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Gardinenpredigt

Wie siehst du aus wie lĂ€ufst du rum-treiben kannst du dich den ganzen Tag und Nacht sorgt man sich um dich und du kannst auch nicht eine Minute stillsitzen und zuhören sind deine Sache nicht immer nach deinem Willen-tlich habe ich dir nie etwas vorenthalten hast du uns mit wem du das ausgeheckt hast du es nicht ein einziges Mal nötig pĂŒnktlich zu sein Fehler war das nicht sondern deiner wird man sich einst erbarmen mĂŒssen so wie du dich verhĂ€lst du dich andern gegenĂŒber auch so kann man mit dir nicht reden kannst du viel wenn der Tag lang ist dir noch nie zu Ohren gekommen daß deine Eltern arbeiten wĂ€re doch ´ne schöne Sache-n gibt´s die gibt´s gar nicht immer warst du wie heute habe ich dir ein Kleid gekauft hat die uns doch nie etwas muß ja hĂ€ngenbleiben nach allem was du erzĂ€hlst du schon wieder SchauermĂ€rchen ĂŒber deine Lehrer haben also die Schuld wenn du schlechte Noten bekommst du nicht endlich genug von der Faulenzerei hat noch nie jemanden weitergebracht als bis zu diesen Frechheiten hast du es nicht einmal kannst du den Tisch gedeckt haben wenn wir nach Hause kommen und gehen wie du willst kommt nicht in Frage doch einmal andere Kinder ob es denen besser geht dir das nicht auch allmĂ€hlich auf die Nerven kannst du einem rauben tust du einem den Schlaf mit deinem Quengeln hat noch nie ein Kind zum Ziel gefĂŒhrt werden willst du wohl nicht daß ich es nicht gesehen hĂ€tte was du im Schilde fĂŒhrst du ein Tagebuch ĂŒber deine Eltern hat man nur einmal im Leben tust du hier auf unsere Kosten spielen bei dir wohl keine Rolle nicht immer mit den Augen wenn man mit dir spricht das Ergebnis denn nicht fĂŒr sich in alles einmischen das kannst du bist wirklich die letzte der man vertrauen kann denn niemand dir Manieren beibringen wirst du mir jetzt wie das gekommen ist es nicht schon genug was man fĂŒr dich tut es dir gut deine armen Eltern so rackern zu sehen tust du keinen wenn du ĂŒber die Straße gehst du endlich in dich hat wohl der Esel im Galopp verloren ist noch gar nichts du mußt nur wollen wir wetten daß du das wieder nicht richtig machst du dich nicht lĂ€cherlich mit deinem Weinen sollten die armen Kinder deren Elten nicht so fĂŒr sie sorgen wie wir fĂŒr dich kann man ermahnen und ermahnen aber es hilft nicht daß du spĂ€ter jemandem erzĂ€hlen kannst wir hĂ€tten nichts fĂŒr dich getan hast du alles um uns in Aufregung zu versetzen wir dich etwa also wenn das nicht aufhört nehmen wir dich von der Schule machen sollte es aber nicht sondern einmalig bleiben dir denn keine anderen Ausreden lassen kannst du uns auch einmal und nie wieder das sage ich dir kann man wohl nichts recht machen wie siehst du aus wie lĂ€ufst du rum ...

Affaire Ă  suivre la mode d´emploi du temps perdu ...

6. April 2009

Siehe auch:

Laternengarage. 1. April 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-04-01_17-52-59.html

Paula. 5. April 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-04-05_19-25-03.html


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