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"Joe The Plumber" heißt gar nicht so, und Joe Stalin auch nicht!

Was den Figaro angeht, so habe ich zu fr√ľh Entwarnung gegeben. (1)

Es hat mich zu recht gewundert, da√ü unmittelbar nach der Debatte keine Begeisterungsst√ľrme des Figaro zu vermelden sind, sondern nur zwei junge Journalisten eine sachliche Beurteilung abgeben; des Figaros Obama-Claqueure m√ľssen erst gepflegte Worte suchen; denn sogar Philippe G√©lie kann nicht umhin einzur√§umen, da√ü John McCain seine beste Debatte geliefert habe. Aber, welch ein Gl√ľck f√ľr diejenigen, die mit Barack Obama zittern, ob der Sieg dem Barack Obama noch entwischen kann: La victoire peut-elle encore √©chapper √† Barack Obama? wie eine auf der Site des Figaro nicht auffindbare Meinungsumfrage hei√üt, diese Debatten "produzieren wenig Wunder", schlie√ülich ist man nicht in Lourdes.

Die Einsch√§tzung des Figaro der mi√ülungenen, als Townhall-Inszenierung aufgemachten zweiten Debatte lautet anders. Da kommt´s auf alles an; denn da unterliegt John McCain, der gar nicht soviel herumrennen kann, wie erwartet, Figaro da, Figaro hier, Figaro da, nun nicht mehr; denn die letzte Debatte hat John McCain f√ľr sich entschieden, da mag die CNN-Umfrage erz√§hlen, was sie will. Jetzt ist der gro√üe Aufmacher, da√ü Joe the Plumber, Joe le plombier, gar nicht Joe hei√üt, sondern Sam, auch wenn sein zweiter Name Joseph ist, er ist kein Klempner/Installateur, und er hat beim Fiskus 1000 Dollar Steuerschulden: il serait √©galement en d√©licatesse avec le fisc, er ist beim Finanzamt in Schwierigkeiten. Das haben flei√üige amerikanische Journalisten herausgefunden. Die konservative Bloggerin Michelle Malkin berichtet √ľber die Kampagne Operation Destroy Joe the Plumber, die Operation zur Zerst√∂rung des Klempner-Joe. Jedes bi√üchen an Ger√ľchten und Schmutz aus dem Leben und der Lage des Joe wird von den Obama-h√∂rigen MSM ans Licht gebracht, einiges davon sei bedeutend f√ľr die Frage, die er Barack Obama gestellt habe, vieles davon nicht. Es verstehe sich von selbst, da√ü im Falle von Musterfamilien der Demokraten derartige Investigationen nicht gew√ľnscht w√ľrden, konservativen Medien seien Untersuchungen nicht gestattet, das falle unter "Stalking". (2)

Die investigativen Journalisten finden heraus, da√ü Joe the Plumber Schulden hat, und da√ü es zwei Gl√§ubiger gibt, die ein Pfandrecht gegen ihn besitzen. Dem Staat Ohio schuldet er 1182 Dollar Steuern und dem St. Charles Mercy Hospital 1261 Dollar, berichtet die Obama-freundliche Los Angeles Times. Was lernt man daraus? Es ist besser, sich nicht mit Barack Obama in der √Ėffentlichkeit und vor laufenden Kameras einzulassen, das bekommt einem nicht gut, die Freunde aus den MSM ziehen einen aus bis aufs Hemd. (3)

Es ist bei diesen MSM auch nicht der Rede wert, da√ü der Schatzmeister der Obama-Kampagne Martin Nesbitt und seine Unternehmen beim Staat von Kalifornien zur selben Zeit Steuerschulden in H√∂he von 2411 Dollar und beim Staat von Texas von 2295 Dollar haben und er selbst mehre Millionen Dollar Schulden. Inzwischen spendet er an die Demokraten etwa 35 000 Dollar. Barack Obama ist Pate des Sohnes von Martin Nesbitt. Weitere Steuerschuldner aus dem Freundeskreis des Barack Obama mit Schulden in H√∂he von mehreren zig Tausend Dollar sind auf dem Web of Deception aufgef√ľhrt. In den MSM der USA und im Figaro, der sich so liebevoll der Finanzlage des Joe le plombier annimmt, liest man nichts dar√ľber. (4)

Was den armen Steuerschuldner in Frankreich bei den Linken aller Couleur, von Olivier Besancenot bis in die Mitte des Parti Socialiste, zum Helden machen w√ľrde, hier gereicht es zum Nachteil, "Joe" ist fast ein Krimineller, das eingeschriebene Mitglied der Republikaner, und er hat bei den Vorwahlen in Ohio mitgemacht. Es z√§hlt nicht, da√ü John McCain und Barack Obama, sich beide auf diesen "Joe" beziehen, es geht jetzt gegen John McCain.

Wer von den franz√∂sischen Lesern kennt John Doe alias John Smith, Joe Public, Joe Average oder Joe Sixpack; die deutschsprachigen Entsprechungen sind etwa Otto Normalverbraucher, Max Mustermann oder Lieschen M√ľller, wei√ü Wikipedia. Auch Wikip√©dia erkl√§rt John Doe. (5)

F√ľr Joe Six Pack gibt´s bei Google.fr f√ľr die gegen Anglizismen resistenten Franzosen trotzdem 4290 Angebote, und die kanadische Cyberpresse erkl√§rt, da√ü Joe Six Pack nun zu Joe le plombier geworden sei. (6)

Julie Connan setzt auf ungebildete oder desinformierte, am US-Wahlkampf nicht interessierte Leser des Figaro. Warum schreibt sie dann √ľberhaupt dar√ľber?

Auf solche Leser setzt der Spiegel schon immer, ich h√§tte gar nicht nachzuschauen brauchen, um zu wissen, da√ü die Berichterstattung der Julie Connan noch Gold ist gegen den Schm√§h, der dort √ľber den Klempner ausgebreitet wird. Der Spiegel kennt die Wahrheit √ľber ihn, der in Wirklichkeit Samuel Joseph Worzelbacher hei√üe, also nicht Joe, und ein richtiger Klempner sei er ebenfalls nicht. (7)

Ich empfehle meinen Lesern, bei SpiegelOnline in die Suchfunktion Martin Nesbitt einzugeben und auf Ergebnisse zu warten. Es werden keine kommen. Dann sollte man schauen, wie Joe Biden richtig hei√üt, dessen Name ist n√§mlich auch nicht Joe. Dem Spiegel f√§llt au√üerdem gar nicht auf, was er √ľber seinen und den Zustand der MSM in Europa und den USA aussagt, wenn er verk√ľndet, da√ü die Washington Post eine offene Empfehlung zur Wahl des Barack Obama ausspricht. Da nutzt es auch nichts, erg√§nzend mitzuteilen, da√ü dies in den USA Tradition sei. Der Spiegel trieft doch sonst von Anti-Amerikanismus. Jetzt also ist´s auf einmal gut und richtig, was dort abl√§uft?

Es ist eine Bankrotterkl√§rung aller dieser Medien, die ihre Aufgabe nicht darin sehen, die Leser, H√∂rer und Zuschauer zu informieren und ihnen die Entscheidung zu √ľberlassen, sondern die sich im Stil der sozialistischen Staaten anma√üen, Erzieher des Volkes zu sein. Sie verstehen sich wie seinerzeit die sozialistischen Journalisten im Sinne Wowa Lenins und Joe Stalins als kollektiver Agitator, Propagandist und Organisator. "Joe the Hammer" meint: Die Zeitung als kollektiver Organisator in den H√§nden der Partei und der Sowjetmacht, die Zeitung als Mittel, Verbindungen mit den werkt√§tigen Massen unseres Landes anzukn√ľpfen und sie um die Partei und die Sowjetmacht zusammenzuschlie√üen - das ist jetzt die n√§chste Aufgabe der Presse. Das hei√üt passend f√ľr die USA heuer so:

Die Zeitung als kollektiver Organisator in den H√§nden der Demokraten und der sie finanzierenden George Soros und √Ėlscheichs, die Zeitung als Mittel, Verbindungen mit den afro-amerikanischen und armen wei√üen Massen unseres Landes anzukn√ľpfen und sie um die Partei und die neuen Herrscher zusammenzuschlie√üen - das ist jetzt die n√§chste Aufgabe der Presse.

So wird unter der F√ľhrung des Barack Obama die von George Soros und seinen politischen Genossen geplante Transformation durchgef√ľhrt, so ist das gemeint, was von Michael Vachon den Korrespondenten der New York Times gegen√ľber verk√ľndet wird. Die bereits gleichgeschaltete Zeitung hat keine Probleme mit dieser Transformation. Aber weiter mit Joe dem Hammer. Wer h√§tte es gedacht, da√ü meine Untersuchungsergebnisse von vor nunmehr exakt vierzig Jahren √ľber die Sozialistische Journalistik die Lage im Westen, in den USA, in Deutschland und in Frankreich korrekt wiedergibt? Originalton Wowa Lenin, bearbeitet von mir durch √Ąnderung zweier W√∂rter, Arbeiter werden zu "Aktivisten", allgemeine zu "nationaler" Arbeit, und die Einf√ľgung zweier Worte, "der Demokraten": (8)

"Die Rolle der Zeitung beschr√§nkt sich jedoch nicht allein auf die Verbreitung von Ideen, nicht allein auf die politische Erziehung und Gewinnung politischer Bundesgenossen. Die Zeitung ist nicht nur ein kollektiver Propagandist und kollektiver Agitator, sondern auch ein kollektiver Organisator. In dieser Beziehung kann sie mit einem Ger√ľst verglichen werden, das um ein im Bau befindliches Geb√§ude errichtet wird; es zeigt die Umrisse des Geb√§udes an, erleichtert den Verkehr zwischen den einzelnen Aktivisten, hilft ihnen, die Arbeit zu verteilen und die durch die organisierte Arbeit erzielten allgemeinen Resultate zu √ľberblicken. Mit Hilfe der Zeitung und im Zusammenhang mit ihr wird sich ganz von selbst die best√§ndige Organisation herausbilden, die sich nicht nur mit √∂rtlicher, sondern auch mit regelm√§√üiger nationaler Arbeit befasst, die ihre Mitglieder daran gew√∂hnt, die politischen Ereignisse aufmerksam zu verfolgen, deren Bedeutung und Einfluss auf die verschiedenen Bev√∂lkerungsschichten richtig zu bewerten und zweckm√§√üige Methoden herauszuarbeiten, durch die die revolution√§re Partei der Demokraten auf diese Ereignisse einwirken kann ..."

Non scholae sed vitae discimus!

Ad√®le Smith weint sich im Figaro auf einer halben Seite √ľber die armen Opfer des Wahlverfahrens aus, √ľber Leute, die unrichtiger Angaben wegen letztlich nicht w√§hlen d√ľrfen, darunter zahlreiche Opfer der Subprime Krise, die sie aus dem Haus und damit aus ihrer Adresse vertrieben habe. Es gebe das Gesetz No Match No Vote, etwa: wenn die Daten nicht stimmen, darf man nicht w√§hlen, eine Tatsache, die in Deutschland selbstverst√§ndlich ist und in Frankreich ebenfalls, wie ich bei den letzten Kommunalwahlen selbst erlebt habe. Nur in den USA ist solches eine inakzeptable Voraussetzung. Ein Blick auf die Site von Michelle Malkin w√§re der Autorin hilfreich gewesen, aber dann h√§tte sie R√ľhrst√ľckchen gegen Tatsachen eintauschen m√ľssen. Aktivisten schreiben sich unter fingierten Adressen in Wahllisten von Swing States ein, und die von Barack Obama ideell und finanziell gef√∂rderte Organisation ACORN agitiert mehr als eine Million Wahlberechtigte, sich in die Listen einzuschreiben, einige davon tun das mehrfach, einer 72 mal. (9)

So wird sich ganz von selbst die Organisation herausbilden, die sich nicht nur mit örtlicher, sondern auch mit regelmäßiger nationaler Arbeit befasst, die ihre Mitglieder daran gewöhnt, die politischen Ereignisse aufmerksam zu verfolgen, deren Bedeutung und Einfluss auf die verschiedenen Bevölkerungsschichten richtig zu bewerten und zweckmäßige Methoden herauszuarbeiten, durch die die revolutionäre Partei der Demokraten auf diese Ereignisse einwirken kann.

McCain wittert Wahlbetrug durch Obama-Anh√§nger, hei√üt die √úberschrift dazu im Spiegel, vom 15. Oktober 2008. Der Artikel berichtet √ľber den Betrug der Association of Community Organizations for Reform Now (ACORN); er wird inzwischen vom FBI untersucht, aber laut Spiegel wird er nur von den Republikanern als solcher gesehen. Der Spiegel erz√§hlt im Sinne seiner Propaganda-Aufgabe zur Volkserziehung, da√ü dies alles nicht so schlimm sei, es handle sich um ein paar Misset√§ter - die vielleicht noch besser geschult werden m√ľssen, damit der Betrug nicht auff√§llt?

Ad√®le Smith berichtet im Figaro von traditionellen (!) Bezichtigungen der Demokraten durch die Republikaner, Wahlf√§lschungen zu begehen, w√§hrend jene diese anklagen, die W√§hler einzusch√ľchtern. So habe John McCain in der letzten Debatte die Offensive verfolgt, die liens pr√©sum√©s, die mutma√ülichen Verbindungen, von Barack Obama zur ACORN betreffend. Nun sind diese Verbindungen nicht mutma√ülich, das w√ľrde nicht einmal Barack Obama behaupten; denn sein Wahlkampfb√ľro heuert f√ľr 800 000 Dollar Personal an, die Leute in die Wahllisten einschreiben sollen. Au√üerdem vertritt Barack Obama in seiner Zeit als Rechtsanwalt die ACORN vor Gericht. Dar√ľber h√§tte Ad√®le Smith unz√§hlige Beitr√§ge im Internet aufrufen k√∂nnen, von beiden Seiten, den Demokraten und den Republikanern. F√ľr Tausende von falschen Wahlantr√§gen hat sie vollstes Verst√§ndnis; denn es handelt sich um jugendliche Angestellte, des jeunes, die oft aus benachteiligten Verh√§ltnissen stammten; sie seien inzwischen entlassen und w√ľrden gerichtlich belangt. Dieses unleidige Thema verl√§√üt sie rasch.

Die New York Times habe eine Untersuchung ver√∂ffentlicht, nach der in neun Staaten, davon in sechs entscheidenden, W√§hler illegal von den Listen gestrichen worden seien. Sie weist die Schuld daf√ľr nicht expressis verbis den Republikanern zu, aber das versteht sich f√ľr die seit Wochen agitierten Leser von allein. Das Brenan Center for Justice k√ľmmere sich um die Auswirkungen von No match no vote in Florida, Louisiana, Iowa. Es f√§ngt damit an, da√ü das Zentrum so hei√üt: Brennan Center for Justice, mit zwei "n". Es geh√∂rt zur New York University School of Law und arbeitet in einer Hochburg der Demokraten. Seine Hauptaufgabe sieht es zur Zeit darin, jeden in die Listen zu bringen, der dies w√ľnscht, ob seine Daten konform zum Wahlgesetz sind, oder nicht. Meine Leser m√∂gen auf die Site des Zentrums gehen und No match no vote in die Suchfunktion eingeben, um sich selbst zu √ľberzeugen.

Wahlberechtigte, die nicht wissen, wie sie sich gesetzeskonform in die Listen eintragen k√∂nnen, solche, die nicht die ben√∂tigten Unterlagen beibringen k√∂nnen, solche, die lieber in einem Staat w√§hlen, der von den Konkurrenten umk√§mpft ist - sie alle werden betreut vom Brennan Center for Justice. Das Gesetz sei √ľberfl√ľssig und ungerecht. (10)

Da frage ich den Figaro, warum er ein derartiges Aufhebens davon macht, da√ü bei uns in Perpignan ein Wahlb√ľroleiter einige f√ľr den UMP-B√ľrgermeister Jean-Paul Alduy ausgef√ľllte Wahlbriefe aus seinem Strumpf zieht, Simsalabim foufou. 12 Artikel des Figaro widmen sich dieser Marginalie der "Affaire des chaussettes √©lectorales". Was sind einige Stimmzettelchen gegen Tausende von gef√§lschten Wahlunterlagen, noch dazu in sechs Schl√ľsselstaaten, die dar√ľber entscheiden, wer der n√§chste Pr√§sident der USA wird. (11)

Wenn es um die USA geht, ist solches gem√§√ü Berichterstattung der Zeitung statthaft, das Gesetz ist ungerecht, beunruhigend, inqui√©tante, weil die offiziellen Daten oft ungenau seien. W√§re Joe the Plumber ein Neuw√§hler, so d√ľrfte er demnach nicht w√§hlen, weil er nicht als Worzelbacher, sondern als Wurzelbacher in die Liste eingetragen ist. Man habe seine Handschrift nicht richtig gelesen.

Als Dreingabe, wenn man seine Lektionen der politischen Agitation und Propaganda gelernt haben sollte, gibt´s zwei kleine Dreingaben unter dem Titel √Čchos de Campagne, Wahlkampfecho. Da zeigt der Figaro, da√ü er bei den Buchmachern vorbeigeschaut hat, nicht bei Ladbrokes, sondern beim gr√∂√üten Buchmacher Irlands Paddy Power; der habe gestern annonciert, da√ü das Rennen ganz und gar gelaufen sei, er w√ľrde ohne zu z√∂gern mehr als eine Million Euro einsetzen auf die Wahl Barack Obamas. Solches berichten auch deutsche Medien, FOCUS, S√ľddeutsche, BZ. Paddy Power gratuliert den Wettern schon jetzt. Bei Ladbrokes liegt Barack Obama ebenfalls schon seit langem vorn. (12)

Die Umfragen von Gallup, vom 17. Oktober 2008, zeigen ein Ergebnis von 50:43 f√ľr Barack Obama. Ber√ľcksichtigt sind die eingeschriebenen W√§hler. (13)

Soweit, so gut, aber die zweite Dreingabe, damit´s auch der letzte Zweifler begreift, ist Madonna, sie zeigt mit dem Finger auf die Menge und ruft nach einem zweist√ľndigen Konzert in Boston 20 000 Fans im Delirium (die Fans, nicht sie!) auf, Barack Obama zu w√§hlen: "Ihr seid eingeschrieben in die W√§hlerliste? Geht hin, w√§hlt schlicht und einfach Barack Obama, und man m√∂ge Sarah Palin nie mehr sehen."

Man erinnert sich? Madonna vergleicht in einem Auftaktkonzert ihrer Welttournee "Sticky and Sweet", im walisischen Cardiff, John McCain mit Adolf Hitler: Auf einer Gro√übildleinwand lie√ü die 50-J√§hrige in einer Videosequenz Bilder von Umweltkatastrophen und kriegerischen Konflikten zeigen. Dann tauchten Aufnahmen von Adolf Hitler, Robert Mugabe und John McCain auf, schreibt der Spiegel. Der Figaro hat drei Beitr√§ge zum Thema. Olivier Nuc berichtet aus Nizza, dem zweiten Stop der Welttournee: Le dernier volet du spectacle s´ouvre sur une vid√©o dans aquelle les figures du mal (Hitler, Khomeyni, Mugabe et‚Ķ John McCain) sont oppos√©es aux h√©ros du bien (Al Gore, Ghandi (sic!), Lennon, Luther King, Angela Davis, Bill Clinton et‚Ķ Obama, √† deux reprises) sur fond de d√©fense de la plan√®te. Der letzte Akt ihrer Vorstellung √∂ffnet mit einem Video, in dem die Figuren des B√∂sen (Hitler, Khomeini, Mugabe und ... John McCain) den Helden des Guten (Al Gore, Gandhi, Lennon, Luther King, Angela Davis, Bill Clinton und ... Obama, dieser zweimal) auf dem Hintergrund der Verteidigung des Planeten gegen√ľbergestellt werden. Die beiden anderen Beitr√§ge handeln von Protesten des John McCain und des Simon Wiesenthal Centers gegen diese Vergleiche. (14)

In Berlin tritt Madonna ebenfalls mit "Sticky and Sweet" auf, am 28. August 2008. Es ist ihre dritte Show von insgesamt 51, nach Cardiff und Nizza. Thorsten Holtz schreibt am Vortag: Pop-Ikone Madonna soll in der Nacht in Berlin gelandet sein: Angeblich ist sie im "Regent Hotel" abgestiegen. Man darf gespannt sein, ob sie am Donnerstag Hitler in ihrer Show zeigen wird. (15)

Und? Hat sie? Das ist nur schwer herauszufinden; denn die ersten Artikel, die Google anbietet, sind vor dem Auftritt in Berlin verfa√üt. Ja, ja, sie hat, sie hat! Adolf Hitler wird auch in Berlin mit John McCain verglichen: F√ľr Verwirrung aber sorgte dies in Berlin nicht im geringsten - zu gewaltig war die Darbietung, schreibt excite, und √ľbernimmt damit einen Artikel aus der Welt. Soweit zu Madonna, die angeblich Israel liebt, und die jetzt Wahlkampf macht f√ľr Barack Obama. (16)

Man kann davon ausgehen, daß die Journalisten des Figaro und der Besitzer der Zeitung Serge Dassault das genauso sehen, in Übereinstimmung mit der Mehrheit der Europäer: John McCain ist mit Adolf Hitler zu vergleichen; dieses Echo der Wahlkampagne wäre sonst nicht in die Zeitung gekommen, ganz unten, rechts, als Point final.

Warum bem√ľht der Figaro seine Mitarbeiter, warum investiert er in CNN, diese Obama-Wahlmaschine? Warum agitieren Spiegel, Welt und andere deutsche und europ√§ische Medien f√ľr die Transformation unserer Gesellschaft, warum propagieren sie Verdrehungen, L√ľgen und Schm√§h? Warum organisieren sie den Untergang der westlichen Demokratie? Warum bet√§tigen sich die MSM nach bester leninistisch-stalinistischer Art als kollektiver Agitator, Propagandist und Organisator? Wer bezahlt sie daf√ľr - der reale Sozialismus ist fast ausgestorben? Wer hat ein Interesse daran, unser Gesellschaftssystem sturmreif zu schie√üen?

Wenn die Demokratie untergeht, dann bricht nicht das Goldene Zeitalter an, sondern, wie sehr viele wissen, das islamische. Madonna möge sich schon auf die Burka freuen.

17. Oktober 2008

Quellen

(1) McCain/Obama: Impressionen aus der Meta-Kampagne. 16. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-16_23-59-56.html

Le Figaro. √Člection US
http://www.lefigaro.fr/elections-americaines-2008/index.php

(2) Operation Destroy Joe the Plumber. By Michelle Malkin, October 17, 2008
http://michellemalkin.com/2008/10/17/operation-destroy-joe-t he-plumber/

(3) L.A. Times: Joe the Plumber has liens. By Patterico´s Pontifications,
October 16, 2008
http://www.patterico.com/2008/10/16/la-times-joe-the-plumber -has-liens1/

(4) Obama. Web of Deception
http://webofdeception.com/obama.html#nesbitt

(5) John Doe. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Doe

John Doe. Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/John_Doe

(6) Joe Six Pack est devenu plombier. Par Marie-Claude Lortie, Cyberpresse.ca,
16 octobre 2008
http://tinyurl.com/6ljhuo

(7) Die Wahrheit √ľber Joe den Klempner. Von phw/als/AP, SpiegelOnline,
17. Oktober 2008
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,584695,00.html

(8) Stalin Werke, Band 5. Die Presse als kollektiver Organisator
http://www.stalinwerke.de/band05/b05-035.html

(9) ACORN Watch: The FBI steps in. By Michelle Malkin, October 16, 2008
http://michellemalkin.com/2008/10/16/acorn-watch-the-fbi-ste ps-in/

(10) Brennan Center for Justice
http://www.brennancenter.org/

(11) 12 documents trouvés pour jean ET paul ET alduy ET chaussettes
http://tinyurl.com/ywqmgy

(12) Paddy Power
http://www.paddypower.com/bet

(13) Gallup Daily: Little Impact From Debate So Far. Results based on a three-day rolling average, October 17, 2008
http://tinyurl.com/5axmzu

(14) Madonna provoziert mit McCain-Hitler-Vergleich. Von jdl/dpa/AP, SpiegelOnline, 24. August 2008
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,574011,00.html

(15) Madonna soll schon in Berlin sein. Von thorsten Holtz, n24, 27. August 2008
http://www.n24.de/news/newsitem_3725445.html

(16) Madonna gibt rauschendes Konzert im Berliner Olympiastadion. Quelle: WeltOnline, excite! 29. August 2008
http://tinyurl.com/64jgog

Siehe auch:

McCain/Obama: Impressionen aus der Meta-Kampagne. 16. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-16_23-59-56.html

Chicago Boys & Girls agitieren die Juden in Florida f√ľr Barack Obama.
14. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-14_00-04-33.html

Wahlkampf 2008 in den USA: Aller guten Dinge sind drei - oder mehr!
11. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-11_21-41-55.html

Der Schatzgräber findet in Barack Hussein Obama den Messias.
Fundsachen, 8. Oktober 2008
http://www.eussner.net/fundsachen_2008-10-08_14-54-32.html

Barack Hussein Obama oder: Rassismus pur. 5. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-05_23-00-58.html

Illusionen des "Figaro": Möge Barack Hussein Obama gewinnen!
Schaf, 4. Oktober 2008
http://www.eussner.net/schaf_2008-10-04_17-11-17.html

Sarah Palin for Vice-President! Schaf, 3. Oktober 2008
http://www.eussner.net/schaf_2008-10-03_21-46-38.html


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