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Rolf Stolz und der islamisierte Verband Deutscher Schriftsteller

Die Islamkompatibilität des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) scheint noch nicht ganz vollzogen zu sein. Seine Vorsitzende Margit Hähner sträubt sich noch. Ich habe den Kongruenzbestrebungen in den "Weisheiten" ein Gedenksteinchen gesetzt: "talaq talaq talaq" gemäß ver.di-Satzung, wie sie in Auszügen in der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) veröffentlicht ist:

Tatsächlich findet man im § 5 der ver.di-Satzung u.a. folgende Punkte: "Verdi bekennt sich …zum Einsatz für eine pluralistische Gesellschaft, in der Toleranz und gleiche Rechte gelten, unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung…" und zur "…Auseinandersetzung mit und Bekämpfung von faschistischen, militaristischen und rassistischen Einflüssen…". "Von der Mitgliedschaft ausgeschlossen sind Personen, a) deren Bestreben und Betätigung in Widerspruch zu den in § 5 genannten gewerkschaftlichen Zielen steht oder b) die antidemokratische oder antigewerkschaftliche Bestrebungen von Vereinigungen, Parteien oder anderen Gruppierungen fördern, diese Bestrebungen in Wort und Schrift oder durch andere aktive Mitwirkung unterstützen". Und nach § 10, 2, a "müssen diese Bestimmungen von jedem Mitglied eingehalten werden. Andernfalls kann es nach § 12, 1 ausgeschlossen werden".

Die pluralistische Gesellschaft ist für ver.di eine, die ausschließlich aus solchen Personen besteht, die Ansichten wie ver.di vertreten, "Toleranz und gleiche Rechte" entsprechen der "Freiheit im Glauben" des Islams. "Ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung" gemäß § 5 der ver.di-Satzung sind keine auf die Mitglieder anzuwendenden Kategorien, sondern sie dienen der robusten Positionierung der Gewerkschaft gegenüber der Außenwelt, die von ihr einen Dhimmi-Status zugewiesen bekommt. VS- und ver.di-Mitglieder leben mit den anderen in einem vertragsähnlichen Zustand, sie bestimmen, wer dazu gehört. Das funktioniert aber nur, wenn in der VS-Innenwelt alle unterworfen und gleichgeschaltet sind, siehe dazu § 10,2 der Satzung. Die nach § 12,1 formulierte Kannbestimmung des Ausschlusses widerspricht insofern der Logik, sie ist anscheinend ein Relikt aus vorislamisierter Zeit.

Rolf Stolz gehört entsprechend der ver.di-Satzung weder zur Innen- noch zur Außenwelt von VS und ver.di, damit haben die aus- und zurückgetretenen Mitglieder Recht. Der Sinn der Mitgliedschaft von Rolf Stolz im VS besteht inzwischen allein darin, das oben Gesagte zu verdeutlichen. Um der vollständigen Angleichung des VS an den Islam nicht länger im Wege zu stehen, sollten Margit Hähner und Rolf Stolz dort austreten.

Reichsbedenkenträger, die meinen, bei zunehmender Islamisierung deutscher einstmals als demokratisch gegründeter Institutionen müßten diese in Konflikt mit den Gesetzen kommen, seien beruhigt. Der Deutsche Bundestag höchstselbst gibt Islamgrünes Licht für die Einführung der Scharia in unsere Gesellschaft. Die Scharia wird demnach nicht, weil auf dem Koran basierend, insgesamt als unseren demokratischen Werten widersprechend angesehen. Der Koran mit seinen Ungleichheitsgeboten für Frauen, seinen Ermordungsaufforderungen gegen Ungäubige, d.h. gegen Nicht-Muslime, seiner Verpflichtung der Gläubigen zur weltweiten Ausbreitung des Islams wird von der höchsten Instanz der Bundesrepublik Deutschland an sich nicht als verfassungswidrig angesehen, und Bestimmungen der aus ihm erwachsenen Scharia werden selbst dann anerkannt, wenn sie mit unseren Gesetzen eindeutig unvereinbar sind.

Wen wundert es, daß deutsche Juristen das Eherecht am weitestgehenden dem Zugriff der Scharia aussetzen? Es betrifft doch nur die Frauen, sie sind davon am meisten betroffen, und zwar negativ. Mehrehe und Scheidung durch Triple talaq werden bei uns nicht von vornherein ausgeschlossen, sondern die Gerichte prüfen "eine mögliche Grundrechtsverletzung", was nichts anderes heißt, als daß eine punktuelle, wenn nicht gar prinzipielle Vereinbarkeit der Eherechtsbestimmungen der Scharia mit dem Grundgesetz unterstellt wird.

So betrachtet, könnte sich die ver.di-Satzung noch viel weiter islamisieren, bevor es unseren Behörden einfiele, sich dafür zu interessieren. Anprangern nicht nur in befreundeten Zeitungen wie der NRhZ und dem Neuen Deutschland (ND), sondern ein Verjagen aus dem VS-Dorf sind gesetzeskonform, weitere Maßregeln an unliebsamen Mitgliedern müßten von ver.di fallweise ausprobiert werden: learning by doing. Der VS könnte, den Muslimvereinigungen ähnlich, versuchen, einen autonomen Status in unserer Gesellschaft durchzusetzen, von der Parallel- zur Gegengesellschaft wäre es dann auch für die Gewerkschaft nur noch ein Schritt.

19. Dezember 2008

Quellen

"Nazijäger-Nazis"? Von Peter Kleinert, Neue Rheinische Zeitung,
18. Dezember 2008
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13252

Linke blasen zum Halali auf Rolf Stolz. PI, 18. Dezember 2008
http://www.pi-news.net/2008/12/linke-blasen-zum-halali-auf-r olf-stolz/

At-Talaq. Koran Sure 65. Zentralrat der Muslime in Deutschland
http://www.islam.de/1350.php

Die Anwendung der Scharia in Deutschland. Deutscher Bundestag.
Wissenschaftliche Dienste, Nr. 85/08, 16. Dezember 2008
http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2008/scharia.pdf

Gegendarstellung (von Rolf Stolz) zu dem Artikel von Eva Weissweiler "Krise im Verband Deutscher Schriftsteller Köln und NRW – Duldung eines Rechten", Neue Rheinische Zeitung, Online-Ausgabe vom 27. 11. 2008
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13160

Leserbriefe von Harald Prassl, Reaktion auf den Artikel "Duldung eines Rechten" von Eva Weissweiler , zum Qualitätsjournalismus der NRhZ, und von Imre Török zur "causa Rolf Stolz" (sic!), "Nazijäger Nazis" aus NRhZ 177. Stimmen unserer LeserInnen. Neue Rheinische Zeitung. Die Antwort von Rolf Stolz an Imre Török, vom 20. Dezember 2008, ist nicht in der NRhZ veröffentlicht worden.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=9998


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