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"Feindbild Muslim - Feindbild Jude" in sueddeutsche.de und taz.de

Wie man heute in der SZ liest, mag sich die Vorsitzende der j├╝dischen Gemeinde Berlin Lala S├╝sskind getrost von den Behauptungen des Prof. Dr. Wolfgang Benz distanzieren, sich gegen sie verwahren, es n├╝tzt nichts, deutsche MSM wissen es besser: Die Konferenz "Feindbild Muslim - Feindbild Jude" war im Vorhinein angegriffen worden: Wer Antiislamismus und Antisemitismus zusammenbringe, der verharmlose die Verbrechen an den Juden. Es war eine scharfe, aber d├╝nne Kritik; die J├╝dische Gemeinde Berlin distanzierte sich unverz├╝glich. Henryk M. Broder berichtet etwas anderes, das macht aber nichts, denn wer von den Lesern der SZ kennt schon das Tagebuch der Achse des Guten?

Heute hat Lala S├╝sskind, die Vorsitzende der j├╝dischen Gemeinde, eine mail an Prof. Benz geschickt, in der sie sich dagegen verwahrt, von Benz vereinnahmt zu werden. Sie sei "dar├╝ber emp├Ârt, diese angebliche AussageÔÇŽ in der Zeitung zu lesen und sich Anfragen dazu stellen zu m├╝ssen". (1)

Interessant sind die Berichte ├╝ber den Vortrag der Mitarbeiterin des ZfA Yasemin Shooman ├╝ber Islamfeindschaft im World Wide Web. Ihr Bezug auf der kleinen Tagung sei vor allem der Blog Politically Incorrect, berichtet S. Speicher. Es geht weiter mit der angeblichen Unterstellung einer gro├čen Verschw├Ârung zur ├ťbernahme der Weltherrschaft durch den Islam, wobei nicht klar ist, ob die Referentin oder der Berichterstatter das so sieht, vielleicht beide. Nirgends ist auf PI und anderen islamkritischen Sites die Rede von einer Verschw├Ârung, sondern berichtet wird von der gem├Ą├č der islamischen Lehre bestehenden Verpflichtung aller Muslime, weltweit den Islam durchzusetzen. Unter diesem Zeichen geschehen seit dem 7. Jahrhundert von Arabien ausgehend die Eroberungen. 732 d.Z. werden sie bei Poitiers durch Karl Martell erstmals aufgehalten. Islamische Lehre ist es auch, einmal islamisch gewesene Gebiete zur├╝ckzuerobern. In der Verfassung der Hamas ist es f├╝r das Gebiet Israels in Artikel 12 festgeschrieben; von Verschw├Ârungstheorien kann keine Rede sein: (2)

Nationalism, from the point of view of the Islamic Resistance Movement, is part of the religious creed. Nothing in nationalism is more significant or deeper than in the case when an enemy should tread Moslem land. Resisting and quelling the enemy become the individual duty of every Moslem, male or female. A woman can go out to fight the enemy without her husband´s permission, and so does the slave: without his master´s permission.

S. Speicher f├Ąhrt fort mit Lehren ├╝ber den islamischen Antisemitismus, so wie sie Dr. Juliane Wetzel in ihrem Referat Judenfeindschaft unter Muslimen in Europa vorgestellt haben mag: Antisemitismus gibt es allerdings auch unter Muslimen. Die Ideologie ist zwar im Westen ausgebr├╝tet worden, hat aber l├Ąngst auch im Islam ihre Anh├Ąnger. Es zeigt sich die vollkommene Unkenntnis ├╝ber den 1400 Jahre w├Ąhrenden Judenha├č im Islam und ├╝ber die Literatur zu diesem Thema. Mein Archiv ist voll von Beitr├Ągen dazu. Selbstverst├Ąndlich gibt es den Judenha├č nicht als Antisemitismus, da dieser Begriff erst am Ende des 19. Jahrhunderts erfunden worden ist; Judenha├č und Antisemitismus sind auch nicht dasselbe, da dem Judenha├č der Muslime die rassistische Komponente fehlt. Sogar Matthias K├╝ntzel wei├č inzwischen, da├č der islamische Judenha├č nicht aus Europa kommt. Wie inkompetent mu├č man sein, um in der SZ schreiben oder im ZfA wissenschaftlich t├Ątig werden zu d├╝rfen? Entweder hat Juliane Wetzel das so gesagt, dann bed├╝rfte es der Richtigstellung, oder aber S. Speicher tut hier seinen Wissensstand kund; beides ist gleicherma├čen peinlich.

Da der Begriff der Islamkritik von vornherein aus der Konferenz entsorgt worden ist, geht es dort nur noch um westliche Islamfeindschaft oder Islamophobie, was sogar dem Berichterstatter zu wenig ist. (3)

taz.de

Philipp Gessler, von der taz - es ist derjenige, der die M├Ąrchen ├╝ber die ├äu├čerungen von Ilan Mor und Lala S├╝sskind verbreitet, anstatt den Herrn Professor vielleicht darin zu bremsen, wei├č etwas: er vermi├čt in der Konferenz die Diskussion. Nach sechs Stunden, endlich, sei sie in Gang gekommen. Ihm f├Ąllt nicht auf, da├č es die Veranstalter sind, die eine Diskussion bewu├čt ausschlie├čen, sie bleiben unter sich. Wissenschaftler, die andere Ansichten zum Thema haben, werden nicht nur nicht eingeladen, sondern einer von ihnen, der Orientalist Dr. Hans-Peter Raddatz, wird im Vorfeld der Konferenz von Prof. Dr. Wolfgang Benz als "selbsternannter Islamwissenschaftler" beleidigt, und ├╝ber ihn gibt es die akademische Doppelstunde Rechte Dogmen f├╝r die Mitte. "Islamkritik" als Ersatzkommunikation am Beispiel von H.-P. Raddatz. Der Referent schl├Ągt zwei Fliegen mit einer Klappe, er entsorgt die Islamkritik und den Islamkritiker. Philipp Gessler, der Diskussionen liebt, bleibt unbefriedigt zur├╝ck, kann sich aber anscheinend keinen Reim darauf machen, wieso: (4)

So blieb trotz des eindrucksvollen letzten Vortrags von Peter Widmann ├╝ber den Islamhass des neorechten Ideologen Hans-Peter Raddatz am Ende ein Gef├╝hl des Bedauerns zur├╝ck: Der gro├če Wurf, die gro├če Tagung zu Parallelen und Unterschieden von Antisemitismus und Muslimfeindschaft war dieses Forschertreffen nicht.

In deutschen Universit├Ąten wird nicht diskutiert, sondern diejenigen, die nicht nur andere Ansichten vertreten zum Forschungsgegenstand, sondern sie auch begr├╝nden k├Ânnen, werden aus der Diskussion ausgeschlossen. Herrschaftswissen wird verk├╝ndet, und die MSM verbreiten dieses. Es macht nichts, da├č die wissenschaftliche Erkenntnis l├Ąngst ├╝ber die Schm├Ąhschriften eines Peter Widmann hinwegfegt. Man sollte nur einmal lesen, was Peter Widmann in dem Pamphlet Der Feind kommt aus dem Morgenland zum besten gibt, Denunziation und Propaganda gegen einen Wissenschaftler, der ihm nichts getan hat, au├čer da├č seine Ver├Âffentlichungen auf soliden islamwissenschaftlichen Studien beruhen. Wen wundert´s, da├č er nicht eingeladen wird, sondern da├č die Dilletanten unter sich bleiben? (5)

Ein Wort an die Mitarbeiterin des ZfA Yasemin Shooman

Wenn ich mich nicht irre, tragen Sie einen ber├╝hmten Namen, obgleich sich in der Transskription Ihres Namens aus dem Arabischen ein zweites "o" befindet, Shooman statt Shoman. (6)

In Ihrer Argumentation gegen Islamkritiker machen Sie dem Namen jedenfalls alle Ehre. Zu kritisierenden Antisemitismus von Muslimen gibt es f├╝r sie nicht, sondern diese Kritik sei ein Vorwand, ein ganzes Kollektiv abzulehnen, zitiert Matthias K├╝ntzel Sie aus dem Jahrbuch des ZfA. (7)

Sind Sie ein Mitglied der Familie des aus Bait Hanina stammenden Pal├Ąstinensers Abdul Hamid Shoman, des Gr├╝nders der Arab Bank? Auch der heutige Vorsitzende der Arab Bank hei├čt Abdul Hamid Shoman, er ist der Enkel des Gr├╝nders. Die von der Familie Shoman kontrollierte Bank geh├Ârt zu den gr├Â├čten internationalen Finanzinstitutionen. (8)

Gr├╝nder, im Juli 1930, Abdul Hamid Shoman wandert 1911 in die USA aus, wo er im Handel zu Reichtum kommt und 1929 in die Heimat zur├╝ckkehrt. Er ist ein enger Freund des Gro├čmuftis Hadj Amin al-Husseini. Die Engl├Ąnder verhaften ihn w├Ąhrend der Aufst├Ąnde von 1936 bis 1939 zweimal. Ahmad Hilmi Abdul Baqi, der Vater von Abdul Hamid Shoman wird 1922 Finanzminister des Emirs von Transjordanien Abdullah. Er k├Ąmpft gegen die Israelis, verteidigt 1948 Jerusalem und wird anschlie├čend Premierminister in Gaza. Ihm und seinem Sohn Abdul Hamid Shoman wird auf Anordnung des K├Ânigs Hussein von Jordanien die Ehre zuteil, im Al-Haram Al-Sharif begraben zu werden, dem Ort, an dem Yasser Arafat auch gern begraben worden w├Ąre.

Die von der Familie Shoman kontrollierte Arab Bank, mit Hauptsitz in Amman, Jordanien, ist heute eine der gr├Â├čten Banken der arabischen Welt. Sie betreibt 500 Zweigstellen in 30 L├Ąndern auf f├╝nf Kontinenten, davon 15 (Stand: November 2004) in den pal├Ąstinensischen Gebieten. Sie ist eine der vielen Geldquellen zur Unterst├╝tzung des islamischen Terrors. Sie ist die bevorzugte Bank der pal├Ąstinensischen Terrororganisationen, vor allem der Hamas und des Pal├Ąstinensisch-islamischen Jihad (PIJ), deren Leiter von Syrien aus den Transfer von j├Ąhrlich mehreren Millionen aus dem Ausland erhaltener Dollar in die pal├Ąstinensischen Gebiete veranlassen. (9)

Einzelheiten ├╝ber die Bank, und wie die israelische Armee w├Ąhrend der Operation "Defensive Shield", vom April 2002, in den B├╝ros der Palestinian General Intelligence, in Yasser Arafats Hauptquartier in Ramallah, der Mukata, Unterlagen findet, aus denen die bedeutende Rolle der Arab Bank f├╝r das Funktionieren der Terrororganisationen hervorgeht, k├Ânnen in meinem Artikel von vor vier Jahren Saudi-Arabien, die "pal├Ąstinensische Sache" und die Arab Bank nachgelesen werden. (10)

K├Ânnen Sie mein Interesse und meine Spannung verstehen?

10. Dezember 2008

Update

Die Verleumdungen und Beleidigungen des Orientalisten durch Dr. Peter Widmann gibt´s nicht mehr auf der Site von Honestly Concerned, aber jetzt in deutsch und englisch bei der vom Ausw├Ąrtigen Amt des Frank-Walter Steinmeier gef├Ârderten Qantara. Mittels dieser "Br├╝cke" wollen die Bundeszentrale f├╝r politische Bildung, die Deutsche Welle, das Goethe-Institut und das Institut f├╝r Auslandsbeziehungen zum Dialog mit der islamischen Welt beitragen. (5)

13. Februar 2009

Quellen

(1) Prof. Benz hat ein Problem. Von Henryk M. Broder,
Tagebuch der Achse des Guten, 9. Dezember 2008
http://tinyurl.com/6he3sb

Prof. Dr. Wolfgang Benz und seine M├Ąrchen aus 1001 Berliner N├Ąchten.
9. Dezember 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-12-09_19-07-15.html

(2) Article 12. The Covenant of the Islamic Resistance Movement (Hamas),
August 18, 1988. MidEast Web Historical Documents
http://www.mideastweb.org/hamas.htm

(3) News gegen die Minderheit. Von S. Speicher, s├╝ddeutsche.de,
9. Dezember 2008
http://www.sueddeutsche.de/,ra4m1/kultur/253/450969/text/

(4) Judenhasser versus Islamfeinde. Von Philipp Gessler, taz.de,
10. Dezember 2008
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/judenhasse r-versus-islamfeinde/

(5) Der Feind kommt aus dem Morgenland. Rechtpopulistische "Islamkritiker" um
den Publizisten Hans-Peter Raddatz suchen die Opfergemeinschaft mit Juden.
Von Peter Widmann, Honestly Concerned 2007, Seite 25 ff. (nicht mehr online)
http://tinyurl.com/59wn5y

Islamkritik in Deutschland. Irrationales Feindbild. Von Peter Widmann.
Der Text basiert auf einem Artikel im Jahrbuch 17 (2008) des ZfA
(erschienen im Metropol-Verlag, Berlin). Qantara 2009
http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=468&wc_id= 1106

Criticism of Islam in Germany. Irrational Demonization. By Peter Widmann,
The text is based on an article that was published by Metropol-Verlag, Berlin,
in the ZfA´s Jahrbuch 17 (2008). Qantara.de 2009
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-476/_nr-110 9/i.html

Dr. Peter Widmann. Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/mitarbeiter/widmann.htm

(6) Yasemin Shooman, M.A. Zentrum f├╝r Antisemitismusforschung
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/mitarbeiter/shooman.htm

(7) ´Islamophobia´ or ´Truthophobia´? By Matthias K├╝ntzel, WSJ Europe,
Doc´s Talk, December 8, 2008
http://docstalk.blogspot.com/2008/12/islamophobia-or-truthop hobia.html

(8) Abdul Hameed Shoman Foundation. Arabisch
http://www.shoman.org/ar/

World War I. Creation of Jordan, Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_ww1_british_mandate_jordan. php

(9) Arab Bank. Our Profile
http://www.arabbank.com/en/profile.aspx

(10) Saudi-Arabien, die "pal├Ąstinensische Sache" und die Arab Bank.
9. September 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-09_21-16-10.html

Siehe auch:

´German center ignores Iranian threat´. By Benjamin Weinthal,
The Jerusalem Post, December 10, 2008
http://tinyurl.com/62qb6s


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