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Mahmud Ahmadinejad: Mit Jesus und dem Mahdi gegen die Juden

Auf YouTube postet russellwyllie die siebeneinhalb-min√ľtige Rede des iranischen Pr√§sidenten, wie er sie auf dem britischen Sender Channel 4 gehalten hat, samt einer zweimin√ľtigen Einf√ľhrung. (1)

Er stellt das Video vor mit der Bemerkung, der Redner gebe eine kurze Botschaft von Hoffnung und Erfolg zum Weihnachtsfest: Channel 4 U.K. news broadcast with Dr Mahmoud Ahmadinejad, President of Iran giving a short message of hope and prosperity for Christmas. Es ist nicht ersichtlich, wie weitgehend das Einverständnis des russellwyllie mit dem iranischen Präsidenten geht, eines ist jedoch klar: unter Hoffnung und Erfolg versteht Mahmud Ahmadinejad etwas anderes als die Christenheit. Zahlreiche der inzwischen 133 Kommentare zur Rede bestätigen dies obendrein. (2)

Pamela Geller dokumentiert die englische √úbersetzung der Rede und weiterf√ľhrende Links auf ihrer Site Atlas Shrugs. Der erste Kommentator macht unter anderem auf die √Ąhnlichkeit der Rede mit der Euphorik des Barack Obama aufmerksam: 5) Does anyone else hear a distinct echo between Obama and Ahmi? He spoke of "change", "hope", "a brighter future", "that joyful, shining and wonderful age". H√∂rt sonst noch jemand ein fernes Echo von Obama und Ahmi? Er sprach von "Wechsel", "Hoffnung", "einer helleren Zukunft", "von diesem frohen, leuchtenden, wundervollen Zeitalter". (3)

Man kann von Barack Obama halten, was man will, ob er als Scharlatan, Linksradikaler, bester Präsident, den die USA jemals gehabt haben werden, ob er gar als Messias oder als Mahdi eingeschätzt wird, eines sollte man ihm nicht nachsagen, daß er unter den genannten Begriffen dasselbe versteht wie Mahmud Ahmadinejad. (4)

Das meiste von dem, was Mahmud Ahmadinejad in der Rede √ľber Jesus Christus √§u√üert, k√∂nnte aus der Rede katholischer und protestantischer Pfarrer, Pastoren und Bisch√∂fe stammen, selbst dem Eingangsspruch Bismillah ar-Rahman ar-Rahim, hier ins Englische √ľbersetzt als In the Name of God (!) the Compassionate, the Merciful, im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gn√§digen, haben sich die Noch-Christen beider Kirchen inhaltlich schon weitgehend angen√§hert. Der Pr√§sident versiegelt seine Rede mit diesen Worten, damit stellt er alle folgenden S√§tze unter den Islam; es mag denjenigen im Publikum nicht auffallen, die sich im weiteren Text vom Begriff "God", persisch choda, blenden lassen. Eine Feinheit, die heutzutage die meisten Christen, oder besser Nochnicht-Muslime, √ľbersehen k√∂nnten, ist die Bezeichnung Jesus´ als "Wort Gottes", damit beleidigt er die Christen; denn Jesus Christus wird von ihnen nicht als Wort, sondern als Sohn Gottes verehrt, und er beleidigt die Juden, die nicht an Jesus Christus glauben, die aber von Muslimen eh nichts anderes zu erwarten haben als Beleidigungen. Er wendet sich mit seiner Rede an die Muslime Gro√übritanniens und der Welt. Allein die Muslime als the followers of Abrahamic faiths, die den abrahamitischen Glauben Folgenden, werden angemessen adressiert.

Das Thema gibt es alle Jahre wieder. Die Juden und Christen der Welt finden sich damit wohl ab, wenn sie´s nicht sogar unterst√ľtzen. Zum Jahresende 2007 habe ich zwei Artikel dazu verfa√üt, √ľber Dank und W√ľnsche der Muslime zu Weihnachten und zum Neuen Jahr und √ľber Otto Kallscheuers Exerzitien: Maria und die Muslime. Es l√§uft immer darauf hinaus, das Christentum und die Christen dem Islam zu unterstellen und die Nichtmuslime zu belehren und schlie√ülich dem Islam zu unterwerfen. Auch die 138 Unterzeichner des Weihnachtsbriefes, sunnitische und schiitische W√ľrdentr√§ger, machen in ihrer Anzeige im Figaro keine Ausnahme; sie dient trotz Dankes√ľberschrift, trotz der Verwandlung von Allah in Dieu, Gott, und der lateinischen T√ľnche allein der Lobpreisung des Islams: Gott m√∂ge Mohammed und seine Familie segnen, wie er auch Abraham und seine Familie gesegnet hat. As-Salaamu Aleikum; der Friede sei mit Euch; Pax Vobiscum. Dem pa√üt sich Otto Kallscheuer mit seinen Exerzitien an; er berichtet in v√∂lliger Ahnungslosigkeit √ľber die Rolle der Maria im katholischen und protestantischen Christentum sowie im Islam. Le Figaro und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geben sich her zur Verk√ľndung der Lehre des Islams. (5)

Auch die Rede des Mahmud Ahmadinejad ist reine islamische Lehre von Allah, der bis auf den heutigen Tag alle Menschen schafft, der nicht etwa am sechsten Tag die Sch√∂pfung abschlie√üt, und der unter ihnen die besten Menschen als Propheten ausw√§hlt, darunter Jesus Christus. Den begl√ľckw√ľnschten Briten pr√§sentiert er unter dem Namen choda den rastlosen Allah, der nichts gemein hat mit dem Gott der Juden und Christen. Entsprechend bedeutet humanity´s rejection of that message die Zur√ľckweisung der Botschaft des Islams durch die Menschheit.

Die Drohung an die westliche ungläubige Welt, an die kuffar, und da vor allem an die Juden, spricht Mahmud Ahmadinejad im vorletzten Absatz seiner Rede aus:

We believe, Jesus Christ will return, together with one of the children of the revered Messenger of Islam and will lead the world to love, brotherhood and justice. The responsibility of all followers of Christ and Abrahamic faiths is to prepare the way for the fulfilment of this divine promise and the arrival of that joyful, shining and wonderful age. I hope that the collective will of nations will unite in the not too distant future and with the grace of the Almighty Lord, that shining age will come to rule the earth.

Wir glauben, da√ü Jesus Christus zur√ľckkehren wird, gemeinsam mit einem der Kinder des verehrten Boten des Islams (= Mohammed), und die Welt zu Liebe, Br√ľderlichkeit und Gerechtigkeit f√ľhren wird. Die Verantwortung aller Anh√§nger Christus´ und abrahamitischer Religionen ist es, den Weg zur Erf√ľllung dieses g√∂ttlichen Versprechens und die Ankunft dieses freudigen, leuchtenden und wundervollen Zeitalters vorzubereiten. Ich hoffe, da√ü der gemeinsame Wille der Nationen sich in nicht zu ferner Zukunft zusammenfinden wird, und mit der Gnade des Allm√§chtigen Herrn das strahlende Zeitalter kommen wird, die Welt zu regieren.

Mahmud Ahmadinejad sagt immer das gleiche, er verk√ľndet seinen Mahdi-Glauben, und der europ√§ische Sender Channel 4 gibt ihm zur besten Sendezeit ein Forum. Wie die deutschen Muslime den "Tag der Offenen T√ľr" auf Deutschlands Nationalfeiertag legen und ihn f√ľr die Islamisierung Deutschlands zweckentfremden, wie die 138 Unterzeichner der Botschaft Dank und W√ľnsche der Muslime zu Weihnachten die Christen darin dem Islam unterwerfen, so verleibt Mahmud Ahmadinejad das Weihnachtsfest der Christen seinem Sektenglauben √ľber den Mahdi ein. Westliche Regierungen, Politiker, Institutionen und MSM sind dabei zu Diensten.

Das wird auch deutlich in der Einladung des Mahmud Ahmadinejad an die New Yorker Columbia University, am 24. September 2007. Die Verantwortlichen der Universität, politische und persönliche Freunde des designierten US-Präsidenten Barack Obama, begreifen bis heute nicht, was sie damit angerichtet haben, und The One ebenfalls nicht; denn er will ohne Vorbedingungen mit dem iranischen Präsidenten verhandeln, wenngleich sich seine Reden inzwischen ein wenig den Tatsachen angepaßt haben mögen. (6)

In New York beginnt Mahmud Ahmadinejad mit einem Zitat in arabisch: "Oh, God (Allah), hasten the arrival of Imam al-Mahdi and grant him good health and victory and make us his followers and those to attest to his rightfulness." (7)

Er erkl√§rt unumwunden, was er will und w√ľnscht, es ist nicht notwendig, sich zu verstellen, im Gegenteil, die zuh√∂rende Studentenschaft erkl√§rt im Anschlu√ü an die Rede, der iranische Pr√§sident habe eine Menge bedenkenswerter Probleme angesprochen; dazu geh√∂rt auch Israel: As for Israel, President Ahmadinejad reiterated that Iran "will not recognize the Zionist regime as it was established based on occupation, racism and threats." Was Israel angeht, so wiederholte Pr√§sident Ahmadinejad da√ü der Iran "das zionistische Regime nicht anerkennen wird, da es errichtet wurde auf Besatzung, Rassismus und Drohungen."

Initiiert und organisiert ist sein Auftritt, die Universit√§tslehrstunde, von Richard W. Bulliet, Professor f√ľr Geschichte am Middle East Institute der Universit√§t. Direktor des Instituts ist der Edward Said Professor f√ľr arabische Studien Dr. Rashid Khalidi, Freund des Barack Obama und in New York geborener PLO-Funktion√§r: "Wenn die Israelis auch nur im geringsten intelligent w√§ren, k√∂nnten sie die pal√§stinensischen Gebietsanspr√ľche neutralisieren, in dem sie einfach die Westbank zur√ľckgeben," zitiert ihn Martin Kramer. (8)

Links zu Barack Obama, Rashid Khalidi und dem ehemaligen Terroristen William Ayers findet man in den Weisheiten Spezial: Wahlen USA 2008. Es wird aus den Beziehungen dieser Personen deutlich, da√ü Mahmud Ahmadinejad sich von einflu√üreichen Kreisen der USA aufgefordert f√ľhlen kann, seine Lehre in der Columbia University ungeschminkt vorzutragen. Sie beinhaltet das eschatologische Motiv des Islams, den Ha√ü auf die Juden und auf Israel als dajjal, als Betr√ľger. Weder al-dajjal noch der Mahdi, der Rechtgeleitete, werden im Koran erw√§hnt, sie sind in den Hadithen geschildert. Jesus und der Mahdi werden den Dajjal und al-Dabbah bek√§mpfen und √ľber ihn siegen. Der Dajjal, oder "Der Betr√ľger", ist nach islamischen Lehren einer von f√ľnf Hauptakteuren der Endzeit und die Hauptverk√∂rperung des B√∂sen. Im Lager der Gegner Allahs werden mit ihm die habgierigen Horden von Yajuj und Majuj, Gog und Magog, wie auch al-Dabbah sein, das "Biest", schreibt Timothy R. Furnish.

Wen es interessiert, mehr √ľber den Mahdi-Glauben zu erfahren, dem sei die Site von Timothy R. Furnish empfohlen: Welcome to MahdiWatch.org! Der Betreiber, Assistenzprofessor f√ľr Geschichte am Georgia Perimeter College, ist promoviert in islamischer Geschichte und Autor des Buches Holiest Wars: Islamic Mahdis, Their Jihads and Osama bin Laden. Im Irak ist er t√§tig gewesen als Dolmetscher und Vernehmungsoffizier der 101st Airborne Division. (9)

Anl√§√ülich der Weihnachtsansprache des iranischen Pr√§sidenten in Channel 4, und besonders des vorletzten Absatzes darin √ľber die R√ľckkehr Jesus Christus´ gemeinsam mit dem Mahdi, besuche ich die Site von Timothy Furnish, wo der letzte Eintrag vom 21. Dezember 2008 stammt. Er zitiert den Inhalt einer Email, die er von einer gl√§ubigen sunnitischen Muslimin der Glaubensrichtung shafie mazhab erhalten hat, die vornehmlich auf dem malayischen Archipel vertreten ist. Sie teilt ihm mit, da√ü sie wie auch ihre Familie immer an den Mahdi geglaubt h√§tten. Sie bedauert, da√ü viele Muslime noch nie vom Mahdi oder von al-dajjal, dem Betr√ľger, oder der zweiten Wiederkehr des Isa bin Maryam, des Jesus, Sohn der Maria, geh√∂rt h√§tten. Sie weist den Glauben von Menschen zur√ľck, die meinen, der wiederkehrende Jesus werde der Mahdi sein. (10)

Dann macht sie entlang den Hadithen und dem islamischen Kalender eine Art Rechnung auf √ľber die Erneuerung des Glaubens durch die Jahrhunderte, des Propheten Mohammed, von Jesus, und sie meint, der Mahdi weile bereits unter den Lebenden, er k√∂nnte um 1970/71 geboren sein. Um die 40 Jahre m√ľ√üte er 2009 alt sein. Die Schwarze Armee der Hadithen k√∂nnten die Taliban aus Afghanistan sein, dem alten Khorasan. Die Afghanen seien niemals erobert worden von Nicht-Muslimen, und sie seien meist Sunniten gewesen. Sie habe niemals geglaubt, da√ü Osama bin Laden der Mahdi w√§re, aber er k√∂nnte sehr wohl der Mann von Qahtan sein. (11)

Es seien zahlreiche Forscher- und Zerst√∂rergruppen unterwegs, den Mahdi zu aufzust√∂bern und zu vernichten, aber man werde ihn nicht finden, weil Allah ihn verberge, bis er den baiat leiste, den Gefolgseid. Die Muslimin endet ihre Email: Sie wissen wahrscheinlich schon, da√ü einige Muslime, wenn er erscheint, sich gegen ihn wenden und zu Ungl√§ubigen werden, w√§hrend einige Nicht-Muslime von ihm zum Islam konvertiert werden. Ich w√ľnschte nur, da√ü es mehr Muslime g√§be, die nach ihm Ausschau halten. (12)

Timothy Furnish analysiert die Email und bemerkt dazu: (13)

1. Der Mahdi-Glaube beschr√§nkt sich nicht allein auf schiitische Gebiete wie den Iran und den Irak - was von ihm allerdings schon anl√§√ülich der √Ąu√üerungen des T√ľrken Adnan Oktar alias Harun Yahya berichtet worden ist.
2. Die Leserin glaubt nicht, daß der Mahdi kommen wird, sondern er sei bereits da.
3. Sie bezieht sich auf ein Hadith, in dem gesagt wird, selbst wenn man √ľber Eis und Schnee kriechen m√ľsse, h√§tte man zum Mahdi zu gehen, und da√ü die Familie von Mohammeds Haus, Qualen leiden werde, bis "ein Volk ... aus dem Osten mit schwarzen Bannern" k√§me, sie zu befreien. Ihre Interpretation passe auf die Taliban.
4. Der Mann von Qahtan ist eine Figur, die √§lter ist als der Islam, sie verk√∂rpert die messianischen Hoffnungen der s√ľdarabischen St√§mme. Durch die Mahdi-Traditionen gab es Bem√ľhungen, den Qahtani mit ihm irgendwie zu verbinden; deshalb wird er zum leiblichen oder religi√∂sen Bruder des Mahdi erkl√§rt, der nicht weniger wichtig sei als dieser. Osama bin Laden k√∂nnte nach der Auffassung der Sunniten von der Stra√üe der Bruder des Mahdi sein.
5. Die Email-Schreiberin glaubt nicht nur, daß der Mahdi bereits auf Erden weilt, sondern daß man hinter ihm her sei, ihn zu ermorden. Das wären vermutlich Amerikaner und/oder Israelis, und vermutlich seien ihre Informationen so schlecht, wie sie bei Saddams Massenvernichtungswaffen waren ...
6. Sie w√ľnscht, da√ü mehr Muslime sich nach dem Mahdi ums√§hen. Da sollte sie im letzten Sommer die Massen in Jamkaran gesehen haben, wie sie nach der Ankunft des Mahdi schmachteten. Das alles seien weitere anekdotische Beweise, da√ü die Bem√ľhungen der Islamischen Republik Iran, mittels Mahdi-Glauben Einflu√ü in der sunnitischen Welt zu erlangen, nicht erfolglos seien. (14)

Das will der iranische Pr√§sident Mahmud Ahmadinejad, dazu h√§lt er seine Ansprache in einer britischen Fernsehanstalt auf persisch, sie ist gedacht f√ľr Sunniten und Schiiten sowie f√ľr Christen guten Willens, die zum Islam konvertieren. Die alternative Weihnachtsbotschaft des Channel 4 ist die Drohung an die westlichen Gesellschaften, allen voran an die USA und Israel, sie zu vernichten und durch muslimische zu ersetzen. Jesus und der Mahdi werden den Dajjal, die betr√ľgerischen Juden, bek√§mpfen und sie besiegen, der Ha√ü des Islams auf sie und auf Israel wird √ľber sie kommen. (15)

Das sind die Liebe, Br√ľderlichkeit und Gerechtigkeit, wie sie dem Mahmud Ahmadinejad vorschweben, Christen und die anderen Anh√§nger der abrahamitischen Religionen sollen daran mitwirken, den Weg zur Erf√ľllung dieses g√∂ttlichen Versprechens und die Ankunft dieses freudigen, leuchtenden und wundervollen Zeitalters vorzubereiten, in dem die Juden endlich alle ermordet sind. Die Christen werden von ihm aufgefordert, ihre eigene Niederlage und damit die Herrschaft des Islams in der Welt herbeizuf√ľhren. Wie man t√§glich sehen kann, tragen nicht wenige von ihnen seit Jahren dazu bei, Regierungen, Politiker, katholische und protestantische Kleriker, Professoren, Islamexperten, Verlage, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Zeitungen und Zeitschriften, letztens der britische Fernsehsender Channel 4, und niemand gebietet dem Einhalt.

26. Dezember 2008

Update

Henryk M. Broder, auf der H√∂he der Zeit, pr√§sentiert im Achsentagebuch mit einer sch√∂nen Einf√ľhrung den Lesern seine Version des √Ąrgers mit Ahmi, einen sch√∂nen Text von Navid Kermani, gleich mit zwei sch√∂nen Quellen, als wenn der Text dadurch noch erlesener und sch√∂ner w√ľrde. Der Iran sei nicht das erste Land, dessen Bev√∂lkerung von einer totalit√§ren Bande als Geisel genommen wurde. Will Henryk M. Broder seinen Lesern weismachen, da√ü es eine totalit√§re Bande ist, die Deutschland 1933 als Geisel nimmt? Haben f√ľr ihn die deutschen Okkupanten Frankreich als Geisel genommen? (16)

Es ist alles nicht so schlimm, wei√ü Navid Kermani knapp vier Monate nach Amtsantritt des neuen Pr√§sidenten; der sei ihm und der Mehrheit der Iraner peinlich, etwa so wie Adolf Hitler den deutschen Eliten im Grunde peinlich war und blieb. Alle Diktatoren sind den Eliten, die ihnen den Weg bereitet haben, immer peinlich, unter normalen Bedingungen w√ľrden sie solche nicht zu Tisch bitten, hinter vorgehaltener Hand machen sie sich lustig √ľber sie, aber was ist schon "normal", und warum hat es Navid Kermani n√∂tig, zu formulieren "F√ľr Machmud Ahmadinejad muss sich das Volk sch√§men"? Sch√§mt es sich nicht freiwillig? (17)

Die Iraner sind wie er, sie sind wie Mahmud Ahmadinejad, die Mehrheit unter ihnen verachtet die Juden, ha√üt Israel, das gebietet schon der Islam. Die meisten von ihnen kennen sich allerdings nicht gut aus mit Atombomben, sie w√ľrden Israel damit nicht zerbomben, wie die Muslime im Mittelalter die von ihnen verachteten Juden nicht durch Massenvernichtung beseitigt haben, was ihnen heute in weiten Kreisen der Vorurteils- und Islamophobie-Forscher als Abwesenheit von Judenha√ü bzw. Antisemitismus angerechnet wird.

Navid Kermani s√ľlzt herum, so wie er schon zu Zeiten Mohamad Khatamis, des Vorg√§ngers von Mahmud Ahmadinejad, herums√ľlzt, und so wie er S√ľlze aus dem Klassiker Das Meer der Seele pre√üt, Pre√ükopfs√ľlze! (18)

Die Anhänger des Mahmud Ahmadinejad singen gemeinsam mit denjenigen, die ihn angeblich verachten, weil er sich nicht wäscht, das aus DDR-Zeiten bekannte und zu Islamzwecken leicht veränderte Lied: "Da sind wir aber immer noch, und der Staat ist noch da, den Muslime erbaun, das Land, es lebt, es lebe hoch, weil Muslime sich traun." (19)

Derweil verkommt das Achsentagebuch, wie jetzt an der Auseinandersetzung um den Spammer Alan Posener zu sehen ist, zu einem Selbstbeweihräucherungsverein. Ich lese unterdessen die Breaking News von Menapress:

Sdérot, 13h 13, 12h 13 (à Paris)

Um 13:10 Uhr Lokalzeit hat die israelische Luftwaffe eine zweite Angriffswelle gegen milit√§rische Installationen im Gazastreifen geflogen. Rauchwolken √ľber der Stadt nehmen zu. Der Sprecher der israelischen Luftwaffe hat verk√ľndet, da√ü diese Angriffe "nur den Anfang der Offensive" durch den Staat Israel markierten. Wir haben gerade eben eine auf den S√ľden des Negev abgeschossene Rakete gesehen. Wir wissen nicht, ob es Verwundete oder Sch√§den gegeben hat. (20)

Zu solchen Themen kommt man bei Achsens nicht, weil ein Dilletant dem anderen Dilletantismus vorwerfen muß, der Hinz dem Kunz und beide gemeinsam dem Nante. Gil Yaron schimpft um 13:33 Uhr "Genug ist genug!", während um 13:10 Uhr bereits die zweite Angriffswelle rollt, die erste ist um 11:39 Uhr (à Paris) gestartet worden.

27./29. Dezember 2008

Update

Der Iran befl√ľgelt, finanziert, bewaffnet und trainiert die Hamas. Der Iran erkl√§rt √∂ffentlich, da√ü er Israels Zerst√∂rung will, er sieht die Hamas als Mittel zu diesem Zweck. (21)

30. Dezember 2008

Quellen

(1) Mahmoud Ahmadinejad´s alternative Christmas message from Channel 4. Video, December 25, 2008
http://tinyurl.com/7knph4

(2) Iranian President Ahmadinejad 2008 Christmas Message Speech. Video. YouTube, December 25, 2008
http://www.youtube.com/watch?v=Iih1aEj2vgI&feature=email

(3) Ahmadi-Anti-Christ Invokes Christ. By Pamela Geller, Atlas Shrugs,
December 25, 2008
http://tinyurl.com/8pjtfx

(4) 873,000 googles for obama mahdi. Godlike Productions,
December 17, 2008
http://www.godlikeproductions.com/forum1/message687016/pg1

Is Barack Obama the Messiah?
http://obamamessiah.blogspot.com/

(5) Dank und W√ľnsche der Muslime zu Weihnachten und zum Neuen Jahr.
1. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-01_23-57-30.html

Otto Kallscheuers Exerzitien: Maria und die Muslime. 2. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-02_21-57-06.html

(6) Mahmud Ahmadinejad triumphiert in der Columbia Universität.
25. September 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-09-25_20-57-57.html

(7) PART1 (of 4) Speech from Ahmadinejad at the Columbia University,
September 24, 2007. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=pVq44VydAtw&feature=related

(8) Richard W. Bulliet
http://tinyurl.com/34fbch

Khalidi of the PLO. By Martin Kramer, Sandbox, October 30, 2008. Update:
48-minute radio documentary entitled "The Gun and the Olive Branch:
The Palestine Liberation Organization," produced in 1979 for
Pacifica in Berkeley, California
http://sandbox.blog-city.com/khalidi_of_the_plo.htm

(9) Dr. Timothy Furnish, Department of Social Sciences,
Georgia Perimeter College
http://tinyurl.com/87gwzf

Timothy R. Furnish¬īs Web Site MahdiWatch.org
http://www.mahdiwatch.org/

(10) Islam in Malaysia. By Haj Ahmad Kamar, Al-Islaah Publications
http://members.tripod.com/worldupdates/islamintheworld/id20. htm

Koran Sure 3 Al-´Imran. Zentralrat der Muslime in Deutschland
http://islam.de/1412.php

(11) Qahtan. Enzyklopädie des Islam
http://www.eslam.de/begriffe/q/qahtan.htm

(12) Baiat. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Baiat

(13) The Man from Qahtan, MahdiWatch.org, December 21, 2008
http://www.mahdiwatch.org/2008.12.01_arch.html#1229908039031

Show me the Mahdi! By Timothy Furnish, MahdiWatch.org, June 22, 2008
http://www.mahdiwatch.org/2008.06.01_arch.html#1214193901087

"Muslim creationist preaches Islam and awaits Christ". By Tom Heneghan,
ar-Reuters, June 19, 2008
http://wwrn.org/article.php?idd=28871

(14) A Brief History of the Holy Jamkaran Mosque
http://www.jamkaran.info/webs/english/E_Default.htm

(15) Iran: Christmas Message from a terrorist supporter. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=qTREjVmyGV0

Timothy R. Furnish, Michel Rubin: The Virtual Mahdi Today. Holiest Wars.
Islamic Mahdis, Their Jihads, and Osama Bin Laden.
Greenwood Publishing Group, 2005, p. 95
http://tinyurl.com/7gbbkv

(16) Navid Kermani √ľber den Iran. Von Henryk M. Broder, Achsentagebuch,
27. Dezember 2008
http://tinyurl.com/8573w9

(17) Unser peinlicher Präsident. Von Navid Kermani, ZeitOnline,
25. November 2005
http://www.zeit.de/2005/48/kermani?page=1

(18) Das Meer der Seele. Mensch, Welt und Gott in den Geschichten des
Fariduddin Attar. 26. August 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-08-26_23-09-26.html

Wahied Wahdat-Hagh: Die islamische Republik Iran. Die Herrschaft des
politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus,
LIT Verlag Berlin-Hamburg-M√ľnster, 2003, S. 393
http://tinyurl.com/9uwrq4

(19) Textarchiv. Lieder f√ľr den Jahrestag. Berliner Zeitung,
Archiv 1999, 2. Oktober
http://tinyurl.com/8lq6w3

(20) Seconde vague d´attaques (info # 022712/8). Metula News Agency
http://www.menapress.com/

(21) Analysis: Don´t forget the Iranian connection. By David Horovitz, Jerusalem Post, December 29, 2008
http://tinyurl.com/8e39eg


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