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Iran. Auf dem Weg in eine neue islamische Revolution: Allahu Akbar

Es ist kaum zu glauben, was uns europ√§ische MSM heuer weismachen √ľber die Wahlen im Iran. Man lernt daraus, da√ü Ideologie und Illusionen den Blick verstellen, und da√ü oftmals Unkenntnis √ľber die Verh√§ltnisse im Iran herrscht. Warum ma√üen sich diese Journalisten trotzdem an, ihre Meinung √ľber den Iran und die dortigen politischen und sozialen Verh√§ltnisse kundzutun?

Mariam Lau legitimiert ihre frommen W√ľnsche anscheinend damit, da√ü sie von einem iranischen Vater abstammt, mancher andere ist Islamexperte, weil er aus einem islamischen Land stammt bzw. sein Vater oder gar sein Gro√üvater. Die Ergebnisse liest man t√§glich in den Zeitungen oder h√∂rt und sieht sie in den Nachrichten von ARD und ZDF. Mariam Lau ist ein r√ľhrendes Beispiel, sie meint, Ayatollah Ali Khamenei habe seinen eigenen Untergang besiegelt. Aus dem Protest gegen den Wahlbetrug sei eine Bewegung gegen die paramilit√§rische Seite der Islamischen Republik selbst geworden.

Was ist gegen die √Ąu√üerung des Ali Khamenei einzuwenden, da√ü alle vier Kandidaten Teil des Establishments der Islamischen Republik seien? Ist es nicht so? Habe ich etwas verpa√üt? (1)

Mir Hussein Moussavi w√§re gar nicht als Kandidat zugelassen worden, wenn Ayatollah Ali Khamenei sich nicht sicher gewesen w√§re, da√ü die Wahlen f√ľr Mahmud Ahmadinejad ausgehen. Umfragen vor der Wahl best√§tigen dies. Es ist das Pech vieler Politiker und Journalisten, da√ü sie sich ein anderes iranisches Volk w√ľnschen, ihren Wunsch aber nicht in die Tat umsetzen k√∂nnen. Die Antwort einer freundlich l√§chelnden Iranerin, Anh√§ngerin des Mahmud Ahmadinejad, in den ARD-Nachrichten ist: marg bar emrika, Tod den USA. √úbersetzt von der Nachrichtenredaktion wird das nicht.

Wenn es nicht so traurig w√§re, k√∂nnte man sich √ľber die Behauptung der Mariam Lau vor Lachen aussch√ľtten: Jetzt ist auch auf der anderen Seite, bei den Hunderttausenden auf der Stra√üe, eine Dynamik am Werk, die nur noch Mir Hussein Mussawi kontrollieren kann. Das schreibt sie um 23:14 Uhr. Um 14:46 Uhr desselben Tages liest man im Figaro dieses: Avant m√™me ce sermon, les supporteurs de Mir Hossein Moussavi avaient annul√© la manifestation pr√©vue √† l´Universit√©, ce vendredi. Une premi√®re depuis le d√©but de leur mouvement. Sogar schon vor der Predigt [der Freitagspredigt des Religionsf√ľhrers Ayatollah Ali Khamenei] haben die Anh√§nger des Mir Hussein Moussavi die an diesem Freitag in der Universit√§t vorgesehene Demonstration abgesagt. Eine Premiere seit dem Beginn ihrer Bewegung. (2)

Nun w√ľ√üte ich gern von Meinungsf√ľhrern wie Mariam Lau, wie eine angeblich von zig Tausenden von individuellen Anh√§ngern des Mir Hussein Moussavi getragene Massenbewegung von Twittern und Facebook-Kumpeln abgesagt werden kann - und das auch befolgt wird. Es macht nicht stutzig? Es macht ebenfalls nicht stutzig, da√ü Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani, der ewige Widersacher des Ali Khamenei, den Mir Hussein Moussavi unterst√ľtzt, er, der Altkonservative, der die Bazaris lenkt, die noch nie liberal waren, die ma√ügeblich am Sturz des Schahs mitgewirkt haben? Da wei√ü ja wieder einmal Wikipedia mehr. Die Revoluzzerkinder der Bazaris bilden die Terrorgruppe MEK/MKO. W√§hrend die V√§ter islamische Fundamentalisten sind, entwickeln sich einige ihrer Kinder zu islamischen Maoisten, vereint sind sie mit Ayatollah Ruhollah Khomeini w√§hrend der Errichtung der Islamischen Republik Iran, danach geht´s bergab. 1981 bomben sie eine ganze F√ľhrungsriege weg, dabei wird der rechte Arm des Ayatollahs Ali Khamenei l√§diert; er kommt mit dem Leben davon. Man kann einiges dazu in meinem Archiv nachlesen. Es gibt ein Foto von Maryam Radjavi und der damaligen Geliebten ihres Mannes, es ist leider nicht mehr online. Verh√§rmte Ehefrau und strahlende Geliebte vor ´ner roten Fahne, sie tragen br√§unlichen Maolook und dazu ein rotes Kopftuch. Allahu Akbar. (3)

Maryam Radjavi, die designierte Pr√§sidentin des iranischen Widerstandes, die Anf√ľhrerin der Vereinigung, die heute immer noch von Kreisen in den USA gest√ľtzt wird und zum Einsatz gegen die iranische Regierung in Frage kommt, meint im Fr√ľhjahr des letzten Jahres und ist damit wieder im Scho√üe der Ihren angekommen: "Le message de Mohammad est un souffle du printemps sur l¬īhiver de l¬īint√©grisme". Die Botschaft Mohammeds ist ein Fr√ľhlingshauch auf den Winter des Integrismus. (4)

Ihre Site zeigt sie im schmucken lila Kopftuch, zu sehen sind drei Haare. Ihre Vereinigung nennt sich inzwischen People´s Mojahedin Organization of Iran, die Organisation der Glaubensk√§mpfer des Iran, aber wenn westliche Politiker und MSM beeindruckt werden sollen, wird nur die Dachorganisation National Council of Resistance of Iran (NCRI) erw√§hnt, dann fallen die Glaubensk√§mpfer taqiyya-konform flach. (5)

Diese Glaubensk√§mpfer, die ihren Sitz in Paris haben, mobilisieren unter ihrer F√ľhrerin Maryam Radjavi am 20. Juni 2009 in Villepinte, einem Vorort von Paris, zig Tausende von Protestierenden, die sie in Autos, Campingwagen und Minibussen aus ganz Europa ankarren. (6)

Wenn man einigerma√üen informiert werden will und franz√∂sisch liest, sollte man die Berichte und Einsch√§tzungen des Auslandskorrespondenten Georges Malbrunot lesen, der im Figaro sachlich √ľber die Lage im Iran informiert, wenn er auch manches ausl√§√üt, das einen auf weitere Spuren bringen k√∂nnte. Georges Malbrunot ist derjenige, der im August 2004 im Irak entf√ľhrt oder "entf√ľhrt" worden ist. (7)

Am 18. Juni 2009 bringt er ein Portr√§t des aus Maschhad stammenden Obersten Religionsf√ľhrers: Ali Khamenei, √©nigme iranienne, iranisches R√§tsel. Er verk√∂rpert alle Mysterien des iranischen Regimes. Kein ausl√§ndischer Journalist hat ihn seit zwanzig Jahren treffen k√∂nnen. Der Ayatollah Ali Khamenei empf√§ngt niemals die im Iran akkreditierten Botschafter. Und seine Reden sind h√∂chst selten. (8)

Dieser Mann, der seine Abstammung von Mohammed herleitet, ist der Herrscher √ľber die Armee, die Justiz, das Fernsehen, die Pasdaran, die Revolutionsgarden, gem√§√ü GlobalSecurity.org ca. 125 000 bestausgebildete Milit√§rs, und damit √ľber das Nuklearprogramm, sowie √ľber die den Revolutionsgarden unterstellten paramilit√§rischen Basij, die Milizen, Garanten der inneren Sicherheit, die √ľberall in der Gesellschaft wirkenden Augen und Ohren des Regimes, von ihren diversen Kommandanten angegeben mit einer St√§rke zwischen 10,3 und 13,6 Millionen. Die Basij sind notd√ľrftig ausgebildete und bewaffnete Glaubensk√§mpfer, darunter f√ľnf Millionen Frauen und 4,7 Millionen Schulkinder. GlobalSecurity.org meint jedoch, diese beeindruckenden Zahlen seien anzuzweifeln, und die Basiij w√§ren wahrscheinlich nur in der Lage, etwa 1,5 Millionen M√§nner und Frauen im wehrf√§higen Alter zu mobilisieren. Die Pasdaran bilden auch die Terroristen der Region aus, darunter Hamas- und Hezbollah-K√§mpfer. (9)

Der Oberste Religionsf√ľhrer ist umgeben von ca. 1 700 Beratern und steht gleichzeitig unter Kontrolle eines halben Dutzends von Regulierungsinstanzen, er ist primus inter pares, sch√§tzt ein westlicher Diplomat gegen√ľber Georges Malbrunot ein, Schiedsrichter unter rivalisierenden Str√∂mungen in der F√ľhrungsriege; er mu√ü zur Rettung des Regimes, das inzwischen seit einer Woche in Frage gestellt wird, einen Minimum-Konsens herbeif√ľhren.

Seine Gegner bem√§ngeln seine mangelhaften religi√∂sen Kenntnisse, er ist aber eine der Hauptpersonen der Revolution, nach dem Ayatollah Ruhollah Khomeini, der ihn zum Imam der Gro√üen Freitagspredigt in Teheran ernennt - ein einflu√üreicher Posten gegen√ľber den Massen. 1981 ist er der erste Geistliche, der zum Pr√§sidenten der Republik gew√§hlt wird. Das Amt √ľbt er acht Jahre aus. Ayatollah Ali Khamenei vermeidet alles, dem Ayatollah Ruhollah Khomeini zu widersprechen, er ist "His Masters Voice". In den acht Jahren, meinen viele Iraner, habe der Iran jede Hoffnung auf S√§kularisierung verloren. (8)

Den Hardliner wählt der 86-köpfige Expertenrat in einer zum 3. Juni 1989 einberufenen Dringlichkeitssitzung zum Nachfolger des verstorbenen Ayatollahs Ruhollah Khomeini. Ayatollah Ali- Akbar Hashemi Rafsanjani ist einer derjenigen, die die Dringlichkeitssitzung einberufen haben. Man darf spekulieren, ob ihn das heute noch freut. (10)

Der Expertenrat, gew√§hlt f√ľr acht Jahre, wie 1998, ist seit den Neuwahlen vom 15. Dezember 2006, die in dem Jahr mit den Kommunalwahlen zusammenfallen, mit noch h√§rteren Hardlinern best√ľckt; dort finden die Machtk√§mpfe zwischen dem Vorsitzenden des W√§chterrates Ayatollah Ahmad Jannati und moderateren Geistlichen sowie von Ayatollah Ali- Akbar Hashemi Rafsanjani und Ayatollah Mohammad-Taqi Mesbah-Yazdi statt, letzterer ist der F√∂rderer und spirituelle Mentor des Mahdi-gl√§ubigen Mahmud Ahmadinejad. Ich habe sein Wirken ausf√ľhrlich gew√ľrdigt im Artikel "Tod Israel!" "Tod Amerika!" Die ARD in den Fu√ütapfen von al-Reuters. Der W√§chterrat bestimmt, wer √ľberhaupt kandidieren darf f√ľr den Expertenrat. (11)

Die Bassij stehen unter dem Einflu√ü des 75-j√§hrigen revolution√§ren Fanatikers der Hojatieh-Sekte Ayatollah Muhammad Taqi Mesbah-Yazdi, eines Sch√ľlers des Ayatollah Ruhollah Khomeini und Mentors von Mahmud Ahmadinejad. (12)

Ayatollah Muhammad Taqi Mesbah-Yazdi studiert die Einsatzm√∂glichkeit des Glaubenskrieges zu Zeiten, als Khomeini im Exil ist. Nach des Ayatollahs R√ľckkehr in den Iran ist er sein enger Vertrauter, wie ein Video bei YouTube zeigt: Dr Yazdi and Ayatollah Khomeini discussion about war (farsi), genauer: Gespr√§ch der beiden √ľber das Spielen mit dem Feuer und den Frieden im Krieg gegen den Irak. (13)

Gegenwärtig ist er von Ayatollah Ali Khamenei aus der Politik entfernt und von ihm als Direktor des Imam Khomeini Education and Research Institute in Qum eingesetzt. Er und seine Mitarbeiter drängen auf die konsequente Durchsetzung der Scharia und ihrer sämtlichen Strafen, die Steinigung, die Amputation von Gliedmaßen, die Ermordung von Apostaten und Homosexuellen, sie rufen auf zur Verfolgung von Bahai, Christen und Juden, und ihr Hauptanliegen ist die Vernichtung Israels. Ayatollah Muhammad Taqi Mesbah-Yazdi hat eine eigene Web Site, in farsi, arabisch und englisch, sein Institut The Imam Khomeini Education & Research Institute informiert in vier Sprachen, in farsi, arabisch, englisch und deutsch:

Vorstand bzw. Leiter des Instituts ist Ayatollah Muhammad Taqi Mesbah Yazdi. Er zählt zu den größten Gelehrten und Philosophen des Landes und wurde von Großayatollah Khamenei mit der Leitung des Instituts beauftragt. (14)

Georges Malbrunot berichtet im Figaro √ľber einige Hintergr√ľnde der K√§mpfe um das Wahlergebnis. Der Beitrag zeichnet sich aus dadurch, da√ü er keine Illusionen √ľber Mir Hussein Moussavi verbreitet, und dem Leser bleiben Spekulationen erspart √ľber die Besiegelung des bevorstehenden Untergangs des Ayatollahs Ali Khamenei durch ihn selbst. Stattdessen schildert er die Lage unter den etwa zehn Gro√üayatollahs des Landes, vier von ihnen passen die Wahlmanipulationen des Mahmud Ahmadinejad nicht.

Wer nun meint, das seien reformerische oder gar demokratische Kleriker, den belehrt der Grand Reporter eines besseren. Er nennt vier Ayatollahs, Abdolkarim Moussavi Ardibili, Ali Montazeri, Nasser Shirazi und Asadollah Zanjani, die ayatollahs "r√©formateurs", in Anf√ľhrungszeichen; denn sie sind sicherlich keine Reformer, wie √ľbrigens auch der als solcher von interessierten Kreisen in Europa vorgestellte Mohammad Khatami, Pr√§sident des Iran von 1997 bis 2005, niemals ein Reformer gewesen ist, oder was h√§lt man von dieser Information des Ariabarzan Mohammadighalehtaki √ľber die Definition der "Zivilgesellschaft", die der Pr√§sident auf der Islamic Summit Conference, in Teheran gibt, am 9. Dezember 1997, vier Monate nach seinem Amtsantritt: W√§hrend sich die westliche Zivilgesellschaft sowohl historisch als auch theoretisch von den griechischen Stadtstaaten und dem sp√§teren r√∂mischen politischen System ableitet, hat die Zivilgesellschaft, wie wir sie im Sinn haben, ihren Ursprung in einem geschichtlichen und theoretischen Standpunkt der "Madinat ul-Nabi", der Stadt des Propheten Mohammad. Das hei√üt, da√ü er eine durch und durch islamisierte Gesellschaft will. (15)

So sehen es auch die vier protestierenden "reformerischen" Ayatollahs, wobei hinzu kommt, da√ü Ali Montazeri nach dem Ableben von Ayatollah Ruhollah Khomeini als dessen Nachfolger angesehen worden ist. Ihm hat Ayatollah Ali Khamenei jetzt Hausarrest in Qom verordnet. Welche H√§ndel die anderen drei Ayatollahs mit dem Obersten Religionsf√ľhrer haben, kann ja einmal herausfinden, wer Zeit hat. Georges Malbrunot weist darauf hin, da√ü einige der bis 2005 m√§chtigen Ayatollahs unter Mahmud Ahmadinejad gelitten h√§tten. Dieser befindet sich unter den Geistlichen von Qom und Teheran in der Minderheit, und so schafft er sich seine eigenen Geistlichen, sie werden angef√ľhrt von Ayatollah Muhammad Taqi Mesbah-Yazdi, dessen Forschungsinstitut von der Regierung des Pr√§sidenten gro√üz√ľgig finanziell unterst√ľtzt wird: "Die 800 pro-Ahmadinejad eingestellten Seminaristen von Qom stellen eine Art klerikal-radikale Miliz dar. In ihren Augen sind die anderen Ayatollahs, die nicht der Linie des Pr√§sidenten folgen, nichts als Schw√§chlinge," unterstreicht ein iranischer Experte.

Mit Reform und Demokratie jedenfalls haben die Proteste nichts zu tun, sondern mit der Sicherung des Systems. Die vier Ayatollahs, die vorgeben, sich an der Seite der iranischen Gesellschaft zu befinden, sind besorgt, da√ü es dadurch zerst√∂rt werden k√∂nnte, da√ü es Mahmud Ahmadinejad und seinem Mentor gelingen k√∂nnte, die Islamische Republik durch "eine islamische Regierung" ohne R√ľckgriff auf die Volkssouver√§nit√§t als Mittel der Legitimierung des Regimes zu ersetzen, durch die Abschaffung der pseudodemokratischen Reste. (16)

Ein Blick auf diese Gemengelage, und man kann sicher sein, da√ü die Proteste diesmal zu nichts f√ľhren. Arian Faal schreibt es in der Wiener Zeitung, und ich hoffe, da√ü ich´s diesmal sofort richtig √ľberbringe: Sanfte Kritik an Ahmadinejad und Lob f√ľr Rafsanjani. "Kein Betrug". Samstag als "Tag der Entscheidung"? Die Freitagspredigt des Obersten Religionsf√ľhrers ist eitel Beschwichtigung nach allen Seiten und sanfte Reorientierung der Iraner in Richtung auf den √§u√üeren Feind. Regimegegner ‚Äď allen voran der Westen ‚Äď h√§tten Stimmung gegen die islamischen Grunds√§tze gemacht. Regimegegner sind f√ľr ihn aber nicht die Demonstranten im Iran, sondern die bekommen wie unartige Kinder einen R√ľffel. Auch Pr√§sident Mahmud Ahmadinejad wird ger√ľffelt. Kritikw√ľrdige Aussagen habe er gemacht, unpassende Worte gegen den ehemaligen Pr√§sidenten Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani gesprochen - und er w√ľrdigt ihn; es ist zum Steinerweichen. Mir Hussein Moussavi bescheidet er, da√ü die Entscheidung an den Wahlurnen gefallen sei, beide Seiten fordert er auf, der Gewalt ein Ende zu machen. Die Predigt bringt indirekt auch eine Ansage an Barack Hussein Obama, in dem er sich nicht die USA, sondern Gro√übritannien als Hauptgegner vorkn√∂pft. (17)

Die darob indignierte britische Regierung bezichtigt er der schlimmsten Einmischungen, und Au√üenminister Manouchehr Mottaki legt zwei Tage sp√§ter nach. Gro√übritannien wird dabei auch f√ľr den Zionismus verantwortlich gemacht: Die Nationen der Welt wissen, besonders die im Nahen Osten, da√ü Gro√übritannien geholfen hat, das zionistische Regime ins Leben zu rufen, und hinter den Konflikten und Unsicherheiten in der nah√∂stlichen Region steckt. Daf√ľr haben die Briten nun die diversen White Papers geschrieben und sich bei der Abstimmung √ľber die UN-Resolution Nr. 181, am 29. November 1947, der Stimme enthalten, daf√ľr haben sie ihren General Glubb Pascha ausgeschickt, gemeinsam mit sechs arabischen Staaten Israel im Keine zu ersticken. Undank ist der Briten Lohn.

Mottaki stellte auch fest, da√ü die Regierung Deutschlands Geiseln der terroristischen Politik der Zionisten sind, in dem er sagte, ihr Land h√§tte politische Entscheidungen im Tandem mit Tel Aviv getroffen. Deutschlands Unterst√ľtzung f√ľr den Terrorismus, beispielsweise der Angriff auf die iranische Botschaft in Deutschland, zeigt, da√ü es nicht in der Lage ist, Ansichten √ľber die transparente Wahl des Iran auszudr√ľcken, f√ľgte er hinzu. (18)

Habe ich etwas vers√§umt? Haben w√ľtende Demonstranten sich √ľber die Botschaft des Iran hergemacht? Iraner haben vor der Botschaft friedlich demonstriert, sie haben wissen wollen, wo ihre Stimme geblieben ist.

Wenn man in den Regierungssender des Barack Obama CNN schaut, was wirklich schwer erträglich ist, vor allem wenn Christiane Amanpour ihr Wissen vermittelt, dann erhält man wenige Informationen aus dem Iran, stattdessen bekommen die protestierenden Exil-Iraner und ihre Anhänger, von San Franzisco bis Hamburg, ein Forum. Einige von ihnen erklären zu Beginn ihrer Stellungnahme, daß sie Barack Obama gewählt hätten.

Es ist wie immer, man mu√ü sich durch die Blogs w√ľhlen, um informiert zu werden. Auf der Site Open Source Geopolitics gibt freude bud eine kurze Einsch√§tzung der vom Professor der University of Michigan Juan Cole, Bewunderer der iranischen Mollah-Diktatur, ins Englische √ľbersetzten Rede, und er bemerkt zum Publikum, da√ü weder Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani, noch Mir Hussein Moussavi, Mehdi Karroubi und Mohammad Khatami bei der Freitagspredigt des Obersten Religionsf√ľhrers anwesend sind. Der Prediger mache wenig Konzessionen. (19)

√úber Juan Cole, der die ber√ľchtigte Teheraner Holocaust-Konferenz als nicht-antisemitisch beschreibt, die Worte "Israel von der Landkarte zu tilgen", w√§ren dort nie vom Pr√§sidenten gesprochen worden, weil es die Formulierung im Persischen nicht gebe, kann man in meinem Artikel Mahmud Ahmadinejad triumphiert in der Columbia Universit√§t lesen. Das Foto eines im Iran aufgenommenen Transparentes mit dem Spruch isra¬īil bajad az safhe-e ruzgar mahw schawad, in persisch und englisch, Israel should be wiped out of the face of the world, kann man auf der Site Winds of Djihad bewundern. (20)

Timothy Furnish notiert auf seiner Site MahdiWatch.org zwei Beobachtungen, die den westlichen Kommentatoren nicht berichtenswert erscheinen, die aber die Wendigkeit des Obersten Religionsf√ľhrers sowie die Wahrscheinlichkeit dokumentieren, da√ü die Proteste im W√ľstensand versickern werden. Die Verteidigung des Sieges von Mahmud Ahmadinejad ist in der Predigt fast eine Selbstverst√§ndlichkeit, aber sein Gebet zum Mahdi ist gerichtet an die Anh√§nger des Ayatollahs Muhammad Taqi Mesbah-Yazdi und an Mahmud Ahmadinejad. Juan Cole √ľbersetzt den Text nicht: Eingangsgebete in arabisch. Ayatollah Ali Khamenei betet zum Verborgenen Imam: Du bist der wirkliche Besitzer dieses Landes und der Revolution. Du bist unser wahrer Unterst√ľtzer. Wir werden diesen Weg festen Schrittes gehen. Bitte, hilf uns. Mehrere Zuh√∂rer brechen bei der Nennung der messianischen Figur der Zw√∂lfer Schiiten in Tr√§nen aus, Kleriker wie Laien. Timothy Furnish meint, das m√∂ge der Beweis sein, da√ü die Zuh√∂rerschaft einverstanden ist, da√ü der eschatologisch gesonnene Mahmud Ahmadinejad sehr wohl diese Wahlen gewonnen habe, wenn das im Iran auch heute noch nicht so gesehen werde.

Weiterhin wird seine Predigt mehrfach unterbrochen durch massive Drohungen zahlreicher Mitglieder der Moschee-Audienz: "marg bar" - Tod - "Amerika", "Gro√übritannien" und "Israel". Timothy Furnish erl√§utert seine Beobachtung: Stellen Sie sich vor, w√§hrend einer der Predigten des Papstes Benedikt XVI. im Petersdom, oder einer von Dr. Charles Stanley, bei den First Baptist of Atlanta w√ľrden Mitglieder der Gemeinde anfangen zu rufen "Tod dem ..." - also irgendwem oder irgendwas. Der Papst w√ľrde mindestens beschuldigt werden, einen neuen Kreuzzug zu entfachen, und Dr. Stanley w√ľrde vom Heimatschutz vorgeladen wegen "Volksverhetzung". Die Redewendung "marg bar emrika" mag weitestgehend eine klischeehafte Formel sein, jemandes Anh√§ngerschaft an die Ayatollahs zu bekunden, aber ihre st√§ndige Gegenwart in muslimischen Gebetsh√§usern zeigt eben, wie weit die Schia noch zu gehen haben wird, bevor sie auch nur entfernt so tolerant ist wie das Christentum. (21)

Diese Beobachtung kann man getrost auf die gesamte iranische Gesellschaft ausdehnen. Sie ist mehrheitlich nicht weltlich, demokratiehungrig, gro√üz√ľgig. Die Religion der Schia ist in ihr seit dem 7. Jahrhundert fest verankert. Wie sonst ist es zu verstehen, da√ü die Studenten in Qom ab Juni 1975 mit Nachdruck ihre Sympathien f√ľr den Imam im irakischen Exil bekunden, und ihr Eifer von der iranischen Gesellschaft nicht abgelehnt wird, sondern sich auf die gesamte Gesellschaft √ľbertr√§gt? Die revolutionsbegeisterte Menge ruft: Wir haben keine Angst vor dem M√§rtyrertod; t√∂tet uns. Es ist der Beweis eurer Niederlage. (22)

Wie kann es angehen, da√ü gebildete Frauen sich in den Tschador werfen und meinen, als Pinguine k√∂nnten sie sich vom Schah befreien und damit ihrer pers√∂nlichen Freiheit n√§herkommen? Wie k√∂nnen nach der vom Ayatollah Ruhollah Khomeini angef√ľhrten siegreichen islamischen Revolution, nach all dem Gemetzel, in einer Abstimmung 98,2 Prozent der wahlberechtigten Iraner, am 29. und 30. M√§rz 1979, diese Knechtschaft best√§tigen? Oder ist das auch schon eine Wahlf√§lschung wie die vom 12. Juni 2009? (23)

Es kann mir keiner sagen, er habe es nicht wissen k√∂nnen; denn bereits Mitte der 60er Jahre hat jeder gewu√üt, wer die Ayatollahs und Mollahs sind. In G√∂ttingen hat mir ein studentisches Mitglied der Nationalen Front auf meine sichere Voraussage, der Schah w√ľrde bald beseitigt und die Linken, angef√ľhrt von der Tudeh-Partei, k√§men dran, mit ernster Miene erkl√§rt, ich h√§tte keine Ahnung. - Also wer? - Die Mollahs! Wann ist mir diese bittere Pille verabreicht worden? 1962. Was aus Noureddin Kianouri, dem Generalsekret√§r der Tudeh-Partei, geworden ist, kann ich allen Linken zur Warnung nicht oft genug verlinken, aber es ist wie immer, die Tatsachen k√∂nnen der "Wahrheit" nichts anhaben. Linke sind Freunde islamfundamentalistischer "anti-imperialistischer Widerstandsk√§mpfer", die sich √ľber diese n√ľtzlichen Idioten einen feixen. (24)

Was von den jetzigen Demonstrationen zu halten ist, wird immer deutlicher. Es geht um Machtk√§mpfe der Ayatollahs, die gutgl√§ubige Jugendliche dazu mi√übrauchen. Die am 20. Juni 2009 erschossene Neda ist bei den Twittern kein Opfer der Diktatur, sondern sie ist schon zur M√§rtyrerin geworden, zum shahid, und auch von Mir Hussein Moussavi liest man, da√ü er seinen Weg weitergehen werde und bereit zum M√§rtyrertod sei, passend zur islamgr√ľnen Farbe, unter der seine Anh√§nger marschieren. (25)

Mir Hussein Moussavi wird auf Blogs bereits als m√∂glicher neuer Khomeini gehandelt, und das nicht unbedingt als freudige Entdeckung. Ein junger Iraner schreibt: K√∂nnte der Iran in ein neues Zeitalter der Radikalisierung eintreten? Es mag sein, da√ü wir in drei√üig Jahren auf diese Zeit zur√ľckschauen und Moussavi daf√ľr kritisieren, da√ü er die Massen manipulierte. Moussavi mag sehr wohl der neue Khomeini sein. Alle Iraner sind sich einig im Abscheu vor Ahmadinejad. Genau das war der Fall 1979, als die Mehrheit der Bev√∂lkerung angewidert war vom Schah, aber selbstverst√§ndlich hatte jeder Iraner eine andere Agenda. Es gab Kommunisten, Mujaheddin, Islamisten, normale Studenten, die nur eine andere Wirtschafts- und Au√üenpolitik gegen√ľber den USA wollten. Kann unsere Revolution erneut entf√ľhrt werden? ... K√∂nnte diese Revolution die mittlere Linie zwischen Radikalisierung und islamischer Reform sein? Zweifelsohne haben sich die Dinge ge√§ndert, aber die Gezeiten k√∂nnen die Zukunft des Irans in jede Richtung treiben. La√üt uns nicht die Folgen von 1979 vergessen. (26)

Der erfahrene unabh√§ngige US-Analyst Andy Martin spricht jetzt vom B√ľrgerkrieg, der im Iran herrsche, er sei der erste Analyst der die Lage so einsch√§tze; sie erinnere ihn an √§hnliche Erlebnisse vor 30 Jahren. Vielleicht hat er ja Recht, da√ü sich die Machtfl√ľgel der Ayatollahs verkalkulieren und sich ihre Anh√§nger selbst√§ndig machen? Es ist nur so, da√ü die K√§mpfe von vor 30 Jahren noch tiefer in die Schia-Herrschaft der Ayatollahs gef√ľhrt haben. Wohin wohl werden sie den Iran jetzt f√ľhren, etwa in die Demokratie? (27)

Derweil werden eine Tochter und vier weitere Verwandte des Ayatollahs Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani verhaftet und somit Druck ausge√ľbt auf ihn, zur√ľckzukehren ins Glied. (28)

Affaire à suivre ...

21. Juni 2009

Quellen

(1) Chamenei hat seinen eigenen Untergang besiegelt. Von Mariam Lau, WeltOnline, 19. Juni 2009
http://tinyurl.com/kpmnww

(2) Khamenei : "la victoire d´Ahmadinejad est d√©finitive". Par Julie Connan,
Le Figaro, 19 juin 2009
http://tinyurl.com/l25elb

(3) Radjavi in meinem Archiv
http://tinyurl.com/mndtel

(4) Modschahedin-e Chalgh. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Modschahedin-e_Chalgh

"Le message de Mohammad est un souffle du printemps sur l¬īhiver de l¬īint√©grisme". Par Maryam Radjavi, maryam-radjavi.com, 13 avril 2008
http://tinyurl.com/lv8uxw

(5) maryam-radjavi.com. President-Elect of the National Council
of Resistance of Iran
http://www.maryam-rajavi.com/

(6) Exiled Iran Opposition Group Holds Big Paris Rally.
Radio Free Europe/Radio Liberty, June 20, 2009
http://tinyurl.com/m7whdv

(7) Christian Chesnot, Georges Malbrunot und die abenteuerlichen Unternehmungen des Didier Julia - Philippe Brett und Phillippe Evanno in Untersuchungshaft.
25./28. Dezember 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-12-25_01-36-49.html

(8) Portrait. Ali Khamenei, énigme iranienne. Par Georges Malbrunot,
Le Figaro, 18 juin 2009, p. 16 (nicht online)

(9) Military. Pasdaran. GlobalSecurity.org
http://www.globalsecurity.org/military/world/iran/pasdaran.h tm

Iran´s Basij Force -- The Mainstay Of Domestic Security. By Hossein Arian, GlobalSecurity.org, December 7, 2008
http://tinyurl.com/mvcmpa

(10) 8. The Leader or Leadership Council. Iranian Government Constitution.
IranOnline
http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitu tion-8.html

Understanding Iran´s Assembly of Experts. Policy Brief # 1.
Ed. Anoush Ehteshami, Mahjoob Zweiri, Center for Iranian Studies,
Durham University, November 2006
http://www.dur.ac.uk/resources/iranian.studies/Policy%20Brie f%201.pdf

(11) Iran Assembly of Experts´ election results announced. Iran Focus,
December 18, 2006
http://tinyurl.com/l6at8c

"Tod Israel!" "Tod Amerika!" Die ARD in den Fußtapfen von al-Reuters,
23. September 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-09-23_17-24-37.html

(12) Is he full of crap? Hojatieh. Villagers with Torches, May 11, 2006
http://vwt.d2g.com:8081/2006/05/you_just_have_to_love_the_tw er.html

(13) Dr Yazdi and Ayatollah Khomeini discussion about war, added by ghalandarkhan, YouTube, July 15, 2007
http://www.youtube.com/watch?v=QPoeH9ajDTs&mode=related&sear ch=

(14) The Web Site of Ayatollah Mesbah Yazdi
http://www.mesbahyazdi.org/english/index.htm

The Imam Khomeini Education & Research Institute
http://www.qabas.net/

Qabas. Imam Khomeini Institut. Zentrum f√ľr islamische Bildung und Wissenschaftliche Studien
http://www.qabas.org/deutsch/index.htm

Mahmud Ahmadinejad - Anbruch eines neuen Morgens der islamischen Revolution. Schaf, 29. Oktober 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-10-29_02-30-04.html

(15) Iranian Presidential Elections 2009. Policy Brief.
By Ariabarzan Mohammadighalehtaki, Ehsan Abdoh, Center for Iranian Studies,
Durham University, Epiphany Term 2009
http://tinyurl.com/n398b4

(16) Des ayatollahs "réformateurs" (donnent de la voix) appellent à manifester en Iran. Par Georges Malbrunot, Le Figaro, 18 juin 2009
http://tinyurl.com/l8ou3k

(17) Khamenei beschirmt Ahmadinejad. Von Arian Faal, Wiener Zeitung,
20. Juni 2009
http://tinyurl.com/mltvro

(18) ´The sun has set on the British Empire, so stop interfering´. Tehran Times,
June 22, 2009
http://www.tehrantimes.com/index_View.asp?code=197296

British Mandate for Palestine (WW I to 1948). Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_mandate.php

(19) Khameini´s Friday Sermon - Few if any Concessions. By freude bud,
Open Source Geopolitics, June 19, 2009
http://tinyurl.com/lng2j9

Supreme Leader Khamenei´s Friday Address on the Presidential Elections. Translation by Juan Cole, Informed Comment, June 19, 2009
http://tinyurl.com/lv8x9l

(20) Mahmud Ahmadinejad triumphiert in der Columbia Universität.
25. September 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-09-25_20-57-57.html

Foto. isra¬īil bajad az safhe-e ruzgar mahw schawad. Israel should be wiped out of the face of the world. Israel muss von der Oberflaeche der Welt verschwinden.
Winds of Djihad. By Sheik Yer¬īmami
http://sheikyermami.com/wp-content/uploads/2007/09/iran-isra el_lg.jpg

(21) Ayatollah Khamenei: Praying Like It´s the End of the....Regime?
By Timothy Furnish, MahdiWatch.org, June 20, 2009
http://www.mahdiwatch.org/2009.06.01_arch.html#1245555206642

(22) Imam Khomeini. √úbersetzt von Hassan Kazemi, al-shia.de
http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/khomeini.htm

(23) Iranian Government Constitution. 1. Principles. IranOnline
http://www.iranonline.com/iran/iran-info/Government/constitu tion-1.html

(24) Jebhe Melli. Internet Center of Iran National Front - US Section
http://www.jebhemelli.net/

Death of Noureddin Kianouri. Statement of the CC of the Tudeh Party of Iran, November 6, 1999. Al-Guardian, November 17, 1999
http://www.cpa.org.au/garchve1/980iran.html

(25) Iran - Neda shot by police in peaceful protests. Video. YouTube, June 21, 2009
http://www.youtube.com/watch?v=IV8mvUj3a2s

Mousavi ready to be ´martyr´. By Parviza Hafezi, ar-Reuters, Arab News,
June 21, 2009
http://tinyurl.com/lg6myo

(26) could mousavi be the khomeini of our era? Freedom Traces,
June 21, 2009
http://tinyurl.com/npay5q

(27) Civil War in Iran. By Andy Martin, pr-inside.com, June 21, 2009
http://www.pr-inside.com/civil-war-in-iran-r1335638.htm

(28) Iranian TV: ´Terrorists´ Die; Ex-President´s Daughter Arrested.
By Lara Setrakian and Matthew Ghazarian, DUBAI, United Arab Emirates,
abcnews June 21, 2009
http://abcnews.go.com/International/story?id=7891929&page=1

Siehe auch:

Dossier crise iranienne. Le Figaro
http://www.lefigaro.fr/international/election-iran.php

Mir Hussein Moussavi. Kandidat des Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani.
17. Juni 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-06-17_22-14-00.html

Iran. Woher kommen die Stimmen f√ľr Mahmud Ahmadinejad?
18. Juni 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-06-18_21-54-12.html

Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani in meinem Archiv
http://tinyurl.com/nwrj6v

Mahmud Ahmadinejad in meinem Archiv
http://tinyurl.com/mantpt


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