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Die Bertelsmann Stiftung macht uns den Islam schmackhaft

Das Kopftuchtragen lehnt eine Mehrheit von 53% ab, bei einer Zustimmung von 33%. Dabei ist die Zustimmung zum Kopftuch bei den Frauen h√∂her als bei den M√§nnern (38% zu 28%) und bei den 18- bis 29-J√§hrigen h√∂her als bei den √ľber 60-J√§hrigen (34% zu 27%). Das ergibt die Sonderstudie Muslimische Religiosit√§t in Deutschland des Theologen Dr. Martin Rieger und des Projektmanagers Dr. des. Ferdinand Mirbach. Letzterer tingelt gar bis nach Br√ľssel zum Thema Wie religi√∂s ist Europa? Die Landesvertretung Baden-W√ľrttemberg gibt ihm ein Forum, am 17. September 2008, f√ľnf Tage vor der gro√üen Premiere des gemeinsamen Fastenbrechens in der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz der Regierung Baden-W√ľrttembergs. Bei R√ľckfragen m√∂ge man sich an Ferdinand Mirbach, Bertelsmann Stiftung, oder an Dr. Philipp W. Hildmann, von der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) wenden, wei√ü der von der Vertretung Sachsen-Anhalts bei der EU herausgegebene EU-Wochenspiegel Nr. 31/08, vom 4. September 2008, Seite 13. Die Ank√ľndigung ist nicht mehr online. (1)

Dr. Philipp W. Hildmann leitet in der HSS das Referat Werte, Normen und gesellschaftlicher Wandel, der Akademie f√ľr Politik und Zeitgeschehen der HSS. Schon die Einladung des Prof. Dr. Udo Steinbach durch Charlotte Knobloch und die HSS zu den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag Israels legt nahe, das Referat des Dr. Philipp W. Hildmann demn√§chst umzubenennen in "Wandel der Werte und Normen in unserer Gesellschaft". (2)

Prof. Dr. Udo Steinbach macht selbstverfreilich mit bei der Sonderstudie der Bertelsmann Stiftung; Muslimisches Leben in der persischen und arabischen Sprachgruppe [129 KB], lautet sein Beitrag. Wie man sieht, handelt es sich um eine konzertierte Aktion, den Islam in Europa salonf√§hig zu machen, unbeschadet der Tatsache, da√ü er mit Demokratie und Menschenrechten nicht vereinbar ist. Von den fundamentalistischen Muslimvereinigungen √ľber die politischen Stiftungen, den Zentralrat der Juden und der Muslime in Deutschland bis zu den Medien machen alle dabei mit. Schoggo-TV bringt einige Links zu deutschen MSM, die sich von der Studie durchweg positiv beeindruckt zeigen. (3)

J√∂rg Lau kriegt sich vor Begeisterung kaum ein; er lobt die Ergebnisse der Dilletanten, endlich gibt´s ´ne repr√§sentative Umfrage mit strahlenden Ergebnissen. Die Kommentarfunktion wird rasch abgeschaltet, denn es posten dort zu viele Kommentatoren, die dem J√∂rg Lau widersprechen. Es gibt "den Muslim" tats√§chlich nicht, das ist eine Binsenweisheit, aber es gibt den Koran, die Hadithe und die Scharia, f√ľr alle ewig g√ľltig, f√ľr Muslime und Nichtmuslime, die das nur noch nicht richtig begriffen haben. Da ist´s gut tolerant sein; denn Allah wird´s richten, durch seine Handlanger hier auf Erden und von ihm h√∂chstpers√∂nlich dann im Jenseits. (4)

Matthias Kamann, der Mann von WELT, bezeichnet die Sonderstudie gar als Wahrheit √ľber die Muslime in Deutschland, aus 90 Prozent hochreligi√∂ser Muslime macht er schon einmal 92 Prozent, und mehr Frauen als M√§nner sind f√ľr das Kopftuch, ein Beweis daf√ľr, da√ü es sich gar nicht um ein Unterdr√ľckungsmerkmal handeln kann. Die deutschen MSM haben l√§ngst den L√∂ffel abgegeben, sie sind selbst auf dem Trip in den Islam. Gesch√§fte in und mit den islamischen Staaten sowie Teilhabe an den Segnungen durch Petrodollars machen die Reise angenehm, f√ľr manche Medien auch notwendig. (5)

Die Islamische Zeitung der vom Scheichtum Sharjah finanzierten Murabitun druckt die Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung bis auf die Information √ľber den Religionsmonitor unver√§ndert ab. Etwas Besseres als ein solcher Persilschein h√§tte den Konvertiten und ihren Anh√§ngern nicht ins Haus flattern k√∂nnen. (6)

Europe News, Motto: No tolerance for intolerance, No apology for being free, der Sympathien f√ľr die Politideologie Islam unverd√§chtig, dokumentiert die Pressemitteilung im Wortlaut. Dort gibt´s einen Link zum Religionsmonitor. (7)

Mehr als 450 Links bietet Google, die Sonderstudie der Bertelsmann Stiftung betreffend; mehrere deutsche Presseagenturen verbreiten die frohe Botschaft rasch in alle Welt: Muslime in Deutschland sind sehr religi√∂s. Die Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung verlinkt die Ergebnisse in deutsch, englisch, t√ľrkisch. (8)

Wie nicht anders zu erwarten, ist auch Rita S√ľssmuth, CDU, mit von der Partie. Religiosit√§t und Aufkl√§rung schlie√üen sich nicht aus, lautet ihr Statement, auf Seiten 22-23. Sie ist √ľberall vorn, in den USA √ľberwacht sie, im November 2004, die Pr√§sidentschaftswahlen, auf da√ü da nicht gemauschelt werde, und jetzt ist sie eine der Vorreiterinnen bei der Islamisierung der sich christlich w√§hnenden Partei. Fritz Schramma steht nicht allein. Das "C" bedeute nicht mehr "christlich", sondern das sei ein Halbmond, behaupten b√∂se Zungen. Was bei Jesus.de phantasiert wird √ľber die Anzahl der Muslime in Deutschland ist typisch f√ľr die Informationspolitik der willf√§hrigen Medien, die es nicht einmal merken, wenn sie sich in einem kurzen Artikel widersprechen: angeblich leben 3,5 Millionen Muslime in Deutschland, davon (drei Abs√§tze weiter) 2,4 Millionen Sunniten, 130 000 Schiiten und eine halbe Million Aleviten. Woher stammt das Zahlengewirr? Gem√§√ü dem Shia-Forum gibt´s mehr als 200 000 Schiiten in Deutschland, aber selbst dann erg√§be die Summe nur 3,1 Millionen. Woher sind all diese Zahlen? Auf der Site des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) findet man Daten des Statistischen Bundesamtes von Silvester 1998, demnach leben in Deutschland zum Stichtag 2 816 489 Muslime. Na, dann guten Rutsch! (9)

Dr. des. Ferdinand Mirbach wei√ü: In Deutschland leben etwa 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen muslimischer Pr√§gung oder Abstammung. Diese Angaben sind Sch√§tzwerte, die sich aus der Summe von Muslimen mit deutscher Staatsangeh√∂rigkeit (rund eine Million Menschen) und von Migranten aus muslimisch dominierten Staaten ergeben. Die gr√∂√üten Gruppen bilden die rund 2,4 Millionen T√ľrken bzw. T√ľrkischst√§mmigen, gefolgt von 190.000 Bosniern, 130.000 Iranern, 124.000 Marokkanern und jeweils ca. 95.000 Afghanen und Irakern. Die Zahl der deutschst√§mmigen Muslime ‚Äď also vorrangig Konvertiten ‚Äď liegt vermutlich bei 50.000. (8)

Von den Datensammlern werden nicht nur in der Sonderstudie "Muslimische Religiosit√§t in Deutschland" gezielt 2007 in Deutschland lebende Muslime √ľber 18 Jahre repr√§sentativ befragt, sondern "Jekami", jeder kann vollst√§ndig anonym mitmachen bei einer 20 Minuten dauernden Umfrage im Internet: Ihre Religion ist gefragt. Der Fragenkatalog ist lesenswert; um ihn bis zum Schlu√ü lesen zu k√∂nnen, mu√ü man die Fragen beantworten, woran ich mich fr√∂hlich begebe. Nun besitze ich ein pers√∂nliches Religiosit√§tsprofil. In √∂ffentlicher Praxis und Du-Erfahrung liege ich hinter dem deutschen Durchschnitt; Liebe, Geborgenheit, Zorn, Schuld, Angst sind mir keine religi√∂sen Kategorien, na ja, ich habe eben zu wenig religi√∂se Gef√ľhle f√ľr Gott oder etwas G√∂ttliches, und zur religi√∂sen Kerndimension der Erfahrungen mit einem g√∂ttlichen "Gegen√ľber" dringe ich ebenfalls nicht vor, moteassefaneh; daf√ľr ist mir eine mittlere All-Erfahrung verg√∂nnt - wenigstens etwas! (10)

Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht in ihrer Pressemitteilung zur Vorstellung der Sonderstudie in Berlin, am 26. September 2008, ein Foto, auf dem zwei bekopftuchte Damen zu sehen sind. Heißt es, daß es ihnen noch nicht reicht mit den 33 Prozent Zustimmung zum Kopftuch? Sollen alle Frauen zustimmen zur fundamentalistischen Uniform? (11)

Zu den Ergebnissen der Studie ist folgendes zu sagen:

Es geht mit dem Motto des Projektes los: Die Rolle der Religion in der modernen Gesellschaft. F√ľr den Islam aber m√ľ√üte das Motto hei√üen "Die Rolle der modernen Gesellschaft in der Religion".

Dr. Martin Rieger und Ferdinand Mirbach sind keine Orientalisten, nicht einmal im Nebenfach, was sie als Berater der Bundesregierung qualifiziert; sie maßen sich an, im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Muslime frisch darauf los zu befragen, telefonisch (!) wie Idea berichtet. (12)

Wer als Native/Aborigen Europas je ob telefonischer Umfragen den H√∂rer genervt in die Gabel geworfen hat, der wei√ü, wovon die Rede ist. Was das aber f√ľr Muslime bedeutet mit ihren bescheidenen Deutschkenntnissen, das sollte die Bertelsmann Stiftung mitteilen. Wer hat etwas verstanden, hat geantwortet, wieviele haben das Interview verweigert? Wie wird die Aufrichtigkeit der Befragten eingesch√§tzt? Schon einmal von Taqiyya geh√∂rt? Einfach bei Wikipedia nachschauen und sich Grundkenntnisse des Islams aneignen: Der Koran erlaubt in Notsituationen ... die vordergr√ľndige Freundschaft mit Feinden des Islams (Sure 3, Vers 28). Selbst wenn der Interviewer an Muslime ger√§t, die perfekt deutsch sprechen, was meinen Dr. Martin Rieger und Ferdinand Mirbach, werden sie mehrheitlich antworten auf diese Fragen: Wie h√§ufig beten Sie? Wie h√§ufig meditieren Sie? Die Muslime sollten dem Interviewer erkl√§ren, da√ü sie am liebsten sofort in den Glaubenskrieg z√∂gen, da√ü nicht genug Kuffar abgeschlachtet werden k√∂nnten, da√ü Christen stinken, da√ü sie nichts mit ihnen und erst recht nichts mit Juden zu tun haben wollen - sollten sie derartige √úberzeugungen haben? Wie naiv oder b√∂swillig mu√ü man sein, um solche Ergebnisse wie die der Sonderstudie als wissenschaftlich zu verkaufen? (13)

Ihre Religiosit√§t ist gefragt, hei√üt´s im Religionsmonitor. Man geht zur Umfrage und sieht das Dilemma, in das Muslime von Anfang an geraten: Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Lebensbereiche? wird dort gefragt. Die Religiosit√§t ist eine unter sieben, die anderen sind eigene Familie mit Kindern, Ehepartner/Lebenspartner, Arbeit und Beruf, Freizeit, Politik und Bildung. Jeder wei√ü, welche gro√üe Bedeutung f√ľr alle aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten stammenden Menschen die Familie hat; welchen Wert immer der Befragte daf√ľr angibt, die Religiosit√§t wird ein Muslim nicht darunter einstufen, erst recht nicht per Telefon, dazu ist er den Ungl√§ubigen gegen√ľber viel zu mi√ütrauisch; aus dem Islam ergibt sich erst der Wert der anderen sechs Bereiche. Es ist f√ľr keinen Muslim denkbar, au√üer vielleicht f√ľr die hartgesottenen des Verbandes der Ex-Muslime, die anderen Lebensbereiche als ziemlich oder sehr wichtig zu bezeichnen und die Religiosit√§t dann etwa als gar nicht, wenig oder mittelwichtig.

Wegen der besonderen Bedeutung und Aktualit√§t von Religion in der modernen Gesellschaft bedarf es verl√§sslichen Datenmaterials, auf das sich die Diskussionen st√ľtzen k√∂nnen, meint die Bertelsmann Stiftung. Recht betrachtet, k√∂nnen √ľberhaupt nur Personen, die nichts vom Islam wissen, eine solche Studie auflegen und S√§tze wie diesen von sich geben, allenfalls noch Islamologen; Orientalisten w√ľrden die Finger abfallen, wenn sie solches Propagandawerk produzieren m√ľ√üten.

Sehr bizarr ist der Zentralindex, der wird n√§mlich nicht ver-, sondern gedichtet: Hochreligi√∂se, Religi√∂se und Nichtreligi√∂se; es ist atemberaubend, wie deutsche Dilletanten sich den Islam hinbiegen. Sie erhalten angeblich umfangreiche Befunde √ľber die Bedeutung von Religiosit√§t f√ľr die Individuen und ihre Lebensbereiche, die Individuen sind in diesem Fall Muslime. Es ist dennoch interessant, sich auf die Informationen √ľber die Prozentzahlen der Ergebnisse einzulassen und einige von ihnen in absoluten Zahlen vorzustellen. Geht man mit Dr. des. Ferdinand Mirbach von 3,5 Millionen Muslimen aus, davon 1,9 Millionen Sunniten und 500 000 schiitische Aleviten aus der T√ľrkei, 190 000 Sunniten aus Bosnien, 130 000 Schiiten aus dem Iran, 124 000 Sunniten aus Marokko, 95 000 Afghanen und Iraker, gesch√§tzt je die H√§lfte Sunniten und Schiiten, sowie 50 000 Konvertiten, mehrheitlich sunnitisch, dann kommt man ungef√§hr zu folgenden abgerundeten Ergebnissen: In Deutschland leben etwa 2,2 Million religi√∂ser und eine Million hochreligi√∂ser sowie 175 000 nichtreligi√∂ser Muslime. (8)

Zu erstaunlichen Ergebnissen kommen Umfragende, die wenig Ahnung vom Islam haben, √ľber unmittelbare Auswirkungen auf die Einstellung zu bestimmten Lebensbereichen. W√§hrend der Glaube auf Kindererziehung, den Umgang mit der Natur, mit Krankheit, Lebenskrisen oder wichtigen Lebensereignissen in der Familie gro√üe Auswirkungen habe, gebe es eine solche nur f√ľr eine Minderheit bei der Wahl des Ehepartners, f√ľr die Partnerschaft, Sexualit√§t, Arbeit und Freizeit. Das widerspricht jeder Erfahrung. Noch heute tobt durch die franz√∂sischen Bl√§tter das ungl√ľckselige Paar, dessen weiblicher Teil sich in der Hochzeitsnacht nicht als Jungfrau herausstellt. Der im islamischen Sinne geh√∂rnte Br√§utigam will weiterhin die Ehe annullieren, die Braut ist islamisch korrekt einverstanden, nur die noch westlichen Gesetze Frankreichs stehen dem entgegen. Was ist mit Zwangsehen, Verheiratung von minderj√§hrigen M√§dchen, mit Polygamie; was ist mit Gebetsr√§umen am Arbeitsplatz und in Schulen, mit getrennten Schwimmzeiten "nur f√ľr Muslimas", wo also nicht einmal origin√§r deutsche Frauen mitschwimmen d√ľrfen? Anworten zu diesem Fragenkomplex sind wahrscheinlich bestimmt von Taqiyya. Damit geht´s gleich weiter:

F√ľr die politische Einstellung sei die Religiosit√§t wenig ma√ügeblich, sagt die Sonderstudie aus. 16 Prozent der Befragten, in absoluten Zahlen etwas mehr als eine halbe Million Muslime, erkl√§ren das, und 65 Prozent lehnen demnach eine eigene islamische Partei ab; das w√§ren zwei Millionen kluger Muslime, die nach dem Motto des Konvertiten Dr. Wilfried Murad Hofmann den Marsch von Muslimfunktion√§ren durch die Institutionen f√ľr erfolgreicher halten. Von den 68ern lernen, hei√üt siegen lernen: (14)

Wir m√ľssen durch Parteieintritt - in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien - dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden, fordert Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D., im Gespr√§ch mit FDP-Funktion√§r Aiman A. Mazyek, vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), seine muslimischen Glaubensbr√ľder und -schwestern auf. Aiman A. Mazyek ist Chefredakteur des Online-Auftritts des ZDM, Vorsitzender des ZDM ist der FDP-Funktion√§r Dr. Ayyub Axel K√∂hler.

Die Pressemitteilung kommt nun zu den verh√§ngnisvolleren Fehleinsch√§tzungen: Insgesamt, so die Erkenntnis der Studie der Bertelsmann Stiftung, ist die hohe Religiosit√§t der Muslime in Deutschland gepaart mit einer sehr pluralistischen und toleranten Einstellung. 67% der Muslime bejahen f√ľr sich, dass jede Religion einen wahren Kern hat, unter den Hochreligi√∂sen mit 71% sogar etwas mehr. 86% finden, man sollte offen gegen√ľber allen Religionen sein.Nur 6% finden das nicht. Das m√∂ge nicht der Imam h√∂ren; denn entweder platzt er darob vor Wut, oder vor Lachen - wahrscheinlich letzteres. Wenn etwas der Lehre der Politideologie Islam entgegensteht, dann das. Wenn Taqiyya in Aktion besichtigt werden kann, dann hier, wie auch im folgenden: 24% aller Muslime sind der Ansicht, dass in religi√∂sen Fragen ihre eigene Religion vor allem Recht hat und andere Religionen eher Unrecht haben, 52% stimmen dieser Aussage nicht zu. Nur eine Minderheit von 31% der in Deutschland lebenden Muslime glaubt, dass vor allem Muslime zum Heil gelangen. Da feixt nicht nur der Imam, sondern jeder, der Grundkenntnisse des Islams besitzt.

In absoluten Zahlen, bei Annahme von 3,5 Millionen Muslimen in Deutschland: angeblich nur 840 000 Muslime meinen, ihre Religion habe vor allem Recht, 1,8 Millionen stimmten dem nicht zu, mehr als zwei Millionen Muslime relativierten angeblich ihren Glauben, 2,6 Millionen stellten ihn offen neben andere Religionen, nur eine Million Muslime seien ihrem Glauben treu, er allein f√ľhre zum Heil. Da freut sich Prof. Dr. Rita S√ľssmuth, die ehemalige Vorsitzende des Sachverst√§ndigenrats f√ľr Zuwanderung und Integration: "Diese neuen Ergebnisse des Religionsmonitors brechen viele Klischees auf. Bislang wurde beispielsweise die Religiosit√§t der Muslime als sehr politisch wahrgenommen, doch tats√§chlich spielen bei den Muslimen Politik und die politische Einstellung eine sehr untergeordnete Rolle." Dr. Martin Rieger, der Leiter des Programms Geistige Orientierung und Verantwortliche f√ľr das Studie genannte Agitprop, versteigt sich zu der Einsch√§tzung, da√ü "die Religiosit√§t als zivilgesellschaftliche Ressource auch f√ľr den Integrationsprozess noch intensiver wahrgenommen werden kann. Das betrifft gewiss auch die Frage eines angemessenen Religionsunterrichts."

Ein Blick in die 91 Seiten des Religionsmonitors 2008. Muslimische Religiosit√§t in Deutschland lohnt sich. Das Titelblatt ziert ein √§ltlicher Muslim, der sein Tasbih schlenkert. Ya moft, ya moft, pflegt man im Iran dazu zu murmeln, geschenkt! Neben ihm sitzt ein kleines, noch nicht bekopftuchtes blondes M√§dchen, vielleicht eine Nochnicht-Muslima. Das ist f√ľr die Bertelsmann Stiftung der Islam in Deutschland. Auch die Fotos der Sonderstudie sind sehenswert: prunkvolle Moscheen mit Kristall√ľstern, bekopftuchte kleine M√§dchen und junge Frauen, betende Frauen im Hijab, ein den Koran lernender kleiner Junge, ein Gro√üfoto der Diyanet T√ľrk Islam K√ľlt√ľr Dernegi Merkez Camii, DITIB, auf einer verfallenden Mauer, die Notwendigkeit neuer Moscheen zeigend, betende Muslime und Imame, verh√ľllte M√§dchen, ein Muslim, der einer Frau reinigendes Wassr √ľber die H√§nde gie√üt, ein Foto vom "Moscheeweg", ein √§lterer Muslim, der seine verschleierte Frau oder Tochter umarmt, sein Gesicht ist zu sehen, ihres nicht, mit erhobenem Hintern betende Muslime, dazwischen ein sehr kleiner Junge, noch (!) aufrecht, ein kleiner Junge vor einer Schultafel, auf der mit Kreide Lehren des Islams aufgeschrieben sind wie diese: Mohammed (sic!) hat den Menschen Gottes Wort gebracht, ein westlich aussehendes junges M√§dchen, mit einem jungen Mann, wahrscheinlich einem Muslim, in den Koran schauend, bei einer Demonstration vornweg untergehakt schreitende junge Muslimas, dahinter die M√§nner, ein junges M√§dchen, lesend unterm Baum, zwei tanzende Derwische, in seinerzeit von Mustafa Kemal Atat√ľrk verbotenen Riten, Muslime in Mekka, Mutter und Tochter, beide unverschleiert, beim Essen, ein alter Muslim mit Bart, eine verschleierte Muslima vorm PC, und vor der Bertelsmann Stiftung zwei M√§nner von hinten, einer von vorn, alle drei sicherlich keine Muslime, sondern solche, denen der Islam und die Muslime eine Herzensangelegenheit sind.

Auf der hinteren Umschlagseite lautet der erste Satz: 90 Prozent der Muslime in Deutschland sind religiös, 41 Prozent davon sogar hochreligiös. Das wären ungefähr 1 900 000 religiöse und 1 200 000 hochreligiöse Muslime.

Wenn das der Islam in Deutschland ist, dann armes Deutschland!

Im Inhaltsverzeichnis trifft man auf alte Bekannte, den Gro√ümufti von Europa Dr. Mustafa Ceric, einen an der Al-Azhar Universit√§t ausgebildeten Imam, vorgestellt als Symbol des bosnischen Widerstandes bei der Belagerung von Sarajevo, zwischen 1992 und 1996. Strategisch verfolgt Dr. Ceric ein langfristiges Ziel; n√§mlich im Zuge eines umfassenden Reframings des √∂ffentlichen Diskurses dem Islam in Europa den ihm geb√ľhrenden, gesellschaftlichen Platz zu verschaffen. Dies alles mit enger Beratung der internationalen, islamischen Gemeinschaft - nat√ľrlich auch der arabischen Seite, schreibt der Konvertit Rudolf Reshad Steinmetz, Berichterstatter der Islamischen Zeitung. Als Mitstreiter in diesem Projekt der Islamisierung wirken "Gr√ľnhelm" Dr. Rupert Neudeck, Pater Dr. Lothar Bily, von der Philosophisch-theologischen Hochschule Benediktbeuern, Dr. Rainer Oechslen als Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern f√ľr interreligi√∂sen Dialog und Islamfragen sowie Prof. Dr. Mathias Rohe, Rechts- und Islamwissenschaftler von der Universit√§t Erlangen; die Bertelsmann Stiftung, w√§re zu erg√§nzen. (15)

Die bekopftuchte Hamideh Mohagheghi, Juristin und Theologin, kommentiert die Ergebnisse der persischen Sprachgruppe: Mich hat die hohe Religiosit√§t erfreut. Damit, dass 84 Prozent der Befragten religi√∂s sind und davon sogar 27 Prozent hochreligi√∂s, hatte ich nicht gerechnet. Da wird sich Prof. Dr. Udo Steinbach freuen. Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Kr√§mer, FU Berlin, der Konvertit Prof. Dr. Harry Harun Behr, seit SS 2006 Professor f√ľr Islamische Religionslehre an der Universit√§t Erlangen-N√ľrnberg, Prof. Dr. Barbara John, bekannt f√ľr ihre Freundschaft zur DITIB, in der CDU genannt "T√ľrkenb√§rbel", tragen zu der Sonderstudie bei. (16)

Dr. des. Ferdinand Mirbach stellt auf Seite 80 der Studie eine Zeittafel ein. Von Mohammed bis in die Gegenwart. Dort verk√ľndet er unter dem Datum "um 610": Berufung Mohammeds durch den Engel Gabriel. Dann ist alles klar. Der Wissenschaftler ist konvertiert, oder warum identifiziert er sich mit der Lehre des Islams? 622: Hidschra (√úbersiedlung) des Propheten nach Jathrib (Medina). Ein kleiner Vermerk √ľber die Ausrottung der dort lebenden j√ľdischen St√§mme w√§re angebracht. 1961: Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der T√ľrkei. Es fehlt der Hinweis da√ü die am 31. Oktober 1961 zwischen Deutschland und der T√ľrkei vereinbarte Anwerbung mit dem am 23. November 1973 von der Bundesregierung beschlossenen generellen Anwerbestopp f√ľr s√§mtliche Anwerbel√§nder endet. Es ist bei Wiki nachzulesen. Vielleicht ist es dem Forscher nicht bewu√üt, weil man in Deutschland nichts davon merkt?

Der Versuch der Bertelsmann Stiftung, den Deutschen Sand in die Augen zu streuen mit einer Studie √ľber den hochreligi√∂sen aber friedlichen Islam, ist schon irre. "G√ľtersloh macht die T√ľren auf, XX kommt im Dauerlauf!" oder "Du geh√∂rst nach G√ľtersloh!" sagt man im Ostwestf√§lischen. (17)

Die Bertelsmann Stiftung ist schon dort.

27. September 2008
Mit neuen Links, zum Tag der deutschen Einfalt, 3. Oktober 2008

Quellen

(1) EU-Wochenspiegel. Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der
Europäischen Union
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=505

Was ist deutsche Identität? Tagungsbericht von Ferdinand Mirbach, M.A., HSS,
6. März 2006
http://www.hss.de/downloads/060302_TB_Deutsche_Identitaet.pd f

Europäische Arbeitsmarktpolitik. Viel Lärm um Nichts? Tagungsbericht von Ferdinand Mirbach, M.A., HSS, 16./18. Oktober 2007
http://www.hss.de/downloads/071016_TB_Arbeitsmarktpolitik.pd f

(2) Charlotte Knobloch und das M√ľnchner Podium der Feierlichkeiten. 2. Juni 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-06-02_22-27-13.html

(3) Studie √ľber Muslime in Deutschland. Schoggo-TV, 26. September 2008
http://blog.schoggo-tv.de/2008/09/26/studie-ueber-muslime-in -deutschland/

(4) Muslime in Deutschland: hoch religiös und tolerant. Von Jörg Lau, ZeitOnline, 26. September 2008
http://tinyurl.com/46xfpn

(5) Die Wahrheit √ľber die Muslime in Deutschland. Von Matthias Kamann, WeltOnline, 26. September 2008
http://tinyurl.com/3llhbx

(6) 26.09.2008 Neue Bertelsmann-Studie: Muslime in Deutschland sind sehr religiös und orientieren sich auch im Alltag an ihren Glaubensvorstellungen. Politik spielt "eine sehr untergeordnete Rolle", Islamische Zeitung
http://www.islamische-zeitung.de/index.cgi?id=10851

(7) Studie: Muslime in Deutschland sind sehr religiös und orientieren sich auch im Alltag an ihren Glaubensvorstellungen. Europe News, 26. September 2008
http://europenews.dk/de/node/14438

Religionsmonitor 2008. Muslimische Religiosität in Deutschland. Überblick zu religiösen Einstellungen und Praktiken. Bertelsmann Stiftung
http://tinyurl.com/3plogg

(8) Muslime in Deutschland sind sehr religi√∂s und orientieren sich auch im Alltag an ihren Glaubensvorstellungen. Bertelsmann Stiftung, Pressemeldung. G√ľtersloh,
26. September 2008
http://tinyurl.com/4de6lf

(9) Muslime in Deutschland sind sehr religi√∂s. Rita S√ľssmuth fordert "Bildung durch Religion". Jesus.de, 26. September 2008
http://tinyurl.com/4pu653

Was haltet ihr von den ansteigenden Anzahl der Ahlul Sunna in Deutschland?
Shia-Forum, 12. September 2008
http://www.shia-forum.de/index.php?showtopic=17541

VII.11 Anzahl der Muslime in Deutschland. Häufig gestellte Fragen. ZMD
http://islam.de/1640.php

(10) Der Religionsmonitor stellt sich vor
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/3 6787.htm

(11) Der Religionsmonitor stellt sich vor. Bertelsmann Stiftung
http://www.religionsmonitor.com/

(12) Muslime in Deutschland religiöser als Gesamtbevölkerung, idea.de,
26. September 2008
http://tinyurl.com/44jeam

(13) √úber den Religionsmonitor. Bertelsmann Stiftung, S. 6
http://www.religionsmonitor.com/files/Ueber_den_Religionsmon itor.pdf

Wikipedia. Taqiyya
http://de.wikipedia.org/wiki/Taqiyya

(14) Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland,
im Gespräch mit islam.de. 30. August 2004
http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html

(15) Des Abendlands muslimische Seele. Universit√§t M√ľnchen: Resum√©e einer hochkar√§tigen Vorlesung √ľber den so genannten "Euro-Islam". Von Rudolf Reshad Steinmetz, Islamische Zeitung, 5. Dezember 2007
http://www.islamische-zeitung.de/?id=9703

Die Murabitun in Bayern. 9. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-09_22-58-25.html

(16) Immigration: Mit langem Atem an die "Jahrhundert-Aufgabe". Von Amory Burchard, Tagesspiegel, 13. April 2001
http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2046663

(17) LWL-Klinik G√ľtersloh
http://www.lwl.org/LWL/Gesundheit/psychiatrieverbund/K/lwl_k linik_guetersloh/

Siehe dazu auch:

Muslimstudie ist wertlos. Gastbeitrag von Yaab, PI, 3. Oktober 2008
http://www.pi-news.net/2008/10/muslim-studie-ist-wertlos/

Tag der deutschen Einfalt. Yaabs Leiter, 3. Oktober 2008
http://www.bio-wiese.de/yaabsleiter/einheit.htm

Schäuble: Islam und Demokratie sind vereinbar, PI, 27. September 2008
http://tinyurl.com/3frny4

"... dass Coca Cola Schnaps enthält", Politically Incorrect, 27. September 2008
http://www.pi-news.net/2008/09/dass-coca-cola-schnaps-enthae lt/

Studie: Ein Viertel der jungen Muslime in Deutschland gewaltbereit, Ad Hoc News, 20. Dezember 2007
http://tinyurl.com/3vh8sz

"Religionsmonitor". "70 % der Bundesb√ľrger religi√∂s"? Nein. Von C.F., Humanistischer Pressedienst, 16. Dezember 2007
http://hpd.de/node/3464/


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