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Hilft dem Rechtsstaat vom Fahrad!

Mancher, im Rentenalter oder kurz davor, wird sich daran erinnern, da√ü in seiner Schulzeit, irgendwann in den 50er Jahren, Anfang der 60er, in der Schule ein Diebstahl vorgekommen ist. Ein Mitsch√ľler/eine Mitsch√ľlerin, gar ein Klassenkamerad, hat gestohlen, Geld oder sonstigen Besitz, etwa ein Fahrrad. In die Schule kommen Polizisten, mindestens zu zweit, drau√üen warten Kollegen im Dienstwagen, der Delinquent die Diebin wird aus der Klasse geholt, die anderen Sch√ľler schweigen betreten: Wer h√§tte ihm/ihr das zugetraut?

Die Lehrer tun ihr Bestes, die Klasse zu beruhigen, Vortr√§ge √ľber das Siebente Gebot stehen an, und das nicht nur in der Religionsstunde. Der bestohlene Mitsch√ľler wird bedauert, alle sind b√∂se auf den T√§ter/die T√§terin. Der Schuldirektor verk√ľndet, der T√§ter/die T√§terin werde von der Schule verwiesen.

Was die Familie des Diebes angeht, so schämt sie sich in Grund und Boden, die Mutter mag nicht mehr bei ihrem Bäcker einkaufen gehen, der Vater wird immer schweigsamer, man ahnt, was die Diebin/der Dieb zu Hause zu hören kriegt, und es kommt vor, daß die Familie den Ort verläßt, sich in einer anderen Gegend ansiedelt.

Gute alte Zeit!

Heute lese ich in meinem Stammcaf√©, das immer die beiden Provinzbl√§tter L´Ind√©pendant und Midi Libre sowie den √ľberregionalen Figaro bereith√§lt, die moderne Version eines Fahrradklaus durch Sch√ľler, und die geht so:

In Floirac, einem Vorort, banlieue, westlich von Bordeaux, mit ca. 16 000 Einwohnern, wird einer Sch√ľlerin ein Fahrrad entwendet. Wie staunt die Mutter, vor der Schule einen sechsj√§hrigen Jungen auf diesem Rad anzutreffen. Als ein Zehnj√§hriger hinzukommt, der dessen Vetter ist, sieht sie, da√ü der ein Rad f√§hrt, das ihrer Familie vor zwei Jahren abhanden gekommen ist. Beide Diebst√§hle hat sie angezeigt, die Polizei hat den Dieb vor zwei Jahren nicht ermitteln k√∂nnen. Nun alarmiert sie die Polizei, die ihre Pflicht tut. Am 19. Mai 2009 werden die Jungen mit ihren beiden R√§dern beim Verlassen des Schulgel√§ndes abgepa√üt und zum Verh√∂r transportiert. Derweil wird die Mutter des √§lteren Jugen, Hicham, benachrichtigt.

Zun√§chst der Informationsstand den man aus seinen Provinzbl√§ttern bezieht; sie berichten beide √ľbereinstimmend, da√ü der Sechsj√§hrige gestanden habe, da√ü es nicht sein Rad sei, er habe es ausgeliehen, emprunt√©. Das Fahrrad des √§lteren Jungen aber sei ein Geschenk eines Hauptfeldwebels des zw√∂lf Kilometer von Floirac entfernten Fliegerst√ľtzpunktes 106, in M√©rignac, er habe diesbez√ľglich eine Eidesstattliche Erkl√§rung abgegeben. Diejenigen, die wissen, welche Bedeutung in Frankreich solche Unterst√ľtzung durch einen Milit√§r hat, der wird damit rechnen, da√ü dem unbesehen geglaubt wird. Ob es sich um ein anderes Fahrrad handelt als das vor zwei Jahren gestohlene, das die bestohlene Frau als ihres wiedererkennt, steht nicht zur Debatte. Es gilt die Aussage der Mutter des Hicham.

Nicht alle Artikel aus den beiden Zeitungen sind ins Netz gestellt, L´Ind√©pendant begn√ľgt sich mit dem Leitartikel: Der Krieg der Fahrr√§der, und Midi Libre bringt die Information: Zwei Kinder von sechs Polizisten verh√∂rt. In der Papierausgabe lautet die √úberschrift: Zwei kleine Jungen von sechs Polizisten verh√∂rt. Gekr√∂nt wird der Artikel mit einem AFP-Foto von A√Įcha Ouachin, der √ľber die Anschuldigungen emp√∂rten Mutter des Hicham. Alles klar? Es kann die Sonderbehandlungsmaschine f√ľr muslimische T√§ter angeschaltet werden und die Leser √ľber mehrere Tage indoktrinieren. (1)

Als sie die Schule verlassen, werden die Jungen und die Fahrr√§der in zwei Polizeiautos verladen, berichtet Midi Libre. Sie werden auf dem Polizeirevier ausf√ľhrlich vernommen, ce qui a scandalis√© leur entourage, was ihre Umgebung emp√∂rt hat. Marschrichtung und Intensit√§t der Emp√∂rung gibt die Provinzzeitung der Region Sud Ouest vor, die den Skandal ausruft, den die √ľbrigen Zeitungen in Windeseile √ľbernehmen. Die Polizisten sind seitdem dabei, sich zu rechtfertigen, vor wem? Man fa√üt es nicht, vor der Innenministerin Mich√®le Alliot-Marie, die sich von den Polizisten lossagt, elle s´est d√©solidaris√©e, eine interne Untersuchung anordnet und laut AFP bereits vorab ihr Urteil verk√ľndet: On ne traite pas des enfants comme des adultes, man behandelt Kinder nicht wie Erwachsene.

Die Mutter einer Sch√ľlerin, ob sie ebenfalls Muslimin ist, wird nicht mitgeteilt, ist au√üer sich: Man hat nicht wirklich gesehen, was die Polizei machte, aber sie sind dabei, Kinder wie gro√üe Delinquenten zu behandeln, wohin f√ľhrt das! Die Mutter des zehnj√§hrigen Hicham erg√§nzt laut schreiend: Es ist eine Schande! Damit meint sie nicht den Fahrraddiebstahl, sondern das Vorgehen der Polizei. Sie habe schreckliche Augenblicke der Angst durchlebt, und sie will, da√ü die Bedingungen, unter denen ihr Sohn verh√∂rt wird, √∂ffentlich gemacht werden, weil man das nicht auf sich beruhen lassen k√∂nne. Es habe andere M√∂glichkeiten gegeben festzustellen, ob das Rad ihm geh√∂re oder nicht. So ist es inzwischen, die Beschuldigten und ihre Angeh√∂rigen bestimmen mit ministeriellem Einverst√§ndnis, wie Staatsorgane zu arbeiten haben.

Auf derselben Seite des Sud Ouest ist die Mutter des Hicham pl√∂tzlich auch die Mutter des Sechsj√§hrigen, weiter oben ist er der Vetter. Dieser kleine Trick erspart es den Journalisten, den Namen der Familie des Sechsj√§hrigen zu nennen, der sich das Fahrrad ausgeliehen hat, mit A√Įcha Ouachin als Mutter beider Jungen ist das zur Zufriedenheit der muslimischen Familien geregelt.

Unter dem gro√ü aufgemachten Video-Interview findet man vier weitere Videos, davon zwei mit Erkl√§rungen des Departmentsdirektors f√ľr Sicherheit und zwei von Sprechern der Polizeigewerkschaften, der eine tr√§gt den t√ľrkisch klingenden Namen Aymed Korbosli, er bezichtigt die Politik, nur auf Statistik zu schauen, der andere erkl√§rt, die Polizei habe sich so verhalten wie in vergleichbaren anderen F√§llen.

Die Zeitung Sud Ouest läuft zur vollen Form auf, in einem Ergänzungsartikel fragt sie: Wären vor 15 Jahren zwei Jungen von zehn und sechs Jahren beim Verlassen des Schulgebäudes von Polizisten wegen einer alltäglichen Geschichte eines Fahrraddiebstahls verhört worden? Die Frage zu stellen, heißt bereits, sie beantwortet zu haben. Es vergeht praktisch kein Tag mehr, ohne daß eine Verhaftung, eine Einweisung in Untersuchungshaft oder Verfolgungen wegen Beleidigungen die Polemik anheizen.

Fahrraddiebstahl ist f√ľr die Journalisten une banale histoire, nicht der Rede wert. Die angeheizten Polemiken sind nicht gegen die Zunahme der Kriminalit√§t im Immigrantenmilieu gerichtet, sondern gegen die Polizei, die der Kriminalit√§t Herr werden will. (2)

Was seit dem 21. Mai in Floirac, in S√ľdfrankreich, in ganz Frankreich abl√§uft, ist eine Propagandakampagne, die man nicht f√ľr m√∂glich halten sollte, es sei denn, man habe die Ausma√üe verinnerlicht, in denen sich unsere Gesellschaft widerstandslos zerst√∂ren l√§√üt. Alle Fernsehkan√§le bereiten den Fahrraddiebstahl zur Skandalgeschichte der franz√∂sischen Polizei auf.

In den Aktualit√§ten von Google.fr findet man zum Suchwort floirac um 14 Uhr 245 Angebote zum Fahrradklau der zwei Jungen, zwei Stunden sp√§ter sind es bereits 296, 307 um 19 Uhr, 320 um 20:30 Uhr; in ihnen werden die Angriffe auf die Polizei immer heftiger, je bekannter die Zeitung oder Zeitschrift, desto geifernder sind die Artikel gegen die Beh√∂rden des Staates. Die Ministerin Mich√®le Alliot-Marie macht in ihren Stellungnahmen deutlich, da√ü sie nicht hinter ihren Beh√∂rden steht, sie verh√§lt sich wie eine neutrale Zuschauerin. Allein auf den unteren Polizeiebenen findet man positive √Ąu√üerungen, aber dazu werden die Leser wahrscheinlich sagen, da√ü die Polizisten in eigener Sache sprechen. In den neueren Artikeln ist von Tatsachen des Fahrraddiebstahls nicht mehr die Rede, nicht einmal in f√ľr die Jungen positiver Form, etwa, da√ü es vielleicht nicht erwiesen ist, ob sie tats√§chlich Diebe sind, nichts. Fr√©d√©ric Lefebvre, der Sprecher der UMP, erkl√§rt es f√ľr nicht akzeptabel, des Diebstahls verd√§chtigte Kinder beim Verlassen der Schule zu verhaften, die Schule mu√ü ein privilegierter Ort des Zusammenlebens bleiben. Wer h√§tte es gewu√üt, und um mit Bertolt Brecht zu antworten: Die Verh√§ltnisse, die sind nicht so. (3)

Derweil tobt in den franz√∂sischen MSM eine zu diesem Thema komplement√§re Debatte. Um der an den Schulen herrschenden Gewalt zu begegnen, fordert Erziehungsminister Xavier Darcos, zuletzt auf einem Kongre√ü am 21. Mai 2009, in La Rochelle, Gesetze und Regelungen, die es gestatten, Sch√ľler am Eingang ihrer Schule auf Waffen zu durchsuchen, eine Art mobiler Eingreiftruppe von Schulpolizisten zur Pr√§vention und Kontrolle einzurichten sowie die Eltern der Sch√ľler f√ľr das Verhalten ihrer Kinder zur Rechenschaft zu ziehen. (4)

Nun kann man sich denken, warum die Kampagne von den durchweg linken Journalisten Frankreichs losgetreten wird, warum in allen Artikeln die Polizisten verurteilt werden, die es wagen, mit einem Aufgebot von sechs Mann vor der Schule zu erscheinen und die Jungen festzunehmen, warum sich alle √ľberschlagen im Bedauern der armen Kinder, vom Schulrektor bis zum Sprecher der regierenden UMP; dieser lenkt aus partei- und wahltaktischen Gr√ľnden von den geplanten Ma√ünahmen des Erziehungsministers ab, und die Journalisten sowie die Lehrer und ihre Gewerkschaft SNUipp-FSU, meinen Lesern bekannt von ihrer Reaktion auf die Todesdrohungen gegen Robert Redeker und die Kampagnen gegen Sylvain Gouguenheim, schlagen auf die regierende UMP und den Pr√§sidenten Nicolas Sarkozy ein. Der Fall des Fahrraddiebstahls wird kurz vor den Europawahlen parteipolisch ausgeschlachtet, die Ministerin gibt dabei die Jeanne d´Arc. (5)

Zum Amusement liest man die "Zeitung von gestern", die erste Version des Figaro, der am 21. Mai wei√ü, da√ü die Jungen festgenommen werden, weil sie ... ihr eigenes Fahrrad gestohlen haben sollen. Im Artikel vom 22. Mai werden die armen Kinder nur noch bedauert. Der Figaro ist damit wieder auf dem Niveau seiner Reportagen zur Wahlkampagne des Barack Obama angelangt: M√§rchen, Verdrehungen, als Tatsachen verkaufte Mutma√üungen. So schnell kann´s gehen. Ab, auf den Altpapierhaufen der Geschichte! (6)

In Frankreich sollten sich junge Leute reiflich √ľberlegen, ob sie im Polizeidienst anheuern. In den MSM allerdings k√∂nnen sich begabte Phantasten Lorbeeren verdienen, da heuer niemand mehr recherchieren und seine Behauptungen belegen mu√ü. Besonders einfach ist es, wenn es sich um muslimische T√§ter und ihre nichtmuslimischen Opfer handelt. Dann ist das Urteil bereits vorab klar. Die muslimischen Banden der banlieue sehen solches gern. Sie haben bei ihren Taten den Koran und islamische Rechtsgelehrte auf ihrer Seite, die bereits im Mittelalter unzweideutige Gesetze √ľber die Beute erlassen haben, die Nichtmuslimen abzunehmen ist. Eine ganze Sure mit 75 Versen ist dem gewidmet, Al-Anfal, die Beute. Der anerkannte islamische Jurist Abu¬īl-Hassan al-Mawardi (gestorben im Jahre 1058 d.Z.) erarbeitet genaue Regelungen, wie mit den Nichtgl√§ubigen und vor allem mit deren Besitz und Land nach gewonnenem Glaubenskrieg umgegangen wird. Man bedient sich im Einklang mit der Lehre des Islams der Reicht√ľmer der Ungl√§ubigen. (7)

Nachwort

Diejenigen, die sich das Elend der MSM einmal mehr angetan haben, diesmal nicht in der Variante der Islamisierung und Zerst√∂rung unserer Gesellschaft durch schiitische Sch√∂ngeister und ihre klerikale Lobby, sondern in der des Fahrradklaus des Hicham und seines ungenannten Vetters und - im islamischen Sinne - Bruders, die haben verdient, da√ü sie an die wunderbare Werbung des Spirituosenherstellers Eckes f√ľr sein neues Produkt Hulstkamp erinnert werden: Hilft dem Vater auf das Fahrad. Das stammt aus Zeiten, da die Medien sich noch haben anstrengen m√ľssen mit einem extra eingeschmuggelten Fehler. War die beste Schnapsreklame, weil sich alle wegen der Orthografie aufregten. Der Bund sozialistischer Akademiker, inzwischen frisch gereinigt und geb√ľgelt, hat das damals nicht kapiert‚Ķ, liest man im Zweiten Vollmondbrief des Pick-up Theaters. 2000 Studienr√§te h√§tten deshalb Protestbriefe an Eckes geschrieben, wei√ü Dirk Schindelbeck. (8)

Heute fließt den Journalisten solches spielerisch aus der Feder, und was den Inhalt ihrer Elaborate angeht, soviele "r" können gar nicht fehlen, um den Zustand auch nur annähernd zu beschreiben, der in unseren MSM herrscht.

F√ľr Freunde des franz√∂sischen Chansons singt Yves Montand √Ä bicyclette, gedichtet von Pierre Barouh und vertont von Francis Lai. (9)

√Ä bas l´√Čtat de droit, descends de bicyclete !

22. Mai 2009

Update

Es darf nicht wahr sein! Inzwischen gibt es 333 Angebote f√ľr floirac in den Aktualit√§ten von Google.fr, und eine davon, EINE, schlie√üt sich dem Gezeter der MSM √ľber die armen von der Polizei bel√§stigten Kleinen nicht an. Novopress.info France schreibt von einem Sturm im Wasserglas nach der Verhaftung der beiden jungen Verd√§chtigen. Dieses Nachrichtenportal h√§lt den Stand der Untersuchungen √ľber das vom √§lteren Jungen gefahrene Rad noch immer f√ľr erw√§hnenswert, w√§hrend die Leser der MSM inzwischen gar nicht mehr wissen, um was es tats√§chlich geht; sie werden abgelenkt zur Schlammschlacht gegen die Polizisten.

Die Mutter einer Sch√ľlerin hat Klage eingereicht, nachdem sie die beiden Jungen am Lenker der R√§der sah, die ihr gestohlen wurden. Kann man, in welchem Alter auch immer, Fahrr√§der stehlen, ohne Verfolgungen bef√ľrchten zu m√ľssen? Man mu√ü das bejahen im Lichte der "indignierten" Reaktionen in Folge des Verh√∂rs der beiden jungen Verd√§chtigen.

Novopress.info z√§hlt einige emp√∂rte Stimmen auf, die Innenministerin Mich√®le Alliot-Marie, den Sprecher der UMP Fr√©d√©ric Lefebvre, den Schulrektor Olivier Billand, sie alle beteiligen sich an der Kampagne gegen die Institutionen des Staates. Noch besser. Die Mutter des √§lteren Jungen, A√Įcha Ouachin, ist erstaunt, da√ü solches stattfindet "in Frankreich, dem Land der Menschenrechte" (Le Parisien, 22. Mai 2009), w√§hrend Herv√© Droillard, der Pr√§sident der Vereinigung der Eltern der Sch√ľler, sich entr√ľstet: "Welchen Eindruck werden die Kinder von nun an von der Polizei haben? Sie werden Angst haben, das ist gewi√ü."

Novopress.info meint, da√ü es ganz gut w√§re, wenn einige Kreise der Bev√∂lkerung die Polizei ein wenig mehr f√ľrchteten, dann w√ľrden die Staatsmacht und die Franzosen heutzutage weniger in Angst leben k√∂nnen. (10)

Was die Absicht des Erziehungsministers Xavier Darcos angeht, die Sch√ľler beim Betreten der Schule auf Waffen untersuchen zu lassen, so ist das Gegeifer der MSM ebenso laut zu vernehmen, w√§hrend bei Umfragen im Figaro und im Midi Libre bis zu 70 Prozent der Leser dieser Absicht positiv gegen√ľberstehen. Die Abgehobenheit franz√∂sischer MSM k√∂nnte nicht besser dokumentiert werden.

Hier aber der letzte Stand: Gewalt in der Schule. Die Ideen von Darcos rufen einen Sturm der Emp√∂rung hervor. Bei wem? In Kreisen der Erzieher und Eltern, die sich offensichtlich nicht vorstellen k√∂nnen, da√ü ihre jenseits allen Verdachtes heranwachsenden Kinder solcher Dem√ľtigung ausgesetzt werden. Wer sticht denn auf junge Lehrerinnen ein? Wer l√§uft Amok in der Schule? Ist es den lauthals protestierenden Funktion√§ren der UMP nicht allm√§hlich peinlich, da√ü sie sich im Schulterschlu√ü mit dem Brieftr√§ger Olivier Besancenot und mit dem Alt-Protestler Daniel Cohn-Bendit befinden? (11)

Ich komme noch einmal auf meine Schulzeit zur√ľck. Es ist in allen Schulen, in denen ich gelernt habe, selbstverst√§ndlich gewesen, da√ü der Schulhof von au√üen keinen Zugang hatte, und da√ü der Eingang der Schule bewacht war, in der Grundschule und in einem der Gymnasien stand des Morgens der Hausmeister, zur ersten wie zur zweiten Stunde; der des Gymnasiums hie√ü Diekmann, und wir Angeber gr√ľ√üten ihn: "Good morning, caretaker, good morning Mr. Diekmann!"

Wenn alle eingelassen waren, wurde die T√ľre verschlossen. Wer zwischendurch hinauswollte, der konnte das nur in Begleitung des Hausmeisters; er schlo√ü hinter dem Sch√ľler ab. Aber das f√§llt heuer vielleicht schon unter Freiheitsberaubung.

23. Mai 2009

Update

Jetzt ist auch das Organ des PCF Humanit√© aufgewacht und meldet sich emp√∂rt, die Jungen w√§ren zu unrecht verd√§chtigt, ein Fahrrad gestohlen zu haben, und das, nachdem der Sechsj√§hrige schon gestanden hat, das Rad ausgeliehen zu haben, und die Untersuchung √ľber die Herkunft des anderen Rades noch l√§uft, ... voil√† que des √©l√®ves de six et dix ans ont √©t√© arr√™t√©s √† la sortie de l´√©cole et interrog√©s dans un commissariat de Floirac (Gironde) parce qu´ils √©taient soup√ßonn√©s √† tort d´avoir vol√© un v√©lo ! Die MSM k√∂nnen gar nicht dumm genug argumentieren, die Huma unterbietet es noch. (12)

Was die Kommunisten heuer so charmant macht, sie kommen nicht nur zu sp√§t, sondern sie kommen mit ihren Falschinformationen zu sp√§t, das ist in Frankreich nicht anders als in Deutschland. Sie werfen ihren Troupes de choques noch einen Artikel hinterher, in dem sie behaupten, der Erziehungsminister Xavier Darcos nehme die Sch√ľler als Geisel, ob sich das Blatt dabei des Barbaren Fofana und der Geiselnahme des Ilan Halimi entsonnen hat, ist nicht bekannt, gro√üartige Unterschiede gibt´s auf dem Gebiet f√ľr die Kommunisten eh nicht mehr. Das ist die Folge davon, da√ü die Moskauer F√ľhrung weg ist und sich Ge- bzw. Verf√ľhrte selbst f√ľhren m√ľssen. Selbst Googlen oder den Link auf der Choc-Seite Anklicken macht f√ľndig.

Affaire à suivre ...

24. Mai 2009

Quellen

(1) La guerre des v√©los. √Čdito par Pierre Mathis, L´Ind√©pendant, 22 mai 2009
http://tinyurl.com/qlovtl

Deux enfants interpellés par six policiers. Midi Libre, 22 mai 2009
http://tinyurl.com/phfdzw

(2) Gironde. Deux enfants interpellés devant leur école. SudOuest.com,
21 mai 2009
http://www.sudouest.com/accueil/actualite/article/596246/mil /4557798.html

Deux enfants interpell√©s √† la sortie de l´√©cole pour vol de v√©lo √† Floirac.
Témoignage de la mère des enfants. Reportage AFP Vidéo. Sud Ouest
http://tinyurl.com/p75vqq

(3) Enqu√™te administrative en cours apr√®s l´arrestation de 2 enfants.
Par Ar-Reuters, LePoint.fr, 22 mai 2009
http://tinyurl.com/opxscv

(4) Darcos propose d´autoriser la fouille des √©l√®ves. Par Marie-Estelle Pech,
Le Figaro, 22 mai 2009
http://tinyurl.com/r7apxj

(5) Sylvain Gouguenheim: Der Historiker zum Abschießen. 21. Juli 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html

(6) Arrêtés à 6 et 10 ans pour le vol... de leur propre vélo. Par C. J.,
Le Figaro, 21 mai 2009
http://tinyurl.com/o4kvho

El√®ves de 6 et 10 ans arr√™t√©s : l´UMP critique la police.
Le Figaro, 22 mai 2009
http://tinyurl.com/qtjo3j

Ab, auf den Altpapierhaufen der Geschichte! 16. November 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-11-16_16-45-35.html

(7) Koran Sure 8. Al-Anfal. Die Beute. Zentralrat der Muslime in Deutschland
http://www.islam.de/1407.php

Lecture subject: The Ideology of Jihad, Dhimmitude and Human Rights.
Viewpoint. By Bat Ye¬īor, Georgetown University (Washington, D.C.)
The Hoya, November 12, 2002
http://www.thehoya.com/node/14356

Beute Islam in meinem Archiv
http://tinyurl.com/r9a4gm

(8) Zweiter Vollmondbrief. Pick-up Theater
http://www.pickuptheater.com/index.php?page=voll2

Hilf, Vater, hilf! (1967) Von Dirk Schindelbeck, Sonett-Forum, 1. Oktober 2008
http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1214

(9) Yves Montand - A bicyclette (Olympia, 1981). Paroles de Pierre Barouh.
Musique de Francis Lai. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=lOZPWpiNUWQ

La Bicyclette. Lyrics. Francis Lai. Vivre pour la musique
http://www.soundtrackfan.com/frlai/lyrics/nonstracksongs-fre nch2.htm

Pierre Barouh, biographie
http://tinyurl.com/re8yoe

Francis Lai, biographie. Francis Lai. Vivre pour la musique
http://www.soundtrackfan.com/frlai/bio.htm

(10) Vol de v√©los : temp√™te dans un verre d´eau apr√®s l´arrestation de deux jeunes suspects, Novopress.info, 22 mai 2009
http://fr.novopress.info/?p=16825

(11) Violence √† l´√©cole. Les id√©es de Darcos suscitent un toll√©. Video.
LeTelegramm.com, 23 mai 2009
http://tinyurl.com/ps9yj6

(12) Des troupes de choc dans les écoles ? Par Patrick Apel-Muller,
L´Humanit√©, 23 mai 2009
http://tinyurl.com/ph8xyh


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