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Der Iran gr√ľndet in Frankreich eine antizionistische Partei

Die Ayatollahs des Iran verankern ihre Politik in Europa. Sie w√§hlen dazu nicht Paris, sondern einen Vorort im S√ľdwesten von Dunkerque, D√ľnkirchen, Nord de la France, Face √† la mer. Dort gr√ľnden f√ľr sie mit iranischem Geld in Grande-Synthe Sayyed Yahia Gouasmi, Jamel Tahiri und Khalid Abdelkrim das Centre Zahra, benannt nach Fatima der Sch√∂nen, Tochter des Mohammed und seiner ersten Frau Khadidja, Ehefrau des Ali. Yahia Gouasmi ist Pr√§sident des Zentrums.

In Grande-Synthe ist Damien Car√™me B√ľrgermeister, ein Mitglied des Parti Socialiste. Die Bev√∂lkerung seiner Stadt schwindet, aber daf√ľr kommen illegale Fl√ľchtlinge an aus dem Nahen und Mittleren Osten. Sie werden dort und in zwei weiteren Gemeinden der Umgebung untergebracht, u.a. in geheizten Zelten, finanzielle Mittel werden bereitgestellt, Decken und Zugang zu Duschen. (1)

Demonstrationen gegen Israel sind dort selbstverst√§ndlich: Nein dem Massaker an dem pal√§stinensischen Volk! Auf der Site des MRAP Nord Pas-de-Calais sind die extremsten Pal√§stinenser-Solidarit√§tsvereinigungen verlinkt, die Gr√ľnder des MRAP, der Vernichtung entkommene Juden, drehen sich im Grabe um, zum Gl√ľck f√ľr sie k√∂nnen sie nicht mehr lesen, da√ü die Juden vom MRAP und ihm verbundenen Autoren mitverantwortlich gemacht werden f√ľr den heutigen Antisemitismus, der ansteige, weil gewisse Juden, namentlich Roger Cukierman, durch bedingungslose Unterst√ľtzung der Politik Israels ihn heraufbeschw√∂rten, und sie wissen auch nicht, da√ü der Generalsekret√§r des MRAP Mouloud Aounit mit seinen Freunden Tariq Ramadan und Vincent Geisser durch Frankreich tingelt, um Werbung f√ľr den Islam zu betreiben, da´wa. (2)

In Grande-Synthe leben Emigranten aus dem Nahen und Mittleren Osten und sehnen sich nach London, ihrem erträumten Ziel. Während des Wartens demonstrieren sie gegen Israel:

  • Beendigung des Massakers
  • Umgehende Aufhebung der Blockade
  • Aussetzung aller Vereinbarungen zwischen der EU und Israel
  • Einsetzung einer internationalen Truppe zum Schutz der Pal√§stinenser
  • Stop und Abbau der Kolonien
  • Achtung aller UNO-Resolutionen durch Israel

Die Fl√ľchtlinge in Grande-Synthe spielen Fu√üball und hilfsbereite christliche Institutionen und der MRAP k√ľmmern sich um die Zelte und bringen Kaffee und Schokolade. Die wiederholten Versuche, nach England zu gelangen, k√∂nnen nicht immer verhindert werden, obgleich der MRAP Wachpersonal stellt. Man kann sicher davon ausgehen, da√ü sich auch das Centre Zahra um die Gestrandeten k√ľmmert und sie f√ľr seine Zwecke besch√§ftigt. (3)

Das f√ľr unbegrenzte Dauer gegr√ľndete Centre Zahra France erkl√§rt als sein Ziel die Verbreitung des schiitischen Islams. Die Website vom Feinsten ist eingerichtet, die Familie des Propheten vorzustellen, das Zentrum gibt Publikationen heraus, f√ľhrt Kolloquien, Studientage, Rundtischgespr√§che, Reisen, wissenschaftliche, p√§dagogische und religi√∂se Veranstaltungen durch. (4)

In der Rubrik Actualit√© du Centre gibt es als Video die sechste Folge von zehn √ľber das Leben des Ayatollah Ruhollah Khomeini sowie ein Interview mit Maria Poumier, der Antisemitin, √úbersetzerin des Israel Shamir und Mitarbeiterin des Holocaustleugners Roger Garaudy, und zwei mit dem Mitbegr√ľnder des Zentrums Yahia Gouasmi. Die Interviews werden gef√ľhrt im Rahmen der am 4. und 5. M√§rz 2009 in Teheran mit 1000 Teilnehmern durchgef√ľhrten Vierten Konferenz zur Unterst√ľtzung Pal√§stinas. (5)

Maria Poumier, dekoriert mit christlichem Kreuz, die Haare verh√ľllt, tritt im Interview mit Ali Khodabandeh f√ľr das Ende Israels ein, sie propagiert wie ihre Freunde die Einstaatenl√∂sung f√ľr Juden und Araber, die Juden, denen das nicht passe, k√∂nnten ausreisen, sie w√§ren doch auch sonst sehr mobil, was man gesehen h√§tte, als sie nach Pal√§stina eingereist w√§ren. Maria Poumier ist Mitglied des von Mahmud Ahmadinejad eingerichteten Front international contre le sionisme, im Internet ist die Bewegung mit mehreren Videos vertreten. (6)

Der andere Interviewpartner von Ali Khodabandeh, nach Maria Poumier, aber nicht auf der Website des Zentrums dokumentiert, ist der franz√∂sische Journalist der Zeitschrift Choc du Mois Arnaud Guyot-Jeannin. Die Autoren, Interviewpartner und Themen der Nummer zum 60. Jahrestag Israels geben einen Eindruck von der Art der Zeitschrift: Dossier : 60 ans d´Isra√ęl : la fin du r√™ve sioniste. Dossier: 60 Jahre Israel: Das Ende des zionistischen Traums. 60 Jahre in der Illegalit√§t, lautet ein Thema, Interviews gibt´s mit dem ehemaligen lateinischen Patriarchen Michel Sabbah und mit Professor Henry Laurens, vom Coll√®ge de France, Antizionisten und aufrechte Antisemiten, die sich bestens in und mit Pal√§stina auskennen und sich um Juden und Araber sorgen, bev√∂lkern das Heft. (7)

La cr√©ation de l´Etat h√©breu a suscit√© de l´ins√©curit√© pour les juifs eux-m√™mes. Die Schaffung des hebr√§ischen Staates hat f√ľr die Juden selbst Unsicherheit verursacht. Solches meint Professor Henry Laurens, der sich ex officio in der Geschichte nicht nur Europas des 20. Jahrhunderts, sondern auch der islamischen Welt seit der Gr√ľndung des Islams und der 1400 Jahre w√§hrenden Behandlung der Juden durch die Muslime auskennt, der wei√ü, wie den Juden in den arabischen Staaten allein im Jahrhundert vor dem 14. Mai 1948 mitgespielt worden ist. Bei der Staatsgr√ľndung leben ca. eine Million in arabischen Staaten, inzwischen sind´s noch einige Tausend. Ich wette, da√ü nichts davon in dem Interview genannt wird. Wer´s besser wei√ü, berichte es bitte umgehend, dann korrigiere ich die Aussage. (8)

Der Journalist der Zeitschrift Choc du Mois ist t√§tig im Verlag √Čditions l´√āge d´Homme, der das Hauptwerk von Julius Evola vor kurzem neu herausgegeben hat, des Vordenkers des radikalen Fl√ľgels des Movimento Sociale Italiano um Giorgio Almirante und Pino Rauti, aus dem die sp√§tere Terrororganisation Ordine Nuovo hervorgehen sollte. Evola bekannte sich offen zu dem Einfluss, den er auf Ordine Nuovo ausge√ľbt hatte. Die franz√∂sische Biografie des Autors wird von Alain de Benoist, Kopf der Nouvelle Droite, der Neuen Rechten, geliefert. (9)

Arnaud Guyot-Jeannin nennt Israel die entit√© sioniste, das zionistische Gebilde, er vermi√üt auf der Konferenz die Europ√§er, bislang sei deren Teilnahme sp√§rlich, er hoffe aber, da√ü sich das durch konsequenten Einsatz in den n√§chsten Jahren √§ndern werde. Der Interviewer kommt auf die Er√∂ffnungsrede des Ayatollahs Ali Khamenei, der die islamische Welt und die internationale Staatengemeinschaft an ihre Verpflichtung gegen√ľber Pal√§stina erinnert habe und erw√§hnt die Nachl√§ssigkeit des Pr√§sidenten Nicolas Sarkozy gegen√ľber den Pal√§stinensern, ihm wird von Arnaud Guyot-Jeannin vorgeworfen, ein Freund Israels zu sein. Er behauptet allen Ernstes, da√ü neben Pers√∂nlichkeiten wie Pierre Lellouche auch Au√üenminister Bernard Kouchner ein Freund Israels sei, und da√ü die franz√∂sische Politik der letzten zwanzig Jahre immer auf Seiten Israels gestanden h√§tte. Klar erkennt er hingegen, da√ü die Mehrheit der Franzosen auf der Seite der pal√§stinensischen Araber, gegen Israel steht.

Interviewer und Partner freuen sich √ľber den propagandistischen Erfolg, den Hezbollah und Hamas in der √∂ffentlichen Meinung Europas w√§hrend der 33 bzw. 22 Tage dauernden Kriege gegen√ľber dem zionistischen Aggressor gehabt h√§tten, sowie √ľber die Einigkeit, die zwischen Christen und fundamentalistischen Muslimen sowohl in den islamischen Staaten als auch international gegen den zionistischen Imperialismus geherrscht h√§tten. Auch die Hilfe der antizionistischen Rabbiner der Neturei Karta, wenn sie auch quantitativ nicht sehr ins Gewicht falle, hei√üen sie willkommen: Islam, Christentum und Judentum vereinen sich gegen den Zionismus: Schlu√ü mit dem Zionismus, der zunehmend unertr√§glicher werde, Schlu√ü mit den Unterdr√ľckern, der Widerstand ist das einzige Mittel, Pal√§stina zu befreien! Arnaud Guyot-Jeannin nennt ihn den monotheistischen Widerstand von Christen, Juden und Muslimen, es sei genug mit 60 Jahren Skandal der Existenz des Staates Israel, das Land m√ľsse endlich den Widerstandsk√§mpfern √ľberlassen werden. Das Interview ist zu sehen auf Sahar TV, cha√ģne francophone, service ext√©rieur de l´IRIB, der Pr√§sentation des Regierungssenders IRIB im Ausland. (10)

Ali Khamenei: Appell f√ľr Gerechtigkeit und internationalen Widerstand

Unter Actualité du Centre ist das Video mit der Rede des Ayatollahs Ali Khamenei, vom 4. März 2009, auf der Website des Centre Zahra France aufzurufen. Vor dem Redner sieht man ein Emblem, das Restpalästina in den Grenzen von 1922 zeigt, Israel+Westjordanland+Gaza, noch ohne Jordanien. (11)

Er beginnt mit den Ereignissen, die seit der Dritten Konferenz stattgefunden haben, ab April 2006, die √ľberraschenden milit√§rischen und politischen Niederlagen Israels im Angesicht des islamischen Widerstandes, Niederlagen in den 33 Tagen des Krieges gegen den Libanon und den 22 Tagen des kriminellen Angriffs gegen das pal√§stinensische Volk und seine legitime Regierung in Gaza. Die beiden Siege seien eher durch den Glauben an Allah als durch die Waffen und die Ausr√ľstung m√∂glich geworden.

Der Dolmetscher √ľbersetzt durchg√§ngig Allah mit Dieu = Gott.

Den K√§mpfern habe jede Ausbildung gefehlt, erkl√§rt er vor aller Welt, die allerdings wei√ü, da√ü die Hamas ihre K√§mpfer vom und im Iran trainieren l√§√üt. Die barbarische Natur des falschen Staates Israel habe sich in 60 Jahren nicht ge√§ndert, ein Zusammenleben mit der zweiten und dritten Generation der Israelis sei nicht m√∂glich, auch sie schreckten vor keinem Verbrechen zur√ľck, wenn sie sich dazu f√ľr f√§hig hielten. Pal√§stina sei nun 60 Jahre besetzt. Trotz des seit der Zeit betriebenen Aufwandes an Geld, Waffen und Diplomatie, h√§tten sie das Problem ihrer fehlenden Legitimit√§t nicht l√∂sen k√∂nnen, der Holocaust habe als Vorwand zur Errichtung des Staates gedient. Inzwischen frage man sich √ľberall nach den Urspr√ľngen des Staates, was die weltweiten Demonstrationen gegen den Gazakrieg gezeigt h√§tten, besonders erw√§hnt er Gro√übritannien, das verantwortlich f√ľr die Existenz Israels sei.

Jeder wei√ü allerdings, da√ü die Briten sich seit der Balfour Deklaration, vom 2. November 1947, de facto gegen den Staat ausgesprochen und gemeinsam mit ihren arabischen Vasallen am 15. Mai 1948 den eben gegr√ľndeten Staat Israel unter der F√ľhrung von Glubb Pascha mit einem Vernichtungskrieg √ľberzogen haben. Schon in der Balfour Deklaration, einem Brief (!) von Au√üenminister Arthur James Balfour an Lord Rothschild √ľber eine j√ľdische Heimst√§tte, sind die Formulierungen so gew√§hlt, da√ü nur Juden mit Illusionen meinen k√∂nnen, die Briten h√§tten sich f√ľr einen j√ľdischen Staat ausgesprochen - aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. (12)

Der spirituelle F√ľhrer des Iran beklagt, da√ü die Araber nicht einfach das islamische Gebiet wiedererhielten, er sieht einen gro√üen Sophismus derjenigen, die meinten, Verhandlungen seien die einzige M√∂glichkeit, das pal√§stinensische Volk zu retten: Verhandlungen mit welchem Verhandlungspartner? Mit einem Besatzerregime, einem Unterdr√ľckerregime, einem verwirrten Regime, das auf kein anderes Prinzip setzt als die Macht? Was haben sie gewonnen, diejenigen, die auf dieses Mittel der Verf√ľhrung und T√§uschung gesetzt haben? Alle Verhandlungsergebnisse, beispielsweise das der Schaffung der Pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde, seien erniedrigend, der Hausarrest von Jassir Arafat in der Muqata, in Ramallah, sei dem√ľtigend gewesen, wobei der Ayatollah selbstredend nichts √ľber die Gr√ľnde daf√ľr erw√§hnt. (13)

Zu Zeiten des Jassir Arafat, aber besonders nach dessen Tod, habe sich Israel im Autonomiegebiet aufgef√ľhrt wie ein Polizist, habe tats√§chlich gefordert, da√ü die Glaubenskrieger verfolgt und inhaftiert sowie Kontrolle und nachrichtendienstliche Ermittlungen √ľber sie angestellt w√ľrden. Er bezichtigt zum wiederholten Male die USA und Gro√übritannien, auf der Seite Israels zu stehen, eine Vermittlerrolle der USA lehnt er ab, da sie niemals ihre bedingungslose Unterst√ľtzung des zionistischen Regimes aufgegeben h√§tten. Selbst der neue Pr√§sident der USA, der an die Macht gekommen ist unter dem Motto der √Ąnderung der Politik des George Bush, spricht von der vorbehaltlosen Unterst√ľtzung f√ľr die Sicherheit Israels. Die Verhandlung mit von den USA abh√§ngigen Instanzen sei ebenfalls ein zu nichts f√ľhrender Ansatz.

Im Fall von Pal√§stina haben die Vereinten Nationen das aufschlu√üreiche Beispiel eines in anderen F√§llen selten gesehenen skandal√∂sen Auftritts geliefert. Der UN-Sicherheitsrat habe die terroristische Inbesitznahme umgehend anerkannt durch die Schaffung des Staates und die √ľber Jahrzehnte fortw√§hrende historische Ungerechtigkeit geduldet, die Vertreibungen, Kriegsverbrechen und anderen Verbrechen, die das Regime ver√ľbt hat. Die Verurteilung des Zionismus als Rassismus sei nicht aufrechterhalten und dem Iran sei darin nicht gefolgt worden. Unterdr√ľckerregime instrumentalisierten die Vereinten Nationen, der UN-Sicherheitsrat trage nicht bei zur Sicherheit der Welt. Die Rettung Pal√§stinas geschehe nicht durch Bettelei bei Organisationen der Vereinten Nationen oder bei einer Hegemonialmacht und a fortiori bei dem Besatzungsregime, sondern sie ist nur durch Widerstand m√∂glich, durch Einigkeit bei den Pal√§stinensern und durch die Hinwendung zu Allah, der unersch√∂pflichen Kraft, sowie durch die Pal√§stinenser innerhalb und au√üerhalb Pal√§stinas und die ganze islamische Welt, die Intellektuellen, die politischen Eliten und die Wissenschaftler.

Ein Beispiel nennt er aus der Zeit des ruhmreichen Widerstandes von Gaza, da ein Doktor einer westlichen Hilfsorganisation vor den Kameras der Presse √ľber die Sympathien der humanit√§ren Organisationen und die gro√üen Volksdemonstrationen in Europa, den USA und in Lateinamerika berichtet h√§tte, was beweise, da√ü die nichtmuslimische Welt noch nicht vollst√§ndig erobert sei von schlechter und pervertierter Moral. So sieht auch der letzte Zweifler, welche Rolle der angeblich selbstlos im Shifa-Krankenhaus wirkende norwegische Doktor Mads Gilbert gespielt hat, in wessen Interesse er t√§tig gewesen ist. (14)

Dem Widerstand des pal√§stinensischen Volkes und der Unterst√ľtzung, die es durch alle islamischen Staaten erhalten hat, kann man zutrauen, den teuflischen Charme der widerrechtlichen Aneignung Pal√§stinas zu brechen. Er appelliert an alle Muslime und alle ihre Freunde auf dieser Welt, die zionistischen Verbrechen des Regimes vor ein Gericht zu bringen, und mit einer gerechten und angemessenen Verurteilung abzuschlie√üen. Das ist eine Schwelle, die √ľberschritten werden mu√ü. Die Politiker des Besatzungsregimes m√ľ√üten vor Gericht gestellt werden, wenn diese Verbrechen von Gaza unges√ľhnt blieben, k√§men neue hinzu. Er bedauert, da√ü viele internationale Regierungen sich von moralischen Leitlinien entfernt h√§tten und nichts untern√§hmen in der Angelegenheit. 22 Tage Aggressionen gegen das Volk von Gaza, das sich habe nicht verteidigen k√∂nnen, f√ľhrten zu keiner Verurteilung der M√∂rder und Verbrecher, sondern zu ihrer Belohnung. Die Sicherheit eines blutigen Regimes wird zur unantastbaren Angelegenheit, und andererseits wird der Unterdr√ľckte angeklagt und verurteilt. Eine solche Haltung habe nichts mit guten Sitten zu tun.

Die L√∂sung der pal√§stinensischen Frage sei die dringendste f√ľr die islamische Welt. Einige meinten, Pal√§stina sei eine arabische Angelegenheit. Wenn das hie√üe, da√ü alle arabischen Staaten Anstrengungen diesbez√ľglich untern√§hmen, w√§re das richtig, aber einige widmeten dem Problem nicht die geringste Aufmerksamkeit. Da es so sei, m√ľ√üten alle Muslime und alle Araber sich der Sache annehmen. Diejenigen, die dem Iran und gewissen anderen islamischen Staaten ihre Hilfe f√ľr die Pal√§stinenser vorgeworfen h√§tten, sollten diesen Staaten lieber dankbar sein, als Obstruktion zu betreiben, die Ummah k√∂nne nur mit vereinten Kr√§ften ihr Ziel erreichen. Er appelliert an die Vernunft und die Gutwilligkeit der Anwesenden, die fruchtlosen Unterstellungen und Theorien der Vergangenheit nicht zu wiederholen, sondern zu versuchen, einen Mechanismus zu finden, der geeignet ist, Pal√§stina vom Joch des zionistischen Regimes zu befreien.

Dieser Vorschlag beinhaltet, da√ü alle, die dazu berechtigt sind, alle auf dem Boden Pal√§stinas lebenden Pal√§stinenser, die Muslime, die Juden die Christen in einem Referendum das von ihnen gew√ľnschte System bestimmen, und an dieser Abstimmung nehmen alle Pal√§stinenser teil, die das Exil und die Vertreibung erlitten haben. Die westlichen L√§nder m√ľssen wissen, da√ü die Ablehnung dieser L√∂sung den Unglauben an die Demokratie zeigen w√ľrde. Man habe dies bereits im Fall der von der Hamas gewonnenen Wahl in Gaza gesehen.

Die Rede ist in franz√∂sisch nachzulesen auf der Site der IRNA, dort ist sie aber nicht vollst√§ndig abgedruckt, es fehlen die Rundumschl√§ge gegen die arabischen und die westlichen Staaten und die Erkl√§rung des Ayatollahs, da√ü Verhandlungen mit Israel und den USA nicht zu f√ľhren seien, sowie das von ihm vorgeschlagene Referendum. (15)

Was den Interviewer der Maria Poumier und des Arnaud Guyot-Jeannin angeht, den ich, zu erkennen an der Stimme, auch f√ľr den Dolmetscher der Rede des Ayatollahs Ali Khamenei halte, kann ich mich einer Bemerkung nicht enthalten. In Berlin h√§tte ich flockig gesagt: Der ist so schwul wie die schwarze Nacht. Ihm rate ich, hin&wieder einen Blick zu tun auf die Site Iran Resist. Dort findet man Artikel √ľber die Behandlung von Homosexuellen im Iran. Die Eingabe bei Google.fr von iran homosexuels pendaison ist aber auf Anhieb ergiebiger, und die Bildersuche g√§be den dazu passenden Eindruck, wovon die Rede ist. (16)

Bem√ľhungen und Ehrgeiz der Antizionistischen Partei in Frankreich (P.A.S)

Das Centre Zahra France ist Sitz der mit iranischem Geld in Frankreich lancierten ersten antizionistischen Partei in Europa, die von den Betreibern eben dieses Zentrums gegr√ľndet worden ist und geleitet wird, sie nennt sich Parti Anti Sioniste en France P.A.S. Ihr Hauptquartier befindet sich wie das Zentrum in 1, impasse J-B LEBAS - 59760 Grande-Synthe. Als Emblem dient eine durchgestrichene Israelfahne √ľber dem Hexagon. Wenn man bedenkt, welch Aufhebens die islamischen Regierungen um ihre Fahnen machen, kann man die ganze Tragweite ermessen: Unter dem Vorwand, Frankreich vom Einflu√ü Israels zu befreien, ist die Ausl√∂schung des Staates Israel das Ziel der in Frankreich f√ľr Mitglieder werbenden Partei, die das in ihrem Emblem bildlich darstellt. Ihr Programm liegt in franz√∂sisch und englisch vor, es wird an keiner Stelle offen mitgeteilt, da√ü die Partei etwas mit dem Iran zu tun hat, oder es sich gar um eine Gr√ľndung der Islamischen Republik Iran handelt. Erst wenn man einige Videos durchgeklickt hat, f√§llt die intensive Verbindung zum Iran auf. Man entdeckt auch, da√ü es das Video √ľber die angebliche Komplizenschaft zu und Unterwerfung unter den CRIF (Conseil Repr√©sentatif des Institutions juives de France) auf der Website nicht mehr gibt. (17)

So lange die komplette deutsche √úbersetzung des Programms fehlt, die man sicher bald in der Jungen Welt oder dem Neuen Deutschland, wahlweise auch auf dem Altermedia.info oder in der Deutschen Stimme wird lesen k√∂nnen, und f√ľr diejenigen, die auch das Buch von John Mearsheimer/Stephen Walt nicht gelesen haben, kann ein Zitat des Kalenderblatts zum Karfreitag des Gr√ľnen Kalenders aus dem Jahr 1983 angeboten werden. Es umrei√üt ziemlich genau die Intentionen des Parti Anti Sioniste en France: (18)

"Abgesehen davon, dass sie Jesus ans Kreuz nageln ließen, haben sie seit Jahrhunderten Streit mit den Arabern verursacht ... Viele fragen sich, wann diese kriminelle Vereinigung Israel ausstirbt."

Am Ende des Kalenders, zwischen Rezepten f√ľr M√ľsli und Fruchtschnitten, gibt es eine kleine Abhandlung √ľber "Israel die M√∂rderbande": "Nachdem wir im letzten Jahr bereits gefordert hatten, ´Kauft nicht bei Juden´, weil der j√ľdische Unrechtsstaat eine aggressive Politik im Nahen Osten betreibt, Kernkraftwerke bombardiert, fremdes Land besetzt, die dortigen Einwohner mit seinem Milit√§rterror schikaniert und ermordet, bereits mehrfach von der UNO als unfriedliches Land verurteilt wurde, hat die ´Geldmafia der Welt´ erneut zugeschlagen. J√ľdische S√∂ldner bereiten die ´Endl√∂sung der Pal√§stina-Frage´ vor ..."

Henryk M. Broder erinnert an einen anderen in Frankreich organisierten Kampf gegen die Juden, die mehr als hundert Jahre zur√ľckliegende Dreyfus-Aff√§re, die auf Theodor Herzl einen derartigen Eindruck macht, da√ü er das Buch Der Judenstaat verfa√üt, in dem er einen Staat f√ľr die Juden fordert. Der Zionismus ist damit geboren: In guter Ordnung fortgezogen, voran die wei√üe Fahne, mit sieben goldenen Sternen (S. 95). Theodor Herzl sagt es so: Da√ü neue Staaten noch immer entstehen k√∂nnen, wissen wir ja, sehen wir ja. Kolonien fallen vom Mutterlande ab, Vasallen rei√üen sich vom Souver√§n los, neuerschlossene Territorien werden gleich als freie Staaten gegr√ľndet. Der Judenstaat ist allerdings als eine ganz eigent√ľmliche Neubildung auf noch unbestimmtem Territorium gedacht. (S. 83) (19)

Nun geht von Frankreich wieder der organisierte Antisemitismus aus, diesmal finanziert und betrieben vom Iran, der mit Hilfe von Antisemiten wie Maria Poumier auf franz√∂sischem Territorium seine Herrschaft installiert. Jacques Lang, der ehemalige Kulturminister der Regierung Mitterand, ist mit von der Partie, die Mollah-Partei aufzuwerten, er gibt dem Zentrum aus Anla√ü des 30. Jahrestages der iranischen Revolution auf dem Fest in Paris ein Interview. Das Fest findet an geheimgehaltenem Ort statt, um den √∂ffentlich bekannten G√§sten die Diskretion zu sichern. Bei einer fr√ľheren Veranstaltung der iranischen Botschaft ist diese Diskretion nicht gewahrt worden, so da√ü Jean-Marie Le Pen, Roland Dumas, Didier Julia, Gilles Kepel und andere ihre Namen in der Zeitschrift L´Express wiedergefunden haben. Zu jedem einzelnen dieser Namen findet man auf meiner Site wenig schmeichelhafte Artikel, wenn man sie in die Suchfunktion eingibt.

Auf der Website des Zentrums befindet sich auch ein Interview mit Jean-Marie Le Pen, vom selben Ereignis. Man sollte nicht unterstellen, da√ü Jacques Lang im unklaren √ľber das Zentrum und seine Partei ist. Der Abgeordnete der Nationalversammlung f√ľr Nord Pas-de-Calais, also f√ľr den Bezirk, in dem das Zentrum ans√§ssig ist, lobt die iranische Kultur √ľber alle Ma√üen, er interessiere sich f√ľr iranische Literatur, Film und Malerei. Was die Politik betreffe, so bed√ľrfe es eines neuen Dialogs. Man solle die Dinge positiv angehen und vorw√§rts bringen. Auf die Frage nach dem Gazakrieg erkl√§rt er, das sei eine von Gewalt und Zerst√∂rung gepr√§gte Situation gewesen, und jetzt m√ľ√üte im Rahmen des internationalen Rechts, der Zusammenarbeit und des Dialogs eine L√∂sung des Friedens gefunden werden: Ich geh√∂re zu denen, die der Ansicht sind, da√ü der Iran bei einer Friedenskonferenz eingebunden werden mu√ü, sonst gibt es keine L√∂sung. Alle, ohne Ausnahme, m√ľssen einbezogen werden. (20)

Sp√§ter wird der arme Abgeordnete mitteilen, er sei in eine Falle gelockt worden, was Iran-Resist bestreitet: Teheran appelliert nicht zum Vergn√ľgen eines gediegenen Gespr√§chs mit ihnen an die franz√∂sischen Politiker, sondern damit sie im Sinne des Irans sprechen und sich √∂ffentlich zugunsten seiner Ziele einsetzen. Die G√§ste werden beim Interview gefilmt, und die Videos werden auf die Website des Zentrums gestellt. J√ľdische Beobachter des Internet h√§tten das Video gefunden, und wie erstaunt seien sie gewesen, den Jacques Lang √ľber die Gewalt gegen die Hamas lamentieren zu h√∂ren. Seine Anwesenheit auf der Veranstaltung der iranischen Mollahs habe er nicht bedauert. Er habe auch nichts dar√ľber mitgeteilt, da√ü er den Veranstaltungsort etwa verlassen h√§tte, als er des Jean-Marie Le Pen ansichtig geworden sei. Jacques Lang habe bereits andere Kontakte mit dem Iran, so sei er nach Teheran geflogen, um sich mit dessen Au√üenminister zu treffen.

Ich empfehle Jacques Lang wie Ali Khodabandeh, sich √ľber das Schicksal zu informieren, das Schwulen im Iran vorbehalten bleibt. Auch Iran-Resist hat diesen Gedanken: Gem√§√ü der Scharia beseitigen die Mollahs die Schwulen, in dem sie sie in die Tiefe st√ľrzen. Dieses Video (Link anbei) arabischen Ursprungs zeigt eine Exekution dieses Typs: hier, bitte, die armen Menschen, die wahrhaftig in eine Falle geraten sind! (21)

Der wie ein gutm√ľtiger Gro√üvater daherkommende Sayyed Yahia Gouasmi, Franzose iranischer Abstammung, Mitbegr√ľnder und Pr√§sident des Centre Zahra France und Pr√§sident der Antizionistischen Partei, gibt dem iranischen Sender Sahar TV im Rahmen der Vierten Internationalen Konferenz zur Unterst√ľtzung Pal√§stinas ein von Ali Khodabandeh, dem "Sklaven Gottes", anmoderiertes Interview: Der Einflu√ü des Zionismus auf die Politik in Frankreich. Darin legt er seine angeblichen Erkenntnisse √ľber die Situation in Frankreich und den Einflu√ü der zionistischen Lobby auf Nicolas Sarkozy dar: Hinter der Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten versteckt sich in Frankreich der Zionismus, der das, was gerecht ist in das, was es nicht ist, verwandelt, was durch das Falsche wahr wird. Er bedient sich einer gewissen Magie, hinter der die Absicht des CRIF zu finden ist, eine Rede, wirklich, wie ich meine, die vollkommen das Gegenteil ist von einer wahren Rede. Der Zionismus versucht, Europa und Frankreich der Politik Israels anzupassen, und er verbirgt sich hinter dem, was er Antisemitismus nennt, um seine Existenz zu rechtfertigen. In Frankreich gibt es aber keinen Antisemitismus, es gibt den Antizionismus. Es ist der Zionismus, der das Problem ist, es ist nicht die j√ľdische Religion, im Gegenteil, sie legt wert auf die spirituelle Dimension ... der Zionismus versucht, alle Franzosen zu blockieren. (22)

Auf einer Demonstration gegen den Gazakrieg erkl√§rt Yahia Gouasmi in einem Interview mit den staatlichen Rundfunkanstalten France Info und France Culture, ohne da√ü die Interviewpartner eine kritische Gegenfrage stellen oder eine Erkl√§rung w√ľnschen: Diese Demonstration ist organisiert worden von Leuten, die meinen, da√ü Israel aus Pal√§stina verschwinden mu√ü. Dann gebe es noch andere, die im Auftrag der Israelis auftr√§ten und sich Linke nennten und von der Nation spr√§chen, von der israelischen Nation, und von zwei Staaten, einem pal√§stinensischen und einem israelischen. Wir sagen, nein, Pal√§stina mu√ü in seinen urspr√ľnglichen Zustand zur√ľckgef√ľhrt werden, in das historische Pal√§stina, in dem Juden und Muslime sich arrangieren. Das Zentrum betone, da√ü es nichts gegen die Juden habe. Der Zionismus habe den Namen Israel angenommen, aber in Wirklichkeit habe der Zionismus nichts gemein mit dem Judentum.

Man sieht, da√ü Yahia Gouasmi bestimmt, wer was mit dem Judentum zu tun hat. Zu Zeiten des Nationalsozialismus hei√üt ein heuer vielzitierter Spruch, der angeblich von dem antisemitischen B√ľrgermeister Wiens Karl Lueger stammt: Wer Jude ist, bestimme ich. Noch etwas wird einmal mehr deutlich, da√ü Geschichte f√ľr Muslime immer beginnt mit der Eroberung des Gebietes f√ľr den Islam. Das historische Pal√§stina ist insofern vor dem 7. Jahrhundert nicht existent und erst recht nicht in der Zeit, als die Juden da wohnen, vor dem Jahr 70 d.Z.

Wir sind hier, um in Frankreich Widerstand gegen den Zionismus zu organisieren. Der Zionismus hat sich √ľberall eingenistet, in den Medien, in der Regierung, im Elys√©e-Palast, und das wollen wir anprangern. Die Regierung des Nicolas Sarkozy sei zu stark vom Zionismus beeinflu√üt, was Frankreich in die falsche Richtung bringe. Es handele sich um eine Ausbreitung Israels in Europa. Wir sind durch diese Ausbreitung parteiisch auf der Seite des Nazi-Staates. In Gaza finde keine neue Shoah statt, sondern Hiroshima, mit allen diesen Bomben. Die Antwort der Hamas geschehe auf Grund der ein Jahr w√§hrenden Blockade Gazas, ungestraft habe Israel w√§hrend des Waffenstillstandes im Juni 2008 die Hamas angegriffen: Israel will keinen Frieden. Die Interviewerin fragt: M√∂chten Sie denn Frieden? Antwort: Unter bestimmten Bedingungen, ja. Einen Frieden der Feiglinge wollen wir nicht. Er bringt ein Beispiel, was er darunter versteht: Wenn Paris besetzt w√§re, was t√§ten Sie dann, w√ľrden sie sich mit einem befreitem Teil zufrieden geben? Es gebe zwei L√∂sungen, entweder man sei Kollaborateur, jemand der den Nazismus akzeptiere, oder man bek√§mpfe ihn. Wenn´s ans K√§mpfen gegen den Nazismus ginge, seien sie dabei. Sie seien wie der General de Gaulle, sie k√§mpften gegen den Nazismus. Wir akzeptieren keinen Kompromi√ü ... Wir sind die Partei Allahs ("Dieu"), die Partei der Wahrheit. (23)

Das also wird seit Mitte Januar 2009 in Frankreich betrieben, vom Iran bezahlte und organisierte Propaganda zur Zerst√∂rung des Staates Israel. Einige Blogger sind hellauf begeistert: Was mich angeht, so finde ich die Initiative mehr als n√∂tig, weil es einer antizionistischen Partei bedarf, um Frankreich von diesen Zionisten zu befreien. Dazu gibt´s Ha√üverse aus dem Koran: Und die Juden sagen: "Die Hand Allahs ist gefesselt." Ihre H√§nde sollen gefesselt sein, und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. (24)

18. März 2009

Update

Bereits anläßlich des ersten Interviews, am 27. Januar 2009, ist die zur Schau gestellte Naivität dieses US-Präsidenten und seine tatsächliche oder gespielte Unfähigkeit, angemessen mit Muslimen zu kommunizieren, deutlich geworden. (25)

Die FAZ hat die Rede zum persischen Neujahrsfest zusammengefa√üt, aber nicht eingegangen ist sie darauf, da√ü Barack Obama erkl√§rt, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran best√ľnden seit beinahe drei Dekaden, for nearly three decades. Das "Geschenk Allahs" kommt am 1. Februar 1979 in Teheran an, das ist nicht beinahe, sondern mehr als drei√üig Jahre her. (26)

Will Barack Obama in seiner Rede mitteilen, da√ü diese Macht√ľbernahme auch heute noch, nach allem Ungl√ľck und allem Terror, die seit dem Pr√§sidenten Jimmy Carter durch den Iran √ľber dessen eigene Bev√∂lkerung und √ľber den Nahen und Mittleren Osten sowie √ľber so entlegene Kontinente wie Lateinamerika verbreitet worden sind, als im Einvernehmen mit den USA geschehen, gewertet wird? Die nicht etwa aus Gr√ľnden von mangelnder Demokratie im Iran, sondern aus Gesch√§ftsinteressen des damaligen US-Pr√§sidenten erfolgte Abwendung der USA vom Schah wird heute noch gutgehei√üen? (27)

Das ist das eine, das andere ist die Frage, ob Barack Obama die Rede nicht kennt, die Ayatollah Ali Khamenei, der tats√§chliche Herrscher des Iran, am 4. M√§rz 2009 gehalten hat? Ist es m√∂glich, da√ü seine Mitarbeiter ihm verheimlichen, da√ü eine Verhandlung f√ľr ihn nicht in Frage kommt, √ľbrigens im Einvernehmen mit dem Hamas Covenant, Artikel 11, 13, 15 und 32? (28)

Der spirituelle F√ľhrer des Iran beklagt in seiner Rede, da√ü die Araber nicht einfach das islamische Gebiet wiedererhielten, er sieht einen gro√üen Sophismus derjenigen, die meinten, Verhandlungen seien die einzige M√∂glichkeit, das pal√§stinensische Volk zu retten: Verhandlungen mit welchem Verhandlungspartner? Mit einem Besatzerregime, einem Unterdr√ľckerregime, einem verwirrten Regime, das auf kein anderes Prinzip setzt als die Macht? Was haben sie gewonnen, diejenigen, die auf dieses Mittel der Verf√ľhrung und T√§uschung gesetzt haben?

Ayatollah Ali Khamenei will ein Referendum √ľber das in Restpal√§stina in den Grenzen von 1922 gew√ľnschte System: Dieser Vorschlag beinhaltet, da√ü alle, die dazu berechtigt sind, alle auf dem Boden Pal√§stinas lebenden Pal√§stinenser, die Muslime, die Juden die Christen in einem Referendum das von ihnen gew√ľnschte System bestimmen, und an dieser Abstimmung nehmen alle Pal√§stinenser teil, die das Exil und die Vertreibung erlitten haben. Die westlichen L√§nder m√ľssen wissen, da√ü die Ablehnung dieser L√∂sung den Unglauben an die Demokratie zeigen w√ľrde. Man habe dies bereits im Fall der von der Hamas gewonnenen Wahl in Gaza gesehen. (15)

Es gibt allerdings kein Recht auf demokratische Wahl einer Diktatur, weil es kein Recht gibt auf Unterdr√ľckung, Vertreibung und Ermordung von Menschen. So einfach ist das!

Jeder Auftritt des US-Pr√§sidenten erniedrigt ihn und sein Land in der islamischen Welt. Ist es das, was er will? Wenn nein, warum tut er´s? Wenn ja, wozu, und in wessen Auftrag?

Update

Inzwischen hat die FAZ die √úberschrift des Artikels ge√§ndert in Atomstreit. Obamas Offerte l√§√üt Teheran kalt und eine deutsche √úbersetzung der Rede ver√∂ffentlicht. Darin hei√üt es: Seit beinah drei Jahrzehnten sind die Beziehungen zwischen unseren Nationen belastet. Barack Obama scheint eine Belastung der Beziehungen erst ab der Geiselnahme der 52 US-Diplomaten, vom 4. November 1979 bis 20. Januar 1981 zu sehen. Vorher ist alles prima, gegen schahtreue Soldaten Stra√üenk√§mpfe f√ľhrende rebellische Truppen, Schaffung der Islamischen Republik, am 1. April 1979, und Einf√ľhrung der Scharia, Verfolgung von Regimegegnern belasten die Beziehungen demnach nicht.

Der iranische Pr√§sident Mahmud Ahmadinejad gibt seinem ungl√§ubigen (?) Kollegen die erwartete Antwort: Den √Ąu√üerungen Obamas m√ľssten nun Taten folgen, um "die Fehler der Vergangenheit zu reparieren", sagte ein Sprecher von Pr√§sident Mahmud Ahmadineschad am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Das hei√üt, von schiitisch ins Deutsche √ľbersetzt: Die USA m√ľssen in allem den Forderungen der iranischen Regierung folgen; denn alles, was die USA von "Agha-je Pepsi Cola" bis heute getan haben, sind "Fehler der Vergangenheit". (29)

√úber das persische Neujahrsfest informiert auf WeltOnline aktuell Wahied Wahdat-Hagh, und Calamitas liegt des Dr. Klaus Hohlhausen (Hausenholly) und seines Kommentars zum FAZ-Artikel wegen vor Lachen flach auf der Erde. (30)

MUHAAAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA ...

20. März 2009

Quellen

(1) Grande-Synthe
http://www.ville-grande-synthe.fr/index.php

(2) MRAP. Fédération du Nord Pas-de-Calais
http://www.mrap-nord.org/rubrique1.php3?id_rubrique=6

MRAP. √Čditorial, 28 juin 2005
http://tinyurl.com/cufm3o

Le MRAP assure la d√©fense de l´islam, Atheisme.org, actualis√© mars 2006
http://www.atheisme.org/mrap-islam.html

(3) Manifestation le 10 Janvier 15h30 √† Dunkerque pour l´Arret du G√©nocide √† Gaza. Le blog des r√©fugies et migrants de Loon-Plage de Dunkerque √† destination de l´Angleterre
http://tinyurl.com/ct7t9k

Les mairies dégèlent, le migrant se réchauffe. Par Claire Hohweyer, 20minutes.fr,
5 janvier 2009
http://tinyurl.com/ddpcud

(4) Centre Zahra France
http://www.centre-zahra.com/

(5) La conf√©rence internationale sur la Palestine fait le point sur tous les moyens disponibles pour faire face √† Isra√ęl. T√©h√©ran, irna, 5 mars 2009
http://www2.irna.ir/fr/news/view/line-96/0903064243005200.ht m

Maria Poumier auf meiner Site
http://tinyurl.com/dawhzg

(6) T√©l√©vision. Biographie de l´Imam Khomeini, √©pisode no. 6/10, 16 mars 2009
http://www.centre-zahra.info/

(7) Michel Sabbah auf meiner Site
http://tinyurl.com/cpr6bp

(8) Dossier : 60 ans d´Isra√ęl : la fin du r√™ve sioniste,
Choc du Mois no 21/2008
http://www.lechocdumois.fr/choc21.htm

Julius Evola
http://www.evola.de/

(9) Julius Evola: R√©volte contre le monde moderne, suivie d´une bibliographie fran√ßaise de Julius Evola, √©tablie par Alain de Benoist, √Čditions l´√āge d´Homme
http://tinyurl.com/djtqvk

Alain de Benoist auf meiner Site
http://tinyurl.com/dcd7ja

(10) Front international contre le sionisme - Arnaud Guyot-Jeannin. "Le Monde En Question", rediffusion de l´√©mission du dimanche 08 mars 2009. Cha√ģne Sahar TV Th√®me: La Conf√©rence internationale de soutien √† la Palestine
http://tinyurl.com/cg7p68

Sahar TV - cha√ģne francophone - service ext√©rieur de l´IRIB
http://tinyurl.com/d6ex36

(11) How did the Arab territory of Transjordan come into being? Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_transjordan.php

(12) Why did the British Mandate end? Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate_mandate_end.php

Balfour Declaration. By Jennifer Rosenberg, about.com
http://history1900s.about.com/cs/holocaust/p/balfourdeclare. htm

(13) 2001: Arafat unter Hausarrest. SpiegelOnline Politik
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,176440,00.html

(14) Mads Gilbert auf meiner Site
http://tinyurl.com/c3qxv2

(15) Vid√©o : Lors de la conf√©rence internationale pour la Palestine, son √©minence Ali Khamene√Į a lanc√© un appel pour une justice et une r√©sistance internationales. Centre Zahra, Actualit√© du Centre, 7 mars 2009
http://www.centre-zahra.com/

Propos tenus par le Guide suprême à la IVème Conférence Internationale de soutien à la Palestine. Téhéran, irna, 4 mars 2009
http://www2.irna.ir/fr/news/view/line-88/0903056496002755.ht m

(16) Iran-Resist.
http://www.iran-resist.org/

Google.fr : iran homosexuels pendaison
http://tinyurl.com/c6pwdz

Images : iran homosexuels pendaison
http://tinyurl.com/c4zj5g

(17) Efforts et ambitions du Parti Anti Sioniste en France. P.A.S
http://www.partiantisioniste.com/programme.html

New Anti Zionist Party Launched, Atheo News, March 13, 2009
http://tinyurl.com/cpbscz

Bienvenue sur le site du Parti Anti Sioniste (P.A.S)
http://www.partiantisioniste.com/

(18) Henryk M. Broder: Der ewige Antisemit. Mit einem aktuellen Vorwort von
Henryk M. Broder. Berliner Taschenbuch Verlag, Juli 2005, S. 125
http://tinyurl.com/cp6vs4

(19) Alter Saft in neuen S√§cken - Erste Antizionistische Partei Europas gegr√ľndet.
Von Henryk M. Broder, Achse des Guten, 16. März 2009
http://tinyurl.com/cgolo9

Der Judenstaat. Von Theodor Herzl. Nachdruck der Erstausgabe von 1896, mit einem Nachwort von Henryk M. Broder, √Ėlbaum Verlag 1996
http://www.oelbaum-verlag.de/

(20) Monsieur Jacques Lang. Témoignages/Reportages. Centre Zahra France,
13 février 2009
http://www.centre-zahra.com/

(21) Iran : Jack Lang n¬īa pas √©t√© pi√©g√© ! Vid√©os. Iran-Resist. 21 f√©vrier 2009
http://www.iran-resist.org/article5184.html

(22) Ali Khodabandeh. Interview de Gouasmi Yahia, Président du P.A.S,
6 mars 2009
http://tinyurl.com/c7puvy

(23) Interview choc : Israel doit dispara√ģtre. Video, Dailymotion, 18 janvier 2009
http://tinyurl.com/dnjsg7

(24) Cr√©ation d´un Parti Anti-Sioniste. Post√© par elisabethdu5, casa.free,
19 janvier 2009
http://www.casafree.com/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id =31235

Koran. Sure 5:64 Al-Ma´ida. Der Tisch. Koordinationsrat der Muslime in Deutschland
http://www.islam.de/1410.php

(25) Barack Obama. President Bling-Bling gewährt Al-Arabiya ein Interview.
29. Januar 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-01-29_21-19-54.html

(26) Video-Botschaft. Obama lobt "Größe des iranischen Volkes",
FAZ.net, 20. März 2009
Atomstreit. Obamas Offerte läßt Teheran kalt.
http://tinyurl.com/c2ts6d

(27) R√īle of President Jimmy Carter Emerging in Illegal Financial Demands on Shah of Iran. By Alan Peters, Earth´s Common Sense Think Tank, March 15, 2004
http://www.venusproject.com/ecs/jimmy_carter_irans_king.html

(28) Hamas: Khaled Mashaal gewährt dem "Figaro" ein Interview.
7. Oktober 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-10-07_00-42-18.html

(29) The Rise and Fall (1938 - 1974). Iranian Documentary.
By Hamid Naficy, from Jump Cut, no. 26, December 1981, pp. 41-46
http://www.ejumpcut.org/archive/onlinessays/JC26folder/IranD ocy.html

(30) Iranische Feste und Proteste. Von Wahied Wahdat-Hagh, WeltOnline,
20. März 2009
http://tinyurl.com/dde477

Nomen est Omen. Von Calamitas, Die Flache Erde, 20. März 2009
http://calamitas-bystander.blogspot.com/2009/03/nomen-est-om en.html


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