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Navid Kermani und das Elend der katholischen Theologie

Ich war gestern in der nahen Kreisstadt, dies und das besorgen, dann zur├╝ck, im Dorf-Supermarkt einkaufen. In diesen zerst├╝ckelten 90 Minuten war im Autorradio dauernd von Navid Kermani die Rede. Es ist, als ob er ein Medikament gegen Krebs entdeckt, und nicht das Kreuz beleidigt h├Ątte, schreibt mir Calamitas, man fa├čt es irgendwie nicht mehr. (1)

So ist es, welche Berufskatholiken aber auch sich heuer bem├╝├čigt f├╝hlen, die schiitische Ausgabe des Islam-Banners zu hissen und hochzuhalten!

Wenn man dem Dr. phil. habil. Navid Kermani etwas positiv anrechnen kann, dann ist es die Entlarvung der katholischen Theologie und einiger ihrer Repr├Ąsentanten. Schon die Rezension des Schreckens Gottes. Attar, Hiob und die metaphysische Revolte durch den Privatdozenten f├╝r systematische Theologie und f├╝r Fundamentaltheologie Dr. Klaus von Stosch, f├╝r die Theologische Revue der Katholisch-Theologischen Fakult├Ąt der Universit├Ąt M├╝nster kann einen in Staunen versetzen und an der Kompetenz katholischer Lehrer zweifeln lassen: "Es (das Buch) ermutigt dazu, nicht l├Ąnger die absurde Frage nach der typischen Theodizee des Islam im Unterschied zur Theodizee des Christentums zu stellen, sondern Denkbewegungen zu vollziehen, die Wege zu einer praktischen und authentischen Theodizee weisen, die sich aus den Traditionen aller monotheistischen Religionen speisen."

Ein katholischer Theologe begibt sich der Grundlagen der katholischen Lehre, benebelt durch des Muslims sch├Âne Worte, die der noch dazu durch das Ausweiden des wissenschaftlichen Standardwerks von Hellmut Ritter, eines ├╝berragenden Orientalisten, gewonnen hat, sieht er keinen Unterschied zwischen der Theodizee des Islams und der des Christentums, sondern vielmehr eine Verzahnung der muslimischen, j├╝dischen und christlichen Debatte zu diesem Problem; die Feststellung eines Unterschiedes erkl├Ąrt er zur absurden Frage. F├╝r die Juden, die er selbstverst├Ąndlich nicht um ihr Einverst├Ąndnis fragt, spricht er gleich mit, sie seien Teil der Debatte. Er sieht Wege zu einer praktischen und authentischen Theodizee ..., die sich aus den Traditionen aller monotheistischen Religionen speisen. (2)

Wer das von Navid Kermani ausgeschlachtete Buch von Hellmut Ritter gelesen hat, kann nicht von den Traditionen aller monotheistischen Religionen sprechen, sondern im Gegenteil, die Allah-Komponente wird erheblich reduziert. (3)

Ausgerechnet am Buch Hiob wird die angeblich kongruente Theodizee festgemacht: Im Buch Ijob wird dabei vom aktiven Eingreifen Gottes in das Weltgeschehen ausgegangen, w├Ąhrend man im Alten Griechenland diese g├Âttlichen Eingriffe jedoch ausdr├╝cklich verneinte, lautet eine Definition im Internet. (4)

Das Buch Hiob ist ein hagiographischer Text, eine Heiligenlegende; dazu geh├Âren die Psalmen und Spr├╝che, das Hohelied Salomonis, die B├╝cher Ruth und Esther, die Chronik etc. Papst Benedikt XVI referiert ├╝ber den Kommentar zum Buch Hiob des Papstes Gregor (590-604) in seiner Ansprache w├Ąhrend der Generalaudienz vom 4. Juni 2008. Der "Kommentar zum Buch Hiob" (stellt) w├Ąhrend des Mittelalters eine Art "Summa" der christlichen Moral dar. (5)

Wie das B├Âse in der Welt mit der Existenz Gottes vereinbar ist, welche Funktion das B├Âse hat, kann man schon in der Torah lesen, im Buch Genesis, im Abschnitt ├╝ber Adam und Eva im Paradies. Mit dem Islam hat das nichts zu tun und nichts gemein. Googlen von "gut und b├Âse" "adam und eva" gibt 7 720 Angebote. Eine Einf├╝hrung in die j├╝dische und die christliche Interpretation des Essens vom Baum der Erkenntnis durch die j├╝dische Professorin und Rabbinerin Eveline Goodman-Thau findet man auf der Site von Antje Schrupp. (6)

F├╝r Juden und Christen ist die Erkenntnis von Gut und B├Âse, und wie Menschen das B├Âse definieren, wie sie mit dem B├Âsen umgehen, eine Frage von Ethik und Moral. Das m├╝├čte f├╝r jeden Leser aus dem Buch Hiob hervorgehen. Von metaphysischer Revolte kann die Rede nicht sein, sondern eher von einer Grenzsituation und einer bestandenen Pr├╝fung. Das Buch Hiob lehrt unter anderem, da├č es in Judentum und Christentum keinen allg├╝ltigen und allm├Ąchtigen Gott gibt; der macht n├Ąmlich nach sechs Tagen der Sch├Âpfung Feierabend. Im Islam dagegen ist Gott rastlos t├Ątig, angeblich befehligt und beaufsichtigt er die Gl├Ąubigen bis dahin, wie sie auf dem Klo zu sitzen haben. Wahrscheinlich meint der Muslim Navid Kermani deshalb, Jesus w├Ąre eine Erfindung zur Entlastung Gottes - vielleicht f├╝r Befehle und Aufsichtsarbeiten bis zum Niveau des mittleren Managements, so da├č sein Allah sich besser auf die Strategie zur Eroberung der Weltherrschaft konzentrieren kann? (7)

Ein weiterer Berufskatholik, der sich von Navid Kermani einnebeln l├Ą├čt und den es durch die ├äu├čerungen des Karl Kardinal Lehmann so grunds├Ątzlich hinrafft, da├č er sich Christ zu sein und einer verfassten Kirche anzugeh├Âren sch├Ąmt, ist der in Rom lehrende Philosoph und Theologe Elmar Salmann. So leicht kann man das Selbstbewu├čtsein dieses Mannes vernichten, der anscheinend keinerlei Halt an seinem Glauben findet. Selbst wenn der gesamte Klerus bis hinunter zum Laienpriester Unsinn redete und schriebe, gar Verbrechen beginge, was k├Ânnte einen Christen hindern, weiter seinem Glauben anzuh├Ąngen? Einer Angelegenheit wie der des Hessischen Kulturpreises wegen sch├Ąmt er sich seines Glaubens.

Dieser fr├Âmmelnde Theologe wird von Muslimen, denen er sich andient, nur Verachtung ernten, solche sind f├╝r die islamischen Fundamentalisten der Indikator, wieweit sie es in unserer Gesellschaft bereits gebracht haben. Nicht die Religionen taumeln, sondern dieser Professor, der derartig schamlos salbadert, da├č ich gern w├╝├čte, mit welcher S├╝lze bar jeder Vernunft er seinen Studenten tagt├Ąglich im sch├Ânen Rom die Ohren zukleistert. Die Redakteure des K├Âlner Stadt-Anzeigers werden sich nicht eingekriegt haben vor Lachen ├╝ber soviel gegen das Christentum verwertbaren Kitsch. Jedem, der einen Eindruck gewinnen m├Âchte vom Elend der katholischen Theologie, empfehle ich die Lekt├╝re des ganzen Artikels; hier ein Auszug:

Kermani ist einer jener europ├Ąisch gepr├Ągten gl├Ąubigen Muslime, die mit wacher und verwundbarer Empfindsamkeit der Sch├Ânheit wie dem Schrecken der Religion nachsp├╝ren und dies einf├╝hlsam und plastisch, lebensnah und reflektiert auszudr├╝cken verm├Âgen. Wenige theologische B├╝cher haben mich in den vergangenen Jahren so beeindruckt und getroffen wie die seinen: "Gott ist sch├Ân" zur Poesie des Koran und "Der Schrecken Gottes" ├╝ber das Leiden des religi├Âsen Menschen. (8)

Der katholische Schriftsteller Martin Mosebach, der ├╝ber viele Themen vieles schreibt, ist ebenfalls ganz entsetzt und stellt Karl Kardinal Lehmann nun in der FAZ zw├Âlf inquisitorische Fragen. Wie bei Inquisitoren ├╝blich, ist nicht nur das Recht dazu selbstverst├Ąndlich auf seiner Seite, sondern er und seine Zeitung gehen auch davon aus, da├č die vorgebrachten Argumente den Tatsachen entsprechen. Der Belege bedarf es nicht. Ist Ihnen das nicht ein wenig peinlich? SpiegelOnline zitiert die erste, wie die weiteren ausfallen, kann man extrapolieren, in der FAZ oder in englisch auf dem Blog Catholic Church Conservation nachlesen: (9)

Hier die erste: "Eminenz, glaubten Sie damit rechnen zu d├╝rfen, dass die Hessische Staatskanzlei auf Ihre Ank├╝ndigung hin, den Hessischen Kulturpreis auszuschlagen, wenn Navid Kermani ihn gleichfalls erhalte, dem deutsch-iranischen Schriftsteller den bereits angek├╝ndigten Preis wieder entziehen werde? Als der hochverdiente Professor Fuat Sezgin auf den Preis verzichtete, weil er nicht in Gemeinschaft mit seinem politischen Gegner Dr. Salomon Korn erscheinen wollte, wurde n├Ąmlich anders verfahren - man akzeptierte den Verzicht und suchte einen anderen Kandidaten. Ist Ihnen das umgekehrte Verfahren im Fall Kermani gegen├╝ber Professor Sezgin nicht ein wenig peinlich?" (10)

Ist Ihnen das nicht peinlich, Herr Kardinal? titelt die FAZ. Martin Mosebach behauptet, Fuat Sezgin, der nicht mit dem Juden Salomon Korn ausgezeichnet werden will, weil dieser politische ├äu├čerungen zum Gazakrieg getan hat, die ihm nicht gefallen, sei der hochverdiente Professor Fuat Sezgin, Dr. Salomon Korn sei sein politischer Gegner; er verzichtet auf den Preis, w├Ąhrend Karl Kardinal Lehmann eine gemeinsame Auszeichnung mit Dr. Navid Kermani ablehne, aber den Preis zuerkannt bekommen wolle, er schreibt von einem umgekehrten Verfahren. Drei absolute Wahrheiten, drei Behauptungen. Wenn Martin Mosebach sagt, Fuat Sezgin w├Ąre hochverdient, dann stimmt das, wenn er meint, der Grund sei, das Salomon Korn sein politischer (!) Gegner sei, dann stimmt das, wenn er behauptet, der Kardinal wolle Navid Kermani aus der Gruppe der Preistr├Ąger entfernt wissen, selbst aber den Preis entgegennehmen wollen, dann stimmt das. Es folgen in den weiteren Fragen Unterstellungen, Dem├╝tigungen, Darstellungen des Kardinals als Ignoranten: War Ihnen als Theologe die islamische Doktrin ├╝ber das Kreuz und ├╝ber Leiden und Auferstehung des Gottessohnes etwas Neues? (Frage 2) Als wenn es um Nichtwissen ginge, wobei von der Kreuzestheologie als Gottesl├Ąsterung und Idolatrie, so O-Ton Navid Kermani, bei Martin Mosebach nicht die Rede ist; er sucht sich aus, mit welchem Dreck er wohin wirft, und er bringt weitere Unterstellungen ein: Liegt in dem Verzicht, das Trennende unzweideutig zu benennen, wom├Âglich auch ein Grund f├╝r die Entt├Ąuschung ├╝ber das Scheitern der ├ľkumene zwischen Katholiken und Protestanten? (Frage 4), setzt nach mit Hohn und Spott auf einem Gebiet, das man als gl├Ąubiger Katholik nur als Eiert├Ąnzer begehen kann:

Sie sind mit dem Satz "Ich habe gelernt, mit Texten umzugehen" in die deutsche Kirchengeschichte eingegangen, als Sie den Befehl des Papstes, die deutschen Bisch├Âfe h├Ątten die staatliche Schwangerschaftsberatung zu verlassen, in die Aufforderung umdeuteten, sie h├Ątten darinzubleiben. H├Ątte Ihnen diese Versatilit├Ąt nicht dazu verhelfen k├Ânnen, die Schm├Ąhung des Kreuzes in Kermanis Guido-Reni-Aufsatz als Hommage an das Kreuz zu interpretieren? (Frage 5)

Frage 6 lehrt den FAZ-Leser, welche Interpretation des NZZ-Artikels die richtige ist, n├Ąmlich die von Martin Mosebach: Ist Ihnen wirklich entgangen, dass es solcher Umdeutung aber gar nicht bedurft h├Ątte, weil Kermanis Guido-Reni-Text tats├Ąchlich den Weg von einer Schm├Ąhung zu einer Huldigung des Kreuzes ausschreitet? Diesen Weg sehe ich nicht beschritten, und damit werde ich nicht die einzige sein. Mit der ├äu├čerung, der Gekreuzigte von Guido Reni stellte nicht den christlichen Sohn Gottes dar, spricht der Autor dem K├╝nstler ab, ein gl├Ąubiger Christ zu sein: Dieser Jesus ist nicht Sohn Gottes und nicht einmal sein Gesandter. Navid Kermani hat in 1400 Jahre alter ber├╝chtigter islamischer Eroberermanier dieses Gem├Ąlde f├╝r den Islam vereinnahmt, der lehrt, da├č Jesus nicht der Sohn Gottes ist, ja dieser Jesus des Guido Reni ist f├╝r Navid Kermani nicht einmal ein Prophet - vielleicht ein sch├Âner J├╝ngling, in den man sich verliebt? (11)

Die Besch├Ąftigung des Navid Kermani mit dem Christentum f├╝hrt meiner Meinung nach immer dazu, da├č er den Islam als ├╝berlegen herausarbeitet. Auch darin werden gewi├č andere mit mir einer Meinung sein, siehe dazu auch: Plume du Paon. Hans-Peter Raddatz ├╝ber Navid Kermani. (12)

Ein Wagnis seinen Glaubensbr├╝dern gegen├╝ber geht Navid Kermani m.E. mit dem Artikel nicht ein; denn er begibt sich nie und nirgends auch nur einen Millimeter vom Wege der Schia ab. Aber Martin Mosebach behauptet es, und dann ist es wahr (Frage 7). Auch sehe ich kein H├Âchstma├č an Einf├╝hlung aufgrund der Besch├Ąftigung mit einem Kunstwerk, sondern vom Anfang bis zum Ende des Artikels die gleiche Distanz zum Christentum, die gleiche Verachtung des christlichen Glaubens (Frage 8). Er ├Ąu├čert sich vom ersten bis zum letzten Satz des Artikels konsequent so, nur einmal direkt, einmal verschleiert und einmal taqiyyagerecht. So kann ein interreligi├Âser Dialog so lange gef├╝hrt werden, bis unsere Gesellschaft endlich islamisiert ist.

Eine durch Liebe und Vernunft gez├╝gelte Leidenschaft in der interreligi├Âsen Auseinandersetzung ist, was den Islam betrifft, ein gef├Ąhrliches Unterfangen (Frage 9); denn diese Politideologie erwidert die Liebe nicht, wie man im Koran nachlesen kann, und die gez├╝gelte Leidenschaft wird allenfalls aus taktischen Gr├╝nden aufrecht erhalten. Die nach der Ver├Âffentlichung der d├Ąnischen Mohammed-Karikaturen von ihren Imamen aufgehetzten muslimischen Massen haben f├╝r die Islamisierung der westlichen Welt kontraproduktive Wirkung. B├╝cher wie die R├╝hrst├╝ckchen von Navid Kermani ├╝ber den sch├Ânen Gott und den Schrecken Gottes setzen bei den Eliten an, bei Katholiken und katholischen Theologen wie Martin Mosebach und Elmar Salmann. Sie scheinen deren Bedarf an R├╝hrung und R├╝hrseligkeit zu bedienen.

Frage 10 kann nur verstehen, wer Interna des Mainzer Bistums kennt, oder wer sonst kann hiermit etwas anfangen: Gibt es bei dem gro├čen Projekt einer "Z├Ąhmung der Religion", mit dem manche auch Ihren Namen verbinden wollen, eine historische Kontinuit├Ąt des Mainzer Bischofsstuhles seit Dalberg, dem Botschafter des Josephinismus in Deutschland? Eine Nichtkatholikin wie ich registriert nur eine weitere Diffamierung des Kardinals.

In Frage 11 geht Martin Mosebach wieder selektiv vor, er geht dar├╝ber hinweg, da├č Kindergartenkinder nicht mit den anderen Kindern zur Kommunion gef├╝hrt werden - oder hat sich da seit meiner Jugend etwas ge├Ąndert? Da ist das n├Ąmlich so, da├č die katholischen Kinder meiner mehrheitlich lutherischen Minden-Ravensberger Mittelstadt w├Ąhrend ihrer Grundschulzeit zum Kommunionsunterricht gehen, etwa mit neun oder zehn Jahren, die mit gr├╝nen oder gar goldenen Girlanden umwundenen Kerzen, um die ich sie beneide, gibt´s nach harter Flei├čarbeit. Bei den Protestanten ist alles etwa vier Jahre sp├Ąter, da sind die Teilnehmer am Konfirmandenunterricht entweder auf der Haupt- oder Realschule oder auf dem Gymnasium.

Mit der letzten Frage wirft er nochmal Behauptungen und Unterstellungen nach. Dieser katholische Schriftsteller ist ein weiteres Beispiel des kulturellen und religi├Âsen Elends, das sich in Deutschland ausgebreitet hat. (13)

Fundamentalistische Muslime m├╝├čten sich dar├╝ber freuen; denn sie sagen und schreiben es immer wieder, da├č sie uns nicht hassen unserer Selbstvergessenheit wegen, sondern weil wir trotzig an unserem Unglauben festhalten, womit Judentum und Christentum gemeint sind: But we don┬┤t hate you for your freedoms as we don┬┤t consider those freedoms. We hate you for your disbelief and defiance. Wir hassen Euch nicht f├╝r Euere Freiheiten, weil wir diese Freiheiten nicht als Wert ansehen, wir hassen Euch Eueres Unglaubens und Eueres Trotzes wegen. (14)

Die Verk├╝ndigung der zw├Âlf Fragen des Martin Mosebach wird umgehend ins Englische ├╝bersetzt und auf den Blog Catholic Church Conservation gestellt. Die ├ťberschrift wird versch├Ąrft in Sch├Ąmen Sie sich nicht, Kardinal? (15)

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Professor der Theologie, der Kultur und des interreligi├Âsen Dialogs an der Universit├Ąt T├╝bingen, darf im Reigen der Schm├Ąher nicht fehlen, die Frankfurter Rundschau ver├Âffentlicht seinen Gastbeitrag und veranstaltet gleich daneben eine kleine Umfrage zu dem in aller Unsachlichkeit gehaltenen Thema: Darf die Kirche den Staat erpressen? Die Unterstellung, da├č Karl Kardinal Lehmann den Staat erpre├čt, wird gleich mitgeliefert. (16)

Ausgerechnet der f├╝r den Dialog zwischen Christen und Muslimen bei der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zust├Ąndige katholische Theologe und Islamwissenschaftler Dr. Peter H├╝nseler, Gesch├Ąftsf├╝hrer der vor gut 30 Jahren von den Wei├čen V├Ątern gegr├╝ndeten Christlich-islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle CIBEDO wird per Telefoninterview vom Deutschlandradio Kultur befragt und liefert die gew├╝nschten Antworten. (17)

Um wen es sich bei diesen Wei├čen V├Ątern handelt, franz├Âsisch P├Ęres blancs, m├Âgen die Artikel in meinem Archiv ├╝ber den P├Ęre blanc Michel Lelong zeigen, den Freund des Holocaustleugners Roger Garaudy. Der Berater der CIBEDO Prof. P. Dr. Christian Troll SJ, Freund des Tariq Ramadan, kommt in seiner Islamseligkeit in meinen Artikeln ebenfalls vor. (18)

Ein Blick auf die Startseite der CIBEDO zeigt, wen diese Dialogbeauftragten lieben und im Herzen tragen, n├Ąmlich den verstorbenen Papst Johannes Paul II, der sich dazu hergibt, den Koran zu k├╝ssen. Papst Benedikt XVI ist bei diesen Br├╝dern noch nicht angekommen, und er wird auch nicht bei ihnen ankommen. Dieser Papst ist ein Intellektueller, der die Religion mit der Vernunft verbindet und nicht mit Salbaderei ├á la Elmar Salmann.

Es k├Ânnte sich um den Mufti von Damaskus handeln, der mit Papst Johannes Paul II abgebildet ist. Mit den Erg├╝ssen des Navid Kermani, Gott ist sch├Ân und Der Schrecken Gottes, wird Benedikt XVI nicht viel anfangen k├Ânnen. Er f├╝hrt aber durchaus Gespr├Ąche mit hochrangigen Muslimen und l├Ą├čt sich mit ihnen fotografieren. Wenn man mit dem Suchbegriff mufti benedikt bei Google.de auf Bildersuche geht, so findet man zahlreiche Fotoangebote des Papstes mit muslimischen W├╝rdentr├Ągern, es wird somit deutlich, da├č die Betreiber von CIBEDO mit ihm nicht in Verbindung gebracht werden wollen und das in aller Schamlosigkeit dokumentieren. (19)

Soweit zum desolaten Zustand der katholischen Theologie und ihrer Repr├Ąsentanten. Die Debatten um den Hessischen Kulturpreis und die einseitige stark gegen Karl Kardinal Lehmann gerichtete Berichterstattung der deutschen MSM zeigen den Weg, auf dem sich unser kulturelles und religi├Âses Leben befindet: in den Islam.

21. Mai 2009

Quellen

(1) Calamitas. Die Flache Erde
http://calamitas-bystander.blogspot.com/

(2) Theologische Revue Nr. 2-2007, K├Âln, Klaus von Stosch. Schrecken Gottes. Pressestimmen. Navid Kermani
http://www.navidkermani.de/view.php?nid=98

(3) Hellmut Ritter: Das Meer der Seele. Mensch, Welt und Gott in den
Geschichten des Fariduddin ´Attar. ca. 780 Seiten, Leiden 1955.
Nachdruck mit Zus├Ątzen und Verbesserungen, 1978
http://tinyurl.com/pbzybm

Kemal Bozay: Exil T├╝rkei. Zeitschrift f├╝r Geschichtswissenschaft (ZfG),
52. Jahrgang (Heft 2). pp. 191-193. LIT Verlag
http://tinyurl.com/q688au

(4) Theodizee. info-magazin.com
http://www.info-magazin.com/index.php?suchbegriff=Theodizee

(5) Papst Benedikt XVI.: Ansprache w├Ąhrend der Generalaudienz am 4.6.08.
Gregor der Gro├če (2)
http://www.decemsys.de/benedikt/audienzen2/gregor-grosse2.ht m

(6) Adam und Eva. Radiosendung am 31. Mai 2004 in hr1.
Antje Schrupp im Netz
http://www.antjeschrupp.de/adam_und_eva.htm

(7) "gut und b├Âse" "adam und eva". 7 720 Angebote. Google.de
http://tinyurl.com/o3w9lv

(8) Das Taumeln der Religionen. Von Elmar Salmann, K├Âlner Stadt-Anzeiger,
18. Mai 2009
http://www.ksta.de/html/artikel/1238966946088.shtml

(9) Frank Schirrmacher gegen Verleihung des Hessischen Kulturpreises.
Frank Schirrmacher im Gespr├Ąch mit Matthias Hanselmann,
Deutschlandradio Kultur, 18. Mai 2009
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/967628/

(10) Heute in den Feuilletons. SpiegelOnline, 16. Mai 2009
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,625223,00.h tml

(11) Bildansichten. Warum hast du uns verlassen? Von Navid Kermani, NZZ,
14. M├Ąrz 2009
http://tinyurl.com/o2woge

(12) Plume du Paon. Hans-Peter Raddatz ├╝ber Navid Kermani. 20. Mai 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-05-20_23-19-11.html

(13) Kulturpreis-Aff├Ąre. Ist Ihnen das nicht peinlich, Herr Kardinal?
Von Martin Mosebach, FAZ, 18. Mai 2009
http://tinyurl.com/qtkelq

(14) Congratulations Geert. Your "fitna" movie has created more Mujaahideen
amongst the Muslims. The Ignored Puzzle Pieces of Knowledge, March 27, 2008
(nicht mehr online)

Congratulations Geert. Faithfreedom.org, March 29, 2008
http://dutch.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=18&t=117 93

This is the official "Fitna" Movie. 28. M├Ąrz 2008
http://www.eussner.net/fundsachen_2008-03-28_22-10-58.html

(15) Are you not ashamed, Cardinal? By Martin Mosebach,
Posted by Gillibrand, Catholic Church Conservation, May 18, 2009
http://cathcon.blogspot.com/2009/05/are-you-not-ashamed-card inal.html

(16) Gastbeitrag zum Hessischen Kulturpreis. Warum knickt man ein?
Von Karl-Josef Kuschel, FR-Online, 15. Mai 2009
http://tinyurl.com/re58u4

(17) Peter H├╝nseler im Gespr├Ąch mit Klaus Pokatzky. Deutschlandradio Kultur,
19. Mai 2009
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/968355/

Unsere Mitarbeiter: Dr. Peter H├╝nseler, Gesch├Ąftsf├╝hrer, CIBEDO
http://www.cibedo.de/mitarbeiter.html

(18) P├Ęre blanc Michel Lelong in meinem Archiv
http://tinyurl.com/p4e2kn

Christian Troll in meinem Archiv
http://tinyurl.com/pvb858

(19) CIBEDO. Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle
http://www.cibedo.de/

Navid Kermani in meinem Archiv
http://tinyurl.com/p9xhp4


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