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Attacke der S├╝ddeutschen Zeitung gegen Politologen und Blogger

Die anerkannte Philologin und Wissenschaftsredakteurin des Spiegel Renate Nimtz-K├Âster nimmt sich in der S├╝ddeutschen Zeitung (SZ) einer Gruppierung von islamkritischen Bloggern an, die es wagen, eine f├╝r den 8. Dezember 2008 in der TU Berlin geplante Konferenz des Zentrums f├╝r Antisemitismusforschung (ZfA) zum Thema Feindbild Muslim - Feindbild Jude nicht nur zu kritisieren, sondern sie samt allen dort zu verhandelnden Themen in der Luft zu zerrei├čen. (1)

Zwei dieser unbotm├Ą├čigen Personen werden eigens erw├Ąhnt, der anerkannte Publizist und Politologe Matthias K├╝ntzel und die Publizistin Gudrun Eussner, oder schlicht Bloggerin Eussner genannt. Matthias K├╝ntzel wird vielleicht selbst Stellung nehmen, ich beziehe mich auf die mich und meinen Offenen Brief an das ZfA betreffenden Passagen der vier Abs├Ątze, obgleich ich einen ganzen Artikel allein ├╝ber den Satz des Prof. Dr. Wolfgang Benz "die Wut der neuen Muslimfeinde gleicht dem alten Zorn der Antisemiten gegen die Juden" verfassen k├Ânnte. (2)

Es handelt sich bei der heutigen Islamkritik weder um die Wut der neuen Muslimfeinde, noch geht es beim alten, uralten und neuen Antisemitismus um Zorn gegen die Juden, es geht nicht um Islamfeinde und Judenfeinde. Pseudowissenschaftliches Vokabular diskreditiert die Antisemitismusforschung des ZfA und verschleiert den Foschungsgegenstand der Islamkritik.

Renate Nimtz-K├Âster zeigt durch ein Zitat aus meinem Offenen Brief, da├č sie diesen gelesen und seinen Inhalt nicht verstanden oder gar bewu├čt nicht zur Kenntnis genommen hat. Unvollst├Ąndig und verf├Ąlscht zitiert sie den letzten Satz meines Offenen Briefes; er lautet so: Eine Frage gestatten Sie mir bitte zum Abschlu├č: Warum hei├čt Ihr Institut Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung, wenn Sie den Forschungsgegenstand entsorgen, und warum entsorgen Sie sich nicht gleich mit? (3)

Im Gegensatz zu den Lesern der SZ k├Ânnen meine Leser meine Aussagen nachpr├╝fen; denn ich belege das, wor├╝ber ich be- oder entgeistert schreibe durch Links, die Konferenzank├╝ndigung, ├äu├čerungen von Mitarbeitern des ZfA zum Thema sowie Texte, die ich in diesem Zusammenhang f├╝r lesenswert halte. Solches Arbeiten ist den MSM generell fremd, denn ihre Aufgabe sehen sie nicht darin, die Leser so sachlich wie m├Âglich zu informieren und ihnen das Urteil zu ├╝berlassen, sondern sie zu indoktrinieren und sie nach ihren Vorstellungen zu erziehen. Es steht von vornherein fest, was den Lesern zu vermitteln ist: die Arbeit des ZfA, des weltweit einzigen Instituts dieser Art, und sein 18 Jahre dort t├Ątiger Leiter sind ├╝ber jede Kritik erhaben. Die Argumente, die ich im Offenen Brief vorbringe, brauchen die Leser der SZ dazu nicht zu kennen, sondern sie m├╝ssen ihrer Zeitung blindlings glauben. Renate Nimtz-K├Âster bedient sich zusammengest├╝ckelter Zitate aus der Kritik von Matthias K├╝ntzel, um ihre vorgefa├čte Meinung ├╝ber die Kritiker der Konferenz zu erh├Ąrten, ihre Wortwahl zur Benennung meiner Arbeit verweist mich in den Rinnstein; denn drastisch, mit Internet-Schm├Ąhungen, zieht Bloggerin Eussner gegen den renommierten Historiker Benz zu Felde.

Wie in diesem vergleichsweise unbedeutenden Fall gehen die SZ und die meisten anderen MSM auch bei der Berichterstattung ├╝ber weltweit bedeutende Ereignisse vor, ├╝ber den US-Wahlkampf und k├╝rzlich ├╝ber die Angriffe von Mumbai beispielsweise. Die Leser und Zuschauer werden indoktriniert und erzogen: sie schlagen entweder noch uninformiert ├╝ber den Sachverhalt oder mit einer bestimmten Meinung die Zeitung auf, und nach Lekt├╝re des Artikels haben sie die Meinung der Zeitung ├╝bernommen; das ├Âffentlich-rechtliche Fernsehen arbeitet genauso, es informiert nicht, sondern es vermittelt einseitig Meinung und erzieht sein Publikum.

Wenn die Leser die vier Abs├Ątze der Renate Nimtz-K├Âster verinnerlicht haben, wenn sie begriffen haben, da├č das ZfA und seine Mitarbeiter ungerechtfertigt Vorw├╝rfen und Schm├Ąhungen ausgesetzt sind, k├Ânnen sie einen Blick auf die Google-Anzeigen, unter dem Artikel, werfen: Die Bibel verneint die G├Âttlichkeit Jesu´ (Teil 5 von 7): Paulus glaubte, da├č Jesus nicht Gott ist, liest man als erstes in der Anzeige Was ist Islam? Islam kennenlernen und konvertieren mit Direkthilfe per Chat, und in der anderen Anzeige findet man Tausende von schicken Kopftuchfr├Ąulein und netten Muslimen, mit denen man/frau sich verehelichen kann. Die SZ scheint mir schon lange eine Zeitung f├╝r Konvertiten sowie f├╝r linke, noch nicht konvertierte Bewunderer des Islams. Die Anzeigen passen bestens.

Wen wundert es, da├č die Leitung der SZ den Mitarbeitern eine "neue Lebensplanung" vorschl├Ągt, zu deutsch, da├č sie das Weite suchen sollen, sich verdr├╝cken? Im Konkurrenzblatt WELT liest man ├╝ber solche Vorschl├Ąge leitender Redakteure an ihre Untergebenen, dabei wei├č jeder, der Redaktionsstuben kennt, da├č es die leitenden Redakteure sein sollten, denen man die Papiere in den Fahrstuhl nachwirft. Sie geben die politische Linie vor, sie entscheiden, da├č Artikel wie der von Renate Nimtz-K├Âster ins Blatt kommen. (4)

Kein Wunder, da├č Leser und Anzeigen weniger werden, das bi├čchen Einkommen durch Google-Anzeigen rei├čt´s nicht raus. Ab, auf den Altpapierhaufen der Geschichte, rufe ich den Machern der S├╝ddeutschen Zeitung zu; denn dahin geh├Âren Sie! (5)

4. Dezember 2008

Quellen

(1) Feindbild Muslim - Feindbild Jude, Wissenschaftliche Konferenz,
8. Dezember 2008
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/feindbild_muslim_feindbild_islam .pdf

Streit um das Feindbild Islam. Internet-Attacken gegen Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung. Von Renate Nimtz-K├Âster, S├╝ddeutsche Zeitung,
4. Dezember 2008
http://tinyurl.com/5korqh
http://www.sueddeutsche.de/kultur/594/450316/text/

(2) Das "Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung" auf Abwegen. ├ťber die
Gleichsetzung von Antisemitismus und "Islamophobie". Von Matthias K├╝ntzel,
Texte, 24. November 2008
http://tinyurl.com/5pnd7z

(3) Offener Brief an das Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung.
17. November 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-11-17_19-28-42.html

(4) SZ empfiehlt Redakteuren "neue Lebensplanung". Von Kai-Hinrich Renner,
WeltOnline, 15. November 2008
http://tinyurl.com/5eapd8

(5) Ab, auf den Altpapierhaufen der Geschichte! 16. November 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-11-16_16-45-35.html


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