriften, auch wenn einige Witzbolde meinten, die Liste nach links und rechts, lechts und rinks, verlĂ€ngern zu mĂŒssen. Zugegeben, es war nicht leicht - irgendwie können einzelne SĂ€tze des Textes von allen gesagt oder geschrieben worden sein, wenn auch der letzte Absatz im ersten Zitat eher auf eine rechte als auf eine linke Person weist. Mit der Nation haben es die Linken nicht, sie pissen eher auf sie und ihre Symbole oder formen sie um zur Ummah.

Was Mauro Bottarelli angeht, der beschĂ€ftigt sich mit der mĂ€chtigen Lobby der Freimaurer, die Europa regiere, sowie mit Schuldzuweisungen an die USA, deren WTC-TĂŒrme nicht allein durch al-Qaida, sondern durch ihre eigenen Taten zerstört worden seien, die in Afghanistan einen Krieg fĂŒr Erdöl fĂŒhrten und den Kampf gegen den Terrorismus als Vorwand fĂŒr Kriege ĂŒberall dort nĂ€hmen, wo sie es fĂŒr richtig hielten. (3)

Noam Chomsky wird wie Mario Botarelli sowie lebende und tote Nazis im rechtsextremen Verlag Barbarossa verlegt, aber in seinem Buch Profit over People geht auch er nicht die Sorgen des Kleinen Mannes an, der auf dem Altar der Börse geopfert wird, sondern den Schurkenstaat Nr. 1, die USA. Schade, daß Reini aus Kottingbrunn nicht auf meine Site gefunden hat. Ihm wĂ€re es sofort aufgefallen, daß Noam Chomsky nicht die Lösung sein kann - des RĂ€tsels, meine ich. Noam Chomsky wĂŒrde den Kapitalismus nicht als Ideologie der Eroberung und der Unterwerfung bezeichnen, dazu kennt er den Islam zu gut und schĂ€tzt seine FunktionĂ€re. Die dĂ€nischen Karikaturen hĂ€lt er fĂŒr einen Angriff der Regierung (sic!) DĂ€nemarks auf die dort lebenden Muslime. (4)

Der Psychiater Francisco Mansur Abdussallam Escudero kommt nicht in Frage, den hat auch keiner genannt. Zwar sieht der ehemalige Kommunist vieles so wie Marine Le Pen, aber er hat ganz andere Ziele, und niemals wĂŒrde er eine Sprache wie sie benutzen. Sein Sinnen und Trachten geht dahin, die Scharia in Spanien einzufĂŒhren, selbstverstĂ€ndlich nur die fĂŒr ihn und seine GlaubensbrĂŒder angenehmen Teile, wie die Polygamie; Handabhacken und Steinigen weniger, zumindest anfangs. Ihm gelingt es, fĂŒr einige Zeit zwei Ehefrauen zu besitzen (in Spanien, als originĂ€rer Spanier!), eine, die Ă€ltere, kommt ihm auf bis heute nicht geklĂ€rte Weise abhanden. Gemeinsam mit seinen Freunden von der Sozialistischen Partei arbeitet er an der Murabitunisierung des Landes. Die Murabitun, das sind eben diejenigen Muslime, die finanziert werden von Sultan bin Mohammad al-Qassimi, aus dem Scheichtum Sharjah; in Deutschland rollen sie gerade Penzberg und MĂŒnchen auf, Andreas Abu Bakr Rieger, Sulaiman Wilms und andere zum Islam konvertierte BrĂŒder und Schwestern von der Islamischen Zeitung gehören dazu. Sie arbeiten an einem neuen "Goldenen Zeitalter", diesmal nicht auf Spanien beschrĂ€nkt, sondern europa- und weltweit. (5)

Der sich selbst als Umweltbewegten bezeichnende Sven Giegold , als JĂŒngling ist er Jugendumweltbewegter, scheidet sofort aus, auch wenn einige Einsender meinen, er wĂ€r´s gewesen. Inhaltlich könnte es sich schon um seine SprĂŒche handeln, aber er schreibt seine Texte zusammen aus WortschĂŒttungen der GrĂŒnen und der Linken. Die Knappheit der Marine Le Pen in Sachen Öko ist nicht seine Art, auch wenn er nicht viel anderes sagt als die Vertreterin des rechtsextremen Front National. Man sieht´s an seinen AusfĂŒhrungen zum 1. Mai 2004, da Ă€ußert er in etwa das, was Marine Le Pen in ihrer Rede vom 17. September vorbringt. Die verschĂ€rfte Konkurrenz, also die Marktwirtschaft ist (es), die dazu fĂŒhrt, dass alle ĂŒberfordert werden, meint er zwischen vielen anderen abstrusen SĂ€tzen und scheint sich nach der sozialistischen Planwirtschaft zurĂŒckzusehnen. Neu ist mir, daß er ATTAC Deutschland mitgegrĂŒndet haben soll. Ich kann mich an ihn nicht erinnern, auch nicht als Redner auf dem Berliner ATTAC Kongreß, vom 19. bis 21. Oktober 2001; da gibt´s Oskar Lafontaine und Jean Ziegler. (6)

Weil da gerade der Afghanistankrieg beginnt, und weil Osma bin Laden (in diesem RĂ€tsel kein Kandidat) immer noch als Kimble auf der Flucht ist, wenn auch nicht mehr vor Colin Powell, schenke ich Euch RĂ€tselfreunden das herrliche StĂŒckchen vom Osama, der angeblich nowhere to run and to hide hat. (7)

Den Prediger und Chef der europĂ€ischen MuslimbrĂŒder Tariq Ramadan haben einige von Euch fĂŒr die gesuchte Person gehalten. Warum? Wie kann einer annehmen, daß er die Globalisierung fĂŒr die Ideologie der Eroberung und der Unterwerfung hĂ€lt? Er weiß, daß es der Islam ist. Mein Archiv ist voll von diesem Hochstapler, der angeblich zwei Magisterexamen und zwei Promotionen auf sich vereint:

At the University of Geneva, I studied philosophy and French literature and, after completing two MA degrees, continued with a PhD on the concept of suffering in Nietzsche´s philosophy and later another PhD in Islamic Studies about contemporary Islamic reformist thinkers from Jamal El-Din El-Afghani to Hassan Al-Banna. An der Genfer UniversitĂ€t studierte ich Philosophie und französische Literatur, und nachdem ich zwei MA Examen erworben hatte, fuhr ich fort mit einem Doktorat (PdD) ĂŒber das Konzept des Leidens in Nietzsches Philosophie und spĂ€ter mit noch einem Doktorat (PhD) in Islamischen Studien, ĂŒber zeitgenössische islamische reformistische Denker, von Jamal Ed-Din El-Afghani bis Hassan al-Banna. (8)

Was Susan Sontag angeht, so haben die drei Einsender ihres Namens etwas verwechselt. Susan Sontags Vater Jack Rosenblatt fĂŒhrt einen Pelzhandel in China, dort stirbt er aber schon 1938 an Lungentuberkulose. Ihre Verehrung fĂŒr Leni Riefenstahl mag Euch auf die Spur gebracht haben; Linke, Alt-&Neo-Nazis haben immer BerĂŒhrungspunkte, manche sogar BerĂŒhrungslinien, -flĂ€chen oder gar -wĂŒrfel, -quader, -kugeln.

Zum Gedenken an Susan Sontag und ihren Vater Jack Rosenblatt widme ich ihnen eines meiner Lieblingslieder, gedichtet von Konstantin Simonow, ĂŒbersetzt von Dshu Bailan, das ist Klara Blum, aus Czernowitz, verschlagen 1947 nach China; vertont von Matwey Isaakowitsch Blanter und gesungen von Ernst Busch. Seit 23. August 2008 ist das Lied auf YouTube anzuhören. Danke dafĂŒr! (9)

Es bleibt noch der Jesuit und katholische Theologieprofessor Christian Troll, Freund des Tariq Ramadan. Der hat, wie alle Einsender richtig befinden, nicht viel mit den Reden der Marine Le Pen gemein, sondern er rastet und ruht nicht, den Islam in Deutschland und Europa zu etablieren. DafĂŒr ehren ihn MuslimfunktionĂ€re und verleihen ihm Preise, einen, den Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis, erhĂ€lt er am 4. November 2007 vom Zentralinstitut Islam-Archiv in Soest aus der Hand des Konvertiten Mohammed Salim Abdullah alias Herbert Krawinkel, aus Salzuffeln, wie wir Ostwestfalen den lippischen Kurort respektlos nennen. "1683 sind die islamischen Heere des Osmanischen Reiches bis vor Wien gekommen und mußten unverrichteter Dinge wieder zurĂŒckkehren. FĂŒr mich steht fest: Allah schickt die Arbeiter ins Abendland, um den Islam zum Sieg zu fĂŒhren!", meint Herbert Krawinkel. Die Tradition ist ungebrochen; das Islamische Zentral-Institut wird am 18. Dezember 1942 vom Großmufti Haj Amin al-Husseini eröffnet. Also, der Theologieprofessor treibt viel Unfug in der katholischen Kirche, aber die Zitate aus dem RĂ€tsel sind nicht von ihm.

So, liebe RĂ€tselfreunde, das war´s. Danke fĂŒrs Mitmachen!

24. September 2008

(1) Les Intransigeants. Discours NR de Marine Le Pen, 17 septembre 2008
http://tinyurl.com/4zp5ot

(2) Les malus, on les voit toujours, les bonus jamais ... c´est le model mondialiste qui est Ă  reprendre ... on produit Ă  20 000 km et on renvoie les dĂ©chets Ă  10 000 km, c´est un systĂšme anti-Ă©cologiste.

Marine Le Pen : "La crise invalide le libéralisme". Le talk. Orange/Le Figaro.
Le Figaro, 20/21 septembre 2008, p. 5 (nicht online)

Le Talk : Posez vos questions Ă  Marine Le Pen, Les Podcats du Talk,
Le Figaro, 19 septembre 2008 (dort bitte Le Talk anklicken)
http://tinyurl.com/3jlcsu

(3) La massoneria governa l´Europa. Di Mauro Bottarelli da "La Padania"
http://www.disinformazione.it/massoneriagovernaeuropa.htm

La sporca guerra del petroliere Bush. Edizioni Malatempa
http://www.malatempora.com/catalogo/bush.htm

(4) SocietĂ  Editrice Barbarossa
http://www.libroelibri.com/barbarossa.htm

Noam Chomsky - eine Hommage an den Carl-von-Ossietzky PreistrÀger 2004.
18. September 2004
http://www.eussner.net/schaf_2004-09-18_23-16-42.html

Chomsky: Danish cartoons attacked Islam. By Liam Mullen, Greatreporter.com, June 15, 2006
http://greatreporter.com/mambo/content/view/1261/9/

(5) Die Zeitung "El PaĂ­s" interviewt den Konvertiten Mansur Abdussalam Escudero. 10. Februar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-02-10_13-42-39.html

Londres reconoce la poligamia musulmana ... Mansur Escudero: CampeĂłn de la poligamia. Por Javier Monjas, Nuevo Digital International, 7 de febrero de 2008
http://tinyurl.com/3jldc5

Market in Cologne. European Muslim Union, September 1, 2008
http://www.emunion.org/main.aspx?did=5253

(6) Sven Gigold: "Britisches Modell" ĂŒbernehmen! Wir Klimaretter,
22. September 2008
http://tinyurl.com/4txhvo

Wie weiter? Reden und Analysen zum 3.4. und 1.5.2004
http://sandimgetriebe.attac.at/690.html

Oskar Lafontaine auf der Suche nach ÂŽnem neuen Job. Aus dem Archiv einer ehemaligen Linken ... 22. Oktober 2001
http://www.eussner.net/artikel_2005-09-25_14-43-50.html

(7) Bin Laden Has Nowhere To Run, Nowhere To Hide. Madblast
http://tinyurl.com/47vk56

(8) Tariq Ramadan, by Rania al Malky, Egypt Today, The Magazine of Egypt, October 2004
http://www.egypttoday.com/article.aspx?ArticleID=2481

Dr. Tariq Ramadan wird nun allmÀhlich böse! 30. Januar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-01-30_01-43-10.html

(9) Susan Sontag (1933 - 2004). Books and Writers
http://www.kirjasto.sci.fi/sontag.htm

Wart auf mich. Text: Konstantin Simonow, Musik: Matwey Isaakowitsch Blanter, Übersetzung: Klara Blum
http://www.eussner.net/fundsachen_2005-03-27_16-42-14.html

Klara Blum (1904-1971). exil-archiv.de
http://www.exil-archiv.de/html/biografien/blum.htm

Ernst Busch - Wart auf mich. YouTube, added August 23, 2008
http://www.youtube.com/watch?v=enXefBMCDio

(10) Der Jesuit Christian Troll und der Sieg des Islams in Deutschland. Dokumentation. 3. April 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-04-03_20-01-29.html


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