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Hamas: Khaled Mashaal gewährt dem "Figaro" ein Interview

Die Seite 6 des Figaro, vom 6. Oktober 2008, ist insgesamt dem Nahostkonflikt gewidmet, angefangen mit Bernard Kouchners gro√ü aufgemachtem Gef√ľhl, da√ü etwas im Begriff sei zu passieren, und seinen Ansichten √ľber den Plan von Annapolis, der keine Fortschritte mache. "Es liegt was in der Luft, in der Luft, in der Luft," k√∂nnte man tr√§llern, wenn´s nicht so traurig w√§re. Nach einem zweit√§gigen Besuch in Israel und den pal√§stinensischen Gebieten f√ľhlt der Au√üenminister Frankreichs mit vorsichtigem Optimismus, da√ü sich psychologisch etwas ge√§ndert habe. Es fehlt noch, da√ü er den Kaffeesatz befragt. Der Jerusalem-Korrespondent Adrien Jaulmes berichtet: Aucun document n´est bien s√Ľr sur le point d´√™tre sign√©, ein zu unterzeichnendes Dokument gibt es selbstverst√§ndlich nicht, das Ziel von Annapolis, bis Ende 2008 zu einem Friedensabkommen zu gelangen, sei nicht erreicht. (1)

Das wissen alle bereits vor Annapolis, ich habe die Diskussion darum während meines Aufenthaltes in Israel verfolgt. Eines der Hindernisse, zu irgendeinem positiven Schritt zum Frieden zu kommen, ist die Haltung der Hamas zum Projekt. (2)

Auf dem Saban Forum 2007, das in Jerusalem am Vortage der Annapolis-Konferenz stattfindet und sich mit den dort zu behandelnden Themen befa√üt, beklagen im Rahmen des beginnenden Wahlkampfes die Abgeordneten der Demokraten Gary Ackerman, Vorsitzender des Unterausschusses f√ľr den Nahen Osten und S√ľdasien, und Howard Berman, Vorsitzender des Ausschusses f√ľr Ausw√§rtige Angelegenheiten, gemeinsam mit anderen am Forum teilnehmenden Abgeordneten des US-Kongresses in der Jerusalem Post die mangelhafte Vorbereitung der Konferenz. Gary Ackerman ist sich darin mit hochrangigen Pal√§stinensern einig, die ebenfalls heftige Kritik an dem Projekt √ľben. Die Kr√∂nung seiner Auslassungen ist wohl diese: (3)

"How do you make peace with half of a wanna-be country?" he asked, referring to the exclusion of Hamas, which currently controls the Gaza Strip, from the summit.

Man gewinnt eine Vorstellung davon, was Israel erwartet, wenn Politiker wie Gary Ackerman unter einem zuk√ľnftigen Pr√§sidenten Barack Hussein Obama noch mehr Einflu√ü bekommen. Wider besseres Wissen erkl√§rt er die Nichtteilnahme der Hamas als exclusion of Hamas from the summit. (4)

In der Jerusalem Post, vom 6. November 2007, schreibt AP-Korrespondent Albert Aji unter dem Titel Hamas leader: Annapolis is US ´distraction´ to attack Iran, da√ü der F√ľhrer der Hamas Khaled Mashaal von seinem Sitz in Damaskus aus die pal√§stinensischen F√ľhrer warne, Zugest√§ndnisse zu machen. Auch sollte kein Araber an dieser falschen Konferenz teilnehmen, w√§hrend sich die USA f√ľr das echte Spiel vorbereiteten. Er sagt: "No one is authorized to give up an inch of land, exchange it or give up the right of return." Etwas ausf√ľhrlicher steht es in Artikel 11 des Hamas Covenant. Khaled Mashaal wiederholt diese Forderung seit vielen Jahren gebetsm√ľhlenartig; es sind immer die mit frommen W√ľnschen, speziellen Interessen und oft mit geringer Sachkenntnis in die Verhandlungen gehenden Vertreter der USA und der EU, die anderes in die klaren Worte hinein interpretieren; der Fehler des Vorsitzenden des Politb√ľros der Hamas ist das nicht.

Das Ergebnis des permanenten Mi√üverst√§dnisses ist, da√ü viele israelische Politiker es allm√§hlich leid sind und erm√ľden, und der korrupte Ehud Olmert, anstatt seine Aufgaben wahrzunehmen, sehr zur Begeisterung der Europ√§er erkl√§ren kann, da√ü es notwendig sei, fast das gesamte besetzte Territorium und Teile Jerusalems zu verlassen. So findet es Khaled Mashaal gewi√ü in Ordnung; er braucht nicht zu verhandeln, sondern sich nur zur√ľckzulehnen und die Zeit arbeiten zu lassen. Das von ihm zum Interview im Figaro ver√∂ffentlichte Foto, das ihn residierend in einer gepflegten Wohngegend von Damaskus zeigt, strahlt genau das aus. Auf dem Foto dar√ľber dagegen sieht man einen jungenhaften Bernard Kouchner, der gestikulierend den Verteidigungsminister Ehud Barak begr√ľ√üt; man kann es im Internet in bunt bewundern. Das Foto soll wohl Dynamik signalisieren?

Jedenfalls ist der Minister ein Leichtgewicht, wie man bereits aus seiner Zeit im Kosovo weiß, das Balkanforum nennt ihn gar einen Verbrecherboss. Jetzt wirkt er als Plaudertasche, die der Tageszeitung Haaretz erzählt, Israel werde den Iran angreifen, Israel werde den Iran aufessen, "eat", was er nicht gesagt haben will, sondern "hit", schlagen, treffen. Kouchner told reporters he is optimistic about the peace process following his talks with Palestinian and Israeli officials and said there was a "very positive vision of peace" on the Israeli side. Kouchner sagte Reportern, er sei nach den Gesprächen mit palästinensischen und israelischen Beamten optimistisch, den Friedensprozeß betreffend, bei den Israelis sei eine "sehr positive Vorstellung von Frieden" gewesen. Und was ist bei den Palästinensern? (5)

Mit Khaled Mashaal rechnet der Au√üenminister nicht. Der Figaro bringt ihn in Erinnerung durch ein exklusives Gespr√§ch, das Renaud Girard mit ihm in Damaskus f√ľhrt. Wie v√∂llig daneben die Vorstellungen der Politiker und Medien Frankreichs √ľber ihre Rolle und F√§higkeiten im Nahen Osten sind, sieht man schon an der √úberschrift zum Interview, das Khaled Mashaal zitiert, der nach mehrfachen R√ľckfragen endlich verlauten l√§√üt, was man von ihm h√∂ren will: "Sarkozy doit donner une impulsion vitale √† la paix", Sarkozy mu√ü einen wesentlichen Ansto√ü zum Frieden geben. (6)

Der Auslandskorrespondent Renaud Girard ist bekannt f√ľr seine Sympathien f√ľr den Iran und Syrien. F√ľr ihn sei Mahmud Ahmadinejad ein Staatsmann, die Reinkarnation von John F. Kennedy, trotz seiner relativen Jugend eine ausgewogene Pers√∂nlichkeit, zitiert ihn die Site Iran-resist. Ist er verr√ľckt geworden, oder war er das immer? Iran-resist meint, er war´s wohl immer, wenn er schreibe: Wie alle gro√üen Politiker ist er ein Mann, der gleichzeitig eine Vision hat f√ľr sein Land und eine Strategie, sie durchzusetzen. Comme tous les grands politiques, c´est un homme qui dispose √† la fois d´une vision pour son pays et d´une strat√©gie pour la mettre en oeuvre. (7)

Die Einsch√§tzung best√§tigt sich; denn Renaud Girard leitet das Interview mit einem der verschlossensten M√§nner des Nahen Ostens ein mit einer Schelte an Israel, die USA und Europa, die Hamas als "terroristisch" zu boykottieren, sie habe im Jahr 2006 unter internationaler Aufsicht und demokratisch die Wahlen gewonnen. Er setzt Anf√ľhrungszeichen und dokumentiert damit, da√ü er die Hamas nicht f√ľr eine terroristische Organisation h√§lt.

Mit Abstand die meisten Selbstmordattentate werden von der Hamas in Auftrag gegeben. Ariel Merari nennt im Jahr 2005 diese Zahlen: Die Auftraggeber der Morde sind (in Klammern die Anzahl der Toten) die Hamas (80), der PIJ (44), die Fatah (36), die PFLP (9), und 13 Opfer werden von je zwei Terrorgruppen gemeinsam verantwortet. Samar Sabih, die erste Selbstmordattent√§terin, wird ebenfalls von der Hamas losgeschickt. Das l√§√üt Renaud Girard unbeeindruckt, f√ľr ihn ist es ausreichend, da√ü eine Bev√∂lkerung mehrheitlich eine Partei "demokratisch" gew√§hlt hat. Die NSDAP ist seinerzeit ebenfalls "demokratisch" gew√§hlt worden. Khaled Mashaal wird im Interview vom jeu d√©mocratique sprechen, vom demokratischen Spiel. Diese Einsch√§tzung kennt man auch vom t√ľrkischen Ministerpr√§sidenten Recep Tayyip Erdogan, vom Europa-Chef der Muslimbr√ľder Tariq Ramadan und vom FDP-Funktion√§r und Generalsekret√§r des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek. F√ľr sie ist die Demokratie eine l√§stige Durchgangsphase zur absoluten Herrschaft des Islams. (8)

Khaled Mashaal hat mit seinem Interviewpartner leichtes Spiel; er erz√§hlt ihm, wie er´s sieht, und Renaud Girard ist´s zufrieden. Die Forderungen, die Israel erf√ľllen mu√ü, damit die Hamas √ľberhaupt erw√§gt, in Verhandlungen einzutreten, sind diese vier, die Khaled Mashaal im Verlauf des Interviews mehrfach wiederholt:

1) le retour aux frontières de 1967 ;
2) le respect du droit au retour des réfugiés ;
3) le respect des droits des Palestiniens sur Jérusalem Est ;
4) le démantèlement des colonies de peuplement.

1. Die R√ľckkehr zu den Grenzen von 1967;
2. Die Anerkennung des R√ľckkehrrechts der Fl√ľchtlinge;
3. Die Anerkennung des Rechtes der Palästinenser auf Ostjerusalem;
4. Der Abbau der Siedlungen.

Das ist dem Interviewer keine R√ľckfrage wert. Die vier Forderungen h√§tten Punkt f√ľr Punkt Gegenstand der Verhandlung mit Israel zu sein. Der F√ľhrer der Hamas macht zur Voraussetzung f√ľr Verhandlungen utopische Ergebnisse, was nichts anderes bedeutet, als da√ü er nicht verhandeln will. Solches verwundert nur denjenigen, der die Verfassung der Hamas nicht kennt oder sie kennt, ihren Inhalt aber den Lesern verschweigt. Hier sind die entsprechenden Artikel, die den Anspruch auf ganz Pal√§stina als Waqf formulieren, als nicht verhandelbares islamisches Gebiet. Sogenannte friedliche L√∂sungen und internationale Konferenzen stehen im Gegensatz zu den Prinzipien der Hamas, es gibt nur die L√∂sung durch den Glaubenskrieg, alles andere sei Zeitvergeudung und vergebliche M√ľhe, da Israel muslimisches Land besetze, womit das gesamte Gebiet gemeint ist, nicht nur die West Bank und Gaza, sei der Glaubenskrieg die Pflicht eines jeden Muslims, verflucht sei derjenige, der sich dem Kampf gegen den Zionismus entzieht: (9)

  • The Islamic Resistance Movement is a distinguished Palestinian movement, whose allegiance is to Allah, and whose way of life is Islam. It strives to raise the banner of Allah over every inch of Palestine ... (Art. 6)
  • The Islamic Resistance Movement believes that the land of Palestine is an Islamic Waqf consecrated for future Moslem generations until Judgement Day. It, or any part of it, should not be squandered: it, or any part of it, should not be given up. Neither a single Arab country nor all Arab countries, neither any king or president, nor all the kings and presidents, neither any organization nor all of them, be they Palestinian or Arab, possess the right to do that. (Art. 11)
  • Initiatives, and so-called peaceful solutions and international conferences, are in contradiction to the principles of the Islamic Resistance Movement ... There is no solution for the Palestinian question except through Jihad. Initiatives, proposals and international conferences are all a waste of time and vain endeavors. (Art. 13)
  • The day that enemies usurp part of Moslem land, Jihad becomes the individual duty of every Moslem. In face of the Jews´ usurpation of Palestine, it is compulsory that the banner of Jihad be raised. (Art. 15)
  • Leaving the circle of struggle with Zionism is high treason, and cursed be he who does that. (Art. 32)

Die Charta der PLO sagt √ľber das Gebiet mit sekularen Worten √§hnliches aus. (10)

Khaled Mashaal spricht ver√§chtlich √ľber die Verhandlung von Mahmud Abbas aus der Position der Schw√§che heraus: la partie palestinienne n√©gocie en position de faiblesse. Muslime verhandeln grunds√§tzlich aus einer Position der St√§rke, sonst verlegen sie sich auf die Hudna, zum Sammeln ihrer Kr√§fte. Verhandlung aus der Position der St√§rke bedeutet, den Gegner vor die Wahl zu stellen zu kapitulieren, vertrieben oder ermordet zu werden.

Innerpalästinensische Probleme kommen im Interview ebenfalls zur Sprache, die Verträge von Kairo, 2005, und Mekka, 2007, sowie der Aufbau einer neuen PLO. "Der Versuch der Hamas, eine neue PLO aufzubauen, ist zum Scheitern verurteilt," sagt Yusef al-Qazzaz, ein hochrangiger Funktionär bei der Fatah-kontrollierten Palestinian Broadcasting Corporation bereits vor einem Jahr der Jerusalem Post. Dieser Versuch diene allein den Interessen von Regionalmächten und nicht der Freiheit und der Selbstbestimmung der Palästinenser. (11)

Welches Verst√§ndnis der Korrespondent Renaud Girard vom internationalen Recht hat, sieht man an seinen Fragestellungen zur Anerkennung Israels. Er sieht sie als Verhandlungsgut gegen den R√ľckzug Israels in die Grenzen von 1967. Israel als Staat ist nicht von den Juden gegr√ľndet worden, sondern von der internationalen Staatengemeinschaft, mit UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947. Insofern gibt es keine Frage nach dem Existenzrecht Israels, also kann dieses Recht auch nicht verhandelbar sein.

Ein pal√§stinensischer Staat sollte gleichzeitig gegr√ľndet werden, aber die Araber haben sich geweigert, weil sie den Staat der Juden vernichten und auf dem gesamten Gebiet herrschen wollten. Ein Staat der Pal√§stinenser ist von den arabischen Herrschern und von den Einwohnern niemals vorgesehen gewesen, sonst h√§tte bis 1967 auf den Gebieten Gaza und Westbank einer gegr√ľndet werden k√∂nnen. Das ganze Gebiet sollte arabisch werden, die Juden vertrieben oder ermordet. Eine Vereinigung mit Jordanien ist ebenfalls angestrebt, wie es im Phased Plan festgelegt ist. Wenn heute ein Hamas-Vertreter wie Khaled Mashaal erkl√§rt, man begn√ľge sich mit einem pal√§stinensischen Staat auf dem Gebiet von West Bank und Gaza, bedeutet das einen ersten Schritt in der Eroberungspolitik. Da aber ohne die Anerkennung Israels durch die pal√§stinensischen Funktion√§re die internationale Staatengemeinschaft einem Staat Pal√§stina nicht zustimmen wird, ist dieser erste Schritt f√ľr Khaled Mashaal nicht aktuell. (12)

Er spricht immer nur von Rechten gegen√ľber Israel, das Unrecht tue, von legitimen Forderungen. Er zeigt keine Einsicht, da√ü Rechte gegen Rechte zu verhandeln sind. Statt dem Khaled Mashaal einfach klarzumachen, da√ü es zum Existenzrecht Israels nichts zu verhandeln gibt, fragt Renaud Girard mehrmals nach, unter welchen Bedingungen die Hamas das Existenzrecht anerkennen w√ľrde. Auf die Behauptung, da√ü die Pal√§stinenser bereits den Staat Israel anerkannt, aber daf√ľr ihrerseits keinen Staat bekommen h√§tten, wei√ü der Interviewer nichts zu sagen. Die Pal√§stinenser haben Israel niemals offiziell anerkannt. Es gibt einen Brief von Yasser Arafat, mehr nicht. Zust√§ndig f√ľr eine g√ľltige Anerkennung ist der pal√§stinensische Nationalrat. Hinzu kommt, da√ü es in der Fatah ebenfalls einflu√üreiche Kreise gibt, die sich seit der Zweiten Intifada nicht mehr an den Brief von Yasser Arafat gebunden f√ľhlen. Faruq al-Qaddumi, der Mitbegr√ľnder der Fatah, sagt solches der Zeitung Al-Bayan, in Dubai, bereits am 7. Oktober 2002. (13)

Die Erg√§nzung zum Bericht √ľber die Reise des Au√üenministers und zum Interview mit Khaled Mashaal bildet ein Bericht √ľber Jenin, das vom Terroristennest zur Vitrine der Pal√§stinensischen Autorit√§t geworden sei. Das w√§re einmal eine erfreuliche Nachricht. Das Banditenwesen und der Drogenhandel einged√§mmt? Schlu√ü mit den 15 einander befehdenden Geheimdiensten des Yasser Arafat? Ende der Korruption? Diese Entwicklung scheint dort und auch in Nablus stattzufinden, zu verdanken dem ehemaligen IMF-Experten und jetzigen Premierminister und dem Minister der Finanzen Salam Fayyad. (14)

Soweit zur Seite 6 des Figaro, vom 6. Oktober 2008.

Den franz√∂sischen Politikern und Journalisten kann man raten, den amerikanischen Politologen Ezra Suleiman privatissime zu buchen, um wenigstens zu einigerma√üen realistischen Einsch√§tzungen √ľber ihre Position in der Welt und √ľber ihre M√∂glichkeiten zu gelangen. Danach w√ľrde Ghislain de Montalembert die Hand abfallen, wenn er schriebe, Frankreich k√∂nne ohne Prahlerei f√ľr sich in Anspruch nehmen, das sch√∂nste republikanische Modell erfunden zu haben, wie er es heute tut in seiner Einf√ľhrung zum Artikel √ľber den Amerikaner am Krankenbett des franz√∂sischen √úbels, au chevet du mal fran√ßais; denn das haben die Gr√ľnderv√§ter Amerikas 1787 in ihrer Verfassung festgeschrieben, zwei Jahre vor der franz√∂sischen Revolution; und was vom angeblich universellen kulturellen Strahlen Frankreichs zu halten ist, davon gewinnt man einen Eindruck bei der Lekt√ľre meines Artikels Le Louvre oder: Frankreichs Elite versinkt in Neid, Ha√ü und Realit√§tsverlust. (15)

7. Oktober 2008

Update: Reichspogromnacht-Memorial

Wer wird denn streiten anl√§√ülich des 70. Jubil√§ums der Reichspogromnacht? Diese kleinkarierten Deutschen mit ihrem Gez√§nk! Es gilt zu feiern, endlich kommt Bewegung in den Nahostkonflikt. Der Messias macht´s m√∂glich. (16)

Dank Euch, Ihr 78 Prozent amerikanischer Juden, die Ihr The One gewählt habt, den Westentaschen-Arturo Ui. Ohne Euch wäre diese Feier heute nicht möglich. Hamas-Chef Khaled Mashaal gratuliert Barack Obama und meint: "Laß uns reden!" (17)

Hier noch einmal die von Israel erwarteten Vorleistungen, unter denen die Hamas √ľberhaupt nur bereit ist anzutreten:

1. Die R√ľckkehr zu den Grenzen von 1967;
2. Die Anerkennung des R√ľckkehrrechts der Fl√ľchtlinge;
3. Die Anerkennung des Rechtes der Palästinenser auf Ostjerusalem;
4. Der Abbau der Siedlungen.

Und hier f√ľr alle, die am heutigen Jahrestag gern lachen √ľber Clowns, die sonnt√§glichen Sp√§√üe der Flopping Aces und der Artikel der S√ľddeutschen Zeitung, vom 28. Juli 2008, Seite 2. Ich wollte den vergilbten Fetzen Papier eben wegwerfen, aber das kann ich den Lesern nicht vorenthalten: Obama wird auf den Tisch klopfen. Der Kandidat scheint willens zu sein, den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen, von unserem Ehrenmitglied des Ausw√§rtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland Avi Primor. (18)

9. November 2008

Quellen

(1) Kouchner mise sur un accord au Proche-Orient. Par Adrien Jaulmes,
Le Figaro, 6 octobre 2008
http://tinyurl.com/4vvqn6

(2) Israel einer Anf√§ngerin [10]: R√ľckkehr nach Kfar Saba. 15. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-15_19-07-30.html

(3) US congressmen: Mideast parley lacks preparation. By Sheera Claire Frenkel, Jerusalem Post, November 6, 2007
http://tinyurl.com/2ogzhx

Congressman Gary Ackerman Representing New York´s 5th District
http://www.house.gov/ackerman/

Howard Berman Representing the 28th District of California
http://www.house.gov/berman/

(4) Mashaal: ME summit US ¬īdistraction¬ī for war with Iran. By Associated Press, Jerusalem Post, November 5, 2007
http://tinyurl.com/2b2jdu

(5) Die Freunde des Zoran Djindjic trauern in sechs europäischen Zeitungen.
12. März 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-03-12_21-00-59.html

French Foreign Minister: Israel Will Strike Iran. AFP, newsmax.com,
October 5, 2008
http://tinyurl.com/4c2mgy

(6) Mechal : "Sarkozy doit donner une impulsion vitale à la paix". Par
Renaud Girard, Le Figaro, 6 octobre 2008, p. 6
http://tinyurl.com/3ev87q

(7) Renaud Girard : le Ahmadinejad de la presse française. Iran-resist,
18 janvier 2006
http://www.iran-resist.org/article1338

(8) Mrs. Kaboom: Profile of the Palestinian¬īs first female bombmaker.
By Associated Press. israelinsider, October 12, 2005
http://web.israelinsider.com/Articles/Security/6822.htm

"Demokratie ist gegenwärtig die beste Staatsform" - Interview mit Aiman Mazyek in "Das Parlament". ZMD, 29. Februar 2008
http://islam.de/9891.php

Die Ausbildung zum Selbstmordattentäter - eine strategisch-politische Operation.
7. Oktober 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-10-07_22-50-31.html

(9) Hamas Covenant, August 18, 1988. The Avalon Project at Yale Law School
http://www.yale.edu/lawweb/avalon/mideast/hamas.htm

Die terroristische Organisation Hamas. 20. April 2004/ 26. Januar 2006
http://www.eussner.net/artikel_2004-04-20_01-26-38.html

(10) MidEast Web Historical Documents. THE PALESTINIAN NATIONAL CHARTER:
July 1-17, 1968
http://www.mideastweb.org/plocha.htm

(11) PA worried by radicals¬ī attempt to create new PLO. By Khaled Abu Toameh, JP, October 25, 2007, p. 3
http://tinyurl.com/2y6eug

(12) Die Antwort der Delegation der arabischen Staaten auf die UN-Resolution 181 zur Teilung Restpalästinas, vom 29. November 1947
http://www.eussner.net/artikel_2006-12-02_19-01-46.html

Der Stufenplan der PLO von 1974: Palästina = Gaza + Westbank + Israel + Jordanien. 30. März 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-03-30_16-57-55.html

(13) Senior PLO official indicates Charter still calls to destroy Israel. IMRA,
October 8, 2002
http://www.imra.org.il/story.php3?id=13972

Faruq al-Qaddumi alias "Abu Lotf". 12. November 2004/ 9. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-12_20-22-57.html

(14) J√©nine, vitrine de l´Autorit√© palestinienne. ParAdrien Jaulmes, Le Figaro,
6 octobre 2008, p.6
http://tinyurl.com/3fpcnb

(15) Un américain au chevet du mal français. Par Ghislain de Montalembert, Figaro Magazine, 4 octobre 2008
http://tinyurl.com/4629me

Le Louvre oder: Frankreichs Elite versinkt in Neid, Haß und Realitätsverlust.
30. Januar 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-01-30_20-34-59.html

(16) Parteien streiten √ľber Resolution zum Antisemitismus. Von asc/dpa, SpiegelOnline, 30. Oktober 2008
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,587592,00.h tml

(17) Pamela Geller. Hamas Chief Congratulated Obama, Says "Let´s Talk",
Atlas Shrugs, November 8, 2008
http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2008/11/hama s-chief-con.html

Hamas Tells Obama: ´Let´s Talk´. By Dominic Waghorn, SkyNews,
November 8, 2008
http://short4u.de/4916e9274cd88

Gideon Levy / Let´s hope Obama won´t be a ´friend of Israel´, Haaretz,
November 9, 2008
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1035415.html

(18) Sunday Funnies. Posted by Wordsmith, Flopping Aces, November 9, 2008
http://www.floppingaces.net/2008/11/09/sunday-funnies-16/

Obama wird handeln. Von Avi Primor, sueddeutsche.de, 28. Juli 2008
http://www.sueddeutsche.de/politik/826/303806/text/

Siehe auch:

Hamas: Das Zeitalter von Gerechtigkeit und islamischer Herrschaft ist gekommen.
16. Juni 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-06-16_20-09-29.html

Eine neue Strategie f√ľr den israelisch-pal√§stinensischen Konflikt.
Von Gen.Lt. a.D. Moshe Ya´alon. Ehemaliger Generalstabschef IDF, Jerusalem Zentrum, September 8, 2008
http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=166


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