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Navid Kermani aus Versehen in einer Kirche

Wenn Dr. phil. habil. Navid Kermani einmal nicht das Werk anderer ausschlachtet, um es gelinde auszudr√ľcken, wie im Falle des Klassikers von Hellmut Ritter Das Meer der Seele geschehen, sondern ein eigenes Sujet findet, dann ist die Neue Z√ľrcher Zeitung (NZZ) so begeistert, da√ü sie es freudig abdruckt. Das soll nicht hei√üen, da√ü der Text nicht in die NZZ pa√üte, im Gegenteil, dieses √§sthetisierende Geschw√§tz des Muslims ist durchaus auf Linie, die anderen Beitr√§ge sind von √§hnlicher Qualit√§t. (1)

Calamitas hat die Idee, navid kermani kreuz hessischer kulturpreis bei Google einzugeben. Das bringt 1 780 Angebote einer √ľberwiegenden Anzahl emp√∂rter Deutscher und ihrer Medien √ľber die klaren Worte des Karl Kardinal Lehmann, nicht gemeinsam mit Navid Kermani den Hessischen Kulturpreis entgegenzunehmen. (2)

Kommentarlos akzeptieren die MSM, da√ü der Muslim Fuat Sezgin die Annahme eines Preises verweigert, den er gemeinsam mit Salomon Korn erhalten soll: Sezgin erkl√§rte, sein Mitpreistr√§ger Korn habe die Auseinandersetzung zwischen Israel und den Pal√§stinensern im Gaza-Streifen so einseitig kommentiert, "dass es f√ľr seine politische √úberzeugung und sein kulturelles Verst√§ndnis nicht hinnehmbar sei, den Preis mit ihm anzunehmen", zitiert die Frankfurter Rundschau (FR) eine dpa-Meldung, eine analoge Entscheidung des Kardinals Lehmann auf Grund von √Ąu√üerungen des Navid Kermani aber wird mit Kritiken aus allen Redaktionen geahndet. Wenn ein Muslim nicht bereit ist, der √Ąu√üerungen eines Juden wegen mit diesem gemeinsam einen Preis anzunehmen, ist das f√ľr deutsche MSM ganz selbstverst√§ndlich. Nicht so, wenn ein Christ sich von einem Muslim zur√ľckzieht. (3)

Das Kuratorium (!) des Hessischen Kulturpreises wird nach der Ablehnung des Preises durch Fuat Sezgin vorsichtig und sondiert bei den anderen Preistr√§gern, ob sie mit der zweiten Wahl, mit Navid Kermani, einverstanden sind: Zuvor hatte das Kuratorium - gewarnt nach der Ablehnung Sezgins - vorsichtshalber die Zustimmung der Kirchenvertreter zu dem neuen Preiskandidaten eingeholt. So schreibt es die FR, am 15. Mai 2009. Die Initiative geht also nicht vom Kardinal aus, sondern von den Preisverleihern. Karl Kardinal Lehmann antwortet so, wie man es erwarten kann von einem hochrangigen katholischen Geistlichen. Allerdings werden klare Ansichten und Bekenntnisse von Christen in unserem Land immer seltener, so da√ü es tats√§chlich √ľberraschend ist, wenn einmal ein Christ die andere Wange nicht hinh√§lt.

Der Brief sei streng geheim (sic!), wahrscheinlich meint das Blatt "vertraulich", aber mit der deutschen Sprache, mit klaren Begriffen, weiß in Deutschland kaum ein MSM etwas anzufangen, Hauptsache die Ideologie stimmt. Die Veröffentlichung des Briefes könnte demnach den Bestand oder lebenswichtige Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder gefährden? Vertraulichkeit allerdings kann es auf Staats- wie auf persönlicher Ebene geben, was man aber als deutscher Qualitätsjournalist nicht wissen muß. (4)

Lehmann begr√ľndet in dem Schreiben ausf√ľhrlich, warum er den Preis nicht mit Kermani zusammen annehmen wolle, schreibt Peter Michalzik. Das bedeutet, da√ü Karl Kardinal Lehmann nicht erkl√§rt, da√ü er weiter Preistr√§ger bleiben wolle, sondern das stellt er ins Ermessen des hessischen Ministerpr√§sidenten, der ist Schirmherr von allerlei Preisen, siehe den Avicenna-Preis. (5)

Wer aber auch alles geifert! Die deutsche Elite maltr√§tiert dazu meine geliebte Sprache. Es beginnt mit der FAZ, der Rest folgt, die FR bringt Kaskaden von Artikeln, die Deutsche Welle bem√ľht die ehemalige ARD-H√∂rfunkkorrespondentin in Tel Aviv Bettina Marx, der KStA behauptet, die Meinung des Navid Kermani sei in der internationalen Fachwelt hoch gesch√§tzt - dabei handelt es sich um provinzielle Schw√§rmer, die ihn √ľbersch√§tzen, die WELT weckt den in den USA weilenden Greencard-Gewinner und Fan des Schreckens Gottes, auch Bundestagspr√§sident Norbert Lammert (CDU) gibt seinen Senf dazu - vielleicht sind die Interessen der Bundesrepublik im Iran ja doch gef√§hrdet? (6)

Leitartikler Arno Widmann verdreht in der FR die Tatsachen, aber um sachliche Berichterstattung geht es dieser Zeitung schon lange nicht mehr: Er m√∂chte nicht neben Navid Kermani auf dem Podium stehen und verzichtet nicht etwa auf die Auszeichnung, sondern fordert die Hessische Staatskanzlei auf, ihm den Preis zu √ľberreichen, aber ihn Kermani abzuerkennen. (7)

Was f√ľr eine Posse von Kleinlichkeit und Intoleranz, meint die Parlamentskorrespondentin Bettina Marx, auf der Site der Deutschen Welle. Was f√ľr eine? Meint sie vielleicht "Welch eine Posse"? Die deutschen Erziehungs- und Propaganda-Anstalten sind nicht nur hin&wieder ihrer Sinne, sondern auch der deutschen Sprache nicht m√§chtig. An dieses Niveau passen sie ihr Publikum t√§glich an. (8)

Einige Leser der FAZ scheinen noch nicht der Islam-Lobby anheimgefallen, sie √§u√üern sich sehr differenziert. Dem Lorenz J√§ger wird vorgeworfen, da√ü er nicht informiert habe dar√ľber, da√ü der Eklat vom Muslim Fuat Sezgin ausgegangen ist. Fuat Sezgin hatte sich inzwischen aus dem Kreis zur√ľckgezogen, schreibt Lorenz J√§ger dezent. Einige Leserbriefschreiber gehen auf den Artikel des Navid Kermani ein, ich √ľbersetze die wichtigsten Stellen aus dem Taqiyya ins Deutsche. (1)

Bildansichten: Warum hast du uns verlassen?

Es beginnt mit der dem vorletzten Abschnitt des Artikels entnommenen Überschrift, die von der NZZ kongenial gewählt wird. Bereits sie beleidigt das Judentum und das Christentum. Verballhornt wird Psalm 22, Vers 2, in dem es gemäß Dr. Leopold Zunz heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Bist fern von meiner Hilfe, den Worten meines Jammers? Es sind gemäß der christlichen Lehre die Sieben Letzten Worte Jesu: Eli, Eli, lama asabtani?

Diesen während der Kreuzigung ausgesprochenen Sätzen und Worten werden im Christentum besondere Bedeutung beigemessen, weiß selbst Wikipedia. Aber das muß Navid Kermani und die NZZ nicht hindern, sie, die sich umgehend empören, wenn den Muslimen auch nur von weitem eine Beleidigung angetan worden sein könnte. (9)

Weiter geht´s mit dem ersten Satz, in dem Navid Kermani allen Muslimen, die sich wundern k√∂nnten, was er denn bei oder gar in einer Kirche verloren h√§tte, mitteilt: Aus Versehen stieg ich genau vor der Kirche San Lorenzo in Lucina aus dem Bus ... Er l√§√üt sich von seinem Kunstreisef√ľhrer in die Kirche locken, es hat nichts mit der Religion zu tun, sondern mit Kunst. Da sieht er den Gekreuzigten von Guido Reni (1575 - 1642). (10)

Diesen K√ľnstler des Barock nicht zu kennen, ist keine Schande, wohl aber, den Lesern der NZZ nur diese Assoziationen zu pr√§sentieren: Andachtskarten, Amen, Antipode Caravaggios, was f√ľr vollkommene Mi√üachtung und Unkenntnis nicht nur der italienischen Kunst, sondern auch der christlichen Religion spricht, sie ist ihm Billigware: Als Nachdruck hat das Gem√§lde immer noch etwas von einem Andachtsbild, wie es die Zigeuner vor den Kirchen f√ľr f√ľnfzig Cent verkaufen. (11)

Dann kommt Navid Kermanis nicht vorhandenes Verst√§ndnis vom Christentum her√ľber mit dieser Behauptung: Verkl√§rung des Schmerzes. Dem widerspreche das Bild, es ist ihm ein Aufruhr. Es gibt bei Google.de 8770 Angebote zu "jesu leiden", da h√§tte sich der Autor sachkundig machen k√∂nnen, auch einfaches Befragen katholischer und protestantischer Bauern in Minden-Ravensberg und um Osnabr√ľck h√§tte Auskunft geben k√∂nnen dar√ľber, da√ü die Katholiken am Karfreitag nicht feiern, also das Leiden nicht verkl√§ren, es ist Fastentag, da fahren die katholischen Bauern Mist; die protestantischen Bauern fahren daf√ľr am Allerheiligen Mist. Am Karfreitag beten die Katholiken: "Lasst uns auch beten f√ľr die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen." Das treibt besonders Atheisten und atheistischen Israelfreunden die Wut unter die Haarwurzeln. Warum aber soll ein gl√§ubiger Katholik nicht daf√ľr beten, wenn er erkannt zu haben glaubt, da√ü Christus der Retter ist? Haben sich diejenigen, die das verdammen, jemals √ľber die Muslime aufgeregt?

Was die Muslime angeht, so fordert der Koran von ihnen kein Beten f√ľr irgend eine Rettung von Menschen, sondern "T√∂tet sie!", n√§mlich die Ungl√§ubigen, die Juden und Christen: Im Koran erscheint die Wurzel qtl = t√∂ten mit allen Ableitungen 187 mal, davon 25 mal im Imperativ: Und t√∂tet sie, die heidnischen Gegner, wo immer ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! (Sure 2:191). Von Mohammeds Lebzeiten bis zu Karl Martell, Poitiers 732, vertreibt niemand die Neu-Muslime, sondern diese die angestammten Christen und Juden. Der Koran sagt es an anderer Stelle: Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann t√∂tet die Heiden, wo immer ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen √ľberall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, dann la√üt sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben (Sure 9:5). (12)

Soweit zur Verkl√§rung des Leidens im Katholizismus. Mit der Schia ist sie im Gegensatz zur Behauptung des Navid Kermani nicht zu vergleichen, nicht einmal von weitem, es sei denn, schiitische Massenbewegungen w√ľrden mit einem kleinen Tr√ľppchen sektiererischer Christen gleichgesetzt: Ich kenne es, weil das Martyrium dort genauso exzessiv bis hin zum Pornografischen zelebriert wird. Diese Behauptung ist absurd. Google.de pr√§sentiert 117 000 Angebote von Bildern von Ashura-Feiernden, starke Nerven derjenigen sind gefragt, die sie ansehen. Dagegen gibt es nur 1 680 Angebote von Flagellanten und Gei√ülerz√ľgen; die f√ľr dieses Thema relevanten Bilder sind fast alle aus dem Mittelalter. (13)

Von einem Muslim eine negative Einstellung zu Kreuzen zu erfahren, ist insofern interessant, als daß heute noch in islamischen Ländern Menschen gekreuzigt werden, beispielsweise bei Apostasie, und demnächst im Gaza-Streifen auch Christen, durch die Schergen der Hamas. Zu solchen Kreuzen betet allerdings keiner, sondern zu Allah beten die Zuschauer; daß Navid Kermani seine Stimme dagegen erhoben hätte, ist mir nicht bekannt: (14)

Muslimische Juristen verlangen, da√ü der Apostat ‚Äď wenn seine Schuld erwiesen ist, wozu in der Regel zwei m√§nnliche Zeugen notwendig sind ‚Äď mit dem Schwert enthauptet und nicht gequ√§lt oder gefoltert werden soll. Auch die Kreuzigung war zumindest in der Vergangenheit m√∂glich (vgl. Sure 5,33; 7,124; 26,49). Eine Tradition, die auf die Lieblingsfrau Muhammads, Aischa, zur√ľckgef√ľhrt wird, besagt, da√ü Apostaten get√∂tet, gekreuzigt oder verbannt werden sollen.

Diese Tradition soll jetzt von der Hamas f√ľr Christen wieder eingef√ľhrt werden. Soweit zum Undank gegen√ľber der Sch√∂pfung, √ľber die wir uns freuen, die wir geniessen sollen, auf dass wir den Sch√∂pfer erkennen. (15)

Die Katholiken kreuzigen niemanden, sie beten nicht zum Kreuz und nicht zum Leiden, sondern zum Gekreuzigten, aber solche Feinheiten sind dem Autor anscheinend nicht bekannt. Da ist seine Frau schon sensibler, sie findet es einen Fortschritt, wenn im Iran Frauen nicht mehr gesteinigt, sondern, weithin sichtbar und zur Abschreckung aller unbotmäßigen Frauen, aufgehängt werden. (16)

Jetzt geht es weiter mit massiver Beleidigung der Christen: Der Koran sagt, dass ein anderer gekreuzigt worden sei. Jesus sei entkommen. Wer auch nur rudiment√§re Kenntnisse des Christentums hat, der sieht, da√ü der Muslim hier den Kern des Glaubens verh√∂hnt. Es geht im Christentum gerade darum, da√ü Jesus sich stellt, da√ü er in seiner Todesangst mit Gott hadert. Dar√ľber habe ich im Artikel Dank und W√ľnsche der Muslime zu Weihnachten und zum Neuen Jahr berichtet. : Der Friede sei √ľber Jesus Christ, der (laut Sure 19:13) gesagt hat: "Und Friede war √ľber mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und (Friede wird √ľber mir sein) an dem Tage, wenn ich sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde." (17)

Muslime erkennen den kuffar, den "Ungl√§ubigen", die Heiligkeit ihres Glaubens ab, sowohl den Juden als auch den Christen, sie setzen alles daran, Juden und Christen zum Islam zu bekehren und ihre Glaubenslehre zu zerst√∂ren. Navid Kermani ist keine Ausnahme. Er erkl√§rt, wie im fundamentalistischen Islam allgemein √ľblich, die Christen zu Gottesl√§sterern und Bilderverehrern: F√ľr mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gottesl√§sterung und Idolatrie. Das bleibt ihm unbenommen, aber diese offene Verurteilung als Beweis des Br√ľckenschlages zu Christen zu bezeichnen, ist doch tollk√ľhn, noch dazu, da jeder wei√ü, wie im Islam mit Gottesl√§sterern und Bilderverehrern verfahren wird.

Der Hohn und Spott geht gleich weiter: Die Tochter liest in ihrer Grundschulzeit die F√ľrbitte, weil sie gut lesen kann und eitel genug ist, auf jeder B√ľhne stehen zu wollen. Die Abqualifizierung des Christentums und seiner Riten kann arroganter nicht ausfallen! Dies an die Adresse von Journalisten der MSM, die Karl Kardinal Lehmann Arroganz vorwerfen.

F√ľr mich aber ist das Kreuz ein Symbol, das ich theologisch nicht akzeptieren kann, akzeptieren f√ľr mich, meine ich, f√ľr die Erziehung meiner Kinder. Das macht nichts, mit dem Glauben des Navid Kermani ist wie auch das Sklaventum das Kreuz bis heute vereinbar, und zwar als Mordinstrument f√ľr Apostaten und Christen.

Nun schaltet Navid Kermani um von Beleidigung, Hohn und Spott auf eine uns weniger vertraute Tonart, auf die in der Schia bew√§hrte Taqiyya. Er bedient sich einer Diktion, die nur noch von Jesulein-Liedern √ľberboten wird: Und nun sass ich vor dem Altarbild Guido Renis in der Kirche San Lorenzo in Lucina und fand den Anblick so ber√ľckend, so voller Segen, dass ich am liebsten nicht mehr aufgestanden w√§re. Erstmals dachte ich: Ich - nicht nur: man -, ich k√∂nnte an ein Kreuz glauben.

Zugleich geriert sich Navid Kermani als Kunstkritiker: Reni verkl√§rt nicht den Schmerz, den er nicht zeigt. Ihm gelingt, was andere Jesusdarstellungen behaupten: Er f√ľhrt das Leiden aus dem K√∂rperlichen ins Metaphysische √ľber.

Ein Blick ins Internet, Kreuzigung Jesus, und Google.de macht 19 100 Angebote des Jesus am Kreuz. Auf der ersten Seite findet sich kein Jesus mit blutenden H√§nden, alle Jesus´ sind schlank, aber nicht abgemagert, alle Darstellungen f√ľhren das Leiden aus dem K√∂rperlichen ins Metaphysische, das hat die Kunst so an sich, sonst ist sie keine. Auf den folgenden Seiten geht das weiter, sofern es sich um Gem√§lde handelt. Richtig blutig wird´s dagegen in Fotos und Filmen: Einmann-Ashura.

Neben einigen d√ľsteren Gem√§lden und Skulpturen des leidenden Jesus gibt es viele, auf denen Jesus gen Himmel schaut; sie r√ľhren das Herz und erheben den Geist der Menschen, auf ihnen erfleht und verhei√üt Jesus gem√§√ü christlicher Lehre den Segen und die Liebe Gottes, der Gekreuzigte des Guido Reni ist einer von Tausenden, allerdings ein besonders gelungener. (18)

Jetzt folgt Navid Kermani als selbsternannter Theologe, er geht von der Interpretation des Gem√§ldes √ľber zur Belehrung √ľber den christlichen Glauben, der angeblich das Leiden Jesu erfunden hat, damit es Gott nicht so schwer hat mit uns. Navid Kermani macht den Gott der Christen zum st√§ndig sich um alles k√ľmmernden, alles in Willk√ľr lenkenden Allah. Jesus klage Gott an: Jesus leidet nicht, wie es die christliche Ideologie will, um Gott zu entlasten, Jesus klagt an: Nicht, warum hast du mich, nein, warum hast du uns verlassen?

Das Christentum scheide Menschen in Tätervolk und Opfervolk wie im Neuen Testament. Wie muß solche Blasphemie auf gläubige Christen wirken? Sie sind zwar hart im Nehmen, die geschwollenen Wangen blähen sich, aber Karl Kardinal Lehmann reicht das endlich, und sein Bruder im protestantischen Glauben Peter Steinacker, der ehemalige Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, schließt sich an. (19)

Zum Schlu√ü spricht der Autor dem K√ľnstler ab, ein gl√§ubiger Christ zu sein: Dieser Jesus ist nicht Sohn Gottes und nicht einmal sein Gesandter. Navid Kermani hat in 1400 Jahre alter ber√ľchtigter islamischer Eroberermanier dieses Gem√§lde f√ľr den Islam vereinnahmt, der lehrt, da√ü Jesus nicht der Sohn Gottes ist, ja dieser Jesus des Guido Reni ist nicht einmal ein Prophet - vielleicht sieht Navid Kermani sich selbst darin?

Jeder Tote, jederzeit, an jedem Ort, das hat was! Das sollte Karl Kardinal Lehmann nicht gelesen haben, wie ihm unsere minderbemittelten Journalisten vorwerfen? Er w√§re nicht tolerant genug, diesen das Christentum verachtenden und verf√§lschenden Dilletanten bei der Verleihung des Hessischen Kulturpreises an seiner Seite zu haben? 10 000 Euro sollten dem Land Hessen Beleidigung, Hohn und Spott f√ľr das Christentum und die Belehrung durch diesen Mann wert sein, der nicht einmal die Literatur seines eigenen Landes beurteilen kann und zum Zweck der Erlangung der Habilitation das Standardwerk des Hellmut Ritter ausschlachtet, ohne zu zitieren, und dabei streckenweise noch falsch versteht?

Die NZZ hat gut daran getan, die beiden Werke des Autors √ľber den sch√∂nen und den schrecklichen Gott nicht zu erw√§hnen; der Chefredakteur m√ľ√üte sonst den zust√§ndigen Ressortleiter zur Rechenschaft ziehen daf√ľr, da√ü er von einem solchen Autor auch nur eine Zeile ver√∂ffentlicht.

17. Mai 2009 - Ergänzt um Anmerkung 19, am 18. Mai 2009

Quellen

(1) Hellmut Ritter: Das Meer der Seele - und der T√ľmpel von Navid Kermani.
26. August 2007/16. Mai 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-05-16_18-08-37.html

Bildansichten. Warum hast du uns verlassen? Von Navid Kermani, NZZ,
14. März 2009
http://tinyurl.com/o2woge

(2) Na, wenn das nicht perfekte Integration ist! Von Calamitas, Die Flache Erde,
16. Mai 2009
http://tinyurl.com/p7p6ds

navid kermani kreuz hessischer kulturpreis - Google
http://tinyurl.com/qvj5rs

(3) Hessischer Kulturpreis. Islam-Vertreter vergeblich gesucht.
Frankfurter Rundschau, 13. Mai 2009
http://tinyurl.com/oe6j63

(4) Geheimhaltungsstufen. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimhaltungsstufe

(5) Navid Kermani r√ľgt Roland Koch. Von dpa, Frankfurter Rundschau,
15. Mai 2009
http://tinyurl.com/qdzbbp

Was Kardinal Lehmann an Koch schrieb. Von Peter Michalzik,
Frankfurter Rundschau, 15. Mai 2009
http://tinyurl.com/qxb9py

Avicenna-Preis in meinem Archiv
http://tinyurl.com/qwf4m5

(6) Eklat um Kulturpreis. Ein deutsches Trauerspiel. Von Lorenz Jäger,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Mai 2009
http://tinyurl.com/odu9x4

Das Kruzifix wird zum Zankapfel. Von Harald Biskup und Peter Michalzik,
Kölner Stadt-Anzeiger, 15. Mai 2009
http://www.ksta.de/html/artikel/1238966943867.shtml

Streit um einen Muslim, den die Kreuzigung bewegt. Von Hannes Stein, WeltOnline, 16. Mai 2009
http://tinyurl.com/ravl6h

(7) Preis f√ľr Intoleranz. Von Arno Widmann. Frankfurter Rundschau,
15. Mai 2009
http://www.fr-online.de/top_news/1756912_Leitartikel-Preis-f uer-Intoleranz.html

(8) Was f√ľr eine Posse von Kleinlichkeit und Intoleranz. Von Bettina Marx, Deutsche Welle, 15. Mai 2009
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3977684,00.html

(9) Ein Messias aus Galiläa. Von Paul Joseph Weiland
http://tinyurl.com/rde8gq

Psalm 22. Die vierundzwanzig B√ľcher der Heiligen Schrift, √ľbersetzt von
Leopold Zunz. Victor Goldschmidt Verlag, Basel 1980,
www.die-bibel.de, S. 527f.
http://tinyurl.com/qlnga8

Sieben Letzte Worte. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Letzte_Worte

(10) Cristo Crocifisso die Guido Reni. Basilica di San Lorenzo in Lucina
http://www.romecity.it/Sanlorenzoinlucina03.htm

Guido Reni. 272 000 Angebote. Google.it
http://www.google.it/search?hl=it&q=%22guido+reni%22&meta=&a q=f&oq=

(11) Michelangelo Merisi, detto Caravaggio (1571 - 1610). Storia dell´ Arte
http://www.storiadellarte.com/biografie/caravaggio/vitacarav aggio.htm

(12) Udo Ulfkotte, der Islam und Israel. 27. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2006-12-27_02-55-39.html

(13) Schia. Ashura-Fotos. 117 000 Angebote. Google.de
http://tinyurl.com/qad93b

Flagellanten-Bilder. 1 680 Angebote. Google.de
http://tinyurl.com/qcqjun

(14) Hinrichtung des Apostaten. Wenn Muslime Christen werden.
Lausanner Bewegung Deutschland
http://www.lausannerbewegung.de/print.php?p=25

Der Abfall vom Islam. Von Prof. Dr. Christine Schirrmacher,
Institut f√ľr Islamfragen
http://www.islaminstitut.de/Artikelanzeige.41+M553aead9034.0 .html

(15) Die Hamas macht den Weg f√ľr Kreuzigung von Christen frei, shortnews,
11. Januar 2009
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=745484

(16) Humanes Hängern. Von Henryk M. Broder, 2. September 2004
http://www.henryk-broder.de/html/tb_haengen.html

(17) Dank und W√ľnsche der Muslime zu Weihnachten und zum Neuen Jahr.
1. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-01_23-57-30.html

Koran Sure 19. Maryam. Zentralrat der Muslime in Deutschland
http://islam.de/1396.php

(18) Kreuzigung Jesus. 19 100 Angebote. Google.de Bilder
http://tinyurl.com/pqey5y

(19) Hessischer Kulturpreis. In verletzender Weise verschärft.
Von Peter Steinacker, Präsident der Evangelischen Kirche in
Hessen und Nassau a.D., FAZ.net, 18. Mai 2009
http://tinyurl.com/p3p676

Navid Kermani in meinem Archiv
http://tinyurl.com/p9xhp4


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