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Karl Pfeifer. Zwischen allen StĂĽhlen. Film. Deutschlandpremiere in Berlin

Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer, 2008. Ein Film von Daniel Binder, Mary Kreutzer, Ingo Lauggas, Maria Pohn-Weidinger und Thomas Schmidinger A, IL, H 2008, 87 Minuten

Ein Highlight der JĂĽdischen Volkshochschule Berlin. Herr Pfeifer ist bei der VorfĂĽhrung anwesend.

Karl Pfeifer, geboren 1928 in Baden bei Wien, flüchtet 1938 mit seiner Familie aus Österreich zunächst nach Ungarn, wo er 1940 der zionistisch-sozialistischen Jugendbewegung Haschomer Hazair beitritt. Im Januar 1943 erreicht er mit einer Gruppe von 50 Kindern und Jugendlichen in einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hazair nach einer abenteuerlichen Reise Palästina. Er lebt als Mitglied einer Gruppe der Jugend-Alija bis 1946 im Kibbuz. Im März 1946 meldet er sich als Freiwilliger zur Palmach, (Elitetruppe der Haganah) und kämpft im Israelischen Unabhängigkeitskrieg. 1950 aus der Armee entlassen, kehrt er 1951 nach Österreich zurück.

"In Österreich angekommen, musste ich bei der Staatspolizei vorsprechen… Heimkehrer seien in Österreich nur die, die in der Wehrmacht bzw. in der Waffen SS gedient haben."

Seit Ende der siebziger Jahre ist Karl Pfeifer als Journalist tätig, 1982 bis 1995 ist er Redakteur des offiziellen Organs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG). Von Anfang der 90er Jahre bis 2005 ist Karl Pfeifer Wiener Korrespondent des israelischen Rundfunks Kol Israel - The Voice of Israel. Der stets gegen Rechtsextremismus kämpfende freie Journalist ist Mitarbeiter der antifaschistischen Londoner Monatszeitschrift "Searchlight" und der Budapester Wochenzeitung "Hetek". Karl Pfeifer ist seit vielen Jahren Kurator des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands und seit 2003 Träger der Josef Samuel Bloch Medaille der Aktion gegen Antisemitismus.

Der Film begleitet Karl Pfeifer an zentrale Orte seines Lebensweges. Orte, an denen er antisemitischen Angriffen ausgesetzt ist, Orte, an denen er seine politischen Einstellungen schärft. Seinen Lebenswegen zu folgen, bedeutet auch, den Bahnen und Verstrickungen des österreichischen Antisemitismus zu folgen.

Sonntag, den 1. Februar 2009, 11:00 Uhr
Kino "Die Kurbel"
Giesebrechtstr. 4
10629 Berlin
Reservierungshotline:
030 - 88 91 59 98
Eintritt: 7 € - ermäßigt 4 €

Thomas Schmidinger. Filme. Zwischen allen StĂĽhlen
http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/film.php

JĂĽdische Volkshochschule Berlin
http://www.jvhs.de/

H. Haganah. Haschomer Hazair. P. Palmach, Zionismus von A bis Z,
The Jewish Agency for Israel, Department for Jewish Zionist Education
http://www.jafi.org.il/education/100/german/gloss/glossh.htm l

Jugend-Alija. Gudrun Maierhof, Chana SchĂĽtz und Hermann Simon (Hg.): Aus Kindern wurden Briefe. Stiftung ´Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum´
http://tinyurl.com/8z37ok

Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG)
http://www.ikg-wien.at/

Kol Israel - The Voice of Israel
http://www.israelradio.org/

Searchlight Magazine
http://www.searchlightmagazine.com/

Hetek. Országos Közéleti Hetilap, Budapest
http://www.hetek.hu/

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
http://www.doew.at/

Joseph Samuel Bloch Medaille an Karl Pfeifer. Eine Laudatio des
wissenschaftlichen Leiters des DĂ–W, Wolfgang Neugebauer, DĂ–W Aktuell,
24. November 2003
http://www.doew.at/aktuell/aktion/pfeifer.html


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