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Muslimisch-j├╝dische Beziehungen in der Geschichte: nicht alles golden

Im April 2002 gibt das American Jewish Committee eine Brosch├╝re heraus mit dem Titel Muslim Anti-Semitism. A Clear and Present Danger, Muslimischer Antisemitismus. Eine deutliche und gegenw├Ąrtige Gefahr. Ihr Autor ist Robert S. Wistrich. (1)

Zum Verst├Ąndnis der religi├Âsen Grundlage dieses new Muslim anti-Semitism, des neuen muslimischen (!) Antisemitismus, wie er im Vorwort bezeichnet wird, (S. V) bringt er Suren des Koran, in denen Mohammed die Juden zu Feinden der Muslime erkl├Ąrt; Juden sind darin die Ungerechten, auf die Strafe hinabgesandt wird von Allah, auch Bibelstellen zweckentfremdet der Prophet und gibt sie entstellt wieder. Der Koran ist voll von Schilderungen der Juden, ihres Charakters und ihrer ├╝blen Taten, und von Anweisungen zu ihrer Behandlung.

Gem├Ą├č dem Koran kommt Schande, Elend und der Zorn Allahs auf die ungehorsamen Juden, die die Propheten get├Âtet h├Ątten; (Sure 2:59-61) Juden seien Frevler, die Allah verfluche, auf die er zornig sei, und aus denen er Affen und Schweine und G├Âtzendiener gemacht habe, die ├╝ber ihren Glauben l├Âgen, die Gebote ├╝bertr├Ąten, die zu Unrecht erworbenes Gut verzehrten; die Rabbiner und Gelehrten werden bezichtigt, den Juden nicht zu verbieten, s├╝ndhafte Reden zu f├╝hren und zu Unrecht erworbenes Gut zu verzehren; die Juden, die meinten, Allah knausere mit seinen Gaben, sollten verflucht sein, sie widersetzten sich; wenn die Juden glauben w├╝rden, d.h. konvertieren, und gottesf├╝rchtig w├Ąren, lie├če Allah ihre schlechten Taten tilgen und sie in G├Ąrten der Wonne eingehen (Sure 5:60-65); die ungl├Ąubigen Juden, d.h. diejenigen, die nicht zum Islam konvertiert sind, w├╝rden von David und Jesus verflucht, zur Strafe, da├č sie widerspenstig w├Ąren und die Gebote Allahs ├╝bertr├Ąten. Die Juden und die Heiden seien diejenigen, die den Muslimen am feindlichsten gegen├╝berst├╝nden, und die Christen st├╝nden den Muslimen am n├Ąchsten. (Sure 5:78-82)

Im Koran werden die Juden angeprangert, weil sie Mohammed als Propheten ablehnen, als Grund f├╝r die Ablehnung wird angegeben, da├č er ein Araber und kein Jude gewesen sei. Robert Wistrich f├╝hrt weitere Suren an, in denen Juden als neidisch, ha├čerf├╝llt, mi├čg├╝nstig, voller Lug&Trug geschildert werden (Sure 3:71), als Schriftverf├Ąlscher und diejenigen, die gegen den Islam ausf├Ąllig werden (Sure 4:46). Sie h├Ątten die Wahrheit Allahs zur├╝ckgewiesen. (S. 8-9)

Vom muslimischen Antisemitismus, dem in der Lehre des Islams gr├╝ndenden Judenha├č, der Feindschaft gegen Juden, handeln leider nur knapp vier der 58 Seiten, im Abschnitt Muslim-Jewish Relations in History: Not All "Golden". Die ├╝brigen Seiten st├╝nden besser unter dem Titel Secondary Antisemitism in the Muslim World; denn es ist nicht einsichtig, was an der ├ťbernahme der von Christen erfundenen Ritualmordlegende, den in hoher Auflage und in verschiedenen ├ťbersetzungen in der islamischen Welt verbreiteten Protokollen der Weisen von Zion, arabischer Ausgaben von Mein Kampf sowie den Emblemen und Symbolen der nationalsozialistischen Propaganda muslimisch ist.

Die Protokolle werden in Untersuchungen ├╝ber den islamischen Antisemitismus in den Vordergrund ger├╝ckt, aber sogar bei Wikipedia kann man ├╝ber die Verbreitung dieser F├Ąlschung in der arabischen Welt lesen, da├č sie dort erst nach dem Ersten Weltkrieg von Christen in altbekannter Manier als Ausdruck religi├Âs motivierten christlichen Judenhasses eingesetzt wird. Gro├čmufti Haj Amin al-Husseini bedient sich an Ausz├╝gen der Protokolle erstmalig 1929, als er zum Pogrom in Pal├Ąstina anstachelt. Es wird damit deutlich, da├č die Protokolle dem im Islam verwurzelten Judenha├č kompatibel sind. (2)

Die Fehlinterpretation der islamischen Lehre und des darin angeblich nicht begr├╝ndeten Judenhasses zeigt sich in diesem Satz: Anti-Semitism in the Arab-Islamic world is mainly based on European references and not upon the Islamic religion or the Arab culture. Antisemitismus in der arabisch-islamischen Welt ist haupts├Ąchlich gegr├╝ndet auf europ├Ąische Bez├╝ge und nicht auf die islamische Religion oder die arabische Kultur. (3)

Johannes Valentin Schwarz hat die Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion im wesentlichen zusammengefa├čt. Sein kurzer Hinweis auf die Verbreitung der Schrift in den arabisch-islamischen Staaten sowie auf die Fernsehserie Asch-Schatat der Hezbollah zeigt die Ankn├╝pfung an im Islam bestehende Einsch├Ątzungen der Juden: (4)

Die 30teilige Serie unter dem Titel Asch-Schatat ("Die Diaspora") wurde urspr├╝nglich in Syrien ÔÇô u. a. mit Unterst├╝tzung mehrerer Regierungsministerien ÔÇô produziert und thematisiert die "wahre" Geschichte des Zionismus und der Gr├╝ndung des Staates Israel anhand des in den "Protokollen" behaupteten Mythos einer "j├╝dischen Weltverschw├Ârung" und traditioneller antij├╝discher Stereotype, einschlie├člich eines in Szene gesetzten Ritualmordes an einem christlichen Kind.

Der ├Ągyptische Blogger Sandmonkey kommentiert die Haltung der Muslimbruderschaft und der Muslime ├ägyptens zu den Juden aus Anla├č dieses Interviews des obersten Muslimbruders, im Dezember 2005: Israel ist ein "Krebsgeschw├╝r" im Nahen Osten, und sein Friedensvertrag mit ├ägypten sollte einem Referendum unterzogen werden, sagte der F├╝hrer der Muslimbr├╝der in einem am Donnerstag ver├Âffentlichten Interview. "Ich habe erkl├Ąrt, da├č wir Israel nicht anerkennen werden, das ein alien entity, ein Fremdk├Ârper, in der Region ist. Und wir erwarten seine baldige Beseitigung ...," sagte Mohammed Mehdi Akef der englischsprachigen Ausgabe der staatseigenen Ahram Weekly.

Die von Gamal Abdel Nasser und seinen Nachfolgern systematisch betriebene Propaganda gegen Israel, untermauert von Koransuren islamischer Prediger ├╝ber Juden als "S├Âhne von Affen und Schweinen" und "sie brechen jeden Vertrag und jedes Versprechen, das sie geben, und sie werden dich immer betr├╝gen", hat dazu gef├╝hrt, da├č Antisemitismus und Juden-Bashing ungeahnte H├Âhen erreicht haben. Die ├Ągyptische Bev├Âlkerung sei vor einigen Jahren ekstatisch gewesen ├╝ber die neue Fernsehserie Knight without a Horse, das Juden weltweit verurteilt h├Ątten wegen der Bezugnahme auf die Protokolle, die als echt dargestellt worden seien. Das Volk wollte die Show sehen, weil sie "Mohamed Sobhy (den Schauspieler) sehen wollten, wie er Juden schlug." (5)

Das ist ein aus der islamischen Lehre resultierender Wunsch; denn die als m├Ąchtig dargestellten Juden geben solches nicht her, wohl aber der Jude als Dhimmi. Im Zeitalter der Globalisierung werden zur Best├Ątigung und Verdeutlichung der ├äu├čerungen Mohammeds im Koran sowie der religi├Âsen Schriften des Islams Pamphlete der Christen und des Nationalsozialismus herangezogen. Ansatzpunkt f├╝r das Verst├Ąndnis der heutigen Beziehungen von Juden und Muslimen, von Israel und der islamischen Welt sind aber nicht die Protokolle der Weisen von Zion, sondern es ist der Koran, dort sowie in den Hadithen und der Scharia und nicht in den Nazi-Versatzst├╝cken findet man die Erkl├Ąrung f├╝r den origin├Ąren islamischen Judenha├č, der sehr lebendig ist in der islamischen Welt. Ritualmordlegenden und die unverw├╝stlichen Protokolle, vertrieben in den arabischen Staaten in hoher Auflage, werden f├╝r die Zukunft immer weniger von Wert sein, diese Kr├╝cken, die von den arabischen, nicht fest auf dem Boden der Lehre des Islams stehenden Nationalisten eingef├╝hrt worden sind. Die islamische Welt radikalisiert sich unter offen zur Schau getragenem Desinteresse, sogar mit Unterst├╝tzung des Westens, der radikale Islam h├Ąlt Einzug in unsere Gesellschaft. Juden und Israelis kreisen derweil um die Protokolle wie um den "uralten Turm". (6)

Bem├╝hungen von Juden, den Judenha├č des Islams wenn auch nicht vollst├Ąndig zu exkulpieren, ihn aber doch aus dem Blick zu r├╝cken, findet man, wie Ibn Warraq im Vorwort zu Andrew G. Bostoms Buch The Legacy of Islamic Antisemitism berichet, bereits im 12. Jahrhundert, da Abraham Ibn Daud in seinem Sefer ha-Qabbalah, dem Buch der Kabbala, eine idealisierte Zeit der Toleranz in Toledo den barbarischen Almohaden entgegensetzt. Im 19. Jahrhundert wird diese Verkl├Ąrung von Rabbiner Moritz Steinschneider (1816-1907) und dem j├╝dischen Historiker Heinrich Graetz (1817-1891) weitergef├╝hrt. (7)

Warum das so ist, liest man bei Roi Ben-Yehuda, die Gr├╝nde sind nicht nur in der Gelehrsamkeit, sondern vor allem in der Politik zu finden, wie Bernard Lewis und Mark Cohen nachwiesen: Frustriert durch den langwierigen Proze├č der Emanzipation h├Ątten sich die j├╝dischen Wissenschaftler aus mehreren Gr├╝nden auf das Goldene Zeitalter bezogen, zun├Ąchst, weil es gezeigt habe, da├č Juden sich sehr wohl assimilieren k├Ânnen in eine aufgekl├Ąrte Gesellschaft, und dann, um einen Gegensatz des Goldenen Zeitalters unter dem Islam zum fr├╝hen Mittelalter unter christlicher Herrschaft zu zeigen und daraus eine Schuld der christlichen Gesellschaft gegen die Juden jahrhundertelanger Unterdr├╝ckung wegen abzuleiten. (8)

Heutige Verkl├Ąrer des Islams, wie der oben zitierte Thomas Schmidinger, verfolgen damit ebenfalls eine politische Agenda, die Denunzierung des Christentums und Europas, als da vor allem ist die Denunzierung Deutschlands. Die Folgen dieser Ignoranz und Irref├╝hrung schaden uns, die wir auf der Seite Israels stehen, man mu├č n├Ąmlich gem├Ą├č alter Kriegerweisheit seinen Gegner kennen, um ihn zu besiegen. Nach der Definition von Roi Ben-Yehuda sind Schreiber wie Thomas Schmidinger anti-israelisch eingestellt. Die Gegner der Juden und des Staates Israel behaupteten, Juden und Muslime h├Ątten seit Jahrhunderten in Frieden und Harmonie zusammengelebt und der Islam die j├╝dischen Untertanen toleriert, diese h├Ątten die Toleranz ├╝bernommen und sich der muslimischen Gesellschaft angepa├čt. Genauso beschreibt es Thomas Schmidinger: Im Gegensatz zum westlichen Christentum hat der Islam diese ahl al-kitab - und nur solche - als Dhimmis, als vom Islam zu sch├╝tzende toleriert. Ich habe, vielleicht mit Ausnahme der von Andrew G. Bostom zitierten neueren Erkenntnisse des Bernard Lewis ├╝ber den Antisemitismusimport aus Europa, lange keinen dem Islam und der Unterdr├╝ckung der Juden freundlicheren Text gelesen, aus dem Unkenntnis der Geschichte der Juden unter islamischer Herrschaft oder schlicht B├Âswilligkeit spricht. Bernard Lewis meint: Es gab auch einige Akte der Feindschaft gegen Juden und Christen, aber sie haben niemals die Qualit├Ąt und die Quantit├Ąt des religi├Âsen Antisemitismus im mittelalterlichen Europa erreicht. (9)

Das ist fast schon das Niveau des Ahmad Shukairy, des ersten Vorsitzenden der PLO: Es ist eine historische Tatsache, da├č Juden, wenn sie woanders verfolgt wurden, ein gastfreundliches Refugium in der arabischen Welt fanden, und Pal├Ąstina war darin eingeschlossen.

Was die Protokolle angeht, so w├╝rden sich moderne islamische Fundamentalisten wie Tariq Ramadan, Mohammed Mehdi Akef oder Yusuf al-Qaradawi niemals darauf beziehen, auf diese Pamphlete der "Ungl├Ąubigen", sie w├╝rden sich, wenn man sie um Stellungnahme b├Ąte, sogar einreihen unter die Kritiker der Protokolle. Wie ich die westlichen Politiker, Wissenschaftler und MSM inzwischen einsch├Ątze, g├Ąlte ihnen das als Beweis, wie moderat diese Prediger sind. Stattdessen stehen sie ├╝ber solchem Schm├Ąh; denn sie besitzen die absolute Wahrheit des Korans. Ihr Judenha├č speist sich aus dem Islam.

Der Kampf der sunnitischen und schiitischen Welt gegen die Juden geht aus von der Al-Azhar Universit├Ąt sowie vom Mahdi-gl├Ąubigen Mahmud Ahmadinejad. Scheich Muhammad Sayyid Tantawi, seit 1996 Gro├č-Imam der Al-Azhar Universit├Ąt, ver├Âffentlicht 1968-69 seine Dissertation Banu Israil fi al-Quran wa-al-Sunnah, die Juden im Koran und in der Sunna; sein Buch wird 1986 erneut aufgelegt. 1980-1984 ist der Scheich Direktor des Tafsir, der Abteilung zur Kommentierung des Korans, der Universit├Ąt von Medina, Saudi-Arabien, und 1986-1996 Gro├čmufti von ├ägypten. (10)

Finanziert wird der Kampf von den arabischen Staaten und dem Iran. Der Kampf ist ein Glaubenskrieg. Nur so ist ├╝berhaupt zu erkl├Ąren, wieso dieses winzige St├╝ckchen Land, gemessen an dem riesigen, unter islamischer Herrschaft lebenden Gebiet, eine solche Bedeutung f├╝r die Muslime hat. (11)

Am 23. M├Ąrz 2004 wei├č Scheich ┬┤Atiyyah Saqr, der fr├╝here Vorsitzende des Al-Azhar Fatwa-Komitees, auf die Frage eines Muslims, "Lieber Scheich! As-Salam ┬┤Alaykum. Was sind nach dem Koran die Charakteristika und Haupteigenschaften der Juden?" zwanzig Antworten, in denen er nur einige der ber├╝hmtesten Wesensz├╝ge der Juden nennt, wie sie der Koran beschreibt. Vorab versichert der Scheich, da├č die perfiden Juden von der muslimischen Ummah besiegt w├╝rden. Ver├Âffentlicht wird die Unterhaltung auf IslamOnline, der Website des Yusuf al-Qaradawi: (12)

Ich fasse die zwanzig schlechten Eigenschaften zusammen, wobei das alles ernst gemeint ist. Es ist aber nichts Ungew├Âhnliches, ordnet doch der j├╝dische Soziologe Prof. Edgar Morin den Juden pauschal ebenfalls einige dieser schlechten Eigenschaften zu: (13)

1. Beleidigung Allahs und Zuordnung von Dingen, die Allah nicht gesagt hat, wissentliche Falschaussagen dar├╝ber, was Allah gesagt hat (Sure 3:75; 5:64);
2. sie lieben es, L├╝gen zuzuh├Âren (5:41);
3. sie gehorchen Allah nicht und f├╝hren seine Befehle nicht aus, sie haben seinen Bund gebrochen (5:13);
4. sie disputieren und streiten, sie bestreiten das K├Ânigtum Sauls, weil er nicht reich genug ist (2:247);
5. sie halten die Wahrheit zur├╝ck und f├╝hren in die Irre, in dem sie etwas der Heiligen Schrift zuordnen, was nicht darin ist (3:78);
6. sie rebellieren gegen die Propheten und lehnen deren F├╝hrung ab (2:55);
7. Heuchelei. Sie tun nur so, als wenn sie mit den Gl├Ąubigen w├Ąren, dabei gehen sie zu ihren Teufeln (2:44);
8. sie ziehen ihre eigenen Interessen den Regeln der Religion und dem Diktat der Wahrheit vor (2:87);
9. sie w├╝nschen Leuten Schlechtes und versuchen, sie in die Irre zu leiten (2:105);
10. sie f├╝hlen Schmerz, wenn es anderen gutgeht und freuen sich, wenn andere in eine Katastrophe geraten sind (2:120);
11. sie sind bekannt f├╝r ihre Arroganz und Hochn├Ąsigkeit. Sie beanspruchen, die geliebten S├Âhne Allahs zu sein (5:18);
12. N├╝tzlichkeitsdenken und Opportunismus geh├Âren zu ihren angeborenen Wesensz├╝gen (4:161);
13. ihre Unh├Âflichkeit und unsittliche Rede sind jenseits jeder Beschreibung: "Wir h├Âren und gehorchen nicht," sagen sie (4:46);
14. es ist leicht f├╝r sie, Menschen zu erschlagen und Unschuldige zu t├Âten, nichts ist ihren Herzen wertvoller, als Blut zu vergie├čen und zu morden (2:61, 2:96);
15. sie sind gnaden- und herzlos (2:74);
16. sie halten niemals ihre Versprechungen oder handeln gem├Ą├č ihrer Worte (2:100);
17. sie eilen zu den S├╝nden und konkurrieren in ├ťbertretungen (5:79);
18. Feigheit und die Liebe f├╝r dieses weltliche Leben sind ihre unbestreitbaren Wesensz├╝ge (59:13, 2:96);
19. Geiz ist tief in ihren Herzen (4:53);
20. G├Âttliche Offenbarung und Allahs Heilige B├╝cher zu verf├Ąlschen (2:79).

Die negativen Stereotypen der Juden im Koran f├╝hren seit dem Ende des 19. Jahrhunderts direkt zur Ablehnung der Ansiedlung der Juden in Pal├Ąstina und in den arabisch-israelischen Konflikt, der Ritualmordlegende und der Protokolle bedarf´s dazu nicht, sie werden erg├Ąnzend zur Propaganda genutzt, die auch nicht-fundamentalistische Muslime erreicht. Die anti-israelische Hetze der Konferenzen Durban I und Durban II wird angeheizt von den islamischen Staaten, begr├╝ndet wird sie aus dem Koran, aus der islamischen Lehre. Darum haben die arabischen Staaten nichts gegen die Menschenrechtsverletzungen und den Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz anderer Staaten einzuwenden; ihre Argumente richten sich allein gegen Israel, sie ergeben sich aus dem Koran. (14)

Wenn man nicht wei├č, oder es nicht hinreichend ber├╝cksichtigt, auch wenn man´s wei├č, da├č die Judenfeindschaft und der Judenha├č der Muslime origin├Ąr im Islam wurzeln, kann man heute und zuk├╝nftig keine optimalen politischen Entscheidungen treffen. David A. Harris, der Gesch├Ąftsf├╝hrende Direktor des American Jewish Committee, schreibt im Vorwort, da├č wertgelegt werde auf die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichen Glaubens. Wie aber soll es funktionieren, mit Muslimen zusammenzuarbeiten? Verschw├Ârungen, Vergiftungsabsichten, Lug&Trug werden den Juden von den Muslimen seit Mohammeds Zeiten angedichtet, die Abwesenheit des Stigmas der Christen, die Juden h├Ątten Jesus umgebracht, verbessert ihre Lage nicht, wie man bei Carlo Panella nachlesen kann. (15)

Eine Chance best├╝nde, wenn der Radikalisierung der Muslime weltweit Einhalt geboten, ihren immer unversch├Ąmteren Forderungen an unsere zivile Gesellschaft entgegengetreten w├╝rde, und wenn der Islam dadurch gezwungen w├╝rde, eine Zeit der Aufkl├Ąrung durchzumachen. In Europa sind die Zur├╝ckdr├Ąngung der christlichen Religion und die Aufkl├Ąrung f├╝r die gesellschaftliche Entwicklung auf Gedeih und Verderb n├Âtig gewesen, die Muslime aber bekommen aus Europa und neuerdings auch aus den USA signalisiert, da├č der Islam sich nicht zu modernisieren brauche, sondern da├č unsere Gesellschaft sich willig anpa├čt und sich ihm unterwirft. Das wird von den selbsternannten F├╝hrern der Ummah als Best├Ątigung gewertet, da├č sie auf dem Wege Allahs zur Beherrschung der Welt sind.

Die Folge wird sein, da├č in den muslimisch-j├╝dischen Beziehungen in der Zukunft nichts golden sein wird, sondern bleiern.

1. M├Ąrz 2009

Quellen

(1) Robert S. Wistrich: Muslim Anti-Semitism. A Clear and Present Danger,
The American Jewish Committee 2002
http://tinyurl.com/delmyl

The American Jewish Committee, New York/Washington D.C.
http://www.ajc.org/

(2) 5.6. Arab Lands, 1920s. The Protocols of the Elders of Zion. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Protocols_of_the_Elders_of_ Zion

Shedding New Light on the Mufti´s Alliance With the Nazis. By Steven Stotsky, CAMERA, July 21, 2008
http://tinyurl.com/dzcdes

(3) Importing the protocols of the elders of Zion. Anti-Semitism in Islamic societies. By Thomas Schmidinger, Aktion gegen den Antisemitismus in ├ľsterreich, Juli 2003
http://www.gegendenantisemitismus.at/00102004.php

(4) Die "Protokolle der Weisen von Zion". Verbreitung und Rezeption der "Protokolle" nach 1945. Johannes Valentin Schwarz. Didaktikmappe zur Ausstellung: Antij├╝discher Nippes, popul├Ąre Judenbilder und aktuelle Verschw├Ârungstheorien, JMH ÔÇô 2005
http://www.jm-hohenems.at/mat/504_weisen_zion.pdf

(5) Brotherhood Hate of Israel - Left Wing Delusion. Posted by Scorekeeper,
Daily Scorecard, December 15, 2005
http://tinyurl.com/cgq363

Rantings of a Sandmonkey
http://www.sandmonkey.org/

(6) Rainer Maria Rilke: Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
http://rainer-maria-rilke.de/05a002lebensringe.html

(7) Andrew G. Bostom. The Legacy of Islamic Antisemitism.
Foreword by Ibn Warraq, pp. 21-27
http://www.andrewbostom.org/

(8) False Memory: Misusing History in the Arab-Israeli Conflict.
By Roi Ben-Yehuda, ZEEK, August 2007
http://www.zeek.net/708memory/

(9) Another "Just So" Story? By Andrew G. Bostom, New English Review, December 2007
http://tinyurl.com/2fkm2g

(10) Mr. Obama, Speak First at Touro. By Andrew G. Bostom,
The American Thinker, February 8, 2009
http://tinyurl.com/anv4ks

Timothy Furnish. MahdiWatch.org
http://www.mahdiwatch.org/

(11) The Middle East. Middle-East-Info.org
http://www.middle-east-info.org/

(12) Dhimmis oder der institutionalisierte Rassismus: demn├Ąchst auch bei uns!
19. Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-19_01-54-16.html

(13) Jews as Depicted in the Qur┬┤an, IslamOnline, March 22, 2004
http://www.islamonline.com/news/newsfull.php?newid=449

Isra├źl-Palestine: le cancer. Par Edgar Morin, Sami Na├»r et Dani├Ęle Sallenave.
Le Monde, 3 juin 2002. harissa.com
http://harissa.com/D_forum/Israel/israpalestinelecancer.htm

Der Antisemitismus in Frankreich: ein Krebsgeschw├╝r. 1. Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-01_13-45-34.html

(14) Die Rolle des Islams im Nahostkonflikt. 23. Februar 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-02-23_00-17-01.html

Die Rolle des Islams im Nahostkonflikt. Fortsetzung. 26. Februar 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-02-26_01-31-17.html

(15) Il "complotto ebraico". L┬┤antisemitismo islamico da Maometto a Bin Laden.
Lindau s.r.l., Turino 2005, p. 64-66
http://tinyurl.com/5ddbt7

Carlo Panella. The Idea of the Jews as Plotters comes from the Earliest Layer of Islamic Tradition. Il Caduceo
http://www.ilcaduceo.it/Caduceo/English/panella.asp

Die Juden im Islam. "Allah liebt nicht die Unheilstifter". 2. September 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-09-02_17-59-48.html

Siehe auch:

Joan Peters: From Time Immemorial. The Origins of the Arab-Jewish Conflict over Palestine, Harper and Row 1982, pp. 50f.
http://tinyurl.com/2u9ytq

Joan Peters: From Time Immemorial. The Origins of the Arab-Jewish Conflict Over Palestine. Reviewed by Daniel Pipes, Commentary, July 1984
http://www.danielpipes.org/1110/from-time-immemorial

The Myth of Moslem-Jewish coexistence in "Palestine". Source: "From Time Immemorial", by Joan Peters, 1984, p. 174 ff. The page produced by
Joseph E. Katz, EretzYisroel.Org
http://tinyurl.com/yrunm6


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