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Uighurische Glaubenskämpfer demnächst in Deutschland

Aus gegebenem Anlaß der Anweisungen des Außenministers der Bundesrepublik Deutschland Frank-Walter Steinmeier zur Aufnahme von uighurischen Guantánamo-Häftlingen empfehle ich meinen Lesern einen Artikel, den ich am 15. Dezember 2001 geschrieben und am1. Juli 2006 aktualisiert habe. (1)

Vielleicht ist dann das Ausma√ü der Verantwortungslosigkeit besser zu erkennen, mit der deutsche Politiker unsere Interessen aufgeben. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung - er wird tats√§chlich als solcher bezeichnet - G√ľnter Nooke (CDU) ist vorgeprescht, und da kann der sozialdemokratische Kanzlerkandidat nicht nachstehen. Was mit unseren Menschenrechten wird, wayne interessiert´s? (2)

Oder ist es möglich, daß beide das verbrecherische Potential gar nicht sehen, das die in Afghanistan aufgegriffenen, in Guantánamo einsitzenden uighurischen Terroristen bedeuten? Die Uighuren sind von anderem Kaliber als Murat Kurnaz, und schon dieser wird 2005 von deutschen Ermittlungsbehörden als brandgefährlich eingeschätzt. (3)

Es kann der Bundesregierung nicht entgangen sein, da√ü die Uighuren von islamischen Terrorgruppen, der Xinjiang Befreiungsfront, der Uighurischen Befreiungsorganisation, von al-Qaida Ortsgruppen sowie vom Islamic Movement of Uzbekistan (IMU) und anderen radikalislamischen Verb√§nden eingesetzt werden zur Destabilisierung und Islamisierung Chinas, und da√ü die USA sich dieser K√§mpfer f√ľr den Tag versichern wollen, da sie sich stark genug f√ľhlen, versch√§rft gegen den Konkurrenten China vorzugehen. Diese Politik bereiten die USA schon im Dezember 2001 vor, als sie die Uighuren nicht an China ausliefern. Wer Terrorist ist, das bestimmen das strategische und wirtschaftliche Interesse der USA.

So weit so gut, aber welches strategisch-wirtschaftliche Interesse hat die Bundesrepublik Deutschland, sich diese K√§mpfer im Wartestand ins Land zu holen? Welche Verpflichtung sieht die Bundesregierung gegen√ľber den USA, die seinerzeit, vor sieben Jahren, ebenso h√§tten mit China aushandeln k√∂nnen, da√ü die uighurischen Terroristen ein Gerichtsverfahren unter internationaler Aufsicht bekommen, die aber stattdessen eine Einsatztruppe f√ľr die Zukunft pflegen wollen?

Der deutsche Au√üenminister versteht sich als zur Solidarit√§t mit Obama verpflichtet, wie die FAZ zwischentitelt, mit einem designierten Pr√§sidenten, der in mehr als einem Fall erkennen l√§√üt, da√ü er die mit seinem Amtsantritt von Seiten der muslimischen Glaubensk√§mpfer weltweit zu erwartenden Probleme nicht einsch√§tzen kann, der mit dem Iran ohne Bedingungen verhandeln will, und in dessen Partei sich, ohne da√ü President-elect etwas dagegen einzuwenden h√§tte, ein Abgeordneter von den Muslimbr√ľdern eine Pilgerfahrt finanzieren l√§√üt? (4)

Die Anweisung des Frank-Walter Steinmeier macht deutlich, da√ü die Politik der Bundesregierung nicht von Staatsinteresse, sondern von Ideologie bestimmt wird. Schon die Finanzierung und die logistische Unterst√ľtzung des Wahlkampfs von The One, vor der Berliner Siegess√§ule, im Juli 2008, ist ma√ügeblich von Ideologie bestimmt. Man mu√ü es sich nur einmal vorstellen: ein von der US-Regierung einseitig hofierter Kanzlerkandidat bekommt auf der National Mall von Washington die Gelegenheit, Hunderttausende von begeisterten Amerikanern zu versammeln - es m√ľ√üte ja nicht gerade am World War II Momorial sein, man wollte den Kandidaten bestimmt nicht verunsichern! (5)

Einmal abgesehen davon, da√ü es keine 200 000 Amerikaner zu Begeisterungsst√ľrmen f√ľr einen deutschen Politiker hinrei√üen w√ľrde, wird die Perfidie der Wahlkampfunterst√ľtzung f√ľr Barack Obama deutlich. Im Juli 2008 ist noch nicht abzusehen, wer zum Pr√§sidenten gew√§hlt wird, die $650 Millionen Wahlkampfspenden, die H√§lfte davon aus dubiosen Quellen, sind noch nicht angeschwemmt, seinen Sieg zu kaufen. Es h√§tte nach dem Informationsstand vom Juli 2008 durchaus sein k√∂nnen, da√ü John McCain die Wahl gewinnt - Sarah Palin ist zu der Zeit √ľbrigens noch nicht als Kandidatin zur Vizepr√§sidentschaft benannt, und sie soll es es angeblich sein, die John McCain verlieren l√§√üt.

Die Ideologie des Frank-Walter Steinmeier f√ľhrt dazu, das Interesse der Bundesrepublik Deutschland an der Neutralit√§t beiden Kandidaten gegen√ľber aufzugeben. Dieser Au√üenminister f√ľhlt sich dem Barack Obama in Solidarit√§t verpflichtet; den Begriff, den er jetzt zweckentfremdet f√ľr seine eigenen politischen Ambitionen, kennt er noch aus seiner Juso-Zeit. Die Ideologie des Au√üenministers f√ľhrt dazu, da√ü er die strategisch-wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik Deutschland gegen√ľber China nicht wahrt. Es ist ihm wichtiger, die st√§ndigen Forderungen der Afghanistan- und Irakkriegsgegner zur Schlie√üung von Guant√°namo jetzt mit einem politischen Erfolg f√ľr sich zu kr√∂nen. W√§hlerstimmen werden ben√∂tigt, um die SPD bei den n√§chsten Bundestagswahlen nicht im Projekt des verstorbenen FDP-Politikers J√ľrgen M√∂llemann enden zu lassen: 18 Prozent.

Es versteht sich, daß weder Politik noch MSM die im Zusammenhang mit dem Gefängnis von Guantánamo bestehenden juristischen Fragen aufwerfen, nach dem rechtlichen Status der Gefangenen, sind sie Kriegsgefangene, sind sie auf dem Schlachtfeld aufgelesene Freischärler? Betrachten die USA, betrachtet die Bundesrepublik Deutschland sich im Krieg mit dem terroristischen Islam, mit islamischen Terroristen?

Die Anerkenntnis eines Krieges h√§tte weitreichende Konsequenzen f√ľr die Beziehungen der beiden L√§nder sowohl zu den islamischen Staaten, vor allem zu Saudi-Arabien, dem Iran, zu Syrien, √Ągypten und Pakistan, als auch zu den vom islamischen Terror heimgesuchten L√§ndern China, Indien, Israel und Ru√üland; diese vier L√§nder werden bislang vom Westen in ihrem Kampf gegen den islamischen Terror allein gelassen, die Folgen sieht man au√üer im st√§ndigen Kassam-Regen von Gaza auf Israel vor knapp einem Monat in Mumbai. In meinem Archiv befinden sich mehrere Artikel dazu, sie sind hier verlinkt: Mumbai: Die Daily Mail berichtet √ľber die Opfer im Chabad-Zentrum. (6)

Die deutschen MSM sind im Fall von Mumbai nicht einmal bereit, die Opfer als ermordet zu bezeichnen, sondern sie "kommen ums Leben", "sind get√∂tet". Wer spr√§che von Krieg? √úberziehen Terroristen Indien im Namen des Islams mit Krieg? Ist es eine Kriegshandlung des Islams gegen die Juden, wenn seine ihm Unterworfenen im Chabad-Zentrum die Juden foltern und ermorden, oder w√ľten dort einige verr√ľckt gewordene sozial benachteiligte Jugendliche, "les jeunes"?

War und/oder ist Afghanistan ein Kriegsschauplatz, oder ist das Land heimgesucht von einigen B√∂sewichtern aus sich befehdenden St√§mmen, deren Einflu√ü man mit Hilfe deutscher Schul- und Krankenhausbauten, unterst√ľtzt von gut ausgebildeten Polizisten, zur√ľckdr√§ngen kann?

Meint die Bundesregierung, und meint ihr Menschenrechtsbeauftragter, die Uighuren blieben in Deutschland, heirateten eine T√ľrkin oder holten vielleicht noch ihre Familien nach und w√ľrden hier einer geregelten legalen Besch√§ftigung nachgehen? Sie k√∂nnen nicht alle in der Bremer Jugendarbeit eingesetzt werden, da sei Murat Kurnaz vor, nicht da√ü er dann hinterher die Schuld kriegt, wenn die Uighuren mit einem Oneway Ticket nach Pakistan abreisen, um dort den Koran zu studieren!

Es ist noch nicht lange her, da zeigen die Uighuren in Xinjiang, was jetzt und demn√§chst von ihnen zu erwarten ist. Vier Tage vor Beginn der Olympischen Spiele ermorden zwei muslimische Uighuren bei einem Angriff auf die Polizeistation in der Provinz Xinjiang 16 Polizeibeamte. Sie sind als "Freiheitsk√§mpfer" unterwegs, f√ľr die Abspaltung Xinjiangs von China, das von US-Politikern und Milit√§rs im Einverst√§ndnis mit der Separatistenbewegung als Ost-Turkestan bezeichnet wird. Ausgebildet sind die "Freiheitsk√§mpfer" in Pakistan, im Iran, in Afghanistan und in Tschetschenien. (7)

Jihad Watch berichtet √ľber die mit zweierlei Ma√ü messende Menschenrechtspolitik der USA gegen√ľber der VR China. Von der chinesischen Regierung verfolgte, f√ľr den Glaubenskrieg trainierende Uighuren haben ihr ganzes Mitgef√ľhl. Demokraten und Republikaner sind sich darin einig; schlie√ülich werden diese Terroristen eines Tages gegen China ben√∂tigt. √Ąhnlich verfahren die USA mit den iranischen Volksmudschaheddin. (8)

Die Bundesregierung und ihr Menschenrechtsbeauftragter mit ihren Vorstellungen √ľber die menschenrechtswidrige Verwahrung der Terroristen und √ľber die dringend gebotene Aufl√∂sung des Gef√§ngnisses von Guant√°namo handeln ihrer Ideologie entsprechend, und man sieht, da√ü in diesem Zusammenhang sogar der Anti-Amerikanismus es nicht vermag, sie zu bremsen. Sie schaden unserer Gesellschaft, in dem sie den Interessen der USA Vorschub leisten. Diese entledigt sich der leidigen Frage, ob sich der Westen in einem Krieg mit dem islamischen Terror befindet, in dem sie das Problem in diejenigen L√§nder verlagert, die das schon immer nicht so sehen, sondern meinen: "Islam ist Frieden". Deutschland und seine Politiker, MSM und die in Unwissenheit gehaltene deutsche Bev√∂lkerung setzen sich daf√ľr ein, da√ü umgehend Guant√°namo aufgel√∂st und die armen unschuldig inhaftierten H√§ftlinge bei uns Aufnahme finden. Es ist wie seinerzeit mit Murat Kurnaz, in dessen Herkunftsland T√ľrkei sich kein Entscheidungstr√§ger findet, der auch nur einen Finger f√ľr ihn krumm macht, die Deutschen aber haben aus ihrer Vergangenheit gelernt, sie lassen niemanden mehr verkommen.

Wenn diese hilfsbereiten Menschen, die sich in ihrem Anti-Amerikanismus seit Jahren √ľber die USA aufregen, nur ahnten, da√ü sie mit der Aufnahme der Uighuren den USA einen gro√üen Dienst erweisen, also nicht ihrem Liebling Barack Obama, sondern den USA und ihren seit langem bestehenden strategisch-wirtschaftlichen Pl√§nen bez√ľglich der VR China!

Am 14. Juni 2005 berichtet die Asian Times einmal mehr dar√ľber. In einer Pressekonferenz, vom 6. Dezember 2001, sagt der Antiterrorismus-Botschafter der USA Francis X. Taylor: "Die USA bezeichnen nicht als oder halten die Organisation Ost-Turkestans (= Xinjiang) nicht f√ľr eine terroristische Organisation. Taylor wies darauf hin, da√ü die legitimen wirtschaftlichen und sozialen Probleme, mit denen das Volk in Nordwestchina konfrontiert ist, nicht notwendigerweise Antiterrorprobleme sind; sie sollten politisch gel√∂st werden, statt da√ü man Antiterrormethoden benutzt." (9)

Die vollständige Rede des Botschafters Francis X. Tylor kann auf der Site der Universität Yale nachgelesen werden. (10)

Die von den USA angestrebte politische Lösung besteht darin, die sich in allen Bereichen der Weltpolitik abzeichnende Vormachtstellung der VR China durch uighurische "Freiheitskämpfer" in einem Stellvertreterkrieg aufzuhalten, was schon 2001 illusorisch ist, jetzt aber, im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der Präsidentschaft eines Barack Obama vollends unmöglich wird.

Dennoch sind sich deutsche Politiker nicht zu schade, sich von den USA f√ľr deren Illusionen einspannen zu lassen. Hauptsache, Guant√°namo wird endlich aufgel√∂st und Beifall f√ľr Frank-Walter Steinmeier braust auf im friedlichen Deutschland. Wir haben sonst keine Sorgen!

22. Dezember 2008

Update

Der Außenminister läßt nicht locker, obgleich sogar ein repräsentativer Querschnitt der Amerikaner bei einer GALLUP-Umfrage mehrheitlich erklärt, man möge Guantánamo nicht schließen: (11)

  • Ja, sollten sie: 35 Prozent
  • Nein, sollten sie nicht: 45 Prozent
  • Wei√ü nicht/Auskunft verweigert: 20 Prozent.

Man kann davon ausgehen, daß sich unter den 20 Prozent, die es nicht wissen oder die Auskunft verweigern, solche Anhänger des Barack Obama befinden, die vor sich selbst nicht zugeben wollen und können, daß eine der ersten zentral wichtigen Entscheidungen des Präsidenten nicht ihren Vorstellungen entspricht. (12)

Gateway Pundit und Jihad Watch berichten √ľber die unter George W. Bush (!) entlassenen H√§ftlinge. Gateway Pundit verlinkt weitere elf Artikel zum Thema. Es bleibt Frank-Walter Steinmeier vorbehalten, entweder zu wissen oder US-Informationen zu glauben, da√ü es sich bei den zu √ľbernehmenden H√§ftlingen um Unschuldige handelt. Wie sind sie aufs Battlefield gelangt, hatten sie dort einen Koran verloren? Wenn sie unschuldig sind, warum entlassen die USA sie nicht und lassen sie in die USA einreisen? (13)

In meinem Artikel, vom 15. Dezember 2001, dokumentiere ich, daß alle uighurischen Häftlinge auf dem Kampffeld aufgesammelt worden sind, die Belege findet man dort, daß aber die USA auf Grund ihrer Interessen diese Männer wie die iranischen Volksmudschaheddin gegen den Iran als Kämpfer gegen die VR China aufbauen wollen. (1)

Darum sind sie "Freiheitsk√§mpfer Ost-Turkestans" und werden nicht nach China ausgeliefert, und jetzt stehen sie dank Frank-Walter Steinmeier der deutschen Gesellschaft ins Haus. Wir Deutschen werden volles Verst√§ndnis daf√ľr haben, da√ü die Uighuren eine Gemeinschaft f√ľr sich bleiben und von Deutschland aus f√ľr ihre Unabh√§ngigkeit k√§mpfen, wir werden nicht wie die Chinesen handeln, deren Regierung eine systematische Assimilationspolitik am uigurischen Volk betreibt. Chinesisch ist Amtssprache. Bei uns werden die Uighuren ihre Sprache behalten und ihren Bestrebungen zur Unabh√§ngigkeit Xinjiangs als Ost-Turkestan nachgehen. In M√ľnchen gibt es bereits eine Gemeinde von 600 muslimischen Uighuren. (14)

Die Arbeitsgruppe M√ľnchen der Internationalen Gesellschaft f√ľr Menschenrechte (IGFM) unterst√ľtzt die Uighuren darin. Ihre Site ist ein Sprachrohr des World Uighur Congress und seiner Pr√§sidentin Rebia Kadeer. Die Aktivit√§ten der IGFM reichen von der nordwestlichsten Grenzspitze Nordkoreas √ľber das Gebiet entlang der Westgrenze Chinas bis zur Nordspitze Burmas. Im Osten der VR China k√ľmmert sich die Gesellschaft um Taiwan. Was in der Gegend los ist, liest man auf phayul.com, der Site des Dalai Lama; das ist der Mann mit dem nackigen Arm.

Am 19. September 2006 wurde in einem Konferenzraum des US Kongresses im Kapitol-Geb√§ude in Washington die Unabh√§ngigkeitserkl√§rung der drei Nationen Hochasiens Tibet, Ost-Turkestan und Innere Mongolei verlesen, berichtet die IGFM. Wir werden neben dem r√ľhrigen, bei Spitzenpolitikern aller Parteien gern gesehenen Dalai Lama und seinen friedliebenden Buddhisten zus√§tzlich zu den mehr als 600 muslimischen Uighuren noch zehn bis siebzehn sich f√ľr die Unabh√§ngigkeit Ost-Turkestans von China aktiv einsetzende M√§nner ins Land bekommen, gern nach Bayern. (15)

Vor dem 11. September 2001 ist die VR China "Weltfeind Nr. 1" der USA, wie man an der Unterst√ľtzung des US Kongresses sieht, soll das wirtschaftlich erfolgreiche Land wieder in diese Rolle eingesetzt werden. 2001 √ľbernahm ein US-Pr√§sident sein Amt, fest entschossen, Schlachten zu schlagen, die l√§ngst gewonnen sind, in dem er Groll wieder aufnahm wie den, China zum Weltfeind Nr. 1 zu erkl√§ren, um seine ´Freunde´ in der R√ľstungsindustrie zu unterst√ľtzen. (16)

Wie jedermann wei√ü, ist durch den 11. September 2001 alles anders gekommen, und nichts ist gewonnen, aber die Vorliebe der US-Politik f√ľr uighurische "Freiheitsk√§mpfer" zur Destabilisierung und Zerst√∂rung der VR China besteht bis heute fort, und so n√§hme es nicht wunder, wenn US-Experten f√ľr Antiterror den Deutschen diese K√§mpfer f√ľr ein unabh√§ngiges Ost-Turkestan als unschuldig unterjubeln wollten. Welche Probleme die USA ihrerseits mit den siebzehn von Ricardo Urbina, einem vom Pr√§sidenten Bill Clinton eingesetzten Richter, als zu entlassen bestimmten Uighuren hat, liest man bei McClatchy. In den USA will sie niemand haben. Die Uighuren erkl√§ren, da√ü sie sich von den USA Unterst√ľtzung in ihrem Kampf um politische Freiheit in der VR China erwarten, was nichts anderes hei√üt, als f√ľr ihre Unabh√§ngigkeit von der VR China. Es ist damit so √§hnlich wie mit den pal√§stinensischen Arabern, die unter Freiheit und Befreiung nicht Rechte in Gaza und im Westjordanland verstehen, sondern die √úbernahme Israels.

Schon 2003 seien Regierungsbeamte zu dem Ergebnis gekommen, die Uighuren nicht als feindliche Kämpfer einzustufen und sie freizulassen. Anwälte des Justizministeriums argumentieren, daß die Entlassung der Uighuren in die USA ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte, und warnen, daß die Entscheidung die internationalen Beziehungen der USA zur VR China beschädigen werde. (17)

Au√üenminister Frank-Walter Steinmeier hat keine Bedenken, die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zur VR China zu belasten. Ihm kommt es bei seiner Entscheidung darauf an, in Einklang mit seinen W√§hlern zum Bundeskanzler, den Gr√ľnen und der Linken, deren W√§hlerklientel zu bedienen; denn schon heute t√∂nt es aus ARD und ZDF, wie sehr sich die Gr√ľnen Bayerns, die zehn Uighuren wollen, wie sich Amnesty International und √§hnliche Fechter f√ľr die Menschenrechte f√ľr die Aufnahme von Guant√°namo-H√§ftlingen einsetzen. Auch die Linke kann es nicht erwarten, uighurische Aktivisten in Deutschland willkommen zu hei√üen; es bestehen bereits enge Verbindungen zu Vertretern der Uighuren, man trifft sich, internationale Solidarit√§t mit den Unterdr√ľckten der muslimischen Welt ist angesagt. (18)

Die Rolle von Amnesty International im Fall des angeblichen Mordes an Mohammed al-Dura durch israelisches Militär, vom 30. September 2000, ist noch in Erinnerung, so daß man einen Eindruck gewinnt, um welche Kreise es sich handelt, die immer mehr muslimische "Freiheitskämpfer" bei uns aufnehmen wollen. (19)

Wie das im Jemen l√§uft, liest man ebenfalls bei Jihad Watch und Gateway Pundit: Das von Saudi-Arabien finanzierte Programm zur Wiedereingliederung von ehemaligen, aus Guant√°namo entlassenen Glaubensk√§mpfern aus dem Jemen funktioniert gro√üartig. Ehemalige H√§ftlinge sind nun Top al-Qaida F√ľhrer dort. Die Einweisung der Terroristen mit ihren Familien in ein Rehabilitationszentrum wird rundheraus abgelehnt, und ehe sich der jemenitische Diktator Ali Abdullah Saleh deshalb wegbomben l√§√üt, kann man sicher sein, da√ü die H√§ftlinge freikommen. (20)

Die könnte der deutsche Außenminister vielleicht auch noch willkommen heißen, wir haben sonst wirklich keine Sorgen!

25. Januar 2009

Quellen

(1) Die US-Politik liebt die uigurischen Glaubenskämpfer gegen China.
15. Dezember 2001/ 1. Juli 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-07-01_16-47-53.html

(2) Nooke f√ľr Aufnahme von Guant√°namo-Gefangenen, dpa,
Yahoo! Deutschland, 20. Dezember 2008
http://tinyurl.com/7j5l2a

(3) Berlin will Gefangene aufnehmen. Von G√ľnter Bannas, FAZ.net,
22. Dezember 2008
http://tinyurl.com/7jyzjw

Auch Steinmeier will Guant√°namo-Terroristen. Politically Incorrect,
22. Dezember 2008
http://www.pi-news.net/2008/12/auch-steinmeier-will-guantana mo-terroristen/

Fall Murat Kurnaz. Wolfgang Bosbach antwortet ... Schaf, 1. Februar 2007
http://www.eussner.net/schaf_2007-02-01_14-23-04.html

(4) Keith Ellison oder: Warum Thomas Jefferson einen Koran kauft.
7.Januar 2007/ 20. Dezember 2008
http://www.eussner.net/artikel_2007-01-07_00-52-29.html

(5) World War II Momorial Photo 1. By Rachel Cooper, About.com
http://dc.about.com/od/monuments/ss/MonumentPhotos_5.htm

(6) Mumbai: Die Daily Mail berichtet √ľber die Opfer im Chabad-Zentrum.
3. Dezember 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-12-03_17-13-37.html

(7) 16 Beamte bei Angriff auf Polizeistation in China getötet. AFP, 4. August 2008
http://afp.google.com/article/ALeqM5jHEk5Awk3u6bNY0KSyGXLQn0 w-sA

(8) US government turns blind eye to China´s humanitarian abuses‚ÄĒexcept when Muslims are involved. Posted by Raymond, Jihad Watch, July 12, 2008
http://www.jihadwatch.org/archives/021736.php

Volksmudschaheddin des Iran und ihre seltsamen Bettgenossen von CDU und Schillpartei. Stand: 3. Juli 2003/3. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2004-12-09_12-36-49.html

(9) Uighurs feel China´s squeeze. By Alim A. Seytoff, Asia Times, June 14, 2005
http://www.atimes.com/atimes/China/GF14Ad03.html

(10) September 11, 2001 : Attack on America. Press Conference Of Ambassador Francis X. Taylor Beijing, China; December 6, 2001
http://avalon.law.yale.edu/sept11/taylor_003.asp

(11) Streit um Guantánamo. Video. Außenminister Steinmeier: "Keine Terroristen herholen", ZDF, 25. Januar 2009
http://www.zdf.de/

(12) Americans Send No Clear Mandate on Guantanamo Bay. By Lymari Morales, GALLUP, January 21, 2009
http://tinyurl.com/7noume

Obama Orders Guantanamo Bay Closed. Now the Hard Part, yahoo news,
January 22, 2009
http://news.yahoo.com/s/time/20090122/us_time/08599187215800

Guantanamo: A ´False Choice Between Our Safety and Our Ideals´?
By Clarice Feldman, Pajamas Media, January 23, 2009
http://tinyurl.com/djl9h9

(13) Former "Rehabilitated" Gitmo Detainee Becomes Al-Qaeda Chief. By Gateway Pundit, January 23, 2009
http://tinyurl.com/cy5wgm

Two more ex-Gitmo inmates return to jihad. By Robert Spencer, Jihad Watch, January 25, 2009
http://www.jihadwatch.org/archives/024568.php

(14) Ost-Turkestan und die Menschenrechte
http://www.igfm-muenchen.de/china/Uighur/Uyghurs.html

(15) Die Länder Hochasiens erklären ihre Unabhängigkeit im US Kongress,
22. September 2006
http://www.igfm-muenchen.de/china/Uighur/Independence.html

East Turkestan, phayul.com
http://tinyurl.com/aayvy3

(16) So 2020 with hindsight - how was it for you? Hackwriters Future.
Issue April 2001
http://www.hackwriters.com/AprilEd.htm

(17) Judge orders 17 Guantanamo detainees released to U.S.
By Marisa Taylor, McClatchy, October 7, 2008
http://www.mcclatchydc.com/156/story/53595.html

U.S. Warns of Islamic Terror Threat in China.
By Dr. Rusty "John Doe" Shackleford, The Jawa Report, September 30, 2005
http://mypetjawa.mu.nu/archives/123641.php

(18) Weiter Streit um Aufnahme von Guantánamo-Häftlingen, tagesschau.de,
25. Januar 2009
http://www.tagesschau.de/inland/guantanamo202.html

Gr√ľne: Bayern soll Uiguren aus Guant√°namo aufnehmen. Von ddp, nealine,
23. Dezember 2008
http://tinyurl.com/b3nxjw

Treffen mit Vertretern des Uigurischen Weltkongresses. Von Michael Leutert,
15. Januar 2009
http://tinyurl.com/dxa6ha

(19) "Paradise Now", Amnesty International und die Intifada II. 28. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-28_20-11-07.html

(20) Former Gitmo detainee now among top dogs in Al-Qaeda in Yemen.
By Robert Spencer, Jihad Watch, January 23, 2009
http://www.jihadwatch.org/archives/024535.php

Yemen sets up rehab center for Guantanamo returnees. By Khaled al-Mahdi,
arab news, January 23, 2009
http://tinyurl.com/csnns6

Former "Rehabilitated" Gitmo Detainee Becomes Al-Qaeda Chief.
By Gateway Pundit, January 23, 2009
http://tinyurl.com/cy5wgm

Ali Abdullah Saleh, "Diktator des Monats Januar 2006". 2. Juli 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-07-02_22-39-27.html


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